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Harburg, 19. Aug. Am Samstag, halb 10 Uhr Abends, hat der Wahlkampf zwischen den Nationalliberalen und den Welfen hier einen blutigen Abschluß erfahren. Es beging die in Abwartung des Wahlresultats versammelte Menge Excesse, bombardirte das Haus des Herausgebers der „Har­burger Anzeigen und Nachrichten" und warf auch mit Steinen, die man sich aus einem Neubau in der Nähe ver­schaffte, auf die durch die Feuerwehr und die unter dem Commando eines Unteroffiziers als Besatzung amvesenden 10 Mann Militär verstärkte Polizei, worauf, nach vergeb­licher Anwendung kalten Wassers aus den Feuerspritzen, vom Militär scharf geschossen, von der Feuerwehr mit den brennenden Fackeln und von der Polizei mit dem Seiten­gewehre eingehauen wurde, wobei drei der Tumultuanten, Namens Weseke, Domeyer und Jache, tobt auf dem Platze blieben, 14 schwer und 70 leicht verwundet wurden. Unter den Tumultuanten thaten sich vornehmlich die Ausschuß- Mitglieder des deutsch-hannover'schen Wahlvereins, A. Ben- mann, welcher die Menge durch Lebehochrufe auf den König Ernst August erregte, und der Tischler Moritz hervor, welch letzterer mit dem Einwerfen der Fenster des Har­burger Anzeiger-Gebäudes den Anfang machte. Der Wahl- Commiffar Tabor ist arg mißhandelt worden. Ueber die eigentliche Wurzel des Aufruhrs sind bis jetzt insoweit, als dieselbe nicht blos in der Rohheit und Rauflust über­haupt zu suchen ist, nur Vermuthungen aufzustellen. — Die Berliner „Volkszeitung" bringt einen längeren Bericht eines Augenzeugen. Wir entnehmen demselben Folgendes: Die Polizei hat sich sehr brav benommen. Die ersten zehn Mann Polizisten und Gendarmen, welche beim Beginn der tumultuarischen Zusammenrottungen die Ruhe wieder herzustellen suchten, wurden verhöhnt; als sie Verstärkung erhielten und sich in geschlossener Ordnung aufstellten, warf man sie mit Koth, Zigarrenstummeln und schließlich mit Steinen. Lange Zeit ließen sie sich ruhig diese Insulten gefallen; vergebens zogen sie blank, die Menge fuhr mit den Angriffen fort, endlich attackirten sie, und die Menge stob auseinander. Aber es waren der Tumultuanten zu viele; kaum waren an einem Orte die Ruhestörer zer­streut, so rotteten sie sich am anderen wieder zu­sammen. Die Hornisten der freiwilligen Feuerwehr riefen letztere zum Sammeln, die Ruhestörer ließen sie ruhig gewähren, weil sie glaubten, es sei wirklich Feuer. Die Feuerwehr aber rückte gegen die Menge an und gab aus den Spritzen Wasser. Das hals kurze Zeit; unterdes­sen kam auch das Militair, und nun vereinten sich alle Kräfte zum energischen Einschreiten. Die Feuerwehr hatte 50 Fackeln angezündet, und diese dienten trefflich zum Zurück­drängen der Tumultuanten; die Funken stoben nur so. Das circa 20 Mann starke Militär hatte keine Offiziere, nur einige Unteroffiziere, aber einige Reservelieutenants in Civil gaben sich zu erkenne» und kommandirten wiederholt Attacken. Die Ruhestörer warfen selbst mit ganzen Mauersteinen. Ein Kohlenauflader hatte soeben den Polizisten Wiegel mit einem Stein geworfen und hob einen zweiten auf, da schoß ihn ein Soldat nieder. Im Ganzen wurden vom Militär drei Salven abgegeben, eine blinde, zwei scharfe. An mehreren Häusern zeigen sich noch die Kugelspuren. Als das erste Blut geflossen war, wurde die Menge wüthend, aber die lange genug gereizten Polizisten brauchten jetzt auch ihre Säbel gehörig. Am Sonntag Morgen trafen 3 Compag­nien unserer 75er, die in Buxtehude zunr Manöver waren, hier ein. Sie wurden einquartiert, und zwar ohne Fatzvn, namentlich die Welfen wurden bedacht. Ei rüge Zusammen­rottungen am Sonntag Morgen wurden rasch gesprengt, in allen Straßen gehen jetzt starke Mililärpattouillen mit scharfen Patronen, mehr als drei Menschen dürfen nicht zusammen stehen bleiben. Die Wirthschaften müssen um 10 Uhr geschlossen werden bei 150 Mark Strafe. Sehr viele Verhaftungen wurden vorgenommen, namentlich von Solchen, die gestern auf offener Sttaße Steden gehalten

