tragt worden ist. — Nachdem die Conferenz für Reform der Statistik des Normalverkehrs mit dem Auslande, im Reichskanzleramt ihren Bericht erstattet hat, ist auf Grund desselben ein Gesetzentwurf ausgearbeitet worden, welcher in den nächsten Tagen an den Bundesrath gelangen wird. Der Hauptmoment des neuen Entwurfs beruht auf der Durchführung der obligatorischen Deklaratton bei Ein-, Aus- und Durchfuhr. — Kronprinz Rudolf von Oesterreich trifft am 3. März zum Besuche des Hofes hier ein.
Darmstadt, 26. Febr. Der Prinz von Wales und der Herzog von Connaught sind heute hier eingetroffen und am Bahnhof, wo eine Ehrenwache ausgestellt war, von der großherzoglichen Familie empfangen worden,.
- Ausland.
Wie«, 24. Febr. Aus Belgrad sind hier Nachrichten eingetroffen, denen zufolge sich auch in dieser Richttmg ' Graf Andrassy auf neue Ueberraschungen gefaßt machen kann, zumal die österreichische Vertretung im Oriente durch- au8 mangelhaft und ihrer Aufgabe so wenig gewachsen ist, daß die Centralregierung in Wien über die wichtigsten Vorgänge mitunter ganz im Unklaren bleibt, so^schwor man noch vor wenigen Tagen darauf, daß zwischen Serbien und Rußland eine bedeittende Spannung bestehe und trotz so mancher warnenden stimmen ließ man es^sich in unserem auswärtigen Amte nicht nehmen, daß Serbien leer ausgeheu werde. Man wußte demnach nicht und weiß es vielleicht auch jetzt noch nicht, daß, bevor Serbien sich in den neuen Krieg einließ, eS mit Rußland bindende Abmachungen vereinbart hatte über das Minimum des Gebietszuwachses, welches ihm beim Friedensschlüsse zufallen müsse. Dieses Minimum besteht aber darin, daß die größere westliche Hälfte des Paschaliks von Lwfia, die Paschaliks von Risch, Prizren und Novi-Bazar, also ganz Alt-Serbien, mit dem Fürstenthume vereinigt werden toll. (?) Außerdem jenseits des Schari - Gebirges alle Städte und Positionen, welche den Besitz der einzigen Militärstraße sichern, die aus dem Vardar-Thale in das Thal der Ma- ritza führt. Gegen Bulgarien zu eine vollkommene strategische Grenzregulirung, so daß Pirot, der Paß von St. Nikola, Belgradschik und von da das Gebiet bis an die Donau hart unter Widdin in serbischem Gebiete bleibt. (?) Innerhalb dieses so vergrößerten Territorial-Bestandes wird Serbien als unabhängiger Staat anerkannt. Das einzige, was Rußland für jetzt verweigerte, ist die gewünschte Erhöhung Serbiens zum Königthume. Wenn auch iit den Friedenspräliminarien von Adrianopel Serbien das eben angedeutete Gebiet nicht ganz zugesprochen wurde, so ist es doch sicher, daß Serbien beim definitiven Friedensschlüsse diese Annexion durchsetzen wird.
