Marburg, Dienstag, 23. October 1877.
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«titigcn nimmt entgegen: tzj, Expedition d.vlattes,
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tt t«glich außer dm Werktagen nach Samt-,«rt.Feiertagen. Preis für das Quartal mit der wöchentlichen Beilage „älnfctxtH U,»«t«aS»latt" but* bie atneMtim. «•***. Bnchdrn-erei) bezogen H eUrt.bart die PostLMer deS Deutschen «eiche- 1 «art &• ff," (eiLBeMsÄk - 3ntebn6aCbtiT5rbk ***
V-in der Srpedition ,n ertheilende «nSkunst und »mab^ »o» Mresfiff ,tz *“* W •**
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(Fortsetzung.)
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Rach einet der ,P. C." zugegangenen Meldung von
1#. Januar. Die paar Ruhetage in den guten Quar- von Alen^on — und die Ruhe war gewiß eine verdiente — hatten uns allen sehr wohlgethan. Zu größten Leidwesen solltm sie aber nicht länger 6,-; heute Morgen schon wurde einem gestern empsangenm Ihle gemäß „nach Rouen an der Seine (ca. 20 Meilen i Alen^on) zu marschiren," die.Marschbewegung ange- v. Morgens um Vi9 Uhr standen wir an der Straße i Nöle zum Abmarsch bereit.
weichem einige der schönsten Exemplare der immetgtünen wachsen, welche irgeutwo in der Welt zu scheu find. Stelle war ein LiedliogSplatzcheo für die Künstler in , angezogen von der wilden Schönheit der Ansicht, taebefonbete von den malerischen Formen einiger dieser bißen Bäume. Die Eigemhümer de« Boden«, die dem Distrikt geboren waren, hatten sich entschloss« die
zu fällen und den heiligen Grund urbar zu machen.
|bie« zur Kenutniß eine« distinguirten Künstler« Dresden gelangt, welcher jene Waldscenerie häufig auf nd illustrirt hat, erbot er stch zum Ankauf der Stelle mt den grandiosen Bäumen. Nachdem er da« Ge- abgrschlofien und da« von den Bauern geforderte ld bezahlt hatte, bot er seine neue Besitzung feinem
Baterlande zum Geschenk an, unter der Bedingung, sie unveräußerlicher deutscher Nationalboden werden , sür den zum Wohl der Knust der Welt Sorge ge* werde. Die Italiener tonnen niemals dankbar ge«
ein Soldaten-Champaguer ä 10 Sgr. die Flasche zu hab«; ex war aber auch darnach!) - .
Auf unserem dann angetretenen Marsche sahen wir zwar nichts mehr vom Feinde, fanden jedoch überall auf dem Wege Spuren, daß er hier gewesen war. So war z. B. der Wald von Menil-Brout durch mehrere Verhaue und Schützengräben vollkommen zur Vertheidigung eingerichtet und es wäre für uns ein saueres Stück Arbeit gewesen und hätte sicher manches junge Leben gekostet, wenn hier der Feind sich uns entgegengestellt und uns genöthigt hätte, chm die verschiedenen Waldparcellen zu entreißen.
Gegen 3 Uhr Nachmittags kamen wir, mit der zweiten leichten Batterie zusammen, in dem Städtchen Coulonaes in ganz gute Quartiere.
20. Januar. Um %9 Uhr wurde der Marsch nach Moulms le March« bei sehr dichtem Nebel angetreten. Unsere Bngade marschirte durch die Stadt l'Aigle, welche noch Tags vorher 300 Franetireurs besetzt gehalten hatten, ^n der Mittagsstunde fing es zu regnen an und zwar so stark und anhattend, daß wir sehr froh waren, als wir gegen 3 Uhr in Augnaise enge, aber doch trockme Quartiere beziehen konnten.
Ein Seitm - Detachement unserer Division Hatto heute ein leichtes Gefecht mit Franetireurs in der Nähe von l'Aigle zu bestehen.
21. Januar. Um V«9 Uhr wurde der Weitermarsch angetretenj der Tag war sehr nebelig. Wir tarnen nachmittags in la Barre in Quartiere, welche kaum die Note „einigermaßen erträglich" verdient«.
