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«es hinzufügenb^Ein reiches Muttersöhnchen, reist zu stinem Vergnügen — na, da kann der Annen, luftigen
tische Grenadier-Regiment.
Das Bureau Hirsch bringt folgende Depesche:
Bukarest, 11. Decbr. Die Türken verloren in der gestrigen Schlacht 10,000 Mann an Todten und Verwundeten. 40,000 Mann wurden bei der Kapitulation von Plewna gefangen genommen. Der Czar wird demnächst nach Petersburg zurückkehren. .
kost.
London, 11. Dec. Die heutigen Morgenblätter rächen der Pforte, nach dem Falle Plewnas Frieden zu schließen. „Times" erachtet den Augenblick als günstig für eine Mediation und hofft, die britische Regierung werde in dieser
Neueste Kriegsnachrichten:
Konstantinopel, 10. Dec. Der serbische Agent I Christic erhielt von seiner Regierung ein Telegramm, worin entschieden dementirt wird, daß die serbischen Truppen an irgend einem Punkte die Grenze überschritten hätten. Reus Pascha ist heute interimistisch an Stelle Mustapha Paschas zum Kriegsminister ernannt worden.
Konstantinopel, 10. Dec. Der neuernannte interimistische Kriegsminister Rens Pascha ist hier eingetroffen, hat sich im Seraskierat installirt und die Geschäfte des Ministeriums übernommen. Mustapha Pascha ist zum Commandanten der Bürgergarde ernannt. — Nachrichten aus Rustschuk vom 9. zufolge dauert das Bombardement zwischen Rustschuk und Giurgewo unausgesetzt fort. Mehrere türkische Monitors wurden bei einer Recognoscirungs- fahrt von einer russischen Abtheilung aus Kadiköi mit 3 Geschützen angegriffen; der Monitor „Fethi Jslam^wurde von zwei Kugeln getroffen, ohne jedoch größeren Schaden für Schiff oder Mannschaft zu erleiden.
Wien, 10. Dec. Die „Pol. Corr." meldet aus Belgrad, daß der Krieg gegen die Türkei nunmehr nur noch eine Frage von Tagen sei. Mit dem russischen Hauptquartier seien Verhandlungen wegen des serbischen Operationsplans im Gange. Nächstens erfolge die Veröffentlichung diplo- matischer Aktenstücke bezüglich des Verhältnisses Serbiens zur Pforte. Serbien wird 84 Bataillone in's Feld stellen.
I Gestern ist im Lager zu Kragujewatz in Folge kommunistischer und konservativer Umtriebe eine Meuterei ausgc- brochen. Der Minister-rath beschloß energische Maßregeln; der Commandant des Schumadja - Corps wurde mit zwei
I Bataillonen und vier Batterien nach Kragujewatz entsendet, I; wohin auch von Semendria Truppen abgingen. Die i „Pol. Corr." meldet ferner aus Cattaro: Drei neue tür- ' kische Kriegsschiffe sind vor Antivari eingetroffen, welche das Fort Golobrdo beschossen und am 9. Abends wieder
I südlich abdampsten. . ..
I; Bukarest, 11. Dec. Weiteren hier vorliegenden Mel- L düngen zufolge hatte Osman Pascha den Versuch eines ! Durchbruches nach Widdin hin gemacht, mußte aber nach ! tapferem Kampf, da er selbst schwer verwundet war, die V Waffen strecken. Gestern Abend wurde hier mit Einbruch der Dunkelheit eine freiwillige Illumination veranstallet; verschiedene Deputattonen, darunter auch deutsche, zogen I, mit Musik und Fahnen, die russische Nattonal-Hymne in- I tonirend, zur Wohnung des Reichskanzlers Fürsten Gortscha-
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Novelle von Ernst v- Waldow.
(Forisetzmig.)