Paris, 25. Febr. Die russischen Friedensbedingungen riefen hier einen Ausruf des Erstaunens hervor, der beim Anblick der „Fünf Milliarden" in eine Art stummer Hochachtung vor der russischen Unverfrorenheit endigt. Diese Kriegsentschädigung und diese Bürgschaften, die dafür verlangt werden — die Tribute der Bulgarei, Aegyptens, die Einkünfte Kleinasiens und der Minen von Heraclea, dazu sechs Kriegsschiffe, Ardahan, Datum, Bayasid und Kars — das ist der vollständige Ruin der Türkei und nebenbei die völlige Ent- werthung der noch existirenden türkischen Papiere. Man hatte den Russen ziemlich viel zugetraut, aber doch gerade im Punkte der Entschädigung nicht so viel; man zuckt die Achseln und ist neugierig, was die Engländer dazu sagen werden. — Der Vorstand des Senats hat dem Ministerium gestern die Mitttheilung gemacht, die Berathung des Budgets werde erst am Mittwoch beginnen können. So verlangte denn die Regierung schon heute im Abgeordnetenhause das Märzzwölstel der Ausgaben. Einstweilen vereinigen die Kampfhähne der Broglie'schen Richtung ihre ganze Kraft auf die drei Bürgschaftsgesetze, von denen das erste, die Kolporteure betreffend, heute zur Verhandlung gelangte. Das bisherige Gesetz bestimmte, daß keiner einzelnen Zeitung das Recht des öffentlichen Verkaufs ohne richterliches Urtheil entzogen werden darf, legte aber den „fliegenden Buchhändlern" die Verpflichtung auf, sich beim Präfecten eine Concession zu holen; die Regierung vom 16. Mai benutzte nun diese letzte Bestimmung, um die erste illusorisch zu machen: sie unterdrückte nicht die einzelnen Zeitungen, aber die Kolporteure, welche republika-- nische Blätter verkauften. Damit das nicht wieder vorkommen könne, will der neue Gesetzesvorschlag die Zei- tungsverkäufer von der Concession frei machen, und um diesen Punkt dreht sich der Kampf. Die Broglianer machen gar kein Hehl daraus, daß sie das Gesetz, das mittelbar einen Tadel ihrer Praxis enthält, zu Schanden machen wollen. Sie haben aber kaum mehr als allgemeine Redensarten über die Unsittlichkeit der radicalen Presse, die Nothwcndigkeit einer Controle und dergleichen vorzubringen. Die Entscheidung über das Gesetz wird überhaupt nicht von den Gründen abhängen, mit denen man für und gegen dasselbe streitet, sondern davon, ob die Conflictspartei wieder einigen Zusammenhang gewinnt oder nicht, und gerade das macht, daß man den Ausgang der Debatte mit einiger Spannung erwartet. — Die Oberrathskammer für Verkehrswesen hat heute chre erste Sitzung gehalten, eine Ansprache Freycinet's entgegengenommen und sich in drei Ausschüsse getheilt. Gleichzeitig tagt im Grand Hotel ein privater Congreß von Eisen- bahnintereffenten; auch diese wollen über die Tarifreform berathen, außerdem über die Grundsätze der Freycinet'schen Projecte.
London, 26. Febr. Oberhaus. Der bereits ange
deutete Antrag Stratheden's besagt, daß die jüngste diplo- mattsche Correspvndenz über die türkischen Angelegenheiten die Regierung zu jeder Vorsichtsmaßregel berechtige, um ernstliche Vergewaltigungen fern zu halten, durch welche die Verträge von 1856 und 1871 bedroht würden. Dorchester und Dunraven unterstützten den Antrag, wobei Letzterer auf die russischen Friedens-Bedingungen hinwies. Derby beantragte die Ablehnung der Motion stratheden's, gab gegenüber Dunraven die bereits gemeldete Erklärung ab, hinzufügend, er wisse zwar nicht genau, ^was vorgegangen sei, glaube aber das Haus von der Sorge befreien zu dürfen, daß sich ein Akt vollziehen werde, welcher seit der Vertreibung der Mauren aus Spanien ohne Beispiel, die gerechte Entrüstung Europas erregen würde. Auch bemerkte Derby, er könne Dunraven darin nicht beipflichten, daß nach den Ereignissen in Armenien ein Vordringen der Russen nach Indien zu besorgen sei. Nachdem Houghton und Cardwell den Antrag Stratheden's als unzweckmäßig bekämpft hatten, wurde derselbe ohne Abstimmung abgelehnt, woraus sich das Haus vertagte.