22. Januar. Heute sollte un« eigentlich ein Ruhetag gewährt »erben, allein da die 17. Infanterie-Division bei der Stadt Bemay auf den Feind stieß, so erhielt unsere Division den Auftrag, die 17. bei ihrem Angriff auf die feindliche Stellung bei Beruay zu unterstützen.
ncett. wburg
«n zerstörte« ®lx<. -
Erzählung von Satl Kessel. s .
(Fortsetzung.)
"die steinen also wohl von Dem, «a« auf dem geprigen CoÖ »orgefallen ist, nicht da« Mindeste za iriffm?- „«ein Gott, nein."
„Unb doch spricht man in der ganzen Residenz davon
Ihr Gatte. .*
»Schon wieder mein Mann? Oh Sie martern mich durch diese geheimnißoolle Sprache ans da» entsetzlichste."
nug für diesen generösen Gedanken, der die Verübung einer That von nicht wieder gut zu machendem Vandalismus verhindert hat. Es ist hart, zu denken, daß in diesem Italiener die VandÄen gewefen wären."
Die erste Folge de« Siege« der Russen bei Kar« ist, wie übereinstimmend berichtet wird, die Umschließung und Belagerung dieser Festung, in welcher stch auch Mukhtar Pascha befindet. Während dessen rückt die südliche Coloune de« Generals Tergukastoff, sowie eine Abtheiluug von Ar« dahan über Pmek vor, eS werden also jetzt — freilich unter günstigeren Umständen — die Operationen tzom Beginn de« Feldzuges wiederhott. Die Gefangennahme der rm Karadjadagh (Sladjadagh) gebliebenen türkischen Di- viston — soll wohl heißen der drei Divisionen — wird jetzt auch von Konstantinopel au« bestätigt. Nach einem Tkl grarnm des „Temps" vom 16. Oktober, Abend«, hätten 20 türkische Bataillone die Waffen gestreckt. In Petersburg wurde der Sieg durch Fahnenschmuck, Viktoriaschießen und Ledeum gefeiert.
Aus Tflö, 18. Oktober, meldet die Presse: Der offizielle ausführliche Bericht übe, die Schlacht am Aladscha« tag Wirb demnächst publicirt. Die russische Armee zieht gegen Kars; her Belagerungspark hat sich aus Alexandra- pol gestern in Bewegung gesetzt. Die Kurden desertiren sitzt wieder maffeuweise aus den türkischen Reihen und geben vor, Rußland dienen zu wollen. Großfürst Michael hat deren strengste Ueberwachung angeordnet. Das CorpS des Generals Lazareff, welches den Sladschadag umging, verfolgt die versprengten Abteilungen des rechten türkischen Flügels gegen Süd« und sendet auch über Hidschihalil eine Solenne geg*n die von Kars nach Erzerum lührende Straße. Großfürst Michael verth-ilt GeorgSorden und TapferkeitSsSbel; das ausgezeichnete Verhalten der Generale Heimann und Larareff wurde in einem eigenen Berichte besonders hervor- g,hoben. Zsmail Kurd Pascha hat auch seine Vortruppen von der Karawanferajstraße zurückgezogen; General Tergu- kafsoff folgt ihm auf türkisches Gebiet. Das bei Osurgetü conceitrirte Rionkorps hat mit der Besatzung von Aroahau dru Befehl zur Vorrückung erhalten. Bei der türkischen Armee herrscht große Panique.
Nach mehrtägigem guten Wetter trat vorgestern in der Bulgarei wieder Regen ein. — Der Zarewitsch verlegte fein Hauptqurrti.r von Monastir nach dem nördlicher gelegenen Dorfe Brestowet, binnen wenigen Tagen soll eine Garde- Division unter de« Befehl des Grafen Schuwalost, «im» Bruders des Londoner Botschafter«, zu ihm stoßen, worauf der Zarewitsch an« feiner bisherigen defensiven Haltung herauStretm will. Da« Bombardement von Plewna dauert noch fett
ltldCwen su einer energischen Transpirationskur lljll lendet, blieb auch den ganzen 17. Januar noch im k, genoß nur etwas Suppe, und brachte es dann glück- 'dahin, daß »mein Gesundheitszustand derart sich besserte, ich mich am Morgen des 18. Januar gesund melden in der Compagnie zum Dienste wieder eintreten konnte.
