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nimmt entgegen: Edition d.Blatte-, JjSnnoncen-SBureauf it- Dietrich & Co. in L tmb Hannover; Th. Ach in Frankfurt a.M.; 5-ttein & Vogler in Sfurt a- M., Berlin, Sj, Cöln rc.; Rudolf L^in Berlin, Frank- ^surt a. M. rc.

Marburg, Sonnabend, 2. Juni 1877.

xn. ZahWig.

GtchkWe Jritmiii.

Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d.Blattes, sowie d.Annoncen-Bureaux von G- L. Daube & Co- in Frankfurt a. M.; Jäger'sche Buchhandlung daselbst; Hermann'sche Buchhandl. daselbst; Invalidendank in Berlin; W. Thienes in Elberfeld; C- Schlotte in Bremen.

rZx.int tSalick außer den Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für daS Quartal mit der wvchenüichen Beilage ,,31w|hrtrtt« EanntagSdlatt" durch die Effedition («och'fche Buchdruckerei) Sogen «5? Wart, durch die Postämter deS Deutschen Reiches S Wert 50 Pf,. (exl. Bestellgebühr). - JnfertiouSgebühr für die gespaltene Zelle 10 Pf«.

Für in der Expedition zu ertheilende Auskunft und Annahme von Adreffen werden H5 Pf«, berechnet.

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Wie öffentliche Blätter melden, wird binnen Kurzem tr baierische Landtag behufs Feststellung des Militäretats ufen werden. Diese Notiz erinnert einmal wieder cht lebhaft an die Unfertigkett unserer politischen Zustände, b lange noch das Militärwesen nicht gänzlich der Ein» lang der Einzellaodtage entzogen, so lange eS noch

Dualismus im deutschen Heerwesen gibt, ist der au deS Reichs nicht vollendet, und es ist Pflicht der auf diese Mißstände immer von Neuem hinzuweisen die Beseitigung anzuregen. So wie die Dinge jetzt bürgt allerdings der deutsche Sinn des Königs Bwtg dafür, daß die Reservatrechte keine Störung irgend militärischen Aktion Hervorrufen, und die Kraft 6 baierischen Volkes wie diejenige oller übrigen Stämme rdeMschk Nationalzwecke verwerth t wird, allein Personen «o wechseln und Institutionen haben immerhin einen zu unterschätzenden Einfluß auf die Stimmungen und bungen der politischen Parteien. Kann aber eine

Bei den Russen und Rumäne«.

(Von dem Special-Berichterstatter der »Köln. Ztg ") Plojesti, 20. Mai.

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M den Monat Zrmi werden auf die

Dberhesstsche Zeitung

und deren Beiblatt

Der .Reichöavzeiger" enthält folgendes Dementi: .Der ^reichliche,Volk-freund^ und nach ihm andere Blä ter jg angeblich auS guter römischer Quelle über ein Ge- z sch berichtet, welches ein preußischer Prinz, der in der reffenden Correspondenz bald Prinz Friedrich Earl, bald i iiM Carl genannt wird, auf einem Diner dcS Kaiser- : <g Botschafters v. Keudell am 10. d. M s. in Gegen» t| fremder Diplomaten mit italienischen Ministern über »n* ! deutsche Kirchenpolitik geführt habe. Se. König!. §0 ' JJ? ü der Prinz Friedrich Carl hat sich bekanntlich zu der 1 Ebenen Zeit nicht in Rom befunden. Se. Königl. chell der Prinz Carl hat während feines Aufenthalt- in ji gn nur einmal in der Botschaft dinirt; es hat an dieser Seilschaft weder ein italienischer Minister noch ein fremder hlomat thetlgenommen, und Se. Königl. Hoheit hat, 1 k wir zu erklären in den Stand gesetzt stad, weder bei J rjet, noch bei irgend einer anderen Gelegenheit mit einem rom oder früheren italienischen Minister ein Gespräch er den sogenannten Kulturkampf geführt "

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eichne » allen Postanstalten Bestellungen entgegenge­

