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mit dem, was der damalige Ministerpräsident in Wahrheit gethan hat. In der jetzt wieder ansgefrischten Erzählung kehrt fortwährend der Jrrthum wieder, als ob die Zeidler'sche Korrespondenz, welche sich vornehmlich mit dieser Angelegen­heit beschäftigte, die Vorgängerin der Provinzial-Korrespon- denz gewesen sei. Die Zeidler'sche Korrespondenz war nie ein Regiemngs-, sondern stets ein Parteiorgan, welches noch Jahre lang herausgegeben wurde, nachdem die Pro­vinzial - Korrespondenz in's Leben gerufen war. — Die Nationalzeitung giebt einen Auszug aus der von Julian Schmidt in dem Juliheft der Preußischen Jahrbücher v,er- öffentlichten Arbeit über die Stellung der Parteien. Das Blatt theilt aber nur die Stellen mit, worin der Verfasser die Schwierigkeit oder in seinen Augm die Unmöglichkeit hervorhebt, an die Stelle der nationalliberalen Kandidaten in gewissen Gegenden Deutschlands bessere Freunde der Regierung zu erhalten. Den Gedanken aber, welchen der Verfasser am schärfsten hervorhebt und bei welchem er am längsten verweilt, daß nämlich zwischen der Fortschritts­partei und den Nationalliberalen ein principieller und un- ausgleichlicher Widerspruch bestehe, unterdrückt die Natio­nalzeitung völlig, gewiß ein Uebelstand für diejmigen ihrer Leser, welche nicht zugleich Leser der Provinzial-Korrespon- denz sind. — Viele liberalen Bläffer fragen, wie man die Gesetzgebung der letzten zehn Jahre anklagen könne, da doch in dieser ganzen Zeit die Staatsgeschäfte mit nahezu unbeschränkter Machtvollkommenheit von dem Fürsten Bis­marck geleitet wären. Daraus scheint zu folgern, daß- der­selbe die ganze liberale Gesetzgebung der letzten zehn Jahre hätte zurückweisen können. Wäre dies geschehen, so hätten wir in einem dauernden Conflict gelebt und der Bruch der nationalliberalen Partei, der sich jetzt vollzieht, hätte sich schon längst vollziehen müssen. Die Thatsache wird un­umstößlich bleiben, daß der Reichstag der Reichsregierung in den letzten zehn Jahren große Opfer ihrer Ueberzeugung zugemuthet hat, der nationalliberalen Partei nicht. Wenn diese nun heute findet, daß die Opfer zu groß werden, so ist es mehr als seltsam, für die Opfer, welche die Reichs­regierung dem inneren Frieden gebracht, dieselbe jetzt in dem Sinne verantwortlich zu machen, als habe sie zehn Jahre lang alles thun können, was sie wolle, und als ob sie mit absoluter Machtvollkommenheit regiert hätte.

Müuche«, 15. Juli. In dem heute zu Rom abgehalte­nen Consistorium wurden der neue Erzbischof für München und für Speyer präconisirt. — Die Reichsrathskammer nahm in ihrer heutigen Sitzung das Eisenbahnbautengesetz unver­ändert an und wird morgen die Wahl'des Gesetzgebungs- Ausschusses vornehmen, nachdem der König das Gesetz über die Niedersetzung dieses Ausschusses genehmigt hat.

Ausland.

Wie«, 15. Juli. Andrassy ist hier eingetroffen. — Der Schah von Persien ist abgereist. — Meldungen der „Polit. Corresp." Banjaluka, 14. d. Die Pforte hat die hiesige türkische Behörde angewiesen, die türkischen Bevöl­kerung bekannt zu geben, daß die österreichische Armee mit den freundschaftlichsten Absichten einrücken werde und die Beziehungen zwischen der Pforte und Oesterreich die freund­schaftlichsten blieben. Indem der Gouverneur von Banja­luka dies der Bevölkerung mittheilte, befahl er gleichzeitig allen Districtkaimakams, die österreichischen Truppen durch­aus freundschaftlich zu empfangen. Die Bevölkerung hat sich beruhigt. Auch die bosnischen Insurgenten find trotz gegenseitiger Einflüsse geneigt, sich den Congreßbeschlüssen und dem österreichischen Occupationscommando zu unter­werfen. — Serajewo, 15. d. Auch hier ist ein günstiger Wechsel der Stimmung eingetreten. Dem baldigen Ein­märsche der Oesterreicher wird mit Befriedigung entgegen«

Eine Reise nach Konstantinopel im Jahre 1577.

