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Marburg, Dienstag, 17. Juli 1877.
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No. | Die Nachrichten vom asiatischen Kriegsschauplätze besti-
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-.rat Mobilmachungen erfolgen, was in diesem Äugen-
BittcrungSverhLltnisie in Hocharmenien, wo der Schnee
Die Waise len Soaneathal.
(Fortsetzung.)
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bereiten sollt«. Da» scheint mir denn auch nach dem,
vorläufig lebendig begrabm, das Andenken und die
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erheblichem Maatze wenigstens für die nächste Zeit nicht «echoen haben.
Das neueste Journal de St. Petersburg (vom 13
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rusiöschen, um dann mit um so größerer Sicherheit *tme eigentliche und gänzliche Vernichtung gehm zu
Aber auch ein anderer Grund noch ließ ihn zögern, * Hand schon jetzt nach meinem Leben auSzustrecken. Nutzte vorher oder gleichzeitig mit wir auch meinen ** morden, um den einzigen und gefährlichsten Wächter * mein Leben mb Dasein für alle Zeiten verstummm
tt ihm um fo mehr daran liegen, die höchst wichtige n meines Vaters ebenfalls unschädlich zu machen, da» Eine ohne das Andere wenig genützt haben . Uebrigrns würde der Graf bet den unglücklichen den und Verhältnissen, in denen er sich beiaad, auch er nicht gestorben wäre, wohl darauf haben denken , mich und meinen Vater auf irgend eine Art zu m, wenn nicht früher oder später sein Verbrechen Doppel. Ehr an den Tag kommen und ihm da» Ver-
ibtt als gegen die Türkei gerichtet sei, dazu behülflich b soll, der Pforte den Todesstoß zu verletzen. UebrigenS auch der deutsche Gesandte in Wien die oben beregten en Wünsche unterstützt haben.
Lage-bericht.
Wie un« von unterrichteter Seite mitgetheitt wird, hat der That die russische Regierung in Wien den Antrag
Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d.Blatte», sowie d.Annoncen-Bureaux von G. L. Daube & Co. in Frankfurt a. M.; Jäger'sche Buchhandlung daselbst; Herrnann'sche Buchhandl. daselbst; Jnvalidendank in Berlin; W. Thienes in Elberfeld; C. Schlotte in Bremen.
ij» zwar, daß die 500 Russen, welche in Bajazid von den errnirt gewesen, befreit worden sind, lassen im Ueb- aber keinen Zweifel darüber, daß die Russen sich aus id, da» sie vorher zerstört, entfernt und nach der scheu Grenze zurückgezogen haben. Rur «och Ardahan von den Russen besetzt, jedoch wird auch diese Position
«rschemt tLglich anßer den Werktagen nach Som- und Feiertagen. Preis für das Quartal mit der wdcheutlicheu Beilage «,unta,S»latf durch di- «rpedition («och'sche
Luchdruckerei) bezogen Sh Mart, durch die Postchnter des Deutschen Reiche» S Mark 56 Pf», (exl. Bestellgebühr). — JnsertionSgebühr für die gespaltene Heile IO Vf«
Für tn bet «xpedttwu zu ertbeÜende Auskunft und Annahme von Adreffe» werden 15 Pf«, berechnet. ’ °
7 röt, der russischen Armee den Durchmarsch durch serbi 4—« Gebiet zu gestatten, unter der Bedingung, daß Ruß
d sich verpflichte, eine Theilnahme Serbien» an dem legt nicht gestatten zu wollen. Obwohl eine zustimmende wort von Seiten Andrassy'S noch nicht erthetlt Worten jo wäre e» dennoch nicht unmöglich, daß die Militär- Etz, jn Wien, welche von slavischen Eiiflüffen beherrscht den G xh und nach der Anexton Bosniens und oct Herzegowina [176 chi, die Oberhand erhalten und die lusstschcn Anträge genommen werden. Die magyarische und zum Theil auch ----- deutsche Bevölkerung in Oesterreich sind deßhalb in
____ — muß. Auch an der Donau haben die Russen wegen mdefl Unzulänglichkeit der Verpflegungsmittel in Bulgarien lwßerordentlicheo Schwierigkeiten zu kämpfen, sie können
IZft irische Novelle auö dem Kriege im Jahre 1866 von Rudolf Wellnau.
