Mehrere tüchtige
Former und ModeU- schreiuer
werden angenommen.
Sttttaf.
2112] J. C. Ostheim.
Zur Seöanfeicr
Sonntag den 3. Sept. 1876
Große Tanz-Musik
bei
2113]________L-iris Urff.
f€2efu<$t von einer religiöi. Israelit.
Familie imAuSland eine Kocht« gegen hohen Lohn baldige Offenen erbeten unter C. W. R. an die Exped. d. BlattcS. [2114
Vateraussetzen, widmete jedoch trotz seiner angegriffenen Gesund-
2111]
[2110
G. A. Euker, vorm. Georg Suppes
Marbvrg, den 1. Septbr. 1876.
Carl ©nette, Ketzerbach.
dahin
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jeober Erfolg bezeichnet werben muß, so läßt eS sich dagegen !»dererseits nicht in Abrede stellen, daß der pekuniäre Ersolg den gehegten Erwartungen nicht entsprochen hat. Die aus den Eintrittsgeldern entnommenen Geldsummen haben erst «was über 800,000 Doll, erreicht. Selbst mit Rücksicht darauf, daß der Centennialfinanzboard noch sonstige Ein ^hmsquellen, wie z. B. einen bestimmten Procenlsatz von bta aus dem Ausstellungsplatze verlausten Bier und Soda Gaffer, von dem Verlauf der auf dem AuSstellungSplatze Stbtkitten Gegenstände, von den Einnahmen der schmal Trigen Eisenbahn und deS Telegraphenbureaus u. s. w. kt, ist rS doch ein öffentliches Geheimniß, daß selbst mit Zuhilfenahme dieser Posten die Einnahmen laum ausreichen, dl« laufenden Auslage» zu decken und die Centennial Com- Won eine ganze Reihe von Erfahrungen inS Werl gesetzt kt, um daS Gleichgewicht in ihrer Caffe herzuftellen. Es M sich zwar mit Recht annehmen, daß mit Eintritt des Mo Wetter« der Besuch der Ausstellung bedeutend zu.
hett einen Theil seiner Zeit den seinen ärztlichen Rath suchenden Kranlen. Im Jahre 1867 an die Stelle seines ebenfalls im besten Mannesalter verstorbenen College« Prof. Otto Weber, auf die Lehrkanzel der Chirurgie an hiesiger
Hochachtungsvoll
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auf mindestens 300,000 bis 400,000 Dollars hätte veranschlagt werden können, eine Summe, die die Centennial- Commission gewiß hätte sehr gut brauchen können."
— Elephant und Eisenbahn. Aus Indien wird folgender abenteuerlicher Vorfall berichtet: Einem mit mäßiger Geschwindigkeit fahrenden Eisenbahnzuge kam eine Elephantenheerde entgegen, die sich auch durch den schrillen Pfiff der Lokomotive nicht vom Bahnkörper vertreiben ließ. Im Gegentheil, der unmusikalische Ton irri- tirte den Führer der Heerde, der einen Angriff auf die Lokomotive unternahm, denselben aber mit dem Leben büßte. Noch zwei andere Elephanten wurden überfahren, die Passagiere hatten einen argen Schrecken auSzustehen und die Lokomotive wurde nicht unerheblich beschädigt. Der Rest der Elephantenheerde trollte sich von bannen und sah von einer Erhöhung auS noch lange erstaunt dem davonfahrenden Zuge nach.
— (Die Industrie - Ausstellung zu Darmstadt) erfreut sich fortwährend eines zahlreichen Besuchs. Sehr viele größere Zeitungen bringen die günstigsten und ausführliche Berichte, welche wohl das auswärtige Publikum für die noch kurze Dauer der Ausstellung bis zum 11. September zur Besichtigung derselben anregen dürften, umsomehr, da die Preisermäßigungen der Eisenbahnen hierzu besonders einladen. Für die folgenden Sonntage ist das Eintrittsgeld auf 50 Pfge. für Erwachsene und 25 Pfge. für Kinder festgesetzt.
