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ir. LAS.

JHarfiurg, Mittwoch, 17. October 1877.

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WcheM jfitniig

•flJlITUll u« *»• , -vtuni. isjig, Köln ic.; Rudolf tofie in Berlin, Frank­furt a. M ic.

Erpedttio» (X o ch'sche Beile !• Pf».

-»scheint täglich außer de» Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für das Quartal mit der wöchentlichen Beilage „UluUrirte* GrnntagSdlatt" dm Buchdruckerei) bezogen U Wert, durch die PostSmter deS Deutsche» Reiches i Mark 5» Pf«. (e$L BestellgebLhr). — JufertiouSgebtchr fit die gefpi Mir in der Expedition »u ertheileade Auskunft und Annahme von Adressen werde» 15 Pf», berechnet.

«eigen nimmt entgegen: k Expedition d.Blatte-, Bie d-Annoncen-Bureaux n Th. Dietrich & Co. in fiel und Hannover; Th. zr* jietrich in Frankfurt a.M.; IMf lafenftein & Vogler in Mkfurt a. M., Berlin.

Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d.BlatteS, sowie d.Annoneen-Bureaux von G. L. Daube & Co. in Frankfurt a. M.; Jäger'sche Buchhandlung daselbst; Herma>i.,'sche Buchhandl. daselbst; Jnvalidendank in Berlin; W. Thienes in Elberfeld: C. Schlotte in Bremen.

LageSdertcht.

I Wir haben schon vor geraumer Zeit darauf hingewiesen, H eine Centralisation der gesammten Verwaltung für £nbel und Eisenbahnen beim Reiche in den Absichten deS dichskanzlers liege. Unterm 12. Oktober wird nun der »eserzeitung« von Berlin telegraphirt: „Fürst BiSmarck streikt die Trennung der Eiseubahnverwaliung vom Han- Ministerium." — Wir halten diese Mittheilung nicht i korrekt und finden e» erklärlich, wenn die „Vossischc tfangN durch sie zu der irrigen Bemerkung veranlaßt kd: .Herr Maybach würde dann also Eisenbahnminister iben, da er vorläufig noch nicht HandelSminister sein - an.* Ein preußisches Eisenbahnmtn.sterium wird Fürst Imrrck so lange nicht in'« Auge fasien, als die Reichs «smbahnaogelegenhett noch keine res judicata ist.

JU 61

Rach einer Münchener Meldung verlautet in dortigen Lgeordnttenkreisen, daß sich der baierische SlaatSrath von ang i chlir in den nächsten Tagen nach Berlin begeben werde. [258 ton glaube, daß diese Reise mit den Personalverhältnisien —— 8 ReichSeisenbahnamtS in Verbindung stehe. — Den st idten Theil dieser Meldung rnüffm wir intüch als unbc-

bezeichnen. Soviel wir wissen, liegt es nicht in [257 t Absicht der maßgebenden Kreise, in den Personalver- »ictb« iinissen dkS ReichSetsenbahnamtcs irgend etwas zu ändern, Rr bM bie Frage der RetchSeisenbahnm definitiv gelöst ist.

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(Fortsetzung.)

or.

1877.

-urg.

1

ist nb a ltere [2

Für heute bezogm wir in Torcö, einem klemm, in ge- er Gegmd liegenden Flecken Quartiere. Mich über­bald nach dem Einrücken in die, beiläufig gesagt, jämmer- Quartiere in Sorte ein solcher Frost und so starkes iweh, daß ich den Ausbruch einer recht schweren Krank- bei mir vermuchete. Die Blattern begannen ja damals n hie und da zu spucken, und wenn ich in jener Zett hauptsächliche Furcht vor ttgend etwas hatte, dann die vor den Blattern oder dem TyphuS. — Doch

resultaten waren 320 Mardrte den Republikanern, den vereinigten „Lonservativen* zugefallen. Die De- rnkammer hat 534 Mitglieder, die absolute Majorität

die Pfvite von der serbischen Regierung Ausklä n über die letzten Rüstungm verlangte, habe sie nur

e auf eine serbisch»KkiegSerklärung mit der Absetzung Fürsten Milan antworten, und die Mächte würden den ßen vor einer so strengen Maßregel nicht schützen tonnen.