r ick «ch nicht einmal geschehen ist und sollten wirklich noch hrere Armeekorps mobil gemacht werden, so würden doch Appan, i Viele Wochen vergehen, ehe die Truppen auf dem Kriegs wplatze erscheinen können. Inzwischen aber werden sich
n i‘.aa 1 sehr langsam vorrücken und werden auf Verstärkungen f Mow ------ — - ■ - -- - - - •
Kurzem geräumt werden müssen, da die Türken mit wett m in d »legenen Kräften auf diese Festung einen Angriff machen , . rdm. WaS von einer Wiederaufnahme der Operationen idfl Armenien gemeldet wird, ist eitel Phrase. Um hinreichende ltz Ve spstätkuogen nach Transkaukasien zu schicken, müssen noch
j ica Sie erzählen, gegen die Erscheinung überein. Denn ■ der Kastellan, der in der That der treuergebenste Die« ^de» Grafen war, die Absicht hatte, mich zu töoien,
so viel Mannschaft als möglich ein. Die starken türkischen Batterien wurden lediglich von den russischen Batterien auf dem linken Donauufer bekämpft. Um 10V2 Uhr kam ein russisches Dampfboot mit zwei Barken von Nikopolis und nun konnte der Trajekt beschleunigt werden. Um 2 Uhr Nachmittags war die ganze 14. Infanterie - Division und die 4 Schützen Brigade auf dem rechten Ufer. Um 3 Uhr wurde das 34. Infanterie Regiment Scheffsk übergesctzt. Jetzt ging auch der General Radetzki mit seinem Stabe über und ließ zwei weitere Regimenter Jelez Nr. 33. Orell Nr. 36 übersetzen. Das Dampfboot half mächtig, so daß in zwei Reisen ein ganzes Regiment übergesetzt werden konnte. Die Artillerie wurde auf Fähren übergesetzt. Um 9 Uhr Abends befanden sich alle Regimenter der neunten Division auf dem rechten Ufer und die Türken zogen sich — nach hartnäckigem Widerstande — theil» nach Rustschuk, theilS nach Tirnowa zurück. Die Verluste werden übereinstimmend mit den früheren Rapporten angegeben.
Neueste Kriegsnachrichten:
Berlin, 14 Juli. Heute Morgen reisten der russische Hosjägermeister TolStoy und der BotschastSsecretär Murawieff mit dem dritten SanitälSzuge, welchen da» deutsche Central-Comite unter dem rothen Kreuz für den russischen Kriegsschauplatz ausgerüstet hat, von hier ab.
Wien, 14. Juli. Die „R. fr. Pr." meldet aus Bukarest vom 10. Juli: Der russische Eisenbahn-Unternehmer WarschawSkr hat die Eoncesfion zum Bau einer Eisenbahn von Bender nach Reni erhalten, unter den Bedingungen, die Eisenbahn in drei Monaten herzustellen. — Der „Presse" wird au» Cettioje berichtet: Der montenegrinische Oberbefehlshaber meldet, daß er am 10. Juli die Türken geschlagen und sechs tütktsche Dörfer in der Herzegowina zerstört habe.
Petersburg, 14 Juli. Das wiederholt auSge- sprengte Gerücht, daß die Türken Ardahan wieder eingenommen hätten, ist unbegründet. Jn Betreff Serbiens liegt nicht« vor, was zu glauben Veranlassung gäbe, daß Serbien aus seiner gegenwärtigen Haltung heraustreten werde. Die Behauptung, daß der Botschafter Rewikoff wegen der veränderten Haltung Serbien» mit Graf An- drassy Unterhandlungen gehabt, da» Eintreten Serbien» in die militärische Action angekündtgr, Graf Andrassy sich dagegen ausgesprochen und die Besetzung Serbien» durch Oesterreich aogekündigt habe muß al» durchweg unrichtig bezeichnet werden. Herr v. Nowikoff hatte weder zu derartigen Besprechungen Auftrag, noch fanden irgendwelche Serbien betreffende Explicationen zwischen Petersburg und Wien statt.
Wien, 14. Juli. Meldungen des „Wien. Tagbl.": verschaffen, um möglicherweise wenig oder gar keinen Wer lüft zu erleiden. Zu diesem Ende verlieh er sein Geld nur zu sehr hohen Zinsen, was ihn, wie alle seinesgleichen, in den Ruf eine» Wucherer» brachte.
