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JTIarßurg, Donnerstag, 4. October 1877.

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einer völlig unlösbaren Aufgabe gegenüber; die Frage,

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bementS auf die Erdwerke, hinter denen die Türken sitzen, irgend ein anderer Modus der Aktion ausfindig gemacht wird. Das Verstäidniß, bei der Aktion gegen befestigte Positionen aus der Artillerie den größten Nutzen zu ziehen, ist eine der Fähigkeiten eines guten Ingenieurs Unsere Feldartillerie ist gut; damit sie aber die gewünschten Resul­tate erziele, muß ihr eine entsprechende Position gegeben werden und dann wird sich'S sicherlich, ebenso wie Hinsicht- lich unserer Flinten, erweisen, daß unsere Feldartillerie zu ieiter Aktion gegen ebenfalls mit Feldgeschützen arwirte Werke stark genug ist."

lich, eine solche einheitliche Besteuerung anzuwenden aus ei im Komplex von Staaten, in welchen auf fast allen in Betracht kommenden Gebieten eine so große Verschiedenheit deS geltenden (C.vil-) Rechts besteht, daß eine einheitlich: Durchführung Der B.steuerung geradezu unmöglich gemacht wird. Diese und namentlich die auf die praktische Aus­führung des RefvlmplaneS gehenden Erwägungen, führten zur einstimmigen Ablehnung deS Girth'schen Entwurfs. Nachdem diese feststand, wurde aus dem Schooße der Kom Mission heraus eine R ihe von anderweiten Steuervorschlägen vorgebracht, bei denen freilich der Gesichtspunkt einer Steuer­reform zurücktrat vor demjenigen der Erweiterung deS SnuergebieteS zu Gunsten des Reiches.

Wie nun die Weser Zeitung weiter erfährt, ist eS kaum zu bezweifeln, daß die Vorschläge ter Stempelsteoer-Com misston die Zustimmung der Majorität des BundeSrathS finden werden. Dieselbe wäre schon gesichert, wenn die- jenigen Regiernngen, welche in der Sachverständigen Com misston vertreten find, für die Elaborate ihrer Commisirre eintreten würden. Bezüglich der preußischen Regierung ist daS schon jetzt unzweifelhaft; hiustchilich der übrigen wahr- s betulich, schon mit Rücksicht daraus, daß die preußische Regierung sich der Ansicht von der Unausführbarkeit der Srempelsteuerrefoim, wie sie ursprünglich ins Auge gefaßt war, angesst losten hat.

Nachdem G.neral Todleben an Stelle des Generals Zotoff, der eine anderweitige Verwendung gefunden hat, dem Fürsten Karl beigegeben worden, dürfte sich ergeben, daß Plewna regelrecht b.lagert werden soll Die Berufung des Generals Zodeben an die Donau ist nach der Kri.gSschau oesGolos" mit Sympathie von der russischen Gcsillschast begrüßt worden.Dieser General, ein KriegSpraktiker, tarnt so lührt DerGolos" aus mit seinen Arbeiten und Ralhfchlägeu einen großen Vortheii bringen. Niemand wird oen Ruhm bestreiten, Den er in Ssewastopol gewonnen: der sichere Blick für Bestimmung der takiischen Bedeutung j der Lokalität uns Findigkeit uno Gewandtheit bei Ausnutzung des geringfüg'gstrn Umstandes, zeichnen ihn als Praklik.r auS; Seldststänsigkeir ui» ein fester Charrkier verleihen ihm Vorzüge, welche eine bewußte, konsequente Ausfüh ung ter Sache gewährleisten, die ntyt nach dem Schein hascht, sondern sicher geht. Die Kriegführung in einem Lande, das mit Festungen besäet ist, wo im Lause kurzer Zelt jede Posttivn in eine Beste verwandelt werden kann, provocirt cie Anwendung von Kenntnissen im Militär-Jngenieurweseu im weitesten Maße. Es ist anzunehmen, daß nach Ankunft des G nerals Tooleben in der Donau«Armee der Gang der Dinge bei Plewna eine andere Richtung einschlägt und daß ftait Der off neu Auaken und des ziellosen Bombar

mit Hoffnungen vernichtest, Deren einstige Erfüllung ich als einen nicht unerheblichen Lohn für ein jahrelanges mühevolles Streben erachtete."

