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Bei dem WorteGlück", vergaß unser Bekannter die große Beule, welche er am Kopfe hatte und das eigentliche Ziel seines Strebens zeigte sich seinem Geiste in erneuerter Klarheit. Nur wenn ihn das Glück begünstigte, konnte er Margarethe erringen und Margarethe galt ihm mehr als alles Andere. In seiner einfachen Weise antwortete er daher:Ich bin kein solcher Thor, um nein zu sagen, wenn mir so Etwas geboten wird l Nur weiß ich nicht, wie stch hier unter Tobten und Verwundeten eine solche Aussicht für mich verwirklichen sollte."Und doch, mein Sohn, wenn es Ihnen nicht am guten Willen und an der erforderlichen Körperkraft gebricht."

Hm", meinte Eschbach,der Schlag hat mich aller­dings stark betäubt, aber ich bin jung und ich fühle, daß meine Kräfte wieder zurückkehren."So machen Sie den .Versuch, ob Sie mich auf Ihre Schultern nehmen können, denn ich selbst, mein guter Kamerad, bin außer Stande zu gehen.* Hermann sah den Oifizier erstaunt an, als wenn er ihn hätte fragen wollen, ob cS sein Ernst sei.

Sie sehen doch jene Wachtfeuer dort drüben?" fragte dieser.

Allerdings, sie sind ja kaum eine Viertelstunde von hier entfernt"

Nun, dort müssen nach 'meiner Berechnung unsere Vorposten stehen. Nach Le Mans kommen wir dann schon hinein; ich bin Oberst und gehöre zum Hauptquartier des Prinzen.

Eschbach blickte seinen Gefährten mit dem Ausdruck der Ehrerbietung an.

Vielleicht war das der Wille Gottes, daß wir uns hier finden sollten", murmelte er gedankenvoll.

Nun, wollen Sie es versuchen, ob Sie mich fort­schaffen können?" fragte der Oberst.

Statt einer Antwort beugte sich der junge Mann zu dem Verwundeten nieder und sagte:

Umschlingen Sie mit Ihren Armen meinen Nacken, ich will versuchen wie weit meine Kräfte reichen," der Offi­zier that wie ihm geheißen und da er nicht groß und schlank von Körper war, so hielt ihn unser Bekannter bald fest in seinen Armen.Sehen Sie, eS geht," meinte dec Oberst, Sie find ein braver Mensch, aber Sie können auch auf meine Dankbarkeit zählen."

Inzwischen hatte sich Eschbach in Bewegung gesetzt, an­fangs schwankte er hin und her, aber nach und nach ge- wöhnte er stch an die Last und zuletzt schritt er kräftig vorwärts, in gerader Richtung den Wachtfeuern zu, die ihm als Wegweiser dienten. Einige Male hielt er an um auSzuruhcn, daun trocknete er stch aber wieder entschloffen den Schweiß von der Stirn und begann sein mühsames Werk von Neuem.

Der Oberst sprach nur wenig; er war offenbar schwer verletzt und tief erschöpft. Endlich, nach langer Wanderung, leuchteten die Wachtfeuer nur noch in der Entfernung von einigen hundert Schritten in die Nacht hinein.

Wir müffen jetzt in der Nähe der Vorposten sein," meinte unser Bekannter, und im nächsten Augenblick wurde er auch schon von einer Schildwacht angerufen. Der Offi­zier gab sich zu erkennen. Ein Mann des Doppelpostens eilte zu der etwas mehr rückwärts stehenden Feldwacht, und der Offizier, welcher dieselbe kommandirte, eilte selbst her­bei, um den Verwundeten in Empfang zu nehmen.

Mein Gott, Herr Graf von B....," rief derselbe, wie wird sich Seine Königliche Hoheit freuen, wenn er hört, daß Sie noch am Leben sind l"

Eschbach horchte hoch auf. Ein Graf B .... war ja sein Grundherr und einer der vornehmsten Pächter deffclben war ja der alte Maldener. Ja, jetzt erinnerte er stch auch, daß stch derselbe gleich beim Ausbruch des Krieges ebenfalls zur Armee begeben hatte.

