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das erste Quarta find, die nationalliberale Partei aber sei sich vor
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des Wellunter-
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Aermfte^ jetzt mit furchtbarer DeMichMt, als plötzlich ein leider Fächerschlag seinen linke» Ann traf und eine imkende, . ihm nur zu wohlbekannte Stimme sehr vernehmlich sprach:
,^eer Anton Schmitt aus Haus Krötenwiese bei Hay- ,uau — erkennen Sie mich denn nicht wieder?"
Wrrm die Erde sich geöffnet, der Himmel erbebt, und
S itlMinigm fö, Mf b,;
Pflichtm gegen das Land bewußt, und dem Appell an die Verbindlichkeiten, die ihr aus ihrer parlip MMtarischen Stellung erfließen, würde sie sich nicht entwiche«. Za, die Partei würde sich selbst ausgeben, wenn nicht die „Schwierigkeiten der inneren Lage" die nativnal- lcheralen „Parteipvlitike^ einzig in ihrem Beschlüsse befestigte Md stärkte, ihre ganze Kraft und Persönlichkeit einzusetzm, um diese Schwierigkeiten überwinden zu helfen. Auf einen Artikel der „Deutschen Union" welche gemeldet hatte, daß der Kaiser das ihm vom Fürsten Bismarck überreichte Memorandum betreffs der Aenderungen in den Verwaltungsinstitutionen des Reiches und Preußens in allen seinen Theilen genehmigt habe, bemerkt die „Nordd. Allgem. Ztg." daß sie glaube, auch diese Nachricht, so bestimmt sie auftritt, als unzutreffend bezeichnen zu können. Es werde darin Schritten und Entscheidungen vorgegriffen, die keineswegs bereits festgestellt sind, auch das offiziöse Blatt mahnt wiederholt zu größter Vorsicht mit der Schlußbemerkung, daß die Entscheidungen der Natur der Sache nach nicht lange auf sich warten lassen können.
Die vom Grafen Andrassy in den beiden Delegations- Ausschüffen über seine Orientpolitik abgegebenen Erklärungen lassen erkennen, daßOesterreich-Ungarn weder militärisch noch diplomatisch für die Unabhängigkeit und den Bestand der Türkei einzutreten beabsichtigt, und daß man es vielmehr vorzieht, sich bei passender Gelegenheit selbst ein Faustpfand zu sichern. Als der wärmste Verthei- diger der Politik Andrassy's gilt augenblicklich grade Ungarns beliebtester Staatsmann, Koloman Tisza, dem man früher- hin eine tiefe Abneigung gegen Rußland zuschrieb. Wenn somit ein ernstlicher Widerstand gegen die auswärtige Politik der Regierung nicht zu erwarten ist, so droht doch dem österreichisch-ungarischen Verfassungsleben eine harte Existenzprobe hei der abermaligen Festsetzung des Heeres- bestandes, der bis Ende 1878 auf 800,000 Mann abgegrenzt worden war. Auch hat die so vielartige Interessen berührende Zollfrage keine endgültige Erledigung gefunden.
Die beiden Räthe der schweizerischen Bundesversammlung sind am Sonnabend bis zum 4. Februar vertagt worden und selbigen Tages hielt der Bundesrath eine Sitzung, in welcher er die Verwaltungszweige für 1878 unter seine Mitglieder vertheilte.
Der bisherige italienische Minister-Präsident De- pretis ist nach Turin abgereist, um dem König nachstehende Minifterliste zu unterbreiten: Depretis Vorsitz und Aus- wärüges, Crispi Inneres, Magliano Finanzen, Villa Unterricht, Perez öffentliche Arbeiten, Brin (Marine), Mancini (Justiz) und Mezzacapo (Krieg) bleiben.
IflC* Mit der nächsten Nummer unseres Blattes wird in Steterer für 1878 ausgegeben.
Die Exp. d. Oberh. Zeit.
dir Expedition d.vtatteS, k' sowie o Ännoncen-Bureaux
M von G. L. Daube & Co. in
■ Frankfurt a. M.; Jäger'! che
1 Buchhandlung daselbst;
■ Herma,»> ju« Buchhandl.
I daselbst; Jnvalidendank in
D ™ Berlin; W. Tbienes in 7 Elberfeld: C- Schlotte in
Bremen.
die Hand von dem Arme ihres Begleiters herabgleiten lassend.