Die Dankbarkeit und die Siebe Deiner Kinder wird Dich für diese Verluste entschädigen."

Der Graf schüttelte verneinend mit dem Kopfe.Wozu noch weitere Worte," bemerkte er kurz.Du hast Dir meine Vollmacht erzwungen, handle nun wie eS Dir gnt dünkt."

Und halte Dich überzeugt, daß ich diese Vollmacht nicht mißbrauchen werde. Wenn Deine Grundsätze auch nicht die meinigen stad, so ist mir die Ehre unseres Namens doch ebenso theuer wie Dir. Für jtzt lebe wohl, schon morgen reife ich mit Courierpferden nach Paris."

Der ältere Bruder machte nur eine stumme Bewegung mit der Hand; Georg entfernte sich unter einem mitleidigen Achselzucken.

Um übrigens die Leser über die Verhältnisie nicht in Zwcisil zu lasiev, welche dieser düsteren, saft unheimlichen Stellung der Geschwister zum Grunde lagen, müsien wir in unserer Erzählung einige Jahre zurückgreifen.

Die Grasen von Haller gehörten einer der ältesten und reichsten Familien SüddeutschlandS an. Graf Wil­helm, der j tzige Cabinetschef, winde schon früh dazu be- lummt, sich Dem StaatSDieufte zu widmen. Nachdem et feine Studien vollendet, betrat er die diplomatische Lausbahn lehrte dann an den Hof zurück und nahm bald eine her­vorragende Stellung in dem (Sabinet deS Fürsten ein, in dessen Vertrauen er sich immer m hr und mehr befestigte. Georg, der jüngere der beioen Brüder, widmete sich nach dem Willen des VaierS dem Militärstande, aber fein sanfteS Gewüth, welches stch mehr zum Stillleben hingezogen fühlte, und auch fein Sinn für Unabhängigkeit, erregten bet ihm bald den Wunsch, die glänze, de U isvrm ouSzu-

tooiten, so lange die Commission nicht darüber auf je ' mar, wie denn diejenige R gierung, welche den Re '«an angeregt hatte, die vorgeschlagene Uebertragiing PmveS steuern auf das Ruch zur Ausführung zu bringen tatzlich halte, mit anderen Worten, welcher Art b:e ttieichSsteuer sein sollte. AuS dieser Verlegenheit wurde Wmmisston dadurch befreit, daß der Vorsitzende, der tsche Fmanzrath Guth, ihr einen bezüglichen Antrag breitete. Das geschah m der Sitzung vom 8. August. Fchtz-ntwurs, der natürlich nicht bet Zeit vom 30 , diM Tage deS Zusammentrittes der Eomm sston, bis 8 August feine Entstehung verdankte, sondern langer i »otbettitet war, erschien der Commijsto.i gegenüber

1.

8.L 38,81.

v kiiie Privatarbeit deS Herrn Girth und eathieit den hlag der Einführung einer Umsatzsteuer von mobilen -«mobilen Werthen für das gejammte Reich. Jr den a dieser eteuer fügt sich Alles daS ein, was bisher tirjenfteuer, Jmmobiiienstempelsteuet bezeichnet worden ifelbst die ErbfchastSsteuet. Indem der Gesetzentwurf aus »' hem weitem Gebiete vollstänoige Einheit der B.steuerung kn wollte, beging er den priucipiellen Fehler, einen Ein- float vorauSzusrtzen an Stelle deS in Wirklichkeit oorhan Bundesstaates. Zum Zweiten erwies es stch als unthun-

6in zerstörtes Slülk.

Erzählung von Earl Kessel.

(Fortsetzung.)

Stan wohl," rief bet Bruder, indem er sich rasch erhob, Itil ich «IS letztes Mittel an Deine Ehre appelliten l" M indem er seine Brust entblößte, und mit dem Finger Re breite Narbe deutete, fragte er mit gedämpfter zittern- ffetimme:

-knnst Du dieses Zeichen?"

|f6tau{cmetl* stöhnte der Gras, indem er beide Hände * Gesicht hielt.

«^s ist ein Geheimniß, welches nur wir Beide kennen," \®eorg fort

Graf schüttelte sich wie im Fieber frost.

-Teiche Erinnerungen hast Du hetausbeschworen l" feite er dumpf.

