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JRaröurg, Donnerstag, 11. Zull 1878 , - & .M-VLM Jelrgane.

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Der „Mchchttzzeig^" vvöMtW.bch

ifen L-tolberg vom Wiener Bokschafterposten und das etz, betrefftujr.dey, SMkartenstempel. .utohiütrili-.i .

x.v M 'T 7^' B 9 uuu-ftrn iireuyolagswayi ztttammen-yalten. Wir wollen

km der ist u^t Itrafbav,. Sojeniite. ban» 49..^ lieber glaube», dich der Wunsch dieser Reaieruna iick> mit 111 'Mlaldemokratischen Drelle die Varller ffomnniin- htr X.. eVLc. wegrernng M) Mil

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Nr. 160

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^demokratischen Presse die Pariser Commune, der po- M Mord, in de», ultvamentane» der Widerstand gegen > ! L-iaatsgesetze als höchstes Verdienst gepriesen werden, d jene Verwilderung eintreten, welche wir vor Augen fti Es ist zu erwarten, daß die, welche die Negierung ! das gemeine Recht verwiesen haben, auch bereit sein

ErscheiM täglich außer an den Werkle Buchdruckereis

Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d.vlattes,

betreffs Cyper» dem Cvitgresse keine worden, r '

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_____regelnden Details bezüglich Bakums beschäftigen. Wesentlich M»^MMdclt eS sich noch um die Abgrenzung des von de«

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/°lhÄl,che« Kirche aus deu Friedensfuß zu stellen, in Wahrhett ein aufrichtiger ist. Aber wir keimen uns nicht enthalten, darauf hmzuweiscn, daß ihr dieser Weg sicherlich niG durch die Katholiken versperrt worden ist, und daß es selbst ohne zu einem Einverständniß über gewisse Grund- satze zu gelangen, eS möglich wäre, den Fricken wieder

werden, dasselbe mit der uöthigen Abwehr zu versehen ^»dessen scheint uns überhaupt nichts übler angebracht zu tM,. W.M Idealismus, der von dem Edelmuthe der Masse die Correctur für mangelhafte Gesetze erwartet ^grundsätzlich die bestehende Ordnung in Staat und Geftüschast augreift, stellt sich außerhalb des Bodens des gemeinen Rechts und hat es sich selbst zuzuschreibe«, wenn er besonderen Gesetzen unterworfen wird, ä Die Aufgabe' der Gesetzgebung kann niemals sein, theoretisch vollkommen ^oder ausgezeichnete Produkte für'die Erprobung im Leben zu machen, sondern klare, greifbare, genügende 'Vorschriften für ein erwiesenes Bedürfmß zu schaffen. Das Volk hat em. Recht zu verlangen, es ist ein Bedürfniß, daß den Wühlereien, der Predigt des Verbrechens, d« systematischen MlsrottMlg. der Achtung vor dem Gesetze und der Obrig- g%t endlich Einhalt gcthau werde, durch gesetzliche Mittel, schasst man solche und unterstellt die Prüfung von deren Wichtigen Anwendung bei» richterlichen Urlheile, so hat man dem Einwurfe deS.„PolizeistaatS" vorgebeugt. Wen» man ' sich in England mit Recht nicht scheut, einen agrarischen Mord zur Veranlassung zu nehmen, die Hubeas-corpus- UlcU-än suspendirrn, so- werden wir in Deutschland wahr- uch keine Bedenken haben dürfen, einer planmäßigen. Unter- Wuhlung der GestllschgftSgrundlagen Entgegen zu treten."

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-DaS bekanntelOrgau des Vatikans „Voce dM« Berit«- hat über die Publikation der. Briefe., des deutschen Kaisers und Kronprinzen.san den Papst eine Auslassung gebracht, welche durch .den Telegraphen uns nicht übermittelt worden 'M»- Das päpstliche Organ meint nämlich, daß die Publi­kation em hohe Wichtigkeit gewinne, wenn man erwäge, daß die kaiserlichen Schreiben von dem Fürsten Bismarck contrasiguirt seien. Es gehe -daraus hervor, daß die in den Briefen ausgedrückten Idem genau genommen, nicht dre persönlichen Ldeew. des Kaisers oder Kronprinzen sondern vielmehr sdie der deutschen Regierung, seien. Auf einen, andern Passus, welcher durch die Ungenauigkeit des 'Telegramms der^Agenzia Strfani veranlaßt ist, wollen Mkf äveil gegenstandslos, nicht Lher eingchen. Die Voce della Verita" schließt sodann: Wir wollen der deutschen Regierung keine Beleidigung ant^in, .indem wir daö Datum dieser Publikation im „Steichsauzeiger" mit dem Datum der nächsten ReichStagswahl zusammen halten. Wir wollen

