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Lagen nimmt entgegen: Spedition d.Blattes, itebännoncen-SBureau xh, Dietrich & Co. i

Md und Hannover; Th r _ ändjin Kankfurta.M. » ' jfenftein & Vogler i

. ~intfurt a. M., Berlin L 1, »jg, Köln k.; Rudol, i Bl« ff- in Berlin, Frank-

Marburg, Sonnabend, 10. November 1877 iM E cktüüWmM. )shM»g

X Ax Xj X A. a - -ach*** I JKö ksM-f Anzeigen nimmt entgegen:

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Herman.i,che Bnchhandl.

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Erscheint täglich außer de» Werktage» »ach Som» und Feiertagen. Preis fte das Quartal mit der wdchentliche» Beilage31»WtttrtH»etegteiett" durch die «rtebttto» (Xoch'sche Buchdruckerei) bezogen t\ Mark, durch die Postämter des Deutschen Reiches 2 Mark 5» Pf». (e$L Bestellgebühr). InsertionSgebühr ftr die gespaltene Zelle ! Psg. Für in der -xpedition zu erthellende Auskunft und Annahme von Adresse» «erde» 25 Pf,, berechnet.

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Sup, empfi

Ei» Wort zur Zelt.

Drei Jahre der geschäftlichen Trübsal lasten bereits auf

ttem Baterlaude, die gehoffte Besserung ist nicht einge-

cheu --

t (§» je dauern, alsdann kehren wir zu dm normale« und

[2 laden Zeilen zurück," das ist das Schlagwort, welche»

_____ tn, im Gcgenthetl, alle Voraussagung« auf baldige Er- mplet «S stad als Stimmen falscher Propheten erfunden wordm. je Noch muß überwunden werden und kann nicht m hr

---- au» dem Munde einer leichtlebigen Geschäftswelt zu erkau m bekommen, eine Weiffagnug, von welcher ihre Ver-

[2 der nicht stark genug überzeugt sind, um sich sogar vor ; schlaflosen und sorgenvollen Nächten schützen zu können.

wenige Aufrichtige gestehen den Emst der hukig« l ßr, die deßhalb um so verzweifelter ist, je tiefer ste nicht rrfra In in die geschäftliche, sondern in die gefammten Lebens- [2 Kniffe der menschlichen Gesellschaft eioschneidet F ühere ----- »ebben trafen den einzelnen Stand der Geschäftsleute,

«end in den damaligen ackerbautreibenden S aaten, wo

von

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zur Revision

diesem Augenblicke kehrte der Fremd« zurück

3.

111,

77,-

LOH 121

641 981

845 82t

100

45

149 L04i

961

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103,-; 102,1< 93, 94,30 92,-

98,25

99,40

97,75

t in seiner Grundanschauuug jener Vorzeit sich entfremdet wo die Völker «och von ander« Idealen als dem krank- tn Hang nach Kapitaisbesttz erfüllt waren. Jene, welche Äöglichkett einer Umkehr zu den sog. normalen, gesunden einfachen Verhältniffen der Vergangenheit befürworten, i doch an die heutige Uebervölkcrung Deutschlaud», durch keine Auswanderung mehr gelichtet wird, und an die Frage denken, ob die Verkehrslage vor 50 n im Stande wäre, unser heutiges Eisenbahnnetz unter

zu können. Eine Folge der Calamität in Amerika, unersetzlicher Absatzmarkt für Deutschland verstopft ist, des Eintritt» elsässischer Industrie sich anzesammelte rodukkion de» Fabrikat» legt jetzt tauserde von Händen Wollten diese Arbeitslosen ihre frühere knopp be- Feldarbeit wieder aufsuch«, ste würden hier ihre ung nicht finden, weil die Maschinm auch auf diesem die Mmschenkriste entbehrlich machen. Die Ver- g de» arbeitenden Standes aber, feine N-igung zu fast luxuriösen Leben bildet keiam gering anzu den Faktor bei der gegenwärtigen Roth. Während dm Arbeiter de» vorigen Jahrhunderts nur des Sonn- tu Schuhen, aber des Werktage» barfuß in grauer sah und man e» ganz unerhört gefunden hätte, wenn außerhalb de» Sonntag» sich eine Fleischmahlzeit haben würde, hat unsere Zeit stch daran gewöhnen m, daß diese Herren ganze Nächte hindurch ihren Lohn

