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Marburg, Sonntag, 24. Februar 1878

xiii. Jahrgang.

op. 4

Tagesbericht.

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?trung von 15,000 Martini-Henry-Gewehren.Mor- t.4',1 «Oft" UNDaily Telegraph" sprechen sich durchaus s7< ^gend über das Abkommen bezüglich Gallipoli's aus.

23. Febr. Nächsten

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vorigen Sommer bei der Ausführung des Oratoriums Messias" und so wird es auch in dem bevorstehenden Concert fein. Dasselbe wird aber außerdem auf die Kunst- fteunde noch einen besonderm Reiz ausüben, da zum ersten Mal eine größere Composition unseres Universitäts-Musik­direktors, Herrn Wolff, in demselben zur Aufführung kommt. So weit nach den seitherigen Proben das Wolff'sche

it wir aus der heute vorliegenden amerikanischen ersehen, herrscht in den Vereinigten Staaten eine Entrüstung gegen den deutschen Consul in Phila- , Meyer, wegen seines Auftretens in einer Gesell- deutsch - amerikanischer Bürger jener Stadt.' Herr soll bei Gelegenheit eines Zweckessmö eine Siede haben, in welcher er die Regierung der Vereinig- aten verspottet und deren Einrichtungen lächerlich en gesucht hätte. BloS das deutsche Reich hätte «mheitlrche systematisch geordnete und vollkommene jung. Herr Stephan Remark, Anwalt des deutschen iss soll in ähnlichem Sinne gesprochen haben. Zum "e soll ein Toast auf das Wohl und den Erfolg des Reiches und auf die heillose Verwirrung und nung in den Vereinigten Staaten ausgebracht wor- n. Man glaubt allgemein, daß dieses unbesonnene sfordernde Vorgehen des deutschen Consuls seine ng zur Folge haben werde. Wir wollen hoffen, it Berichte über diese Affaire etwas stark gefärbt und fügen hinzu, daß Herr Meyer kein berufS- Consularbeamter ist.

Neueste Orient-Nachrichten:

den Vorzimmern des Parlaments curstren Gerüchte, daß die Türkei die Unterzeichnung des Friedens verweigere und Rußland die Auslieferung der türkischen Flotte verlange.

flskreises beauftragt werden. § 3. Dem Reichskanzler halten, jede Amtshandlung auch während der Dauer Stellvertretung selbst vorzunehmen. § 4. Die Be- Trong des Artikel 15 der Reichsversassung wird durch Gesetz nicht berührt.

Teutsches Reich.

Berlin, 22. Febr. Nach einem Beschlüsse des Bun­desraths sollen die Sechstel-Thalerstücke am 1. Juni außer Kurs treten. In der vorigen Reichstagssession wurde bekanntlich der Antrag an die Reichsregierung gerichtet, eine General-Enquete in Bezug auf sämmtliche Productions- und Absatzverhältnisse der deutschen Industrie und Land- wirthschaft herbeizuführen. Diesem Antrag konnte jedoch die Reichsregierung nicht entsprechen, einmal weil gerade die Verhandlungen mit Oesterreich-Ungarn über einen neuen Handelsvertrag im Gange waren, und dann weil die Schwierigkeiten einer solchen allgemeinen Untersuchung gar zu groß waren. Jedoch wurde nicht verkannt, daß je nach dem Verlauf der Verhandlungen mit Oesterreich-Ungarn eine Enquete über bestimmte Specialfragen zweckmäßig er­scheinen könne. Jetzt hat (wie schon gemeldet) Preußen beim Bundesrath eine solche Special-Untersuchung bean­tragt, und zwar in Bezug auf die Eisen - Industrie. Be­züglich dieser sind die neuesten eingreifendsten Verände­rungen des Zolltarifs eingetreten, welche zur Zeit des größten Aufschwunges angeregt und beschlossen, aber zur vollen Wirksamkeit erst nach Ablauf eines längeren Zeit­raumes gelangt sind, während dessen die Bedingungen^ des Marktes eine wesentliche Veränderung erfahren haben. Wenn behauptet werde (heißt es in der Mvttvirung deS Antrages), daß die Schwierigkeiten, mit welchen die deut­sche Industrie zur Zeit zu kämpfen habe, durch zollgesetz­liche Maßregeln, wenn nicht hervorgerufen, doch wesentlich verschärft seien, und daß es zu einer dauernden Wieder­belebung und fortschreitenden Entwickelung nochwendig sei, in jener Beziehung wieder Wandel zu schaffen, so liege wenigstens bezüglich der Eisen-Industrie ein zeitliches Zu­sammentreffen der Stothlage mit umfassenden Zollbefreiungen vor. Preußen beantragt daher beim Bundesrath, von Reichs­wegen eine Untersuchung über die gegenwärtige Lage der deutschen Eisen-Industrie, insbesondere mit Bezug auf die Stückwirkungen der seit dem Jahre 1873 eingetretenen Zoll­veränderungen zu veranstalten, und dieselbe einer vom Bundesrach zu ernennenden, aus fünf Mitgliedern bestehenden Commission zu übertragen.

