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xn. ZahrgiMß.

Marburg, Freitag, 23. Februar 1877.

OberheWt Jalung

jie die Annoncen-Bureaux

ntfurt a. M, Berlin, Leip- Köln rc; Rudolf Stoffe

stützen. Nach der neuesten Ausgabe ist beim Domkapitel I Kredits für da« Budget der deutschen Militirverwaltung Brandenburg die Stelle des DomdcchantS erledigt. Senior zu erleichtern. (!)

ist der frühere StaatSmintfter v. Selchow; die Domkapi- Derselben Eorrespondmz wt«d von rhrem Correspon- tulare find an der 8<rhl 8. Beim Domkapitel Merseburg denten in Konstantinopel unterm 18. Februar telegraphirt. ist nur die St lle des Prälaten und zweier DomherrenIn Folge einer Zusammenkunft zwischen dem Schcik-ul-

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Las«»d«rt<sr.

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Ukber die Domstiftcrfrage, welche durch die Berathunj

_____ «f das T°p°t g-kommm Wie dieCorrespon ance Universelle" meldet, haben wäre ins Master gestürzt Die Anhänger des Sohnes iS finb8fdt einher R it irrige Angaben in Umlauf, welche! die Angriffe der deutschen Blätter gegen Frankreich nur Abdul Aziz. des Prinzen Justuf Jzzetin Efendi, erheben

S-fitl ßch anscheinend auf Stere Jahrgänge des Staatshandbuches s den Zweck gehabt, um die Bewilligung eines erhöhten kühn das Haupt und agttiren für dest.n^Erhkbung^auf S77 iten wohlehrwürdigen Arm ohne alle Umstände zurückge-t vaß zwischen ihm und dem gestrigen Tage, statt einer Nacht,

m. & Gniiüa »erl«b«»L. worfm und in die gebührenden Grenzen gewiesen haben; der Zeitraum eines Jahrhunderts läge. Al« flüsterte e«

ig. - , ven» Dumte » n t ' ab wogte es nicht ihm fein guter Dämon zu, gerieth er auf den Gedanken,

r (See (Siitnnriftifrhe Novelle voll £). .'jiwolle. I ______i. m unternehmen, nnb »war weaea drill»

Humoristische Novelle von H. Zscholle.

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ioä Vars Rock und Schuhe und Haarbeutel ab, legte stch leise 97i »eben den schlummernden Seelenhirtm und entschlief, von vielen Abenteuern müde.

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die Kerze. Ihr findet das Zimmer leicht; rechter Hand 4»S erste, wenn Ihr die Treppe hinauf seid."

. Schweigend nahm Herr Quint die Kerze. Sobald er w die beschriebene Thür kam, löschte er bescheiden daS Licht, um den Herrn Pfarrer nicht zu wecken. Der Mond lmchtete matt durch die Scheiben. Er fand das Bett;

ist nur die St lle des Prälaten und zweier Domherren besetzt. 12 Kapitularstellen und 4 Präbcnden sind erleb gt. 'Inter den Domherren finden wir den General Feldmarschall Freiherrn von Manteuffel. Beim Domkapitel Naumburg nd besetzt die Stelle deS DowprcpsieS und des Dom. dechantS, urbef tzt int Ganzen 16 Stellen. Das Kollegiat- tist zu Zeitz besteht auö dem Senior und 1 Domherrn.

Wie aus Rom telegraphirt wird, befindet fich unter den Maßregeln, welche mit Bezug auf das künftige Kon- !lave beschlossen find, eine solche, durch welche bestimmt wird, daß irgend ein Kardinal zum Nachfolger von PiuS IX. ohne Rücksicht auf seine Nationalität gewählt werden mag. Dadurch wird die pragmatische Regel, keast welcher nur Italiener gewählt werden können, beseitigt. Zwischen dem Papst und den Kardinälen ist viel über diesen Punkt diSkutirt morsen, aber es herrschte die Meinung vor, daß die Wahl absolut frei sein sollte. Dieser Entschluß wird sämmtlichen Kardinälen witgethei't werden. Bekanntlich erscheint unter den Kandidaten für den päpstlichen Stuhl dn Kardinal englischer Nationalität, Msgr. Manning, und es ist nahezu klar, daß man in Rücksicht auf diese Kandi­datur den obigen sehr wichtigen Beschluß gefaßt hat.