--Aeuug, laß unS davon abbtechen," fist der Andere iDu hast Dich seiner Zeit davon überzeugt, wie Nioe Dein Verdacht war und wie tief Du mich und * Sattln durch benfdben verletztest. Damals als dies R* und hier deutete er abermals auf die Narbe damals sah ich Dich jum ersten Mal in Deinem Leben «tn vergießen. Du schworst mir, und zwar nnaufge K freiwillig, Dich unbedingt meinem Willen zu unter- R, sobald mich die Nothweudigkeit als letztes Mittel fl» würbe, Dir bieseS traurige Erinnerungsmahl zu M Nun wohl, mein Bruber, bie Stunde ist gekommen, B die Einlösung Deines Wortes fordere."

Minister antwortete nur durch einen tiefen Seufzer, willigst also ein, daß ich die Angelegenheit Deines l*< mit Donna Elvira ordne?"

Wue was Du willst, aber vergiß nicht, daß Du hier-

Srfcheint täglich außer den Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für daS Quartal mit der wSchentlichen BeilageJlnftrirte» TamttagStzlutt" durch die Srpedition (Koch'fche »uchdruckerei) bezogen Ätz Mark, durch die Postämter des Deutschen Reiches 8 Mark 5» Psg. <exl. Bestellgebühr). - JnsertionSgebühr für die gespaltene Zerle Ich Pf,. Für in der Expedition zu ertheileude Auskunft and Annahme von Adreffen werden 35 Pfg. berechnet.

m bet Sachverständigen > Commission für die Reichs- Muer zusammenfaßt, so lasien stch zwei schaif ge- ft Phasen der Beratyung unterscheiden: die Berathung ,e u« sMßrschen Vorschlags wegen Einführung einer Reichs

Muer an Stelle des preußischen UrkundenstempelS der Erbschaftssteuer, sowie ber entsprechenden Steuern

ia«n nimmt entgegen: Spedition d.Blattes, d.Annoncen-Bureaux xh. Dietrich & Co. in i und Hannover; Th. nch in Frankfurt a.M.; enftein & Vogler in ifurt a. M., Berlin, ig, Cdln :c.; Rudolf , in Berlin, Frank­furt a. M. re.

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Sin 'tlnct vvuig uiuuovuitu mufyuvc gcdcuuvri, uic yinjc, 6 mb in welchem Umfange die in Rede stehenden Landes n ben|m auf das Reich zu übertragen seien, war nicht z ,

fibdgen Bundesstaaten, und zweitens die Berathung Fsrmulirung der aus dem S^' ber Commnfio.i gegangenen selbstständigen Vorschläge. Daß das Re- I deS ersten ThetlS der Verhandlungen ein negatives 2542 raucht nicht mehr gesagt zu werden. Weniger bekannt ' B Objekt deS verneinenden BoiumS. Die preußischer- _____ dem BundeSrathe vorgelegte Denkschrift hatte wohl Kreis ber Objekte, welche burch bie neue Reichssteuer t werden sollten, ziemlich scharf umschrieben; bestimm- Mrfchläge aber über die Gestaltung ber Steuer, welche « Stelle der LanbeSsteuern treten solle, nicht ent vickelt. Kommission befanb sich bemnach bei ihrem Zusammen

Deutsches Reich.

Berlin, 2. Ort. Vor einigm Tagen waren einige Notizen über bie beuischen Handelsbeziehungen zu Siam im Umlauf. Dieselben können auf G.und des Konsular- berichtS pro 1876 dahin ergänzt werden, daß die deutsche Segelfchifffahrt die engl sche bereits übeiflügelt hat. Die meisten Schiffe vermittelten einen Z oifchenverkehr ml chinesischen und j.panestschtn Handelsplätzen. Die ameri­kanische Schifffahrt hat in Bangkok fast gänzlich au gehört, und ist ber beuischen Coneurrenz gewichen, obgleich bie Bereinigten Staaten in bet pazifischen Küste einen natür­lichen Vortheii gegen Deutschland b-fitz-n. Es wirb jetzt bestätigt, baß auch bie Vorlage eines Die Forst- und Felo Polizei einheitlich regelnden umfangreichen Gesetzes für bie kommende Landtagssesston in bestimmte Aussicht genommen ! fei. Die Vorlage Der Städteordnung ist noch keines­wegs gesichert. Wie man hört, soll bie bezügliche Mei- nungsverschiebenheit zwischen dem Fürsten Bismarck unb bem Grafen zu Eulenburg jedenfalls noch nicht beseitigt sein. In Der vorigen Landtagssesston sind bekanntlich einige kleine Gesetze zu Stande gekommen, bie mit bet Einverleibung brS HetzogthumS Lauenburg in bie preußische Monarchie in Zusammenhang stehen. Es liegt nunmehr bem StaatSmtnisterium ein weiterer Gesetzentwurf vor !burch welchen bie, die Rechtsverhältnisse der Beamten re- igelnden Gesetze auch auf daS Herzogthnm Sauenburg auS- , gedehnt roeroen soll. ES wird das Gerücht in Umlauf gesetzt, daß der Rücktritt des HanbelSministetS Achenbach demnächst erfolgen werde. Es soll dieses Gerücht nicht ganz unbegründet sein.