ES war nicht selten, daß auch die Offiziere der Garnison zu meinem Vater kamen, um Geld von ihm zu leihen. Eine» Tage» kam auch ein solcher in unser Haus. Mein Vater war nicht anwesend. Nur ich, ein Diener im Geschäft meines Vaters und unsere Haushälterin Sarah waren anwesend. Der Diener bedeutete dem Offizier, daß mein Vater auf einem Geschäftsgänge begriffen sei, von dem er jedoch jeden Augenblick zurückkehren könne. Der Offizier entschloß sich, ihn zu erwarten und der Diener wugte nichts Bessere» zu thun, als ihn zu mit in» Zimmer zu führen.
ES war ein bildschöner, hoch und schlank gewachsener junger Mann, dessen höchst bestechendes und vorrheilhaste» Aeußere die prächtige Uniform noch ungemein hob und in das hellste Licht stellte. Warum soll ich's leugne«, liebe Gräfin, meine Brust wogte höher, mein Herz pochte ge waittg bei seinem Eintreten, ich fühlte auf meinen Wangen die glühende Röthe brennen, als meine Augen über seine angenehme Erscheinung hinglitten, ich fühlte die Berwir- rung meiner Sinne, die er augenblicklich in Fesseln geschlagen und für sich eingenommen hatte, als er mir näher trat und mit einer tiefen Verbeugung um Entschuldigung stineS Eindringens bat, wobei er mich zugleich auf da» Freundlichste um die Erlaubniß ersuchte, meinen Vater er- warten zu dürfen.
Ich lud ihn zum Niedersetzen ein und machte nun sehr bttlo die Bemerkung, daß das Wesen und Benehmen des jungm Manne» ganz und vollständig mit seinem einnehmenden Aeußern harmonirte.
Wir war« sehr bald in der lebhaftesten Unterhaltung
,rtjvn nimmt entgegen: Nedttion d.Blatte», ^eS.Annoneen-Bureaux xh. Dietrich & Co. in m und Hannover; Th. Ach in Frankfurt a.M.; „fetiftein & Vogler in rtifntt a. M., Berlin, uta, Mn rc.; Rudolf 8, in Berlin, Frank-
Juli) spricht sich über die Unfälle in Armenien folgendermaßen an»: „ES zeigt sich in diesem Augenblick in der Würdigung der Kriegs-Ereignisse eine doppelte Strömung, gegen welche zu reagiren wichtig ist. Einerseits ist unsere Armee in Asten zu einer concenttirenben Bewegung nach der Grenze hin geführt worden, welche die Pessimisten mit einer von ihrem Temperament gewissermaßen unzertrennlichen Uebertreibung auSbeuien. Man muß sagen, daß selbst die Schnelligkeit unserer ersten Erfolge viele Personen an raschere und mit glänzenderem Erfolge gekrönte Resultate des FeldzugeS auf diesem Theile deS Kriegstheaters glauben ließ. „Die erste Etappe deS FeldzugeS in Kleinasien hat vielleicht nicht den daran geknüpften Erwartungen entsprochen; aber Niemand darf zweifeln, daß die russische Armee sich auf der Höhe der ihr anvertrauten Mission zeigen wird, ohne sich durch Hindernisse abschrrcken zu lassen." „Die Zeit ist übrigens ihr Bundesgenosse in diesen Gegenden. Man darf sich keine Sorge über das Herannahen der kalten Jahreszeit machen und es genügt, daran zu erinnern, daß unsere Truppen im Jahre 1855 KarS am 16 /28. November zur Kapitulation gezwungen haben."
Der weitere Theil des Artikels enthält dann eine Schilderung der glänzenden Situation südlich der Donau.. .
