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teigen nimmt entgegen: »Expedition d.BlatteS, »ie d-Ännoncen-Bureaur )n Th. Dietrich & Co. in rifel und Hannover; Th. jrlrich in Frankfurt a.M.; ggfenftein & Vogler in rankfurt a. M., Berlin, chuig, Cöln ic.; Rudolf taffe in Berlin, Frank­

furt a. M- ic.

JRarßurg, Mittwoch, 10. Oktober 1877.

(Olirrljeffifdjc Mm.

xn. Jairgaig.

Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d.BlatteS, sowie d.Annoncen-Bureaux von G- L. Daube & Co. in Frankfurt a. M.; Jüger'sche Buchhandlung daselbst; Hermau,Nche Buchhandl- daselbst; Jnvalidendank in Berlin; SB. Thienes in Elberfeld: C. Schlotte in Bremen.

Erscheint 18 g lich ander den Werktagen nach Sonn- und Fetettagen. A:eis ftir das (lnartal mit der wdchentlichen Beilaae MxfcivtM Siiutte*4ilinn hn. * >Arh.htHn. ,» ..

Bu^bt udetei) bezogen % MLM die Postämter des HuttchL Reiches 3 Mark 5* gffÄeü ZL A

gtx in der Expedition zu ertbetlenbe Auskunft und Annahme von Adressen werden 88 Pf». berechnet. *

La-«rbericht.

Die erste Plenarsitzung des Bundesraths hat Montag ochmittag stattgefunden. Auf der Tagesordnung, welche r reich besetzt war, standen meist nur Wahlen, geschäft» K Mittheilungen rc.

Durch den Tod des Kardinals Riario Sforza ist die «effante Frage, ob der Vatikan deS heutige königliche «S von Italien als den Rechtsnachfolger der Könige wer Sicilien anerkenne, auf die Tagesordnung gefetzt, ch dem Borrechte der Könige von Steil en, welche unter m NamenMonarchie Siciltenne" ehedem berühmt war, ht ErzbiSthum unstreiitg unter königlichem Patronat. t Könige von Sicilien hatten im Kirchrnregiment bei- ellofe Vorrechte; sie bekleideten die Gewalt eines pSpst m Legaten und duldeten nicht, daß der Papst andere guten nach Sicilien sandte. Sie ernannten Bischöfe, ver- theiltm und straften alle Laien, Mönche, Printer, Aebte, schift, Erzbischöfe und selbst KardinSle, thatm in den um und sprachen von demselben los. Der römischen nie stand nut daS PräventionSrecht zu. Wegen dieser yalien, die stch auf eine Urkunde vom Jahre 1096 gründen, die römische Kurte stets mit der Monarchie im Streit i eS ist kaum anzuarhmeo, daß ste unter dm gegeuwär m Umständen sich zu irgend einer Anerkennung der

Monarchie Siciltenne" entschließen werde.

denen ste zuerst offenbart wurden.

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du wollt'st, du wärst zu Haus!

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Und zögst du tausend Meilen weit in alle Welt hinaus, und kommt die liebe Weihnachtszeit:

Die Londoner WochenschriftVaniiy Fair* erklärt stch ermächtigt, die in die O ff-ntltchkeit gedrungene Angabe,

Ior gießen Jahren.

irbuch eine» Dretuudachtztgers aus dem deutsch - frau- röfische« Kriege 1870/71.

(Fortsetzung.)

2». December. So war denn das liebe Christfest s uns, die wir in der Fremde dem Feinde geg enüber- m mußten, genaht, und dasFriede auf Erden", das

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Feuer.

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1 und wie gerne hätte ich dann wieder dem Rufe meines Merrn und Königs folgen wollm, um in seinem meine Waffe zu tragen.

