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«wat nimmt entgegen: Spedition d.Blatte-, gedAnnoncen-Burear , Th- Dietrich & Co. i L und Hannover; TI yttd, in Frankfurt a.M «fatftein & Vogler i Jfurt a- M., Berlii -jig, Köln ic.; Rudo. £> in Berlin, Frankfurt a. M- rc.
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•raffe tut Marburg, Mittwoch, 31. Oktober 1877.
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Anzeigen nimmt entgegen: bie Expedition d.vlatteS, sowie d.Annoncen-Bureaux von G- L. Daube & Co. in Frankfurt a. M.; Jäger'sche Buchdandlung daselbst; Herma,...iche Buchhandl- daselbst; Invalidendank in Berlin; W. Thienes in Elberfeld: C- Schlotte in Bremen. A<;,
grscheütt täglich außer den Bierktagen nach Sonn- und Feiertagen Preis fär das Quartal mit der wdchemlichen Beilage „jlnWtttte* kenntet»Heti" ourch die Erpedttion (lko ch'sche ,, Buchdrnckerei) bezogen Aß Wext, durch die Postämter des Teutichen Reiches t Wert 5» ff«, (ejl. Bestellgebühr). - JnierttonSgebäbr fär die gehaltene Seile !• ff«.
86t in der Expedition zu ectbetlenbe Auskunft und Annahme von Adreffen werden *5 ff berechnet. ' • <•"""■*
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uch eine» Dreinubachtzigers eufi dem deutsch - frans zöstscheu nnege 1S7O/71.
(Fortsetzung.) -
schöne Wetter am Nachmittage verlockte mich und Kameraden zu einem herrlichen Spaziergang durch schwollen Anlagen des Parks von Versailles nach lzenden Trianon, das durch seine einstige Besitzerin, Antoinette/ eine traurige Berühmthett erlangt hat. e Gegenstände, die don gezeigt werden, u. a. ihr , erinnern an dir unglückliche Königin, während an- Andenken sind an die letzte Regentenfamilie, die der niden (besonders an Sulu). Mit großem Interesse sind von allen die prachtvollen, mit Goldschmuck reich königlichen und kaiserlichen Galawagen (man be- tte sie auch als Krönungswagen), die in einer Remise anon aufbewahrt wurden, angeschaut worden. Es überhaupt jammerschade, wenn auch nur einer der kameraden vorn 83. Regiment' die dargebotene Geil nicht benutzt und den lohnenden Spaziergang nach >n nnlerlasien hätte.
Tage vom 20. bis 26. Februar brachten eben- ' wenig Bemerkenswerthes; es wurde eben an jedem fleißig epercirl. Am 21. Februar sand beim Kron- und hernach beim Kaiser eine große musikalische ng statt, bei welcher sämmtliche Regimentsmusikm Armee-Corps mitwirkten. Am 26. Februar wurde Äscher Militärgottesdienst abgchalten.
♦ Februar. Heute tarn unser 1. Bataillon auf und halte jpeciell die 1. Compagnie das Glück, 'hrenwache bei S. K. H. dm Kronprinzen- commandirt n. Ich tarn mit einem Zuge aus die etwas vom
k Zeit finden zwischen den Regierungen der euro- »taaien Berhanclungen statt, bezüglich der vom « Kongrefle angeregten Frage der Einführung eines Mimalen Wechseltest ts. Bon der deutschen Reich»- taug und Ocsterretch-Uagara wird beiürwor.et, aus Btunbiage oes deutsch.n Wechselre^ts in Berathuugrn taten.