Während für den Verwundeten schnell eine Tragbahre

von den zur Theilnahme bereiten Industriellen, mit Aus nähme weniger besonders bemittelter Firmen, ist mehr oder weniger bestimmt ausgesprochen worden, daß das Reich im Grunde genommen alle Kosten, mit Ausnahme der für die Anfertigung und Verpackung der Ausstellungsgegenstände er- wachsenden werde übernehmen müffen.

Unter Benutzung der berüchtigtentitres dacquits sind aus Frankreich an Eisen- und Stahlwaaren exportirt worden: im Jahre 1873 1,915,114 Ctr., im Jahre 1874 2,170,494 Ctr., in den ersten 6 Monaten 1875 902,524 Ctr., in den ersten 6 Monaten 1876 1,395,096 Ctr., in den ersten 8 Monaten 1875 1,400,852 Ctr., in den ersten 8 Monaten 1876 1,769,882 Ctr., in den ersten 9 Mo­naten 1875 1,606,864 Ctr., in den ersten 9 Monaten 1876 1,930,152 Ctr., in den ersten 10 Monaten 1875 1,952,236 Ctr., in den ersten 10 Monaten 1876 2,085,686 Ctr. Die Ausfuhr solcher Eisen- und Stahlartikel, welche nicht mittelst der acquits erfolgt, ist in Frankreich weit geringer. Sie betrug im Jahre 1875 600,585 Ctr., während den ersten 9 Monaten 1876 nur 404,920 Ctr.

StutMci «eich.

Berlin, 9. Dec. Der Gesetzentwurf, betreffend die Erhebung von Ausgleichungsabgaben ist nunmehr im Reichstage zur Vertheilung gelangt. Den Motiven ent­nehmen wir noch Folgendes:Schon das deutsche Zoll­parlament hat in seiner Sitzung vom 8. Mai 1868 be­schlossen, den Vorsitzenden des BundeSrathS aufzufordern, darauf hinzuwirken, daß die Ausfuhrvergütungen, welche Frankreich seiner Eisenindustrie durch die mißbräuchliche Handhabung der Rückvergütung des Einsuhrzollbetrages mittelst der titres daequits ä caution gewährt, baldigst beseitigt werden. Die dem System der titres daequits ä caution zu Grunde liegende Idee, diejenigen FabrikationS Materialien eingangszollfrei zuzulaffen, welche bei Herstellung von für den ausländischen Markt bestimmten Maaren Ver­wendung finden, ist auch in der deutschen Zollgesetzgebung zum Ausdruck gelangt. Mährend indeß tu Deutschland das Zugeständniß zollfreier Einfuhr an die Bedingung geknüpft ist, daß dieselben Gegenstände wieder ausgeführt werden, welche zur Bearbeitung eingesührt waren, daß also die Identität festgehalten werde, ist in Frankreich bei den daequits ä caution für Eisen an Stelle des Princips der Identität der Maare thatsächlich dasjenige des Aequi- valents getreten. Derjenige Industrielle, welcher Fabrikate aus Roheisen oder Stahl in das Ausland ausführt, erhält, gleichviel ob er diese Gegenstände aus inländischem ober ausländischem Material an fertigt, von Verwaltung einen