Wünsche waren es, die ich heute Morgm schrift- Nach der fernen Heimath sendm konnte, und wenn auch ^«le fast von der Hoffnung belebt war, recht bald chren zu können: die Erfüllung dieser Hoffnung lag in weiter, unabsehbarer Ferne und selbst das matte das von ihr ausging und so manches Herz helle und machte, schienen dunkele Todesschatten und banges,

)psn du wollt st, du warst zu Haus!

k mehr, denn sonst an einem der wenigen Weihnachts- nB«c- die ch nicht im lieben Vaterhause verleben konnte, sand mein Herz die Wahrheit dieses Wottes. Nur (zM 8 Blick zu thun auf die jetzt mit Schnee bedecktm - 8- und Thäler der fernen Heimath, nur ein Wort n zu können zu Bater und Geschwistem wie viel ich darum gegeben, wenn mir es ermöglicht wordm

Hüh Die deutschfeindlichePall Mall Gazette" hat die lgeba ckheit, stch gegenüber der Meldung derDaily News" ter» 6 die deutsche Regierung auf besonderen Befehl des en IHüsnS Wilhelm in Konstantincpel abermals nachdrücklich die türkischen Ausschreitungen in Bulgarien protestirt , wie folgt vernehmen zu lasten:Wir misten nicht, Wahres au diesem Gerücht ist, aber gesetzt, daß es ist, wird eS oothwendig sein, selbst eine so hervor- de Persönlichkeit, wie die deS deutschen Kaisers, zu men, daß die europäische Leichtgläubtgkett Grenzen hat d daß die Welt einem zu kühnen Experiment unterworfen id, wenn von ihr verlangt wird, irgend etwas so wider- ' aiges wie dasjenige zu glauben, daß solche in dieser ist. PS an die Pforte gerichteten Remonstrationen von Ge­len beleidigter Menschlichkeit in der Brust deS Kaisers

r in der seines sehr prakiisch gesinnten Kanzler» diktirt d^Zrdcn. Die Thatsache, daß ste so sehr spät wirken, ^Mte nicht unbeachtet vorübergehen, noch die Umstände,

__nach demEhre sei Gott tn der Höhe!" kommt, k auch unser Wunsch, wenn's freilich vorerst nur ein

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daß das Parlamentsmitglied Mr. Butler-Johnstone daS Komplott für einen ungarischen Einfall von Siebenbürgen in Rumänien entweder förderte oder stch an demselben 6e- theiligte, oder daß er Gelder für diesen Zweck lieferte, gänz­lich in Abrede zu stellen und zu erklären, daß alle diese Angaben jedweder Begründung entbehren.

W>e dasMömorial diplomatique" wisten will, besitze ein britischer Unterthan auf Scto, der von dem König von Griechenland in den Adelstand erhoben worden ist, Doku­mente, welche Herrn Gladstone stark kompromitttreu. ES sei fest beschloffen gewesen, daß die Griechen drei Tage nach der Einnahme von Plewna durch die Ruffen die Türket angretsen sollten. Die türkischen Siege hätten iudeß die äu6ifi5rung^be6 Planes verhindert, dessen Anstifter Herr

Den neuesten Meldungen aus Konstantinopel zufolge ist es nicht richtig, daß Mehemed Ali in Ungnade gefallen fei. Vielmehr ist demselben vom Sultan das Portefeuille des Kriegsministers angeboten worden.