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der. I Wie daS „Mvuorial diplomatique* bestätigt, würde die

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igt 268 Stimmen. Trotz deS ausgeübten ungeheuer- Drucks hat also daS Ministerium nur etwa 30 mm gewonnen. Die charakterlose Börse begrüßte Ergedniß mit einer starken Hausse, wie ste seiner auch den Sturz de» KabinetS Simon anfaahm. Wir gespannt sein, ob Marschall Mac Mahon den Muth onne wird, gegenüber einem solchen Urtheile der Nation, Sonis seiner bisherigen Politik zu verharr«.

Aor sieöen Jahren.

idcktOttbuch eine» DretundachtzigerS au» dem deutsch - fran- etns »Sfifcheu Kriege 1870/71.

Lokal, Lach bot aus Paris ei »gelaufenen Depeschen find zwar Ile pa| alle Mitglieder der berühmt«» 363 «ted«gewShlt in 66t »den, tndch ist schon j tzt eine glänzende Majorität der [25Lchpablikaner völlig geficherr. Nach den vorerst ststgestellten

j «i । l Ter Marsch war wegm des hohen und nach und nach 1 'zenden Schnees ein recht unangenehmer und lang- . Unser Regimmt kam an diesem Tage in keine Here Berührung mit dem Feinde; dagegen mußte das dem Commando des Obersten von Beckedorfs stehende I Regiment, bei la Croix den Feind angreifen und 16 seinen Positionen herauswerfen; das 94. Regiment U mit einem Bataillon ebenfalls ein und gelang cs bei fa Gelegenheit, ohne große Verluste aus unserer Seite, 18 Feinde mehrere Tausend Gefangene abzunehmen.

n (zp 1 Da heute von dem III. und X. Armee-Corps le Mans reklet ürmt wordm war und der flüchtige Feind in nordweft- i u ei er Richtung nach Beaumont für Sarthe hin sich zurück- ebe M. bekam unsere Division den Befehl ihm dorthin zu gen. An diesem Tage hatten wir uns auf unserem Marsche Meisten le Mans genähert »nd entfernten uns nun, Ken folgenden Tagen nordwärts gegen Alencon marschi- l, wieder immer mehr davon, wie von der ganzen Loire-

por

1.1

von ihrem Rechte Gebrauch gemacht, welches die auf die Verhältnisse Serbiens sich beziehenden Verträge gewähr­leisten.

Wie man dem „Manchester Guardin* ans Konstantinopel untetm 10. d. telegraphirt, sind seitens der Vertreter Oe­sterreichs und Demschland's der Pforte wiederholt Vorfiel hingen zu Gunsten eine« Friedensschlusses gemacht worden. Dieselben haben aber kein befriedigenderes Resultat gehabt, als die Verstcherung des Großveziers, daß so lange ein einziger russischer Soldat auf türkischem Boden bleibe, eS gänzlich nutzlos fein würde an Friedensunterhandlungen zu denken.

Unerwartet sind die Nachrichten vom Kriegsschauplatz, die der Telegraph über die Lage der Armee Osman Paschas in Plewna brachte: falls dieselben richtig stnd, wäre eine Kapitulation derselben wohl bevorstehend; denn eS soll ihr an Munition, Lebensmitteln und Kleidungsstücken fehlen, und Hunge> kcankhetten sollen die Truppen veranlaßt haben, von Dämon Pascha die llebergabe zu fordern. Der Plan Todleben«, i Pl.wna auSzuhurigern, würde also ganz ausührbar erscheinen. | Gleichwohl möchten wir noch einigen Zweifel in die Richtigkeit jener Nachricht setzen: Den Türken war e« ja gelungen mehrere Munition«- und Provtantkolonnen nach Plewna hineinzubringen. UebrigenS wäre eS möglich, daß Osman Pascha sich aus der Straße nach Orkhanie und Sophia, die sür rhn durch Shevker Pascha« Truppen gesichert sein soll, zurückziehen will. DaS Verlassen der Redouten würde ob r von großer Gefahr sür die Armee sein, falls die Russen nicht zauderten, schnell ihre Schuldigk.il zu thun.