Schein, der ihn ermächtigt, eine der ausgeführten Gewichts- menge entsprechende Menge Roheisen rc. zollfrei aus dem Auslande einzuführen. Diese Ermächtigungsscheine können an andere Gewerbtreibende, welche die betreffenden Eisen- sorten vom AuSlande beziehen wollen, verkauft werden. Ein Fabrikant, welcher zur Herstellung seiner zum Export bestimmten Erzeugnisse nut einheimisches Eisen verwendet, erhält also mittelst Veräußerung der ihm erteilten daequits ä caution Ersatz für einen Eingangszoll, welchen er nicht entrichtet hat und kann somit den Preis für eine Lieferung nach dem AuSlande um so viel niedriger stellen, als der von ihm bezogene Preis des daequit beträgt. Mährend des Bestehens der deutschen Eingangszölle auf Eisen und Eisenfabrikate waren jene Ausfuhrprämien auf dem ein­heimischen Markte weniger fühlbar. Da nun aber mit dem 1. Januar 1877 die Eifenzölle mit Ausnahme der Eingangsabgaben für feine Eisen- und Stahlwaaren in Wegfall kommen, so würden im Falle des Fortbestehens jener Ausfuhrprämien manche Zweige der deutschen Eisen­industrie noch erheblicher wie bisher geschädigt werden. Mit Rücksicht hieraus und da die auf Beseitigung des Handels mit daequits ä caution für Eisen gerichteten Bemühungen der kaiserlichen Regierung bis jetzt den gewünschten Erfolg nicht gehabt haben, wird die Ertheilung der gefetzlichen Ermächtigung beantragt, von Gegenständen der bezeichneten Kategorie im Wege der Verordnung Ausgleichungsabgaben zu erheben, wenn und so weit dies die Fürsorge für die Jntereffen der betheiligten einheimischen Industrie erheischen sollte. In mehreren Nachbarstaaten Deutschlands genießt auch die Zuckerindustrie thatsächlich Exportprämien, welche für diejenige Deutschlands um so fühlbarer sind, als der zur Zeit bestehende deutsche Eingangszoll auf Zucker jene Prämien nicht auszugleichen im Stande ist. Es empfiehlt sich deshalb, auch den Artikel Zucker in das Gesetz aufzu­nehmen."

Darmstadt, 9. Dec. In der dritten Sitzung der Landes-Synode kam die Vorlage der Regierung wegen Zu­sammenlegung der Gemeinden zur Ersparniß von 40,000 Mk., von dem Conststorium motivirt als Ergebniß des Nothstandes, daß eS die Pfarreien nicht besetzen könne, unter Rücksicht aus alle Verhältniffe, Rechte und Wünsche der Gemeinden zur Berathung. Ein Antrag von Müller (AiSfeld) ging auf Zusammenlegung bis zur Ersparniß von 50,000 Mk., wurde aber mit allen gegen 2 Stimmen abgelehnt, dagegen die RegierungS - Vorlage angenommen. Nach einer minder wichtigen Verhandlung über die Pfingst- Collecte wurde die Einnahme im Ganzen mit allen gegen 2 Stimmen angenommen. Von Jntereffe war zum Schluffe die Erklärung des Ober-Steuer-Raths Baur, daß bei dem Steigen der Steuer Capitalien die Kirchensteuer demnächst

Marburg, Dienstag. 12. Deccmber 1876.

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zurück. Mit freundlicher Sorge beugte er sich über feinen ieidenSgesährten und indem er ihm mit dem einen Arm

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Dort muß Le Mans liegen", bemerkte er, den Arm ch Osten ausstreckend, und in nicht zu großer Enlfer- mg von hier müffen unsere Vorposten stehen. Vielleicht gt eS in Ihrer Hand, Ihr Glück zu machen," setzte er it matter Stimme hinzu.

Soldatenglüik.

Eine Dorfgeschichte von Carl von Kessel.

(Fortsetzung.)

Lagesdericht.

kDer Justizausschuß des BundeSratheS ist am Sonn- zbend zusammengetreten, um über die Justizgesetze Beschluß |U fassen. Dem Vernehmen nach hat die preußische Re­gierung ihre Ansichteu in der Form bestimmter Anträge torgelegt. Zur Zeit ist noch keine Bestimmung darüber getroffen, in welcher Form die Beschlüffe deS BundeSratheS gar Kenntniß des Reichstags gebracht werden sollen.

Der BundeSrath hat in seiner Sitzung vom 8. No-

Erscheint täglich außer den Werktagen nach Sonn» und Feiertagen. Preis für das Quartal mit der wöchentlichen BeilegeJAuftrirteS LonutagStlatt" durch die Expedition (Koch'fche Buchdruckerei) bezogen 2fc Mark, durch die Postämter des Deutschen Reiches 2 Mark 50 Pf*. (eil. Bestellgebühr). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Psg. Für in bet Expedition zu ertheilende Auskunft und Annahme von Adressen werden 25 Psg. berechnet.

sitze von 2pCt. zurückbleibt, von dem Recht der Netto- taroiegung Gebrauch zu machen sei daß von dieser Siettoverwiegung jedoch Umgang genommen werden könne, sisern sich der Zollpflichtige mit einer Tarifvergütung von IpCt. begnügen will

Nachdem über die Nichtbetheiligung DeutschlandS an der Pariser Ausstellung.durch den ablehnenden Beschluß deS BundeSrathS endgültig und formell entschieden worden, dürfte der kaiserliche Botschafter in Paris bereits in die Lage versetzt worden sein, der französischen Regierung von diesem Beschluß vsfizielle Mittheilung zu machen. Eine Berlage an den Reichstag über diesen Gegenstand ist mit« hin nicht zu erwarten, und könnte eine parlamentarische Erörterung der Angelegenheit nur noch auf eine vom Hause selbst ausgehende Anregung eintreten, weil eben, wie be­merkt, keine Creditforderungen an daö HauS gestellt werden brauchen.