Das in Stambul erscheinende türkische BlattVakit" (Organ des KriegSmtnisteriumS) brachte kürzlich einen Arc titel über die JnterventionSfrage, in welchem u. A. bittre- Klage geführt wird über das bisherige Verhalten der öster­reichischen und englischen Regierung, und insbesondere über deren E »Mischung in die serbische Frage.Wäre diese Einmischung nicht gewesen," so heißt eS in dem Ar- tik'.lso würde die ottowanische Armee nach Belgrad marschirt sein und dort jedes weitere Begehren, Trubel zu erzeugen, auSgemerzt haben, während jetzt, wo Plewna augenscheinlich der Punkt ist, von welchem das Schicksal des geg nwärtigen Kampfe» abhängt, Oesterreich, trotz der feierlichsten Versicherungen, die Hände Serbiens entfeffelt und dadurch dem Feinde die Gelegenheit bietet, festen Fuß auf der eigentlichen Rückzugslinie von Osman Paschas Armee zu faffen. Kann die» geduldet werden und können wir vergessen, daß Ö sterreich uns bewog, uns der Be­setzung der Donaufürstenthümer in dem gelegenen Augen­blick, wodurch wir unserem geliebten Lande die Gräuel eines Krieges eripart haben dürften, zu enthalten? Oesterreich hat uns dadurch mehr Leid zugefügt, al» wenn es uns den Krieg erklärt hätte. Künftighin werden wir dafür Sorge tragen, daß wir nicht wieder durch solche Jatriguen irre geleitet werden. In unserem gegenwärtigen Zwiespalt mit Rußland wünschen wir, daß man eS uns allein überlaffe, mit demselben fertig zu werden. Wir mißbilligen jede «ei­tere Einmischung seitens Europas und wir hoffen, daß die Ottomanen sie nicht dulden werden. Es darf nicht ver

Gott fei Dank! für die Meisten nicht erfülltes Ahnen mehr und mehr dämpfen zu wollen.

Daß da keine rechte Weihnachtsfreude im Herzen auf­kommen wollte, ist begreiflich. Und doch galtö jedem von uns, auch da auszuharren im Vertrauen auf den, der uns bisher gnädig in feinen Schutz genommen hatte, und ihm Alles anheimzustellen:

gefällt es deiner Güte, und sagt mir mein Gemuthe

: nicht was Vergeblich's zu:

so werd ich dich noch preisen mit manchen schönen Weisen, komm wieder ich daheim zur Ruh!

Da unser Weihnachtsgottesdienst erst auf den Nach­mittag angesetzt war, sand morgens um 10 Uhr Bataillons­appell statt, bei welchem mehrere Officiere und Mann­schaften mit dem eisernen Kreuze becorirt wurden.

Na chmittags um 2 Uhr wurde dann in der katholischen Kirche vom Divisions-Psarrer Wilhelmy ein feierlicher Mi- litärgotlesdienst abgehalten und in demselben in kräftiger, hochbegeisterter Rede die große That GotteS, die aller Welt das Heil brachte, gepriesen.

Ich blieb den Rest des Tages flber in meinem Quar­tiere und beschäftigte mich damit, nächst meinem Vater auch meinen übrigen Verwandten em Lebenszeichen von mir zu geben.

26. December. 2. Weihnachtstag. Heute sand außer Geldempfang und Löhnungsappell, zu welchem ich comman- ditt war, kein Dienst statt. Der Abend vereinigte das Officiercorps wieder im Hotel Cheval bkanc und es wurden dort auch an diesem Abend recht vergnügte Stunden verlebt.

Der 27. December und die nun folgenden Tage des alten und die drei ersten des neuen Jahres wurden in

gesftn werden, daß, so lange die Türkei nicht völlig sieg­reich ist, weder eine Rothwrndigkeit für einen Friedens­schluß noch für eine Intervention vorhanden ist. Mit einem Worte, die Türkei und die otiomanische Nation könnm nicht länger das mindeste Vertrauen in die Politik Europas fetzen. Die Geschichte wird das Verdikt darüber abgeben, wer dafür zu tadeln ist."