Dichtern zum Trotz. Ein Gemüth wie das Deine kann überall glücklich sein."

Tippoo hatte ihm die Hookah gebracht, der Wein perlte in den Gläsern und hier und da zwischen den hohen nickenden Farren schimmerte eine Lampe. An der Thür, dem Ofen nahe, kauerte der Indier und sah mit seinen großen sprechenden Augen wie traumverloren ins Leere.

William erzählte von dem und Jenem, manche Frage und Antwort wurde ausgetauscht; unmerklich verflossen die Stunden und während draußen der Herbstregen seinen feuchten grauen Mantel um die alten grauen Mauen: schlug, während Flocken und Tropfen an den Scheiben herabrieselten, erwärmten sich die beiden Freunde an den Erinnerungen gemeinsam verlebter froher Tage. Es sind so glückliche Stunden, die des Wiedersehens, es ist so ent­zückend, von den Genossen der Jugend nach längerer Trennung unerwartet zu hören, besonders bann, wenn wir selbst in brüdenben, trüben Verhältnissen leben.

„Apropos“ sagte William. „Eine wirst Du nicht toieberfmben. Die schöne Fürstin Daschka ist verschwunben, Niemand weiß, wohin."

Es war, als hätte sich der Indier bewegt, als sei ein Gegenstand auf den Teppich gefallen. Georgs Hookah lag in Scherben.

„Daschka?" wiederholte er nach einer Pause, halblaut, als fürchte er sich den Namen anszusprechen. „Fürstin Daschka? — Hast Du sie gekannt, William?"

„Nun, wie wir Alle, mehr natürlich nicht. Ganz Calcntta sprach von ihrer Schönheit, ihren Diamanten, ihrer Grausamkeit gegen das stärkere Geschlecht. Man

hatten, ferner setzte man bekannte Socialistenführer fest. — Unsere Bürgerschützen ließen sich nirgends sehen. — Der zuerst Getödtete hinterläßt Familie. Der erste Anlaß zum Conflikt bot sich schon am Nachmittage dar, als der an der Hannöverschen Bahn angestellte Bahnkommissar Tabor im Wahllokal erschien. Ihm wurde voll Seiten der Socia- listen und Welfen zum Vorwurf gemacht, daß et die ihm untergebenen Arbeiter mit von Außen leicht erkennbaren Stimmzetteln für Grumbrecht versehen und sie unter An­drohung der Entlassung genöthigt habe, für den national- liberalen Kandidaten zu stimmen. Als Tabor das Wahl­lokal verließ, wurde er von der wüthenden Menge ange­griffen und mißhandelt. Gegen den Schluß des Wahlakts soll der Besitzer der Glashütte, Röhl, seine Arbeiter znm Wahllokal geführt haben unb sie durch Darbietung von" Getränken ermuntert haben, für Grumbrecht ihre Stimmen ab­zugeben. Wie dem nun auch sei, genug, die Vermuthung hiervon Pflanzte sich rasch fort und erregte heftige» Unwillen auf Seiten i der Gegner. Als Röhl sich entfernte, gingen 5 Polizisten zu seinem Schutze mit. Der wüthende Pöbel kümmerte sich llicht darum, sondern drang auf ihn ein und schlug ihn auf barbarische Art. Darauf folgten Zusammenrottungen junger Leute, und so entwickelte sich nach und nach der Tumult. So weit man bisher an Ort und Stelle in Erfahrung bringen konnte, wurde ein Mann sofort getöbtet, vier bis fünf töbtlich unb viele Personen mehr ober weniger ver­wundet.

