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[Hingen nimmt entgegen: jt Expedition d.BlatteS, stnie d.Annoncen-Bnreaux cn U. Dietrich & Co. in g|el und Hannover; Th.

in Frankfurt a.M.;

,stein & Vogler in stet a. M., Berlin, j, Cilln ic.; Rudolf in Berlin, Frank­furt a. M. ic.

ÜTarßurg, Sonnabend, 1. September 1877.

XII. ZahkMjl.

Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d.Blattes, sowie d.Annoncen-Bnreaux von ®. L. Daube & Co. in Frankfurt a. M.; Jäger'sche Buchhandlung daselbst; Hermann'sche Buchhandl. daselbst; Jnvalidendank in Berlin; W. Thienes in Elberfeld: C. Schlotte in Bremen.

scheint täglich außer den Werktagen nach Komi- und Feiertagen. Preis für das Quartal mit der wöchentlichen Beilage „Ml»ftrirt»S t>euet«t»Hatt“ durch die Expedition (Koch'sch- Buchdruckerei) bezogen Mark, durch die Postämter des Deutschen Reiches 2 Mark 50 Pf,, (exl. Bestellgebühr). — JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeue 10 Pf,.

Für in der Expedition ju ertheilende Auskunft und Annahme von Ldreffeu werden »5 Pfz. berechnet.

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ve> sichern, wenn WaS die Absicht

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Aor sieben Jahre».

, eines Dreiundachtzigers aus dem deutsch - fran­zösischen Kriege 1870/71.

e deS Krieges für das moSkowitische Reich, hr mit den geheimen Plänen Preußens überein, -die Entwickelung der Begebenheiten aufhaiten c v. Bismarck sieht sich mehr und mehr Meister on und versteckt nur mit Mühe den überwiegen aß oder so zu sagen die Exclustvität seines Wollens dem Namen des Drei Kaiser Bundes. Wenn man cn Grund der Dinge sieht, ist rS klar, daß diese geist diplomatische Kombination den Zweck hat, Oesterreich Rußland unter die Abhängigkeit Deutschlands zu ., welches dadurch in der Lage ist, Oesterreich durch and und Rußland durch Oesterreich unschädlich zu u. Rußland hatte geglaubt, daß eS sich der Allianz cn könne, um seine Pläne im Orient zu verwirklichen, t das ein großer Jrrihum, welcher eklatante Siege «•| hätte, um sich in Wahrheit uaizubilden. Deutsch- welches die Wagschalen hält, hätte mit Besorgniß die « Rußlands unzweideutig Oesterreich überwiegen sehen, rapider Sieg der Rusten hätte alle Pläne vereitelt. Haltung der ottomanischen Truppen, ihr unleugbarer stellen den Czar unter die engste Abhängigkeit von Das Endresultat wird sehr wahrscheinlich immer uliche sein, aber der Triumph Rußlands wird sich Gewinn Deutschlands ausweisen. Herr v. Lis- f ,t niemals gewünscht, daß Rußland moralisch aus

i opäischeu Concert verschwinde, und daß sein Ein-

l, * 1 1

. ... Europas der Pforte Vorstellungen zu machen von regulären und irreguläcen Soldaten be neu Grausamkeiten. ES gibt Leute, welche in diesem -brigen ganz platonischen Vorgehen des großen Kanz jen Anfang einer Intervention der Mächte erblicken i. DaS ist ein wenig verfrüht, aber gewiß. Indem ürst BiSmarck wider die Grausamkeit der Türken er- ' sich von Anfang

eott für den Monat Septembek jkzt auf die Oberhesfijche Zei' Jllustrirte« Sonntagsblatt die en Postanstalten entgegengenommen. Die Exp. d. Oberh. Zeit.

Logesveciapt»

isttsche „Conespondance Mansard" schreibt: ß Herr von BiSmarck (den man nicht a!S kannte) die Initiative ergriffen hat,

hat er keinen anderen Zweck, als t Rolle de» großen Vermittlers zu p Z:ilpu ,k. für gekommen erachtet, jifft, die Feindseligkeiten zwischen den Russin und n zum Abschluß zu bringen, so denkt der große daran noch nicht. Der unleugbare Mißerfolg dec

(Fortsetzung.)

