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Markurg, Sonnabend, 19. August 1876.

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Ftc». Die Unterbilanz beträgt also

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Und mir ging das Zeug ordentlich im Kopfe herum, J® daß ich gar nicht etnschlafen konnte, bi- ich dachte: sehr's Dich an! und mich auf die andere Seite

Folgende Erzählung de» Pariser „Figaro" mag iser Stimmungsbild hier eine Stelle finden. Am ust Mittag», geht der Kapitän Sortiere in bet

Ja wenn's so ist, sag' ich, aber er ist doch schon Can- ^idar und braucht doch bloS noch auf eine Stelle zu passen, ** ist er Pastor — und hat sein Bestimmtes und für die ^heaterstücke wird et auch nicht die Welt kriegen, und im Übrigen gießt einer doch daS schmutzige Wasser nicht weg, •* « reines hat!

ichelien spazieren, aiS vor der Bibliotheqae nationale ein dividuum sich ihm lebhaft nähert unv an seine Fersen stet. Nach einer Weile fängt dieses Individuum an, ans Hem Halse den „deutschen Rhein" (Wacht am Rhein) fingen. Der Kapitän, welcher gegen die Preußen ge- st hatte und diesen Gesang kannte, wendet sich schien

für den gleichen Zeitraum deS Vorjahres gegenüber- It. In den ersten sieben Monaten deS Jahres 1875 sich die Einfuhr auf 1,961,448,000 FrcS, die Aus-

»Da« verstehst Du nicht", spricht die Susanne, „wer «tne Sorgen hat, macht sich welche. Du solltest sie nur

mir, mir verschlug'« nichts und dabei wat eigentlich auch nichts.

verschärften Controle auf und würde insbesondere überall da, wo sich aus den Rechnungsabschlüssen eine ungewShn- liche Verminderung bet den bezüglichen Ausgabetiteln er­geben sollte, den Gründen sorgfältig nachzuforschen und gegebenen Falles einzuschreiten sein. — Utber den Stand der Unterrichtsgesetzfrage ist folgende, verbürgte Mittheilung zu melden: Im Cultusministerium ist in Conferenzen, welche vor etwa zwei Monaten begonnen und mit dem Urlaub deS CultuSministerS ihren Abschluß gefunden haben, bet Theil des Gesetzes durchberathen worden, welcher die höheren UnterrichrSanstalten betrifft. Geh. Rath Bonitz ist mit bet Abfassung betraut. Dieser gedachte Theil der Vorlage hat nun seine weiteren Vorstudien durchzumachen. Er gelangt zuerst an die übrigen Ressort - Minister, von denen der Chef der Finanzverwaltung ein sehr gewichtige- Wort wegen der den Communen zu gewährenden Zuschüsse K mitzureden hat, sodann hat sich das StaatSmiutsterium schlüssig zu machen. NichiS desto weniger hält der CultuS- minifter daran fest, daß eü möglich fein werde, den Ent­wurf in der nächsten Session, wenn auch erst im Frühjahr, vorzulegen.

Karlsruhe, 16. Ang. Arn 14 Vormittags traf Prinz Napoleon in Begleitung dreier Herren mit dem Bahnzug in Radolfzell ein, von wo er dann mit dem kleinen Schrauben­dampfet, der ihm selbst gehört, nach Arenenbetg fuhr, wo an diesem Tage eine große Geschäftigkeit wegen der Vor­bereitungen zum Napoleonstage herrschte. Die Kaiserin Euzenie hatte beabsichtigt, das Fest in diesem Iahte nicht wie sonst tm engsten Kreise abzuhalten, und deshalb Ein­ladungen an die Bewohner der Umgegend erlasien. — Am 9. d. Mts., als am Todestag des edlen Frhrn. v. Wrffen- berg, wurde desien Anniversarium nickt nur im Münster zu Konstanz, in Folge einer stiftungsmäßigen Verpflichtung, sondern auch auS freiwilligem Antrieb in bet Augustiner­kirche von bem altkatholischen Pfarrer Hofmann würbig gefeiert. Weflenberg, ber einst auf bem Wiener Kongreß gegen bie Wiederherstellung des Jesuitenorden« gesprochen, von welcher et für Deutschland „einen hefligen und langen Kampf de« Licht« mit der Finsterniß vorauosah, einen Kampf, der dem Frieden ber Kirchen wie der Ruhe der Staaten gleich gefährlich werden dürste", hat sich alS Prophet er­wiesen.

