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Aus Serajewo wird der Pol. Corr, geschrieben: Die ersten Anzeichen eines ersprießlichen Einflusses des neuen Regime'S zeigen sich bisher in der so ziemlich pünktlichen Befolgung der von dem Armee-Kommando erlassenen Ver­ordnungen in einer regen Thätigkeit des kürzlich ernannten Gemeinderathes, deren Resultate allerdings erst in der nächsten Zeit zu Tage treten sollen. Der Marktverkehr laßt noch Vieles zu wünschen übrig, da der Rayon, auS welchem Lebensmittel hierher zum Verkaufe gebracht werden, noch verhältnißmäßig klein und auf die Umgebung der Stadt beschränkt ist. Mit der Ruhe und Ordnung die mit unseren Truppen hier ihren Einzug gehalten, sind seit einigen Tagen auch die zahlreichen Bettler auS ihren Schlupf­winkeln hervorgebrochen und umlagern den Konak. Der Kom- mandirende hat eigens einen Betrag angewiesen, aus deut die Bedürftigsten nnterstützt werden. Unter diesen Kompetenten um Almosen befinden sich besonders viele türkische Weiber (Wittwen von Officieren oder Beamten), deren karge Pensionen, in Kaimes auSgezahlt, heinahe keinen Werth repräsentiren. Bei dem Umstande, daß dieselben hier dichter verschleiert gehen als an irgend einem anderen Orte der Türkei, wird es dem mit Anweisung der Unterstützungen betrauten Beamten oft schwer, zu unterscheiden, ob die Bittstellerin von heute nicht bereits gestern bedacht wurde. Die hiesige Gemeinde aber hat bisher für das Armen­wesen beinahe gar nichts gethan, und ist erst durch das bezügliche Statut verhalten worden, auch in diesem Punkte ihrer Pflicht eingedenk zu sein.

„Hardenberg, Hardenberg mäßigen sie sich!

„Ich will es nicht!" rief außer sich der unglücklich junge Mann, „ich will es nicht! Das ist ein Bubenstück eine Schandthat sondergleichen, und Niemand soll mich W

Sohn Georg hat in seiner Eigenschaft als Procurist der Firma einen eingegangenen Geldbrief im Wetthe von zweitausend Thalem unterschlagen weshalb es mir zu­steht, ihn vollständig zu enterben. Die Beweise betresst dieser Angelegenheit finden sich in dm Geschäftsbüchern Ferner —*

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Deutsches Reich.

Berti«, 7. Sept. Der Reichstag wird wahrscheinlich sogleich bei seinem Zusammenttitt in den Besitz der Vor­lage gegen die Ausschreitungen der Socialdemokratie und der Motive zu derselben kommen. Es wird nämlich mit« getheilt, daß in der letzten Sitzung des Bundesraths letztere nach dem im preußischen Ministerium des Innern verfaßten Entwurf festgestellt sind. Die Vertheidigung der Vorlage werden int Reichstage als Commissaricn des BundeSraths namentlich Graf Stolberg und Graf Eulenburg zu führen haben. Vom Fürsten Bismarck heißt es, derselbe beabsich­tige, den Verhandlungen nicht von Anfang an beizuwohnen, an denselben sich auch nicht persönlich zu betheiligen, um sich ein unbefangenes Urtheil über die Frage zu wahren. Werden die Vorlage und die Motive am Montag bereits von der Regierung eingebracht, so könnte die erste Berathung schon am Doimerstag beginnen; sie wird nach allgemeiner Schätzung den Rest der Woche in Anspruch nehmen. Für die Zeit zwischen der ersten und zweiten Lesung sind Wahl- prüfuugen und, wie es heißt, auch einige Interpellationen zu erwarten, lieber die Dauer der Session ist sicheres natürlich noch nicht zu sagen, indeß herrscht auf allen Seiten der Wunsch, dieselbe auf das möglichst geringe Maß zu beschränken. Selbst die Liberalen fangen an, das ewige Parlamentiren satt zu bekommen; dieselben erklären es für „dringend wüuscheltswerth, daß sich an die Septein- bersession des Reichstages nicht unmittelbar die preußische Landtagssession anschließe; wir hätten sonst eine parlamen­tarische Campagne von wahrhaft unübersehbarer, ununter­brochener Dauer und ungebürlich erschöpfender Anstren­gungen vor uns." Bismarck soll ja wohl einmal gesagt haben, er würde den Parlamentarismus durch den Parla- mentarimus tobt machen! — In der Ausführungs-Ver­ordnung des Bundesraths vom 22. Juni 1875 zum Reichs­gesetz vom 6. Februar 1875 über die Beurkundung des Personenstandes und die Eheschließung ist im § 14 be­stimmt: „Ist eine Ehe getrennt, für ungültig oder nichttg