München, 1. Oke. Nachdem von der Augsburger AbenDzeitung die Nachricht von der bevorstehenden Reise des Prinzen Arnulf in da» russische Haupiquartier bestritten worden, schreibt hrute die Allgemeine Zeitung, Prinz Arnulf habe den König gebeten, ihn behufS militärischer Studien in daS russische Hauptquartier zu entsenden, und vorgestern nachdem die Zustimmung von Seiten des sers von Ruß.

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ziehen unb als Puv .rmann zu leben. Das ansehnliche Vermögen, welches seine schon früh verstorbene Mutter hinterlassen hatte, sichelten auch ihm eine sorgenfreie, feinem Staube angemessene Zukunft, unb so kehrte er denn nach einigen Zähren mit bem Range eine» Rittmeisters auf die väterlichen Güter zurück, wo er halb als Land- wirth lebte und sich durch feinen Wohlthätigkeitsstnn unb feine Menschenfreundlichkeit die Herzen bald eroberte. Der nächste Nachbar des alten Grafen von Haller war der Freiherr von Rodenkirchen. Auch er

befaß ein großes Vermögen unb es fehlte ihm nicht an Stolz, an Ehrgeiz und an jener Unbeugfamkeit ber Ansichten, welche schonungslos alles beseitigt, wa- beibem binbernb entgegen tritt. Der Freiherr von Roben kirchen hatte eine einzige Tochter, bie ebenso schön, wie geistreich und grsühlvoll war, denn trotz ber bizarren Grundsätze, »elae ihr täglich vorgepledigt wurden, war eS doch nicht gelungen, dieses reine vortreffliche Herz zu verstümmeln, und während ber Adel ihrer Seele, bie Würde welche sich an ihr Erscheinen knüpfte, ihr daS impomrenbe Ansehen einer Aristokratin verlieh, verschwand doch auch wieder vermöge ihrer Sanfmuth, ihrer Bescheidenheit unb ihres gefühlvollen Wesens, jebe Anmaßung, unb bie Hul­digungen, welche ihr dargebracht wurden waren nichts als ein natürlicher Tribut, den ihre Tugenden in Empfang nahmen unb welchen auch jede andere Fran bei gleichen Eigenschaften zu beanspruchen berechtigt gewesen wäre.

Unter solchen Umständen bars man sich nicht wundem, baß Georg unb Ernmeline sich zu einander hingezogen fühlten. Obgleich eS zwischen Leiden noch zu keiner näheren Erklärung gekommen war, so wußten sie doch, daß sie sich einander liebten. Ohne sich darüber auSzusprechen, hatten sie sich bereit- .gegenseitig im Stillen Treue gelobt, ohne daß ein gegenseitiges Versprechen über ihre Lppen getom*

Tagesbericht.

Heber bie Verhandlungen ber ReichSsiea>pelsteuer Corn­ea unb beten Ergebnisse bringt bieWes. Ztg." eine ilrenbe Zusammenstellung, bet wir Folgendes entnehmen: n man Die verschiedenen Meldungen über die Vcrhand-

Anzeigen nimmt entgegen: bie Expedition d.Blattes, sowie d.Annoncen-Bureaux von G. L. Daube & Co. in Frankfurt a. M.; Jäger'sche Buchhandlung daselbst; HermaUnqche Buchhandl. daselbst; Jnvalidendank in Berlin; W. Thienes in Elberfeld: C- Schlotte in Bremen.

eis- lerunz Ber­ichter Vieh. Stoll; ®tittt »oller tiou;