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Marburg, Sonnabend, 25. Mai 1878

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Im Feuilleton der Zeitung beginnt in den

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ilc). g«nen 1420 Mark. Für die Agitatoren in Schleswig- «n wurden in derselben Zeit 3200 Mark aufgewendet. a . sozialistischen Reichstags-Abgeordneten haben sich für kDaner ihrer Anwesenheit in Berlin aus Anlaß des

feit« nicht unbeugsam hinsichtlich Datums sein wollen. Ein Vorschlag soll dahin gehen, daß Batum vorläufig den Türken bleibe, unter der Bedingung, daß die Getdentschä- digung regelmäßig in festgesetzten Raten bezahlt werde; Rußland würde dergestalt den Platz als ein Pfand betrach­ten, und es wäre damit gleichzeitig die Garantiefrage für die Kriegsentschädigung erledigt.

Für tn der Expedition zu -rtheil-nd- Auskunft und Annahme von Adreffen werden Ä5 Ms. berechnet. S-«p°l'-ne Zeile 10 Pf,.

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von einer Marburger Verfasserin.

>enstr Neu zugehende Abonnenten erhalten die Zei-

«Das Leipziger Tageblatt veröffentlicht die ihm zufällig rdie Hand gekommene offizielle Abrechnung des Vor- Mk« der socialistischen Arbeiterpartei auf das 1. Quartal W, sowie den ersten Geschäftsbericht der allgemeinen Mn AssoziationS-Buchdruckerei (eingetragene Genossen- st.' erlin. Wir entnehmen dem Berichte folgende 1 aben: Im ersten Quartale 1877 sind bei dem Par- ung i erstände an Parteibeiträgen eingegangen für den Agi- |> WSfonds 13,700 Mark, dazu Bestand 4510 Mark, 1 ift Summa 18,210 Mark. Die Ausgabe betrug aus 1 Agitationsfonds 11,786 Mark, aus dem Unterstü- , , Monds 2671 Mark, auS dem Wahlfonds 1171 Mark löftt» «na 15,628 Mark. An Gehalten bezogen die ge- iSführenden Mitglieder des Parteivorstandes die Herren 1 und Derossi monatlich je 150 Mark; Herr Auer 105

, fk: und erhielten ansehnliche Beträge für ihre Reisen 1 KaU sonstige agitatorische Thätigkeit, u. a. für eine Reise 878 b Leipzig nach Hamburg 155 Mark. Fünf sozialistische

Der Reichskanzler hat an den Bundesrath eine Zn- zn \ H wegen dauernder Verbesserung der Bewachung der Sa»! raeichischen und russischen Grenze zur Verhütung der [1 ischleppung der Rinderpest gerichtet.

«gen hin zu den Lebensmitteln der Menschen zählen, >,uva ö in mancherlei Zubereitungsformen als erquickendes, 4.cH* Sättigungsmittel angesehen werden muß, nebenbei ^ dielen Menschen zur Erfrischung, Labung und Ge-

hinterrücks und Nachts Blätter, Blüthen und Früchte und vernichten, so daß der Obstertrag oft auf

n «g vom Tage der Bestellung an gratis.

Die Exped. d. Oberh. Zeitung.

Anzeiaen nimmt entgegen: die Expedition b.Blatte», sowie d.Annoncen-Bureanx von L Taube X So in Frankfurt a. M.; Jäger''che Buchbandlung daselbst; Hermann'sche Buckhandl. daselbst; Jnvalidenbank in

Berlin; W Tbienes in Elberfeld; S Schlotte in

Bremen

chftm Tagen eine höchst spannende Novelle

Auf eignen Wegen

^gleich wohl Niemand, jung oder alt, reich oder arm, Meße Annehmlichkeit des Genusses von Obst jeglicher . ns frischen, eingemachten oder getrockneten Zustande N4 80 ^retlC stellen wollen, so werden doch nicht selten 5 8ül Süchte unserer Obstbäume und Obststräucher vielfach 2'501 ^«schwerk und daher als nicht unumgänglich noth- 72,- $ betrachtet. Dieser Ansicht können wir jedoch nicht sind 5rWen' müssen detp Obste einen viel größeren Werth . Mchch des Volkswohls beilegen, und es nach verschiedenen

»eigen nimmt entgegen: i^pebitien d.Blatte«, 8ii dAnnoncen-Bureaux B Th. Dietrich & Co. in jel und Hannover; Th. jetrich in Frankfurt a.M.; mlcnftein & Bögler in mtlfurt a. M., Berlin,

t jui vz.i|H|iyuny, rravuug unv vyi»

'Li. !?.^ent; außerdem ist das Obst, namentlich der Apfel, iöschend.

