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Marburg, Dienstag. 21. Mai 1878

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Staatsschvldeu.

Die Schulden aller Staaten wachsen von Jahr zu Jahr

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24.

28.

25.

29.

26.

5.

6.

9.

10.

12.

(Fortsetzung.)

August.

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878.

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Jogin von Wirtenberg, in Gott verschieden. Über solchen Fürstlichen Abschied hat hernacher den 27. Augusti eiusdem anni Doctor Aegidius Hunius zu Marpurg ein tröstliche Leichpredigt aus dem 57. Ka­pitel Esaiae gehalten.

' 1553 ist Andreas GerharduS Hyperius in der Uni­versität zu Marpurg der heiligen Schrift Doctor hrvmovirt worden.

* hessischer veschtchtskalender aus dem 16. Zahr- huudert.

Erscheint täglich außer an den Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für das Quartal mit der wöchentlichen Beilaae ki. ,,,,

»«•«.. 8t di, MU. l-, ÄUi SUi4« 8 ««, iKlÄ’lÄ'“ ÄffiTlk"* 5üt tn der Expedition ju ertheilende Auskunft und Annahme von Adressen werden 35 Pf«, berechnet.

1547 ist Georg Landgraf zu Hessen geboren.

Ic>o3 starb die edle und tugentsame Frau, Elisabeth

— 1527 ist Henricus Neige, Mag. Petri Nigidii Batter "" Sommer ehrliebender Schöff und Rahtsverwaudter zu Allendors in der Äalzsode, unversehens von einer Stegen gefallen und darüber tobte verfahren. (Nia.) ~ Johann Angelus von Marpurg

letzt Pfarrherr und Superintendens zu Darmstatt mit Jungfrau Elisabeth Sehelheim Hochzeit zu Mar­purg gehalten.

1565 ist Mag. Johannes Blavius, Pfarrherr der Kirchen zu Hohengeismar, setiglichen in Gott ver­storben.

^Ö9l ist Zeitlos«, Johan von Linsingen, Fürstlichen Hessischen Haus Hofmeisters nachgelassene Wittib, zu Marpurg gestorben, und hernach am ersten Tag Sep- tembns dasetbft in der Pfarrkirchen begraben worden.

September.

1553 ist Christophorus Lersnerus zu Marpurg beider Rechten Licenttat worden.

• 1593 hat eS zu Siegen in der Grafschaft Nassau, Item zu Amönaburg, bei Marpurg, im Bistum Meinz Stiegen, auf einmal gebrennet, und hat das Feur an beiden Orten nit wenig Schaden an Biehe und Ge- baurn gethan, und sonderlich ist zu Siegen eine gaiize Tassen hinweg gebrannt und vom Feur verzehret worden. 1570 hat Mag. Abraham Saur mit Jungfrau Elisa­beth, Doctoris Chunradi Matthari Tochter, zu Mar- purg Hochzett gehalten. Seines alters 25 Jar.

1560 ist Johan Blanckenheim, Bürgermeister und Schöffen zu Marpurg gestorben.

1554 ist Philippus Matthaeus, Doctoris Chunradi Matthaei Son, zwischen 1 und 2 uhr nach mittag zu Marpurg in Hessen geboren.

1592 ist der Durchleuchtige Fürst und Herr, Wilhelm Landgraf zu Hessen, Graf zu Catzenelnbogen, Dietz, Ziegenhain und Nidda, Herr zu Bteß und Epstein, Landgraf Philippi ältester Sohn, zu Cassel in Hessen von diesem trübseligen jammerthal abgefordert worden, seines Alters gerad 60 Jahr, 2 Monat.

1581 hat man zu Marpurg das Uhrwerk am Raht- hause abgebrochen und dasselbige herrlicher und größer zu machen vorgenommen, welches noch in arbeit stehet. Geschehen unter Reinhard Hamern, dem Bür­germeister. Seines Bürgermeisteramts im 2. Jar. — 1581 sind zu Marpurg, Frankenberg, Wetter, Rofen-

thal und beinahe allenthalben in Hessen schreckliche blitzende Feuerflammen, Rauch und Nebel durcheinander vermengt, von 10 uhr bis des morgens um 3 uhr wehrend, gesehen worden.