„Ich — nein —"
„Wurden Sie von der Tänzerin da gegrüßt?" sagte nun auch die Rächin, sich erstaunt umwendend."
„Ich glaube nicht — möglich, daß eine Aehnlichkrit —*
„Also eine doppelte Aehnlichkeit", spottete Lucie. „Ihre Begleiterin in Dresden sah der Tänzerin gleich, imb Sie, Herr Anton Schmitt aus Krötenwiese, unser moderner Antonius, sehen wieder einem Freunde dieser Dame so ähnlich, daß diese Ihnen sogar einen in guter Gchll- schäft sehr kompromittirenden Gruß zunikt."
Der arme Anton ließ Alles über sich ergeben, ja Lucie ’ hätte ihm ungestraft noch Schlimmeres sagen bürfen, beim ein flüchtiger Seitenblick, den er gewagt, und das Rauschen einer Schleppe weissagte ihm nahendes Unheil. D '
Jedenfalls hatte das andere ihnen entgegenkdWMM Paar bald hinter ihnen sich ebenfalls gewendet und ging mm in gleicher Richung dtz Allee MückiW
Und so war es auch.
- Wenn indessen Antons aufgeregte Phantasie ihm auch allerlei Schreckbilder voraesvieaelt, fv reichten dieselben dock
gütigen nimmt entgegen: ^Expedition d.Blatte», Med.Llnnoncen-Bureai— to Th. Dietrich & Co. ifcl u d Hannover; T ütrich in Jranlfurt a M «asenftein & Vogler gmtfurt a M., Berli »pzig, Cöln ic.; Rudo, toffe in Berlin, Frank-
- fiat o. M. ic.
Wenn die Erde sich geöffnet, der Hum die Stimme eines Erzengels das Nahen ganges verkündigt, Anton hätte nickt-tiefer davon erschüttert sei« können, als er es beim Kange der sanften Frauenstimme war, welche eben zu ihm so freundliche Worte ge- ' Mochkn. Diese schienen übrigens eine ähnliche Wirkung
M'erhkMsche ZeWM
' und deren Gratisbeilage -Kümö'
Mttstrivtes Lonntagsblatt itten wir bei den Poftanstaltev (auf dem lanbe bei den öa«dpostbste») baldigst machen
Eine vrautsahrt.
Novelle von Ernst v. Waldow-
(Fortsetzung.)
Anton zuckte unwillkürlich zusammen; als er aber der tone in Blau einen scharfen prüfenden Blick zuwerfend, > ihr seine Reisegesellschasterin unbestritten »iebererfaimte tote er kaum einen Ausruf des Pergers unterdrücken to seine Wangen sackten sich purpurn.
Lucie, beten Abneigung gegen ben „Krötenwieser" sich >ch burch besten kühle Zurückhaltung merklich gesteigert tte, empfand estte nicht geringe Freube, als sie ben Plan iaienborfs durchschaute. Das war wirklich eine superbe kberraschung, welche ihr ber liebenbe Lieutenant bereitet.
Ihre scharfen Blicke hafteten unbarmherzig, -ist Arckons Kühlen Wangen, wäbrend sie spöttisch sagte:
„Ab, sieh ba: Also bas ist bie berüchtigte Fiuette — chrhaftig diese Person hat eine frappante Aehnlichkeit it ber Dame, welche , an Ihrem Arme hing, als ich das ttgnügen hatte, Sie zum ersten Male auf bem Perron ks Dresdener Bahnhofes zu sehen.
Anton erwiderte nichts — er wünschte sich in diesem •genblicke tausend Mellen weit fort und würde bie Kff-
W Politische Wochett-Ueberficht.
