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' : sthe zur Organisation eines meteorologischen Dienstes Interesse der Landwirthschaft für das Gebiet des deut- j A Reiches erforderlich find. Diese Conferenz tritt auf ( Andere Einladung der Direktion der deutschen Seewarte c?a * Kinnen und wird von dem Vorsteher der dritten Abthei-

Zuli W ist ein 18 Zoll hoher Briefbeschwerer aus Gold und lirtm Mer. Die Hauptfigur des Kunstwerks ist eine silberne Roh- rdkugel, auf der die westliche Halbkugel in die Augen ; M iringt. Auf ihr erhebt sich der amerikanische Adler mit »fuhr «Schild, überragt von 4 goldenen amerikanischen Fahnen. 416,s Üt Kugel ruht auf einer silbernen Säule und der Fuß vom a Säule ist umgeben von silbernen und goldenen Baum- anzen' Mallen, Mehlfässern und den Abbildungen anderer | lerikanischer Produkte. Das Ganze ruht auf einer Platte kaum «schwarzem Marmor mit englischer Inschrift, die auf , Mn «sch lautet: „Die amerikanische Kolonie dem Achtb. Frd. hischt • Scheuch, Consul der Ver. Staaten in Barcelona." Die !igen- «rikanische Heimath Scheuch's ist Lafayette, Jnd., und s zu in Geburtsort Marburg in Hessen, woselbst sein Vater e bei sge Jahre Justizbeamter war. Er bekam sein Consulat von ch Präsident Grant und Senator Morton und eignet mjer s vermöge gründlicher kaufmännischer Bildung recht gut tönig i der Stelle. Wir wünschen dem Consul Scheuch von Aka- E$en, daß er noch recht lange nicht von seinem Posten issivn «scheucht werden möge."

.... Kassel, 10. Sept. Der heutige Tag, welcher uns Dr willkommenen Boten des Frühlings gleich, die ersten

einen ikömmlinge für den hier tagenden wissenschaftlichen Con- orsitz ch zuführte, begann zugleich damit, daß allüberall ge- rieri- Uge Hände sich regten zu ihrem Empfang Häuser und sind Botte mit Flaggen und Guirlauden zu schmücken. Die :ßgen chl der bis jetzt eingetroffenen Gäste beträgt nach dem früher Morgenstunde ausgegebenen Verzeichniß, bereits fe, worunter aus Kassel und der Provinz Hessen-Nassau 307 aus weiterer Ferne 265 Theilnehmer befinden, m letztere sich in 158 Nord- und 68 Süddeutsche und i Ausländer scheiden. Hoffen wir, daß diese Zahl sich > Laufe des Tages noch beträchtlich vergrößern und die -sorgliche Bemühung Cassels rechtfertigen möge, welches it gastlichen Räume 2400 Gästen zur Verfügung gestellt, -s Straßen und Plätzen begnegnet man bereits zahlrei- B Fremdlingen, in welchen unschwer die an Erfahrung hen ältere,r oder noch jugendlich blickenden Jünger der Henschaft zu erkennen sind. Der heutige Abend soll sie e, die aus der Ferne gekommen, und die sich aus ssel selbst zu ihrer Schaar oder auch nur zu den Be­kommenden zählen, in der Festhalle zur vorläufigen zrüßung vereinen. Hat dieser Raum auch seiner! pro- scheu Namen „Faßhalle" nicht so schnell ablegen können, jsi doch jede Spur seiner ehemaligen nüchternen Be- imung vollständig durch den anmuthigen Schmuck von tyjen, Fahnen und Laubgewinden verlöscht. Dem Ein- An- Vthor gegenüber erhebt sich die Tribüne für den je- rbetU Agen Redner, deren Hintergrund mit rothem Tuch dra- rt und mit trophäenartig geordneten Flaggen decorirt, . tn sehr freundlichen Eindruck gewährt. Dem deutschen ' °7 triotiSmus ist zudem durch Ausstellung der Büsten Sr. l'*"" rjestät des Kaisers und des Kronprinzen Rechnung ge- . pn. In schönem Verhältniß zu seiner Höhe faßt der

,ra® ile Raum 3500 Personen. 12 große von der Decke bem derhängende Lustres,mit beiläufig 7—800 Lichtem sind seiner abendlichen Beleuchtung bestimmt. Für Speisen