— (Eine Tscherkeffin aus Sachsen.) Die OdaliSke im tunesischen Bazar der Ausstellung zu Philadelphia verkauft ihr Bild, und die jungen Amerikanerinnen reißen sich darum. Jede will daS Bild der wirklich schönen Tscherkeffin haben, die durchaus kein Englisch spricht, sondern stets ein paar fremdartige Laute auSstößt und dann „one dollar" sagt, wenn Jemand ihr Bild nimmt. Es wäre fchade, den Traum dieser jungen Mädchen zu zerstören, denn sie glauben, die Photographie einer Tscherkeffin zu haben und doch ist die Gute, wie daS „Leipz. Tagebl." sagt, eine echte Sächsin mit pechschwarzen Augen, die ein ganz gemüthltcheS „Deitsch" spricht. Wäre daS bekannt, würde keine Amerikanerin mehr ihr Bild kaufen.
— (Menschenfresser.) Aus Sydney ist die Nach richt eingetroffen, daß ein britisches Schiff, die „Daneing Fly", von den kannibalischen Bewohnern der Salomon Inseln weggenommen und die Mannschaft von ihnen auf« gefressen wurde. Ein Mann entkam aus eine nahegelegene Insel und setzte den Kapitän eines dort befindlichen Schiffes von dem Vorgefallenen in Kenntniß. Derselbe machte sich zur Verfolgung auf und fand die „Dancing Wave" im Zustande einer wahren Schlachtbank. Die „Sandfly" wurde mit der Bemannung eines Kriegsschiffes auSgefandt, um die Mörder zu strafen. Die Mannschaft eines anderen Schiffes ist auf ähnliche Weife zu Grunde gegangen, doch ist darüber noch nichts Näheres bekannt.
— (Winter im August.) Auch in Oesterreich herrscht eine für die gegenwärtige Jahreszeit unverhältnißmäßig kalte Temperatur. In Hofgastein sind am 26. dS. während eines heftigen Schneefalls die Bauern Michael und Anton Kail erfroren. Aus Auffen wird der „N. fr. Pr." berichtet: Nachdem am 22. d. M., Abends 6 Uhr, das Thermometer eine Höhe von 26 Grad Reaumur im Schatten wies und das Waffer in der Schwimmschule, welche vom Traunfluffe gespeist wird, 19.5 Grad Reaumur erreicht hatte, sank heute, den 24., die Temperatur auf 6 Grad Reaumur herunter und alle unftr Becken umschließenden Berge sind bis über die Hälfte herab mit Schnee bedeckt. Die leichten Sommerkleider sind rasch mit gut wattirten Herbstkleidern vertauscht wordea und während vor einigen Tagen noch die Gesellschaften allabendlich auf den Balkons und Veranden sich versammelten, schaart sich heute Alles um das knisternde Kaminfeuer. — AuS Kla genfurt meldet die dortige Zeitung von vorgestern: Der lang erwartete Regen hatte leider auch eine bedeutende Ab-
Geräuchetter Aal, Kieler Fettbücklinge trafen wieder ein bei
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lühlung |ber Temperatur zur Folge, welche im großen Contraste zu der fast tropischen Hitze steht; zu unserer Ueberraschung sahen wir heute Morgens auch die Gipfel der Karawanken ziemlich dicht beschneit.
— (Die Frauen deS jetzigen Sultans.) Der neue Sultan bet Türkei hat brei Frauen, aber bie erste ist noch immer seine Favoritin. Sie ist ungefähr 26 Jahre alt, nicht schön, aber elegant unb intelligent unb übt großen Einfluß auf ihren Galten aus. Da sie kinberloS ist, war Murad genöihigt, zwei andere Weiber zu heiraihen, bie sie für ihn wählte. Sie bewies ihre Intelligenz, indem sie zwei äußerst fchöne, aber ungemein beschränkte junge Frauen aussuchte, von denen eine jetzt die Mutter von Prinz Sala- bin, einem 10jährigen Kinbe, unb bie anbere Mutter einer Prinzessin im Alter von 4 Jahren ist.
rel-griPtzttche Depesche« Bee Oper- hesffsche« Zeit««U.
Wie», 80. Aug. Vorliegenben Nachrichten zufolge entschieb sich baS Gefecht bei Popovo zwischen ben Türken unb Montenegrinern zum Vortheile der ersteren. Gegenwärtig findet ein neuer blutiger Kampf bei Bilel statt, woran bet Senator Vucotiv mit 8000 Montenegrinern beteiligt ist. — AuS Konstantinopel wird gemeldet, der Ministerrath werde heule den Mediationsvorschlag berathen.
