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dm letzten Worten jagte. — Sie war ihm allo nicht gleich- , gültig; aber auch Daneel hatte, vermöge seiner Wahlgesetz- ! ten Redeweise, al« auch seiner persönlichen Erscheinung, ! welche allerdings die eines kräftigen ManneS war, auf fie wohl einen @inbtL<f nicht verfehlt. — Wenn auch Dmeel eine vollkommene V-rbrechernatur war und das Brandmal seiner Verworfenheit aus seinem Gesicht sich ausprägte, so besaß der gewandte Bösewicht doch Gewalt geaug, seinem G-sichte die MaSke des besten Menschen zn leihen und die Rauheit und Brutalität seines WesenS geschickt hinter schönen and gewählten Redensarten zu verbergen; genug, das klopfende Herz Gertrudens sagte ihr, daß fie diesem Manne wohl ihr Leben weihen könnte. @ta gleiche- aber war e» bet Daneel; ja, dieser ging, von der U-berwallnag seiner Gefüh e getrieben, so rcdt, daß er sich gestand, Gertruden zu Liebe würde er selbst ein Verbrecherseben aufgeben und wieder ein besserer Mensch werben können I —
Unter diesen Gedanken und Betrachtungen waren Beide bis an da- Borwerk gelangt, wo Gertrudens Eltern wohnten Man trat ein und Vater und Mutter freuten sich herzlich über die Rückkehr der Tochter und hießen den Fremdling freundlich willkommen. Denn obgleich Daneel auch mei- lenweit in der Umgegend bekannt, berüchtigt und gefürchtet «ar, so kannten ihn doch nur sehr wenige von Person, da er seinen Wald selten verließ mA daselbst fast immer in seiner scheußlich« „schwarze Stier"«Gestalt, außer bem Walde aber mit dieser Umhüllung ans seinem kohlschwaiym Pferde sich zeigte, waß der ganzen Erscheinung ein wahrhaft gräßliches, mehr als teoflifchkS Ansehen gab. Ohne diele W'tamarp^ose konnte er also sich getrost in die Et dte u b Dörfer wagen, ohne Furcht von ben Leuten «rkannt zu «erden, weshalb denn auch Daneel hier im Hause deS Pächter« ganz ungmirt sich bewegte.
Nachdem der Vater Gettmdsu», ehremunther, beult
k den Monat Deeembee werden auf die Oberhessische Zeitung" nebst Gratis- e „Jllustrirtes Sonntagsblatt" von sämmt- Postanstalten Bestellungen entgegengenom- ebenso in Marburg von der Expedition.
SSO. K nüJffosndieW Marburg, Freitag, 80. November 1877.
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sich in auffälliger Weise an ben Grenzen Serbiens sammeln, mit der ausgesprochenen Absicht, in bk verhältnißmäßig noch wohlhabende Kreise Serbiens plündernd einzudrtngen. Die Pascha's kö n« dem nicht wehren oder geben dies wenigftevS vor. Die Bewohner' der im vorigen Jahre un» bcrührteu Grenzgebiete Serbiens, die bisher ganz besonders gegen den Krieg waren, verlangen jetzt dringend nach Militär und Waffen. Der Krieg ist unvermeidlich, so sehr noch vor einigen Wochen wenigstens für die nächste Zeit das Geg«theil angenommen werd« mußte. —' Ein kleines Vorspiel zum Krieg hat nach den neuesten Depesch« schon begonnen. Lol
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Neueste Kriegsnachrichten:
Petersburg, 27. Nov. Aus vogot vom Heutig« wird officiell gemeldet: Am 25. b. kamen von verditza aus aus der Straße nach Helma gegen 5000 Mann regulärer Infanterie und 1000 Baschi-BozukS und Tscherkeffe», zündeten die Dörfer Jgnatowzi und Mikowzi an und zogen sich darauf wieder zurück."— Am 25. griff« 2 Tabor« und 3 Escadronm Kavallerie auf der Straße von Schmnla unsere vorderen Positionen bei Ko watschi tzi an. Acht Kompagnien deS Regiments Usting mit 8 Geschützen und 3 EScadronm der Tfchugujewschen Ulanen warfen die Türken zurück, brachten ihnen große Verluste bet und verfolgten sie über Polomaeza und Grajewo bis hinter d« schwarzen Lom. An der Verfolgung nahmen auch 2 Sot- nlcn Kosaken theil. Unser Verlust beträgt 2 Tobte und 9 Verwundete.
