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nnh Ia8 ^che in Bezug auf Bosnien und die Herzegowina llLlI -f Montenegro und Rumänien gechan, auch die Anträge
er Griechen aus dem Munde der griechischen Delegirten
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utgegengenommen und mit der Sicherung der Donauschiff- chrt sich beschäftigt. Die Türkei hatte sich bei allen diesen
Unterlaufe nahezu einstimmig angenommen. Der Schah vo« Persien hat die Absicht, London zu besuchen, anfge- geben.
In^der. Türkei währt der Aufstand in Rhodopegebirge fort und ist auch auf Kreta von Neuem ausgebrochen. Der deutsche Botschafter Prinz Reuß ist aus Konstantinopel abgereist und erhält wahrscheinlich den durch den Weggang des Grafen Stolberg erledigten Posten in Wien.
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klingt, doch nimmt das halbamtliche Blatt mit Fug und Recht immer mehr eine feindliche Stellung gegen die Wie-! derwahl der bisherigen liberalen Mehrheit ein.
Der Kaiser von Oesterreich hat in zwei gleichlautenden Handschreiben den Ministerpräsidenten Auersperg und Tisza seinen Dank für die Vollendung des Ausgleichs abgestattet. Der ungarische Reichstag ist am 30. Juni durch den König in Person mit einer Thronrede geschlossen worden; dieselhe enthält über den angeblich in kurzer Zeit bevorstehenden Einmarsch österreichischer Truppen in Bosnien keine nähere Andeutung. Der cisleithanische Landtag ist bis auf weiteres vertagt. Der bisherige Oberstkom- ; mandirende in Böhmen, Freiherr v. Philippovich, ist zum Oberstcommaudirenden der Truppen ernannt, die in das . türkische Gebiet einrücken sollen. Das ungarische Justizministerium übernimmt Pauler an Stelle Perczel's.
Paris, Frankreich und ein Stück Europa feierte am 30. Juni ein Fest, das halb tzer Republik und halb der Ausstellung gewidmet war und als Nationalfest ein Datum in der Geschichte btt „großen Nation" bilden zu sollen pheint. Die äußere Feier gelang glänzend, auch durfte Jeder, den feine Stimmung dazu trieb, in den jetzt wieder officiell anerkannten Tönen der Marseillaise seinem Herzen Luft machen. Der Fremdling ließ sich nicht abschrecken, der Provinziale ging auf die Begeisterung des Parisers kindlich ein, und so verlief das Riesenfest ohne alle ernst liche Störung. Das Amtsblatt brachte zum Feste des 30. Juni 1269 Gnadenerlasse wegen gemeiner Verbrechen und 890 wegen Theilnahme an der Commune von 1871. Saut offirieller Berichte hat in den letzten vierzehn Tagen die Ausfuhr bedeutend zugenommen; man schreibt dies dem zahlreichen Besuche der Fremden und dem vortheilhaften Eindrücke, den sie von den französischen Kunst- und Industrie-Erzeugnissen mitgenommen, zu.
Die italienischen Handelsverträge mit Oesterreich Belgien und der Schweiz sind bis zum 31. December verlängert worden.
a. M., Berlin, Äubolf
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Im ForßhattS. W
Marburg, Sonntag. 7 Juli 1878 * «/„„«ja
u Die Genesung unseres Kaisers ist soweit vorgeschritten ,0 Pfq daß am Sonntag morgen der bis dahin beibehaltene Schutz- v' berband von den Wunden am Kopfe hat abgenommen e Kin! werden können. Der eingetretene Witterungswechsel verursachte am Montag schmerzliche Empfindungen in den Wundnarben, diese sind seitdem wieder verschwunden und die ärztlichen Berichte melden täglich einen günstigen Fortgang in dem Befinden des hohen Kranken, doch ist die Zunahme der körperlichen Kräfte nicht ganz so befriedigend wie die geistige Regsamkeit und Frische. Nachdem der Kongreß in der vergangenen Woche die Verhältnisse Bui- «ariens und „OftnimelienS"' in ihren wesentlichen Grund- ßügen erledigt hatte, hat er in der jetzigen Berichtswoche
Tagesbericht.