(Fortsetzung.)

Item dem Janitzen (Janischer) Aga zwei doppelte Cre- dentz vnd ein Uhr thut in Gelt 300 Thaler.

Item, dem Mustapha Mascha zwei Schiff, zwei doppelte Credeutz ein Uhr, zween Wafferkrüg, thut 4 ) Thaler. Item, dem Sinam Mascha zween Kessel, zwoMaschen, ein

Uhr, ein par doppelte Credentz.

Item zu Gran und Oven etliche Credentz vnd Uhren ver­ehrt, die thun 5000 Thaler.

Salomon Schweigger bemerkt dazu: „Obwohl diese Credentz und Silbergeschirr alles zumal von sehr köstlicher Arbeit, die wohl höher mocht geacht werden, dann daö Me­tall, das Gold oder Silber, so gilt es doch nichts bei diesm Leuten, sie verwundern sich zwar drüber, aber wie man mich bericht, so lassen sie es alles wieder schmeltzen, und machen Minz und Geld daraus. Die schönen Uhrenwerk soll der Sultan in einem großen Gemach auf einem Haufen stehn haben, die ihm von vielen Jahren her sein zugekommen, die verderben von dem Rost, etliche werden verkauft, bis­weilen läßt er abwechseln und ihm eines derselben ins Ge­mach stellen, wenn erS nur eine gute Zeit gebraucht, läßt ers hinweg thun, und ein anderes herfür bringen. Einer der Beschenkten, Siman Mascha*), ein blutderstiger toll- küner Tropf, hat der Herrn Gesauten mit ihrer Verehrung gespottet und gesagt, was sie mit diesem Kundswerk, den vergälten Credentzen machen, sie sollten dafür Waffen und Rüstungen bringen, damit sie die Giauren könnten erzausen.

*) Nach einet sehr alten handschriftlichen Randbemerkung in meinem Exemplar war derselbe ein gebotener Ehn,t und «in Augsburger.

gesehen und haben dieselben einen guten Empfang zu ge­wärtigen. — Cattaro. In Besorgniß eines Angriffs aus Skutari verstärken sich die Montenegriner an der albane- stschen Küste. Der Fürst von Montenegro begibt sich dem­nächst nach Nicsic.

Rom, 15. Juli. Außer den Bischöfen von München und Speier ernannte der Papst im heutigen Consistorium noch viele italienische und ausländische Bischöfe sowie solche in Part, infid.

Lo«do«, 14. Juli. Der „Observer" bespricht die Thätigkeit des Congresses und hebt hervor, daß ein Krieg zwischen England und Rußland vorläufig ebenso wie im Allgemeinen der Krieg abgewendet worden sei. Die Be­ziehungen zwischen Europa und der Türkei seien zwar nicht zur allgemeinen Zufriedenheit hergestellt; allein die gegen­wärtige Lösung der orientalischen Frage enthalte die mög­lichen Elemente einer schließlichen friedlichen Lösung. Die Behauptung, daß der Congreß mit einer Niederlage Ruß­lands geendet habe, sei unpolitisch und unrichtig. Ruß­land habe Alles erhalten, was es verlangt habe.

Kragujcvatz, 14. Juli. Die Adresse der Skupschtina ist durch eine Deputation von 30 Deputirten dem Fürsten überreicht worden.

Hkffrn-Naffa«.

Marburg, 16. Juli. Morgen, Mittwoch, dm 17. d. M., wird die Kasseler Jugendkapelle, welche am ver­gangenen Sonntag recht beifällig in Kirchhain concertirt hat, sich hier im Saalbau hören lassen, worauf wir Musik­freunde noch besonders aufmerksam machen wollen.