D« wir nicht wußten, welche Verpflegung wir dort '«lf dem Marsche dahin fänden, hatte sich ein Jeder Nu« mit einem ansehnlichen Frühstück und der nöthigen . 1871. iche Wein versehen — ja einige Gourmands, selbst k den Mannschaften, hatten sich sogar bis zu Champagner kgen. (Wie der Champagner in Wm?on war, weiß l Ab.R nid^ bemt ich habe aus Gesundheitsrücksichten keinen gen; Meaux war später bei einem „Kommiß- ", wie unsere Leute und namentlich die Herren Bursch« d des Comestibles zu nennen sich angewöhnt,
Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d.vlatteS, sowie d.Annoncen-Bureaux von ltz. L. Staube & Co. in Franffurta. M.; Jäger'sche Buchhandlung daselbst; Hermau>»rche Buchhandl daselbst; Jnvalidendant in Berlin; W. Thienes in Elberfeld: C. Schlotte in Bremen.
dAnnoncen-Bureaux sen Th. Dietrich & Co. in »affel und Hannover; Th. Dietrich in Kankfurt a.M.; B' stein & Vogler in tt a. M., Berlin, Cöln «.; Rudolf in Berlin, Frankfurt a. M. tc.
. Hem ist bie ntue Instruktion für bie deutschen Unter« fablet deS HanbelsvertrageS mit Österreich Ungarn nach ziu abgegangen, um bet Genehmigung be« deutschen ichskauzler« Fürsten Bismarck unterbreitet zu werden, der erfolgten Genehmigung dürfte auch der Bevoll- Igte, General-Ditectot Haftelbach, nach Wien zurück n. Zugleich hört die „Pol. Cor.", daß man in Berlin Hoffnung auf da« Zustandekommen des HandelSver- mit Oesterreich-Ungarn nicht aufgegeben zu haben
ji 1?. unb 18. Januar. Ruhetage.
® •), Ich hatte gleich die erste Nacht und einen Theil des
LugeSdericht.
Se. Maj. der Kaiser ist am Sonnabmd Abend 83/< Ihr wohlbehalten in Berlin eingetroffen.
Der Bericht der Kommission für die Reichs-Stempel- 4 wer, — 100 Druckogeu umfaftenb — wirb, sobald er sthog« ist, wa« Anfang künftigen Monats zu erwarten cht, wie wir hören, unmittelbar an den BundeSrath ge .] eigen, ohne da« ReichSkazleramt zu beschäftigen.
Der „Daily New»*-Korrespondent giebt au« Simnitza ein trostloses Bild von dem Zustande des Weges von Gluv- gewo nach Simnitza, der Hauptstraße für bk russischen Truppen unb Proviant Transporte. Der Weg ist fast ganz unpassirbar wegen des sußtiesm Schlamme». Aller Art Fuhrwerk steckt fest. Eine Dampsbarkasse, auf zwei Wagen verladen, war so tief eingesunken, al« ob sie dort ihr Winterquartier nehmen wollte. Die ©eiten der Straße find mit Skeletten von Pferden und allerlei Vieh eingefaßt. Bei Simnitza wird e« noch schlimmer. Der Zustaud läßt- sich gar nicht beschreiben. Dazu liegt die Hälfte der Einwohuer- schaft am Fieber, Typhus rc. darnieder. Die Brücke befindet stch in einem sehr gebrechlichen Zustande und es hat nicht den Anschein, alS ob sie noch lange halten wirb. Weise sür alle LebenSbedürfniffe find enorm. Der Bau der Bahn Giurgewo Simnitza geht nur sehr langsam von statten unb fie wird schwerlich in diesem Winter fertig werden. Zn Turn Wagurelli sah efl in Folge be« am 14. eingetretenen trockenen Wetters etwas bester aus. Hiustchtlich de« Hospital« und LazarethweseuS zeichnen stch bie Rumänen iu jeder Beziehung vortheilhaft vor den Rusten an«.
