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MarSurg, Donnerstag, 20. Juli 1876.
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rrsiliiTheblichen Zweifeln unterliegen, ob der Mißerfolg der ftnleih« lediglich dem Umstande zuzuschreiben sei, daß die " «,r.t ftl eee m 1X1 Akar Aftfllflli
[1753 Nach unS so eben, schreibt die „Nord. Allg. Ztg.*,
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ein mittelmäßiges gewesen ist und eS hat wegen der allge- meinen Stockung der Geschäfte weniger verarbeitete Artikel an das Ausland verkauft
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5. SkpiUrthetl zu fällen, i wnn i
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^gelehnte Thür in eia kleines Gemach, daS als Herren- Mdervbe eingerichtet zu sein schien und nur schwach 6t« Achtet war. Indem er eintrat, sah Elmar, daß er die Wr des Salons verfehlt hatte, und wollte stch eben zu- rückziehen, als er Hildegards Stimme aus dem angrenzen- Zimmer vernahm und erbebend stehen blieb.
Doch konnte er kein Wort deutlich verstehen; aber jetzt
da« Gegentheil der Fall. Dieser Unterschiev beruht nach fagobe des französischen Blattes auf zwei vorübergehenden Gründen: Frankreich hat mehr Nahrungsmittel gekauft, da daß Srtiägniß seines LandbaueS im Jahre 1875 nur
Die Pariser Stadtanleihe im Betrage von 120 Millionen wird am künftigen Sonnabend, den 22. Juli zur Subskription aufgelegt werden. Um die Zeichnung zu erleichtern und den Andrang bewältigen zu können, werden in verschiedenen öffentlichen Gebäuden 40 Büreaux errichtet. Der Andrang wird voraussichtlich ein sehr starker sein und bloS um stch mit den „armen* Preußen zu messen, die nicht einmal für die sicherste Staatsanleihe Geld genug haben, wird Jedermann zehnmal mehr zeichnen, als er abzunehmen gedenkt. Dies scheint in Paris geheime Parole zu sein.
Wien, 18. Jnli. Einer Mittheilung der „Preffe* zufolge wird Griechenland 40,000 Mann mobilistren. — Aus Semlin wird gemeldet, Milan beabsichtige, die serbische Skupschtina änzuberufen.
Wien, 18. Juli. Die „Preffe" erhält über da« Gefecht des Peko PavlowitS am 13. Juli mit den türkischen Truppen bei Ranjiro-Selo und Nepun in der Küsten- Enklave Klek ein Telegramm, wonach auch ein im Hafen liegendes türkisches Kriegsschiff durch Geschützfeuer an dem Kampfe Theil genommen hat, welches trotz der nachdrücklichen Einsprache des Commandanten des österreichischen StationSschiffeS sein Feuer fortsetzte. Die „Preffe* erklärt eS als selbstverständlich, daß hier eine flagrante Rechtsverletzung von türkischer Sette vorliege.
Belgrad, 18. Juli. (Amtliche Meldung.) Der Versuch der Türken, über Ljubovia an die Drina vorzudringen, wurde zurückgeschlagen. Ein türkisches Detachement, welches auf die Serben bei Mokra Gora (auf dem südlichen Kriegsschauplätze) einen Angriff machte, wurde in die Flucht gejagt. Die Türken stehen nirgendwo auf serbischem Gebiete. Die türkische Nachricht von der Zerstreuung einer serbischen Division bei Novavarosch ist falsch: das Detachement unter Führung von Ducic wurde nicht zerstreut, sondern hält noch die am 8. Juli den Türkm entrißenen Verschanzungen von Novavarosch fest.
Wien, 18. Juli. Aus Widdin wird gemeldet: Die Türken sind im Südosten Serbiens zur Offensive überge- gangen. Die vorrückenden Türken sollen 60,000 Mann stark sein. Die serbische Hauptarmee ist angeblich bet Alexinatz in verschantzter Stellung konzentrirt. Man erwartet, daß hier eine Entscheidungsschlacht geschlagen werden wird.
