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yierung seien aufrichtig friedliebend und nur der über- ßige Druck der öffentlichen Meinung nöthige sie zum eben, d. h. zum kriegerischen Vorgehen gegen die fei. Nähere und eingchende Nachrichten aus mehreren einander unabhängigen und zuverlässigen Quellen sind net, diese Ansicht zu erschüttern. Nach ihnen muß man nehmen, die serbische Regierung selbst habe den Krieg langer Zeit vorbereitet und ihre friedlichen Erklärungen die Mächte seien Spiegelfechtereien gewesen. Dem Für-

Milan fehlt also die Entschuldigung, daß er durch

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reffende Sroß-Zwornik in Bosnien, wurde von den Serben nach o wird tttum Kampfe, in dem die Türken 200 Tobte auf der ze den« Wahlstatt zurückließen, eingenommen. In der Gegend von Wddin erhebt sich die Bevölkerung in Maffen und bildet »aß die die Avantgarde der serbischen Armee. Die türkische Be legiti» -dilkerung von Widdin ist in die Citadelle geflüchtet. — welcher >«« serbischer Quelle wird noch gemeldet: Die Türken

" ' h^ra das rechte Ufer der Drina geräumt. Die Timok- klmee dehnt ihre RccognoScirungen bis in die Gegend von Widdin aus. An der Grenze bei Kuschevaz hat am

iit dea 6. Juli ein siebenstündiger Kampf gegen die auf den Höhen ; ' ' i «usgestrllten Türken, welche die Uebermacht hatten, stattge Orlea< sanden. Nachdem von beiden Seiten hartnäckig gekämpft dirapar- v«, eroberten die Serben Fahnen, Waffen und Dörfer.

Konstantinopel, 11 Juli. Nach einem Regierungs- telegramm sand bei Sabahkadi (Bezirk Belgradschick) ein sünsstündiger Kampf statt. Oberst Haffan Bey schlug ein serbisches Corps von 2000 Mann und versolgte es bis ju einem auf serbischen Gebiete gelegenen Dorfe, welches Im Lause deS Gefechts abbrannte. Die Türken eroberten viele Waffen und Munition. Der Befehlshaber des Re- fervekorps griff die Insurgenten bei Sobirc (Bosnien) an uad zwang dieselbe« nach zweistündigem Kamps aus öster­reichisches Gebiet überzutreten.

ine Unterthanen gezwungen worden sei.

Krüssel, 9. Juli. Eben um 2 Uhr 40 Minuten »leg der deutsche Kronprinz unter dem Geleite des Königs, Königin, deS Grasen und der Gräfin von Flandern, Eisenbahnzug, der ihn wieder über den Meedyck nach Haag und Schevemngcn zurückführt. Die Abfahrt olgte von der königl. Eisenbahnstation von Laecken aus. cht ei«, K« und eine halbe Stunde vor seiner Abreise hatte der iekanni- »veutsche Kronprinz noch einen letzten Besuch in der Aus ebliche« stellung für GesundhcitSzwecke und Rettungswescn gemacht, r Stuhls, seine gestrige Bemerkung, daß er Ambulanzen nur zu zewarvi «iele gesehen und lieber die Werkzeuge des Friedens be- Feindk trachten wollte, ihm eine wahre Popularität erworben hatte, beste« Ausfallende Zuvorkommenheit hat der Prinz den sranzösi- aehme«, scheu Ausstellern erwiesen. Ebenso war er überaus Herz v durch stch dem Staatsminister, Herrn Frvee Orban, gegenüber, hl von «IS der König den Ches der liberalen Partei seinem hohen i will'.Haste vorstellte. Während der Kronprinz mit Herrn giere >de hier Orban sprach, war der König zur Frau giere Dtbän chMgeeilt, die sich in einiger Entsernung hielt, reichte ihr Petitionen Arm und führte sie dann ebenfalls dem Prinzen zu, ______um dieselbe vorzustellen. Da kein Mitglied des klerikalen wie in Sabinetö zu dem kronprinzlichen Besuche der Ausstellung gebeten worden war, so ist die ultramontanc Preffe sehr verdrießlich über die Aufmerksamkeit, womit Leopold IL seimn ehemaligen CabinetS Ches und deffen Gemahlin aus- gezeichnet.