Auslaud.

Wie«, 22. Febr. Im Abgeordnetenhause brachten Grocholski und Genossen, nachdem sie ihre Befriedigung über die Politik der Regierung ausgesprochen, folgende Interpellation ein: ob die Regierung über die Ermordung von Polen in der Türkei durch russische Militär-Com- mando's etwas wisse und ihre Stimme dagegen erhoben habe, und ferner: ob der Congreß auch die Lage der polnischen Untertanen Rußlands in Erwägung ziehen werde?

Obliegenheiten des Reichskanzlers ernannt werden. Unnen für diejenigen einzelnen Amtszweige, welche

Marburg, 23. Febr. Es geht in der Stadt das Ge­rede, als ob durch Einführung deS Normaletatö in der höheren Bürgerschule, die Lehrergehälter ganz erheblich ge­stiegen seien. Zur Klarlegung der Sache mögen folgende Notizen dienen:

Dornröschen," nach dem reizenden Gedicht von Seidel, sich beurtheilen läßt, enthält dasselbe vielfache Schönheiten und höchst ansprechende Melodien. Ferner wird in dem Concert noch MendelssohnsWalpurgisnacht" zur Auf­führung gelangen. Da nun sowohl die Solls sich in be­währten Händen befinden als auch das Orchester entsprechend vervollständigt und verstärkt wird, dürste allen Musikfreun­den |ber Besuch des Concertes auf's Wärmste empfohlen werden, damit dem Verein sowohl als auch dessen Diri­genten die wohl verdiente Anerkennung zu Theil werde.

Marburg, 23. Febr. Man schreibt uns aus Fried­berg :Der am 18. d. M. angehaltene Pferdemarkt war außerordentlich stark befahren und wurden ganz bedeutende Verkäufe abgeschlossen. Manche Händler haben vollständig ausverkauft und außerordentliche Preise erzielt. Ein Paar schwere Arbeitspferde gingen nach Marburg für beinahe 4000 Mk. Die Handelsleute machten sehr vergnügte Ge­sichter, aber auch eine hiesige Putzmacherin, die sich vor einigen Tagen verlobt hat, denn sie gewann den 2. Preis, der in einem Pferde besteht, das für 950 Mk. angetauft war. Wir glauben, der Markt ist nach den bisher ge­machten Erfahrungen lebensfähig."

(Personal-Chronik.) Der AbiturientLeinhoS in Ziegenhain ist als Posteleve angenommen. Versetzt sind: der Postasststent Raphael von Hünfeld, nach Hers­feld, der Postpracllkant Hieronymus von Kassel nach Ber­lin und der Telegraphen-Anwärter Plappert von Conftanz nach Treysa. Der praktische Arzt Ur. med. Hermann Weber hat seinen Wohnsitz von Windecken nach Fechen­heim verlegt. Der prattische Arzt Carl Friedrich Wil­helm Käsemodel ist von Frankenau nach Landsberg ver­zogen. Der practische Arzt Dr. Hildebrand zu Naum­burg ist mit Belassung seines Wohnsitzes zum Kreiswund- arjt des Kreises Wollhagen ernannt worden. Der Pfar­rer OchS zu Nordshausen, in der Elaste Wilhelmshöhe, hat sein Pfarramt freiwillig niedergelegt und auf alle Rechte des geistlichen Standes verzichtet. Der außer­ordentliche Pfarrer Benchard Kuhnert aus Burg in der Provinz Sachsen ist bis auf Weiteres mit Versetzung der Functionen des HülfspfarrerS in Kirchditmold, Elaste Wil­helmshöhe, beauftragt worden.