Hamburg, 19. August. Der Herzog von Connaught ist einem Telegramm des „Hamb. Fremdenbl." zufolge heute früh auf der Dacht „Victoria und Albert" in Helgoland eingetroffen. Ganz Helgoland war in Festesschmuck. Ka­nonendonner ertönte zum «Salut und sämmtliche Schiffe hatten geflaggt. Die Spalicrbrücke war mit einer Ehren­pforte geschmückt. Die zahlreichen Badegäste, die Schul­kinder rc. empfingen den Prinzen unter Hurrah und Hütc- schwenken. Im Gouvernementshause wurde dem Prinzen eine Adresse Seitens der Helgoländer überreicht. Der Herzog dankte für den loyalen Empfang und versprach, die Insel demnächst mit seiner Gemahlin zu besuchen. Um 4 Uhr war Diner am Bord der Dacht und Abends sollte Theater- Vorstellung sein. Der Prinz wird in der Nacht zum Dienstag um 2 Uhr abreisen, in Hamburg morgen früh um 9 Uhr eintreffen und am Abend mit dem letzten Zuge sich nach Potsdam begeben.

Dresden, 19. Aug. Die Besichtigung der 1. sächsischen Kavallerie - Division Nr. 23 durch den Prinzen Friedrich Karl fand am 17. in Oschatz, in Gegenwart des Königs von Sachsen und des Prinzen Georg, unter strömendem Regen statt. Dieselbe verlief dem „Dr. I." zufolge ganz vorzüglich. Von Oschatz begaben sich der König und Prinz Friedrich Karl zu Wagen nach dem Jagdschloß Wermsdorf, wo am Sonnabend Abend noch gejagt und auch der Sonn­tag zugebracht wurde. Heute früh 8 Uhr sand die Be­sichtigung der 2. Infanterie-Brigade Nr. 46 bei Bautzen statt, wohin der Prinz Friedrich Karl und der Prinz Georg früh abgereist und nach e nem im Offiziers-Kasino des 4. Infanterie-Regiments Nr. 103 eingenommenen Frühstück etwa um 2 Uhr Nachmittag in Dresden wieder eingetroffen sind. Nachmittag 4 Uhr ist Diner im Königlichen Resi­denzschlosse Hierselbst.

München, 20. August. Das Appellgericht hat die Berufung des wegen Majestätsbeleidigung verurtheilten Dr. Trettenbacher verworfen. — Bei der für den 7. September Statt filldende» Besichtigung des 1. bayerischen Armeecorps durch den Kronprinzen des Deutschen Reichs wird letzterer nicht, wie anfänglich in Aussicht genommen, der Gast des Fürsten Fugger in Babenhausen sein können, da Fürst Fugger vor einigen Tagen stürzte unb sich dabei ben Arm gebrochen hat. Wie gemelbet werden kann, ist bei dem Bürgermeister von Babenhausen ein Schreiben des Fürsten Fugger eiugetroffen, in welchem der Bürgermeister ersucht

fabelte, daß sie einen jungen gezähmten Tiger besitze, daß sie von allen lebenden Frauen die schönste, reizendste sei, kurz, Daschka war in Jedermanns Mund."

„Nicht zu meiner Zeit, sagte wieder eben so tonlos Georg.

„Nein, kurz nach Deiner Abreise, obwohl Du doch jeden­falls von ihr gehört haben mußt. Sie ist jetzt Wittwe — und auch über diesen Pnntt flüstert man Seltsames."

Georg hatte sich auf den Ellenbogen erhoben. Sein Ange glühte, alle Farbe war in sein Gesicht zurückgekehrt. „Akbar-Selim tobt?" fragte er leidenschaftlich. „Weißt Du das gewiß, William?"

„Ganz gewiß!" rief Jener. „Aber Du, Georg, kauntest Du die reizende Fürstin, deren Antlitz Niemand unver­schleiert gesehen, persönlich?"