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. September. Wir rückten um 4 Uhr Morgens gny, wo eS uns so gut gefallen hatte, aus und cten aus der großen Hauptstraße in der Richtung ris. Es herrschte heute eine starke Hitze, die uns rrschiren sehr erschwerte. Gegen 11 Uhr vernahmen k haften Kanonendonner von Paris her und zwar an- H «d aus so geringer Entfernung, daß wir uns darauf * machten, heute noch in ein Gefecht zu kommen.

user weiterer Vormarsch führte uns an eine Stelle, wir Gelegenheit batten,. einen Blick auf den südlichen der stolzen Riesenstadt zu werfen, um die gerade in — sen Tagen die deutschen Heere den undurchdringbaren hg schlossen, in dessen Umfassung sie, die Stolze und 11,6 »gebeugte, Demuth lernen und Vernunft annehmen sollte; « freilich zu Stande zu bringen, wäre ein stärkeres Stück '♦ wesen, als die Stadt mit allen ihren Forts, den „Onkel i aldrian" miteingerechnet, mit stürmender Hand zu nehmen; der Erwartung indessen, daß es doch und zwar recht Hb geschehe, begrüßten wir Paris mit einem riesigen

153 »nah.

— Gegen 1 Uhr kamen wir sehr ermüdet bei dem kleinen iädtchen Dalenton an — in Friedenszeiten sicher, wie

,• 4, k Ortschaften um Paris, das düstere, ich möchte sagen i,7|. llhafte Pantin abgerechnet, ein reizender ON jetzt thts anderes, als eine Stätte der Verwüstung.

—- Richt weit mehr von den ersten Häusern begegnete Ms t K. H. der Kronprinz, der uns freundlichst begrüßte und

fl iß für eine große Zahl von Jahren vernichtet werde. Ec fühlt sehc wohl, daß die gänzliche Vrfinsterung von Rußland das Signal für die Befreiung Österreichs wäre, und raß si h das im Drei Kais.'r-Bund ocganisirte System gründlich geschädigt sehen würde, wenn eine der Lalancir Hat gen, welche das Gleichgewicht erhalten wüsten, gänzlich in V rlust gerathen würde. Deutschland wird also Ruß­land nicht vernichten und zunahetreten lasten, aber es wird entzückt s in, ihm im geg b neu Momente sagen zu können: „Rußland, mein Liebchen (ma mie), Du bist in ein rich tiges W Spennest gefallen, ich wünsche nichts mehr, als Dich herauszuziehen, aber unter der einen Bedingung, daß Du Dich von Stund' an allem meinem Verlangen unter­wirfst und Dir nicht in den Sinn kommen läßt, meine U iternehmungen gegen den Occident zu stören.""

Die Kämpfe um den Schipkapaß, der noch im Besitze der Rusten ist, find bis jetzt nicht wieder erneuert worden; indeß wird nur eine Ruhepaufe cingetreten fein, von ihrem Vorhaben, den Paß wmi stenS durch Flankenangriffe zu forciren, sind die Türken nicht zurückgekommen; auch sind sie, obwohl sie mit großem Verlust zurückgcschlagen wurden, doch noch immer zur Offensive fähig.

AuS Sistowa, 27. August, läßt der englische Bricht- erstatter, Kapitaiu Forb.S, sich über die militärische Sage der Rusten mit Beziehung auf die Kämpfe um den Schipka- p ß folgendermaßen vernehmen: „Der Kampf in der Front der Stellungen deS SchipkapastcS dauert fort. Aber Ra­detzky behauptet fein Terrain, wenngleich feine Verluste bedeutend sind. Die russischen Befehlshaber brachten durch die Reihe ihrer ersten Erfolge einen gewiffen Flächenraum der Bu garet in ihre Macht. An diesem haben sie hart­näckig festgehalten. Sie halten nur so viel Mannschaften, um ihr Terrain bis zur Ankunft der durch die unerwartete Entwickelung der türkischen Gefechtstüchtigkeit nothwendig gewordenen Verstärkungen zu halten, und jene Mannschaften haben sie am Rande jenes Flächenraumes wie einen Zaun ausgestellt. Nun ist aber die Stärke eines solchen ZaüneS nur gleich der Widerstandskraft seiner schwächsten Stelle. Indem die Rusten dies erwogen und ferner von links und rechts her türkische Angriffe auf Tirnowa befürchteten, stellten sie in besten Nähe eine zum 8. CotPS gehörige Truppen« ablheilung aus, welche verfügbar wäre, um irgend eine schwache Stellung, die bedroht werden sollte, zu vertheidigcn. DaS war vernünftig. Aber es war ein sehr gewagter Ver­such, zur Festhaltung der überaus wichtigen Schipkastellung etne Handvoll Leute fern vom Bereiche einer bequemen Unter­stützung zurückzulasten. Die Verstärkungen kamen zwar gerade im rechten Augenblick heran, ober wie bereits erwähnt, die Sicherung der Schipkastellung hing von Minuten ab.