P-st- 30. August. Den hier internirt gewesenen 68 Rußen wurden heute freigestellt, abzureisen, wohin es ihnen beliebt; dieselben reisen morgen nach Belgrad.
XBitn, 30. August. Sicherem Vernehmen nach suchte Fürst Nikita schon vor vier Tagen die Vermittelung des russtscheu CabinetS Behuss Einleitung von FriedenSunter- handlungen nach. — Graf Andraffy ist heute in Zistersdorf eingetroffen.
Salzburg, 30. August. In der heutigen zweiten Plenarsitzung des Juristentages trugen die Sections-Refe- renten die Beschlüsse der Sektionen vor. Gneist teferitte Über den Entwurf der Strafprozeß Ordnung und hielt die Schlußrede. — Bei dem Festbankette toaftlrte Gneist aus den Kaiser von Oesterreich, Ruthner auf den deutschen Kaiser, Jaqueö auf die Allianz zwischen Denlschland und Oesterreich.
Loudon, 30. Aug. „Reuter« Bureau" meldet au« Belgrad vom heutigen, man glaube dort, daß die Pforte die Vorschläge zu einem Waffenstillstand nicht acceptireu werde. Die Stimmung der Bevölkerung sei andauernd eine kriegerische. Eine Montenegriner Legion sei in der Bildung begriffen.
Für das mir bisher geschenkte Vertrauen bestens dankend, bitte ich dasselbe auch auf meinen Nachfolger gütigst übertragen zu wollen.
Gegenwärtigem mache die ergebene Anzeige, daß ich mein Haus sammt dem darin seither unter der Firma
Georg Suppes betriebene Colotöialwaare« Geschäft an Herrn George Aug. Euker hier verkauft habe.
Frantfurt a. M., 31 Aug. (Mitgetheilt durch Menke Eichelberg u. Sohn.) Deutsche Reichsbankscheine 156£, Staats» bahnactien 238, Elisabeth —, Galizier —, Lombarden 62, Nordwestbahn —, Ereditactien 117, Silberrente 58Papier« rente —, 1860t Loose 102. Nationalbank 718, Spanier 14%, Berlin, 31. Aug. (Schlußcourse). Ereditactien 235. StaatSbabn 457, Lombarden 125, DiSconto-Commandit 109.
Hochachtungsvoll
<*e<frrg Suppe* Wwe.
Auf vorstehende Anzeige höflichst Bezug nehmend, beehre ich mich mitzutheilen, daß ich daS von Frau Wittwe Suppes übernommene Ceso«i<sWM»re« Geschäft in der bisherigen Weise unter der Firma
Universität berufen, trat er im Jahre 1868 seine Wirksamkeit dahier an und erwarb sich bald durch feine ausgezeichnete Lehrgabe und bie Liebenswürdigkeit seines Charakters die allgemeine Zuneigung unb fein Hinscheiben im kräftigsten Alter darf als ein großer Verlust unserer Hochschule be trachtet werden. Der Verstorbene hat bie Chirurgie unb Medizin in der Neuzeit mit ben wertvollsten diagnostischen Behelfen bereichert. Seine genialen, theilS verbesserten Operationsmethoben, für eine Reihe sonst für unheilbar gehaltener, burch ihn der Heilung zugänglich gemachter Kebrechen werben von Hunberten von Aerzten aller Länber segensreich auSgeübt. Der Dahingeschiebene litt schon feit einigen Jahren an einet chronischen Krankheit, welcher er in dem noch rüstigen Altrr von 52 Jahren unterlag.
— In einem Boot über ben Ocean. Der kühne Seefahrer, der in dem kleinen Boote „Centennial" von Amerika nach England fuhr, ist in Holyhead angekommen.
— Ein köstliches Gesuch. Der Schulgehilfe E. Krumm au» W. war zum Schulmeister erwählt worben. In biefer Eigenschaft hatte er das Herz einer Pächterstochter erobert, und der künftige Schwiegerpapa versprach der Tochter als Mitgift die schönste Kuh aus dem Stalle. Da aber bie für E. Krumm bestimmten Räumlichkeiten außer bem Wohn zimmer nur eine Stätte für Federvieh und einen kleinen Echweinestall enthielten, wandte sich K. mit folgender Bittschrift an feine Gemeinde: „An die löbliche Gemeinde! Nachdem der Unterzeichnete durch feine nächstens erfolgende Heirath mit Leopoldine Lamm, PSchterstochter allhier, ein schönes Stück Rindvieh ins Haus bekommen wird, bittet derselbe um gütige Erweiterung der Schullokalitäten durch einen großen Stall, nämlich für die erheirathete Kuh und allenfalls später nachfolgende« Rindvieh, wozu bei der Borliebe de« Unterzeichneten für bie ländliche Arbeit Im engen Familienkreise unb bei bet schon im elterlichen Hause anerkannt guten Viehzucht seiner AuSerwählten alle Aussicht »orhanben ist. EliaS Krumm."