Belgrad, 11. Juli. (Amtliche Meldung) Mali Zwornik, auch Sakoar genannt, eine innerhalb den Grenzen Serbiens gelegene, den Türken gehörige Enclave, gegenüber Sroß-Zwornik in Bosnien, wurde von den Serben nach

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Marburg, den 11. Juli. Das „Wiltg. Wochenbl." berichtet, daß am 3. Juli l. Js. zu Schloß Wittgenstein eine „Generalversammlung der Comitemitglteder" der pro- jeairten Lenne »Lahn Dillbahn unter dem Präsidium Sr. Durchlaucht des regierenden Fürsten Ludwig zu Sain- Eittgenstein stattgehabt habe. Als Ergebniß derselben ist hervorzuheben, daß bezüglich der Beschaffung der weiteren Geldmittel beschlossen wurde, das beteiligte Publikum »nachdrücklichst" zu erhöhten Actienzeichnungen ouszufor- bern und außerdem mit Bankiers an ^größeren Handel-' Plätzen zur Negociirung eines Anlehens in Unterhandlung zu treten. Auch wurde der Statutenentwurf für die zu bildende Actien-Gesellschaft vorgelegt. — Nach demselben Blatt hat daS Comitö die bereits mltgetheilten Gegen borschläge des Herrn HandelSminiperS hauptsächlich aus dm Grund abgelehnt, weil zu befürchten sei, daß durch Aufgeben des Projekts Altenhundem-Cölbe eine neue V<r iögerung und etue Störung deS gegenseitigen Verhältniffes brr Jntereffenten herbrigeführt werde. ES Hal dabei die Hoffnung ausgesprochen, daß um den noch fehlenden Theil de« Baukapitals von 7,646,000 M. aufzubringen, eines- lheilS die jetzigen „Jntereffenten" fich zu höheren Actien- zeichnungen verstehen und anderntheilS noch mehr Gemeinden und Private der betreffenden Kreise sich dabei betheiligen wrrden. Da die fehlende Summe mehr als das Vier fache des bis jetzt gezeichneten Betrags auSmacht, so kann a>vhl nicht im Ernst erwartet werden, daß daS Fehlende bv« Seiten der „Jntereffenten" oder der Gesammtheil der von der Bahn berührten Kreise aufgebracht werde. Glaubt do-Comitö nun vielleicht auf die Betheiligung von großen Kapitalisten, von BanquierS rechnen zu können? Diese «isenbahn ohne ZinSgarantie hat dazu wenig Verlockendes. Brie also auf dem vom Comite eingeschlagenen Weg eine »nnit Verzögerung" vermieden und daS Ziel erreicht wer- «n soll — daS ist schwer. Dagegen enthält deS Herrn vandelsministerS letzter eventueller Gegenvorschlag, nämlich

Arbeiter im weiteren Umfange verringert werden, so daß

zu diesem seltsamen, noch mehr aber verabscheuungSwürdigen ! Verbrechen getrieben, sind nicht ganz klar. Durch lüder-

sten Tagen in Wien ereignet hat: „Ein Vater, ein Ehe­mann, ein leichtsinniger Mensch, der in dm nächsten Tagest vor Gericht hätte stehen sollen, vergiftet drei seiner Kinder, nachdem er sein Weib und sein ältestes Kind, ein zehn­jähriges Mädchen, vom Hause fortgeschickt, und ergreift dann mit einem zweideutigen Frauenzimmer, seiner Geliebten, die Flucht auS Wien. Wenige Stunden später hat auch daS flüchtige Paar in einem Provinzialstädtchen seinem Leben durch Gift ein Ende gemacht. Die Motive, welche

vorläufig auf den Anschluß in westlicher Richtung zu ver­zichten und zunächst die Verbinvung des Kreise« Wittgen stein mit dem östlichen Bahnnetz in Aussicht zu nehmen einen Wink, welcher unseres Erachtens nicht von der Hand zu weisen ist. Es wird damit eine Bahn von LaaSphe nach Cölbe empfohlen und derselben auch „bei nicht erheb­licherer Betheiligung der Jntereffenten" — indirekt wenig­stens — die Unterstützung der Königlichen StaatSregierung

der hiesigen Handelskammer gibt folgendes Urtheil über ■ den allgemeinen Geschäftsgang im Jahre 1875 ab: „DaS Jahr 1875 ist in fast allen Branchen von Handel und Industrie noch ungünstiger gewesen, alS das Vorjahr. Der Absatz in VerbrauchSgegenständen ist stetig beschränkter ge­worden, in allen anderen Artikeln ist er auf ein Minimum tebucirt. Dem entsprechend mußte die Beschäftigung der