Nach Schwierigkeiten ungewöhnlicher Art ist nunmehr die Liste der im nächsten Konsistorium zu ernennenden Kardinäle definitiv festgestellt. Äußer den früher bereits mitgetheilten Namen erscheinen aus derselben Msgr. Lorenzo Nina, Msgr. Enea Sbaretti, Msgr. Luigi Serafini, Msgr. Luigi bei Marchesa di Canossa, Msgr Francesco Saverini Apuzzo, Msgr. Caverot, Msgr. Frs äric de Falloux du Couvray, und werden auch die folgenden Monsignori mit oem rothen Hut bedacht werden: Edward Howard, Erz­bischof von Neocesarca, Francesco bi Paola Benavides, Patriarch von Westindien, Michele Paya y Rico, Erzbischo von Cowpostella und Emanuele Garcia Gil, Erzbischo von Saragoffa. Die anderen drei Kardinäle, die hebt werten sollten, nämlich ein anderer Franzose und zwe Oesterreicher sollen in einem anderen Konsistorium ernannt werden, welches wahrscheinlich im Monat Mai stattfinden wird.

Islam und den hervorragendsten Mitgliedern der alitür- !tscheu Partei ist die Entsetzung des Sultans Ahdul Ha­mid beschlossen worben. Heber die Person des Nachfolgers Abdul HamidS ist eine Entscheidung noch nicht getroffen. Die alttürkische Partei verlangt von dem neuen Sultan le .Konfiskation" der Verfassung."

eine lange Reise zu unternehmen, und zwar wegen drin­gender, höchst wichtiger, geheimer Geschäfte, die er selber noch nicht wußte. Daraus konnte er dann Vorwände spinnen In Hülle und Fülle, wegen seines gestrigen Aus­bleibens ; konnte an Herrn Pyk schreiben und mit der Feder das Ding glaubwürdig machen. Selbst an Bätely konnte er einen rührenden Brief schreiben. Sie wird ihn lesen, dachte er, mit Wehmuth wieder lesen, und den Abwesenden heim wünschen. Welch eine Wonne! Herr Ouint seg­nete den glücklichen Einfall; er zürnte auf sich, nicht früher, nicht gestern fchon aufgebrochen zu sein.

Indem er nun umherdachte, wohin? wie lange? aus was für Ursache? und indem er stch schon unter un» bekannte Menschen, in fremde Gegenden träumte, dort fich mit Heimweh nach dem vaterländischen Thale zurücksehnte, __ und dann der Heimkehr mit ihren Freuden gedachte

weiter nach.

Seine Stimmung hatte während der Rächt große Um­wandlungen erlitten. Er war bei weitem nicht mehr so muihig, als am gestrigen Abende. Seine Phantasien waren verflogen; mit der baren Wirklichkeit hatte er'S nun zu thun.

Zu Erklärungen zwischen ihm und Herrn Pyk mutzte es nochwendig kommen; das Mährchen oller Dörfer im Thal zu werden, blieb nun unausweichlich. Er bebte ven neuem vor tausend verdrießlichen Austritten; fürchtete, seinen eigenen HauSleuten lächerlich zu «erden; wünschte,

Der Wiener Preffe geht folgende merkwürdige Mit- thellung zu:In hiesigen offiziellen türkischen Kreise ist dis heute (19) Abends keine Nachricht aus Konstantinopel eingetroffen, welche die Mittheilung deS Pariser TempS iber die gefährliche Erkrankung deS Sultans Abdul Ha­mid bestätigt. Der Sultan mag wohl feit einigen Tagen unpäßlich (!) fein, doch zu Besorgnissen gibt sein Zustand noch immer keinen Anlaß. Sollte es übrigens im Rathe er Vorsehung wirklich beschloffen sein (!), daß Abdul >>awid vom Throne herabsteige und gleich seinem Unglück- llchen Bruder Murad wieder ins Privatleben zurückkehrt, so wird dieses Ereigniß hoffentlich ohne traurige Folgen |) sür daS osmanische Reich bleiben, denn nach ihm würde Mehemed Reschad Effendi (geboren 3. November 1844), ein höchst aufgeweckter und stark gebauter junger Mann

den Thron besteigen."