Marburg, 16. Juli. In unserem gestrigen Bericht über das Sängersest in Fronhausen ist unserem Herrn Berichterstatter in der Hitze des Gefechts eine Namensver­wechslung untergelaufen, der Festredner war nicht Herr Löwenstein, sondern Herr Lehrer Hilberg.

Kassel, 15. Juli. Der 7. diesjährigen ordentlichen Session des ständischen Verwaltungsausschusses, welche vom 8. bis einschließlich den 13. d. M. gedauert hat, war am 5. d. M. eine außerordentlich einberufene Sitzung vorauö- gegangen, deren Verhandlungen und Beschlüsse bereits rnit- getheilt wurden. Die Zeit der ordentlichen Session wurde zum großen Theile der Feststellung der Etats ständischer Institute, welche der Ausschuß für die nächste dreijährige Periode dem Landtage vorzuschlagen hat, sowie der Bera- thung einer Verwaltungsangelegenheit der ständischen Landes- Kreditkasse gewidmet. Die sonst verhandelten Gegenstände sind im Wesentlichen die Folgenden: Die Kasse des stän­dischen Landeshospitals Haina hat im laufenden Jahre mehr­mals durch Vorschüsse aus der ständischen Schatzkasse unter-' stützt werden müssen, da deren Ausgaben durch einen großen Neubau und durch Ablösung von Reallasten zeitweilig be­deutend erhöht, die Einnahmen aus den großen Stiftswal­dungen aber zufolge der Zeitverhältniffe erheblich unter dem Etat-Soll zurückgeblieben sind. Es wurde derselben für die Zeit bis zum Jahresschlufse ein nochmaliger, mit 5 pCt. zu verzinsender Vorschuß von 25,000 Mk. bewilligt. — Die Pachtzeit des Hospitalgutes zu Haina geht im Jahre 1880 zu Ende und wurde in Betreff der hiernächstigen Weiterverpachtung auf den Grund von Vorverhandlungen i ein ausführlicher Vortrag vom Landesdirektorium erstattet und eingehend besprochen. Definitive Entschließungen wurden nicht gefaßt und soll vorerst ein neuer umfassender Ent­wurf zum Pachtverträge ausgearbeitet und vorgelegt werden. — Der Waldwärter, Unterförster Bornemann zu Löhlbach, ist nach Haubern, Oberholzhäuser Hospitalforst, zurückver­setzt. Die Pächter der Güter des ständischen Landeshospi­tals Merxhausen, Herr Nägel dortselbst, und Herr Krantz

Dem war wider geantwortet: Die Christen könnens viel besser brauchen wider die Türken, denn die Türken wären der Christen Waffen ungewohnt."

Ueber die Behandlung der von den Türken in f riete brüchiger Weise an den Grenzen gefangenen Christen giebt Salomon Schweigger ausführlichen Bericht: „ES ist ein sehr traurig Spectacnl — sagt er — zu sehen, wenn man von den Gleichen gefangene Christen in den siebten durch­führt, denn sie mit Eichen vmb die Häls und Ketten daran elendiglich nacheinander zusammen luppelt sein, auch ihrer Mitbrüder Kopf, so neben ihn umbbrackt worden, auf langen Stangen gesteckt, ^sampt ihren Fahnen, so ihn die Türken genommen, zum Spott selbst mittragen müssen." In Kon­stantinopel wurden sie an der Herberge des Römisch Kaiser­lichen Legaten zum Spott vorüber geführt. Wenn sie vor den Legaten geführt wurden, mußten sie, von den Türken mit Drohworten genöthigt, wider sich selbst und die Wahr- hett aussagen, „daß sie aus lauter Muthwillen in diese Dienstbarkeit geraden, welches sie wohl hatten fürkommen können, wo sie selbst gewollt hätten. Damit muß der Herr Gesandte zufrieden sein, und darf nicht klagen, daß der Feind wider den aufgerichteten Frieden hab gehandelt. Also spielen die ehr- und treulosen gottvergessenen Leute daö Untreu unterm Mäntelein mit uns, und treiben ihr Gespött mit uns, Gott erbarm sich unsers Elends.''