zugesagt. Von der ursprünglich in Aussicht genommenen Bahnstrecke würde hierdurch derjenige Theil, welcher den bedeu- tendsten Localverkehr und daS größte Jntereffe an der Bahn hat, in den Verkehr gezogen. Die Errichtung dieser Sackbahn wichen Lebenswandel herbeigeführte Nothlage und die Furcht schließt nicht aus daß zu späterer günstigerer Zeit der vor einer Verurtheilung durch daS Gericht erklären aller» Anschluß nach Altenhundem in Ausführung gebracht wird. jdingS den Doppelselbstmord in Stockerau, waS aber mag Wer daS Ganze nicht haben kann, muß sich mit einem den Nichtswürdigen vermocht haben, feine armen brd

Theile begnügen. Also arceptire man abichläglich die.Kinver des Lebens zu berauben? Die Beforgniß, daß sie Stichbahn. Von dem verehrlichen Comils für die Alten-.nach feinem Tode dem Elende preisgegeben fein könnten, hundem Cölber Bahn, welches dermalen als Vertretung sicher nicht, sonst hätte er wohl auch fein ältestes Töch- des EifenbahnintereffeS des Ober-LahngaueS zu betrachten terchen nicht geschont. So bleibt nur eine Erklärung für ist, darf wohl erwartet werden, daß es vorstehende An-.die Ermordung der Kinder übrig: der Elende wollte Rache Deutungen in Erwägung zieht und daS eine oder das an- - nehmen an feinem Weibe und beschloß, das Herz der dere Sonderintereffe dem Gesammtwohl unterordnet. (Mutter zu treffen." Das oben genannte Blatt erzählt Marburg, 12. Juli. Heute Morgen gegen 5 Uhr f dann die Einzelheiten deS Verbrechens, mit Angabe der wurde unsere Feuerwehr durch ihre Signalisten alarrnirt.. Namen deS ThäterS und der Opfer. Die Wiedergabe Auf der Lahnlust war in dem über der Küche befindlichen' sei uns erspart, nur erwähnen wollen wir die bigotte GlaSpavillon Feuer ausgebrochen, durch Niederreißen routbe ■ Gcquetterie, mit welcher ber Mörder bie Hände der schnee- daffelbe in kurzer Zeit, ohne größeren Schaden angerichtet. weiß gekleibeten Kinber kreuzweise gefaltet und Kreuze und zu haben, unterdrückt. ^Heiligenbilder denselben auf die Brust gelegt hat.

Haua«, 10. Juli. Der kürzlich ausgegebene Bericht | — (Ein indischer Heirathsantrag.) Nun beginnen

" " ------ "—'auch schon die Hindus, sich auf „dem nicht mehr unge­

wöhnlichen Weg" des AnnoncirenS um eine Ehehälfte mnzufehen. So veröffentlichte letzthin ein Hindu im „Jndu Prakafch" folgende Heiraths-Anonce: „Ich wünsche mich wieder zu verheirathen. Ich bin nicht mehr als vierzig Jahre alt. Wenn nun eine indische Wittwe zwischen 10 und 35 Jahren wegen ihrer Vereheligung mit mit entweder direkt ober burch ihren Vormund unterhandeln will, so