I'50 t ^Sen die Früchte unserer Obstbäume aber den ihnen . OH "/s.Dorsehung zugewiesenen Zweck möglichst vollkom- 125 k Stillen. foHen fir fiir hi? SRphnfforitnh nnk;

r< mit deren Gratisbeilage

- jllustrirtcS Sonntagsblatt erben von allen Postanstalten entgegengenommen.

Deutsches Reich.

** Berlin, 23. Mai. DerWeserzeitung" wird von Berliner Correspondenten geschrieben, der König habe das Entlassungsgesuch des Cultusministers dem Staatsministe­rium zur Begutachtung überwiesen, worauf dasselbe sich mit dem Cultusminister für solidarisch erklärt habe. Nur die Rückäußerung des Fürsten Bismarck stehe noch bevor. Diese ganze Mittheilung ist vom ersten bis zum letzten Wort unrichtig. Es widerspricht allem geschäftlichen Her­kommen, daß der König dem Ministerkollegium ein Ent­lassungsgesuch zur Begutachtung überweist. Solche Gesuche werden nicht dem kollegialischen Staatsministerium, sondern nur dem Ministerpräsidenten mitgetheilt. Unsere neu­liche Mittheilung, daß ein Theil der nattonalliberalen Partei doch Bedenken trage, Maßregeln zur Abwehr gegen die Sozialdemokratie außerhalb der bestehenden Gesetze ein­fach zurückzuweisen, hat sich insofern bestätigt, als das Blatt der Partei den Beschluß derselben ankündigt, bei der heu­tigen Verhandlung im Reichstag zwar die vorliegende Maß­regel abzulehnen, aber die Nolhwendigkeit der Abwehrmatz­regeln unter anderen Modalitäten zuzugestehen. Mll welcher Bestimmtheit diese Erklärung hervorlreten wird und ob sie die Grundlage zu einer späteren Verständigung bieten kann, ist adzuwarten. Seltsam ist daö Gewicht, welches ein . Theil der liberalen Presse den Aeußerungen französischer Blätter gegen die heute zur Berathung stehende Vorlage beigelegt hat. Diese Blätter diesseits und jenseits des Rheins hätten sich bc8 Umstands erinnern sollen, daß das jetzt vom Bundesrath vorgelegte Gesetz im wesentlichen dem unter der französischen Republik im Jahre 1871 gegebenen Gesetz entspricht und daß dieses Gesetz noch heute unter der Herrschaft der Gambetta'schen Majorität nicht nur in Kraft steht, sondern daß auch keine einzige Stimme laut geworden ist, dasselbe zu beseitigen. Mit Rücksicht auf die noch ausstehende neue deutsche Civilgesetzgebung ist der Entwurf eines Gesetzes betreffend die Benutzung, Abände­rung und Unterhaltung der Wasserläufe seiner Zeit bis auf Weiteres zurückgelegt worden. Wie wir jedoch hören, unterliegt jetzt ein Theil des Entwurfes, soweit nämlich die Bildung von Genossenschaften, freien Vereinen rc. behufs Unterhaltung der Wasserläufe in Frage kommt, der Bear, lange klebrig bleibenden Brumata-Leim ( 2 kg. nebst Ge­brauchs-Anweisung und Probering excl. Kiste zu 2 Mk für etwa 30 Bäume mittleren Umfangs hinreichend), den er auf Verlangen Obstbaumbesitzern zusendet, hat man die Vernichtung jenes schädlichen Ungeziefers in seiner Gewalt, und mache ich das betr. Publikum im Interesse des Obst­baues auf dies Mittel aufmerksam.