Uebet die angebliche Geneigtheit unserer Industriellen, 'tit Pariser Ausstellung zu beschicken, lesen wir in einer Hiner lithographirten Korrespondenz:Bon Berlin gesehen sind eS circa 220 in ganz Preußen, welche mehr ' «der weniger bereit sind, auszustellen. In Berlin haben M. 130 Fabrikanten darunter bisweilen sämmtliche Bertreter wichtiger Industriezweige jede Theilnahme «bgelehnt, ca. 60 sind unentschieden und er. 200, jedoch durchgehend unter der Bedingung, daß das Reich in einem größeren Umfange, als auf früheren Ausstellungen die lkvsten übernehmen wird, allenfalls stch zu beteiligen nicht abgeneigt. Wie vorauszusehen, so find es nicht nur die berliner Fabrikanten gewesen, welche ihre Theilnahme, von »etschiebenen anderen Bedingungen abgesehen, in erster Linie davon abhängig gemacht haben, daß das Reich die Aus­steller reichlicher, alS bet früheren ähnlichen Gelegenheiten, unterstützen werde. Fast von allen Handelskammern und

Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d. Blatte« sowie ote Annoncen-Bureanx von © L. Daube & So. in Frankfurt a. M.: JLger'sche Buchhandlung in Frankfurt a. M.; Jnvalidendank, A. Rete- meyer in Berlin; Carl SchÜß-

ler in Hannover; C. Schlotte in Bremen.

ido* Mnber d. I. beschlossen: daß, wenn Rohzucker in Säcken lue eingeht, beten Beschaffenheit baraus schließen läßt, baß bas Gewicht betreiben erheblich hinter bem tarifmäßigen Tara

Der junge Mann würbe aufmerksam, er erinnerte sich setzt, baß berselbe höhere Offizier, welcher bie Freiwilligen jum Sturm auf bie Batterie aufgefotbert, diese auch be­gleitet hatte. Er beugte sich vor und erkannte, daß eS ein schwer verwundeter Offizier vom Generalstabe war, welcher leben ihm lag.

Kamerad," murmelte dieser,verschaffen Sie mir einen Trunk Waffe», denn ich sterbe vor Durst I"Ich will dersuchen, ob ich welches finden kann," erwiderte Eschbach, »el^er wohl sah, daß et eS hier mit einem hart Verwun­deten zu thun hatte, und obwohl ihm fein eigener Kopf «och so schwer wie eine Centnerlast war, erhob er stch doch bereitwillig und begann mühsam die Anhöhe hinabzusteigen »d seine Feldflasche auS einem Bache zu füllen, welcher wr halb zugestoren war. Nach zehn Minuten war et

tat matten Kopf stützte, brachte er ihm mit der anderen Hand den frischen Trunk an die Lippen.

DaS erquickt"! sagte bet Verwunbete, tnbem er un­serem Bekannten bantenb bie Hanb drückte. Dann saß er eine Zeit lang, unterstützt von Eschbach, in aufrechter Stellung und fein Auge, bas .sich allmälig wieber zu be- pten begann, richtete sich aufmerksam in bie Ferne, offen« ptt in der Absicht, sich im Terrain zurechtzufinben."

Anzeigen nimmt entgegen: tie Grpeditton d. Blatte*, ttoie die Amwncen-Bureaux »on Th. Dietrich & Co. in Xaffel und Hannover; Th. Dietrich in Frankfurt a. M.; tzaasenstein & Vogler in zeankfurt a. M, Berlin, Leip- ,ifl, Cöln rc; Rudolf Moffe ^Berlin, Frankfurt a. M. rc-