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Testators über Legate an milde Stiftungen und verschiedene arme eeitenberhxmbte, sowie an langjährige, besonbers er­probte Bebienstete seines Hauses, — bann erst kam er zur Hauptsache.

Johannes hielt bie Blicke beharrlich gesenkt; jeher auf­merksame Beobachter hätte erkennen müssen, baß er bereits wußte, was nun folgen werbe.

Der Beamte las:

„Da ich mich einerseits Iciber habe überzeugen müssen, baß mein Sohn Georg Johannes, ber ältere der beiben ZwillingSbrüber, ein notorischer Verschwender ist, und an­dererseits auch, daß er nicht Vernunft und Besonnenheit genug besitzt, um ein Geschäft selbstständig leiten und ein Vermögen verwalten zu können, so verfüge ich über mein gesarnrntes bewegliches und unbewegliches Eigenthurn folgen­dermaßen : Mein vorbenannter Sohn Georg Johannes, ber in letzterer Zeit kein Bebenken getragen hat, ohne alle haa­ren Mittel nicht allein ein eigenes kaufmännisches Unter­nehmen zu grünben, sonbern sogar auch durch dasselbe ber väterlichen Firma Concurrenz machen zu wollen, ber ohne Unterlaß Schulden contrahirt und persönlich über seine Mittel hinaus lebt, — soll hierdurch vollständig enterbt fein, obwohl ich ihn nicht auf den Pflichttheil beschränken, sondern ihm eine jährliche Rente von sechstausend Thalern bestimmen will. Mein nachgeborener Sohn, Johannes Georg, tritt an die Stelle des älteren Bruders, wird Chef ber Firma Hardenberg und Sohn, hat alle Pflichten und Rechte derselben allein wahrzunehmen und seinem Bruder nur jene Rente herauszuzahlen, im klebrigen aber keinerlei Rechenschaft abzulegen. Ich verfüge so im guten Glauben an bie Richtigkeit meiner Dispositionen unb erwarte, baß meinem Sohne ber letzte väterliche Wille heilig sein werbe, fuge aber für ben entgegenstehenben Fall noch bei, baß mir zu biefer Enterbung ein Rechtsgrunb vorliegt. Mein

bern, baö zu sagen. Ich will bie Untersuchung heute < . noch beantragen."

Johannes erhob zum ersten Male ben Kopf. „Du no barfst eS nicht, Georg. Der selige Vater hat damals über den ißerbleib des Gelbes bem Geschäftspersonal Mitth"- i lungen gemacht, welche zur Schonung für Dich bienten, das muß Dir heilig sein. Er verbot, wie Du sehr wohl ■> '- weißt, alle und jede Einmischung der Behörden."

Corresp." wird aus Petersburg gemeldet: Fürst Tseretleff ist zum russischen Delegirteu bei der Organisations-Com­mission für Ostrumelien ernannt worden. — Aus Belgrad wird der „Pol. Corresp." gemeldet: In dem Gebiete zwi­schen Noviwarosch, Sienitza und NovÄazar stehen 15,000 muhamedanische Insurgenten, welche allenthalben ihre Po- sittonen befestigen.