Telegraphische Nachr. aus Berlin vom 5. b.:
— Die heutige Congreßsitzung beginnt um 3 Uhr. Vorher haben Vorberathungm stattgefunden. Heute wird sich das Plenum des CongresseS mit der griechischen Angelegenheit beschäftigen, ohne daß die griechischen Vertreter anwesend sind. Die griechischen Wünsche finden vorzugsweise bei Frankreich und Italien warme Sympathieen. England hält sich mehr zurück. Im Ganzen tritt niemand gegen die griechischen Wünsche auf, als die Pforte. Doch ist es schwer für die europäischen Mächte, über den Punkt der autonomen Gestaltung hinauszugehen. Die hierher telegraphitte Mittheilung der „Times", wonach Karatheo- dori Pascha gestern erklärt hatte, er sei auf Grund einge- gangeuer Instructionen nunmehr in der Sage, die Occupatio» Bosniens und der Herzegowina im Princip zu acceptiren, ist dahin zu berichtigen, daß die türkischen Vertreter nur erklärt haben, die Pforte wünsche in dieser Frage direkt mit Oesterreich in Verhandlung zu treten. Ebenso unbegründet ist die von Wien verbreitete Nachricht, der türkische Botschafter in Wien fei bereits angewiesen, bet Überschreitung der Grenze durch die Oesterreicher die diplomatischen Beziehungen abzubrechen und Wien zu verlassen. — Ueber die nächste Woche hinaus dürfte der Congreß nicht währen, vielmehr ungefähr Donnerstag, wie man annimmt feine Endschaft erreichen. Die schwierige Frage Saturn betreffend wird gegenwärtig in Vorbera- thungen bebattirt. Man hofft einen zufriebenstellenden Mobus zu finden. -
- Die heutige (13) Congreß-Sitzung schloß kurz vor Uhr. ®ie Congreß-Delegirten sind heute zum Diiler bei Fürst Bismarck eingeladen.
— Nach Schluß des CongresseS wird in nächster Woche am Mittwoch ober Donnerstag zu Ehren der Cougreßde- legirten ein größeres Diner im weißen Saale des köniq- lichen Schlosses stattfinden. Für den folgende,l Tag ist eine Fahrt nach Potsdam rnib Sanssouci, eine Fahrt auf der Havel und eine größere Festlichkeit bei dem kronprinz- lichen Paar in Aussicht genommen.
Rußland tritt mit seinen Geldansprüchen, soweit
fragen sehr geringer Berücksichtigung zu erfreuen. Oefter- eich wird in Bosnien und die Herzegowina einrücken, um . ' Frieden und Ordnung zu stiften. Rumänien wirb als
emge- pgbhängig anerkannt, soll aber die Abtretung Bessarabiens n Rußland sich gefallen lassen. In Betreff der freien oder" ^^^hrt auf der Donau sollen auf den Antrag Oester- ' cchs verstärkte europäische Garantieen gewährt werden.
>er Congreß dürfte spätestens bis Mitte dieses Monatö in Ende erreichen und bann die Verständigung über bie eiteren Einzelheiten an besondere Commissionen verweisen.
Theodor stieß einen lauten Schrei aus, — noch durchdringender schrie Clotilde um Hülfe, — zugleich aber bog sie sich über den Rand des Nachens nach dem Knaben, der mit aller Macht gegen die Wellen kämpfte. Sie konnte chn aber Nicht erreichen, während sie durch ihre Bestrebungen den alten Jäger hinderte, in die Nähe deö Verunglück- kommen. Zwar zog er jetzt schnell das jammernde Mädchen zurück und suchte, an dessen Stelle tretend, den Knaben zu fassen; derselbe war jedoch durch daS Ringen und die dadurch verursachte Schwankung des Nachens so weit in den Strom gekommen, daß auch er ihn trotz aller Anstrengungen nicht erreichen konnte.
Ohne sich weiter zu besinueil, sprang er in den Fluß gegen den Knaben hin, welcher bereits untergefunfeu, jetzt ober wieder, jedoch immer schwächer mit den Wellen kämpfend auf die Oberfläche gekommen war.