i»Z >!!/> Deutsches Reich. (J/

,n **.dttlttt, 9. Juli. Der Congreß wird morgen am

1 !CtneJC?te Plenarsitzung halten und die materiellen -Geschäfte damit beendigen. Die Redaktions-Commission wird Mvch bis. Ende dieser Woche zu arbeiten haben, am Sonn- abMd wird voraussichtlich die formelle Schlußsitzung statt- ftnden und das Resultat unter dem Namm „Frieden von Berlin verkündigt werden. Die unerwartete Abkunft, welche England mit dm Türkei abgeschlossen, hat zwar auf manchen Seiten eme vielleicht nicht angenehme Ueberraschung hervor- gerusen, aber auf dm Schluß deö Congresses durchaus kelnen hemmmden Einfluß ausgeübt. - Das Befinden des Kaisers hat in dm letzte» Tagm die erfreulichsten Fort- schntte gemacht. Der baldigen Uebersiedelung nach einem auswärtigen, aber nahe bei Berlin liegenden Aufenthaltsort wurde demnächst nicht- mehr im Wege stehen, sobald von Setten des hohen Pattenten selbst die Neigung zu einem solchen Aufenthaltöwechsel eintreten sollte. — Die Rede des Äbg Lasker in Saatfeld, deren Versionen in der Rudol- stadter und der Karlsruher Zeitung sehr abweichend ge­lautet hatten, liegt nun in der Nationalzeitung in einer nach stenographischer Niederschrift aufgenvmmenen und wohl »ou. ^.Redner selbst genehmigten Fassung vor. In der Okudolstadter Zeituirg war berichtet, der Redner habe sich unbedingt gegen Ausnahmegesetze ausgesprochen, in der Ver­sion der Kolnifchen Zeitung fehlt diese Aeußerung. Nun ^/ber von den Freunden deö Herm Lasker denjenigen Blattern em bttt-rer Vorwurf ge,nacht, welche sich an die Versionen dm Rudolstadter Zeitung gehalten haben. Nun,

^Cbe 111 authmtlfcher Fassung vorliegt, möchte man ragen, warum der Lärm? Herr Lasker hat auf eine sehr genau gestellte Interpellation geantwortet, er könne nicht agen, ob er mit Ausnahmegesetzen oder nur auf dem Boden des gemeinen Rechts die Socialdemokratie bekämpfen wolle weil diefe Gegensätze zu'vieldcutig seien. Er habe — und dies hatte schon richtig die Rudvtstädter Zeitung gemeldet

Oberst von Dörnberg stand, war bereits seit Monaten vor­bereitet und stand mit der bekannten heldmmüthiam Un­ternehmung des unglücklichen Schill in der genauesten Ber- bindung. , Viele Soldaten des westfälischen Armeekorps, selbst em ganzes Kürassir- Regiment waren gewonnen, alle Rollen warm genau vertheilt und in der Residenz hatte man zur augenblicklichen Verhaftung deö Königs und getroffen"^ äß6rbtl,trd9er die umfassendsten Vorkehrungen

In der Nacht vom 23. auf den 24. April sollten acht Colonnkn von Marburg, Frankenberg, Ziegenhain, Hom­berg, Felsberg, Wolfshagen, Zierenberg und Göttingen airf- brcchen und ohne Aufenthalt nach Kassel marschirm, wo man Has Wertere nach Lage der Sachen beschließen wollte

Welch' eine Diversion- zum Schrecken der französischen

Ed somit zum Vortheis Oesterreichs konnte diese >usnrreknon sein, wenn ßevv» einem günstigen Resultate begleitet gewesen wäre! , t,P .. v

; ab!5 leider anders im Rathe der Vorsehung

beschlösse» und Deutschland mußte noch fünf weitere lange -ahre unter dem ihm aufgedrungenen Joch seufzen, bis die stunde der Erlösung endlich schlug. ’ •

7 . dlm Nachmittage des 23. April saßen in einem unteren Zimmer des Pfarrhauses zu- Felsberg, einem Städtchen von etwa 700 Einwohnern, drei junge Männer und be­sprachen nftig das wichtige Vorhaben des folgenden Tages.