Der neueste „Russische Invalide", gleichfalls vorn 13. Juli, enthält den detaillirten Rapport des Generals Ra- vetzki, Kommandeur des 8. Armeekorps, an dm Oberst - Kommandirenden der aktiven Armee Über den Uebergang bei Simnitza, am 26 und 27. Juni. Indem wir alle zu sehr ins Einzelne gehenden Details weglassen, heben wir nur folgende Punkte hervor: Die 14. Division mit einigen ihr zugetheiltm Detachements wurde in sechs Reifen gechcilt. Die ersten beiden sollten je aus 12 Zügen Infanterie, 60 Kosaken und 8 Berggeschützen bestehen, die folgenden hattm statt der 8 Berggeschütze 6 Feldgeschütze. Die Ponton» mürben um 9 Uhr Abends, al» es schon dunkel war, in» Wasser gelassen. Zur Deckung der Ueberfahrt und zum Schutz gegen etwa erscheinende Monitor» waren am Ufer lünf Neun Pfünder-Batterieir aufgestellt, zum Schutze derselben daS 35. BranSktfche Infanterie-Regiment. Um 2^2 Uhr früh stieß die erste Reife, unbemerkt von den Türken, ab. Erst als die ersten Pontons sich dem rechten Ufer näherten, wurde« die Türken aufmerksam. Um 31/2 Uhr, al» es dämmerte, kamen aus dem türkischen Lager Truppen und bildeten eine dichte Schützenkette längs de» Ufers. Die Russe« mußten nun im Feuer landen und verloren dabei viele Leute. Auch gingen, wie schon bekannt, zwei Pontons unter. Es wurde nun befohlen, mit dem Transport von Artillerie inne zu halten und nut soviel Infanterie als möglich überzusetzen. Auch konnten ordentliche Reisen nicht mehr gemacht werden, sondern man lud in jeden Ponton
»Ihre Ausführung ist scharfsinnig und logisch, liebe Esther," sagte mit einem schwere« Seufzer Thekla, „und leider scheint dieselbe volle Wahrheit zu enthalten!"
„Ich kann nicht anders, als die Verworfenheit desjenigen zu mehren, der die ungeheure Frechheit hatte, sich unseren Gatten zu nennen und e» keiner von un» war, der die empörende Nichtswürdigkeit beging und den fluchwürdigsten Meineid schwor, indem er jeder von un» in der Hand des Priesters am Traualtar vor dem Angesichte Gottes Treue schwor und doch im selben Augenblick die Ueberzeugung in sich trug, sie keiner von unS halten zu können und zu tr ollen! O der Gedanke an alle« das könnte mich rasenv mache«, könnte mich zur Hyäne umwandeln und den Leichnam des LerrätherS zerfleischen lassen, um an dem Tobten die Rache zu nehmen, die dm Lebend« treffen sollte! Doch es ist zu spät! Er hat seinen Richter gefunden! ES ist zu spät, jetzt noch zu rufen: „Auge um Auge! Zahn nm Zahn!" der Himmel ist milder mit ihm verfahren, als wir e« ge- than hätten und was Jehovah gethan, ist gut, der Name JehovahS fei gelobt"
Esther fuhr sich mit der feinen weißen Hand über die schöne leichtbewölkte Stim, seufzte tief und schwer auf, schwieg noch eine Weile und fuhr dann von Neuem fort:
„Vernehmen Sie nun auch meine Geschichte!"
Meine Eltern sind mosaischen Glaubens. Mein Vater war ein wohlhabender Kaufmann in einer nicht unbedeutende« Stadt Galizien». Die Stadt war zugleich Garai- sonsstadt. Mei« Vater betrieb, wie das ein großer Theil unserer GlaubmSgmoflm thut, neben seinem Kaufgeschäft yoch e n anderes. Er befaßte sich damit, Geld auf Zinsen zu leihen. Da er hierbei gar leicht und wie da» auch nicht selten geschah, dem Betrug und der Prellerei ausgesetzt war, wobei er vom Staate und durch die Gesetze keinerlei Schutz genoß, fo mußte a sich anderweitig Recht
irffr stimmt diese Annahme," meinte Gräfin Esther kk, „auch mit dem Benehmen und Verfahren Wenzels, [g ica Sie erzählen, gegen die Erscheinung überein. Denn
che Aufregung gerathm und man lamentkt darüber, daß «erreich, gegen welche» die panslavistifche Agitation nicht
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UlL-r.••V. Wl» Willi lium VI Ul,
r ' ich heute Alle» erfahren, der eigentliche Plan de» Grafen uu ch,
zu fe n, als er mich in dieses Schloß und unter i - nichtigsten Vorwänden in jenen Thurm brachte. Er wollte re«* I vorläufig lebenbia kearabm. das Andenken und hie
üthen spaßig schon im September fällt, derartig gestaltet haben, Nacht ein eigentlicher Feldzug zu den Unmöglichkeiten gezählt
leziehe^ - - — - - - — -