Man bindet, um die hinaufkriechenden Raupen zu fangen, um den Baum etwa 1 Meter vom Erdboden hoch (bei Zwergbäumen unmittelbar unter den sich ausbreitenden Zweigen) einen 10 Centim. breiten Papierring. Dieser darf jedoch nur an seinem oberen Rand durch Bindfaden be­festigt sein, während man den unteren Rand lose und locker läßt. Die Mehrzahl der Raupen (Maden) verbergen sich zwischen Papier und Rinde, weil sie sich hier vor Kälte und Feinden (Schlupfwespen, Raubkäfern) geschützt hatten; nur einzelne überkriechen den Papierring und steigen höher hinauf; um diese zu fangen, bestreicht man das Papier mit dem Brumata-Leim, auf welchem die Raupen kleben bleiben. Die Bänder kann man ruhig bis Anfangs Deecmber an ben Stämmen sitzen lassen, indem die Maden, wenn sie sich eiilgesponnen Haden, ihr Winterquartier nicht wieder ver­lassen. Den Meisen und Spechten ist das Umlegen der Papierbänder sehr willkommen, denn sie finden darunter das ganze Heer von Maden vereinigt, brauchen nicht die ganzen Stämme adzusuchen, finden instinktmäßig die Stellen, wo diese unter dem Papier verborgen sind, lehr gut auf und picken sie heraus, so daß man kaum nöthig hat, die Maden aufzusuchen und zu tödten.

Zum Fangen der Pflaumenmaden (Tortrix funehana) chuß man die Papierbänder Anfangs August etwas nied- riger, etwa 2/$ Meter hoch, anlegen, well die kleinen röth- lrcheren Maden nicht so hoch kriechen.

Daß dies Fangmittel probat und von sicherem Erfolge

Sätzen von 100, 50, 15, 39 Mark rc. bewegt' Herr Bebel empfing unter Anderem zweimal Be­träge von 50 Mark, Herr Hasenclever 100 Mark, Herr Liebknecht 106 Mark, Herr Hasselmann 100 Mark. Dazu kommen Beiträge als Ersatz für verwirkte Geldstrafen, Unterstützungen rc. Das der Abrechnung mit beigefugte Budget des Parteiorgans Volksstaat (jetzt Vor­wärts) ergiebt Folgendes: Herr Liebknecht empfing in den drei Monaten von Januar bis Ende März 1876 an Ge­halt 885 Mk., Herr Geiser 409 Mk., Herr Seiffert 426 Mk., Herr Motteler 600 Mk., Herr Fink 450 Mk. Diese Bezüge wurden den Genannten ausschließlich für ihre Thä- tigteit in der Redaktion und Expedition des Volksstaat ge­währt. Was den Geschäftsbericht der Berliner Associations- Druckerei betrifft, so wurden an Herrn Hasenclever im Laufe eines Jahres gezahlt 8766 Mk., an die Redakteure Hasselmann 2340 Mk., Lange 1650 Mk. und Küster 1290 Mk. Der Vorsteher der Expedition desNeuen Social­demokrat", Rackow, erhielt für die Zeit vom 1. April bis November 1560 Mk.

Ein Londoner Korrespondent der Hamburger Nachrich­ten glaubt den Gegenstand der schwebenden Verhandlungen in der Orientfrage genauer zu kennen und schreibt darüber:

Die britische Regierung hat sich in den jüngsten Unter­handlungen fast ausschließlich auf Einwände gegen diejeni­gen Punkte des Vertrages beschränkt, die mehr ober weniger britische Interessen berühren. Englanb glaubt, daß die neuen Einrichtungen an der Donaumündung Oesterreich weit mehr als England interessiren, eS überläßt den öster­reichischen Staatsmännern die Aufgabe, sich dort sicher zu stellen. Folgende Punkte sind die hauptsächlichsten, gegen welche England Front macht: 1) Die militärische Besetzung des neuen Bulgariens durch Rußland während einer län­geren Zeit. 2) Die Wahl des zukünftigen Herrschers Bul­gariens in einer Weise, die ihn thatsächlich zu einem russi­schen Wecheug stempeln würde. 3) Die südliche Aus­dehnung des besagten FürstenthnmS bis zum ägäischen Meere. 4) Die Einverleibung von vorwiegend griechischen Bevölkerungen in Bulgarien. 5) Die unbestimmte Art der Bürgschaft, die später von der Pforte für die Zahlung der Geldentschädigung gefordert werden soll.