Wien, 7. Sept. General Szapary meldet aus Do- boj von heute Mittag: Der geschlagene Feind hat sich gestern unter dem Schutze eines bis Mittag anhaltenden sehr dichten Nebels theils zerstreut, theilS wohl in Unordnung, aber in größerer Zahl hinter Sprezza zurückgezogen. Szapary hielt die Straßen Gracanica-Trckuk und Doboy-Maglaj besetzt und läßt diese Stellung befestigen. Die Verluste am 5. d. bestehen in 5 Offiziere 60 Mann tobt unb 12 Offiziere 330 Mann verwunbet, 34 Mann vermißt. Ge­neral Zach melbet aus Zavalje von heute Mittag: Heute hartnäckiges Gefecht. Am rechten Flügel gelangten bie zwei wichtigsten Vorwerke von Bihacs in unseren Besitz. Die Pofittonen vor unserem linken Flügel sinb noch im Besitze des Gegners.

Wien, 7. Septbr. General Szapary melbet, baß er die am 4. b. begonnene Offensivbewegung gegen ben linken Flügel ber feinblichen Aufstellung am 5. b. fortgesetzt hat, um die bie Straße nach Maglaj bebrohenben Insurgenten vom rechten Ufer zu vertreiben. Der Angriff auf bie Insurgenten erfolgte am 5. bss. Mittags unb bauerte der harte Kampf gegen bie verschanzten Positionen, deren stärkste mit dem Bajonnette genommen würbe, bis zum Einbruch ber Dunkelheit. Die Truppen bivonakirten in den erkämpften Positionen. Die am 6. Sept, neuer» dmgs festgesetzte Offensive ließ ben Erfolg ber vorauge- gangenen Kämpfe überblicken, inbem bie Insurgenten bie befestigten Stellungen vollstänbig geräumt hatten. Die Verluste sinb noch nicht bekannt, leiber aber nicht unbe» beutenb, insbesondere bei dem braven 8. Regiment, welches mit einer selbständigen Aufgabe betraut war. Die Straße nach Maklaj ist frei. — Im Bereiche von Banjaluka ist Nichts vorgefallen. — Von ber 36. Division wurden Ab- thellungen nach Bronzeni, Majban unb Kozarac entsendet, um die Entwaffnung durchzuführen. Diese nahm unge­störten Fortgang und haben in Kozarac die Behörden und die angesehensten Bürger schriftlich erklärt, sich ruhig ver­halten zu wollen.

London, 7. Sept. „Daily News" erfährt, die grie­chische Regierung beabsichttge die Convertirung der grie­chischen Schuld von 1824 25 in 5pCt. Obligationen, garan- tirt durch jährliche Zahlung von 75,000 Pf. St. an die BondSbefitzer.

Petersburg, 7. Sept. Officiell. Der Großfürst Michael Nicolajewitsch hat dem Kaiser am 6. September Abends 8 Uhr 20Min. telegraphirt: Ich habe das Glück, Ew. Maj. zur Besetzung von Bakum zu gratuliren. Ich erhielt so eben eine Depesche von dem General-Adjutanten Swiatopolk-Mirsky, welche lautet: Heute Morgen um 11 Uhr zogen die russischen Truppen in Saturn ein und wurde sodann im Hafen von Datum die russische Flagge aufge­hißt. Die Verwaltung wurde von den russischen Behörden übernommen. Derwisch Pascha empfing mich an der Spitze einer Deputatton von Einwohnern und der christtichen und muselmännischen Geistlichkeit. Die türkischen Civilbehörden entfernten sich noch vor dem Einzug der russischen Truppen. In Saturn find noch gegen 15 Tabors Türken geblieben. Derwisch Pascha bemüht sich, dieselben baldmöglichst zu entfernen. Generalmajor jlurib wurde provisorisch zum Gouverneur von Saturn ernannt. Im Lande herrscht völlige Ruhe.

— auch bei diesem erschütternden Vorgang blieb er äußer­lich nchig.