v- Griegern, Pr. Lieut. vom königl. säcks. Schützen- (Füs.) Regt. Prinz Georg Str. 108, ist als Jnspections- Officier zur Kriegsschule in Cassel commanbirt. Weber, Sec. Lieut. von ber Reserve beb Hess. Jäger-Bataillons Nr. 11, ist als Sec. 8t. unb Feldjäger in das reit. Feld­jäger-Corps versetzt. Gfroerer v. Ehrenberg und v. Mühl­bach, Pr. Lieutenants vom 1. Hess. Inf. Regt. Nr. 81, ist mit Pension und der Regiments-Uniform der Abschied be­willigt. Rose, Vicewachtm. vom 1. Bat. (Osterode) 3. ostpreuß. Santo». Regis. Nr. 4 zum Sec. 8t. der Res. des 2. Hess. Hus. Regts. Nr. 14, Vicefeldwebel Heller und Roeder sind zu Sec. 8«. der Reserve des 2 Hess. Inf. Regts. Str. 82, Natermann. Vicewachtm. vom 1. Bat. (Bremen) 1. Hanseat. Santo». Regts. Nr. 75 ist zum Sec. St. der Res. des 2. Hess. Hus. Regts. Nr. 14 ernannt. Ärhr. v. Andrian-Werburg, Unterofi. vom 2. Hess. Hus.- Negt. Nr. 14, ist zum Port.-Fähnr., Sazarowiez, Port.- Fahnr. vom 1. Hess. Jnf.-Regt. Nr. 81, v. Sengerfe, v. Berger, Port.-Fahnrs. vom 3. Hess. Jnf.-Regt. Nr 83, v. Schoeler, Port.-Fähnr. vom 2. thüring. Jnf.-Regt. Nr. 32, v. Lukowiecz, von und zur Mühlen, v. Apell, Porü-Fähurs. vom Hess. Jäger-Bat. Nr. 11, ber letztere unter Versetzung in das tauenburg. Jäger-Bat. Nr. 6, find zu Sec.-Stns., v. Hagen, v. Dehn-Rotfelser, Herrmann, Port.-Fähnrs. vom Hess. Felb-Art-Regt. Nr. 11, zu außer- etatsmaßigen Sec.-8tns. beforbert. Groß, Rendant der Pulverfabrik bei Hanau, ist in gleicher Eigenschaft zur Pulverfabrik in Metz, Kruschewski, Rendant der Pulver­fabrik in Metz, ist in gleicher Eigenschaft zur Pulverfabrik bei Hanau zum 1. April d. I. versetzt.

Wttzeuhuuse«, 19. Febr. Zur Berichtigung des be­kannten Artikels in Betreff einer angeblichen Schatzgräberin dahier gibt Herr Metropolitan Zilcher folgende Mitthei- lung: Im Saufe des Herbstes v. I. kam Frau Müller, geb. Bürmann, ans Ziege,ihagen zu mir, meldete ihren Sohn zur Konfirmation an und erzählte, daß sie bei meinem Vorgänger, Metropolitan Krüger, gedient, in einer Kammer gleicher Erde geschlafen und später geträumt habe, es liege em Schatz an der Schlafstelle verborgen, den sie heben solle, um eine Seele zu erlösen; */9 des Schatzes folte sie für sich behalten, das Uebrige an die Armen der Stadt geben. Denselben Traum wollte sie seit länger alb 20 Jahren während ihrer Aufenthalts in Kastel, Hanno­ver, Altona u. s. w. wiederholt gehabt haben. Sie bat

(nstantinopel, 20.Febr. DieErnemmng Savfet'S Minister des Aenßeren ist amtlich veröffentlicht worden. Preise Namyk's nach Petersburg ist verschoben. 1 sand großer Ministerrath in Betreff der Friedens- Adlungen und der Mission Onon's statt. Letzterer 1 die Pforte, den Frieden schleunigst zum Abschluß zu & Die ausgewiesenen Deputirten verlassen heute Minopet.