Mukhtar Pascha soll sich östlich von Kar« concentrirt haben. Wenn der Golos recht unterrichtet ist, wird er von einem über Ardahan und Perek marschirenven Corps umgangen und von diesem in den Rücken gefaßt werden. Der Plan ist gut, seine Ausführung schwer. Inzwischen dauern die Kämpfe bei Kar« ohne wesentliche« Resultat fort.

Au« einer Correspondenz des „TempS* aus dem iüc< kisthen Hauptquartiere vor KarS ersehen wir, daß Kap rän . Norman, Sorrespondent der „Time«* und intimer Freund de» englischen Milttärbevollmichtigten bei der türkischen Armee in Asien, Oberst Kamball, auf Befehl der türkischen Regie.ung au» Armenien ausgewiesen ist. Seine Depeschen sollen durch tendenziöse Entstellung der Thatsachen zu Nn« gunstm der Türken den Zorn in Konstantinopel erregt haben. Leser der „TimeS" werden die Ursache schwerlich begründet finden.

Bon Reonf Pascha, dem wiederernannten Kommandanten der Balkanarmee, heißt e» in Konstantinopel, daß er seine Truppen in einem so herabzekommenen Zustande vorfand, daß er dis Commando derselben nicht behalten wollte.

erholte ich mich durch die in dieser Nacht mir gewährte Ruhe soweit, daß ich am folgenden Tage, wenngleich mein Zustand sich auch nicht sonderlich gebessert hatte, doch wieder mit antreten konnte.

• 13. Januar. Unser heutiger Marsch ging in nord­westlicher Richtung, die große nach le Mans führmde Straße kreuzend, gegen Courcemont. Auf dem Wege konnten wtt im Schnee die Spuren der flüchtenden feind­lichen Colonnen deutlich schm, auch zeigten uns noch glim­mende Aschenhäufchen an der Straße, daß erst vor Kurzem hier der Feind gerastet habe.

Für mich war dieser Marsch ein überaus beschwerlicher; das Kopfweh kehrte mit erneuerter Heftigkeit wieder, bei jedem Schritte drohten meine Kräfte ganz zu erlahmen und nur mit aller Mühe mich zwingend, ging ich wie im Traume dahin, völlig gleichgülttg und abgestumpft gegen alles, was um mich her vorging — ein entsetzlicher Zu­stand !

Nur als, nachdem wir Courcemont bereits eine Strecke weit hinter uns gelassen hatten, der Befehl gegeben wurde, den vor uns sichtbar werdenden Feind zu attakiren, spürte ich wieder etwas Leben in mir. Nachdem unsere Artillerie einige Granaten in das vor uns liegende Städtchen Ballon geworfen, ging es im Sturmschritt gegen den Feind vor; rteser gab nach kurzem Kampfe seinen Widerstand auf und rettrirte sich über Ballon hinaus, wie? davon zeugten nicht nur die in den Sttaßen zu Hunderten umherliegenden Tornister, Gewehre, Mützen und andere Gegenstände, son­dern auch die circa 1400 Mann Gefangene, die unser Bataillon einbrachte. Es war eine hübsche Anzahl — aber unserem Bataillonscommandeur noch nicht genug, der, weil gestern das 94. Regiment 3000 Gefangene gemacht, die gleiche ober wo möglich noch größere Anzahl von seinem Bataillon verlangte. Für heute konnten wir nur die andert-

Uebrigen» hat die Pforte eben jetzt da» letzte Aufgebot der Reserve unter die Fahnen Berufen. Man schätzt den Effec- tivstand desselben aus 160,000 Mann, welche innerhalb Monatsfrist soweit abgerichtet fein müssen, um sofort nach dem Kriegsschauplätze abgefchickt zu werden.

Neueste Kriegsnachrichten:

Petersburg, 15. Oct. Eine Depesche de» ,@olo«" au» Karajal vorn 13. meidet: Ein Theil der russtschen Truppen befindet sich auf dem Marsche nach der türkischen Rückzugs-Lmle aus Erzerum. Heute versuchten die Türken einen Angriff auf den Berg Jagna (Aanilar?), wurden aber mit großen Verlusten, eine große Menge Todter, Ver­wundeter und Wessen hinterlassend, zurückgeschlagen und ergriffen hieraus die Flucht. Drci türkische Offiziere wurden gefangen. Unsere Verluste stnd unbedeutend.