Ferduiand eilte auf den ersten Schrei, den er hörte, an das Ufer, — er hatte schon unterwegs die Oberkleiber ausgezogen unb weggeworfen. Jetzt sah er, daß der alte ^ager mit sich selbst zu lhun hatte, um nicht unterzusinken; — er jsprang sogleich mit einem mächtigen Satze in den Fluh tauchte unter, faßte glücklich ben Knaben unb kam u"t ihm in bie Höhe. Er schien ein geübter Schwimmer ZU sein, benn ohne besondere Mühe brachte er ben leblosen Änabeu an bas Ufer, wo er ihn niebertegte, um sogleich toteber in ben Fluß zu springen unb Kollmanil die so nothige Hulse zu bringen.
. ."Atter Bursche," rief er ihm zu, „was treibst Du denn? Hast Du benn baS Schwimmen in Deinen alten Tagen ganz verlernt?" °
Erfaßte ihn jetzt unter benArmen unb half ihm nach bem Ufer hin.
«das nicht , antwortete Kollmann hoch aufathmend, „aber wie ich in das Wasser kam, zog mir der verdammte
«jenbe Mädchen, das - er den Tag vorher beobachtet hatte, ” es seiner Mutter Arznei reichte. Er konnte es jetzt besser sehen, als »it durch das kleine trübe Fenster Jter dunklen Kammer. Es war wirklich ein herrliches litt i* wie sie den hüpftnden Knaben an der Hand führend, Äb.78, chend und scherzend mit leichten elastischen Schütten an "* vorüber eilte; — der alte Kollmann vermochte ihr vm zu folgen.
--- Sie gingen hinunter an den Fluß, — Ferdinand folgte "ttt nach, ohne zu überlegen, was er thne, ober weßhalb
jJlooette von Heinrich HcnSler. ß|
Nach einer weiteren Viertelstunde war Ferdinand ay m ihm wohlbekannten Entenbühl angekvmmen; — er ag hinab bis an die Fulda, — da saß auf allen Seiten
Nach kurzem Suchen sand er ben mit ber angegeben Nummer bezeichneten Haufen. Er zog einen Strick der Tasche unb band mehrere Scheiter zusammen.
Nun wollte er die Bürde auf die Schulter nehmen, da hörte er in geringer Entfernung laut sprechen. —
»rch bie in diesen Tagen im preußischen Staatsanzeiger folgte Veröffentlichung eines Schreibens des Kaisers vom . März an Papst Leo XIII. in Antwort auf dessen luhlbesteigungSanzeige und eines Schreibens des Kron- uzen vom 10. Juni an ben Päpst in Erwiderung auf beffen lotinnWilnahmebezeigung vom 2. Juni ist in weiteren Kreisen i erfreulicher Einblick in den Staub des Gegensatzes ischen unserem Staat unb ber römischen Kirche eröffnet r Kronprinz vertritt die Unabhängigkeit des Staats nd feiner Gesetzgebung gegen jede außerhalb derselben ehende Macht; erklärt aber zugleich den Wunsch und die ffnung, daß da, wo eine grundsätzliche Verständigung jcht erreichbar ist, doch die versöhnliche Gesinnung beider " ile auch für Preußen einen Weg zum Frieden eröffnen »erde, der anderen Staaten niemals verschlossen war. leber der Wahlbewegung in Deutschland liegt noch immer me große Dunkelheit. Die preußische Regierung hat böige Woche in ber Provinzial-Corresponbenz ein halbamt- " s Wahlprogramm veröffentlicht, bas in Bezug auf bie teuerreform-Pläue rc. auch ben Liberalen annehmbar
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Anzeigen nimmt entgegen: i i: di-Expedition d »lateS,
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|| ^| von G. L. Daube L Co. in
■ ■ Frankfurta.M.;Jäger'sche
IBSH Buchhandlung daselbst;
S B B B H-rmann'sche Vuchhandl.
SL HL B M A daselbst; Jnvalidendank in
Bettin; W. Thienes in Elberfeld; C. Lchlotte in Bremen.
