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nimmt entgegen:
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furt a. M- ic.
111 hle.
Kxpedttion b.BlatteS, ^ie dÄnnoncen-Bureaux Tb- Dietrich & Co. in Fra el und Hannover; Th.
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gttfurt a. M., Berlin, „„r.L. ina, Cöln ic.; Rudolf gesehe in Berlin, Frank-
Marburg, Sonnabend, 27. October 1877.
XII. Mrgaig
(Olicrljcffilrfif jfitimii.
Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d.vlatt es, sowie d.Annoncen-Bureaux von G- L. Daube & Co. in Frankfurt a. M.; Jäger'scho Buchhandlung daselbst; Herma>»rtche Buchhandl- daselbst; Jnvalidendank in Berlin; W. Thienes in Elberfeld; C- Schlotte in Bremen.
1.
Erscheint tLglich außer den itietttegen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für das Quartal mit der wöchentlichen Beilage P»R»t»,«»t«tt" durch die Erpeditton («och'sch«
Buchdruckereis bezogen Mark, durch die Postümier des Deutschen Reiches i Mart 5« Pf». (e$L Bestellgebühr). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zelle !• Pf».
Für in der Ervedition zu ertdellende Auskunft und Annahme von Adressen werden to Pf«, berechnet.
•fit die Monate November und Decemder nehmen alle Postanstalten (auf ingei e Lande auch die Landpostdotev) Beste!» ---»aen auf die „Oberheesleche Zeitung“ ■ef » deren Gratisbeilage „lllustrirtes Sonntags- 1 • iti» entgegen. — In Marburg nimmt die [26! ckerzeirpuete Expedition Bestellungen an.
Exped. d. Oderh. Zeitung.
Lagesdericht.
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x das nächste Etatsjahr ist folgende Ausprägung von , Nick und Kupfeimünzm Seiten» der preußischen zanstallen in Aussicht genommen: 150 Millionen Mark ldmünzm, nämlich 100 Millionen Dcppelkronen und Millionen Kronen und halbe Kronen; 1 440 000 Nickel- und 1085,000 Mm k Kupfermünze», zusammen
für 152,525,000 Ma k.
Zm Staatshaushalt» - Etat pro 1878/79 erscheint zvm Mal wieder ein Etat des KriegSmiwsteriumS. Der- enthält indeß in Einnahme und Ausgabe nur eine t Position von 1 Million Maik (2. Rat) behufs
anderweiten Einrichtung des Zeughauses. Der Arian, nach welchem die bauliche Umgestaltung gefördert
soll, weist auS, daß derselbe bi» zum 1 Bumst 1880
zur definitiven Leschlaßnahrne gelangt. Indem er jetzt einigen von der Kommission de» Abgeordnetenhause« chlagenen redaktionellen L ränoerungen wieder vorge wird, sind zugleich die Motive ergänzt »oiben, um die tSvethältaifie der Grafschaft Limburg klar; -stellen, und nde darzulegen, au» denen die StaaiSeegirrung bade» Fürsten auf Schadloshaltung für das ohne Ent»
g ausgehobene Jagdrecht auf fremdem Grund und anerkannt.
Aor fußen Jahre».
ch eine» DretundachtztgerS an» le* deutsch - fron» zSstschen Kriege 1876/71.
(Fortsetzung.,
5 Uhr nachmittags wurde ich «och gar samml
Gesellschaft durch einen Officier des 95. Regimentes, mir erklärte, daß er hier für sein Bataillon Quartier solle, in aller Freundlichkeit an die Luft gesetzt, mußten die: Villa räumen, traten vor derselben an marfchirten nun, Musik en tßte, mit klingendem Spiele Stabsquartiere unseres Bataillons wieder ein, wo ns mit Verwunderung und Lachen begrüßten, wir aber ^frvh waren, noch hie und da leidliches Unterkommen en, ich z. B. bei unserem braven Feldwebel in einem armen Bauernhäuschen.