Bayreuth, 15. August. Der Kaiser ist programm­mäßig Montag Nacht« elf Uhr von hier abgereift. Nach Beendigung der Vorstellung der Walküre ließ er Rickard Wagner zu sich bitten und blieb nun mit ihm im Theater bis zur Abfahrtszeit (das Theater ist nur zehn Minuten vom Bahnhof entfernt). Der Kaiser war überaus freund­lich und sehr gut aufgelegt. Als Richard Wagner ein-

— und fo was wie: „morgen Abend", aber genau ich'S nicht hören, denn sie sprach zu leise und schrie auch der Junge, daß ich ihn 'rauftragen

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be8 deutschen Rheins — so bemerkt ber „Figaro" geist­reich — soll ein AnSlänber, ein Pole sein."

In Konstantinopel scheint man wieder einer Verschwö­rung auf der Spur zu fein. Neuerdings ist der frühere Gouverneur von Jerusalem, Jtzet Pascha, verhaftet worden. Nach unseren Informationen steht dies im Zusammenhang mit einem Plane, ba« gegenwärtige Regime zu Gunsten des Prinzen Jusiuf Jzzedbin, ältesten Sohn be« Sultan« Abbul Azziz umzustürzen.

Aus bem Orient fehlt es auch heute an positiven unb verläßlichen Nachrichten sowohl von serbischer als von türkischer Seite. Telegraphisch melbet man zwar, baß bie Min sterkrisiS in Belgrad befinitiv beenbigt sei, jedoch bleibt die Bestätigung erst abzuwarten. Wie dieselbe aber auck anögehen mag, ob ba« Cabinet RifticS ober Magaziovic heißen wirb, ber Entschluß, ben Krieg fortzuführen bleibt davon unberührt, unb alle Nachrichten vom Gegentheil müsicn von vornherein angezweifelt werben. Die miliiä rische Lage Serbiens ist burchau« nicht so verzweifelt, wie sie nach bem Rückzug von der Timoklinie sckeinbar sich darstellte. Zwar dürften die Stärk-verhältnisie der ser­bischen Truppen, wie sie nach einheimischen Quellen ange­geben werden, übertrieben sein; allein so viel fteht fest, daß die serbische Armee noch immer stark genug ist, um dem Gegner die Spitze zu bieten.

C|*e Geleit.

Eine Erzählung von W. E.

(Fortsetzung.)

Tagesbericht.

Die Frage einer neuen Organisation de« Reichsjustiz eS ist keineswegs von der Tagesordnung verschwunden, maßgebenden Kreisen wird eine solche Einrichtung als die neuen Justizgesetze bedingt erachtet, und damit eine unabweisbare Noihwendigkeit angesehen. Diese chauung hat denn auch längst die Bedenken beseitigt, che einzelne Bundesregierungen früher dagegen erhoben en unb welche zu der immerhin unzureichenden Organi- n der jetzigen Abtheilung für Justizwesen im Reichs - jleramte führte. Als feststehend wird und aber versichert, man unter den Bundesregierungen darüber einig sei, weiteren Beschlüsse über das Reichsjustizamt von den lüff n über die Justizgesetze abhängig zu machen.

Deutsches» «eich.

Berit», 17. August. Das Reichs Eisenbahnamt hat die Bundesregierungen auf die Thalsache aufmerksam ge macht, daß mehrere Bahnverwaltungen durch sehr erhebliche Ersparnisie in den Ausgaben für das Jahr 1875 einen kaum erwarteten Ertrag erzielt, bezw. sich auch bei zum Theil nur geringer Steigerung ber Einnahmen in bie Lage gebracht haben, eine wesentlich höhere Divibende als in ben Vorjahren zur Verlheilung zu bringen. Es ist babei darauf hingewiesen, daß soweit diese Erscheinung nicht auf erhöhte Oeeonomie und billigere Preise zurückzuführen sei, eine Verminderung der Ausgaben in Bezug auf die Unter­haltung der Bahnanlagen die Besorgniß wachrufe, eS könne die Einschränkung zum Theil vielleicht auf Kosten der Ausdehnung und Regelmäßigkeit der Bahnunterhaltung, sowie ber Instandhaltung der Betriebsmittel stattgefunden und deshalb für die Sicherheit deS Betriebes, sowie für die Interessen deS allgemeinen Verkehrs und ber Landes verthiioigung Nachtheile zur Folge haben. Jedenfalls for bere bie Erscheinung zu einer erhöhten Wachsamkeit unb

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1.