in und Bier verpraffen uib daß ihre Frau Ge-

& ist von jeher ei« besondere» Vorrecht de» starken hlechte» gewesen über die Frauen im Allgemeinen und [ die Ehe im Bepuderen stch die sonderbarsten »«- »nngeu zu bilde», daß aber eine Frau eine Verächterin diännergeschlechte» und der Ehe, wird ist feiten. < ,3n Fräulein Elija Wogmhuber finden wir eine solch« tncheit. Wen« ein Mädchen 32 Jahre und im Besitz« 1 bedeutenden Vermögens ist, dann ist e» allerdings ' mehr schwer, die Spröde zu spielen, aber Elisa «ar schön tmb viel umschwärmt und doch war ste unver- M geblieb«. Ob sie e» einsah, daß die Huldigung«,

rg, chäft.

877.

78*40 ^Daß hagere lange Gesicht de» Kämmerer» wurde vor . fcunberuna tuxb länacr,

- * Der Bürgermeister hatte sich jetzt nun einmal mit i * ^ügen soweit hiaeingeriiten, daß et nicht mehr zu- konnte. Wieder spielte da» diplomatische Lächeln um

75,40 ...

88,-i 1 Lippen.

-Sie wisse« ja, wir erwarten einen Regien« g--Com>

52-7^ «°S.jur Revision .

*^1* sagte der Kämmerer nud wurde etwa» blaß. hlntntM Voftrld SrMtth» utvAif

99^0

',8enn« ®ie ihn?* frug dieser jetzt dringender, 104,MBit maus nimmt I* versetzte der Bürgermeister mit 95,»Nvatischem Lächeln.Er hat stch bi» sitzt nicht vor» ^bWit, bmn et will heut noch incognito bleibe«, wie er sagte, aber ich vermuthe, und wie ich glaube ganz

Um ei« Amt.

Humoristische Novelle von A. OSkar Klausmonn.

(Fortsetzung.) r r

U Ka rüstige Arbeitskraft immer noch genug zu thun bekam, ,87' folgen stch nicht so verallgemeinern konnten. Heute ' ch, wo mehr ober minder der Erwerb von der Allmacht Kapitals abhängig ist, trifft die Roth um so tiefer, je r unser in Genußsucht und Realismus verjud.te» Zeit

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Ab.

mahlinnen sich berufen glaubten, kostspielige Fleischwaareu und luxuriöse G.müsesort« auf dem Markte einzukaufen, eine Depense, welche weder der kleine Geschäftsmann noch der ! knopp besoldete Beamte stch gestatten darf. Die gegen- 1 wärlige Ebbe unserer Geschäftslage schränkt nun den in seinem 26. Lebensjahre vielleicht schon mit 5 Kindern gefeg neten Arbeiter auf die Entbehrungen j-ner einfachen und ' anspruchslosen Vergangenheit, ein; daher seine Empfänglichkeit für die Lügentheorie« der socialiftischen Apostel. Nicht tn der objektiven Noth der unteren Volksklaffen, sondern in ihrer Verwöhntheit und ihrem anmaßenden Scheelsehen nach der bester sttuirten Gesellschaft und hauptsächlich in dem Manko deS sittlich« Gehalte» ihrer Vorfahren liegt der furchtbare Hebel der sog. socialen Frage, welche von dem ebenso sittlich entleerten Kapitalismus als besten folgenrechter Gegensatz in'» L'ben gerufen ist. Die Socialtheorie, welcher alle Analogie in dem übrigen Walten der Natur abgehl, ist der verblümte Appell an die entsittlichte Gesellschaft zur Ent» f eflelung und Emanc-pation deS thierischm, ober richtiger au-ge­drückt, des bestialischen Elements im Menschen, da» früher durch das ethische Bewußtsein niedergehalten war, freute aber nur noch durch die zwingende Machtautorität der staatlichen Einrich­tungen zurückgedämmt werden kann. Sein Hervorbrechen würde den Tod alle» besten mit stch führen, wa» die Cultar- geschichte an Kunst und Wissenschaft als die Frucht des Strebens nach einem übersinnlichen Ideal uns in den Schooß geworfen hat und was die menschliche Gesellschaft über das Niveau einer bloS thierischen Naturexistenz erhebt. Der Bruch M't dies« überirdischen Ziel«, welche der materiell« Gegenwart, die Nichts achtet, was nicht anstandslos t« Mark und Pfennige umzewechselt werden kann, immer mehr entschwinden, wird an stch der socialen Frage mehr wie jeher andere Faktor den Weg bahnen. (Fr. G. Z)

r«ge«berlcht.