— 1593, eben auf dem Jahrmarktstag, gehet zu Gießen in Hessen ein Feuer auf und verbrennet drei Scheuren vol Früchte, soll auch Mich Biche beschädigt haben. Es ist aber bald^gedämpft worden, sonst were noch wvl ein großer Lchad daraus entstanden.

27. 1522 ist der Ehrwürdige Herr Wigandus Gersten-

• 1565 ist Johannes Rhodus, ein Doctor der Arzenei und gewaltiger Practicant zu Marpurg plötzlich ge- f starben,: ligt daselbst in der Pfarrkirchen begraben. ‘ Mig.)

• 1581 ist die durchleuchtige und hochgeborne Fürstin und Fran, Frau Sabina, des auch durchleuchtigen und Hochgebomen Fürsten und Hern, Hern Wilhelms Landgrafens zu Hessen, ehelich Gemahl, geborne Her-

— 1590 starb der Hochgelahrte Herr David Lucanus, Francomontanus, beider Rechten Doctor und Fürst­licher Hessischer Rath zu Marpurg. Seines Atters 61 Jahr und beinahe 8 Monat. Ligt in der Pfarr­kirchen daselbst begraben.

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[1- «geht, wie es in btn letzten 10 Jahren geschehen ist, o die Ausgaben des preußischen Staates sich um 73 und e des Reiches um 312/s pCt. vermehrt haben, so wird '■ eser Zeitpunkt des Bankerotts nicht mehr allzufem sein, 'e«S wenn die traurige wirthschaftliche Lage sich nicht -r_ "ert. Die Ausgaben des englischen Staates betrugen i £4 1,337,800,000 Mk., 1877 aber schon 1,521,268,000 ik. Die Staatsausgaben Frankreichs betrugen 1864 |d|| va 2300 Millionen Frcs., 1876 waren dieselben auf

M3 Millionen Frcs. gestiegen. Die Ausgaben aller lrvpäischen Staaten betrugen 1864 9185 Mill. Mark

1554 ist Mag. Johannes Rhodophanta Pfarrherr iu Marpurg gestorben. v *

1501 ist Herman von Biermund, Trost zum Trinael- berge und Amtmann zu Medebach geboren.

— 1571 ist Georgius Dvhn zu Wittenberg' Magister worden unter des Herrn Mag. Abbiae Praetorii Deca- nat. Seines alters im 20. jar.

1558 ist Mag. Abamuö Crato von Fulba, ein ge­waltiger Professor Theologiae unb Hessischer Superin- tenoen« zu Marpurg, gestorben seines alters 65 jar, ligt tn der Pfarrkirchen baselbst bei bent Prebiastul begraben.

mcurrenz bereiten, erheben, wenn wir das liberale Prin- 1 der „freien Concurrenz" nicht auch dem Auslande lenüber unter dem Namen Freihandel in Anwendung «gen, vielmehr unsere Beziehdngen zum Auslände nicht ___2 ch Theorien, sondern nach den Bedürfnissen unserer Jn- —sirre und unserer Landwirthschaft, d. h. den Erwerbs- ^en, von denen das deutsche Volk in seiner großen ' it lebt, bemessen wollten.

fiepen n^en Reiches war in dem letzten Etat auf 690 Mill.

Ift festgesetzt; die Gesammtsumme aller Ausgaben der rf g nzelstaaten beträgt 1430 Mill. Mk.; int ganzen also f pi Abzug der doppelt berechneten Matrikularbeiträge ___M 92 Mill. Mk., 2028 Mill. Mk. Mit Hinzunahme jP Communalsteuern dürste sich also die Steuersumme, I»lMche jährlich in Deutschland auszubringen ist, auf ca. ö W Mill. Mk. belaufen. Das wären ca. 60 Mk. auf « Kopf der Bevölkerung. Man sieht daraus, daß die i tischen Staaten alle Ursache Haden, sparsam zu werden

6 solche Steuerquellen aufzusuchen, welche dem Volke am “ nigsten empfindlich sind. Und das sind die sogenannten «ecten Steuern, namentlich die Zölle. Wir könnten den fc Millionen Mark aus höheren Zöllen auf ausländische [lyaren, welche bei uns eingehen und noch obendrein unserer

Ichen Industrie und Landwirthschaft eine erdrückende

Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d.vlattes, sowie d.Lnnoncen-Bureaux von L. Daube & Co in Frankfurt a. M.; Jägerlich« Buchdanblung daselbst; Hennann'sche Buäidandl. daselbst; Znvalideudank iu Berlin; W. Tdiene« in Elberfeld; E. Scklott« in

Bremen

Tagesbericht.