Heber Mehemed Reschad Effendi sagt daS N. W. T., daß er fast blödsinnig ist. Daffelbe Blatt schreibt über die Lage in Konstantinopel: .Der Sultan ist ge­hirnkrank, daS ist konstatirte Thatsache. DaS Nervensystem Abdul HamidS ist gänzlich zerüttet. Seit einigen Tagen ist er schon nicht im Stande, an den StaatSgeschisten stch zu betheiligen. Das Reich ist thatsächllch ohne Staats­oberhaupt. Die Palastbearntm regieren und das Ministe­rium ist dadurch völlig gelähmt. Die Demisfion de« GroßvczierS Edhem Pascha liegt im Palast und ist gar nicht abzusehen, wer diese« Entlassungsgesuch erledigen soll. Der Großherr hat sehr wenig lichte Minuten. Er ver­fällt oft in Zuckungen, worauf ein heftiges Fieber fich einpellt. Danach ist Abdul Hamid so abgespannt, so schlaff und absolut gedankenlos, daß er kaum zurechnungs­fähig erscheint. Man hat ihn vor einigen Tagen eine Spazierfahrt auf den Bosporus machen lasten plötzlich machte er einen Sprung, es fehlte wenig und der Sultan

en nimmt entgegen : en d. Blatte«,

Langsam und unmerkbar, wie der Stundenzeiger am Zifferblatt, gedachte er stch unter der schweren Last her-

Silber - RiSchm.

Hine Dorf-Rovelle von Rudolph Wellnau.

(Fortsetzung.)

Drei Tage lang, bis zum dritten Pfingstfeiertag Nachts zwölf Hhr währte da« festliche Leben und Treiben, bei welchem der Stlher Müller, seiner Tochter zu Ehren, fich

indem er alle einzelnen Auftritte de« Wiedersehen« mit der reizendsten Färbung aufimalte; tönte ihm plötzlich eine fremde Stimme in« Ohr:Ach Gott!"

Es war aber keine Männerstimme. Herr Quint glaubte den Geist aufgeben zu rnüsten. Er schlug, ohne seine Lage zu ändern, die Augen auf. Niemand war im Zimmer. Der Pfarrer lag ruhig neben ihm; ein so süßer Engel«ton aber konnte au« keiner pfarrlichen Kehle tönen.

(Fortsetzung folgt.)

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Wie in der Commission für da« Gemeindewesen von Seiten de« Regierungs-Vertreter« erklärt wurde, hat die Regierung ihre Absicht, den Entwurf eine« Kommunal- fteu-rgesetze« dem Landtage vorzulegen, keineswegs aufge geben, halte vielmehr an derselben fest und laste die Vor- atbeiten ohne Unterbrechung foitführen. Nachdem die könig- Mm B zirkS-Regierungen und die aufgeforderten städtlfcheu Sehörden über den im vorigen Jahre ausgestellten vorläu- stzen Entwurf eines Gesetzes betr. die Aufbringung der Semeinbeabgaben fich gutachtlich geäußert hätten, fei die weitere Bearbeitung dieses Entwurfs sofort in Angriff ge­nommen worden und gegenwärtig bereits soweit gediehen, laß zur Zeit der Vorlegung deS festgestellten Gesetzentwurfs n der nächsten Landtagssession ein Hinderniß in keiner Seife entgegen zu stehen scheine.

Im BundeSrath ist jetzt auch der Militäretat zur Ver- Aeilung gekommen, so daß demselben jetzt sämmtliche Etat« 1 üi! Einschluß des Gesammtktats vorliegen. Mehrere nnt_ ^selben sind bereits durchberathen und unterliegt eS keinem 5 Zweifel, daß dem Reichstage nach seiner Konstitnirung der : FeichShauShaltSetat unterbreitet werden wird. Außerdem ibauet Md daS KomptabilitätSgesetz und da« Gesetz Über den sicichSrechnungShos unverzüglich eingebralt c erben, welche jtfLntHtb in dieser Session zum legislatorischen Abschluß tlanaen werden. Das Schicksal de« Gesetzes, betreffend die Theilung der Provinz Preußen darf nach Maßgabe dn Abstimmung in der letzten Sitzung des Abgeordneten- stmfeS für gesichert angefehen werden.