> Die Reise des Herrn v. Bennigsen nach Varzin bildet ■I Ah in der abgelaufenen Festwoche ben Hauptgegenftand n Besprechung in ber deutschen Presse. Journale, welche cts gut unterrichtet sind, bemühen sich, bie mannigfachen
• - ftrüchte richtig zu stellen. Sv mdbete bie „9t. Pr. Ztg.." 23 ® dieser Beziehung: „Je weniger posittves Material zur " Kirtheilung ber Varziner Besprechungen vorliegt, besto Seiger wuchert ber politische Klatsch. Bekannt ist, baß
er Reichskanzler Fürst Bismarck seit zehn Jahren zu Herrn _ . Bennigsen in nahen Beziehungen steht, imb deshalb hat
je jetzige Begegnung in Varzin, bas Herrn v. Bennigsen icht zum ersten Male sieht, an sich nichts Auffallenbes. loch weniger wird ohne Weiteres zu folgern fein, daß tr Präsident des Abgeordnetenhauses jetzt bestimmte Aus- chten auf em Portefeuille habe. Der Reichskanzler tritt ■ mnuthlich spätestens beim Beginn des Reichstags in seine -icschafte wieder ein, unb es wird ihm baran liegen, früh i wissen, tote sich bie politischen Freunde des Herrn von tomigien zur Reichsregierung zu stellen beabstchttgen. jur Reise nach Varzin veranlaßte der Fürst seine natio- Wlliberalen Vertrauensmänner wohl haupstächlich, um sich Perhaupt möglichst vollständig über bie Stimmungen unb »sichten der verschiedenen Parteien unterrichten zu lassen. Pich Herr v. Bennigsen nicht sein Lebtag Landesbirector Ito Hannover bleiben wirb, sehen auch wir als möglich, Mar'als wahrscheinlich an." — Die „Norbb, Allg. Ztg.", Mche eine Zusammenstellung ber hierher gehörigen Aeuße- mgen ber hervorragenden Berliner Zeitungen gibt, be- ■ mit in Bezug auf die nationalliberale Partei, daß bie 5? Parteipolitiker" derselben keine Canbibaten zum Minister-
wd Ich weiß, wo ich Herrn Schmitt hier, ller M gleich so bekannt vorkam, schon einmal gesehen Me — hm —hm."
„Ich glaube, es ist Zeit, daß wir den Rückweg antreten," sagte endlich die Rächin mit strenger Stimme und setzte sich langsam in -öetoeguttg. t-tti/z -
Man legte den Weg, sehr schweigsam geworden, zurück, und erst an dem Hause angelangt, wo die Damen Lauer wohnten, wurden einige, auf bie abendliche Reunion bezügliche Worte gewechselt. -- *• . iiiwil
Anton wußte kaum wie er hereingekommen imb hatte nur anzugeben vermocht, daß dies sehr schnell geschehen. Auch war es gut, baß später ihn seine freundliche Wirthin baraus aufmerksam machte, daß seine Kravaue schief sitze unb er in ber Zerstreuung einen grauen unb einen gelben Handschuh genommen habe.
. Um ben zürnenden Damen keinen neuen Anlaß zur Unzuftiedmheit zu geben, fand er sich so pünkllich in bem Kursale ein, daß er sich anfangs fast allein in bem großen, schönen Saale befahb unb Mühe hatte, die Eintretenben einer genauen Musterung zu unterziehen. Freilich fehlte bazu bem guten Anton die nöthige Gemükhsmhe, beim er hatte sich noch keineswegs über den ärgerlichen Vorfall beruhigt.
Am liebsten hätte er der Cabinetsräthin eine ganz offene Msttheilung über die Art und Weise feiner Bekanntschaft mit dieser Tugend heuchelnden Ballerina gemacht. Aber er fürchtete nicht ganz mit Unrecht, daß er alSoann dar Fluch der Lächerlichkeit auf sich laten würde, unb bagegen sträubte sich seine männliche Eitelkeit. Der Bruder Fi-
Die Generalräthe Frankreichs traten am 21. De- cember zusammen. Den Kreis Belfort und Algerien mit- gerechnet, hat Frankreich 90 Generalräthe; davon wählten 50 republikanische, 40 dagegen konservative Vorsitzende. Auf ben 6. Januar finb in Frankreich bie GemeinberatH- wahlen ausgeschrieben. Am 23. HXbesuchteMar Mahon bie Arbeiten zur Weltausstellung, die noch sehr zurück sind; als ber Präsident HeD Republik jebodf die BeDrchrmtg auS- sprach, matt möchte bis zum 4. Mai 1878 nicht fertig t werden, entgegnete Krantz, der Direktor der Ausstellung, er werde Tag unb Nacht, unb zwar Nachts bei elektrische» Lichte arbeiten lassen unb pünktlich mit Allem bereit sein. Seit Ruhe in bie Gemüther zurückgekehrt ist, finb auch die Geschäfte wieder flüssig geworden. Unter diesen Eindrücken wurden bie Weihnachten in Paris fröhlicher als seit 1870 begangen. Der Bewegung im Verwaltungspersonale wick auch eine im diplomatischen Corps folgen, doch nicht eine solche mit einem gewaltigen Schlage. Zunächst wurde der Wechsel in Berlin vollzogen, wo Graf Saint-Ballier den Vicomte Gontaut-Biron ablöst.
