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Marburg, Sonnabend, 7. Juli 1877.
XII, Iahrgaig
Tagesbericht.
n btt Durch Beschluß des BundeSratheS ist die Bestimmung
4 Abs. der Nr. 10 der Grundsätze für die Fixation
| fitaufteuer, welche bisher folgendermaßen lautete: „Er- [ die Aufhebung des Vertrages wegen verzögerter Zäh
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Berliner unterrichtet« S> eisen will man bestimmt
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ge haben, daß Rußland fein« letzten Mcmn-ouS-
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dieser Ansicht RrchLrd»^^
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das m. Onartal wer- von allen Postanstalten
I waren Richard und die Gräfin nur 1 was sie thun sollten, ob fie den Ei sofort erbrechen oder aber noch einmal feie^te-.^ Erscheinung deS Gespenstes abzuwarten t iglicherwrise zu fangen, um von diesem das ’
8 Thurm und seine Geheimnifie zu erfahrst.^**^ 14 kamen endlich überein, das Letztere in
1 bringen. Sie waren dabet der Ansicht, daß die " * Erscheinung möglicherweise in Erfahrung bring« Vas auf dem Schlöffe in Bezug auf den Thurm tragen und dann ganz und gar ausbleib« möchte.
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Die ZBetfc-tox Sounenthal. '
Novelle aus dem Kriege im Jahre 1866 von Rudolf Wellnau. x.
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»ar zu thun? Richard rrschim das Schloß immer stßvvller. und namentlich mußte der Geistert'hurm 'st wichtige» Geheimniß bewahren, da Wewzel so
Anstrengung« gemacht und selbst Berb-rechen ^scheut, um die Entdeckung desielben unter' allen
nicht als Sieger au» dem Kampfe in Asten hervorgehen sollen.
Neueste Kriegsnachrichten:
Petersburg, 4. Zuli. Die Wiener Zeitungs-Nachrichten, welche melden, daß Tirnowa bereits durch die Rusten besetzt sei, haben stch durch die bisher hier eingetroffenen Berichte nicht bestätigt. Der -Bor. marsch in Bulgarien dauert fort. Die Nachrichten vom Abschluste eines Bündniß-BertrageS zwischen Serbien und Rumänien haben keine Bestätigung gefunden. Da« Eintreten Serbiens in die Action wird für incpsrtun und nicht bevorstehend betrachtet. In Betreff der Proklamation des Kaisers an die Bulgaren find weder diplomatische Erläuterungen dieffeit« erfolgt, noch find solche verlangt worden. .
i Konstantinopel, 4. Juli. Einem Telegramm Mukhtar Pascha'» vom 3 d. zufolge setzen die Türken ihre Offensiv-Bewegung fort. Die Ruff« ständen bei Ardost, südlich von Kar».
-Konstantinopel, 5. Juli. Die AusdehnuW deS Aufstande» im Kaukasus wird der russischen Rückzug-Bewegung zugeschrieben. — Mukhtar Pascha soll in der Richtung nach KarS bis Sarakaiysch (Sarikamisch?) vorgerückt sein.
Konstantinopel, 6. Juli. Der Minister de« Aeußern hat den Vertretern der Pforte folgende Mittheilung zugehen last«: Die Division im Alaschgert griff am 2 Juli die Ruffen an, welche mehr al» 1OOOO Mann stark bei Kara Klliffa verschanzt waren. Die Rusten wurd« geschlagen und räumten die Beischanzungen, wobei sie Munition, Provision und AuSrüstungSgegenstände zurückließen. — In dem Kampfe bei Sistowa nach dem Uebergang der Rusten über die Donau verloren dieselben mehr al« 4000 Mann. Mehrere Pontons mit Kanonen versanken. Da die Rusten immer mehr Trupp« landeten maßten wir unsere dortige Brigade verstärken. Dieselbe wurde j doch gezwungen, nach hartnäckigem Kampfe stch zurückzuziehen. E» sind Maßregeln getroffen, ein weitere» Vordringen zu verhindern.
