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Erscheint täglich außer den Werktage» nach Sonn» und Keicktagen. Preis für da« Quartal mit der Bnchdruäerei) bezogen i\ Stark, durch die Postäinter de« Deutschen Reiches 8 Mark 56

Für tu bet -xpeqitio» zu ertbeili "

r die Monqle November uud Der cemder nehmen alle Postanstalten (auf M Lande auch die Londpofibotev) Beste!« »gen auf dieOberhensinche Zeitung » deren Gratisbeilagelllustrirtes Sonntags, t entgegen. In Marburg uimmt die erzetchuete Expedition Bestellungen an.

Exped. d. Oderh. Zeitung.

m bis 1880 allein regieren könnte Die Haliung pMrkanet ist jedoch test und eii heitlich im Punkt« Unbeugsamen Abwehr gegen das persönliche Regiment pt und gegen eine Diktatur zu Gunsten des Papstes der Bischöfe uud Orden insbesondere. Ja diese»

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Politische Wichen,Ueberstcht

Unser Kaiser ist am Vo abend der preußischen Lmdtag»- ng von Fra kfmt, wo ihm die alte deutsche Kaiser« ngSstadt am 18. und 19. ds. ein glSüzmd S und icheS HuldigungSseft bereitet hatte, im besten Wohlbe­in seiner Hauptstadt eingetroffen. Dre Eröffnung Landtags wurde am Sonntag (21. Oktober) im We ß« e des königlichen Schlöffe« durch den ViceprLsidenten StaalSminifteriumS, Minister Camphansen, vollzogen. Thronrede beobachtete über den Personepwechsel im «isterium deS I mein eine vollständige Zurückhaltung, deutete die Ankündigung einer Novelle zur Slädtt- ibnung der fünf KreieordnuugS Provinzen an, daß ein llung der seit sechs Jahren begonnenen Selbstverwal

Lugesderitht.

Tun Abgeordnetenhause ist der Eutwurf einer Wege­ordnung zugegangen. Derselbe weicht von d-u früheren Entniürfeu nicht unerheblich ab. In formeller Beziehung ist eine einheitlichere und übersichtlichere Gestaltung deS Eatwurss angestrebt worden; in materieller Beziehung ist ih US in Folge der bet dm tomroiffnisch« Berathungen der früherm Entwürfe gesaßtm Beschlüffr oder gegeben« Lnregungm, theils in Folge der neueren Organisation«' und sonstigen Gesetze die Vornahme vieler Beränderungm für uörhig zp erachten gewesen. Die sundamenialeu Be­st mmongen der früheren Entwürfe, wie dieselbm auS bem bisherigen RechtSzustande mit Nothw^ndigkert sich ergeb«, sind dagegen unverändert geblieb«. In Bezug auf dm Geltungsbereich der Wegeordnung ist eine Amderung geg«

den letzten Entwurf aus dem Jahre 1876 nicht in Vorschlag gebracht worden. Die Gründe, welch« damals dafür, spra­chen, von ein« Ausdehnung de« Entwurfs auf die Pro­vinzen Hannover und H ff en Nassau, sowie die HohcnzvUeru- saen Laude abzusehen, liegen auch gegenwärtig noch vor. Die AEehkiung deS Entwurfs auf das inzwischen mit der Monarchie vereinigte Herzogthum Lauenburg hat, da. für da- letztere erst unter dem 7. Februar 1876 «Ine neue Wegeordnung ernennt ist, weder für erforderlich noch für ! opportum erachtet werden können.

Dir Klaffensteuerrollen für das Jahr 1877/78 weifen nach eine Gefammtbeoölkerung von 25,346,277 Perfouen. Hierunter befinden sich: au eiuzetstmerud« Person« 3,511/446. Der Veranlagung nach Haushaltungen unter­lieg« 21,834.831 Personen. Hiervon ft ob HaushaltungS- Vorstände 5,137,303 Personen, Haushaltungsangehörige 16 697,528 Personen. Im Durchschnitt entfallen mithin auf jede Haushaltung 4.25 Person«. Die zur klassiftctrten Einkommensteuer herangezogene Bevölkerung beträgt 596,313 Personen. Im Durchschnitt mtsall« mithin aus jede einkommensteuer pfl-chtige Haushaltung 4 20 ^rsouen. Der Kiaffenfteuer unterliegt demnach ein« Gesammtbevölke- ruvg von 24,749.964 Personen. Davon sind: besteuert 18,324,431 Personen, unbesteuert geblieben 5,425,533. Im Durchschnitt entfallen auf jede besteuerte Haushaltung 4,40 Personen auf jede steuerfreie Haushaltung 4,73 Per­sonen.