Dem Vernehmen nach soll Graf Schuwaloff in diesen Beziehungen befriedigende Zusagen mitbringen. Bestätigt sich dies, so würden die Unterhandlungen betreffs Zusam­mentritts eines Kongresses sofort wieder beginnen. Hin­sichtlich Batums sollen die Ansichten beider Kabinette nicht sehr prononzirt sein; England meint, daß sobald Kars und das östliche Armenien im Besitze Rußlands ist, es auch eventuell Batum sich aneignen werde. Rußland soll seiner­ein Minimum herabsinkt. Bei älteren Bäumen, von denen man mit Recht reiche Ernten erwarten könnte, haben sich die obstverderbenden Insekten immer mehr eingenistet, so daß sie nutzlos und kränkelnd dastehen und der Axt ver­fallen.

Wer die Lebensmittel vermehrt, hat auch Anspruch auf die Dankbarkeit der Menschen; diese kann sich jeder Obst­baumbesitzer an seinem Theil erwerben.

In nicht ferner Zeit, Ende Juni und Anfangs Juli, erscheint ein Insekt, welches sich durch das Abfallen des Obstes bemerkbar macht und oft 2 3 desselben, das erste und beste, ben Menschen raubt und eiitzieht. Es ist die Obstmade, Raupe der Obstschabe, des Apfelwicklers (Tortrix pomona). Der düstere Schmetterling dieser Raupe hat auf den bläulich-grauen Vorderflügeln viele feine riefelige Querstriche; an der Spitze des Vorderrandes sieht man einen großen schwarzen rothgoldig schimmernden Fleck. Der Falter legt im Juni und Juli seine Eier vereinzelt an die halbwücksigen Früchte; die Räupchen bohren sich ein und fressen dann das Kerngehäuse aus, ver­schmähen auch das Fruchtfleisch nicht. Dadurch entsteht das Fallobst, das so gut wie gar keinen Werth hat.

Die fleischfarbenen Raupen (Obstmaden) lassen sich ausgewachsen Anfangs Juli bis Oktober aus dem ange- stochenen Obst herab, kriechen wieder an demselben Baum hinauf, um sich in Rindenrissen oder hinter lockerer Rinde, in einem weißlichen Gewebe, das, mit Rindenspähnchen und anderem Abnagsel umkleidet, schwer zu erkennen und zu finden ist, einzuspinnen, um nach im April k. I. erfolgter Verpuppung Ende Mai oder Anfangs Juni auszuschlüpfen und ihr Zerftörungswerk fortzusetzen.

Durch die andauernde und glückliche Beobachtung des ersten Mädchenlehrers C. Becker in Jüterbogk, Regierungs­bezirk Potsdam, und durch seinen von ihm präparirten,

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in $ vAc in Berlin, Frank- Wo! furt a. M. -c.

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' " Dberhesstsche Zeitung

ttfütten, sollen sie für die Bevölkerung wirklich nutz- 'iwracht werden und möglichst wenig davon verloren ä 50 L barf kein Obstbaumbesitzer die Hände in ben ji*70 <6 legen unb es dem Zufall überlassen, welchen Er- t,'' Bäume liefern; er muß sie gewissenhaft pflegen. 120* ^pflege besteht zum großen Theil darin, daß er sich die Feinde der Obstbäume ihnen fern zu halten - "TtS ^tilgen. Diese Sorgfalt und die damit verknüpf- > 50»wnben Erfolge werden auch die Liebe zu ben Obft- steigern.

2,61' «e das Gute in der Welt die meisten Feinde hat, , L^t es auch den Obstbäumen. In erster Reihe stehen