Petersburg, 17. Juli, 9 Uhr Abends. (Agence Ruffe). Wir geben die Lage der Montenegriner Armee vom gestrigm Tage, nach zuverlässigen Nachrichten: Nachdem das Plateau von Gaczko genommen, wurde Metochia mit schwerem Geschütz beschoffen und marschirte Fürst Nikita unter Zurücklaffung eines Observations-Detachements, welches die Zugänge von Metochia, wohin türkische Soldaten und Landbewohner stch zurückgezogen hatten, beobachten sollte, nach Nevestnje und nahmen daffelbe. — Oesterreich verweigert, im Anschluß an die ausgesprochene Schließung des Hafens von Klek, die Ausschiffung türkischer Truppen daselbst, welche die Türkei nachsuchte. Die Nachricht von Ankunst egyptischer Truppen in der Türket bestätigt sich.
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>®ein Gott, wie kann Sie da« so verstimmen, Cousine,
Die öffentliche Meinung steht im Begriffe, stch von dem bisherigen Vorurtheile gegen die militärische Kraft der Türkei loszumachen. Es hat wohl Niemand erwartet und offen gestanden nur selten Jemand gewünscht, daß die Türken den Angriffen der Serben einen so wirkungsvollen Widerstand entgegensetzen würden. Die serbischen Kräfte haben stch den Türken gegenüber als total unzulänglich erwiesen, — das dürfte feststehen, so verlogen auch die türkischen Stegesberichte im Einzelnen stch erweisen möchten. UebrigenS hat das genannte Vorurtheil der Türkei nur die seitherige Haltung der Psorte selbst erweckt und genährt. Dem Aufstande in der Herzegowina gegen über geschah so wenig, daß man glauben mußte, eS fehle der Pforte an den Mitteln und an der Macht, eine verhält nißmäßig geringe und nur vereinzelt auftretende Insurrektion zu unterdrücken. Aber eS hat nunmehr den Anschein, als sei eS der Pforte weniger auf eine schnelle Entwaffnung der Insurgenten als auf einen langsamen VernichtungSkawpf angekommen, der die Slaven winken und dezimiren würde. Diese Politik war ebenso grausam als zweischneidig in ihren Folgen, denn eS kann als sicher angenommen werden, daß die Serben nicht zugeschlagen hätten, wenn die Pforte die Insurrektion im eigenen Lande in kurzen, kräftigen Zügen niedergeworfen hätte.
Die türkischen Truppen haben die angekündigten Offen- stvbewegungen gegen die Serben begonnen. Die beim Beginne der Feindseligkeiten so oft genannten Ortschaften Akpalanka und Babina Glava sind von den Türken zurückgewonnen. Glücklicher als die Serben sind ihre monte negrinischen Kampfgenoffen, welche bet Nevestnje mit den Türken einen heftigen Kampf hatten, der zu Ungunsten der letzteren endigte. Die Einnahme des Ortes Blagai (IV2 Meilen von Mostar) durch die Montenegriner ist eine Folge des bei Nevestnje errungenen VortheilS.
versetzte Graf Feodor, „vielleicht ein plötzliches Unwohlsein —*. Hildegard lachte gezwungen. „Ein Unwohlsein? — eine recht glaubwürdige Entschuldigung — soll die vielleicht auch sür Herrn von Wefsenhagen gelten, der mir so gewiß versprach, beim Arrangement der lebenden Bilder zu Helsen i*
Eine kleine Pause entstand, Elmar meinte, man müße den Schlag seines Herzens hören und preßte die Hand darauf; da vernahm er, wie Feodor von K. mit schneidendem Tone, in welchem Hohn und Schadenfreude einen Ausdruck fanden, langsam sagte: „ES fällt mir nicht ein, daS sonderbare Ausbleiben Herrn von Wessenhagen'S derselben Ursache zuzuschreiben; schon deshalb nicht, da mir die wirkliche wohl bekannt ist."
„Und ist dieselbe ein Geheimniß — oder darf ich fie erfahren?" fragte Hildegard mit einer Stimme, der fle vergeben« Festigkeit zu geben bemüht war.
„Je nun*, antwortete Feodor, „wag das betrifft, so ist eS allerdings ein Geheimniß — aber das meinige, und wenn Sie, meine schöne Coustne, stch so sehr für die Mitwiffenschaft deffelben interesstren — will ich Sie ausnahmsweise zur Thetlnehmerio deffelben machen — allerdings unter dem Versprechen unverbrüchlichen Stillschweigens."