Ein Plaistr war'« Euch nu freilich nicht, in dem Wetter auf bem Markte 'rurnzukutschiren, unb mir war'« nicht um mich, nur bloS um bie armen Beester, die Pferde. End­lich hal's aber auch ein Ende und wir fahren zu Hause. Wie ich nu den Schlag aufmache, ist ber Junge eingescklafen und ich muß ihn 'rausheben, und daS ging nicht so schnell, denn er war schwer, wie ein Hafersack.

Der Hagen ist aber auch schon 'rauSgesprnngen und gibt ber Frau ben Arm, unb inbem setz' ich ben HanS ab uab ba hör' ich so deutlich, als wenn Ihr'« j-tzt zu mir sagen thätet, Mutter Walthern: „Wollen Sie mich in Ver­zweiflung stürzen, Selma?" so hieß nämlich sie, und da« war er, der da« gesprochen hatte. Und daraus sagte sie: „nein" — und so was wie: „morgen Abend", aber aenau

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Den Menschen, den Hagen hättet Ihr ober sehen müssen, den kannte Kein« wieder, ber sah au« wie'« Leben, unb blühte wie 'ne Rose am Stock.

Lauge hat's freilich nicht gewährt. — Dabei arbeitete er wie ein Pferb, Tag unb Nacht unb alle die Zeit, bie ihm von seiner Amtur übrig blieb unb zum Fasching war auch ba» Theaterstück fertig, unb er la« ihr'« vor unb e« soll gar schön geroefen fein, sagte mir bie Susanne, benn bie war neugierig unb hatte ba unb dort was ausge- schnappt.

Der Frau hatte eS auch sehr gefallen unb sie hatte immer gesagt, wenn ein Absatz kam: „ganz «le Julia," unb er hatte geantwortet: „Du bist auch meine Julia."

Unb baS ist mir sitzen geblieben, weil rnich'S damals doch zu sehr griff, daß sie schon so mir nicht» dir nichts „du" zu einander jagten; unb wie er ba« Stück recht schön abgeschrieben zu ihr bringt, ba steht gerade die Su­sanne im Alkoven, und weit sie nickt mehr 'rau« kann, bleibt sie btinne, unb ist muk« mausestill, und rührt sich nicht, und ba si ht sie, wie er vor ihr hinknieet unb hält das Buch in bie Höhe unb bitter sie, daß sie soll ihren Namen dazu geben, er wollt'» ihr schenken, und da nimmt sie'« und hat ihn aus die Stirn geküßt unb gemeint: „Jetzt noch nicht, Johanne», erst wenn Dein Name berühmt ist, soll bie Welt erfahren, baß ich Theil baran habe."

So acht Tage darnach kommt der Hagen mal be« Vormittag» schnell über be.r Hof gelaufen, unb sah ganz heiß au» im Gesicht, obgleich'» bitter kalt war, benn den Tag vorher halt' e» geschneit unb „frischer Schnee, frische Kälte" ist ein alte» Wort unb trifft immer zu, unb zu gut verwahrt war ber arme Mensch auch nicht, da halt' ich'« bester in meinem warmen langen Oberrock mit dem schwarzen Pelzkragen.

(Schluß folgt.)

schadete auch nichts, benn ich hatte genug gehört unb bachte: so steht'«! — Unb war wie bämlich unb setzte mich hernach wieder auf meinen Futterkasten, keinen or­dentlichen Gedanken aber halt' ich nicht, immer sah ich den seligen Herrn vor mir und dazwischen hält' ich nut immer den Kopf schütteln mögen über das Glück, wah der schmächtige, blaffe Mensch hier gemacht hatte — ja, ein schönes Glück!