Neueste KriegSnachrichtm:
L o n b o u, 20. Oft. Der „Morning-Advertiser« erfährt daß England keinem der Kriegführendm einen Mediation« Vorschlag gemacht habe. Die Großmächte erachtetm e« gegenwärtig nicht füa opportum, FriedeuSvorschläge zu machen.
Wien, 20. Okt. Das .Reue Wiener Tagblatf meldet au« Ragufa: Ali Pascha hat bei Tredinje ein Armee-Corpb, bestehend an« 21 Tabor« und 8 Bataillon« concenttirt, um bie Wiebereroderung von Ntkste zu unter# n hmen. Auch von Podgoritza her wird die türkische Of- fenstve erwartet. Der Fürst von Montenegro ist mit dem SenatSprästdenten Petrowitsch nach OrpÄuku geeilt, wohin auch da« (Bro« be« montenegrinischen Heeres virigirt wurde
Kouftautinopel, 19. Okt. Die „Agerce HovoS* meldet: Die Rusten sollen Kar« theilweise «ingeschlost« haben und dasselbe beschieß«. Die wlegraphisch« Serbin- eungen mit Kars find unterbrochen. Mukhtar Pascha soll jetzt die Postttou Shizavddre zwisch« Kar« und Saghault- Dagh occupiren. Die ganze im Karadjah Dagh gebliebene Divistou gerieft) in russische Gefangenschaft.
Konstantinopel, 19. Okt. Heute hat Mer ein großer KrtegSrath stattgefunden.
Konsta ntinipol, 20. Okt, Ein Trlrgrmum Dsma» Pascha« an« Plewna meldet: Gestern bei Anbruch be« «b/nb« machten bie Rusten ein« Angriff auf den recht« russisch« Flügel der Türk«, ward« jedoch mH großen Verlusten zurückgeschlagen. — Bei Karadja-Dogh (astatischer
; . Es kam jedoch heute zu keinem Gefechte. Wivmar- schirten sehr langsam vorwärts; dichter. Hochwald mit | niedrigem Gestrüpp abwechselnd — ein rechtes. Franctireur- | terrain — gebot, mit größter Vorsicht sich vorwär« W bewegen, zumal da unsere Cavallerie-Divffion mehreremechß aus vorliegenden Fermen Feuer erhielt. Exattirte Bauern, unter chnen vielleicht einige Versprengte, waren es, welche diesen Unstnn begingen, unseren vormarschirendm Trupchen gegenüber solch nutzlosen Widerstand, der wahrhaftig keine i Thal des Patriotismus mehr war, zu versuch«. Sie hab« i ihr Beginnen zum Theil schwer büßen mästen; jeder mit i der Waffe in der Haiw ergriffene Bauer wurde ohne Wei- j teres niedergeschossen und die Fermen, auS welchen dir Schüffe gefall« waren, wurdm angezündet.
Nachmittags kamen wir in recht gute Quartiere in I Chambron.
23. Januar. Da unser DivifionS-Eommand«r, General - Lieutenant v. Wittich, erkrankt war, übernahm von heute an Gmeral-Lieutmant v. Rheinbabm, seither Führer ; einer Cavallerie-Division, das Commando. '
(Fortsetzung folgt.)
zl -p I jt verfiM Die „Times* enthält folgenden interestaniw Bericht : a Rom vom 14. d. Mts.: „Der deutsche Botschafter, : m von Keudell, begab sich heute mit einer Anzahl feiner ■Mleute nach OllvanS, um bie Besitzergreifung eine« tick Laube«, welches bmtfcheS Territorium in Jtalim [Diaa Borten, zu feie«. OlevanS ist eine kleine Stadt, etwa d H«v Meilen von Valrnontoue, der vierten Station auf dem ege von Rom nach Neapel. In der Nähe derselben be-
loffti tet sich ein alter Hain, von einig« Morgen Umfang,
Aor sieben AaHre«.
»buch eine» TreiundachtzigerS au« dem deutsch - freu zöstschen Kriege 1879/71.