fthen, 21. Febr. Die National-Versammlung von hat die Verhandlungen mit der Pforte abgebrochen Appell an die Machte beschlossen mit der Bitte, Wisse auf Kreta während der Insurrektionen von ^1841 unb 1866 in Erwägung zu ziehen. Ferner die Versammlung eine provisorische Regierung von Mitgliedern, von denen zwei Türken sind.

l6bon, 22. Febr. Die Admiralität hat noch ein ? für die türkische Marine gebautes Panzerschiff an- £ Das Kriegsamt vergiebt im Submissions-Wege

nanu Gesetzentwurf betr. die Stellvertretung deS Reichs- nS ist dem Reichstage gestern zugegangen, derselbe hat i iben Wortlaut: § 1. Die zur Gültigkeit der Anord- m und Verfügung des Kaisers erforderliche Gegen- . gmg des Reichskanzlers, sowie die sonstigen demselben ~ 54 die Verfassung und die Gesetze des Reiches übertra- i Obliegenheiten können nach Maßgabe der folgenden -i mnungen durch Stellvertreter wahrgenommen werden, r i der Kaiser auf Antrag des Reichskanzlers in Fällen i chinderung desselben ernennt. § 2. Es kann ein Stell- rier allgemein für den gefammten Umfang der Geschäfte

- eterSburg, 22. Febr. Amtliche Meldung vom :tust e Die Räumung von Erzernm hat gemäß der Waffen- er l Ms - Bedingungen am 17. d. begonnen. Die erste i der Garnison, 10 Bataillone und 6 Batterien stark e B toter 18 Feld- und 12 Gebirgs-Geschütze) marschirte " Aicher Richtung ab. Am 17. d. wurde die Befesti- I Keremetti, am 18. b. Medschidje, am 19. b. Arzizie I fetoat geräumt; am 21. b. sollten bie letzten türki- I Truppen Erzernm verlassen. Eine Depesche bes I 3 W" aus Giurgewv, 21. Febr., melbct: Gestern rückten affen unter General Totleben in Rustschuk ein, von I Agarischen Bevölkerung enthusiastisch, von ber türki- inrückhaltend enipfangen.

II. r. 47

Montag finbet .. Saalban bas Winter-Concert des Akademischen Gesang­vereins statt. Der genannte Verein läßt seinen Concerten regelmäßig eine nicht geringe Anzahl von Uebungsstunden vvrangehen, um dann mit ebenso Gediegenem als gut Ein- ftubirtem vor bas Publikum zu treten. So war es im

Muffel ist ernstlich erkrankt.

^ndon, 22. Februar. Das Gerücht vom Rücktrftte wirb als vollständig unbegründet erscheinet. In

an«. 6 ber eignen und unmittelbaren Verwaltung des Rei- - Kunden, die Vorstände der dem Reichskanzler unter- ttteit obersten Neichsbehörden mit der Stellvertretung im ganzen Umfang oder in einzelnen Theilen ihres

gen. scheint täglich außer an den Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für das Quartal mit der wijchentlichen Beilage ,,JkluftrirteS SonntagSblatt" durch die Ervedition lKock'sche 8 Buchdruckerei) bezogen 31 Mark, durch die Postämter des Deutschen Reiches 3 Mark 50 Pfg. (e?cL ^8c^tea8ebüto) - 3nfettlon^gebübr für toe gespatten- Z-ile lO Pfa

Für m der Expedition zu ertbeilende Auskunft und Annahme von Adressen werden 35 Pfg. berechnet.

Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d.Blattes, sowie d.Annoncen-Bureaux von ®. L. Daube X- Ho. in Frankfurt a. M.; Jäger'sche Buchhandlung daselbst; Hermann'sche Buchhandl. daselbst; Jnvalidendank in Berlin; W. Thienes in Elberfeld; ®. Schlotte in Bremen.

«tn nimmt entgegen: ^tbtton d.Blattes, , ^nnvncen-Bureav' > Dietrich & Eo. i

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Seitheriges Gebalt: Herr Dr. Hernpfing 1200 Thlr.

Neues Gehalt 1500 Thlr. 1100

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900

Seimbach

850

900

Dr. Schäfer

850

900

Wachsmuth

700

700 ,

Dr. v. Cöln

600 ,

600

Schürmann

360

400