Wenn einzelne Blätter mittheilen, daß von dem Staat»- Minister Dr. Friedenthal die Aufstellung eines Plane» für die Beamtenorganisation zur Ergänzung der Verwaltung»- refoim in Angriff genommen worden fei und daß eine bezügliche Vorlage dem Landtage noch in dieser Sejston zugehen werde, so muffen wir die» entschied» n für unrichtig erklären. Der fragliche Organisationsplan existirt bereit» seit mehreren Jahren und ist feiner Zeit dem Abgeordne­tenhause zur Verständigung mitgethetlt worden aber eine gesetzliche Regelung ist keineswegs zur Zeit in Aussicht genommen.

Zum Etat der allgemein« Finanzverwaltung für da» Jahr vom 1. April 1878/79 hat der Abg. Dr. v. Buns«

die man ihr brachte nicht svwvl ihr, al- ihrem Vermögen galten?

Die Fama erzählt noch nebenbei etwa- wie von einer unglücklichen Liebe, die in Elisas Leben gespielt hab« soll, aber wer we>ß was Wahre- daran ist, ans derlei Klatschgeschicht« darf mau nie viel gebenI

Genug, Elisa blieb unverfreiratfret. Erst starb ihr Batet, bann ihre Mutter, bann die alte Tante, mit der ste zujamengelebt und nun stand sie allein da in der Welt, * sich trotzdem stets der allgemein« Achtung erfteueud. Mit einem Dienstmädchen hauste ste in ihrer großen Woh * nung im ersten Stock be» Hauses, das ihre Eltern Zeit j ihres Lebens besessen und bewohnt hatten.

E» wat schon ziemlich spät am Abepd, auf dem Tische fang die Theemaschine und das gedämpfte Licht der großen Lampe verbreitete traulichen Schein, sodaß es recht gemüth- lich und heimathlich anSsah tn bet Kemnate ber jung­fräulichen Elisa, bie mit bet Stickerei beschäftigt bort auf - bem Sopha saß. * '** \ " at; l:

In dem noch immer schönen Gesicht «arm bie Brau- neu stark zufammengezogeu und bie Lippen fest auf einanbet gepreßt, denn Elija befand stch in schlechter Stimmung. ... ES ist sündhaft, e» ist unglOrklich, wa» man sich mit den Dienstboten herumärgen muß, unsere werthm Leserinnm werden dkse Behauptung bestätigen. Wie oft hatte Elisa eS ihrer leichlstnuigen Marie strmg untersagt, de» Abend» so länge am Brunnen zu bleib« unb sich von ihrem Leib- btagoner allerlei Schmeichelei« und LiebeSvetstcherungm sagen zu lasten, und doch that eS Marie immer wieder unb so anch freute. ES war keineswegs Neid, ober ange­borene Feindschaft gegen alle», wa» Liebe heißt, wa» Elisa zu ihrem Zürnen bewog, sondern der Berget darüber, daß Marie gerade bann fehlte, wenn sie ihrer brt Abend« zu oll^cki Dimstleistungen bedurfte. Nebmbei war Fräulein

foigmben Antrag eingebracht: Das Hau» ber Abgeordneten wolle geschließeu: Titel 8 Soptlel 62 der dauernden An«, gaben (Zuschuß zu dm BerwaltungSau»gabm der Fürsten» thümer Waldeck und Pyrmont) solange von der Berathung auSzuschlikßen, bi» über eine Erneuerung de« Aceeffion«- oertrage» mit Walbeck auf Gmnb einer Vorlage be» Be­triff enben Vertrage» Beschluß gefaßt sein wird, rumqw'

Zn Südafrika wird der englische Besitz immer rnchr arronbirt, unb zwar mit einet Rücksichtslosigkeit, bk geeig­net wäre, bie Ang« ber ander« Mächte auf das Vorgehen England'- zu lenken. Dm «euch« Berichten vom Cup der guten Hoffnung zufolge hat der Gouverneur der Eolonie am 16 ult. den Häuptling Kreli für abgefetzt und fein Land für konfiScirt nnb mit bet Eapkolouie einverleibt erklärt. Eommandant Griffith überrumpelte mit Glichen Polizist«, Bowker'S Plänklern und FingoeS dm Feind in Krelsis Hauptstadt. Es wurdm 30 GalekaS getvdtrt, 20 Pferde erbeutet, bie Craals niedergebrannt, and große Beute an Pflüg«, Töpfm unb Getreide gemacht. Die britisch« Truppe« überwachen dir Grenze unb schüchtern bie Galeka'S ein, um fie zu verhindern, sich Kreli anzu- schlkßm.