!ir auffallende Re sc oes sr^tizöstschen Botschafters am ea Hose, Vicomte de Gontau-Biron nach Paris, (er bekai.nilich vor kaum 24 Smnven von Paris m m angelangt) wurde von einem offiziösen T legramm einem plötzliche« „K»ankh»itef ll in oer Familie" mo- . Derarltge Entschuldigungen find nur geeignet, die Weit mißtrauisch zu wachen. Rciste doch General ff nur deehalb nach Berlin, Pa ts und London, »tilge Augenärzte zu kousulitreo. Und als Gen.ral ff mit dem berühmten Verzeichntffe der englischen nach ®t Petersburg reiste, wurde gesagt, daß terv.rwalter d.» Grafen vor fünf Monaten verstorben «>ffcn Reise nach St. Petersburg nicht wehr aufzu- sei. Was den heute vorliegenden Fall betrifft, so deo erkenSwerth, daß n cht bloS Vicern e de ©ontaut
n Gewährung einer Sptvecutigen ewigen Rente besteht dürfte, wenn in den Kreis«, der «klioräre besonders Modus der Ausführung dieser Offerte Anlaß zu ver »«artigen Erwägungen gibt, inb.tz wohl avzun hmen dvß mau maßg-beuderstttS sich auch mit der Gewäh der fünf Procn t in Staatsrenten. Anlrihetitell> ein- n erklärt.
Zu Betreff der za ischen der StaatSrrgierung und der raltuug der Berlin - Stettiner Eisenbahn schwebenden unblutigen «egen Ankaufs der Bahn durch den Staat i »tc bereits mitgethtttt, daß die Offerte des Stacks
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Dem Abgeordnetenhaus wird alsbald eine die „Staats me betreffende Vorlage zugehen. Tie beanspruchte 1 che Summe beträgt circa 125 Millionen Mark.
ho i*r die Monate November und De» Ljt. eewder nehmen alle Postanstalten (auf B Lunde auch die Landpvstbotev) Besteh ll» «gm auf die „Oberheesleche Zeitung“ l > deren Gratisbeilage „lllustrirtes Sonntags- tt“ entgegen. — In Murdura nimmt die reichuete Expedition Bestellungen an.
Exped. d. Oderh. Leitung.
Biron, sondern auch General L-flü, der Botschafter in St. Petersburg und Marquis tc Bogue, Botschafter in Wien, nach Paris berufen »orten sind. Offenbar handelt es sich in Paris um wichtige Entscheid«! en, in Betracht deren die Stimmung der europäisch!» Robinett ins Ge? wicht fällt.
Wie das „Memorial blpiomat qae* erfährt, hat der Sultan dem englischen Botschafter in Ronstaniinopcl, Sir Layaw, bin Wunsch ansgedrückt die Einleitung von Frlr- densve,Handlungen zu vermitteln. Der Botschafter hat hierüber nach London il nicht erstattet und von seiner Re gterung Anweisungen gefordert. Die englische Regierung soll bereits den Versuch gemacht haben, die Ansichten der russischen Regierung über diesen Punkt zu erforschen.
Vom Kriegsschauplatz wird gemeldet: in Kleinasten okkupiren die Ruffen nach und nach alle Punkte wiedir, die sie im Anfang deS Feldzuge- besetzten, so Bajastd und Kagisman. I tzt wird auch von Konstantinvp.l gemeldet, d ß Mukhta. Pascha Zrwtn verlaffen und sich mit Zamail Pascha tu Köpnkoi, zwischen E.zerum und Zewln ver- tinigl hat. -Oe-. Rückzug Mukhtrrs von der berühmten des st'g'en St Uung bd Zewin i|t eine Folge deS Umge- hungSmai öve,S d.s Gn.rral» Heimann, welcher letzte,e überbtiS die Absicht zu haben scheint, den vereinigten türkischen T uppen den Rückzug auf Erzerum adzufchneiven und ihnen in den Rückeu zu fallen.