Petersburg, 28. Nov. Officiell wird au« Bogot vom 27. d. gemeldet: Am 26. d., MorgmS 9 Uhr, griff« die Türken mit großen Kräften unsere befestigt« Position« bei Trostmik und Metschka an. Nach einem sechsstündig« heißen Kampfe schlugen die Truppen unter d«n Großfürsten Wladimir Alkxmdtowilsch den Feind glänzend zurück, et- griff« ihrerseits die Offensive und verfolgt« b« Feind bis zum Eintritt vollständizer Dunkelheit ungeachtet deS writ treffend« F-uerS der türkischen Artillerie, die d« Rückzug deckt«. Am hartnäckigsten verfolgten dm Feind das ukrainische und das beflarabische Regiment. Die As- faire «ar ernst und für daS 12. Corps glorreich. Die Türk« griff« äußerst hartnäckig an; fie näherten sich bis auf 100 Schritte unseren Batteri« und erlitt« in Folge besten große Verluste. Eine Maffe tobtet Blieb auf dem Kampfplätze, einige Verwundete würben von uns gefangen genommen. Unser Verlust beträgt gegen 300 Mann, darunter leider viele Offiziere des ukrainischen Regiment-. Der Kaiser verlieh für diese Affaire chem MvMrstm Wladimir den G orgS Orden UL Klaffe. — Am 26. November rückten tü ktscke Abtheilurigen ge en PvloMaeza vor.
Veisügung zu stellen." Er bez ugie hiermit — so hebt die Provinzial-Korrespondenz hervor — auch seinerseits ausdrücklich, in welchem Sinne die damalige Mehrheit dte Beschlagnahme beschloß. DaS sind die thatsächlichen und gesetzlichen Grundlagen der Stellung der Staatsregierung in Bezug auf die Verwaltung und Verwendung des Wel- senfonds.
Die „Gort. Elefant" bringt über b« Zustand PiuS IX. folgende Nachricht Der Papst b-findet sich feit einigen unwohler, und sind deßhalb die üblicher Empfänge einge stellt. Gestern (24 ) empfing er nur einige Kardinäle und enthielt sich aller Geschäfte. Der Kardinal > Staatssekretär Stmeoni hat den Nuntien mitgetheilt, daß die Berufung des Professors Banzttti von Padua nach Rom zur Kon sullation über ben Zustand be» Papste» nichts Schlimmes bebeute. — Der Papst hat die letzte Nacht ziemlich ruhig geschlafen. Er erhob sich diesen Morgen und beschäftigte sich ein wenig mit Simeoni. Er ist aber sehr schwach. Alle auswärtigen Kardinäle haben über den Zustand be« Papstes unterrichtet zu werden verlangt.
Am Lom Hoden scharfe RecognoScirung« und heftige Gefechte sttttzefundev; die Angriffe wurdm von b« Türk« eitigeleitet und von den Ruff« überall siegreich zurückze schlagen. ES scheint, als ob Suleimrn Pascha von hier aus den schwachen Versuch machen will, Osman Pascha za degagiren, nachdem der Vorstoß der Südarmee Mehe- med 91P3 — wenn er überhaupt eine Armee hat — mißlungen ist.
„Daily News" erfährt aus Bukarest vom 25 Novbr. Abends, die Gerüchte über ein KapitulationS - Erbieten Osman Pascha's seien bis dahin nicht bestätigt worden. „Dennoch — bemerkt der Korrespondent — ist der allgemeine Eindruck hier der, das Ende werbe in wenigen Tagen da sein. U-berläufe geschehen häufte er als früher und vie Leute, den« es gelingt, die russischen ober rumänischen Linien zu erreichen, kommen ohne Ausnahme in verhunger t m Zustaude an."