die Frage an uns richtete, ob wir vielleicht aus dem ftatt- gehabten Vorpostengefechte kämen?

Ein wenig später kamen Truppentheile der 21. Division an uns vorüber, die auf unser Befragen uns beschieden, daß die Franzosen von dem gegenüberliegenben Fort Char- entou aus einen Ausfall gegen die 21. Division gemacht, diese aber den Feind glücklich zurückgeschlagen habe.

Nach einem längeren Aufenthalte vor der Stadt rückten wir denn gegen 3 Uhr in dieselbe ein, bekamen aber sehr schlechte und bei der Menge der Truppen ganz überfüllte Quartiere. Gleich beim ersten Eintritt in die uns angewiesenen Häuser wurde es uns schrecklich klar, daß wir einen bösen Tausch gemacht und daß Valenton kein Lagny sei.

Durch die nun seit einiger Zeit schon andauernden Ein- quartierungen und dem häufigen Wechsel der Truppen, warm die schon längst von ihren Bewohnem verlassenen Häuser durchgängig in sehr verwüstetem Zustande; sonst gewiß recht nette Zimmer sahen aus wie Schweineställe. Da die Be­wohner auch bei ihrer Flucht ihre meisten Meubel und namentlich Betten mit nach Paris genommen hatten, so war an letztere hier für uns nicht mehr zu denken und war ich froh, als ich mir aus einem Haufen Hobelspäne ein dürf­tiges Lager bereiten konnte.

1. Oktober. Heute Morgen wurde Seitens der Com­pagnie der Befehl ausgegeben, daß die Mannschaften ihre Quartiere gründlich von allem Schmutz und Unrach zu reinigen hätten, welchem Befehle wir mit solch freudiger Thättgkeit und Eifer im Auskehren und Scheuern nach­kamen, daß die Franzosen selbst gewiß ihre Freude an uns gehabt und sicher uns die lodende Bezeichnung „propre“ nicht vorenthalten hätten. Durch diese Reinigung wurden nun unsere Quartiere schon erträglicher und wären sicher ganz erttäglich gewesen, wenn es hier nicht so außerordent-