Bukarest, 26. Febr. Die gegenwärtige Zession des Parlaments ist bis zum 12. April verlängert worden. Jur Senat wurde die Interpellation Ghika'S, betreffend die Friedens- und Waffenstillstandsbedingungen sowie die Maßnahmen der Regierung in Bezug auf die Vertretung Rumäniens auf dem Congresse, verhandelt. Minister Cogol- niceanu erklärte, die Regierung habe Schritte wegen Zulassung Rumäniens zum Congresse gethan. Er verlas ein. Rundschreiben der Regierung an die Mächte und die Türkei in Betreff der Unabhängigkeit und der Integrität Rumäniens und sprach die Hoffnung aus, daß die Forderungen Rumäniens von Europa anerkannt werden würden. Sturdza beantragte eine Resolution, worin die Regierung aufgefordert wird, dahin zu wirken, daß die Garantiemächte die Unabhängigkeit Rumäniens anerkennen, daß die Integrität Rumäniens unter die Garantie der Mächte gestellt und Ru- mänien auf dem nächsten Congresse zugclassen werde. Rumänien solle alle Unterhandlungen wegen eines Gebiets- Austausches abwcisen und die Armee zurückberufen.
Heffen-Rafsau.
Marburg, 26. Febr. Im Jnteresfe der Betheiligten wird darauf aufmerksam gemacht, daß im nächsten Monat über die für die Zeit vom 1. April 1877 bis einschl. März 1878 aus Staats- und Reichs-Fonds gezahlten Besoldungen, Pensionen rc. Jahres- resp. Hauptquittungen auszustellen sind. Bezüglich der Zeitangabe muß es bei vollen Jahresbeträgen heißen: für das Jahr 1. April 1877 78 oder auch: für die Monate April 1877 bis incl. März 1878. Auf die Pensionen aus der vormals Kurhessischen Militär-Wittweukasse findet diese Bestinimung keine Anwendung.
Marburg, 27. Februar. Am 11. Feruar d. I. hielt die Marburger Pferde - Versicherungs - Gesellschaft die erste diesjährige General-Versammlung ab. Auf der Tagesordnung standen die Erledigung verschiedener geschäftlicher Angelegenheiten, Rechuungsablage und Neuwahl des Präsidenten. Die Rechnungsablage lieferte ein sehr günstiges Resultat, es ergab dieselbe, daß die Gesellschaft trotz Regu- lirung nicht unbedeutender Schadensfälle ein Baarvermögen von 1366 Mk. 8 Pf. besitzt. Die Vereinsmitglieder bezif- fenr sich mit 36 und die 92 versicherten Pferde haben ein Versicherungs-Kapital von 37,740 Mk. Die diesjährige neue Einschätzung der Pferde soll am 24. März c. stattfinden. Herr W. Niederehe wurde einstimmig wiederum zum Präsidenten gewählt. Der weitere Ausschuß besteht bekanntlich aus den Herren R. Becker, Heres, Fr. Kaiser, Nicolai, W. Römheld, Fr. Schwaner. — Eine ebenso segensreiche Wirksamkeit als das obige Institut entfaltete auch im vorigen Jahre die schon längere Zeit dahier bestehende Marburger Rindvieh - Versicherungs - Gesellschaft. Dieselbe hielt ihre Rechnungslegung am 19. Februar d. I. Im verflossenen Quartal hatte die Gesellschaft eineu Bestand von 49 Mitgliedern und die versicherten 110 -stück zeigten ein Versicherungscapital von 25,836 Mk, Die Gesammt- Einnahme betrug 1877 350 Mk. 52 Pf., die Ausgabe 381 Mk. 53 Pf.. Außerdem hat die Gesellschaft noch 951 Mk. bei hiesigem Vorschußverein angelegt. Im verflossenen Jahre zahlten die Mitglieder von jedem Thaler Versicherungscapital 4 Pfennige, also eine beispiellos billige Prämie. Die Verwaltung der Gesellschaft verbleibt auch ferner in den bewährten Händen des Herrn Fruchthändlers Schaaf und Herrn Höhne.
