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Von Franz Graf.

Qi« war am Tage Martini, als ich wich um 8 Uhr Morgen« zur Bahn begab, um Marburg zu besuchen. Mein Weg führte mich nur ein einzige» Mal an der alten Unb versttätSstadt vorüber, e» war in der Weihnachtswoche de« Jahre« 1867, al« der Berliner Schnellzug wich spät Abend« daran vorbei riß. Seit jener Zett aber versolgt mich da« herrlich« Bild oder vielmehr die Silhouette Marburg«, denn weiter konnte ich ja nicht« sehen, und ich hegte immer und immer dir Hoffnung da« prächtige, malerische Städtchen

*) Diesen trefflichen aus fachkundiger Feder stammenden Artikel entnehmen wir dem »Franks. Journ." Da mit seltener Ge- I schicklichkeit der Herr Verfasser unsere Marburger Natur- und Kunstschönheiten schildert, hoffen wir, daß der Wiederabdruck de» Artikels auch für unseren Leserkreis ein allseitiges Interesse hat.

Amn. b. Red-

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L nimmt entgegen: ^tiond.»latte«, Mnnoncen-Bureauz M Dietrich & Co. in Hannover; Th. MnFranttztrta.M.; Mein & Vogler in £ o. SR., Berlin. , -An rc.; Rudolf in Berlin, Frank- tat a. SR. ic

Marburg, Mittwoch, 28. November 1877.

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XII.

Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d.vlatte«, sowie d.Annoncen-Bureaux von ®. L. Daube & Co. in Frankfurt a. M.; Jäger'sche Buchhandlung daselbst; Hermattu'sche Buchhandl- daselbst; Jnvalidendank in Berlin; W. Thienes in Elberfeld: C. Schlotte in Bremen.

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errt «mag de« Gisrtzeutwurf« über die GerichtSfltze ein- in welche gleichzeitig Bestimmungen ausgenommen

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lich der Beitragspflicht zu dm Kommunalpersoual geht der Grsetzentwurs bete de Ausbringung der rsteuern davon au«, daß zu denselbm Jeder bei ve-pflichtet tst, welcher innerhalb de« G-meinde seinen Wohnsitz hat, oder sich länger al« drei Mo- hält, sofern er zur Klaffen- oder klasstfizirten Ein- steuer veranlagt ist. Diese« Prinzip mtspiicht den nagen der Mehrzahl der zur Zeit gültige« Ge- ...safsuugSgrsetze und steht auch mit der maßzebeu- Svrschrift de« Freizügigkeitsgesetzes im Einklang. ES besondere die Frage einer eingehenden Erwägung gen worden, ob und wie weit eine Amderung der

ogrn zulässig und zweckmäßig erschtint, welche zur hchstchtlich der gänzlichen und thrilwetsm Kommnnal-

tionen der Militä, Personen, der Geistlichen, Kir-

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Sobald die Vorfragen entschieden sind, wird mit athnvg deS GesltzeS w>gen der Sitze und Bezirke eren Gerichte begonnen werden. Der Vorsitzende, r. Miquel, hat bekanntlich das Referat nach Ober­licht« Bezirken vertheilt und für jeden Bezirk thmi- z»ei mit den lokalen Bcrhältniffen b> kannte und einen Jntereffen ferner stehenden Abgrordmtm ernannt.

Neueste KriegSnachrichten: Konstantinopel, 26. Novbr. Omer

über warum ließ man Euch auch allein einen so ge­fährlichen Weg gehm?"

Daran bin ich selbst schuld/ sprach das Mädchen, die sich wieder gesammelt halte und nur noch von Zeit zu Zeit sich ängstlich umschaute;ich sollte fahren, wie auf dem Heimwege zu meiner Tante; aber ich versäumte den Wagen und ging nun unbekümmert meinen Weg allein. Vater und Mutter werden wohl böse sei« und flch gewiß freuen, daß Ihr mein Begleiter wäret."