Wie bereits telegraphisch gemeldet, hat das russtsche Kaiserhaus auf dem Schlachtfeld« einen Verlust erlitten: Prinz Sergei Max miltanowttsch von Leuchtenberg, der Neffe des Kaiser- «lexmder, ist bet einer der letzt« von der Armee des Großfürst«'Thronfolger- ausgeführt« R.kognoSciruugeu durch eine Kugel in die Stirn getödtet. worden. Prinz Sergei, Sohu des Herzog- Nicolau- von. Leuchte«berg uud der Schwester Kaistr Alexanders, der Großfürstin Marie Nicolajewna, wurde 20. (8) Dezem­ber 1849 geboren. Er war Fiügeladjutant. des Kaisers

Die Aktion der Ruffeu hat auf ollen Punkten begou? nm. Zunächst wnry am 23. Nachts ein konzentrirte- Bombardement auf die tüikifchm Pofltiouen von Pstw« eröffnet, welches stdoch nur his zum 24. Nachmittags dauert«. Zugleich gelang es dem General Gurko, im Süd- west« PlewnaS ein« starke türktfche Position auf der Straße nach Sophia zu erobern uns viele Gefangene zu wachen. Das Bombardemmt sollte jedenfalls diese Opera­tion ermöglichen; der Plan gelang, wenn auch unter bw nächtlichen Verlusten der Ruff«. Wan darf wohl an­nehmen, daß nun Schritt für Schritt mit gleicher Vorsicht, und lleberlegung gegen di« Stellung Osma« Pascha« vorge­gangen «erden wirb. ,vl -

Nach türktschen Depeschm hat auch die Armee de«. Großfürst« - Thronfolger- dm Angriff theil« gegen die Festung Rastschuk, theilS gegen Jowau Chiflik auf der Straße Popkiöi Kazeljewo-Kadiki-r, am schwarz« Lom, begonnen. Nach türkischen Angaben sei« die Ruffm an beidw Punkt« mit großen Verlust« zurückgeschlagm. llcbrigens war e« wohl keine Hauptschlacht, denn Srüei- man Pascha befindet sich augenblicklich in Barna.

Auch das Bombardement von Kar« hat begonnen, bie Stabt brennt Da« russische Centrum ist auf der. Straß« nach Erzerum bi« Meliduez, östlich von Sewin, vorgerückt. Nach einer türkisch« Depesche soll «S hier zu eine» klemm, für die Türken siegreich«, Kawpst gekommen fein; offen­bar bemüht sich Mnkthar Pascha die Stimmung in Kon­stantinopel durch SstgeStelegramme wieder zu heb«.

Neueste KriegSuachrichtm:

Konstantinopel, 25. Okt (Amtliche Meldung- über bereits ausführlicher dargestellte Kämpfe.) Am 24. Oktober griffen die Ruffen m.t mchr als 20,000 Manu von verschiedenen Seit« her Jovanschiflik uud Umgebung au. Rach mehrer« Stunden währmdem erbittertem Kampfe erhielten die Türken Verstärkungen und wirf«, ihre Gegner mit einem Verlust von 200 Mann. Am 24. Oktober griff« die Ruffm Test» (Telffch) ans d« Straße Plewua Sofia an, wurdm aber geschlagen und zurückgewiesm; jedoch gelang «» dm Kosaken, den Tele» grapheu zu unterbrech«. An demselbm Tage macht« über 6000 Russen ein« Angriff auf die Türken vor Rust, schul auf der Seite von Pyrgo», wurden jedoch mit 450 Manu Verlust abgewiesen.

Konstantinopel, 26. Ott. Ein Telegramm Mukhtar

Pascha'« an« Guedtsot vom 24. d. meldet Folgere«:

I Pu? kte find Gisvy, Sah und Renault mit Gambetta voll- I kommen einverstanden, dagegen sind sie für möglichste Vorsicht und Mäßigung in Mitteln ynb Wegen, während Gambetta ' aus NlLibewillitzung des Budgets, Stenerverweigerung uud : auf Apsführuug des Votköwill nS dringt, der die Leute deS 16 Mai endgültig verurtheilt habe, flch zu unterwerfen oder zurückzuzi hm. Die Siichwahlen findm am 28. Ott. statt.

