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XII. «IshljMg.

Marburg, Donnerstag, 22. Februar 1877.

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Mk.-gtnfce Nothstünde vorhanden sind, darauf hingewiefeo, ideres ^rittc JU ,hun, der arbeitslosen Bevölkerung Gelegenheit ieh is t Beschäftigung bei Chaussee- und Wegebauten zu ver- ['2i' affen. Nun find allerdings diese Bauten nach der jetzigen isetzgebung der Sorge der Provinzen und Kreise unter-

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AuS Konstantinopel wird nach Wien telegraphirt: Die

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Partei Jnssns JzzedinS (de» Sohnes der verstorbene« Sultans Abdul Aziz) sucht die Krankheit de» Sultans für ihre Zwecke auSzubeuten. Die Aufregung ist im Wachsen. Auf den Wagen Mahmud Damad Pascha'» (Schwager- von Abdul Hamid) wurde geschossen. Der ürktsche Pöbel hat das Gebäude der Schulbrüder in Brand gesteckt. Da» Demissionsgesuch Evhem Pascha'- i wegen de- Sultan- Unfähigkeit zu Geschäften bi» jetzt unerledigt.

DieNordd. All«. Ztg." schreibt: Der zwanzigste Februar beruft die deutsche Wissenschaft zur Theilnahme an einem hohen und weihevollen Festtage: Leopold von Ranke begeht die sechzigjährige Jubelfeier seines Wirken- als Gelehrter und Lehrer. Wem, der sich zu den Gebil­deten der Nation rechnet, wäre Ranke'- Namen unbekannt geblieben, wer wiese nicht mit freudigem Stolze auf den greisen Geschicht-sorscher al- eine der hellstleuchtenden Zierden in der GeisteSaristokratie deutscher Hochschulen. SeineDeutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation" nicht minder wie seineNeun Bücher preußischer Geschichte", um nur die bekanntesten Werke au- der Fülle seiner Schriften herauSzugreifen, haben den Namen Leopold v. Ranke'S nicht nur in den Annalen gelehrter Forschungen unsterblich gemacht, sondern auch im Herzen deS Volke-, an besten geistiger Wiedergeburt der Jubilar hervorragenden und seiner ganzen Tragweite nach noch lange nicht hinreichend gewür­digten Antheil hat. Dem ruhmvollen Historiographen Preußen-, dem treuen Sohn« seines großen Gesammtvater- landeS ist eS vergönnt worden, am Abende eines in ernstester Arbeit, in unausgesetzter Anspannung aller edelsten Kräfte verflossenen Lebens dem gewaltigen Schlußakte jenes ge­schichtlichen WerdeprozesteS beizuwohnen, der Deutschlands Fürsten und Völker zur Wiederherstellung der alten Reichs­herrlichkeit rief, und das erhebende Bewußtsein in sich zu tragen, daß auch er einer von den Männern sei, welche das geistige Rüstzeug schmiedeten, das Deutschland zur Erfüllung seiner hohen Aufgaben befähigte. In dankbarer Verehrung drückt darum Deuschland den Lorbeerkranz deS Verdienstes auf die Stirn seines .greisen Gelehrten und die heutige Festfeier in den Räumen des Architektenhauf-S findet ihr tausendfaches Echo in allen deutschen Gauen. Möge der Jubilar seiner Wissenschaft und seinem Volke noch lange Jahre erhalten bleiben!

Zahnschmerzen find eS, woran der Sultan, der Mor- ningpost zufolge, leidet, während von allen übrigen Seiten feine geistige Unzurechnungsfähigkeit bestätigt wird.

Aus Pera meldet man: Die Pforte beabstchtigt, so

llt, und die Regierung muß sich daraus beschränken, dir e zu schleuniger Inangriffnahme zu veranlasten. End- soll darauf geachtet werden, daß mit dem Bau nicht- sstrter Wege in thunlichst großem Umfange vorgegangen

Alpen eia und die ewigen Gletscher.