— (Die Entdeckung Ilion« zu Hissarlik.) Seit Schliemann« erfolgreichen Ausgrabungen an der klein- astatischen Küste hat der Streit über den Ort, wo einst Zlion stand, reichliche Nahrung erhalten. Otto Keller, der im April 1874 die historische Stätte besuchte, tritt in einer jüngst erschienenen Schrift mit eben so viel Begeisterung als Gelehrsamkeit für die Ansicht Schliemanns ein, baß nicht, wie vielfach behauptet würbe, Bunarbaschi, ein elende« Dorf am Skamander, an einem Vorberge des Iva, die Stätte des alten Ilion umfasse, sondern das näher am Meere liegende Hissarlik, wo feit undenklichen Zeiten auf einem Hügel ein angesehenes Heiligthum der phrygischen Göttin Ate stand, um welches sich der wohlbesestigte Herr schersttz und die Stadt der trojanischen Fürsten aufbaute. Wenn in der Jliade nicht alle örtlichen Verhältnisse auf hissarlik passen, fo komme das daher, weil die homerischen Gesänge von verschiedenen Verfassern herrühren und mancher derselben das trojanische Land nur vom Hörensagen kannte, Mb selbst jene, die mit der Oerttichkeit vertraut waren, hätten in reichern Maße von der Licentia poetica Gebrauch gemacht. Gerade aber bei H-ssarlik hat man so zahlreiche Trümmer uralter vorgriechischer Niederlassungen entdeckt, |o großartig unb massenhaft, baß für ben Verfasser kein Zweifel bleibt, hier habe das antike Ilion gestanden.
—- Der finanzielle Mißerfolg der Weltausstellung in Philadelphia. Unfere kürzlich ausgesprochene Ansicht, daß bei Weltausstellungen nicht auf die etwaigen Einnahmen gerechnet werben soll, wird burch bie Erfahrungen, die jetzt bi Philadelphia gemacht werben, wieder bestätigt. Das »Philadelphia Volksblatt" fchreibt darüber: „Die erste Hälfte der für bie Dauer der Centennialausstellmig be- Staunten sechs Monate naht sich ihrem Ende. Eine fo »bestreitbare Thatjache es ist, daß dieses Riescnunternehnicn, •08 Großartigkeit unb Mannichsaltigkeit ber einzelnen Gebäude unb AuSstellungsgegenstänbe betrifft, als ein glän-
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!$inen wirb; aber berselbe wirb niemals solche Dirnen I „ ’ . °
reuen annehmen, um einen erheblichen Ueberfchuß über die I weiterfuhren und bestrebt sem werde, nur durch reelle und billige Renben Ausgaben in Aussicht zu stellen. Unstreitig hat Bedienung das Wohlwollen meiner verehrten Kunden zu erwerben.
* Centennial-Cornmisston diesen Mißerfolg zum Thcil selbst ' ' ' ~ "
^schuldet, da sie hartnäckig darauf bestand, die Ausstellung * Sonntagen geschloffen zu halten. Sie hat damit 26 Umlage verloren, deren Erträgniß, nur gering gerechnet,
fCine Parthie guter schwarzer Tuche und Bug» Vs- kiuS, besonders zu
Confirmanden-Allzügm
geeignet, verkaufe icb zu bedeutend herabgesetzten Preisen.
Hermann Eichelberg, 2073] Weltergaffe 324.
Newyork, 26. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd „Main", Capt. G. Reich- mann, welches am 12. August von Bremen und am 15. August von Southampton abgegangen war, ist gestern 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen.
Das Hamburg - Newyorker Post-Dampfschiff „Frisia', Capt. I. Meyer, welches am 9. b. von Hamburg und am 12. d. von Havre abgegangen, ist nach einer sehr schnellen Reise von 9 Tagen 19 Stunden am 22. b., Mittags, wohlbehalten in Newyork angekommen.