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So wäre ich denn im russtschen Hauptquartier. Die ^en Rußland und Rumänien abgeschlossene Convention aite au-drücklich, daß die russischen Trupp n nicht in Hauptstadt Bukarest einrückea dürsten. Bis j tzt hat an dieser Abmachung sestgehalten; wie lange eS noch .en wird, st-ht bet den Göttern und dem Zaren. Rolle, welche der Fürst Karl in seinem eigenen Lande t, ist in Wahrheit eine traurige, und eS mag N-eman- Wunder nehmen, wenn er in nicht zu ferner Zett seinen

MsAchusth von Bukarest nach Krajowa, und von da wer 2; ',»> trotz einer Königskrone nach Düsseldorf verlegen Seite em der Großfürst Nikolaus im Lande ist, hat [01H* urit der Herrlichkeit und der Macht deS Fürsten Karl $ * Ende. Man würde sehr fehl gehen, wenn man an- Z Wien wollte, daß eS dem jungen Hoheozoller gelungen « ?tf' llch die Liebe feines Bo keS zu erwerben, Füist Karl bie Rumänen ein zu gebildeter, milder, sanftmüthiger liebenswürdiger Herr. Einen solchen braucht das ^^Mändig verkommene Bolk nicht; eS hält Milde für d4wäche und beugt sich nur einem eisernen Drucke. Der 'Hagle Kusa besaß die Energie, mit seinen Unterlharen, i** « genau kannte, fertig zu werden; nur versäumte er, M ein Heer zu schaffen, auf daS er sich im Falle der hätte verlassen können. Er hielt eS jedoch für un

Mch, daß unter den Bojaren irgend Einer dm Muth .g.ifr« würde, Hand an ihn zu legen denn Muth ist 190,»i^ Sar theure Waare in Rumäuim. Fürst Karl schuf

M Armee; aber eS ist ihm nicht gelungm, auch nur einm 1 Mk« echt militärischen Geiste- in die Srmata Romana «ß^mzubringen. Der rumänische Oifizier freut sich seiner

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solche Institution möglicherweise nachtheilig auf da- nativ» nale Leben einwirken so muß man ihre allmähliche Besei- tizunz anstreben. Ebenso verhält eS sich mit dem Gesandt­schaftsrecht der Eiuzelstaaten. Trotz aller Loyalität der Regierungen der letzteren liegen doch Beweise genug vor, daß manche der an den kleinen Höfen thätigen Gesandten nicht immer im nationalen Sinne thätig gewesen. Bon dem jetzt von Berlin abberufenen baierischen Gesandten v Perglas wollen wir dies zwar weniger behaupten, aber die Beichte diese- zur Zeit de- alten Bundestage- tä­tigen Diplomaten sollen doch sehr von Mißtrauen in die sogenannte Unifikationspolitik des Reichskanzlers eingegeben gewesen sein. Herr v. Perglas wird übrigens nach Wien als baierischer Gesandter an dm dortigen Herkommen und die Stelle deS Grafen Bray übernehmen, der fn den Ruhe­stand treten wird. Ueber seinen Nachfolger ist zur Zeit noch nicht- entschieden.

Der römische Korrespondent der .Time-" telegraphirt unterm 26. d.: .Die deutschen Bischöfe, welche von den Pilgerfahi ten Nutz n ziehend, sich in Rom versammelt haben, um sich über ihr künftiges Verhalten schlüssig zu wachen, haben Berichte erhaltm, au- denen erhellt, daß die deutsche Regierung vorbereitet ist, den Kanps bis zum Aeußerstm (ä outrance) zu treiben, wenn sie (die Bischöfe) die mitt beste Neigung bekunden sollten, eine noch feindseligere Po­litik gegen dieselbe einzuschlagen, al- sie bisher verfolgt. Die Entschlüsse, welche sie gefaßt hatten, sollm folglich in nochmalige Erwägung gezogen werdm.