In den letzten Tagen herrschte Stillstand in den Ope­rationen auf den Kriegsschauplätzen. Die Kämpfe bei Kars scheinen zum Abschluß gekommen zu fein; aber e» ist nicht klar, wer die Oberhand behalten hat. Die Türken haben wenigstens in der Berichterstattung das letzte Wort behalten und stch den Sieg zugefchrieben, während amtliche russische Telegramme über die lrtzien Vorgänge schweigen. Jedenfalls ist die russische Offensive, die Wochen lang vorbereitet war, wieder ins Stocken gerathen. Die Ruffen hatten an Truppen Alles, was für den astatischen Feldzug in Rußland disponibel war gesammelt; sie haben au» Grusien die 20. Infanterie-Division, aus dem Kasaner Gouvernement die 40. Division und aus Moskau eine Grenadier-Division herbeigeholt, so daß in Armenien jetzt drei Divisionen oder ca. 50,000 Mann mehr, als in dem früheren Stadium des Feldzuges den Türken gegenüber­stehen. Es ist fast unwögUcv, daß Mukhtar Pascha über gleich große Streitkcäfte verlügt.

Hebet die Gründe der Absetzung Mehemed Ali Paschas schreibt man der N. Fr. Pr. aus Konstantinopel, daß man in den maßgebenden Kreisen bei türkischen Hauptstadt be­reits vor dem mißglückten Angriffe auf Tscherkowna auf die Cunctator-Strategie Mehemed Alt'S nicht cm besten zu sprechen war. Man machte dem Obeikommandanten der Donau-Armee insbesondere zum Vorwurf, daß er nach dem glücklichen Treffen bei Sluankiöl eS nicht verstanden hatte, im raschen Vorstoß Biela zu gewinnen. AIS bald darauf die detaillirten Berichte über das mißglückte Unter­nehmen vom 21. Sept, gegen vie russischen Positionen bei Tscherkowna einliefen und man insbesondere ersuhr, daß Mehemed Ali, obwohl er beinahe 40 Bataillone und 100 Geschütze zur Stelle hatte, den für die Fortsetzung der Offensive so wichtigen Angriff nur mit 9 Bataillonen und 30 Geschützen unternahm uno diese braven Truppen that- jächlich verbluten ließ, ward über ihn der Stab gebrochen. Gleichzeitig mit Mehemed Ali Pascha wurde auch Achmed Sjub, der Kommandant des Korps von RaSgrad, feinen Funktionen enthoben und an seine Stelle Fazly Pascha, der bisherige Kommandant de» Expeditiouscorps an der kaukasischen Küste berufen.

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aller Gemächlichkeit in Nogent verlebt, fast so gemüthlich, als ob rings tiefster Frieden herrschte.

Obgleich der Feind gar nicht sehr entfernt von uns in Nogent le Rotron stand und namentlich Abtheilungm der 17. Infanterie-Division und, wenn ich nicht sehr irre, auch Cavallerie - Patrouillen unserer Division mit ihm in diesen Tagen Berührung in jener Gegend gehabt hatten, so schien uns doch das gar nicht zu kümmern.

Bei Hellem, prächtigem Winterwetler wurde jeben Tag anderthalb bis zwei Stunden lang exercirt, Appell abge­halten und sonstiger Dienst ausgefühtt, wie in der Garnison, kurz, es war bei uns fast so, wie es jener süddeutschen Compagnie von ihrem Chef nach dem Wiedereinrücken in die alte Garnison im Juni oder Juli 71 zu Gemüthe ge- fühtt worden sein soll:dös lustige Kriegsleben ist nun vorbei und der Ernst des Soldatenstandes beginnt wieder mehr und mehr!"

(Fottsetzimg folgt.)

Ei« zerstörtes Sliitk. ,j '

Erzählung von Carl Reffet

(Fortsetzung.)

Uaglückseltger!' lief dieser,welcher Teufel hat Dir einen so gräßlichen Gedanken eingegeben 1 . . Nieder mit der Waffel Um Gottes Willen . . . Bruder Wilhelm ' ' Du den Bries . . Ha, Ich bin getroffen!"

Dieser AuSrns wurde von Georg in demselben Augen­blick auSgestoßen, als ein Schuß krachte and Pnlveroampf da» kleine Gemach erfüllte. .

Während der Jüngere der Brüder in da« Scpha zn- rücksank, schleuderte der Keltere die Pistole weit von stch, bemächtigte sich de» Zettel», welcher der Hand Grorg» ent«