Die in der lktztrn Zeit zahlreich verbr.iteten Gerüchte üher eine von der engUschen Regierung' in Aussicht ge­nommene o er sogar schon angeregte FriedenSvermittlung find wieder völlig verstummt England beharrt nach wie vor auf dem Standpunkt strengster Neutralität und hervor­ragende Mitglieder des CabinetS haben wiederholt auSge- l sprachen, daß der Zeitpunkt für einen Vermittlungsversuch noch nicht gekommen sei. In einer Rehe, welche Lord John ManoerS zu JpSwich hielt, drückte sich derselbe zwar einiger f Maßen hoff ungsvoll aus, doch gab er zu, daß der Friede eine Grundlage erhalten müsse, welche das militärische Ge­fühl beider streit" den Parteien befriedige und den Interessen ganz Europa'« gemäß recht und billig fei.

Aus dem Kriegsschauplätze in Asten ist unerwartet eine vollständige Wendung zu Gunsten der Ruffm elngetieten, Dieselben hab.n am 14. und 15. Oktober vor KarS einen großen und glänzenden Sieg über die Armee Mukhtar i Pascha'S erfochten. Die türkische Arms wprche yGständig j gesprengt uud ein. bedeutender Theil derselben gefangengt» j l ommen. Der Gefamwtverlust der Türken wird biS auf 15 000 Mann, darunter sechs Pascha'S und geg« hundert höhere Officiere, welche sich ergeben mußten, auf 36 Ge- i schütze 1000 Zelte, massenhafte Bsgage, Munition und Standarten geschätzt. KarS hat tu Folge deffen von den Türken aufgegeben werden roüffm und wird sitzt von den Ruffen eingeschloffen und beschoffen. Mukhtar Pascha hat, unter Zurücklassung einer kleinen Besatzung in KarS, rott den Tiümmeur seiner Armee dm Rückzug auf ter Straße i nach Erzerum angetreten und wirb von den Ruffen bet« ' folgt. Auch bie dIS in baS russische Gouvernement Eriwan ootgtbtungene 30,000 Maa» starke türkische HeereSabthei- lung unter Ismail Pascha hat auf bie Nachricht von bet Nieberlage Mukhtar Paschas sich schleunigst auf den Rück- zchg, gleichfalls in b t Richtung auf Erzerum, begeben, wohin bie Russ n unter General Hermann vorrücken. Wie bebcuteno Oie Nieberlage bet Türken ist, bas könne» diesmal auch die türkenfreundlichsten Stimmen rsicht v«- ; hehlen. Sie gestehen vielmehr offen ein, daß die Folge dieser Schlacht geradezu die Auflösung der Armee Mukhtar Pascha'S ist. Zugleich wird daraus hiugewieseu, daß mit den irregulären Trupp«, au» welchen die türkischen Arme« zum großen Th.ile bestehen, ein geordneter Rückzug kaum { möglich fei. Auf b.m bulgarischen Kriegsschauplätze ist gleichfalls eine debeutende Aenverung zum Vorthelle der Ruffen etngetxekn, indem Suleiman Pascha sich mit bem größten Thcile feinet Armee auf Rasgrab zurückgezogen hat, angeblich um dort güMgere Stellungen für die Vor- pfl gung der Truppen im Winter einzunehmen. Die groß« Erwartungen, welche auf rütkrscher Sette an die Berufung j dieses thatenlustigm Generals an die Stelle Mchuutt) f Ali's geknüpft wurden, haben sich daher nicht erfüllt, die türk.sche Armee steht vielmehr auf diesem Gebiete des Kriegs­schauplatzes an derselben Stelle, wie beim Ausbruche des Krieg,-. Die RückzugSbeweguug Suleiman Pascha'S wird voraussichtlich nicht ohne Einfluß auf die Lage von Rust i schul sein bleiben, zu besten Cernirung die Rusten anschet- . uerb von mehreren Seiten vorrücken. Inzwischen werden bie Arbeiten bet Rusten uab ter Rumänen vor Plewua ; dfdg_unb umsichtig fortgesetzt; ein Versuch bet Rumänen, ! die Schanze Butowa zu oehmen, ist jedoch nach erstem ! Gtlmgcm schließlich von dm Türken abgeschlagen worden.

267s Der Kongreß italienischer Katholik«, der jüngst Avlogna tagte, ist ohne viel Aufsehen erregt zu hab«,

feilen ober gestatten, baß bet Marschall unter sei« em ..Monde mit einem außerpaciameatarischen Geschäfts-Mi-

fpfl.,- ...