Während diese« Gespräch« hatten Beide das Ende de« Walde« erreicht und man sah nun in nicht weiter Entfer­nung das Dörflein vor sich liegen, und etwas zur Seite ein kleines Vorwerk, welche« die Begleiterin DaneelS diesem al« die Pachtung ihre« Vater« bezeichnete.

(Fortsetzung folgt.)

6eib Ihr au« der Gegend?" fragte abennal« ablm- 1 die Jungfrau.

ß," antwortete Daneel,ich habe in einem Dorfe Stunden von hier die Pachtung eine« hübschen Gute« tn und am noch im nichstm Dorfe Einige« in kett zu bringen, wa« ich ander« al» tn eigener Per t admachen kann. Doch, mein liebe« Mädchen, wohin

chendiener.unb Elementarschullehrer, ber mittelbaren unb unmittelbaren Staatsbeamten, und der Wittwen und Waisen dieser Personm bestehen. Was die am weitesten gehende Exemtion von den Gemeindeabgaben der Militätpersonen anlangt, so ist die Frage wegen der Heranziehung dieser Personen zu den Kommunalauflagen durch die Verordnung vom 22. Dezember 1868 zum Gegenstände der Reichs­gesetzgebung gemacht worden, und kann über dieselbe im Wege der Landesgesetzzebung in ben einzelnen Landesstaaten überhaupt Ritte Bestimmung mehr getroffen werden, ob unb in wie weit .die bestehenden Bestimmungen durch ein ReichSgesetz abgeändcrt werden sollten. Abgesehen davon, daß, so lange Letzteres nicht geschieht, eS angezeigt sein dürste, die übrigen beschränkteren Exemtionen ber Cvil- beamten, Geistlichen, Elementarschullehrer rc. gänzlich zu beseitigen, so sprechen auch überwiegende Gründe für die Beibehaltung der Letzteren. Dazu kommt, daß die Beamten in Folge dienstlicher Anweisung, nicht aus eigener Wahl ihren Wohnsitz zu nehmen beziehungsweise zu verändern genvihigt sind, und wegen häufiger Versetzungen nicht daS gleiche Jntereffe an kommunalen Einrichtungen und An­lage« habe«, wie die übrige« Gimeindemitglieder.

Die Rusten hoben am 23 Nvviwber Prawez, nord­östlich von Orchanie, am 24. November Etrcpol, östlich von Orchanie erobert, ein Zeichen, daß fie erst jetzt die Umgehung von Orchanie beabsichtige«, respektive durchzu- sühren im Stande sind. Die Türken scheinen hier eine ansehnliche Macht angefammelt zu haben; zu gle cher Z.it st Herr sie bei Tetewen (östlich von Etropol) unb, wie al­so angenommen werden muß, nordwestlich von Orchanie in der Nähe von Wratza. Nach den bisherigen Nachrichten zu schließen, haben die Rnffen an diesen Punkten genügen« Streitkräfte, um ben Vormarsch Mehemed AU'« ersolgreich aushalten zu können.

DerP. C." wird au« Bukarest, 21. November, ge­schrieben : In bestinsormrrten Kreisen sind gistern Abend aus dem rumänischen Lager vor Plewna hier Mittheilungen eingelangt, noch welchen Mehemed Ali Pascha bereit« feil 13. November über ein kampfbereites Heer von 40 000 Mann zu verfügen hat und seither fortwährend Verstärkungen erhält. Im russischen Hauptquartier mehrt sich die Besorg- niß, doß Mehemed Ali schließlich stark genug werden könnte, um Osman Pascha zu degagiren. Sollte die Armee Mehe­med Ali'« aus 80,000 Mann anwachsen, so könnten die Besorgnisse im russischen Havp!quartier sich leicht rechtser- tiflen.

Der Fall Plewna'« ist noch immer nicht eivgetretm auch sind keine teueren Mittheilungen über die nach dem N. W. T." schon seit dem 21. Novtmbar eingeleiteten

denn Euer Weg?"