Teutsches Reich. ' '
©erlitt, 11. Dec. Heute findet eine vertrauliche Sitzung des Staatsministeriums statt. Bei dieser Bera- thung wird bekanntlich weder ein.Rach des Staatsministeriums noch ein anderer ComnussawtS zugezvgeu. — Bei der Beratbung der Kreisordnung und der ersten Ausfüh- i rung derselben, wurde bekanntlich vielfach die Besorgniß laut, daß die Amtsvorsteher nach Ablauf der dreijährigen Frist, auf welche sie ihre Funktionen übernehmen mußten, sich von denselben loszumachen suchen würdejz. .Die Er- !. fahrung hat diese Besorgniß nicht bestätigt. Aus eingc-
Den Damen gegenüber wurde ihm ein zurückhaltendes Benehmen leicht, denn er brauchte sich bloß an die. schnöde 'Abweisung seiner freundlichen Ansprache durch die Milzsüchtige zu erinnern, um von jeder Idee, mit einer Repräsentantin des schönen Geschlechts eine freie Conversachon anzuknüpfen, schaudernd abstehen.
Nichtsdestoweniger konnte er sich nicht enthalte,^ aus seiner sicheren Ecke her, nachdem er der Hutschachtel nyck einen letzten Seufzer gewidmet, prüfende Blicke ans die beiden Damen zu werfen, die einander ebenfalls cuetv Musterung zu unterziehen schienen, welche unbefriedigt ausgefallen sein mochte, nach dem Gesicbrsausdrtttk einer gefreit zu schließen.
Die Kleine mit der rvtüeN Feder, hübsch und inug mit blitzenden schwarzen Augen, niedlicher «tumpmase und etwas gelblichetn Taint, trug ein gefärbtes, Helles. Atlaskleid mit langer Schleppe; darüber, trotz der sommerlichen Hitze, ein kurzes Sammctjäckchen, das sich zierlich an dieÄppigen Formen der Figur schmiegte.
Jedem Andern, als dem gutem Anton, wäre diese imi- ttrte Eleganz mehr als verdächtig..gewchn, aber weder die gewaschenen Hellen Handschuhe der Dame, noch der etwas ausgefaserte und beschmutzte Laum de« Gswcindes, erregten in ihm den geringsten Argwohn in die Solidität und Noblesse der Trägerin. Er hatte ja eben noch nicht den „bösen Blick" der Weltmenschen für Dergleichen.
So nahm er, ^blendet durch den reichen Faltenwurf des blauen Ätlasgewandes, selbst die nachgemacbte Korallenkette, welche auf den Sammet des Paletots fiel, für echt, und durch die Farbe des Kleies und den aristokratischen Anstrich in „Stimmung" gebracht, schloß, er die Augen, und in jenen Lämwerhafteu Zustand zwischen -Schla; und Wachen verfallend, sttegen Bilder aus der Heimakh in ihm auf — liebe, tränte Bilder! (Forts, f.)
Ramsell geholfen werben!" ■ * s -
Der Mann hatte nämlich zwei Minuten vor^r von einer sehr hübschen jungen Dame, welche energisch gegen ihre Unierbrittgun im Damen-Coupö protefttrt Hatte, eben- , tzlls ein DEceur mit der Bitte um „recht gute Reisege- M^schaft" erhalten. ' Und wenn es auch nur ein Zwetgro- nstück gewesen war, so hatte die Weine doch so lusttg
I Richtung Schritte thun. „Daily Telegraph" befürwortet I eine gemeinsame Mediation der Großmächte. „Standard I und „Morning-Post" hegen ernste Besorgnisse für die.Gefährdung von Englands Interessen. Letztere plardirt für eine Intervention Englands zu Gunsten der Türkei.
Bukarest, 11. Dec. Heute Mittag hat ist'den hiesigen Kirchen ein feierliches Tedeum stattgefunden, welchem der Reichskanzler Fürst Gortschakoff und die 'Rumänischen Behörden beiwohnten.