Die mehrfach bereit- erwähnten Friedensgerüchte sind direkten Meldungen zufolge auch in Bukarest verbreitet und treten dort mit großer Bestimmtheit auf. Die Ver­handlungen behufs Einstellung der Feindseligkeiten sollm angeblich in Berlin im Gange sein (?). Sehnliches wird auch dem Londoner .Daily Telegraph" aus Bukarest mit getheilt. Die Depesche dieses Blattes lautet: .In politi­schen und diplomotisLen Kreisen Bukarest'- kursiren Gerüchte betreffs der Möglichkeit einer durch deutsche Vermittelung zu schließenden Uebereinkunft zwischen Rußland und der Türkei, welche, wie man glaubt, die Nothwendigkeit eine- FelvzugeS in Bulgarien abwenden dürfte. Der Umstand, daß Fürst Gortschakoff den Czarm begleitet, fügt die De­pesche hinzu, wird al- ein hochsriedlicheS Symptom betrach­tet, und täglich gewinnt der Eindruck an Boden, daß Ruß­land mehr al- je eine schleunige Lösung der gegenwärtigm Vcrwickeiungm wünscht."

Die militärischen Operationen auf dem astatischen wie dem europäischen Kriegsschauplätze lassm für die nächste

bunten U iiform, nicht feiner Waff ; seines Namens, nicht seines Standes. Ich muß gestehen, daß ein Gefühl auf- wallenden Zornes mich erioßie, als ich diese Modepuppen zu Dutzenden auf dem Pflaster Bukarests umheiflaniren sah und sie schwatzen hörte, wie gut eS doch sei, daß die Russen ihnen die Mühe abgenommen hätten, dm rumä­nischen Boden gegen die Türken zu vertheidigm. Noch bis zu dem Ta.,e, an welchem die Russen den Pruth über schritten, zitterte Bukarest und mit ihm ganz Rumäntm vor den Türken; denn man fürchtete stets, daß sie in Giurgewo übersetzen und der ganzen Herrlichkeit der ge­träumten Selbstständigkeit und Königskrone rin schnelles, gewaltthättgeS Ende machen würden. Ueberhaupt herrscht auch jetzt noch, da die Russen hier sind, wenig Siegeszu­versicht unter den Rumänen, und noch mancher Bojar hat heute seine werthvollea Eff kten zusammeng packt, weil er die Niederlage der Russen, eine Verfolgung unb blutige Bestrafung des schnöden Abfalles von dem Oberlehnsherrn fürchtet. Ich habe wunderbare Erzählungen von dem KliegSmuthe der nach Kalafat abmarschirten .Srmata Ro­mana" gehört. In diesem Augenblick ist vielleicht bereit- kein Rumäne mehr in Kalafat; denn aus die Nachricht, daß der Zar Alexander nach Bukarest kommen und dort während der Dauer deS Krieges sein Hauptquartier auf« schlag« werde, soll der Befehl an die rumänischen Truppen ergangen sein, von Kalafat abzuziehen und den heranrücken den Russen die Vertheidigung de« Platze« zu überlass«. Bon einem freundlichen Verkehr zwischen russisch« und rumänischen Osfizierm habe ich nie etwa» bemerkt. Die Russ«, mit denen ich mich.unterhielt, lachten einfach, wenn ich von ihren Verbündeten sprach, und dieses Lachen war mehr als bezeichnend. Man darf sicher fein, daß in dem russisch - rumänisch - tüikischm Kriege die Rumänen kaum kßeno d ie Rolle spielen «erden, es sei denn eine klägliche.

Zett keine entscheidenden Schläge erwarten. In Asien rücken die Russen langsam in enncentrirten Massen gegen Erzrrum und Datum vor. Die Berichte der Sachverstän­digen vom Kriegsschauplätze stimmen so ziemlich alle darin überein, daß die Streitkräfte der Türkei nicht stark genug sind, um auf längere Dauer Erzerum und Kars zu halten. Mit dem Fall dieser Festungen wäre alsdann der astatische Feldzug so ziemlich entschieden, denn der von den Tscher- keflen angefachte Aufstand vermag eine nachhaltige Wirkung auf die Kriegführung nicht auszuüben, wiewohl von Neuem ea. 8000 Mann von den türkischen Transportschiff n in Circassten gelandet sind. Auf dem «ropäischen Kriegs­schauplatz ist Alles gespannt auf den Uebergang der Russen über die Donau, bei welchem sich auch trotz all-.r voraus- gegangenen Dementis die Rumänen betheiligen, wie ste be­haupten, lediglich in der Absicht, die ihnen gegenüber ge­legenen türkischen Festungen zu schleifen. An der serbischen Grenze werden starke türksche Streitkräfte gesammelt, um jene Grenze zu sperren.