Waren mehrere Leute, die der Stelle, auf welcher Fer- nd sich befand, rasch näher kamen.
Bald sah er einen älteren Mann, ein junges grauen« er und einen kleinen Knaben auf dem Wege, ber in feiner Nähe vorbeiführte. Um nicht geseh.n zu ^den, zog er sich mehrere Schritte zurück unb trat in ® dichtes Gebüsche, das ihn ganz verdeckte.
f Jetzt kamen diese drei Personen an ihm vorüber. Es r der Jäger Kollmann, ben er kannte, — bas Mädchen r die Enkelin des Forstmeister von Wamberg, die sich . . einigen Monaten bei dem Großvater aufhielt — so
>ei M feine Mutter ihm erzählt, welche deren Freundlichkeit
nicht genug loben konnte. Es war bas
$ MÄeipzig, Cöln rc. ; Rudolf Reffe in Berlin, Frank»
Am 30. Juni fanb anläßlich bes Wahlsieges ber Liberalen in Brüssel große Kundgebung statt. Die Straßen waren festlich geflaggt unb von einer ungeheuren Menschenmenge belebt. Sämmtliche Stabte des Landes hatten Vertreter gesandt. Nachmittags fand ein Banket statt, an dem 6000 Personen Theil nahmen
Die Berathungen im englischen Parlament über die Rinderpestbill haben in der zweiten Lesung einen Sieg der Regierung zur Folge gehabt, welcher in etwas unerwartet war. Die Vorlage wurde mit 219 gegen 162 Stimmen genehmigt; die Opposition hatte auf eine stärkere Minderheit gerechnet. Eben so würbe der Gesetzentwurf über bie Förderung deö Unterrichts sowohl vom Oberhause wie vom er ihnen nachgehe, da fein Weg doch ein ganz anderer war und er sich eilen wollte und mußte. Er ging inner» halb des Waldes, verdeckt durch bie Bäume und das bichte Gebüsch, bis er an der am weitesten hinabreichenden Spitze des Waldes ankam, wo er hinter dem letzten dicken Baume stehen blieb, das schöne Mädchen eifrig mit ben Augen verfolgend. , «...
Unmittelbar an tem Flusse stand eine Hecke, in denselben hineinragend, — an deren äußersten Spitze befanden sich weiße Blüthen. Das Mädcheir bemühte sich vergeblich, einen Zweig davon abzubrechen, auf den ber Knabe mit lebhaftem Fingerzeige wiederholt ihre Anfmerksamkeit hitt- zttletlken sich bemüht hatte. Inzwischen war der alte Koll- mann einig? Schritte weiter gegangen, wo ein kleiner Nachen an dem Ufer befestigt war, den er zurecht rüstete, nachdem er die Kette aufgeschlossen hatte, mit welcher derselbe angebunden geweftn.
Jetzt war er damit fertig und er rief Clotilden und den Knaben herbei. Mit Widerstreben folgte der Letztere, immer noch fehnsüchtige Blicke nach ben Blüthenzweigen richtenb. Es schien jetzt, als wenn er auf ber andern Seite der Hecke noch einen solchen Zweig entdeckt hätte, er hirpste jubelnd mehrmals in die Höhr, streckte seine kleinen Hände darnach ans und rief:
»Da, da! Bitte, bitte, liebe Tilde! Ach sieh' nur, wir schön, wie prächtig!"
Kollmann wollte behülstich sein ben Zweig zu erreichen, er drehte ben Nachen mit bem Ruber, daß er sich längs des Ufers unter der Hecke anlegte. Clotilde trat auf die Seite unb stellte sich auf bas Sitzbänkchen, ber Knabe stand neben ihr unb hüpfte vor Vergnügen in bie Höhe — dadurch kam der Stachen in'S Schwanken, Clotilde sprang wieder von bem Bänkchen herab, — ber Knabe taumelte zurück und fiel in den Fluß!
fewie d.Annoncrn-Bureaur h. von Th.Dietrich & Co. in llQQI Aastet und Hannover; Th.
Dietrich in Frankfurt a.M.;
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