Alljährlich wurden viele Tausende Christen in die türkische Sclaverei geführt. „Der Nationalität nach waren dieselben Ungarn, „Krabaten" (Kroaten) Italiener und Spanier, Wenig-Deutsche, kein Franzose. Zu dieser merkwürdigen Thatsache macht Salomon Schweigger eine pikante Be­merkung: die Türken halten die Franzosen für Brüder von der Zett als Troja noch stund, denn Turcus soll des Hectoris, und FrancuS des Priami Sohn gewesen sein,

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in Offenhausen, haben um Abänberung ber Bestimmung ihrer Pachtcoutrakte betreffs ber Fleischlieferung für das Hospital nachgesucht, würben jeboch nach Lage ber Verhält­nisse ablehnend» beschielten. — Das Gesuch eines Gutsbe­sitzers um ein Darlehn von 18,000 Mk. aus ber Merx- hauser Hospitalskasse würbe genehmigt. — Der Maria Tegethof aus Karlshafen würbe auf ein weiteres halbes Jahr unentgeltliche Verpflegung in ber stänbischen Irren- Heilanstalt zu Marburg, unb ber Ehefrau Hotop aus Dres- ben, geborene Kasielanerin, für bic Verpflegung in ber Mer Pension dieser Anstalt der reglementmäßige Satz für die Bezirksangehörigen bewilligt. — Die hiesige ständische Lan- desbibliothek ist im Besitz einer großen Anzahl von soge­nannten Doubletten, hinsichtlich deren gelegentlicher Verkauf und besondere Berechitutig des Erlöses verfügt wurde. — Der Correktionsanstalt zu Breitenau wurden Beträge von 434 Mk. und 125 Mk. zu Oelaustricheu rc. bewilligt. —

wer. uno 120 Mr. zu ^elanstnchen rc. bewilligt. — ritaim Ein Gesuch des Ortsarmenverbands der Gemeinde Ober- könig ellenbach (Kreis Rotenburg) um Gewährung einer einma- Q bei ligen Unterstützung von 230 Mk. wurde wegen unzureichen- Itften der Begründung abgelehut. In Straßen- unb Landwege- tftimt bausachen wurde beschlossen, ben bisher im Staats-Eisen- it im bahnbaubienste beschäftigten Aufseher Mittler zu Nieberbeis- vrch b heim als Wegebauaufseher in Vollmerz widerruflich unb eführt ebenso ben Maurermeister Dauz zu Kautz als Wegebau- er An aufseher in Weyhers zu bestellen. — Ein Gesuch bes Wege- che M bauaufsehers Bosolb zu Trenbelburg um Versetzung würbe thmew abgelehut. — Uilterstützungen wurden gewährt ber Witwe mchtigi des Wegewärters Herbert zu Ulmbach 36 Mk., dem Ar- « nud beiter A. Jürgens zu Rehren 60 Mk., dem Arbeiter Schratz »rqesch zu Züntersbach 20 Mark, abgelehut bagegen bie Unter- '' ftützuugSgesuche bes Wegewärters Kranz zu Hermershausen und bes Bauaufsehers Schier zu Breitenbach. — Den Wege- HtäreS bauaufsehern Beyerle in Borken und Buchenau zu Halsdorf haft <2 wurde Gestattung ertheilt, die Abschätzungen für die Brand- kasse innerhalb ihrer Baubezirke vorzunehmen, ein Gesuch des Aufsehers Linnenkohl zu Wendershausen, dergleichen Ab­schätzungen auch außerhalb seines Baubezirks vorzunehmen, wurde abgelehnt. (Schluß folgt.)