Marburg, 27. Febr. Am 22. d. M. tagte eine Versammlung des Marburger Vereins für Geflügelzucht. In derselben fand ein lebhafter Meinungsaustausch über Geflügelhaltung, verschiedene Hühnerarten rc. rc. statt. Herr Dr Kaiser berichtete über die jüngsthin in Berlin staUge- habten zwei großartigen Geflügelausstellungen, derselbejprach ferner über die zweckmäßige Verfütterung von sog. Fleischmehl an Hühner als vorzügliches Kraftfutter und höchst vortheilhastem Ersatz für die (namentlich in der Stadt) den Hühnern oft oder fast immer mangelnde thierische Nahrung. Die Versammlung beschloß, in diesem Vorsommer — Ende Mai oder Anfang Juni — dahier eine Geflügelausstellung mit Prämiirung und Verloosung abzuhalten und wählte zu diesem Zwecke ein Comitö bestehend aus den Herren Quentin, Brauer, Döring, Lotz, L. Matthäi, G. Runkel und C. Petri. Als Ausstellungsort ist die hiesige städtische Turnhalle in Aussicht genommen. In Zukunft will der seither nicht sonderlich fleißige Verein öfter und zwar mindestens an
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jedem ersten Sonnabend jeden Quartals zusammenkommei, - Nbc' auch mehrere Zeitungen über Geflügelzucht gemeinschaftlich bcrrocn lesen. Neu beitretende Mitglieder sind sehr willkommen. Ü unk (Anfangs Juli wird auch in Kassel eine Geflügelausstellun« stattfinden.)
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Frankenberg, 21. Febr. Ein recht frecher Schwind-Pgg- °- ler ist in den letzten Tagen von unserer Polizei dem (ffe een vo richt überliefert worden. Derselbe führte verschiedene P- tn dies schästliche Legitimationspapiere bei sich, mit Hülfe deM -ltung er bald als Handwerker, bald als Kaufmann und Israelit t stch < sich Geschenke zu erschwindeln suchte. In Wiesenfeld ham £-■ - er im Fluge Damenbekanntschaft gemacht und sollte hier i Mas allem Anscheine nach ein rechtes Gaunerstück vollbracht werden, was jedoch die vorzeitige Verhaftung- verhiudeiR ---
Kaum war der saubere Patron hinter Schloß und Riegel, so traf von Marburg die Nachricht ein, daß dorten vo, >,esei einem bettelnden Menschen im chemischen Laboratorium ei, m wur Ueberzieher gestohlen sei. Nach dem Signalement ist der Dieb mit unserem Betrüger identisch.
Kassck, 26. Febr. Die Frühjahrsmesse dahier wia «000 hinsichtlich des Kleinhandels in der Zeit vom 1. bis 16. . (?ng( April d. I. in seitheriger Weise abgehalten; für Leder- und Großhandel beginnt solche schon am 28. März d. z KtI to
Guxhagen, 22. Febr. Heute wurden einem Man» j Absei beide Beine von einem darübergehenden Zuge abgefahren, üe Kiu Der telegraphisch geruseue Kreisphystkus Dr. Lambert da tngern ihn sofort in Behandlung genommen und ihn vorläuji >ei Ge> im Gemeindehause unterbringen lassen. (H. M.) mibe
Frankfurt a. M., 24. Febr. Der deutsche"AuwM Mu 1 tag tritt demnächst, am 8. März, hier zusammen. Dii Hefelbei Vorbereitungen dazu sind im Gange. Bereits hat eim khnun Versammlung der hiesigen Anwälte stattgefunden, um eil । sie u Local-Comitee zn wählen, welches'den aus ganz Deum Mer < land kommenden Collegen einen würdigen Empfang ji m erst bereiten hat. Dieser Empfang wird am 7. März Abend, » doch in dem Prachtsaale des Hotels „Zum Frankfurter Hof Mt gr stattfinden. Am 8. und 9. März Vormittags erfolge! die Berathungen in den Räumen des „Saalbaues", uti i&7cjö die beiden Nachmittage sind Fest-Banketten im „Palme, . (Sie garten" und im „Zoologischen Garten" gewidmet. Zu tzreign Berathung werden gelangen: 1) Die deutsche AnwaÄ r" Ordnung, über