Elmar hatte ein Gefühl, als muffe er stch, einem wilden Thiere gleich, auf seinen heimtückischen Gegner stürzen, um ihn daran zu hindern, seine Schmach der Geliebten zu ent- hüllen; doch die Gewohnheit, stch zu beherrschen, welche die stete Uebung in der Gesellschaft zur zweiten Natur werden läßt, hemmte seinen ausgehobenen Fuß und gab ihm Zeit zur Ueberlegung; er erwog, daß er dadurch seiner Sache nur noch mehr schaden würde, da eS doch nicht in seiner Macht läge, den Grasen, wenn er ihn auch für den Augenblick verstummen machte, davon abzuhalten, bei Hilde-
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Falsche Ehre.
8i«e Erzählung aus dem Leben von Ernst v. Waldow.
(Fortsetzung.)
„Theuerr Hildegard, ich verlaffe Sie nicht eher, als Sie mir den Grund Ihrer Verstimmung mitgetheilt." Ein Schauer durchrieselte den Lauschenden, er irrte stch nicht, der Sprecher war Feodor v. K.
Hildegard antwortete augenscheinlich gereizt: „Cousin, r* find wirklich sehr neugierig und plagen mich. Ich W1 Ihnen schon, daß ich mich nicht wohl fühle, zudem !“wt e- mich, daß meine liebste Freundin, Amelie Bergen, ^e, an meinem Geburtstage, nicht gekommen und mit j „H^lnmal einen Grund für ihr räthselhasteS Ausbleiben
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»gehenden authentischen Informationen ist die Nachricht er Mobilistrung Rumäniens unbegründet und augen- cheinlich nur darauf zurückzusühren, daß der Kammer «tsafsungSmäßig auch die Erlasse zur Ausstellung deS leinen BeobachtungSkorp« bei Gruja vorgelegt werden
sowie bie Annoncen-Bureaux von G L- Daube & 60. in Frankfurt a. M.: Jägerffche Buchhandlung in Frankfurt a. M.; Jnvalidendank, A. Rete- meyer in Berlin; Earl Echüß- ler in Hannover; 6. Schlotte in Bremen.
»mische« Reich.
•* Berlin, 18. Juli. Die Hofnotiz einer Zeitung, daß der Kaiser auch diese- Jahr einen Besuch dem Fürsten Anton Hohenzollern gemacht, beruht auf einem gard zum Verräther an ihm zu werden — denn selbst wenn er ihn vor ihren Augen tödtete, wäre eine Entdeckung nicht zu vermeiden gewesen. So verhieit stch Elmar denn mit fast übermenschlicher Anstrengung ruhig auf seinem Platze und erwartete bebend den AuSgang der Unterredung.
Auch Hildegard hatte geschwiegen und Gras K. gehorchte endlich dieser stummen Aufforderung weiter zu sprechen, indem er leicht hingeworfen sagte: „Ich denke, der Aermste wird au- einem Gefühle von Scham oder Furcht nicht erschienen sein, denn er hat eine Ehrenschuld an mich zu zahlen, die er bei seinen ganz derangirten pekuniären Ver- hältniffen schwerlich so leicht aufbringrn dürfte — eS thut mir das leid — aber warum verspielt der junge Manu in seiner Lage solch bedeutende Summen!"
Wieder entstand eint Pause, die dem Lauschmden eine Ewigkeit dünkte, bann erwiderte Hildegard bebend: „ES thut mit leid, Graf K , Sie durch meine Neugierde zu einet Indiskretion veranlaßt zu haben. Zudem verplaudern wir hier die Zeit, indeffen unsere Gäste ungeduldig auf den Beginn der Vorstellung hatten, ich muß Sie daher jetzt verlaffeu."
Ein Kleid tauschte — Stille entstand. Elmars Vorstellungen fingen an flch zu verwirren, et fand sich erst draußen wieder, als die feuchte Abendlust seine glühenden Schläfe kühlte.
Et stand auf bet Straße vor dem hell erleuchteteu Hotel, aus dem jetzt die Klänge einer rauschenden Tanzmusik an sein Ohr schlugen, und wußte kaum, wie et au« dem Zimmer, wo er die Unterredung belauscht, in'« Freie gelangt war; er hatte nur den einen klaren Gedanken gehabt : fort — so schnell als möglich.