Konstantinopel, 15. Octbr. Reuf Pascha meldet aus Schipka vom 13 ds.: Heute ist das Wetter schön. Wir recognoScirten die Posttionen de» Feindes und con- statirten die Errichtung neuer russischer Verschanzungen, Da« Geschütz- und Gewchrseuer dauerte den gangen Tag. Wir hatten drei tobte unb drei Verwundete. — Gefangene sagen au«, daß der Feind durch zwei Bataillone, die von Bajaziv gttommen, verstärkt sei. — Chefkct telegraphirt vom 11. Oct.: DaS Regiment Lethie hatte auf dem Marsche ein Gefecht mit dem Feinde und verfolgte denselben nach Akira. Rach dem Gefechte bei Kcmerkupzu haben die Russen ihr Lager abgebrochen und stnd abgezogen.

Konstantinopel, 15. Oct. Ein Telegramm Chefket Pascha'« meldet aus Plewna, 14. Oct.: Fünf Bataillone russische Infanterie und rin Regiment Kosaken, welche bei L'tliche (?) Schafe und Rinder zusammen getrieben hatten, wurden von türkischer Cavallerie angegriffen und nach mehrere Stunden dauerndem Kampfe mit Verlusten von 150 Tobten, sowie vielen Verwundeten tu die Flucht geschlagen. Da« zusammen getriebene Vieh wurde von den Russen zurück­gelassen; ein Theil desselben ist b.reit» nach Plewna ge­bracht. — Im Schipk^paß stad von den Russen neue Be­festigung« angelegt worden.

ü Deutsche« Reich.

•• Berlin, 15. Oct. Mit Bezug auf die Entlassung des Grafen Eulenburg wird tn verschiedenen Blättern be­hauptet, ein früherer «ntrag de« Fürsten Bismarck auf Entlassung des Ministers sei von dem König seiner Zeit abgelehnt worden. In RegicrungSkreisen ist von einem solchen Vorgang oder etwas ähnlichem nicht das mindeste bekannt. Die Mittheilung beruht auch insofern auf einer entschiedenen Verkennung der Verhälinisse, als die persön- halbtausend Mann als Abschlagszahlung abliefern, morgen unb übermorgen waren ja auch noch Tage, wer sie erlebte, unb da konnten wir ja bie Restforderung abzahlen.

Hätte ich nun in der folgenden Nacht ein besseres Quartier gehabt, als ich es wirklich fand, und hätte ich mich ein wenig besser pflegen können, so wäre mein Un­wohlsein bald überwunden gewesen, da es eigentlich nur eine Folge der am 9. und 10. Januar mir zugezogenen Erkältung war, welche die überreizten Nerven verschlim­merten. Aber eine ruhelose Nacht, wie sie mir beschicken war, auf einem kalten, feuchten Lager, konnte nur zur Steigerung dieses Unwohlseins beüragen.

(Fortsetzung folgt.)

Siu zerstörtes Glück.

Erzählung von Earl Kessel.

(Fortsetzung.)

.Ich seh« e« wohl,' entgegnete Frau vonBdrgln, bie ! Lippen vor Neid fest zusammerpressend. „Aber wie wird eS in zwei Stunden fein ?" —

Nun, in zwei Stunden wird sie beschimpft und ver- ! achtet diese glänzenden Säle verlassen/ bemerkte der Baron mit einem kalten Lächeln.

,AnS Werk also!- x

i «dlnS Werk!" wiederholte der Gmosse der Frau von Bergen und Beide schlüpften wie zwei böse Geister au» dem Heinen Gemach und mischten sich unbemerkt unter den Strem der hin und her fluthenden Menge.

Etwa zwei Stunden nachher, als eben die rauschenden Töne eines Walzers verklungen waren, gab sich inmitten der Gesellschaft eine auffallende Bewegnn', kund. Die Llterrtr Damen hatten die Köpfe zusaamengestrckt tmd zi-