.ach H.u«, mein Vater ist der Pächter de« kleinen ike« vor dem Dorf« und ich war auf Besuch bei ''tonte."

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Der schwarze Stier. Erzählung »on Rudolph Wellnau. (Fortsetzung.)

»«utschrt Reich.

*» Berlin, 25. Rov. Die gewöhnlich am Don­nerstag ftatifinvenden BundeSrathSsitzungen finden in dieser Woche schon Dienstag statt. Ea handelt sich in erster Linie um die Vorlage betreffend den Gesetzentwurf weg«« Verlegung de« EtatSjahrS für da« öffentliche Rechnungs­wesen in Elsaß Lothringm und Feststellung de« LandeS- hauShaltS für Elsaß Lothringen für das erst« Q lartal

Kap itulai ionSverhandluvge n eingelaufev. ES tst heute sogar ftagltch, ob der in da« russische Hauptquartier entsandt« Parlamentär OSman'S in dieser Angelegenheit verhandelte; e« läßt sich im Augenblick kaum ein bestimmte« Urtheir über bk Lage ber Dinge von Plewna fällen. Plewna tst schon lange eingeschloffen und selten kommt iL. au« dem Innern de« türkischen Saget«.

wurde interimistisch zum Oberkommandanten garde ernannt. ES citculiten mehrere völlig unbestätigte Gerüchte von einem Ausfall« Versuche OSman'S. Nach

Das macht sich ja herrlich l" ries cer Räuber,da könnte ich wohl bei Eurem Vater mit einsprechen?"

Er wird wohl nichts dagegen haben," sprach da« Mädchen mit der den Landbewohnern eigenen Natürlichkeit.

Habt Ihr Euch denn nicht gefürchtet," hob Daneel von Neuem an,so mutterseelen allein durch den großen Wa'd zu gehen?"

Gefürchtet?" fragte daS Mägdlein unschuldig, indem sie mit ihren tiefblauen Auren zu dem Frag« aufsah: Gefürchtet? und warum?"

Nun," steckte Dan«lich meine ein langer Weg im Walde für ein einsames schwaches Mägdlein wäre doch immer etwas Gewagte» unb bann--dieser Wald

--" n stockte ab«mals.

Dieser Wald?" fragte neugierig das Mädchen,ich verstehe Euch nicht, was meint Ihr? Ihr macht mich ängstlich l"

Habt Ihr noch nie von diesem Walde gehört?"

Ich wüßte nichts! Sind reißende Thier- darin?"

Gea>, habt Ihr noch nie vom .schwarzen Stier' ge- hött?"

Das MLache« schrak bei diesem Ramm sichtbar zu­sammen und schlug mit bebender Hand daS Kreuz; dann sprach fie furchtsam unb leise, indem sie sich ängstlich nach allm Seiten umsah:Ja an ihn--dachte ich

nicht l"

Danerl erfaßte bi« Hand bet betörten Jungfrau, di« sie ihm willig überließ, zog sie «äh« an sich und flüstert« ihr in« Ohr:Fürchtet nicht»; ich bin ja bei Euch und geliite Euch sicher zu Emen lieben Eltem; «S wird Euch nicht« qeschehen l"

O wie gut Ihr seid," sprach diese und zwang sich zu lächeln,meta guter Vater und meine liebe Mutter wird t« Euch Dank tviffm."

k Justiz Commission deS Abgeordnetenhauses beschloß, ro Molle in nächster Sitzung zur Einsicht auszulegen, L2 Wogen vorzunehmen und sodann in die General-

Hon über die Frage einzutreten, in welcher We s- tze und Bezirke, namentlich der Amtsgerichte, sestzu- seirn. Die Mehrzahl der Redner sprach sich dahin tzäß die «sie Einrichtung der Amtsgerichte dem Justiz» tt zu überlasten, ebenso «enderungen bi« zum 1. Oki. , daß von da ab aber die Aushebung eines AmtSge- 8tet die Aenderung seines Bezirks nur durch Gesetz n könne. Es wurden vier verschiedene Entwürfe zur

einer Verstvn wäre der Ausfall in der Richtung nach Ra- howa, nach einer anderen tn der Richtung auf Lowtfcha unternommen worden.