Der für die R. ffen so verlustreiche Sieg bei Telisch und Dubntak Hal nach einem Telegramm der Daillh NewS zur Folge, baß die Einschließung PlewnaS eine vollständige ist Die russischen Operationen bezwecken wahrscheinlich eine Abschneivung OSmrnS und «ne Aushungerung des Platzes. — Die russische Garde steht im Westen und Südwesten PlewnaS. Die Bankung des Platzes ist nach einer Correfpsndenz der Kölnische», Zeitung, die sron am 17. Oktober — also acht Trge vor der Eroberung der weiter süollch gelegenen Orte Dubntak und Telisch — ge. schrieben wurde, ist jetzi derartig vollendet, vaß ein abermaliger Tmchbruch der L>uie nur in Folg« oer g,oßen Ungeschicklichkeit der zahlreichen Kavallerie oder bet einem Angriff mit großen Mafien statt finden kann. Man muß annihmen, daß seil 5 Tagen (aljo seit dem 18.) die Mög lichkett einer Zufuhr von Proviant füc Oman Pascha aufgehört hatt Doch denke ich, daß er genug besitzt, sonst würde rna.i sich wohl gehütet haben, ihm noch 12 Tabors nach Plewna zu schicken, die er nunmehr zu er- Lyren hat. Im Allgemeinen dürfte Plewna von der Linie der südlich und westlich stehenden Truppen 20—25 Kilometer entfernt sein. „Wirklich wUiiverb,r ist eS" — schreibt der betres
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Schlosse ab- und in einem Park gelegene Feldwache Nr. 2. Leider war das uns angewiesene Wachttokal klein und überaus schmutzig. Abends wurden die Ossiciere der Com-- pagnie, darunter auch meine Wenigkeit, bei S. K. H. zur Tafel, später gegen 9 Uhr zum Thee und am folgenden Tage auch noch zum Dejeuner befohlen; jedesmal fanden wir in den Räumen des Kronprinzlichen Quattiers eine Anzahl deutscher Fürstm und Heerführer, lautet Träger stolzer und edeler Namen, versammelt.
28. Februar. Um ‘/»2 Uhr nachmittags wurden wir von der 7. Compagnie unseres Regimentes abgelöft und marschirten in die Kaserne und in unsere Quartiere zurück. Die Witterung hatte sich in diesen Tagen zum prächtigsten Frühlingswetter, das man sich nur denken konnte, gestaltet; in den Bäumen des Schloßparkes und in den mit gelbgrünen Blattknospen sich schmückenden Gesträuchen ließen die Vögel ihre munteren Stimmen erschallen und die ersten Frühlingsblüthen, Crocus, Masliebchen und einzelne Veilchen, öffneten ihre Kelche im Lichte der Frühlingssonne, so daß ich heute ein ganz nettes Sträußchen, welches ich in den Anlagen des Parkes gesammelt hatte, in einen Brief nach Deutschland einlegen konnte.
Um 5 Uhr nachmittags hatten wir BataillonS-Appell, bei welchem der bei Wörth schwerverwuudele Führer der 1. Compagnie, Herr Hauptmann von Bönigk, das Commando derselben wieder übernahm.
1. März. Heute sollte denn nun endlich der unschön lange m Aussicht gestellte Siegeseinzug in Paris zur Ausführung kommen. An demselben sollten zunächst Trup- pentheile des VI. und XI. preußischen und IL baierischen Corps Theil nehmen und zwar von jedem Infanterie- Regiment nur ein Bataillon und von jedem Cavallerie- Regiment eine Eseadron.
Um 7 Uhr morgens marschirte demnach unser- Vt Ba-
fenbe Eotrcipontent — „welch «staut,»iche Tbättvktt die Tü>kn im Bau von Vetschavzungen entwickln. Auch auf dieser Seite haben sie sich eingegraben, und wenn auch nicht drohende Fo IS, wie auf der Haupt-Position, so sicht man doch eine Menge sehr starke, Gcschützplo«- mentfl und lange Geschützgräben. Bon Jent Brlatsch aus sah ich die türkische Ausstellung auf der Linie Uzendal- Peiernila, auf bet man mehrfach die Zeichen der Thättg» keit der türkischen Jng ntture ex tarnte. Eine Besatzung schienen bk Türken dort nicht zu hab-n, denn man sah k ine Z'ltlag r, doch vermuihet man, daß die Türken näher nach Plewna zu noch eine z reite Bertyeidigung-ltntc besitzen.-
Durch die Eioberung von Dubntak und Telisch wird also weniger die Cernirung pnstkt, al» vielmehr die Schaße nach Sophia verbarttkadirt worden fein.