An der nächsten Querstraße blieb er stehen, die verminten Lebensgeister zu sammeln. — Er ballte die Fäuste
' Wußten, dessen Stärke und Disposition bekannt sind und H keinerlei Hypothesen Veranlassung geben können.
M Trotz aller Wendungen können die Franzosen nun doch laicht mehr leugnen, daß auch sie unter der allgemein be- Mklagten Geschäftsstockung zu leiden haben. Wie das neueste der „Archives commerciales* anführt, belief stch dem ersten Halbjahr 1876 der französische Gesarnmt- i0Ä»satz auf 3580 Millionen, während er in dem 1. Halb- t 1875 3518 Millionen betrug; er hat also nur 62
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03,50* 4 00 b* $,50* 0,75 ß-:
Erscheint täglich außer den Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für das Quartal mit der wöchentlichen Beilage „JluftrirteS konuta,»blatt" durch die Expedition (Koch'fche Buchdruckerei) bezogen 2fc Mark, durch die Postämter deS Deutschen Reiche- 2 Mark 50 Pfg. (ejl. Bestellgebühr). — JnsertionSgebühr für die gespaltene Zelle 10 Pf,. Für in der Expedition zu ertheilende Auskunft und Annahme von Adreffen werden 25 Psg. berechnet.
i8,00 b. 4,00 d.
147,40 t 03,105. >•2,50 t >1,40 b, 5,10b« 1,70 b.
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Mionen zugenommen. Wenn man aber in dieser total» f*nme die Einsuhren und AuSsuhren jede für sich nimmt ßM bemerkt man zwischen beiden Jahrgängen eine eigen- 97! chümliche Schwankung: im Jahre 1875 waren die Aus- sichren bedeutender als die Einfuhren; im Jahre 1876 ist
Elmar sah nach der Uhr — eS war acht; er kleidete stch schnell au und theilte der Mutter in kurzen Worten seine Willensänderung mit, was dieselbe hoch erfreute.
Schweren Herzens betrat er das erleuchtete und blu- 05,00fe aengcschmückte Portal deS gräflich S.'schen Hauses; oben ie Corrib or angelangt, blickte et stch nach einem Diener ■», welcher ihm die Sachm abnehmen und die Thür öffnen kiuue — hoch war Niemand zu sehen. So warf et denn [einen Mantel aus einen Stuhl und trat durch eint nur
ifachstq Eine Pariser Korrespondenz der „Times" vergleicht die sind ichotausstchtlichen (I) Erfolge der noch nicht einmal aufgeig bei tgttn Pariser Stadtanleihe mit dem Schicksal der preußi f„e *en Eisenbahnanleihe, welche einem dunklen Gerüchte zu- ’ LL gl« nur zum vierten Thcile deS aufgelegten Betrages ge- 8 eignet worden fein soll. Der Korrespondent bemerkt dazu, ?|ptt »ß trotz der bedeutenden von Frankreich an Deutschland Ahlten Kriegskostenentschädigung daS eine Land reich, ,8g andere relativ atm sei. Es dürfte aber denn doch
zchlgen Geldmittel einfach nicht vorhanden oder absolut icht zu beschaffen waren. Allerdings ist seit der allge- einen GeschäftSstockung die Spatkaffe deS Geschäftsmannes siii^wmiget ergiebig geworden. Es könnte jedoch auch unter ibe sn,.btn jetzigen Umständen die Unterbringung einer Anleihe Po» hundert Millionen Mark nicht die geringsten Schwie- f . ilgteiten bereiten, wenn die Bedingungen der Emission den 8r Nosprüchen deS Publikums genügen. ES dürfte seht schwer ____schon jetzt, da übet den Vorgang selbst etwas Zuver- e MöbMssigeS noch nicht bekannt ist, über die Bedeutung deffel- i Herrchen als ein Signal bet allgemeinen Lage ein bestimmtes
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3,90 b« 01,25 b 00,00’ ................ „w. PV.
7'°°*7 Mtammte Hildegard und eine männliche Stimme sagte in
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imetgen nimmt entgegen: ie Grpeditton b. Blattei, ‘ i, hie Annoncen-Bureaux „ xh. Dietrich & Eo. in «fiel und Hannover; Th. Ulrich in Frankfurt a. M.; Uafenfiein & Vogler in
Berlin, Frankfurt a. M. rc.