Einzelbild herunterladen
 

Marburg, Donnerstag, 28. Juni MMSlifitW ttKf-Mr. Ishrgaig.

- -4 4chiiaK ,l«M ->O

NNNMW

nimmt tmgegen: i;

von QL L. Daube & Co- in

findet.

Die Exped. d. Oberh. Zeitung.

Mitt.

240,-

e

3S

Feinst;

ben !

Sunil offen. "Ä*

JUWI i 187»

ndcsi

S J

>rs

IL

1878. le«eL ack-

. kuxfÄi

Seife

"»I

3. Fr trg, iinäbi n, tadt. brikp« r bei i

M." Sie war aber doch praktisch und das hat der M Erfinder erfahren, als er die Probe machte. ,n M kennt schon lang beit Gebrauch schwingender ^lnen oder Platten, lun Schallwellen aufzufaugen ne vermöge einer Spitze aufzuschreiben. Wird eine Platte von Pergament, Kautschuk, Schweineblase ^lch von Eisen (letzteres bei dem jetzt "schon in allen ^ befindlichen Telephon) in einen Rahmen gespannt laicht man gegen dieselbe, so »vird fie durch di« Schall- t.in Bewegung gesetzt, sie schwingt mit, und ihre ^ührt hin- und hergehende Bewegungen aus, welche - Schallwellen entsprechen. Befestigt man an dieser fjuen feinen Stift, so macht derselbe jene Bewegungen "ian benutzte früher, z. B. in den Apparaten des r Akustikers König, solche Stifte, indem man durch * Bewegungen der Membrane auf berußte Glas- 15c- aufschreiben ließ. Edison soll, als er einmal | gegen den Boden seines Cyliuderhutes sprach, ge= Wben, daß derselbe durch den Schall in ziemlich starke tilgen gerieth, und soll sich gesagt haben: diese

Der Phonograph.

Wne Maschine, welche daö gesprochene Wort aufnimmt, -yNKportablen Zeichen niederschreibt unb es . nicht etwa . JöLFü Zeichen, sondern in deutlich gesprochenen Worten

ig für

Uebd ibung [719

I mit deren Gratisbeilage

Lustrirtes Sonntagsblatt n wir bei der Post baldigst machen zu wollen, it in der Uebersendung keine Unterbrechung

höherer Lehranstalten in den letzten Wochen an socialdemo­kratischen Vereinen oder Versammlungen sich betheiligt oder unehrerbietige Aeußerungen gegen Se. Majestät sich erlaubt haben. Zugleich soll über die äußeren Verhältnisse der betreffenden Schüler, ferner deren Fleiß, Betragen und Leistungen, sowie über die aus obigem Anlaß über sie ver­hängten Strafen berichtet und die gutachtliche Aeußerung der Direktoren über die muthmaßlichen Quellen einer so beklagenswerthen und bei Schülern insbesondere kaum er- klärlicheu Geistesrichtung eingeholt werden. Es heißt dann weiter:Auch hege ich zu den Lehrercollegien das wohl­begründete Vertrauen, daß die Schule den rechten Weg zu finden wisse, um Hand in Hand mit der um das sittliche Wohl ihrer Glieder besorgten Familie solchen Umgang und solche Lectüre von der ihr anvertrauten Jugend fern zu halten, welche eben so die Grundlagen des Staates und der Gesellschaft wie die religiösfittliche Lebensführung und die patriotische Gesinnung der Schüler zu gefährden geeig­net sind. Daß die Lehrer höherer Schulen, durchdrungen von dem Bewußtsein, den Schülern in ernster geistiger Arbeit, sittlicher Selbstbeherrschung und idealer Lebensauf­fassung als Vorbild und Beispiel voranleuchten zu müssen, auch in der jetzigen ernsten Zeit es an sich nicht fehlen lassen werden, davon darf ich nach den Erfahrungen der Vergangenheit mich überzeugt halten."