Deutsches «et».
•• »erlitt, 6. Juli. Der am 23. April 1867 auf -khn Jahre abgeswlostene italienisch österreichische Handel» vertrag, der am 23. April c. abgelaufen war, ist vorläufig am 4. Juni zu Rom bi» Ende de« laufend« Jahre» ver- längert worden. — Debet den gemeinschaftlich« Gütertarif ter deutschen Eisenbahnen, dec von den deutschen Eisenbahnverwaltungen im Frühjahr diese« Jahre« angenommen
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ückung von Viehseuchen in Einklang gebracht w ndelt stch namentlich darum, daß in den wo für auf polizeiliche Anordnung getödtete' Werth aus öffentlichen Mitteln ganz ober th wird, die Gesellschaft nur den nicht bereits' der Versicherungssumme als Entschädigung' g vermieden wird, daß der Versicherte mehr alSk Schaden ersetzt bekommt und dadurch der Betsie tzt wird, unter Umständen die veterinärpoi^i riftcn, welche zur Vermeidung der SenE' "' krlasten find, zu umgehen. Wenn in dertts . I. c jene» Gesetzes jeder Anspruch »egfällt, geht der Versicherte auch Sestew»___
anstatt jeder Entschädigung verlustig. ®
men und bis nach erfolgter Wiederherstellung dort zu behalten. Der feindliche Offizier, der Herr der Besitzung, . sei außerdem bei annähernder Befferung streng zu bewachen, da er Kriegsgefangener sei.
Richard hatte nicht» Eiligere« zu thun, al« die Gräfin • auf die Schreckensbotschaft vorbereiten zu lasten und ließ außerdem um Zimmer für die Verwundeten bitten. Gräfin Thekla legte selbst Hand mit an, um die betreffenden Zimmer zur Aufnahme eiozurtchten und hierbei machte Richard auf geschickte und schonende Weise sie damit bekannt, daß ihr eigener Gatte einer der Verwundet« sei. So schonend die« aber immerhin auch geschehen war, die Gräfin sank in Ohnmacht, so daß auch sie schleunigst zu Bett gebracht werden mußte.
Inzwischen waren die Verwundeten in die für sie zubereiteten Zimmer untergebracht und der Offizier mit dm beiden Husar« und beidm Wag« war wieder von dann« geeilt, während Richard und seinen Leuten die Sorge um die Verwundeten anheimfiel. Der Freiherr Oskar machte große Augen, als er Richard erkannte; dieser beruhigte ihn j doch vollständig und bat ihn, sich nicht auizureg«, sich vielmehr völlig ruhig zu verhalten, wie e« sein Zustand bedinge. Oskar sowohl wie der Graf hatte eine schwere Brustwunde, doch war die O«kar» weniger gesährlich und bedenklich, al» jene des Grafen. Der Letztere war di« j.tzt noch nicht zum Bewußtsein gekommen und wußte natürlich auch nicht, daß er stch in seinem eigenen Schlöffe befinde.
Als die Gräfin sich etnigermaß« wieder erholt, besuchte ste sofort ihr« Gatt«; fie sprach mir ihm, nannte ihn bei feinem Vornamen, umsonst, die Ohnmacht, die ihn ge« feffdt hielt, wich nicht, er erkannte weder seine Gattin, noch sonst iraend etwa« um stch her.
Baron Oskar, der in einem andern Zimmer Ausnahme
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---- einer Abfindungsrate, so muß dir letztere nachgezahlt ltgt» — in die folgende Bestt-i mutig abgeändert worden: I Dtl folgt die Auflösung des Vertrages wegen verzögerter •n 1 limg einer Abfindungsrate, so muß neben der etwa 1732 rückständigen Steuer auch die für den Monat, in ---- jem der Vertrag erlischt, zu zahlende Steuerrate nach- >rbaG,t werden." ms! ------------
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@e tu Kriege beginnt in nächster Woche. Die Exp. d. Oberh. Zeit.
Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d.Blatte«, sowie d.Annoncen-Bureaux von G. L. Daube & Co. in Frankfurt a. M.; JLger'sche Buchhandlung daselbst; Hermann'sche Buchhandl. daselbst; Jnvalidendank in Berlin; W. Thienes in Elberfeld; C. Schlotte in Bremen.
"vm ü, daß die russische und dkU.sche Regierung sich Kreits ” 6ie Bedingungen, mit dm« der Friedel «Wstan 1»» <l abgeschlosten werd« solle, geeinigt hält«. , Daß d« meid) und England d« Frieden dictiren solltest, hält L2K h, Berlin geradezu für eine Unmöglichkeit, einle 8c« Z-—“ S Konstantinopels von Seiten England» würde nur
hebt, um die Engländer vom türkischen Boden zu vertreiben und was Oesterreich anlangt, so ist man der Mei nung, daß dasselbe der Herstellung eine» selbstständigen bulgarischen Fürstenihum» guftimmen werde, da in Bezug auf Serbien von Deutschland wie Rußland der österreichisch« Regierung alle möglichen Concesstonen gemacht word« find. Das Dreikaiserbündniß wird den FriedenSschluß aller Wahrscheinlichkeit nach Überdauern und England in der Orient- frage im entscheidenden Moment völlig isolirt dasteheu lassen.
Die Nachrichten, die vom Kriegsschauplatz an der Donau anlargen, bestätigen nicht die Wiener Nachricht, daß Tir« nowa von den Türken aufgegeben und von den Ruff n besetzt sei, auch fehlen noch die näheren Nachrichten über die Kämpfe, welche bei Bjela, da» mindestens zehn Meilen oberhalb Tirnowa liegt, stattgefunden haben und in denen eie Türken Sieger geblieben sein sollen. In jedem Falle werden noch mehrere Wochen verstreichen, ehe die Ruff« ihre Hauptmacht im Balkangebirge concentrirt haben, um die Balkar Pässe zu forctren. Auch die Linie Küstenbsche- Tschernawoda ist noch ebenso in den Händen der Türken, wie das FestungSviereck. Man wird stch also die Einnahme der beiden HaupiverthetdigungSlinien der Türk«, der Donan- nnd Balkanlinie nicht so leicht vorzustell« haben, wie die» in ruffenfreundlichen Kreisen vielfach scheint angenommen zn'sMrden. Daß die Ruffen selbst von den Schwierig - k«k«8 ihrer militärischen Aufgabe an der Donau überzeugt siE geht auS den ungewöhnlichen Verstärkungen hervor, reiche fie zur Donauarmee stoßen laffen, denn es haben nimmehr das 5. und 6 russische Armeekorps, welche bisher iafe Königreich Polen garnifonirten, bm Befehl erhalten, in Rumänien einzurücken, woselbst fie als Reservearmee einstweilen verbleiben sollen. Da nun auch zwei neue Divisionen zur KankasuSarmee in Kurzem stoßen werden, so ist der weitaus größte Theil der russischen Armee für den Kampf mit den OSmanen bestimmt, denn von den 48 russischen Divisionen, über welche die russische Armee verfügt, befinden stch 31 auf dem Kriegsschauplatz in Europa und Asien, bezw. an der russisch-türkisch« Grenze. Von den übrigen 17 Diviflonen müssen mindestens 9 Divisionen im Innern Rußland« verbleiben, so daß also nur noch 8 Divisionen innerhalb der Schlachtlinie zur Verwendung kommen können. Auf dem astatisch« Kriegsschauplätze hab« stch augenblicklich die Dinge außerordentlich ungünstig für die Ruff« gestaltet, zwar ist die Belagerung von KarS noch nicht ausgehoben, wie türkische Berichte melden, aber Thatsache ist, daß die Türken viele der früher« russisch« Posttionen genommen und nunmehr die Off nstve ergriffen haben. ES werden daher die russischen Verstärkung« sehr bald in Kleinast« eintreff« müssen, wofern die Türken
Erscheint tSglich außer dm Werktagen nach Sonn« und Feiertage». Preis für da« Quartal mit der wöchentlich« Beilage ,,3l»trtrtH LvuutaaSdlatt" bot* die Sru-hiHnn fSnA’f*. Buchdruckerei, bezogen Sß «ark, durch die P°st-Mter de- »«sich« Reiche« 8 Mark 5« Pf," iekl wstlllgebtw). - Z,ferti°n-aLLr L " geffi jS, j» «f, *f* Mr tn der «xpeditrou zu ertherl«de Auskunft und Annahme von Sdreffen werd« »5 Pf,, betonet
r7Aürr v , 7 fh angenommen.