Aus Belgrad, 26. Nov-mber, 9 Uhr Morgens, meldet die Preffr: Die Situation hat plötzlich umgeschlagen. Bis spät in die Nacht fand beim Fürsten ein Ministerkonseil statt. Die KorpSkommandantea Nikolics am Javor, Lisch- jenin an der Morawa und HorvatovirS am Timok melvm übereinstimmend, daß sowohl Hafiz Pascha, als auch Mehe- med Ali sehr wenig RedisS und noch weniger NizamS bisher gesammelt haben, daß aber umsomehr MustofiS, Jhtchod und besonder» BaschibozukS sich von überall und insbesondere vom Schipkapaß aus Reouf Pascha's Lager und anS BcSni« von JSmed und Masar Pascha desertiren und
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in Frankfurt a.M.; ein & Bögler in Gtfurt a. M., Berlin, Eg CSln io.; Rudolf M in Berlin, Frank- ' furt a. M- rc.
Oie „Prov. Corresp/ recapitulirt die parlamentarischen dlung« über den Welf«fondS aus dem Jahre 1867. reprodicirt u. A. au» der Budgeikommisston, in wel He Verordnung über die Beschlagnahme des Vermögens vormalig« Königs von Hannover berathen und ge» wurde, eine Erklärung des Fürst« Bismarck, wel- I-gte: „3n keinem Falle dürfe man sich der Beforgniß n, daß die StaatSregierung etwa beabsichtige, zur ung der Revevüm eine Sprrkaffe für die Belhei a« zulegen; nützliche Verwendung« namentlich im effe bet La-rde-theile, welche die depoffedirten Fürsten bcherrfchten, würden stch immer finden laflen." 8 ftttr theilt sie au« den Verhandlung« im Plenum noch tze «eußernngm einzelner Abgeordneten mit. Der Ab nlnete von Eybel sagte bei Empfehlung drr Regierung« liege: „Ich verzichte auf mein« Wu-nsch, baß die Zinsen I Vermögens, soweit dieseib« nicht zur Abwehr gegen \ i i Umtriebe benutzt werden, der Staatskasse znfleßen; ich \ tzchte aber mit leichtem Gemüth darauf, weil ich aus WVerhandlungen selbst ent ommen habe, lnß bet lieber , bet nicht durch tie Äbwehrmaßregeln absorbirt wird, ch ein sehr geringfügiger ist." BesoM»er« bezeichnend e«, faß auch der damalige bedeutendste Führer der chM-partei, „der alte Waldeck', nicht blos für die hme an und sür sich eintrat, sondern ausdrück- *rerde*# taranf hiowieS, daß et eS trotz der Bestimmung der infte zu einem geheimen Fonds für die Regierung thue. hob bann hervor, daß er sonst immer ein Gegner aller Fond» gewesen sei, und fuhr dann fort: „Wenn deffen ungeachtet und ungeachtet der Bestimmung sür Gesetz stimmen kann, so Schicht daS, well mich das angeht, so lange dieser Fonds nicht wieder mit ua- StaatSvermögm vereinigt ist und also zu unserem gehört. WaS also währ«d dieser Zeit mit diesem geschieht, darüber habe ich vor der Hand weiter zu tag«/ Vergeblich trat der Abgeordnete Dr. w, seinem „altrn und bewährt« Freunde Waldeck' und erklätte, daß e» sein politisches Urtheil völlig . „wie überhaupt ein großer Theil der liberalen cktionm seine Zustimmung geben könne, der Regierung große Summ« für absolut nnetfiidliche Zwecke zur
Set schwarze Stier.
Srzählung von Rudolph Wellna«.
(Fortsetzung.)