Das preußische Finanzministerium beabsichtigt, nach den Hamb. Nachr., im Anschluß an die von den Bundes- regierunngen gewollte Vermehrung der eigenen Einnahmen des Deutschen Reiches durch eine wirksamere Ausbildung der inbirecten Reichssteuern eine Reform der preußischen Einkommensteuer-Gesetzgebung in dem Sinne, daß der überwiegend größte Theil der Einkommensteuerzahler an den Staat von dieser Steuer befreit werde. Danach sollen die vier untersten Stufen der Klassensteuer beseitigt, also ein Jahres-Einkommen von 420 bis 1200 Mark über­haupt von der Beitragspflicht zur staatlichen Einkommen­steuer befreit, und die etwaige Besteuerung dieser ärmeren Volksklaffen ausschließlich den Gemeinden für kommunale Zwecke überlassen werden. Nach der jüngsten Veranlagung zur Klassensteuer giebt es in Preußen 4,998,228 klassen­steuerpflichtige Einwohner mit einem versteuerten Einkommen von 420 bis 3000 Mark und 157,096 zur Zahlung der klassifizirten Einkommensteuer-Pflichtige, b. h. Einwohner mit einem Einkommen von mehr als 3000 Mark. Von ben Klassensteuerpflichtigen gehören ben vier untersten Stufen 4,390,746 an unb es bleiben nach betn Fortfall dieser vier Stufen 688,482 Klassensteuerpflichtige übrig, welche mit den sonstigen Einkommensteuerpflichtigen in Summa 845,518 Steuerpflichtige, also kaum den fünften Theil der hat ein Mundstück und im Grunde desselben eine schwin­gende Membrane, an deren Mitte ein Stahlstift befestigt ist. Der Stift drückt gegen ein Staniolblatt und dieses ist aufgelegt auf eine Walze, in welche eine schraubenför­mige Rinne eingeschnitten ist. Ein Uhrwerk dreht die Walze und schiebt sie zugleich schraubenförmig fort, so daß der L-tahlstift über alle Puntte der Rinne mit leichtem Druck dahingleitet. Man spricht durch daö Mundstück gegen die Membrane, und der Stift gräbt jede Welle als leichte Vertiefung in die Staniolplatte. Dann kann man diese Platte entweder liegen lassen oder sie abheben und auf einen beliebigen anderen Phonographen von gleicher Coustruktton auflegen. Mau stellt den Stift auf den An­fang der eingezeichneten Worte, das Uhrwerk dreht wie­der die Walze, die Vertiefungen setzen den Stift und mit ihnen die Membrane in Bewegung, und aus dem Mund­stück ertönen dieselben Worte, welche vorhin hineingesprochen waren, in voller Dauer und in derselben Tonhöhe und mit demselben Klange.

ES iftjm sich klar, daß die Eindrücke den in ben Apparat tretenben Schallwellen entsprechen, baß sie in gleicher Zeit unb entsprechender Tiefe vorhanden fein müssen, baß sie also einen Abklatsch des gesprochenen Wortes mit all seinen Mobificationen liefern. Aber es ist auch klar, daß nur die gröberen Umriffe der Schallwellen ausgezeichnet werden, und daß die feineren und feinsten Einzelheiten in der Be­wegung der Membrane von dem Zinnblatt nicht schnell und nicht vollständig genug ausgenommen werden. Der Abklatsch hat also immer etwas abgestumpftes, und das was aus dem Phonographen herausspricht, ist nicht ganz genau die Stimme dessen, der hineingeredet hat, sondern eine verschleierte Apsgabe derselben. Es fragt sich nur ob die Verschleierung dünn genug ist, um der praktischen Anwendung des Instruments nicht im Wege zu stehen.

J auf M ttjelJ

t<L

Bestellungen auf das -ritte Cwartal

mK -. 1 i ü Si» ./ '«s u? . -t A - <5-? *

iberhessischen Zeitung.

sedition d.BlatieS, Znnoncen-Bureaux j.Dietrid) & Co. in gnb Hannover; Th. hiuZrantfurta-M.; iftein & Vogler in art a. UR., Berlin, - Eöln re.; Rudolf nt Berlin, Franl- urt a. M. ic. tu

Frankfurt a. M.; Jäger'sche

Buchhandlung daselbst;

Hermann'sche Buchhandl- daselbst; Jnvalidendank in

Berlin; SB. Thienes in

Elberfeld; 8. Schlotte in Bremen.

scheint täglich außer an den Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für das Quartal mit der wöchentlichen BeilageJllustrirtes Sonntagsblatt" durch die Expedition lKoch'sche Buchdruäerei) bezogen Mark, durch die Postämter des Deutschen Reiches 2 Mark 50 Psg. (excl. Bestellgebühr). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfa.