-1_T Der Abdruck des Tagebuchs eines Drei»
Dachtzigers aas dem deatschfraazöst-
^üchh z)cr Minister der lcmdwirthschastlichen Angelegenheiten^ einti tzft BezirkSregierungea veranlaßt, darauf hinzuwirkE zart, hft Statut« der ViehverstchernngSgesellfchaften tmr5 ethttj Bestimmung« deS Gesetzes betr. die Abwehr arfb5
z'70b 61 einverstandm, und fie begann jetzt sogar MM 4cü» b» Gedanken an die Oeffnung des Thurmes. -tzWl ),60» leidliche, schreckliche Angst, ein geheimes fkW e-rftchW “ Überkam sie, als sollte diese Oeffnung- ihr- bfs ksag von etwas entsetzlichem bringen. j
i $ aber der Thurm geöffnet werd« müsse, ,'oa k mit Richard einverstanden. Aber ohne VcMMi
9,75 "selben öffnen? ES war Alles so riesmfeWdaK M S,^^bffale Arbeit erforderte, ehe man dm GnMz W*
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Da sie aber jedenfalls zur Aufklärung deS Ganzen nicht unnUtip, vielleicht gar die Hauptperson war, so mußte ihre Festnahme natürlich höchst erwünscht sein und somit alles vermied n werden, was diese schwierig, wenn nicht - unmöglich machen könme.
Ehe jedoch die Enthüllung deS GeheimniffeS mit der räthselhaften nächtlichen Erscheinung statifinden sollte, trat noch ein andere» Ereigniß ein, welches die Gemüther in dem so geheimnißvollen Schlöffe, die ohnehin in fortwährender Erregung sich befand«, noch mehr erreg« sollte.
Am Nachmittage desielben Tage», von dem wir eben berichteten, kam ein felt'amet Zug die Allee herauf und bewegte stch in langsam feterliwer Weise dem Schlöffe zu. Ein Husaren-Osfijier und zwei Husaren, preußische Truppen, eScortirten denselben. ES waren zwei elegante Reisewagen, welche, dem gemtffenen langsamen Schritte nach zu urtheilen, in dem sie stch bewegten, jedenfalls Schwerverwundete mit stch führten.
Richard stand bereits mit einigen von seinen Leuten am Haupt-Eingange zum Schlöffe und erwartete die Ankommenden. Der Eingang war geöffnet und die Wagen fuhren in den Schloßhof.
Der O fizier überreichte Richard sogleich ein Schreib«, bei dessen Lesung ein leichter Schrecken ihm durch die Glieder fuhr. Die beiden Wag« enthielt« allerdings zwei Verwundete au» den letzten Kämpfen, nammtlich bei Gitschin, uNd zwar war der eine Niemand anders, al« der Herr dt« Gute- selbst, der Gemahl der jungen schönen Gräfin Hekla, der andere der ehemalige Garde Lieutenant, jetzige i Hauptmann Oskar, Freiherr v. Hartenfeld, Richards Todfeind aus Sonnenthal.
1 Das Schreiben war von Richards Kommandir«d« ' ausgestellt und an Richard gerichtet. Es enthielt die Aufforderung, beide Schwerverwundete im Schlöffe aufzuneh-
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