J Getränke, sowie für die Garderobe ist in 2 Seitenge- sdhä' ^rn gesorgt. Die über dem Eingang befindliche Gal- ie faßt 300 Personen und kann somit nicht allein ein 'c01' ehester, sondern je nachdem zahlreiche Zuhörerinnen, für che fie vorzugsweise auch bestimmt ist, aufnehmen, it Zugang zu der Halle, die zugleich am Morgen den Henschaftlichen Vorträgen dient, bildet ein anmuthigcrGarten 1 von zahllosen bunten Lampions erhellt, den Gästen einen ^chin leuchtenden Willkommengruß am heutigen Abend bietet. a^ Bb auch durch den eben eröffneten Reichstag, wie durch TL; Kuldheitsrücksichten manch' wissenschaftliche Coryphäen » *1 ' Virchow, Pettenkofer rc. rc. zu kommen verhindert, so fcn doch die angekündigten Vorlesungen, auf die wir >tkr noch zurückzukommen hoffen, des Interessanten genug. In den Tagen zwischen dem 12. und Id. Sept, wird Berbern innerhalb der hier tagenden Naturforfcherver- «Mlung eine Conferenz von Landwirthen, Meteorologen > Beamten der Ackerbau-Ministerien und lanwirthschaft-

p tvir aus St. Louis (Nord-Amerika) nachfolgende Mit- st hn itilung über einen unserer Landsleute, die wir an dieser cvjj ^lle zum Abdruck bringen, da sie für viele Freunde und ; ^kannte desselben von Interesse sein wird. Der amerika- ~ ^e Consul in Barcelona, in Spanien, Hr. Friedrich H.

Scheuch, ist einer von den wenigen, durch die Admi- Mtion Grant's emannten, deutsch-amerikanischen Consuln, ,^e Gnade vor den Augendes jetzigm Zufalls-Präsidenten gc- «nden haben und nicht gleich im Beginn der „Reform- ldminiftration" von ihrem Posten entfernt worden sind. e>aß er es versteht, sein Amt in würdiger und anerkennens- «üher Weise zu verwalten, ist aus folgender Notiz er- ichtlich, welche wir der „Illinois Staatszeitung" entnehmen: dem Consularbezirk des Herrn Scheuch gehören Ca- ischen Mim, Valencia und die Balearen. In und bei Barce- togk- bna wohnen ungefähr 50 Amerikaner. Wie sehr sich rgane scheuch die Achtung und Zuneigung derselben erworben usmi- M das zeigte sich am vierten Juli, indem ihm die Ameri- aupt- Itaet ein prachtvolles, vom ersten Silberkünstler Barcelona's, r an- ifiertn Orias, dessen von den Voreltern ererbtes Geschäft

lung (für Wettertelegraphie) dieses Instituts, Herrn Dr. Koppen eingeleitet werden. — Die Illumination des Par­kes und der Festhalle am Abend ist so glänzend ausgefallen, daß die Ueberraschung eine ganz allgemeine war; selbst solche unserer gelehrten Gäste die eben erst von Paris zu­rückgekehrt, verliehen ihrem Erstaunen und ihrer Bewun­derung durch lauten Beifallsworten Ausdruck, lieber Ein­zelheiten werden wir in der nächsten Nummer Bericht er- erstatten. Die Begrüßung in der Halle beschränkte sich lediglich auf ein gemüthliches Zusammensein der bis jetzt an­gekommenen Theilnehmer bei trefflichem Bier und Imbiß. Bis um 6 Uhr Abends war die Zahl der Fremden bereits auf 600, die der Theilttehmer aus 900 gestiegen. (K. T.)

Kassel, 11. Septbr. Die 51. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte, zu welcher bisher ungefähr 1000 Theilnehmer eingetroffen sind, wurde heute durch Geh. Rath Dr. Stilling mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser eröffnet. Nachdem seitens des Oberbürgermeisters und des Regierungspräsidenten Ansprachen gehalten waren, begannen die angekündigten Vorträge.

vermischte».

— (Ob Kaiser Wilhelm wählbar ist) — diese interes­sante Frage dürfte demnächst, wie der „Berliner Börsen- Courier" ankündigt, bei den Wahlprüfungen im neuen Reichstag zur Entscheidung gelangen. Die Frage spitzt sich dahin zu, ob eine Stimme, die auf den Kaiser fällt, als giltig anzusehen sei oder ob sie vorweg ungiltig ist. Die Frage ist in einem Falle von entscheidender Wichtigkeit, wo die Stimmenzahl, die sich auf den als gewählt Proclamir- ten vereinigt hat, die absolute Majorität nur um ein Ge­ringes überschreitet. Die absolute Majorität aber wird, wie bekannt, nur durch Halbirung der Zahl der giltigen Stimmen und Hinzurechnung von einer Stimme constituirt. Werden nun in jenem Falle die für den Kaiser abgegebenen Stimmen für giltig angesehen, so ist die absolute Majori­tät eine größere und der Betreffende ist nicht gewählt. Ist nun der Kaiser zum Reichstagsabgeordneten wählbar ober nicht? Von der einen Seite wird behauptet, als ein selbstständiger Factor der Regierung sei er nicht wählbar und die Stimmen seien daher als ungiltig zu betrachten; von der anderen Seite wird behauptet, der Kaiser als der Erste der Staatsbürger, sei so gut wählbar, wie jeder andere Staatsbürger auch. Das „hohe Haus" wird also über die Wählbarkeit des deutschen'Kaisers zu entscheiden haben.