Hätte er aber hören können, was unter den nächsten Bekannten geflüstert wurde, so würde er sich entsetzt haben: „In ihm muß jede Spur von Ehrgefühl unb Gewissen erstickt fein."

Am späteren Nachmittag hatte sich eine kleine Anzahl ber auf bem Kirchhof Gewesenen abermals vereinigt, um jetzt ber Testaments-Eröffnung beizuwohnen; auch Georg war zugegen, obgleich ihn Mathilbe gebeten, nicht selbst hin­zugehen. „Mein Papa bringt Dir eine Abschrift," setzte sie hinzu, „er hat mir’« fest versprochen."

Georg zucktt bie Achseln. „Ich begreife Dich nicht, Ma­thilde. Was könnte mir möglicherweise Unangenehmes ge­schehen?"

Da sah sie chn an. „Bist Du benn Deiner Sache so sicher, Georg? Glaubst Du jetzt Chef ber Firma zu werben?" „Natürlich, obwohl ich bas auszuschlagen beabsichtige. Noch kann ich Dir über unsere Zukunft nichts Bestimmtes mitthellen, aber weit weniger sehe ich Grnnb zu Befürch­tungen."

Unb so ging er benn hin. Johannes, ber Onkel unb bie Vettern, ber Testamentsvollstrecker unb mehrere Ange­stellte der Firma waren bereits versammelt, — es schien, als streife ihn ein milleidiger Blick deö Advokaten.

„Hardenberg", flüsterte er, „Sie sind unvorsichtig ge­wesen. E« ist — hm, aber schauen Sie doch nicht so ver­dammt zuversichtlich drein!"

Als ihn Georg fragte, was hinter diesen Worten ver­borgen liege, da flüsterte er nur: „Still, jetzt werden Sie eS ja hören. Ruhe! Ruhe!"

Der Beamte erbrach nun das Siegel unb verlas unter allgemeinem Schweigen bie üblichen immer wieberkehrenben Eingangsformeln, verlas letztwillige Bestimmungen des

Georg hatte bis an ben letzten Satz bes Testaments alles ruhig mit angehört, halb unb halb entschlossen, i® gerechtfertigten erlaubten Stolz bie Bestimmungen feines Vaters anzuerkennen unb ber Welt zu zeigen, baß alle diese Anschuldigungen aus ber Luft gegriffen seien, als * aber laut unb öffentlich vor ihm bie entehrende Behaus- $ J"9 tung des Diebstahls verlesen wurde, da übermannte W ", ber Zorn. i <en • •

„Beweise?" rief er, plötzlich ben Rebner unterbrechende „Beweise?" Ich will sie sehen, ehe ich diese Beschuldigung E' , ruhig hinnehrne! Ich werfe Dem, ber es wagt mich de« n, Diebstahls zu zeihen, ben ehrlosen Lügner und Verläumdet „. ins Gesicht, möge er leben oder begraben sein, möge er L sich nennen wie er wolle.

erklärt, so hat die Staatsanwaltschaft, und in soweit d» Mes ’ selbe in Ehesachen nicht mitzuwirken hat, das Ehegerch nicht in eine mit ber Bescheinigung ber Rechtskraft versehene Aus- chren Z fertigung bes Urtheils bem Standesbeamten, vor welche« henkt, bie Ehe geschlossen ist, zu übersenben. In benjenigtn C-„- Rechtsgebieten, in welchen es zur Trennung einer «te Nai einer besonberen Erklärung des StanbeSbeamten bebars v. 55, Absatz 2 des Gesetzes), hat berjenige Standesbeamtr 16 wurd welcher bie Trennung ausgesprochen hat, eine beglaubig s Bahn Abschrift ber von ihm bieserhalb aufgenommenen Verhaut- «envere lung bem StanbeSbeamten, vor welchem bie Ehe geschlosst m eini ist, zuzustellen." Da biese Vorschrift anscheinenb nicht Mnd. überall beachtet worben ist, nimmt ber Justizmiuist« s Bürg' Veranlassung, auf bieselbe hiermit besonbers hinzuweisen. - t von e Der Kultusminister hat in besonderer Veranlassung betreff» ber Clausur-Arbellen ber Externen unb Abiturienten in btt Maturitäts - Prüfung eine Verfügung erlassen, wonach bi. . — „Gleichheit ber Arbeiten" nur auf bie Zahl unb Art bttfc’|turn schriftlichen Vorlagen zu beziehen fei. Die Stellung bei-M hohe selben Themata für bie fremben Aspiranten werbe dies erme gewöhnlich zu einer Unbilligkeit. Selbst bann, wenn bik«^vs Aufgaben keine Beziehung zu bem Inhalte bes vorangt- Mknrn gangenen Unterrichts haben, empfehle es sich, ben Externen eine anbere Aufgabe zu stellen, als ben Abiturienten, ba= mit bie Benrtheilung ber Leistungen ber fremben Aspirant« nicht burch die unverrneibliche Vergleichung mit ben Ar-_......,