Für in der Expedition zu ertheilcnde Auskunft und Annahme von Adreflen werden 25 Pfg. berechnet.

toi' i * j ' IHM ------------1----- r-__

bet Verhandlungen durch das in der festen Sitzung er­reichte Zugeständnis) Sofia's nebst dem betr. Sandschak für das Fürstenkhum Bulgarien zu Tage. Die weiteren Bul­garien betreffenden Fragen der Grenzreguliruug und der Verwaltung im Principe, ehe die europäische Commission, welche die Details zu' regeln hat, ins Leben tritt, werden außer der heutigen wohl noch fernere Plenarsitzungen be­dürfen. -Für das Fürstenthum Bulgarien wird der Fürst vom Lande gewählt werden. Durch den Besitz von Varna und Sofia ist das Fürstenthum bestmöglichst ausgestattet. Die Festsetzung von Näumuugsftisten für Russen und Türken steht bevor. Daß von Rußland resp. von den unabhängig gewordenen Fürstenthümern Theile der türkischen Staats­schuld übernommen werden sollen, erscheint nicht begründet. Montenegro und Serbien werden von den russischen Bevoll­mächtigten mit ihren Ansprüchen und Wünschen auf die direkte Verständigung mit Oesterreich hingewiesen, damit die betr. Fragen, wenn Jie vor den Congreß kommen, keine Schwierigkeit bilden. Die russischen Vertreter äußerten, daß die Fürftenthümer eine gesichertere festere Position haben würdeiy wenn sie sich völlig mit Oesterreich verständigten.

Seitens des Präsidiums des Congresses wird der griechische Minister Dslyannis über die konsultative Theil- uahme Griechenlands bei solchen Fragen, welche griechische Interessen resp. die griechische Nationalität betreffen, heute verständigt werden. Die türkischen Vertreter verhalten sich in größeren Fragen noch immer reservirt. In Bezug auf die Milizenfrage für Südbulgarien wollen dieselben statt der Einrichtung von Milizen, die Einrichtung einer provin­ziellen Gendarmerie aus Eingeborenen. Vermittlungsweise ist bon einem der Türkei zu wahrenden Bestätigungörechte der Offiziere die Siebe. Die Frage wegen der autonomen Verwaltung soll später vor den Congreß kommen. Die Türken, welche sich im Allgemeinen sträuben, machen Janina zu einem »Nah me tangere«? während die Griechen ge­rade ben griechischen Charakter Janinas accentuiren. Letztere Dinge spielen noch gänzlich außerhalb bes Congresses. Wahr­scheinlich finbet am Sonnabend.zu Ehren der Delegirten ein Diner bei dem türkischen Botschafter statt. In der nächsten Woche hält derselbe feierlichen Empfang.

. Die Criminäldeputatiou des Stadtgerichts erkannte gegen ben Engländer Bishop, welcher sich in den Besitz des Mobilmachungs-Kalenders deuffcher Truppen zu setzen ge­wußt hatte, wegen Bestechung von Beamten aus 2 /2 Jahr Gesängniß, wovon 3 Monate durch die Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wurden.'^ t;

---------------- 3 v - -

. Der NnterrichtSminister Dr. Falk hat durch Erlaß vom 13. Juni die kgl. Provinzial-Schulcollegien aufgefordert, die nöthigeu Erhebungen darüber zu veranlassen, ob Dchüler