L Petersburg, 11. TM Dste Mgence Stusse" bemerkt anderweitigen Gerüchten g^enüber, durch den Fall von Plewna werde, selbst wenn her Beginn von Verhandlungen zwischen der Pforte nud Rußland eintrete, hie Fortsetzung der Feindseligkeiten nicht aMehalten^
Petersburg, 11. Dec. Officiell wird aus Bogot vom 10. d. gemeldet: .heute Morgen 7'/? Uhr griff die gesummte Armee Osman Paskas unser Grenadier-Corps an, um unsere CerniriMslinie am linken Ufer des Wid zu durchbrechen. Der Angriff erfolgte Mitt verzweifelter Energie; ein Theil der Türken drang sogar in unsere : Trancheen und Batterien. Alle Versuche jedoch, die Stel- ■ lungen der Grenadiere zu durchbrechen, waren vergeblich. ! Nach einem fünfstündigen heißen Kampfe wurden die : Türken geworfen. Von allen Seiten umzingelt, ergab sich ; - der tapfere Vertheidiger von Plewna mit seiner ganzen Armee. Die Anzahl-der Gefangenen und Trophäen genau anzugeben ist unmöglich. Jedoch Alles, was in Plewna ist, befindet sich in nnsereii Händen. Unsere Verluste sind, im Verhältnisse zu dem Erfolge nicht groß; ammeisten litten das Astrachan'sche, das Sibirische und das Samoge-
T«gesberich1.
4 Muf eine Anfrage in der Etatsgruppe des Abgeord- Mdauses für den Eisenbahnetat ist folgende Antwort er- tt worden: Der Staatsregierung ist nicht bekaimt ge- sten, daß Diebstähle, insbesondere an Materialien, welche ut Eisenbahnbetriebe benutzt werden, überhand nehmen, i Eisenbabnverlvattungen sind allgemein angewicsm, in m Falle' des Diebstahls oder der Unterschlagung an Kratern alle gesetzlichen Mittel zur Feststellung des estandes und zur Entdeckung des Thäters anzuwenden namentlich eine sorgfältige Untersuchung auch dann treten zu lassen, wenn für den subjektiven Thatbestaud mqlich keine oder nur unzureichende Umstände vvrzu- m scheinen. Zugleich ist eine schleunige Kommunikation oen Ortspolizeibehördm und nöthigen Falls mit den utsanwaltschaften wiederholt allgemein zur Pflicht ge- l In besonderen Fällen sind einzelne Verwaltungen g£ätigt worden, Prämien für die Entdeckung der Diebe
setzen.
Nach einer Depesche des Büreau Hirsch vom 10. d. | oas" Befinden des Papstes seit Sonntag wegen emge- ..er Athembeschwerden sehr bedenklich sein. Wir wollen beifüaen, daß nach den.Informationen, die uns heute Courier d'Jtalie" vermittelt, der Zustand des Papstes "so qesährlicher ist, um die im Umlauf befindlichen alar- ...den Gerüchte zu rechtfertigen. Gleichwohl hat die tta- ische Regierung die militärischen und politischen Behörden den Todesfall des Papstes bereits mit Weisungen ver- r. Die Vertreter der Mächte sind über die getroffenen »ßregeln unterrichtet worden.
Prompt, wie es vorhergesagt war, ist Plewna am 10. „er gefallen. Nach heißem fünfftündigen Kampfe hat Osman Pascha mit seiner ganzen Armee bedingimgslos Russen übergeben. Obgleich der Besitz von Pllwna sich den Russen kaum irgend welche Vortheile bieten • ich ift doch das Ereignrß von hoher, ja enycheiden- Bedeutung und es kann sowohl in Konstanttnopel wie London den Impuls zu gewaltigen Gefuhlsausbruchen n, wie wir sie vielleicht seit Begimr des Krieges noch gesehen haben. Die vorsichtigeren englischen Blatter .lmen energisch zur FriedenSvennittelung, andere verlatWN jene Intervention. Vermuthttch wird mdeß auch der Fall - Plewna der englischen Regierung oder besser der hinter std Derby stehe,iden Majorität des Kabmets keinen An- h geben, ihre bisherige Politik zu ändem.
dabei gelackt, daß sein weiches Herz unter dem rauhen Gewände einer Skaatsbeamten-Uniform gerührt worden und er beschlossen hatte, hier „Schicksal" zu spielen.