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Neueste KriegSnachrichten:
Petersburg, 29. Olt. Officiell wird gemeldet: Der Verlust in dem Treff.« bei Gorni Dubnik betrug au Tobten unb Verwund,ten 2500 Mann, darunter, soweit bekannt, 84 Olfizieie, ucoou 17 tobt btiiben. Verwundet General Major Baron Eeddeler unb Rosenbach. Erbeutet wurden zwei Fahnen und vier Kanonen. Die Garde-Regimenter Pawlow, Moskau und Finnland, die Garde-Zäger Garde-Schützen unb Garde Grenadiere, die Garde zu Pferde unb die erste Artillerie Brigade nahmen an dem Kampfe Theil.
Petersburg, 29. Okt. Eine Depesche des „Goto-" aus ÄLpnbropol vom 27. Okt. meldet: Die Havp.käste d S Get eralS Lotis--Mel koff haben da» Thal von Karstschai unb bie benachbatten Anhöhen besetzt unb blokiren Kar». General Tergutaffoff fährt fort, bie Truppen Ismail Hckki Pascha'» in der Richtung nach Etzernm zu treiben, wäh- renb General Heimann über Saganlugh eilt, um den Türken ben Rückzug abzufchueiven. Bajastd ist von den Ruffen besetzt. Die Bewohner von Kagirman haben sich ben russischen Kriegs-Behörden unterworfen.
Konstantinopel, 28. Okt. Di« Pforte benachrichtigte den brittschen Botschaft« r, Lahard, raß J-mail Hakki Pascha mit 40 Bataillonen feine Vereinigung mit Mulhtar Pascha vollzogen habe. Der L-tztere concentrire, nach statlgesunbener Vereinigung, fei,.e Truppen bei Köprikoi, wo er in starker Position die heranrückenden Ruffeu erwarte.
Bukarest, 29. Okt. Heute Vormittag fand ein Trauer GotteSaienft sür ben gefallenen Prinzen von Leuchten berg statt, welchem Großfürst Rikoiou» der Züngere, Fürst Go» tschakoff unb die rnmLwschen Minister baroo|ru ten. — An Stelle bei Obersten «ugh'lescu, der zur Re-
taillon von Versailles ab unb nahm die Richtung auf St. Cloud. Der Himmel war anfangs zwar durch einen dichten Nebel verschleiert, gegen 9 Uhr klärte er sich jedoch auf und der prächtigste Frühlmgssonneuschein bestrahlte die Riesenstadt, der wir enlgegenmarschirlen, zugleich mit ihrer trotz der erlittenen Verheerungen noch immer reizenden Umgebung. -
Unweit St. Cloud, dem sonst so prächtigen, nun in Trümmern liegenden Lieblingsaufenthalte der französischen Kaiserfamllie, wo Freund H. sich nicht enthalten konnte, den Untergang und die Vernichtung der prachtvollen Orangerie laut zu bejammern, überschritten wir auf einer Pontonbrücke hie Seine und maifchirtm auf den großen Platz Longchamp. Dort wurden sämmtliche Truppen in . drei Treffen parademäßig ausgestellt. S. K. H. der Kronprinz ritt zunächst die Front entlang und begrüßte die einzelnen Regimenter; dasselbe that kurz darauf S. M. der Kaiser, dm jedes einzelne Bataillon, sobald er an. dasselbe heranritt, mit einem donnernden Hurrah empfing. Nach dieser Besichtigung begann das VorüberdeMren der Truppen, welches bis nahezu 12 Uhr mittags dauerte.
Hierauf wurde uns eine kurze Raft gewährt und dann das so heiß und so lange ersehnte Commando ertheilt: „Nun vorwärts nach Paris hiueinl" u:
Wir marschirten, die Musikcorps voran, vom Ende des Bois de Boulogne aus, an Point du Jour vorbei und betraten durch die Porte Stt Cloud die Stadt. BekanutUch war das einigermaßen noble Paris für uns freute nicht zu Hause; alle Läden und Fenster waren geschlossen oder verhängt; daß indessen hinter den herahgelassenen Aeufierver- hüllungen (Persiennes und nicht Ialousiem, wie sie mancher von uns Den Franzosen ganz unverständlich bezeichnete) neugierige Augen genug auf die fremden Krieger herabgeschaut haben, Vie mit festem, dröhnendem Schritt auf den