Jh meine, eS wäce bester gewesen, wenn der Grundsatz, den einmal gewonnenen Boden fistzuhalten, aufgeg den worden wäce. Die russischen Streitkräfte hätten in eine oder zwei centrale Stellungen zusammen gezogen und etwa ein starkes H er süc Gorni Sturen, ein zw ins bet Tir­nowa ausgestellt, außerdem eine staike Ablheilung nach Grabrowa vorgeschoben werden sollen, um damit der Be nohunz des Schtpkap rsteS eine Antwort entgegen zu setzen. Ich glaube jedoch, daß die Krisis vorüber ist. DaS Zu­strömen von Verstärkungen muß den Großfürsten in den Stand fetzen, freier zu athmen. An meiner llebeczeugung, daß der Schipkapaß gesichert ist, halte ich fest und daß somit der große strategische Plan der türkischen Feldherren, die Rusten auf ihren großen Brückenkopf in Bulgarien zurückzudrängcn, um sie schließlich über die Donau zu treiben, vereitelt ist. Mit wie knapper Roth das Schicksal des SchipkapasteS abgewendet worden ist, biaucht hier nicht näher untkrsucht zu werden, auch nicht, welche Folgen der V.rlust deS entscheidend wichtigen Punktes gehabt haben würde. Die nächsten Tage werden voll Interesse fein. Nach diesen glaube ich erwarten zu dürfen, daß die Rasten die Initiative zu einem kräftigen Angriffsverfahren auf beiden Flanken ergreifen und sich von dem sie belastenden Drucke befreien werden, um daraus den Plan zu verfolgen, das eigentliche Bulgarien von den türkischen Feldarmeen zu säubern. ES ist dem Großfürsten gestattet, mit größerem Vertrauen sich auf die unfragliche Vortresflichkeit der Truppen im wirklichen Kampfe, nicht bloS als VertheidigungSmittel, zu verlaffen und einen kühnen kräftigen Plan, selbst mit einiger Gefahr, zu verfolgen; die Rolle des Eindringenden ist k ästiges AngriffSverfahren, nicht unthätige Defensive. Geist uns Verfastung der russtfchen Solsaten ist höchst befriedigend. Man kann von ihnen erwarten, daß sie einen guten Kampf kämpfen werden. Man gebe ihnen ein Schlachtfeld."

Neueste Kriegsnachrichten:

Konstantinopel, 29. Aug. Namyk Pascha wurde zum Präsidenten deS süc die Leitung der mUitärischen Operationen eingesetzten KriegScatheS ernannt. Redis Pascha hat sich dem Kriegsgericht noch nicht gestellt. Di- Angriffe Suleiman Pascha'S auf die russischen Befestigungen dcö SchipkapasteS werden fortgesetzt.

Wien, 30. Aug. Die Presse meldet auS Bukarest, 29. d. Nachts: Die Türken haben gestern den Angriff auf den Schipkapaß nicht erneuert. Die Russin ziehen fort­während B-rftärkungen heran und bei fügen ihre Stellungen. Auf der Eisenbahnlinie Ungheni Krschin ff Radjelnaje werden unauSgefetzt Truppen, Pferde, Gefchützmaterial und Proviant Docräthe der Armee zugesührt.

sich an Nahrungsmitteln gefehlt hätte; ein Laib Brod kostete hier in Valenton in jenen Tagen 1 Thlr. 5 auch 10 Sgr., an,Wein war dagegen, tofr fast in allen Cantonnements um Paris, kein Mangel.

2. Oktober. Sonntag. Morgens fand zuerst Löhnungs­appell statt; Nachmittags um 4 Uhr wurde vor einer schönen Villa, in welcher der die 22. Division commanbirenbc Gene­ralmajor v. Schkopp wohnte, durch den 16 Tage später bei Chateaudun gefallenen Divisionspfarrer Schwabe ein Feldgottesbienft abgehalten; bas hierbei gesungene Lieb war bas Lieb Nr. 145 im Preuß. Militärgesangbuche „Ich zieh' burch frembe Sanbe re." uiib hatten wir Alle recht Ursache ben Herrn ber Heerschaaren zu loben mit ben Worten, wie sie ber 6. Vers dieses Liebes uns in den Mund gab:

Dein Engel, ber getreue macht alle Teufel scheue, tritt zwischen mich unb sie; burch seinen Schutz, ben frommen finb wir soweit gekommen unb wissen wahrlich! fast nicht wie.

3. Oktober. Montags. Heute Morgen um 4 Uhr wurden wir plötzlich aöarmirt. Es hieß, bie Franzosen machten einen Ausfall mit starken Streitkräften von Paris aus. — Also rasch gepackt, umgehängt, bie Waffen er­griffen unb hinaus! Wir gewahrten in ber Ferne bei ben Vorposten reges Leben; Allarmftangen brannten bis in bie weiteste, uns sichtbare Ferne, unb wir standen auf dem Sammelplatz im Grauen des Herbstmorgens, bereit dem Feinde, wenn er es wagen sollte, auf unserer Seite ben Durchbruch durch ben Cernirungsgürtel zu versuchen, mann­haft, wie wir bas ja bis jetzt schon in zwei Felbschlachten bewiesen, bie Stirne zu bieten.

(Fortsetzung folgt.)