,11. Februar. Zu allem Unglück genossen wir in erbärmlichen Quartiere einen Ruhetag, der das alle eschrei wieder ertönen machte: nix pour manger, nix
feier, >t.
ufS Entlastung vorgelegt rootben. — Ferner ist dem- ize« borge gt der Gesetzentwurf betuffend die R gulinn-g staudeshertlichen RechtSzustaude» des fürstlichen HavscS vemhetm. Tecklenburg bezüglich der Herrschaft Rheda I der Grafschaft Hohen Limburg. Der Gesetzentwurf mf Grund Allerhöchster Ermächtigung vom 13. Januar dem Landtage vorgelegt, jedoch nur in der S tzung SlbgevidneteahauseS vom 24 Januar uns in der Kom- adS Abgeordnetenhaus s thelweist vurchberathen, aber
fumer, nix pour boire! malljeur pour nous! (Die zofen und le pauvre Belgique aussi, die sonst nach [ Redeweise unserer französischen Quartierwirthe an dem :ert. j hd malheur participirtm, wurden fortan, da ja Frie- l geschlossen war, von allem Malheur, was über uns weniger berührt.)
12. Februar. Heute ginge nun fröhlich auf das °ne Versailles los. Es hafte in vergangener Nacht einen ichen Schnee geworfen, der Boden war aber glück eise gefroren, so dsß der Marsch doch nicht allzu genehm und beschwerlich war. Glücklicher Weise kam
10 Uhr, als wir der prächtigen Umgebung von Ver- ansichtig wurden, die Sonne so leuchtend und fttah- ervvr, daß e» uns allen schien, als wolle auch sie
durch
715/1
------ Dem Abgeordnetenhause ist die üllgemei' e Rechnung •til I t den Staatshaushalt ces Jahre» 1874 nebst den dazu -eigen Anlagen, einem Borberichte und den Beme'kungen Ober Rechnungskammer, sowie der Rechnung über die rbtNt io# de- ehemaligen Staatsschatzes füc dasi.lbe Jahr
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beendigt fein muß, ausschließlich jedoch der künstlerischen Wand - Dekorationen.
In Bulgarien ist bis jetzt noch kein Zusammenstoß zwischen dem russffchm liik-n Flügel und der Armee Suleiman» et folgt. Tie Neue Zeit ioxirt die letz ere auf 50000 Mann, hanp sächltch Retifs uud Nzam»; die ruf- stscheu Truppen sicd — nach derselben Quelle — vorzüglich konzentrtrt und noch nie so stark gewesen, wie jetzt, „bie Arm e erwartet mit Ungeduld einen Angriff Suleiman» — man wird ihm zu begegnen reiften." Aus Biela meldet der Stantoit vom 22 Oktober: Großfürst Wladimir habe den Oberbefehl über das zwölfte Korps erhalten. General Zimmermann s.i angewiesen, die ganze Lmie in Suleiman Paschas Rück n zu beunruhigen, und seit dem 21. habe der Zarewitsch einen Vorstoß gegen RaSgrod begonnen, während ein Korps unter General Wa> owtki gegen Rustschuk operirer» solle. Zufolge einer Timer-De pesche au» Schumia vom 22. waren die Berichte aus der Dobrudfcha beruhigend, und beseitigten die Besorgnisse eines unmittelbaren russischen Vonücken« gegen Stliftria und Bazardjch'k.
Au» Sistowa, 23. Oktober meldet die „Presse": „Die russisch.u Redouten und BelagerungSarbetteu vor Plewna dürften erst Ende diese» Monat» beendet sein. Die Zahl oer russischen und luiräntjatn Redouten beträgt 21, die der Batterien ist ebenlv groß. Fürst Emeritinekij hat über den rumänischen U bersallSversuch seine Mißbilligung ausgesprochen. Die Rumänen stehen auf dem rechten Feügel, dann folgen die Korp» Ä fleener, Sotow und die Garde am linken Flügel. General Gurko sicht zwischen Wid und ZSker, westlich Plewna. Zm Ganzen über 100 Bataillone, 70 Eskadronen, 350 Geschütze.