Petersburg, 26. Rov. Offiziell. Bozot, 25. Nov. Gestern Abend um 6 Uhr nahmen die Colonnen des Prinzen Alrxander von Oldenburg und des Flügel Adjutanten Oberst Lubowitzky unter dem Oberkommando Danvevillr'« die be» sestigie Stadt Etropol ein. Die Türken flüchteten in großer Unordnung, von Dragonern verfolgt. Der Bnlust der Rusten war sehr unbedeutend. Die rusfischen Truppen mußten unglaubliche Schwierigkeiten, welche ihre Ursache in dn ge­birgigen Gegend haben, überwinden. Di« Haltung ber Truppen war jedoch Über alle« Lob erhaben.

London, 26. Rovbr. Reuier'S Büreau meldet aus Konstantinopel: Der Botschafter Layard wurde dahin in» struirt, daß er bezüglich einer Mediation keinen ersten Schrttt thue, sondern abwarten wöge, bis eine solche formell be» avttagt sei.

London, 26. No». DieTimes" bringen folgende Meldungen ans Cettinje: Die Miriditen haben sich erhoben und sind bi« in die Umgrgei d von Skutari vorgedrungen. Aus Belgrad: Die Hnmischung Serbien« tn den Krieg gilt für unvermeidlich. Die serbische Armee wird voraus­sichtlich noch früher in'S Feld rück.n, al« bisher angenom­men wurde. Die Unabhängigkeit SerbimS soll pcoktamirt werden, sobald die Genehmigung der Skvpfchtina erfolgt ist. D « Miliz marschirt am 29. November an die Grenze ab.

rffciiit täglich außer dm Wertta-eu nach Som- und Feiertagen. Preis für das Quartal mit der wSchemlichen Beilage

Buchdruckerei) bezogen Htz Wert, durch die Postämter deS Deutsche» Reiche- 3 Wert 5® Pf». (ejl. Bestellgebühr). Jusertion^edühr für die gespaltene Zeile 1# Pf».

Für in der Expedition zu ertdeileude Äusturrft und Annahme von Adreffen werden 35 Pf«, berechnet.____________________________________________

»ageSbrrtcht.

» Montag Mittag um 1 Uhr hat der Kaiser im frn PalaiS den kaiserlich chtnchschen Staatsbeamten Ganges und Sammerherru Lin-Hst hung in Audienz »gm und aus besten Händen ein Schreiben des t »on China entgegenzunehmen geruht, durch welches tobte als kaiserlich chinesischer außerordentlicher gn und bevollmächtigter Minister bei Allerhöchstden- beglaubigt wird. AIS Vertreter be« Auswärtigen i»#r bei der Audienz der StaatSsccretir, SiaatSmi- |8oa Bülow, zugegen; al« Dolmetscher sungirte der i der chinesischen Gesandtschaft von Braun Brom.

cht ich doch bald, e« habe ein« Nachtigall sich hier de verirrt, al« vorhin Eure schöne Stimme da« Liede! durch da« Schweigen tönen ließ! Wahrhaftig Amsel thut'S Euch nicht nach!" begann Daveel darauf.Nun nun" entgegnete verschämt das Mäd- tvdem e« die, Augen viederschlug und üb« und über «rrde,so arg, wie Ihr'« macht, ist'« lange nicht, 3hr foppt mich nur?" ijr .

ßvppen?" rief Daneel,meiner Seele nicht, ich rede

rhett, wenn ich behaupte, daß Ihr'« dem feinsten Jüngferlein zuvor chutl"

stenÄ "Ar seid wohl au« der Stadt?" fragte ausweichend ÄLdchen.

eta« gerade nicht; aber ich »ar lange Zett darin und »suche Gelegenheit den Sang eine« Liedel« von einer bbvamsel zu hören, doch wie ihr singt, hab' ich noch