Lager auf immer zu veelasten, mußte Halt gemacht werden, i Denn Herrn Quint wandelte wieder der unglückliche Reiz 1 zum Niesen an, und zwar so rasch, so lebhaft, so mächtig, ! daß nichts half, als, wider übliche Weise und Sitte, den herzhaften Ton mit zurückgehaltenem Athem zu dämpfen. Desto mächtiger ward dadurch die Erschütterung feines ganzen Körper». Die Bettstelle wankte und krachte, als wollte sie zusa- menstürzen. Der Seelenhirt mußte er­wachen, Herr Quint aber stellte fich in dieser neuen Ver­legenheit sogleich, al« wenn er schliefe.

Wirklich machte der geistliche Nachbar einige Bewegungen, ließ aber dm Arm auf Quint'S Halse liegen, und schien ebenfalls wieder einschlafen zu wollen. Mehr wünschte Herr Quint nicht. Mit geschloffenen Augen blieb er daher unbeweglich, und dachte ad interim über die Begebenheiten deS verflossenen Tages, über hie mißlungene Verlobung, über die Einsamkeit am Waldhügel, und daS Donner-

ffir » Tb- Dietrich & E° '» J Sw unb Hannover; Th

Krüh in Frantsurt a-M.;

Sein & «ogler in STO 9Wnt »ein.

Das morgenllche Sonnenroth spielte schon anmuthig 1031 zwffchen dem Blätterschatten der Gartenbäume durchs Fenster, " «1« Herr Quint erwachte.

Schier war e« ihm zu spät. Er hätte gewünscht, mit Anbruch de« Morgen« daheim zu sein. Der alte Psarrer, dem er dm Rücken zugewandt hatte, schlief noch, ober wie t« schien, schon etwa« unruhig.

Herr Quint, um fich eine Entschuldigung zu ersparen, »ar eben im Begriff, geräuschlos zu mtschlöpsm, da warf der geistliche Mann im Schlafe seinen Arm quer über den ktschrockenen Quint hin, und zwar Über bi ff en Hals, zwischen Kinn unb Brust. Hier blieb der Arm unbeweglich liegen, «Md schwer, wie Blei. Herr Quint verlor fast dm Aihem.

E« darf von mir nicht erst gesagt werden, daß allzu istie Bescheidenheit der Hauptfehler DeS Herrn Quint war. __» Ein Anderer, minder gutmüchig, al« et, würde vielleicht

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(Fortsetzung.) ! Zifferblatt, gedachte er stch unter der schweren Last her-

; Nein, um de« Himmels willen, ich will ihn im Schlafes vorzuziehen. Es glückte so ziemlich, obgleich das «niftern ftRwnl- rief ßerr Quint. des alten hölzernen Bettgesiells ihm zweimal tödtlichen

Nicht doch, der alte dicke Herr hat festen, gesunden Schrecken einjagte. Allein «IS er schon auf der Hälfte de« Schlaf und nimmt'« nicht Übel!" erwiderte sie.Da nehmt Weges war, und der rechte Fuß schon Anstalt machte daS n l. . ni___flnnpT Auf immer m tieiLfitn. muffte Aalt gemacht werden.

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Dsterhkssischt Zeitung

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Zllufllirtes SomriagsSlatt

erben von allen Postanstalten, wie auch von der

Uiterzeichneten Expedition entgegengenommen.

Die Exp. d. Oberh. Ztg.

Anzeigen nimmt entgegen: dieSxpeditton d. ölatte« sowie die Annoncen-Bureaux von ®. L. Daube & So. in Srmtffnrt a. M.: Jägerstche Buchhandlung in Frankfurt a. M.; Jnvalidendank, A. Rete- meyer in Berlin; Larl Schüß- (er in Hannover; 6. Schlotte « item «v, w«vvh -''n- r r in Bremen.

Berlin, Frankfurt a. M. rc. ________________________ z II z

»uwotuaetex; Bergen m ^^ditton zu ertheilende Auskunft und Annabme von Adreffen werden 35 Vf«, berechnet. ___________