Es war der Lieutenant Scheffer, der erwählte Anführer «I^'E^berg-r Colonne dessen Adjutant, der Candidat Böttcher, damals Hauslehrer des Pfarrers und der Forst- Pfarrers Carl Christian von Gehren in Felsberg, dessen unter königlich westpdälischen Regierung erlitten- drei, malige Verhaftung und Expoctation nebst einigen Bemerkungen ua.r ne In wir kt'vn vom Jahre 1809 — Mardwg 18.G.« 8

herzustellen, indem man die preußische Verfassung in inte- gnim rchltuire, welche ohnehin eines der Principien der modrrmn Civilisation sanctionirte: die Freiheit der Kulten die Freiheit des ,Gewissens.« Die Auslassung ist um so wichtiger, als wir zum ersten Male aus ihr erfahren, um welchen Preis der päpstliche Stuhl geneigt wäre, seinen .Frtedeit mtt Preußen zu machen. Man verlangt weiter nichts als die Wiederherstellung der bekannten Artikel der preußische» Verfassung. Daß in Folge dessen eine Reibe von Gesetzen von selbst-hinfällig wdrdm würden, ist leicht emzuselM, immerhin ist es willkommen, nunmehr zu wissen, jwelche Forderung an den Staat gestellt wird.

fovie d.Annoncen-Bureaux oen Th. Dietrich & Co. in Mel und Hannover; DH. Dietrich in Frankfurt a.M.; Haasenftein & Vogler im »antfurt a- M., Berlin, Leipzig, Cvln rc.; Rudolf Stoffe in Berlin, Frank-

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hatte zwar vielfach genügende Ursache mit der Mstammten Regierung ebenfalls rücht zufrieden zu sein. WEs hatte feite» an einer gerechten Veraulassung ßu Wen verschiedener Art gefehlt und man. führte über gar Wes Beschwerde) — aber alle erlittenen Unbilden wäre», Wsen, -seitdem der'Kaiser der Franzosen es gewagt hatte, W Land und seine Pewohner ohne vorherige Kriegs-Er- Wng und ohne auch nur den Schein einer gerechte» Ur-»-. W durch übermächttge Waffengewalt zu unterjochen und M einer. Sache <M,sei»M.-Bruder zu verschenken. Diese Mhliche Gewaltthat konnten die wackere» Hessen keinen Mnblick vergesse», und zwar um so wmiger als von de» , MAch gegebenen Versprechungen, z. B. Erleichterung gW», Nichtbesetzung der Stellen mit Ausländern, rc. M ^tede war, vielmehr, kaum der neue König die Gerung angetreten hatte, man vor» Tag zu Tag nur vo» ^.Bedrückungen immer wieder hörte. • Das geknechtete A sthnte sich immer mehr nach Erlösung von diesem l?1/ dem man sich um so unwilliger fügte, weil es Fremde, O^lder ware^ deren übermüthige Behandlung doppelt

kam eH-dah man sich bald an dem einen, bald an Emdern Orte gegen stattfindrnde Bedrückungen mannig- ^sArt auflehnte, und daß vielfache Versuche gemacht die unerträglichen Ketten' des schmählichen Despo- e^zu brechen, — ja schon im Deccmber 1806 brach

weniger als unbedeutender Aufstand in den kur- L^?u. Städten, z. B. Marburg, Frankenberg, Eschwcge, ^vrf, Hersfeld, Homberg, Melsungen, Felsberg, Gu- rc. aus, wobei besonders das entlassene Militär

sich thatlg bewies. Die Bclvegnug wurde, zwar unterdrückt .das Feuer glimmte aber unter der Asche fort, bis ein .neuer »cdj bedeutender Ausbruch im Jahre 1809 erfolgte.

Einige patriotische Männer hatten sich die heillosen Zu­stande ihres armen Vaterlandes besonders zu Herzen ge­nommen und von dem Wunsche beseelt, nicht nur von ihrem engeren JBaterfanbe, sondern von ganz Deutschland, das immer lästiger und verhaßter werdende Joch abzuschütteln, hielteNi.sie das Frühjahr 1,809 zu diesem Zwecke besonders gunsttg. «eew O.