Neueste Kriegsnachrichten:
Konstantinopel, 25. Okt. Der Gouverneur von Plewna meldet nnftim 21 Okt: Die Russen hoben da» Bombardement wieder begonnen und die Gesckrsse gegen die Stobt gerichtet. — Rens Pascha meldet au» Schipka vom 23. Okt.: Der beiderseitige Artillerie-Kampf dauert ununterbrochen fort. Da» russische Munition» - Depot ist in die Luft gepflogen. — Jömail Hakki Pascha meldet vom 18. ds.: — Die Russen, welche un< den Rückzug abzu schneiden suchten, wurden von den Divisionen Sasvet Pascha'» bet Zoraktf in der Nähe von Massounguelik angegriffen, ge. schlagen und gezwungen, sich zurückzuziehen und ihre Verschanzungen zu verlassen. — Mukhtar Pascha hat feine Stellung bei Zewin stark verschanzt. — Hobart Pascha ist hier eingettrffen.
Petersvura, 25 Oki. Die „Aoenc- Rrft * meldet
au» Gorni-Siuden: Bei einer der letzten von der Armee de» Groß ürsten Thror.folge'» unternommenen R cognoS- ci’ungen wurde Prinz Sergiu» Leuchten berg durch eine Äugel in tie Stirn getödtet.
Bukarest, 25. Oki. Heute ist da» 7. russische Linien G enadier • Regiment nebst Artillerie hier durchmarschtrt.
Drolfcheß Reich.
■»* Berit», 25. Oct. Unsere neuliche Mittheilung, daß die Eutschetdung über den deulsb österreichischen Handelsvertrag unmittelbar bevorstehe, ft bet heute ihre Bestä- ti, uag. Wir erfahren, daß die deutschen Delegirteu gestern Wien v-rlasfen haben; die seit Wochen geführten Verhandlungen sind damit aufgehoben. Die Ursache dürfte vorzüglich Darin zu suchen fein, daß ans österreichischer Sette die Schutzzollteudeuzeu stark herrortreten und daß man dem gemäß der autonomen Zollgesetzgebung dort ein große» Gebiet reservtren wollte. Mau würbe auf biefe Weise zu einem Handelsvertrag g, kommen sein, der noch erheblich hinter dem von 1868 zurückgeblieben wäre, während letz lerer Vertrag doch nur da« Minimum der deutschen Au- forternngen befriedigt. Es ist demnach nicht richtig, wenn man das Scheitern auf einzelnzelne Positionen, wie etwa tie Weinzollfrage zurückführen will. — Die Landtag»- f.ffion wird von der FoeisLritttSpartti mit ehum parlamentarischen Schaustück e öffnet. Daß die für morgen im Abgeordnetenhause gepellie Interpellation diesen Charakter hat, zeigt sich am deutlichsten du-ch die Hneinztehuug de» Urlaube« de» Fürsten Bismarck. Man kann ann hmen, daß die Regieruag in keiner erheblichen Verlegenheit sein wird, die staatsrechtliche Lage der Dinge dem Abgeordneten» Hause klarzuftellen. Die im April b. I erfolgte Beurlaubung deS Fürsten Bismarck von seine« Geschäften an der Spitze der Reichsverwaltung hat durchaus kein Novum f h den preußische^ Landtag und Überhaupt für die Stellung de» Fürsten in der preußischen Verwaltung geschaffen. Schon bei der Ernennung des Finanzministers Camphauseu zum Vic, Präsidenten de» StaotSmintsteriuwS, welche, wie erinnerlich ist, im November 1873 erfolgte, ist die Stellvertretung deS Fürsten B>»marck im preußischen Staatsdienste geregelt und damals dem Abgeordnetenhause mitgc- theilt worden Heber die Bedeutung dieser Anordnung hat auch auf Anregung deS Abg. Windhorst eine Debatte statt- gesunden. Damals sand Windhorst die Macht de« Fürst« Bismarck durch diese Einrichtung zu sehr gesteigert und befürchtete da« Berschwinden der ccllegialischen R-gierung. Er that die« t otz der durch die Errichtung der V cplifi« dentschast ermöglichten häufigeren Abwesenheit de« Fürsten irb nah"» b^nrl» an dieserAbw's^heit ar k Gen «nsti ß.
das Ihrige dazu beitragen, den Einzug der vielgeprüften und treubewährten 22. Division zu einem schönen zu machen.