Die „Post" schreibt bezüglich des EnllassungSgesuchs des Cultusministers: Die Bemühungen, den Rücktritt des Dr. Falk zu verhindern, seien von der Stunde an einge­treten, wo er seinen Schritt zur Kenntniß seiner College,! gebracht habe. Die Annahme daß Dr. Falk in der schwe­benden Krisis allein stehe, sei durchaus unrichtig. Die „Post" glaubt nicht sehlzugehen mit der Behauptung, daß, wenn die gegenwärtige Krisis zur Entlassung Falks führen sollte, dieses Ereigniß weiter greifende Consequenzen für den Personalbestand des Ministeriums nach sich ziehen werde. Dasselbe Blatt schreibt ferner: Welche Gründe auch immer für das Abschiedsgesuch maßgebend gewesen sein mögen, welches der Minister Falk eingereicht haben soll, — soviel können wir auf Grund zuverlässiger Information versichern, daß es nicht Differenzen im Schooße des Staats­ministeriums gewesen find. Zwischen Herrn Falk und den übrigen Mitgliedern des Staatsminifteriums, namentlich auch dem augenblicklich abwesenden Präsidenten desselben sind auf dem gesammteu Gebiete der Tagesfragen Mei­nungsverschiedenheiten nicht zu Tage getreten. — Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" enthält den Wortlaut des dem Bundesrathe zugegangenen Gesetzentwurfs zur Abwehr socialdemokratischer Ausschreitungen. Derselbe zählt 7 Paragraphen, stimmt im Uebrigen seinem Inhalte nach mit den bereits gemeldeten Angaben überein. Die Ein­bringung des Entwurfes welcher wohl gleich Anfangs dieser Woche an den Reichstag gelangen dürfte, wird selbstver­ständlich aus die bisherigen Dispositionen über den Schluß der Session einen «bändernden Einfluß üben

Das Wolff'sche Büreau verbreitet hoch - osficiös das folgende Dementi: Die Angabe, daß die Entscheidung im Staatsminifterium in Betreff der Vorlage gegen die Aus­schreitungen der Sozialdemokratie durch Abstimmung er­folgt sei, sowie die Bezeichnung von Mitgliedern, welche eine Minorität gegen die Vorlage gebildet hätten, ist that- sächlich unbegründet, — vielmehr ist das L-taatsministerium nach wiederholter und eingehender Berathung in völliger Uebereinftimmung und mit Einhelligkeit zu dem Beschlüsse gelangt, die Vorlage einzubringen.

Der Gesetzentwurf bezüglich der Maßregeln gegen die Presse und die Vereine ist vom Bundesrath noch nicht be- rathen worden. Vorläufig befindet sich bas Gesetz noch in bent Ausschüsse für Justizweseu zur Vorberathung uub konnte, da Baiern, Baden unb Württemberg noch keine Instruktionen an ihre Bevollmächtigten hatten gelangen laffen, noch nicht burchberatheu werden. Vor Dienstag wird das Gesetz wohl nicht an den Reichstag gelangen;

23. 1561 ist Mag. Casparus RudolphuS Suevus, ein Professor und der Stipendiaten Ephorus, zu Mar­purg in Hessen, da er gelehret hat, gestorben. Seiyes alters 60.

igen nimmt entgegen: Expedition d.vlatte», «je d.Annoncen-Bureaux ■' en $t. Dietrich & Co. in •v üflel .»d Hannover; Th. i i »utrich in Frankfurt a.M.; „ «asenstein & Bögler in tanffurt a. M., Berlin, ' rillig, Cöln Rudolf RenWiffe in Berlin, Frank- d Li f“rt «• M. ic.