Die Niederlage Mukhtar Pascha» und JSmail Pascha» bei Deve-Vuyun (vor Erzerum) wird jetzt durch ein ms. fifcheS osficielleS Telegramm bestätigt. Jedoch weiß um« noch nicht, wohin stch die geschlagenen Feldherrm mit bet Resten ihrer Truppen gewandt hab«, ob ste sich nach Er» zerum zurückgezogen habe«, um diesen Platz zu vertheidigei, oder ob fie in der Richtung nach Erzingian, Baibutt unb Trapezmit geflohen find. Dte .Morningpost- bringt bk sensationelle Meldung:Srzemm ist bereit» gefallen und in dm Händen bet Rusten I" Auch wird bk» au» Wien gerüchtweise gemeldet; doch wird man eine Bestätigung dieser Mittheilung abwarten müffen. Jedmfall» muß man zugebm, daß die Rust« Mukhtar Pascha in dm letzte« drei Woche« feit bet Schlacht am «ladschabag mit Energie verfolgt und in jeder Situation, so in dem Gefechte bei Hastankale, die Deroute auszunützen verstanden, in welcher stch die flüchtigm Korps Mukhtar unb J-rnail Paschas unausgesetzt befanden. Die Entfernung von Aladfchadag bis zu dm Position« von Dewe-Boyan, wo bdide Theile zu Beginn diese» Monat» eingetroffen war«, beträgt an 35 Meilen, so daß Rusten und Türk« durchschnittlich an jedem Tage zwei Meilen zurücklege« mußten «ine starke Marschleistung, welche auf die moralische Verfassung ber türkischen Trupp« ohne Zweifel von übler Wirkung fein mußte.

--tr- .»ff;) | V. -/ jp V

»ssaasafiMBiHGaasHaaBaHM Elisa etwa» ängstlich und e» war ihr fast uohetmftch, stch Abend» allein in ihrer großen Wohnung zu wist«.

Elisa horchte auf 11

Schwere Tritte ließen stch auf bet Treppe vernehm«, man hörte Jemanden an der Eniree-Thüre herumtappen, die Marie in bodenlosem' Leichtsinn hatte offeustthm lasten dann wurde die Thür be» Zimmer» geöffaet, in be« sich E.isa befanb unb ein Fremder betrat dasselbe.

Elisa wat chmso aufgeregt al» erschrocken, aber ste ♦affte allen Muth zusammen und trat dem Eintretenden entgegen und mit einem gedämpft« Schrei be» Erstarr- n.n» au» bem Wege.

Der Fremde taumelte in vollkommener Disposition-Un­fähigkeit über seine Gliedmaßen bi» in die Nähe de» Sopha'». Elisa schim et nicht zu bemerken. Auch stamm war er, nur al» er ein« Stuhl umwarf, ließ er eine Art von Gebrumm hör«. -

Dann zog er einen alt« Havelock <«», warf ihn zu vodm, seinen Hut auf b« Havelock Unb sich selbst mit solcher Behemmz auf da» Sopha, daß in demselben alle Polster» Spiralfedern vor Schmerz und Schreck auffchrie«.

Im nächflen Augenblicke schlief der Fremde au» hem goldenen Lamm", denn er H»r der EinhriygÜug, wie du Tobtet. . >Hv. > * v

Elisa stand erstarrt. -u --

Nachdem stch der Schreck, d« ihr bk «eSetraschung verursacht einigermaßen gelegt hatte, begann st« nachzudenün wa» b«n eigmtlich gescheh« sei. v ' """

Es wollte ihr wie ein Traum erschein«, «bet schnar­chende Töne die vom Sopha her erklaügtn bewies« ihr nur zu deuttjch, daß fie wache. - vt «E- 'ÄortsrtztiNa**