Bewegungen sind stark genug um sie direkt in ein dünnes steifes Blatt einzugraben. Er nahm also ein Blatt Staniol, legte es über eine Walze, in die eine Rinne eingeschnitten war, stellte vor dasselbe eine Kautschukmembrane, welche in der ÜJcitte einen feinen Stahlstift trug, so daß der Stahl- stist gegen die Staniolfläcke drückte, unb zwar an der Stelle, wo die Rinne bem Zinnblatt Spielraum ließ; er drehte die Walze und sprach gegen die Membrane. Bei jeder Schwingung preßte sich der Stahlstift einmal etwas tiefer in das Zinnblatt, unb das Ergebniß der Operation war, daß auf der Staniolfläche beim Drehen eine Reihe sehr kleiner Vertiefungen eingegraben wurde. Diese Vertiefungen inb ber ausgezeichnete Abdruck der in ben Apparat ge­brochenen Worte. Man würde sie lesen können, indem man ie mit dem Vergrößerungsglas besieht unb aus ihrer Auf­einanderfolge die Wellen construirt, welche die Membrane ge­troffen haben. Aber ber Apparat selbst überhebt uns dieser um- stäublicheu Operation. Man denke sich die Walze zurückge- dreht^so daß ber Stahlstift wieber ba steht, wo er zu Anfang bas Staniolblatt berührte, unb man drehe ihn genau so wie beim Hineinsprechen: in jede Vertiefung senkt sich der Stift ein wenig ein, jede Erhöhung stößt ihn nach vorn, er macht offenbar, von den kleinen Verzahnungen des Blat­tes getrieben, dieselben Schwingungen, welche er gemacht hat, als er selbst diese Verzahnungen eingrub; und mit ihm macht die Membrane sie, d. h. bei der zwetten Drehung gibt die Membrane dieselben Töne von sich, welche sie der Zinnplatte einverleivt hat, als man gegen sie sprach: sie spricht dieselben Worte, und das so oft man die Walze dreht.

So einfach ist der Gruudversuch, den Edison anstellt, und eben so einfach die genauere technische Ausführung deö Apparats.

Der Edison'sche Phonograph in seiner jetzigen Gestalt

. 1£8.

6H

Tagesbericht.

^graphische Nachrichten aus Berlin vom 25. d.:

- Bulletin von 10 Uhr Vormittags. Bei allmählig menben Kräften ist auch bas Verhalten ber noch

Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition ».Blatte», sowie d.Annoncen-Bureanx

gehellten Wunden bei Sr. Maj. ein durchaus befrie-

I- Das Protokoll über die Bund.esrathssltzuug vom ßani bestätigt, daß der Beschluß, ben Reichstag auf- |tjt, einstimmig erfolgte. Das Protokoll fügt dieser Heilung hinzu, ber Olbeuburgische Bevollmächtigte habe stkt, bie Olbeuburgische Regierung sei bei ber Abstim- |$ von ber Voraussetzung ausgegaugen, daß bnrch bie 6 Vorgänge vollständig vevänberlen Verhälttiiffen seine jhtcn und Wünsche bezüglich der gegen die Sozialde- itie zu ergreifenden Maßregeln kundzugeben und daß I für wünfchenswerth halte, dieses Motiv zu ganz be- stkem Ausdruck zu bringen.

r Vielfachen irrthümlichen Mittheilungen gegenüber be- k bieNordd. Allg Ztg.", die Gesammtheit der gegen feccialbemofratie zu ergreifenden legislativen Maß- ten befinde sich noch im Stande der Vorberathung M dem Justizministerium resp. dem Reichöjustizamt Bim Ministerium des Innern. DiePost" er- Mstäudigerseits, die Kaiserin habe sich bei bem ge= 8Diner" gegenüber dem Grafen von Flandern über Ausland des Kaisers in sehr hoffnungsvoller Weise Mochen.

- Die heutige 6. Congreßsitzung begann um 2 Uhr A)loß gegen fünf Uhr. Fürst Gortschakoff war nicht Wb. . e-.t . v

Die gestrige unb die am Sonnabend stattgehabte steßsjtzung, denen heute eine weitere folgt, stehen ht k Cvnnex zu einander. Wenn Rußland auf der einen in die äußerste Grenze der möglichen Concessionen ktte Gestattung türkischer Befestigungen an der Balkan- * gegangen ist, so tritt eine gewisse Compromißnatur

,) 99,8® !j 82>"

wAd*

74M 76.» 106Z

84, i e. 0* iW 99,7», 99,75; 103 . 104 5«

, "T von sich giebt, sobald man es verlangt, das ist der ü IvtE^raph, und sein Erfinder heißt nicht Herr v. Münch- i) 9S,8»V, sondern Edison. Das Instrument ist von primi- Einfachheit, so primitiv, daß die meisten Physiker, -siatt ihnen den Plan dazu vorgelegt hätte, wohl ge­lben würden:Ja, die Sache ist theoretisch ganz V und so naheliegend, daß gewiß schon viele daran F hätten, wenn sie nur prattisch aussähe, aber sie so wenig, daß der Dersuch kaum des Bestellens

92,75 94,10! >92,-, S-98W

98,7s1

<re

1126,'