(Personal-Chronik.) Provisorisch angestellt wurden: die Schulamts-Kandidaten Wickert aus Michelsberg als Lehrer an der ev. Schule zu Robenhausen, Kr. Marburg, Diegelmann ans Mittelkaibach als Lehrer an ber kathol. Schule zu Fincken- Hain, Kr. Fnlba, Ewalb aus Lahrbach als Lehrer an bie kath. Schule zu Dörmbach, Kr. Gersfelb, Faber aus Neustadt als Lehrer an der kathol. Schule zu Kassel, Hosenfeld aus Hainzell als Lehrer an der katholischen Schule zu Dam­mersbach, Kr. Hünfeld, Lippert ans Schmalnau, als Lehrer Pla an der kath. Schule zu Stellberg, Kr. Gersfeld, Paul aus it ben Ginseldorf, als Lehrer an die kath. Schule zu Buchenrod, Iren a Kr. Fulda, I. Schmitt aus Allendorf, K. Kirchhain, als >ll den Lehrer an der kath. Schule das., F. Schmidt aus Morn- »Heran berg als Lehrer an der kath. Schule zu Poppenhausen, Kr. «rung< Gersfeld, Weber aus Somborn als Lehrer an der kath. Art. Schule zu Wüstensachsen, K. Gersfeld, Knauf aus Zella, Ye des als Lehrer an der ev. Schule zu Müildershausen, Kr. ' Rotenburg, I. H. Manz aus Bergen als Lehrer an der ev. Schule zu Brotterode, Kreis Schmalkalden, W. Mauz aus Bergen als Lehrer an ber ev. Schule zu Ubenhaiii, Kr. Gelnhausen, Schanze in Eschwege als Lehrer an ber ev. Schule zu Langenhain, Kr. Eschwege, Schinbewolf aus Goßfelben als Lehrer an ber ev. Schule zu Obervorschütz, Kr. Fritzlar, Davib aus Röhrenfurth, als israel. Lehrer unb Vorsänger zu Jesberg, Kr. Fritzlar, Fleischhacker aus Rotenburg als israel. Lehrer unb Vorsänger zu Felsberg, Kr. Melsungen, ferner bie Lehrerin Basset zu Brieg als Lehrerin an ber mit einer Selecta verbundenen Stadtschule zu Allendorf a. d. M., die Predigtamts-Kandidaten Sander

8 Fall

Art.

(Fortsetzung folgt.)

Zunächst kehrt Schweigger den Präsidenten hervor: „Zu- Art vörderst aber will ich auzeigen, daß Gott der Allmechtiz' ckr als sty causa principalis, der wider die Christen streit, vnd »g des den Türken fein Sieg verleihet, bie Türken aber sehen causa f M bi Instrumentalis ein Mittel onb Ruth, bamit Gott die: [ bie > Christenheit züchtigt vnb steypet .... dieweil wir aber! »(gen" gemach zur suchen thun vnd zur Buß, wie die Schnecken eylen, so ist demnach zu besorgen, der Türk werd nicht Nachlassen, bis er Teutschland zu einem Griechenland mach .... Die andere Vrsach ist diese, daß sie das jre, so viel an jenen ist, auch darzuthun, vnd sich derjenigen Mittel gebrauchen, dadurch der Sieg erhalten wird, alsdann vür- nemlich ist der groß Eyver gegen ihren Mahometischen Aberglauben, umb welches willen sie alles in die Schantz schlagen, vnd über denselben zusetzen Gut und Blut, solchen zu verteidigen. Solcher Eyver gegen ber Religion sollte bey vns Christen auch feyn, aber bie Eyverigen Christen Mben t seyn gar thenr." Hte \

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zudem haben sie einander etlich mal brüderliche Treu be- 1 zur wiesen, wie man weiß, daß Bruder Türk seinem Bruder «serlich Franken so treulich Beistand gethan, als er wider Carolnm 6 türl quintum Krieg in Italien führt, was für Schaden, nem- W b lich ber Türk bem Königreich Neapolio zugefügt." Sanbte

In einem besonderen Capitel handelt Schweigger „von ? ®Qr den Ursachen des Türkischen Siegs wider die Christen, vnb seiner Kriegsrüstung." Das Urtheil des ehrlichen Schwa- 22 ben ist ebenso sreimüthig als vernünftig unb ich glaube jÄ meinen geehrten Lesern mit einigen ©taten eine Freude zu machen. j