. ._j nd es wird kaum noch gefragt: kann das Land auch die ,5 Schuldenlast tragen und wieder zurückzahlen, und wo soll sellseh »s noch hinaus, wenn das Schuldenmachen so ins unbe- hnet reitzte betrieben wird? Es liegt doch auf der Hand, daß gc i tt Staat endlich einmal an eine Grenze kommen muß, lülft io das Volk die Lasten nicht mehr tragen kann und also m Staatsbankerott ankündigen muß. Und wenn die Ver- ichrung der Staatsschulden und Steuern in der Weise

es heißt in unterrichteten Kreisen, Fürst Bismarck, der ein sehr großes Gewicht auf dieses Gesetz legt, werde persön­lich zur Berathung desselben in Berlin eintreffen.

Die 15. Commission des Reichstages hat die Berats des Gesetzes betreffend die Revision des ServiStarifs Wß der Klasseneintheilung der Orte beendet und beschlossen, die Servissätze für Feldwebel rc., Portepeefähnriche rc. und Unteroffiziere rc. nicht, wie die Regierungsvorlage wollte, um 33'3 u0, sondern nur um 162 3 %, die Servissätze für Gemeine rc. dagegen nicht um 33'/3 oU; sondern um 5O°/o zu erhöhen, dagegen die beantragte Erhöhung der Sätze für Militärküster rc., Büchsenmacher rc., Offiziers- Pferde rc. und für Geschäftszimmer nicht zu erhöhen. So­dann hat die Commission in der Klaffeneintheitung der Orte folgende Veränderungen vorgenommen: Donaueschingen Eberbach, Ettlingen, Mosbach, Mühlberg, Müllheim, Sackmgen, Schwetzingen, Ueberlingen, O.-Mingen, Walds- Hut unb Wertheim, sämmtlich in Baden, finb aus der 4. in die 3. Servisklaffe versetzt worden. Neuenheim in Baden von der 3. in die 2. Klasse, Freysing und Rosen­heim m Baiern von der 4. in die 3. Klaffe, Bab Lieben­stein in Meiningen von der 5. in die 4. Klaffe, Ehrenfeld, Kalk, Nlppes, sämmtlich im Regierungsbezirk Köln, von der 4. in die 3. Klaffe, Remscheid, Regierungsbezirk Düssel­dorf, von der 3. in die 2., Gelsenkirchen unb Hamm, Regierungsbezirk Arnsberg, aus der 4. in die 3. resp. aus der 3. in die 2. Klasse, Telgte, Regierungsbezirk Münster, aus der 5. in die 4., Vahrenwald unb List, Provinz Hannover, von ber 5. in die 3., Postenburg, Osterode und Meppen, Provmz Hannover, aus der 4. in die 3., Linden in Hannover unb Erfurt von ber 2. in bie 1., Stendal Regierungsbezirk Magdeburg, Königshütte, Regierunas- bezirk Oppeln aus der 3. in bie 2. unb Freienwalde a O Regierungsbezirk Potsdam, aus der 4. in bie 3. Klaffe versetzt worden.

Eine der von dem Attentäter Hödel abgeschoffenen Kugeln soll nach der National-Zeitnng am Freitag auf dem südlichen Straßendamm der Linden, nahe bent russi­schen Botschaftshotel im staube gefunden worden sein. — Mit welcher Frechheit der Attentäter Höbet zu Werke geht, beweist folgenbc von ihm am Sonnabenb gemachte Aeuße- rung gegen einen ber mit ihm in Berührung kommenden Beamten: „Man wird hier wie ein Hund behandelt" redete er denselben an, „nicht einmal eine Zeitung kriegt man hier, s°rgen sie dafür, daß ich morgen eine Zeitung erhalle" u. s. w. — Die Zeugenvernehmungen wurden Sonnabend fortgesetzt und waren gegen 2 Uhr beendigt, dieselben bnngen nichts wesentlich Neues. Hödel bleibt bei feiner

berger, genannt Budenbender, der die Frankenbergische Chronik geschlichen, seines alters im 65. Jar ge­storben. ' 0

Mk

Hkp Ä 1877 bereits 11,657 Mill. Mark, haben sich also um ! pCt. erhöht. Die Gesammtsumme der Ausgaben des