Zum Glück kannte Herr Quint seinen Weg. Da» schauerliche Spiel der Natur schreckte ihn nicht. E» stimmte zu seinem Innern. Wenn frtffmd der Blitz durch die

Bonn, eine Physik von Dr. Budds in Parts und eine Mineralogie von Professor Dr. Preußler in Bonn. Diese Bücher werden fämmtlich nach Plänen, von den Ver- afiern aufgestellt und von dem Ministerium für die land- wirthschastlichen Angelegenheiten genehmigt, ausgearbeitet. Für die Bearbeitung von Lehrbüchern in anderen DiSci- »linen und in den speziellen LandwirthschaftSfächern werden bereits die bezüglichen Vorbereitungen getroffen.

liudgen nimmt entgegen: die «Leditto» d. Blattes sowie die Amwncr»-v«rea«r von <8 L Daube & tto. in Frankfurt cu W.; Jiger'sche Buchhandlung in Frankfurt a. M.; Jnvalidendanl, A- Rete» meyer in Berlin; Earl Schütz»

ler in Hannover; 6. Schlotte in Bremen.

Grab mit wechlthätiger Verheerung über alle Leiden der Vergangenheit hin.

Ein furchtbarer Regen aber trieb ihn bald vom Wege ab in eine seitwärts liegende Baueruhütte. Die Bewohner derselben reichten ihm gastfreundlich ein dürftige- Abend­mahl. Er vergaß seine- kummervollen Tage-; erquickt setzte er die Reise nachher fort, obgleich e- schon spät war. Er hoffte noch vor Mitternacht die Heimath zu errrichm: aber Mitternacht war'-, ehe er zur Strombrücke, an da» Zollhau- kam.

Da- Gewitter hatte sich verzogen; allein der Regen strömte mit doppelter Heftigkeit. Herr Quint, dem diesen Tag so manches sehlgeschlagcn, opferte nun auch noch den letzten Wunsch auf. Er beschloß, im Zollhaus« zu über- nachtrn, drnn rr war müdr. Ein einsame» Licht wandelt« noch im Zimmrr de- Zöllner-.

Hier schlief Alle- schon tiefen Schlaf. Nur die »irth- liche Hausfrau, schon halb entkleidet, war noch wach. Sie kannte Herrn Quint, und beklagte ihn, weil der Regm viele Reifende von der Straße zu ihr ins Hau- getrieben und kein Bett mehr übrig war.

Unseliger Tag!" brummte Herr Quint, der rin gute» Nachtlager liebte,muß stch denn Alle- gegen mich zusam­menrotten 7"

Doch nein!" rief die Frau nach einigem Besinnen; wem'- Euch nicht zuwider ist, so könnt Ihr ja selbander schlafen. Da- Gewitter hat auch unfern wohlrhrwürdigen Herrn Pfarrer zum Eiokehren gezwungen; ein große» zwei» schläfrige» Bett, worin zur Roth drei Manu Raum hätten, läßt Euch Platz genug. Ihr müsset vorlieb nehmen. Aber da» Bett ist gut."

(Fortsetzung folgt.)

ablegt. Der Frieden de» Hain», die Stille umher, die Dämmerung unter den Zweigen wirkten beruhigend auf sein krankes Gemüth. Er nahm diesen Zustand, al» Folge philosophischer Entschlossenheit.

So fei e» denn!" sprach er für stch selbst.So ist auch mir eine Ruh' vorhanden. Die Welt ist nicht für mich, und ich tauge nicht für fle."

Er erwartete in dieser Stimmung auf dem Hügel den Abend. Erst im Dunkeln, ungesehen und ungekannt, be­schloß er, seiner Heimath zuzuwandern.

Herr Quint hat nachmals gestanden, daß die Stunden, welche er in diesem Walde bi» zum Abende hin unter taufend Träumen verlebte, zu den genußvollsten seines Lebens gehörten. Um sein selbstgefchaffene- Paradies durch nichts zerstören zu lassen, verließ er den Anblick des Pykschen Landgutes und VermählungSmahl»; wählte eine andere Stelle; sah hier einen Theil des ThaleS unter seinen Füßen; sah perlfarbcne Wetterwolken über den Bergspitzen glänzen, oder hohe Staubfäulen durchs Thal und über den Strom tanzen, obre die Schwalben mit leuchtenden Flügeln in ungewöhnlicher Höhe schwärmen.