— Die Leiche Nobilings wurde Dienstag Abend nach der Charitö übergeführt, woselbst Mittwoch Nachmittag die gerichtliche Sektion stattfand. — Ueber die letzten Lebenö- tage Nobilings wird noch berichtet: Nachdem Nobiling am letzten Sonntag noch vollständig wohlauf seine Mittags­mahlzeit zn sich genommen und seinen Spaziergang beendet, hatte er eine längere Unterredung mit dem Geheimen Ober- Negierungsrath v. Schlieckmann, dem Sanitätsrath Levin und dem Stadtvoigtei-Inspektor, bei welcher er sich voll­ständig geistig und körperlich gesund zeigte, auf alle Fragen das Attentat selbst betreffend aber dabei blieb, keine Mit­schuldigen zn haben, sondern daß er nur durch einen Um­sturz der bestehenden Regierungsform erhoffte, zu Amt und Stellung zu kommen. Die Nacht vom Sonntag zum Mon­tag verbrachte Nobiling, wahrscheinlich in Folge einer Er­kältung, unruhig und erwachte am Montag früh mit einem leichten Unwohlsein, das bald Erbrechen im Gefolge hatte, die ihm gebotene Mittagsmahlzeit refüsirte er. Am Nach­mittag steigerte sich die Uebelkeit und erfolgte noch öfteres

Erbrechen. Durch die dabei enfftehenden Erschütterungen muß wohl im Inneren eine Arterie, in der Nähe der schon beinahe vollständig zugeheilten Kopfwunde geplatzt sein und ist dadurch, in Folge einer Vermischung des Blutes mit dem Eiter der Wunde, eine Blutvergiftung entstanden. Gegen Abend hatte sich Nobiliilg's Zustand derart verschlimmert, daß er beinahe besinnungslos war. Da das Bewußtsein auch mit dem anbrechenden Dienstag Morgen nicht znrück- kehrte, so wurde seine Mutter herbeigeholt, die im Beisein des Stadtgerichts-Präsidenten Krüger und des Stadtgerichts- Direktors Reich, des Untersuchungs-Richters Stadtgerichts- Rath Johl, des Sanitätsraths Levin, sowie mehrerer Aerzte am Bette ihres Sohnes Platz nahm. Alle Versuche, den­selben wieder zum Bewußtsein zu bringen, hatten keinen Erfolg, er blieb vollständig gefühl- und bewußtlos. Dienstag kurz nach 2 Uhr erfolgte der Todeskampf, der sich durch ein starkes Röcheln kund gab, und um 2 Uhr 45 Minuten verschied derselbe, ohne irgend Jemand von seiner Umgebung erkannt zu haben.

Mainz, 9. Sept. (Gerettet. Selbstmord.) Auf dem unter so schrecklichen Umständen auf der Themse versunkenen Dampfer „Prinzeß Alica" befand sich auch ein junger Main­zer, Namms Gutmann, der jedoch glücklicherweise gerettet wurde. Bei dem Zusammenstoß fiel Gutmann in den Strom, erwischte jedoch eine Kette und konnte so noch durch ein Rettungsboot lebend an's Land gebracht werden. Der Gerettete ist jedoch in Folge des Schreckens krank geworden und mußte im Hospital zu Woolwich Aufttahme suchen. — Der Gastwirth Ludwig Bauer aus Heidelberg hat sich gestern in der „Neuen Anlage" erschossen.

TelegraPhische Depesche«.

Paris, 11. Sept. Die „Agence Havas" meldet: Die Mittheilungen der Journale über die Bedingungen einer Pariser Stadtanleihe sind unbegründet. Es ist dem Mu- nicipalrath, welcher erst im October Zusammentritt, kein der­artiges Project unterbreitet worden.

Madrid, 11. Sept. Das „Diario" meldet, daß eine Verschwörung zu Gunsten der Föderal-Republik in Sevilla entdeckt worden sei. Es seien Verhaftungen vorgenommen und wichtige Papiere in Beschlag genommen.

Loudon, 11. Sept. In der Kohlengrube Abercame bei Newport (Grafschaft Moumouth) hat heute eine Ex­plosion stattgefunden. Etwa 370 Personen, befanden sich in der Grube, von denen bis jetzt 80 gerettet wurden. Man fürchtet, daß die Uebrigen umgekommen sind.

Schiffsnachrichten.

Laut Telegramm sind die Hamburger Post-Dampfschiffe „Wie­land", am 2ti. August von Hanuurg und am 31. von Havre ab­gegangen, nach einer Reise von 9 Tagen 18 Stunden am 10. d. M. 9 Uhr Morgens wohlehalten in Rewyork angekvmmen; „Pom- merania", am 4. d M von Hamburg abgegangen, am 6 in Havre eingetroffen und von dort am 7 Morgens nach Rewyork wieder in See gegangen. — „Irisia", am 29. August von Rewyork ab- gegangen, ist nach einer schnellen Reise von 9 T^gen 4 Stunden am Sonntag den 8. d. M. 6 Uhr Morgens in Plymouth ange- kommen, am selben Tage Rachmittags Cherbourg passirt und am Dienstag den 10. d. M. Morgens in Hamburg eingetroffen. Das Schiff brachte 108 Passagiere, 110 Briefsäcke und volle Ladung.

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Marburg, den 31. August 1878. [2340

V H. B. Eberhard. WM