Vor dem Zusammentritt des englischen Parlaments, dessen Einberufung zum 17 Januar nunmehr offiziell durch die amtliche Gazette angezeigt wird, haben wir schwerlich eingehende Aufschlüsse über Englands Absichten im Orient, sowie über das Ziel seiner angeblichen Rüstungen zu erwarten. Nur so viel scheint festzustehen, daß auch Englaich das türkische Rundschreiben nicht als denjenigen Boden betrachtet, auf dem sich passender Weise Friedensverhanblungep mit Rußland anknüpfen ließen. s
Das dänische Folkething hat das Fortbestehen dos vom Ministerium aufgestellten provisorischen Budgets, da das eigentliche Finanzgesetz noch nicht zu Stande gekommen ist, über Neujahr hinaus, bis zum Schlüsse des Finanzjahres, d. h. bis zum 31. März 1878, in dritter 2e|ung genehmigt unb hält jetzt Weihnachtsferien bis zum 8. Januar.
Größere Ereignisse auf bem orientalischen Kriegsschauplätze hat bie verflossene Woche ebensowenig gebracht, wie eine Entscheibung über Krieg unb Frieben. Während bie Mächte über ihre Behandlung des türttschen Rundschreibens noch immer teilten Entschluß gefaßt zu haben scheinen, sind in der Bulgarei blos ausgedehntere Truppenverschiebungen von Statten gegangen, so weit eben chic Witterung dieses erlaubte. Bei Plenum verblieb nur da« vierte russische Corps und ein Theil der Rumänen. Während aber die übrigen Truppen theils nach Orchanie, theils gegen Rust- schnk abmarschirten, hat Suleiman einen Theil feiner ost- bulgarischen Armee zum Schutze der Hauptstadt nach Ru- melien geschafft unb alsdann bei ben Kriegsberathungen in Konstantinopel die Partei des Wiberstandes bis zum Aeu- ber Rächin, bie wie weilanb Lot'S Weib sich umgewendet hatte unb stchen geblieben war — hingen noch immer starr an bem zukünftigen Schwiegersöhne — „dem Tugend- muster", unb Lieutenant Maienborf flüsterte verlegen lächelnd: ________ ..... __
i C-t glUtirÜUtg, Sonntag, 30. December XII Jühraaua.
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Erscheint täglich außer an dm Werttagen nach Sonn- und Fetertagem Preis für das Quartal mit der wöchentlichen Beilage „JSustrirtetz S-nntagSblatt" durch die Expedition (Koch'sche Buchdruckerei- bezogen Mark, durch die Postämter des Deutschen Reiches 2 Mark 50 Pfg. (excl. Bestellgebühr). — Jnsetttonsgebühr für die gespaltene Zeile 10 «fa W W
Für in der Expedition zu ertheilende Auskunft und Annahme von Adressen werden 25 Pfa. berechnet. 7* ... .
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•Ser Brunnenpromenade gern gegflpMe,sibirische SttM tauscht haben. Acht «Sven Beide " schon ,gauz imhe —" athmete hörbar.— nun, vielleicht erkannte sie ilm ,nicht wenn dies selbst. der Hwll wäre, viesteichk- bes-Pffie six
8 Taktgefühl, ihre Beka-mffchaft zu igucriretf. , . Ah — da waren sie: Hauptmänst^ HelKrst s längliches, leberfarbenes, blastrtes Antktz all, um bie Wien Lauer nicht grüßen zu müssen; bie Tänzerin aber Prenirtr die Rächin unb Lucie flüchtig und bann — k überrascht in Anton einen Bekannten erkennend, lsickte diesem einen ^endlichen Gruß zu. ' ' _________ wv.lt)viw
I ^Kennen Sie biese Person? fragte Lucie, unwillkürlich I auch auf die Uebrigen ausgeübt zu haben, denn die Blicke