64! ^ücsetz, für welche- bei ben Arbeitern stark agitirt - t, angenommen, bagegro sind das StimmrechlSges tz und ähkPießlich auch da» Militärpflichtersatzsttuer-G«setz verworfen

ihre Politik und ihre Maßregel-, zu vecihetbigen, so- ' au- die Interpellation« und Vorwürfe der Ä.mmerp «U®Oden; das weitere werde bans VON der Haltung SmarS abhangen." Das E h e. in welchem die Mon- rfl. Ur« und PatreS j-tzt mächtiger als j- find, hoffe roh btr, der Senat werde im Noihfalle roch einmal

Auflösung der Deputirtenkammer feine Zustimmung

Utttt ft Frage betonte et die Rvthweudigkeit der Gründung

--- 0 füdslavtschen Consöverotivn und der Aus chnung ttechenlane« bis aa den Balkan. In Bezug auf das W Heilern deS HanbelevectrageS mit Deutschland wird bie

26» limtttn nm bie im ciflleithflnifdien NetedSM.ee r.iun Ad

»eigen nimmt entgegen: t Expedition d.Blattes, vied.Annoncen-Bureaur m Th. Dietrich & Co. in iffel und Hannover; Th. ietrich in Frankfurt a.M.; aaienftein & Vogler in Miitfurt a. M., Berlin, ipzig, Cvln ic.; Rudolf feie in Berlin, Frank­furt a. M. ic.

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wdchentlichm Beila« durch bie «rpedttion (Koch'sche

Wf«. (efL Bestellgebühr). - ^nsertion^edühr ftr die gespalrerw Zelle 1« Usg.

Herma,», tche Buchhandl. daselbst; Jnvalidendapt in Berlin; W. Thienes in Slberfclb; G. Schlotte in Bremen.

Antigen nimmt entgegen: dieShcNdttion d.vlatte-, sowie dLlnnomen-Bureaux vyn G. L, Daube & Co- in

tzierung auf bk im ciSletthantsch« Reichstage rom Ab

1 vlt ttmeten Mrgy eingebrachte Interpellation wohl eine 3t tiitung abgeben.

270 Lei der am Sonntag in der Schweiz stattgrhabteo

illarüurg, Sonntag, 28. October 1877; i i --------------------------------------------------------------------------------------------------------

-Organtsalioa nicht beadstchttgt ist. Beide Häuser deS e haben sich inzwischen constituirt und va« Abge- tenhauS hat die SlaatShaushalks- Borlag« und eine U^jlultgung des Ministers Camphansen über bie Finanzlage uy. mrßenS entgegen genomm«. Die Regierungöschreiben, ilche ben im Ministerium d«S Innern statt gehabten Per« k j «»wechsel dem Hause anz-igen, waren für Freitag zur chrechung auf bie TagcS Orbnung gestellt roetben, wobei n Ministertische bie gewünschte Ausklärung erfolgte, pei D«S Ereigntß der besoffenen Woche bildete in Oestet-

1 ich-Ungarn die Anwesenheit de« italienisch« Kammer« iflbeukn Crispi in Wi« und Pest. I, l>tz ertm Otte itt>k ihm zu Ehr« ein größere« pirlaroentanscheS Diner Ben; in seinen zahlreichen A«ß tungen übet die oti »ta­

ffen worden. Aus dem Vatikan durchschwitr« aller- «eui Uuberbütgte Gerüchte die 8B.lt, bald daß Cardinal tanco, balo daß LedochowSkt der Nachfolger Pin«' ueroen solle.

Die Wahlen vom 14. Octob.r haben die Zerwürfnisse Krankte ich nicht gehob«; die Gegwsätzk zwischen Berlü-ldet« vom 16 Mai und den R pub ikaner stad it als je ausgeprägt, und die Wörter Kawmerauf- , ünt agiftanb bet Minister unb Staatsstreich schwirren c die Saft Mac Mahon hatte im ersten Schrecken linke C.ntrum wieder zu gewinnen versucht und Du , Sy, Christophle, Wavdington und Rerault Elöff» WM gemacht, bann auch v'Aub fftet Patq der zu Rache HM 88 », übe all aber ablehnende Antworten erba ten. Jetzt DM i sich das Blatt im E y e gewandt unb Mac Mahoa litte am 23. ben Ministern B-oglie unb Fortou,von d>iste veränberung« könne j tzt keine Rede fein, die R - rvng vom 16 Mai muffe vor den Kammern erscheinen,

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