Georg stützte den Kopf in die Hand. „Ich habe den Tiger gestreichelt," sagte er, „ich habe die süßen Züge ohne Schleier gesehen, habe zu Daschka's Füßen gesessen und wie ein Sinubethorter ihrem Spiel, ihrem Gesang gelauscht."

William lachte laut. „Du Glücklicher!" rief er, „Du arger Tartüffe! Aber wann geschah das, wo? — Die gött­liche Hindu war also Deine Geliebte?"

Georg schüttelte den Kopf. Es schien, als überliefe ein Schauder seinen ganzen Körper. „Daschka ist eine süße, weiße Lotnsblnme, ' flüsterte er, vielleicht unbewußt in die bilderreiche Sprache bes Sübens verfallenb. „'Nur ein einziges Mal haben meine Lippen bie ihrigen berührt — unb doch liebt sie mich, doch hat sie meinen Treuschwur. Daschka ist bie Gottheit, zu der ich bete."

William scherzte nicht mehr. Er verwünschte den mt-

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(Fortsetzung folgt.)

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£>ein erhitztes Gesicht, der drohende Ton unb die heb Haht tigen Bewegungen zeigten dem jungen Cnglänber, wie tief [ ©eorg von bet Sache berührt wurde, „f zählen" sagte er begütigend. ' 1

»Ja, ich wollte erzählen; Tipoo, mehr Wein! 6/ 1> war vor zwei Jahren bei Gelegenheit meiner großen Reist h_ux durch das Land der Miaua's", begann Georg, „damals üt $€rl als ich eines Tages Tippoo, meinen Freund, meinen Bruder, 4t und von einer Giftschlange gebissen, halbtodt im Walde traf und Key, ihm die Wunde aussog, ihn heilte und mir sein treues Herz zu eigen machte —" s schule'(

Das Alles hatte er in der spräche der Hindu's k Schr sagt, unb Tippoo zu seinen Füßen unb schnriegte bie Stir« in seine Hanb. Ein leises von Heimweh erpreßtes Schluchze« ilitb öe tönte burch bie nächtliche Stille. i ^eub(

„eine Wunbe? — Ach! — Aber ich will Dir da»' Anbei Alles erzählen, schon Descha's wegen. Sie ist ein (Sngdr in c — meine Heilige!"

„O, Georg, Du solltest boch —" Aanist

„Still bavou!" rief er fast befehlend „Daschka boi t.r.....

meine Seele, den Eid meiner Treue; ich verschenkte ihn, kng $ui als mir noch das Recht zustand, unb ich werbe ihn halten Uafjel, Mag bie andere silberne Löffel zählen, mehr kann sie nicht Strikt beanspruchen." I •- ■

wird, die Vorbereitungen zum Empfange des deutsche» Kron ,cht hie' Prinzen gelegentlich der Herbstinanöver zu unterlasse», > der Kronprinz bereits von dem Unfall des Fürsten v« meins ! ständigt sei. — Auf dein Lechfelde ereignete sich am 16. b > mein gelegentlich der Inspektion des 1. Fußartillerie - Regimes» Gouvi durch den Inspekteur der Artillerie, General Graf Friedrst c Ag« v. Bothmer, ein schwerer Unfall. Eine Granate platz!, Mrgenti beim Einführen in das Geschütz (15om-Ringgeschütz), wo-rPisur bei ein Mann sofort getöbtet, zwei schwer unb zwei leich [en. — verwunbet würben. — Der General-Inspekteur ber bayni- „amen 1 scheu Armee, Prinz Luitpolb, wirb am 6. September lui /letzten Schweinfurt abreisen, um ben vorn 7. —15. Septembei -m vom währenben Manvvern bes 2. bayerischen Armeecorps beizu- Mn h< wohnen. L int(

seligen Zufall, welcher ihn in biefe ohnehin so verworrenen sthrige» Verhältnisse noch einen Fenerbranb werfen ließ. „Es thut tt, hie mir leid, wenn ich eine Wunde berührt hätte, Georg/ [t ben fügte er hinzu.