So schob er denn auch nach kurzer Ueberlegung unsern Anton sammt dessen dicker Reisetasche, für welche oben noch genügend Platz war, da die Gesellschaft nur aus zwei Damen und einem blonden Herrn bestand, in das Coupe für „Nichtraucher" und empfing von der hübschen Dame auf deren ungeheuerlichem Chignon ein kleines chinesisches Hütchen mit rother Feder dabei kokett hin und her schwankte ein dankendes Kopftnken, welches ein vielsagender Blick begleitete. _
Der Zug hatte sich nach Erledigung der üblichen Formalitäten in Bewegung gesetzt, als Anton — man kann eben nicht behaupten zur rechten Zeit — seine Hutschachtel mit dem neuen Hute vermißte, und sich nun plötzlich sehr genau erinnerte, wo er dieselbe gelassen. - --
Daß dies nirgend anders als in dem eben verlassenen Coups geschehen und die unzweifelhafte Entdeckung dieses Fattums sicher zur hohen Befriedigung der moquanten Reisegesellschaft gereichen würde, vermehrte noch seinen Aerger, und er machte plötzlich die verdrießliche Entdeckung — da er sich stets, wenn auch gerade nicht für ein Genie, fo doch für einen Menschen mit vollständig normaler Gehirnfunktion und im Besitz dessen, was man „Weltbildung" nennt, gehalten, daß er sich eigentlich im Ganzen heute höchst albern benommen habe, und jene Leute nicht so ganz zn verdammen seien, wenn sie ihn dem analog behandelt.
Zur Strafe dafür beschloß er denn auch, sich von nun an Zwang aufzuerlegen und sich zu bemühen, eben so uw nahbar und gelangweilt dazusitzen, wie er es von Andern aeseljen, und jetzt wieder von dem Hern, in der Ecke, sah, ter mit halb zugekniffenen Augen Schlaf heuchelte^ um nicht angesprochen zu werben.
tUytigen nimmt entgegen: Mt erbitten d.BlatteS, sowie dAiinoncen-Buriauk voi G L. Daube & So. ift Frankfurt a. M.; Jäger'läie Buchbandlunz daselbst; Herma»».,che Buchhandl. daselbst; Jnpalidcndank in Mrlln; M Tbienes m Elberfeld; 6- SchtMe in ' Bremen
_ In demselben Augenblicke sprach dieser, die lateinische - echrift von dem Perlmutterpapier entziffernd.
« „Ober-Regierungsrath Hart, Berlin. _,
• Fünf Minuten darauf wandte sich Herr Anton ^chmttl M Haus Krötenwiese bei Hahnau - ?mn wir Md ja jetzt gleichfalls In der glücklichen Lage, 1 einem Namm 3u lernten - an einen ber vor bem_neincn, nack Görlitz be- fanmten Zuge herscklendernden edjarfner, unb dem,ecken ent Achtqrosckenstück in die Hand druckend, bat er, ihm j in Coup« welches nicht so überfüllt sei und mit womog- i6 guter Reisegesellschaft anzuweisen.
■ ■ Der erfahrene Beamte warf einen prüfenden Blick auf kie wenn auch einfache, so doch modische und elegante K er. Dung des Fremden, auf dessen blühende Gesichtsfarbe und sie gefüllte Reisetasche, dann übersetzte er sich vt seine Lpracke, was für den jungen Herrn wohl „gute Rerfe- : Nfellschast" bedeute, und als er zu diesem Resultate gkkom- »en war, schmunzelte er freundlich:
2 Wird besorgt werden" für sich, nach einem aberma- S ügeii Druck auf den ausgeprägten Raub des Achtgros chen-
. nimmt entgegen: 1? Leditionb.Vkatte«, 17 ^Annoncen-Bureauk öi Dietrich & Co. in
«• «j «id Hannover-
* «tintirankfukta.M.;
U Mn & Äogler in A Lt ° M., B-riin, W ÄCöln 1C.; Rudolf ■ Ptn Berlin, Frank- 4 jurt e. M- ic.
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