Die'Stimmung in ganz Preützen war zur Genüge be- ”8nt, und zu diesem Zwecke nicht beQer zu wünschen. Frankreich hatte tn Spanien schwere Arbeit, der französisch- österreichische Krieg war eben ausgebrochen und man em sich mit blitzenden Angeii von den Vortheilen, welche der Erzherzog Carl bereits errungen habe. '

Aber selbst wenn die Oesterreicher anfängüch weichen mußten,, so entferutr.dies den Feind nur noch weiter von der hessischen Grenze und man gewann Zeit, ein desio zahl­reicheres Jnsurgentenheer in Cassel zu sammeln und zu organlsiren. Die Lage der otabt war ganz dazu geeignet nicht bloö aus Hessen fonbem aus ganz Preußen und allen angrenzenden Ländern in denen allen dieselbe SttickU mung herrschte, überhaupt alle Mißvergnügte, bereit Zahl man, ohne zu übertreiben, zu mehr als huuderttauseitb waffenfähige Männer aunehmm durfte, an sich zu ziehe» welche vor Begierde brannten, eine Herrschaft zu stürzen und einen Feind zu verjagen, in dem man nur eine Zucht- ruthe der erzürnten Gottheit erkannte.

Der beabsichtigte Aufstand*) an dessen Spitze der

*> Z" einigen Punkten weicht diese Schilderung des bamali- &AufstandeS m Kurhessen von der am meisten bekannten Dar» wgHb; - ich folgte der Erzählung eines Mitbetheiligten .des

bewohnte«- Difirittes. Die Lazen wolle» bekanntllch : t zu Rußland gehören.Die italienische» itnb franse« hen Vertreter scheine» durch die englisch-türkische. Beratz- >ng betreffs Cypems sehwüberrascht zu fein, matt meint ß gegenwärtig dje Publikation der Convelitioy erfolgt ist t die Stiyuniuig! de» englische,: PichliknmS/ welche sich Batum zu engagi«N'-tMMr dM!ch anderweitige Erfolge befriedigen.

*7 Die Verhandlungen wegen der Batum betreffende» ailfragen werden fortgesetzt, nm den Modus der Erle- “9 der Frage wegen der Schleifung der Befestigung regeln. Bor der heutigen Congreßsitzung fanden Be-

ngen der englische» und russischen Delegirten patt.

glaubt nicht,- daß Lord Beaconsfield bereits äm itag in London eiiitrM^ jp

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, Professor v. Schulte, welcher bekanntlich dem vorletzten ' Stag als Mitglied der natioualliberalen Partei angchörte, hreibt in der „Deutschen Revue" .(stichtzu dcrwechselii mit rr „Deutschen Rundschau".) in einem Artikel, üher dir were Lage, wie folgt: „Man kamt kaupt ei» Blatt gs=>. User Sttchtungen zur Hand nehmest „pM dariir^te Rcchtz-, chgung oder Angreifung strafbarer Handlungen zu finden, «gegen giebt es teilt gesetzliches Mittel. Dex.^ 108 des ntwurf«: esteö heykschen Strafgesetzbuchs ist gestrichen: «r strafbare Handluzigo» durch, öffentliche Stechtfertignng

T:r: :L V.ä; ' , .

Anzeigen mmmt entgegen: u-v-lk. die Expedition d Blattes, sowie d. Annoncen-Bureaux ' von G. L. Daube & Co. in

Frankfurt a.M.;Jäger'sche Buchhandlung daselbst; Hermann'sche Buchhandl. ▲ daselbst; Invalidendank in ▼ ^edm; SB. Thienes in

Elberfelds C. Schlotte in

I b"°sen Sl^»ark,^du7ch bie^jftämte? b'e« ®SenU^durch die Expedition (K o ch'sche J irj f i ! fPrtitl°n ?U ^enbe Auskunft nnbUnna ff »ro MbSggSV ff beregt b‘C fle^ 3eüt 10

|t(*t : . Telegrafische Mchstchtr» aus Berü» vom R ti: ij«|

II j’S Z— Die heutige 16. Congreßsitzung begann um 2^

[10 ||l und schloß gegen 5 Uhr. Das große Diner zu Ebren der Cvllgreßbex'ollmächtigten -iw Weiße». Saale des köißklichyt Schafts Fst «uunchr auf tchchfleir^Sonimbenv festgesetzt. >- ... ,r

; — Bis jetzt ist englischerseits über die Angelegenheit

-^° ''yperu, iem- Cvitgresse keine Mitthciliuta -gemacht Der Congreß soll sich heute noch mit den zu

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