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Ausland. ! leAltth

Wie«, 20. Aug. Serajewo ist nach heftigem Kamps, n Paris von den österreichischen Trttppeu am 19. dö. genommen, xlin un Details fehlen noch. — Nach einer aus Doboj eingeengte r wer Meldung wurden die Truppen des Grafen Szapary (20, [genbe R Division) gestern Abend angegriffen. Nach einem längen« Mast toi Gefechte wurde ber Angriff zurückgeschlagen. Felbmarschall- i soziali Lieutenant Schmigoz würbe leicht verwunbet. — D« »ße tvac „Presse" wirb gemelbet: Aus Blaschnj vom 18.: Nah ine burc einem Mündigen Marsche haben die Oesterreicher bei große: chm fmi Hitze gestern hier Bivvuak bezogen. Die Bevölkerung wit tr Regi, Kiseljak begrüßte den Cominandirenden burch eine Depn- iittln ge tation. — Aus Brod vorn 19.: Das erste Bataillon bei » Genu 70. Infanterie-Regiments, welches die Garnison in Gra- datschatz bildete, begab sich nach dem Rückzüge des Grase« Szapary hierher, wurde südlich Schamatz von 3000 In­surgenten angegriffett, schlug dieselben und nahm ihnen eint t Stabt Kanone unb 12 Gefangene ab. Das Bataillon verlor 11 Mann an Tobten unb Verwundeten. Mit dem Bataille«

kam hierher Mehemed Beg, der reichste Grundbesitzer von Tuzla. Tuzla soll durch das Bombardement Szaparvi ganz eingeäschert feilt. — Die „Polit. Corr." meldet i-ptins bei einem offiziellen Telegramm aus Konstantinopel vom 20.: Die Pforte verlangte von Hafiz Pascha Aufklärung übet die an den Feldzeugmeister Philippovich entsendete Depu- tation aus Serajewo. Gleichzeitig erneuerte die Pforte ihn! Befehle, jeden Widerstand einzustellen unb bie Österreich!- ......

scheu Truppen als Freunbe zu empfangen. Bebanerlichet tung ar Weise lauten aber bie ber Pforte aus Serajewo zugehen-«""" cv- den Nachrichten ungünstig unb beweisen, baß ihre Autori­tät von bem provisorischen Semite gar nicht mehr aner­kannt wirb. Kein Telegramm ber Pforte barf ohne Be­willigung eines ber 60 Jnsurgenten-Chefs ber Bevölkerung kundgegeben werben. Habschi Loja, ber sich zufällig selbst verwundete, befahl, jeden in bie Hänbe ber Insurgenten fallenden österreichischen Commaudanten aufzuhängen. Zwei Türken und 2 Christen, welche die Zahlung der Contri- bution verweigerten, wurden ausgehängt. Gleichzeitig wurde ein tendenziöses Gerücht verbreitet, baß bie kroatischen Truppen der österreichischen Oecupations- Armee ben Ge­horsam verweigerten unb massenhaft befertiren. Die In­surgenten-Chefs sollen beabsichtigen, Serajewo in Brand zu stecken, ehe sie es ben österreichischen Truppen überlassen.

Auf ber Pforte selbst hat ber österreichische BotschafterWmgen Zweifel batüber ausgebrückt, ob bie Befehle ber Pforte der m zur geeigneten Einbruck hervorbringen werden. feier V

Bern, 20. Aug. Der Ständerath hat ben Zusatzver- t Bertr trag zum Gottharbbahnvertrag ratificirt unb ben Subvcn- i ber q ttonsbeschlnß des Nationalraths mit 35 Stimmen als Cv f“ setz angenommen. Es wurde keine Stimme dagegen ab­gegeben. Vier Mitglieder waren abwesend und vier ent­hielten sich der Abstimmung.

Paris, 20. August. Der „National" schreibt: Der Siegelbewahrer Dufaurr wird dem Ministerrathe erst ant Donnerstag die Frage wegen Ersetzung ber Untergonrer. neure bes Grebit foncier vorlegen. — Der „National, k-Bersar