Rach einer Meldung deSBüreau Hirsch" au« St Petersburg, 31. Mai, beschränkt sich die angebliche Zurück­eroberung ArdahauS durch die Türken darauf, daß türkische Truppen die von den Russen vollständig geräamtr und zerstötte Festung wieder besetzten.

Neueste Kriegsnachrichten:

London, 30. Mai. Dem .Reuler'fchen Bureau" wird aus Erzerum vom 28. c. telegraphirt: Die Garnison von Pcnek (?) hat sich beim Erscheinen ber Russen auf Olli zurückgezogen. Die Russen haben gestern die Befestigungen vor Karakilissa angegriffen. Der Commanbant derselben, Mehcmed Pascha, griff jedoch (einerfeit» den linken Flügel der Russen an, zwang denselben, sich zurückzuziehen und verfolgte ihn bi« Tachelitschai. Dasselbe Bureau meldet auS Erzerum vom 29.: Die russische Armee nimmt gegen» wärtig folgende Position ein: die Avantgarde deS rechten Flügels bei Neffi Penek; die Cavallerie de« CcntrumS pa- ttoulflirt feit mehreren Tagen bis Vezin Boifan; vom linken Flügel, der nur 6000 Mann stark ist, steht das Gro- bei Ukchaktlisse. Die Avantgarde hatte kleinere Gefechte mi. der türkischen Cavallerie bei Tvprath-Kale. Eine Colonne hält Ardiche besetzt. Die Türken nehmen folgende Stellungen ein: daS Gros des Untat Flügels steht bei Diti, ein De» tachement zum Schutze des linken Flügels bei Ardahan; das Centtnm und das Hauptquartier hab« die Stellung« bei Soghanlidagh nicht verlassen. Born rechten Flügel steht die Avantgarde bei Toprath Kale, das Gros ist staff lförmig von GaSprane über Gulientap bis Delebara auSgebreitet.

Hmte Mittag gegen 12 Uhr trat ich hier in Plojesti, dem Hauptquartier veS Großfürsten, ein. DaS trockene Wetter der letzten Tage hat einiger Maßen günstig auf die Wege gewirkt, und doch sind ste selbst hier im Orte wenig anders als Kothmassen, durch welche stch sogar ein gut bespannter Wagen nur mit der größten Anstrengung hindurcharbeiten kann. Und diese Wege nennt man hier in Rumänien chaustrt unb bezeichnet sie mir als zu den besten im ganzen Lande gehörend. Schon gleich am Bahn­hof gewinnt man ein ziemlich klares Bild ber angedeuteten Terratnschwierigkeiten. Bis tief über die Knöchel sank ich in die lehmige Masse ein und brauchte nahezu eine halbe Stunde, um nach dem höchstens zehn Minuten entf raten Ploj sti zu gelangen. An einzelnen Stellen de- Weges tritt man in fast fußtiefe, mit Schlamm ausgefüllte Löcher, nnb ich danke eS nur meinen hohen Reitstiefeln, daß ich überhaupt weiter kam, und meinem festen Stock, auf den ich mich stützte, daß ich nicht zu verschiedenen Mal« in meiner ganz« LeibeSlänge in den Koch gefallen. Im Jane« der Stadt ist das Pflaster einiger Maß« gangbar, doch bleibt auch hier höchste Borstcht vonvöthen.

Der Großfürst wohnt mitten in der Stadt in einer klein«, fehr hübsch« Billa. Außer ihm stad nur noch einige Generalstabsosfiziere in Plojesti einquartiert. Die russtschen Trupp« selbst haben in einiger Entfernung von der Stadt ein größere- Lager bezog«. Außer dies« liegt an der gegenüberliegenden Seite der Stadt die neu zn sormirende bulgarische Legion In einem für sie errichtet« Zeltlager. Da mich die Freiwillig« auf meiner ganz« Fahrt begleitet hatten, beschloß ich, mich zunächst zu ihnen zu begeb« und mir eine Fahrt in das russische Lager für einen etwaig« später« Besuch Plojesti« aufzusparen, zumal ich hoffen darf, in Braila und Galatz in engere Verbin­dung mit dm Ruff« zu komm«. Währmd ich mich nach