Erwähnm muß ich noch, daß der vorhergehende Tag mit allem Eifer dazu benutzt worden war, ordentliche Tollette zu machen, damit unser alter, lieber Kaiser, vor dem wir vvrübennarschiren sollten, sich nicht etwa schämen müßte, wenn er uns ansah. Also waren vor allen Dingen einmal die Montirungsstücke gereinigt und ausgebessert worden, die Mesfingbefchläge der Helme und die Knöpfe blitzten in Heller Pracht, das Lederzeug war fein gestrichen, die Gesichter, speciekl die Bärte, waren in Ordnung gebracht — Summa: die ganze 22. Infanterie-Division war heute im Vergleich zu ihrem Aussehen in den November- unv De- cembertagen des vorigen Jahres nicht wieder zu erkennen. ' Vor Versailles nahmen wir auf einem großen Felde Paradestellung, um hier S. K. H. den Kronprinzen, der uns zuerst begrüßen wollte, zu erwarten. Nach langem Hin- und Herrücken und Stehen erhieltm wir den Befehl, den Marsch wieder anzufteten, da laut eingegangener Nachricht S. K. H. erst weiter vorwärts uns entgegenfommen werde. Nicht lange waren wir marschirt, als S. K. H. mit seinem Stabe an uns herankam und mit lautem Jubel von upS allen begrüßt wurde. Er ritt zu den einzelnen Bataillonen und Compagnieen, redete die Offteiere und viele Mannschaften huldvollst an und setzte sich dann wieder an die Tßte der ganzen Marschcolonne, um die Division so nach Versailles hinein und an der Präfectur, wo Se. Majestät der Kaiser wohnte, Höchstdemselben vorzuführen.
Da Se. Majestät in diesen Tagen unwohl war und vor jeder Zugluft sich hüten mußte, so konnten wir den geliebten kaiserlichen Heerführer nur hinter den geschlossenen Fenstern stehend, von wo et uns freundlich seinen Gruß zunickte und zuwinkte, erblicken.
Uebrigms muß es eine helle Pracht gewesen sein, die
Kilometer-Division so vor dem Kaiser im Paradeschritt vorüber defiliren zu sehen: die Köpfe hoch, die Augen in die Höhe und rechts gerichtet, die Kniee durchgedrückt und die Fußspitzen herunter und dazu die Musik: „Heil Dir im Siegerkranz!" — so kam Bataillon nach Bataillon vorüber.
Nachdem alle au Sr. Majestät vorüber defilirt waren, marfchirten wir die Avenue de Paris entlang bis auf dm großm Platz vor dem Schlosse, wo dann die Mannschaften in ihre Casernements ober Quartiere vercheilt wurden. Währmd die 43. Brigade größtencheils in Bürgerhäusern einquartirt wurde, wurde die 44. in die Castrum von Versailles gelegt; unser Bataillon kam in die in der Avenue des Sceaux gelegene Caserne zugleich mit einem Theile der 13. Husaren; die Offieiere dagegen erhielten durchgehends Quartiere in Privathäusern und zwar ohne Verpflegung; ich hatte das Glück, mit Reserve-Lieutenant Frankfurt zusammen ein recht hübsches und gut meudlirtes Zimmer nebft Alkoven zu erhalten.
lieber die Einquartierung jn der Caserne warm unsere Leute nicht gerade hoch erfreut; gerüchtsweise war es ja schon vorher zu ihren Ohren gedrungen — und kurz nach dem Heimischwerden in den angewiesenen Räumen bestätigte es die traurige Erfahrung, daß es in der Csstrne „nicht sauber" sei; nicht, daß etwa Geister und Gespensterdort ihr Wesen trieben — bewahre! das hätte die Krieger aus dem Hessenlande weniger alterirt, aber es war etwas andere«, desfm nähere Beschreibung mir die gebotene Delicatesse verbietet: nur so viel sei verrathm, daß ich noch am Nachmittage laute Klagen hören mußte und in einer Stube der Caserne an der Wand eine riesige Hand gemalt sah, übet ber die Worte „gardez!“ „Nehmt Euch ip Acht!" jtanben uub die mit ausgerecktem Zeigefinger auf eine in der Wand steckende Nadel hinwies, an welcher eine ganze Sammlung IM Leichm jenes bekannten Parasiten angejpstßt »ar,