welche Rechtsanwalt Fürst ans Mannhei, und Rechtsanwalt Dr. Bohlmann aus Berlin referiren 2) Antrag des Hosgerichts-Advocaten |Dr. Weller m (7nd Darmstadt über die Errichtung einer Ruhgehalts-Kaü yjähri« für dienstunfähige deutsche Rechtsanwälte. Ueber diese ü m Thema wird der Rechtsanwalt Tenner aus Berlin referirei ;reut" — In unserer „Juristischen Gesellschaft" fand auch bereit Cheine Verhandlung über die deutsche Anwalts-Ordnung ftai bei welcher Dr. Geiger referirte. In seiner Kritik N Anwalts-Ordnung sprach er sich für den an die Spitz $ H gestellten Grundsatz aus, daß der Auwalt denselben Pri j efn, jungen unterworfen sein soll, wie der Richter. In viel! Msi;^ anderen wesentlichen Punkten erklärte er aber den G> r der wurf für unannehmbar und bezeichnete ihn vom hiesige mgegr| Standpunkte aus als eine wesentliche Verschlechterung N itfte de dahier bestehenden Verhältnisse. i vii
Wicsbavev, 25. Febr. Von königl. Regierung Mn Chc zur Vereinfachung des Rechnungswesens gestattet werde - entjd an die Waisenräthe für die mit der Führung ihres A» läßerö les verbundenen Portoauslagen und sonstige Kosten eil 6 jährliche Pauschsumme aus der Gemeindekasse zu zahl« tridjtli Ueber die Höhe der Summe ist zwischen dem Gemein« , nac$ rath und dem Waisenrathe Vereinbarung getroffen, welch $ ge$t der Durchschnitt der in den Jahren 1876 und 1877 en @eTOifj standenen Kosten mit Rücksicht auf die Zahl der A» *, f>rai mundschaften rc. zu Grunde zu legen ist. Diese Vered j - barungen bedürfen der landräthlichen Genehmigung u> Sich en sind durch das vorgesetzte Amt vorzulegen. - Wn
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gegen die Person des Reichskanzlers richtet. Der Präs'
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sieht sich wiederholt veranlaßt den Redner darauf äufn'1 sam zu machen, daß er nicht zur Sache spreche und ihm schließlich das Wort entziehen müsse. Der Red' verzichtet in Folge dessen auf das Wort. Der Reichstag Fürst Bismarck erwidert auf die Aeußerungen des V redners, daß er sich nie gegen die Arbeiterbewegung er^
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Bom Reichstag. !
Berlin, 26. Februar 1878.
Der Reichstag setzte heute die Berathung des pro 1878 79 fort. Ohne bemerkenswerthe Debatte wur« y zunächst die Etats für das Reichskanzleramt für Et» thEsä Lothringen, deS Rechnungshofes genehmigt. Der Etat,«1 rführs Allgemeinen Pensionssonds wurde der BudgetkommW tzreth überwiesen; sodann der Etat des Reichsiuvalidenfonds,ö st war Wechselstempelsteuer, der vormaligen Geheimen Ober-H , Tod buchdrnckerei, der Einnahmen aus dem Bankwesen, 6 irauszu Ueberschüsse aus den früheren Jahren und aus den bei« gegeben deren Beiträgen für Elsaß-Lothringen genehmigt. Bei M Etat für das Müuzwesen entwickelte sich eine eingehend au§ ; Debatte, indem Abg. v. Kardorff auf die Schwierigkeit ~ der Einführung einer reinen Goldwährung verwies. 1 Besuche fürchtete, daß bei der Vermiiidenmg der Goldprodukti1 >tunbe sich schließlich eine Ueberschwemmung mit Papiergeld 16 i ihrer stellen werde. Abg. Bamberger meinte dagegen, der rebner gehe von falschen Voraussetzungen auS. Hai
wir die Doppelwährung eingeführt, so hättm wir jeden'« 1 {ejne in der Zwischenzeit unser Gold fortgegeben und hätten f rtier ( nur noch Silber. Der Etat wurde sodann genehmigt. 1 dem Etat des Reichskanzlers und seines Centralbutt^ beginnt der sozialdemokratische Abg. Bracke eine lange fahren, die sich weniger gegen die Etatspositton als nainefit*