L^r werdet doch über Rächt bei im« bleib«?' beim jetzt da« Mädchen wieder. ~
l»®o» ist mir nicht möglich/ entgegnete Daneel, „ich »och wieder zurück/ .. .
e« wird ja bald Ab«d werd«; e« dämmert , und Ihr müßtet zur Rächt den Weg allein durch Wald mach«/ , ,
„Thnt nicht» Kindl' lächelte Daneel, »wer, wie ich, rte Zett bei den Söldne« in MagdBurg zubrachre, nicht so furchtsam und käme der Teufel selbst und doch Ihr erschreckt/ —
Da« Mädchen schlug wieder ängstlich da» Krenz und sich von Neuem furchtsam um. —
»Ihr erinnert mich wieder an d« .schwarz« Stier', aus einem kohlschwarzen Roffe wirklich wie der reitmde tfeibeinr» au«seh« soll!* sprach schaudernd bofl Mädchen. „So sagt man; doch «oll« wir nicht mehr davon
, wir haben d« düste« Wald hinter un« und die ist vorüber; ich, sollt er mir auch begegn«, sei bei Tage oder sei eS zur Nacht, denke schvn mit ich« zu «erdm i Doch jetzt saget mir lieber Emm Nm . liebe« Mädchen!* " r .ÄM .L-
i .Ich heiße Serttud,' antwortete diese.
" .Gertrud!' rief Daneel, „ein schöner Name; ich «ar Immer gvt, doch noch nie klang er mir so sthöa, «w
-Gertrud errölhete abermals und s«k-e Köpfi in und :n züchtig zm Erde, ein Zeich«, daß da« schlichte Land-
« wohl verstand, «a» der fremd, Mann ihr «M
J'ii SB Anzeigen nimmt entgegen: dieSxpeVition ».Blatte», ' sochse d.ArmonsewBureaux von ®. L. Daube & Co. in Frankfurt a.M.; JSger'sche Buchhandlung daselbst; Herma>,.t'tche Buchhandl- ♦ daselbst; Jnvalidendank in Berlin; W. ThieneS in Elberfeld;C. Schlotte in
teilet Landmann, ben Fremden VerjchtedemS gefragt, ging man dapan-, dm Appeitt, den der lange Weg verursacht, zn beschwichtigen, wobei Gerftud nun erzählte, wie sie mit bim Fremd«, der sich nunmehr Conrad nennte, zusammm- g-troff« sei, und stch gefreM habe, eisen männlich« Be« gleitet durch den Wald, an diff.n U-Heimlichkeit und Schreckniffe fie vorher gar nicht gedacht, zu haben. Es folgte nun eine tldne Strafpredigt Seiten« der Eltern für die Tochter und hierauf ergoffen sich Vater und Mutter in Danke« und Lobeserhebung« gegm Conrad und daß man ihm diesen Freundschaftsdienst wie vergeffen werde. Nachdem er die- versprach«, wollte er ausbrech:n am bat vorgegebene Geschäft zu verricht« und dann zn seinem Dorfe zmüttzu- kehrm. Die freundliche Gertrud begleitete ihn noch ein Stücklein bi« vorS Dorf und nahm dann ein« recht herzlich« Abschied von ihm, nachdem er ihr noch versprochen, recht o t zurückzukchr« und fie cS willig gescheh« ließ, daß er ihve Hand lange in der {einig« hielt und warm und heftig brückte. U
(Fottsetzung folgt.)
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Hin Tag in ttetlMg, . . •
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SS fing schon <m zu dämme«, als fth mich VON dem so schnell lieb gewonnen« Otte trennte, um noch im Sturmschritt von einem Bau zum andern zu lausch und ein« flüchtig« Sabl-ck davon zu erhaschen. An der alten, dem Ende be« 12. Jahrhundert« entstammenden St. Kilian»« Kapelle, der Pfarrkirche Marburgs, al» e« noch ein Dorf «ar, vorbei führte mich der Weg des Zufall» bald hier, bald dotchta, selbst der von der hnmottstischen Geile ausgetzißte hessische Löwe am RaihhauS konnte mich nicht