beiten ber jebeufalls in günstigerer Lage befindlichen W- , Gerät turienten beeinflußt werbe. Die Königlichen Provinzial- Händig Schulcollegien sollen baher fortan nur barauf achten, baß “ ' für bie schriftlichen Prüfungsarbeiten bie fremben Aspirant-« ________

anbere Aufgaben erhalten, als bie Abiturienten. Dadurch ijienmg sei es keineswegs ausgeschlossen, baß sie, wenn es übrigens «dien i zweckmäßig scheine, gleichzeitig in bemselben Prüfungs-Locale sinter L bie Clansur-Arbeiten anfertigen. — Man erwartet dem- ft auf t nächst eine Bekanntmachung über bie nichtpreußischen Dienst- -stich u auszeichnungen, welche nach bem Gesetze vom 2. Juni d. Z. ! völlig bem preußischen Militär-Ehrenzeichen behufs Gewährung ketwas einer Ehrenzulage gleichgeachtet werben, falls bie Inhaber Stelle jener Auszeichnungen zugleich ba« eiserne Kreuz zweiter ta dem Klasse erworben haben. — Zur Prüfung ber über bie Be- uachtheiligung ^es freien Gewerbebetriebes durch bie Ver­wendung von Strafgefangenen zu gewerblichen Arbeiten ein- im’289 gelaufenen vielfachen Beschwerden wirb im Laufe des Mo­nats September in Berlin eine besondere Commission zu- Verzr fammentreten, zu welcher aus Baiern der Vorstand de» Münchener Zuchthauses in der Au, Dr. Eduard Meß, be- Nempt rufen wurde; die Bundesstaaten werden sich durch spezielle Vertreter bei ben Verhanblungen unb Berathungen genannter honen g Commission beteiligen. j Kit fast

Dres-e«, 7. Sept. Der heutigen Sitzung ber Der-- Ken fin fammlung bes Deutschen Vereins für öffentliche Gesund­heitspflege wohnte längere Zeit ber König Albert bei. Ge­stern hatte bie Versammlung ben sächsischen Generalarzt Dr Roth zum Präsibenten, beit bresbener Oberbürgermeister Dr. Stübel unb bett Oberingenieur Meyer aus Hamburg zu Vicepräsibenten gewählt. In ber Präsenzliste sind nahe an 200 Theilnehrner verzeichnet. J ö

Mainz, 7. Sept. Die hiesige Conserve-Fabrik der J V Militärverwaltung soll endlich vorn 1. Oktober dieses Jahres 3? ab in vollständigen Betrieb gesetzt werden. Bis jetzt sind >■ - nur bie Mahlgänge, bie täglich bis 300 Ctr. Mehl pro- buciren können, irn Gange. — Morgen findet in dem Akademie - Saal des ehemaligen kurfürstlichen Schlosses eine große, von den Social-Demokraten berufene Volksver-., fammlung statt, in der die Landtags-Wahlen besprochen wer- s den sollen.

Stnttgart, 7. Äpt. Der Oberamtsrichter Wirth, ehe-