Sobald es finster ward, machte er stch auf, den Rück­weg anzutreten. m

Aber da» heftigste Gewitter trat jetzt au» den Bergen hervor. Bald entflammten alle Wolke« und Felsen, und der Donner rollte tosend durchs Thal, al» stürzten die

Herr» Qniut's verlstz»»,.

Humoristische Novelle von H. Zscholk«. (Fortsetzung.) 21.

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Mnllgen Ls wirl Mrhessische Zeitung ihrer Gratisbeilage

Zllustlirtes Sonntagsblatt den von allen Postanstalten, wie auch von der ichneten Expedition entgegengenommen. Die Exp. d. Oberh. Ztg.

en nimmt entgegen: en d. Blatte», _ bie 8rmoncen»ä3uteani xh. Dietrich & 6o. in ,1 and Hannover; Th

in Frankfurt a. M.; Lenstem & Bögler tn 1 A _ an vwitztz»

Da» Ministerium für die landwirthschastlichen Ange- ..heiten wendet seine Aufmerksamkeit und Fürsorge dem erricht in den landwirthschastlichen Schulen in hohem ,ße yi. So hat dasselbe veranlaßt, daß rille Reihe von dwirthschaftlichen Lehrbüchern geschrieben wird, die im e diese« und de» nächsten Jahre» erscheinen sollen. Es die« zunächst eine deutsche Grammatik von Professor . Wilmann« in Greifswald, eine deutsche Anthologie Professor Dr. Rcquette in Darmstadt, et« mathema- e» Lehrbuch vom Oberlehrer Dr. Struve tn Sorau, Geschicht-werk vom Oberlehrer Dr. Mazat in Sorau, -...... -..... ......VH"'.''

aeoaraphischeS Lehrbuch ebenfalls vom Oberlehrer Dr. bald der Fried« mit de« Fürstenthümern glücklich alge »at in Sorau, eine Zoologie von Professor Dr. Pagen- schlossen ist einen Aufruf an Europa zu erlasse«, um Ruß er In Heidelberg, eine Botanik von Dr. H. Müller in land zur Abrüstung zu bewegen.___ ..

bürg, eine Chemie vom Professor Dr. Preußler tn n'lrh ""

Deutsches Reich.

Berlin, 20. gebt. Se. Majestät der Kaiser und König haben hinsichtlich der Rekrutirung der Armee sür 1877/78 das Nachstehende bestimmt: I Entlassung der 1 ieservisten. 1. Die Entlassung der zur Reserve zu beur« oubenben Mannschaften hat bei denjenigen Truppen, welche an den Herbstübungen Theii nehmen, am ersten oder zwei­en Tage nach Beendigung derselben bezw. nach dem Wiedereintreffen in den Garnisonen stattzufinden. 2. Für alle übrigen Truppentheile ist der 29. September der päteste Entlassungstag der Reservisten. Da- Nähere be- timmeu die betreffenden Generalkommandos, sür die Fuß» artillerie jedoch die Generalinspektion der Artillerie. 3. Die Entlassung der zu halbjähriger aktiven Dienstzeit anögeho bene« Trainsoldaten hat am 31. Oktober d. I, bezw. 30. April künftigen Jahre», die der Oekonomie - Handwerker am 29. September d. I. zu erfolgen. 4. Beurlaubungen von Mannschaften zur Disposition der Truppentheile haben an de« Entlassungsterminen insoweit stattzufinden, daß Rekruten in den unter II. bezeichneten Quoten zur Ein­stellung gelangen Honen. II Einstellung der Rekruten. 1. Zum Dienst mit der Waffe find einzustellen: bei de« Batailloaen der älteren Garde-Jnfauterieregimeuter, denen des 5. Pommerschen Infanterieregiment» Nr. 42 und de« 8. ostpreußischen Infanterieregiment« Nr. 45 je 225 Re­kruten, bei den Bataillonen der großherzoglich mecklen­burgischen Jnsanterieregimenter und dem großherzoglich mecklenburgischen Jägerbataillon je 210 Rekruten, Lei den übrige« Bataillonen der Infanterie, Jäger und Schützen je 190 Rekruten, bei jedem Kavallerieregiment mindesten« 150 Rekruten, bei den reitenden Batterien mindesten» je 25 Rekruten, bei den übrigen Feldbatterien mindesten» je 30 Rekruten, bei den Bataillonen des Fuß Artillerieregi­ments Nr. 15 und dem 2. Bataillon des Rheinischen Fuß- ; Artillerieregiments Nr. 8 je 200 Rekruten, bei den übrigen Fuß Artillerie-, den Pionier- und den Eisenbahnbataillone« je 160 Rekruten, bei jeder Trainkompagnie, zu dreijähriger - aktiver Dienstzeit mindesten» 15 Rekruten, zu halbjähriger ; aktiver Dienstzeit im Herbst diese» und im Frühjahre künf­tigen Jahre» je 44 Rekruten. 2. An Oekonomie - Hand- : werkern haben sämmtliche Truppen mindesten» Vs der etot»-