Na, Weihnachten geht vorbei unb ich unb die Susanne sammt ber ©erolbten, wir haben nicht viel gerebt babrüber, was ging’« un» auch am Ende an; aber wie die Sache stand mit den Beiden, da» wußte Jedes von uns, wenn auch sonst kein Mensch waS davon gewahr wurde, benn wegen ber Trauer kam selten Eins zu ber Frau, auf Be­such ging sie gar nicht, unb wenn auch Nachmittags Welche zum Kaffee kamen, ba mußt ich sie, wenn schlecht Wetter war, Abend« schon um Achte zu Hause fahren.

Anzeigen nimmt entgegen: die Spedition d. Blatte» sowie bie Annoncen-Bureaur von ®. L- Daube & Co. in Frankfurt a. M.; Jäger'sche Buchhandlung in Frankfurt a. M.; Jnvalidendank, A- Rete» meyer in Berlin; Carl Schütz» ler in Hannover; C. Schlotte in Bremen.

«rscheint täglich außer den Werktagen nach Sonn» und Feiertagen. Preis für bas Quartal mit ber wöchentlichen Beilage „JlnftrirteS Sonntag»» latt" durch bie Expedition (R o ch'fche Buchbruckerei) bezogen Sh Mark, burch bie Postämter be« Deutschen Reiche« S Mark 50 Pfg. (exl. Bestellgebühr). - JnfettionSgebühr für bie gespaltene geile 10 Pfg. Für in ber Expedition zu ertbeilende Auskunft und Annahme von Adressen werden S5 Vka. berechne».

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’öob. ,reben von Knechtung des Gedankens und freier

um und sagt dem Unverschämten kaltblütig: „Man gt nicht dergleichen Dinge vor den Ohren eines sran- Bcken Offiziers." Anstatt zu schweigen, begrüßt das ividuum den Kapitän mit Schmähreden und das Volk """Mickt sich an, dem Bürschchen übel milzusplelen. Zum Glück für ba» Jnbivibnum erscheint in blksern Momente bie Wache und bemächtigt stch seiner. „Dieser Bewunderer

Da» „Journal offiziell" veröffentlicht die Details über kn Handel FrankreickS während der ersten sieben Monate k« JahreS 1876. Nach den betreffenden Angaben belief - - 2,139,792,000 FrcS , die Ausfuhr

,____ Selbstbestimmung unb vom Zerreißen der Sclavenkctten

,80i» M was sie Alles Vorbringen, aber jetzt muß ich fort."

I «tietgen nimmt entgegen: yr®n>ebitte« b Blatte», Egie bie Annoncen-Bureaux Kg Th. Dietrich & Co. in Ifcfiel unb Hannover; Th- Mirich in Frankfutt a. M-; Egefenftein & Vogler in Eirffurt a. M.Berlm, Sei»» «g Köln ic; Rudolf Masse j, Serkin, Frankfutt a. M. tc.

Hk der Christwoche hatten wir Schlackerwetter, e»

—ft Uab schneite untersammen, der Hagen mocht sich

Ketl. haben, denn er blieb in seinem kleinen t“bel unb schrieb immerzu, wie bie ©erolbten sagt, war { $ schon seit zwei Tagen nicht in'» Vorderhaus ge

Da kommmt so zur Schlummnzeit bie Susanne über'n za ---'rauf zur Mutter und kommt wieder 'runter, 's " tlonü nach 'nrr halben Stunde sein. Ich stellte mich di« Thür' und rufe: „ich bin auch noch da!" u®,e ^ommt sie ganz eilig herüber und sagt, „Friedrich St”® ein, die Herrschaft will auf den Christmarkt", und > ® J®ar ste, denn oben ging das Fenster.

- ift Üe $ ®nb’ ich natürlich anspannen, unb wer steigt ein: ' utsuf der junge Herr und der Kandidat. Ra, vor

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Ue 7 ttf 2,054,547,000 f " 85,245,000 Ftcs. r

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l hieb 219,106,000 Ftcs. zu Gunsten beS französischen »anbei» betrug. Der Vergleich ergibt schließlich, baß die ” imsuhr gegen da» Vorjahr um 178,344,000 FrS. zuge B . lommen, die Ausfuhr um 126,007,000 FrcS. adge- wnmen hat.