8 vffl Die Eröffnung de« Reichstage« wird, wie nunmehr Aliq Wt, durch Se. Majestät de« Kaiser und König in 8®v® xson vollzogen werden.

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110.

Um sich dessen besser zu verstchern, beschloß er, einen

-chbarten, dickumbuschten Hügel zu besteigen, von wo ab er die Pyksche Burg, nebst Allem, wa« au»- und ing, wohl beobachten konnte. E« «ar von hier bis n noch eine halbe Stunde Wegs.

Er wählte stch da« bequemste Plätzchen, und zog sein rohr. Da sah er die Fenster offen sah an einer n gedeckten Tafel die Gäste umhersitzen in bunter Reihe, schien vergnügt zu sein und seiner nicht zu gedenken.

Heiße Thrinrn stiegen ihm in« Auge. Er fühlte all Hlßliche seiner Lage. Ermattet von dem langen Laufe, triftet von der Hitze de« Tages, hungrig und traurig, einem abgestorbenen Eichenstamme, mußte er seinem en BerlobnngSfeste durchs Fernrohr zuschanen. Wer an seiner Stelle gelassen geblieben?

Er warf daS Sehrohr auf die Seite und trocknete vom den Antlitze die Thränen des Verdrusses. Er schwor in seinem Herzen von Bitely und der ganzen Welt . Er schwor, noch strenger, all bisher, di« Einsamkeit suchen; Niemandem anzugehören; ans alle 8u{t der Welt tarn richt zu leisten, und sein Vergnügen nur darin zu finden, 1877 ^glücklich ju bleiben.

In diesen Schwüren lag freilich kein logischn Zusam- B dknhana; aber er fühlte stch dabei in der tiefen Stille deS 0_ ------- ......... ...... 0, ,

0 ? ^a(tt6 unb durch gänzliche« Verzichten wohl. ES war auflodernden Wolken zog; wenn ein Windsturz sich brau- __Jty-n, wie einem vom Weltsturme Umhergeworfeneu, der in send in den Wäldern verlor; ottm der Donner längS --klösterlichen Mauer« da» Gelübde e«iger Entsagung ben Bergwänden rollte: so »ar« ihm, als lagere stch ei«

DaS Gerücht von Erhöhung der Eisenbahntarife für dwur iksonen-TranSpori ist, wie wir hören, durchaus unbe- ®-ua inbct- Etwaige darauf abzielende Anträge würden keine kraft Hsichj auf Zustimmung haben, raun--------

Der Handelsminister hat bereit» vor vierzehn Tagen i Regierungen derjenigen Bezirke, in welchen besonder»

jatlin, Frankfurt a. M. ic.

Buqvruaeret) wjogen s» J^ebition ,u ettbeitenbe Auskunft und «tmabme van «dreffen werden « Pf,, berechnet.