viele aus kleinen Verdienst gesetzt und nicht wenige ganz eiwerbloS geworden sind. Die lange Krisis lähmt immer mehr alle Gefchäftslust und nirgends bietet sich Hoffnung, welche neuen Muth erwecken könnte. Möchte doch halb; eine Wendung eintreten, welche diese trübe Zeit in 93er- j geffenheit brächte. Ein Versuch, durch Aufhebung der Principien der bisherigen Handelspolitik dahin zu wirken, wofür in neuerer Zeit lebhaft agitirt wird, könnte jedoch unserer Uebergeugung nach nur zu größerer Verschlimme­rung der Lage führen." Deshalb spricht sich auch die Handelskammer für Beibehaltung deS bisherigen Systems! der Handelsverträge auS, welche für die Entwickelung von Industrie und Handel im Allgemeinen von förderlichstem Einfluß gewesen sei. Bei Erneuerung der Handelsverträge wünscht die Handelskammer besonders Berücksichtigung fol­gender Punkte: Aushebung deS noch in Rußland, Frank­reich und Oesterreich bestehenden Ausfuhrzolls auf Lumpen, Zurückführung der Eingangszölle auf Chemikalien, befon- ver« auf Chlorkalk, Alaun und Soda, auf höchstens 50 Pl., Ermäßigung des Eingangszolles auf seine Eisenguß- waareu nach Oesterreich und Belgien, Gleichstellung mit dem Auslande im Eingangszoll auf Hüte, sowie mit Oester­reich im Eingangszoll auf Liqneure. — Die Handelskammer spricht fich ferner für Erhaltung der bestehenden Freiheit deS Edelmetallgewerbes und gegen jede staatliche oder sonstige Controle aus. — In dem Kapitel „Eisenbahnwesen" heißt eS: „Wiederum ist ein Jahr Angegangen, ohne daß mit dem Bau der Hanau-Friedberger Bahn der Anfang gemacht ist, obgleich derselbe längst genehmigt, schon in der Sitzung deS Abgeordnetenhauses vom 17. Januar 1872 von dem Herrn Handelsminister sogar als dringlich erkannt und zu den Staatsbauten gezählt worden ist, die in erster Linie zur Erledigung kommen sollten. Wir haben es an Vor­stellungen und Anregungen nicht fehlen (affen, daß diese für den hiesigen Platz so wichtige Verbindung endlich zur Ausführung komme, und wir toiffen nicht, in welcher neuen Form wir eS noch thun sollten, um endlich Berücksichtigung zu finden."

vermischtes.

— Vom Rhein. In der Nähe der berühmten „Loreley" am Rhein hat am 3. Juli in aller Früh zwi­schen 3 und 4 Uhr eine Taufe von Wiedertäufern stattge- junben. ES waren elf Täuflinge, fünf männlichen und sechs weiblichen Geschlechts, von sehr verschiedenen AiterS» klaffen. Dieselben entkleideten sich unter dem dort befind lichen Durchgänge der rechtsrheinischen Eisenbahn und schritten von da in der Tauskteidung nach einer durch den Korrektionsbau der Wafferbauverwaltung eingeschloffenen Wafferfläche deS Rheins, wo die Taufhandlung vor sich ging. Die Salmenfifcher, sowie auch das Dienstpersonal und die Passagiere des um diese Zeit vorbeipasstrenden BergbooteS sahen dem Akte in aller Gemächlichkeit zu.

— Der deutschen Reichspvst ging aus LeedS in Eng­land unlängst ein Brief mit der Aufschrift zu: MrS. R. Polleine, Hotel Fürstenburgh, Preußen, al jo ohne Angabe des BestimmungortS. Die Zerstreutheit des britischen Ab- i senderS wurde durch die deutschen Postbeamten, deren ge­ographische Kenntniffe sich sogar auf die einzelnen Hotels erstrecken, auf das glücklichste unschädlich gemacht, denn der Bries langte unaufgehalten in Remagen am Rhein an, wo die Empfängerin sich in der Thal im Hotel Fürsten­berg aufhielt.

— (SchaUdthat.) Die „Deutsche Zeiiung" berichtet ■ über eine empörende Schandthat, die sich in den allerjüng-

kann sie Auskunft über mich in der Redaktion des „Jndu Prakafch" erhalten. Ich habe fchon feit mehreren Jahren eine Anstellung bei der englischen Regierung. Will keine Wittwe mich heirathen, so gebe ich mich mit jeder andern indischen Dame, die im obenerwähnten Alter steht, zufrieden. Ukderhaupt bin ich bereit, jede Dame zu heirathen, wenn sie nur der Religion Brahma'« angehört. Dagegen werde Anträge von buddhistischen, christlichen oder rnohamedanifchen Damen nut dann berücksichtigt, wenn dieselben auch Willen« sind, sich zum Glauben Brahma's zu bekehren. Ein indischer Heirathskandidat."

rel-grsptzische Depesche» Per vvee- tzesftsche» Zeit«»,.

Berlin, 12. Juli. Die heutige „Prov. > Corresp." schließt in einem, die Reichstädter Begegung besprechenden Artikel: Der Friedenseindruck, welchen die Reichstädter Nachrichten zunächst in Wien hervorbrachten, gelangte bald überall zur Geltung und bestärkte die Zuversicht, daß die mächtige Friedensgemeinschaft, welche im Kaiserbunde ihren festen Mittelpunkt hat, auch die Schwierigkeiten der gegen­wärtigen Lage überwinden werde.

Würzburg, 11. Juli. Der Kaiser ist nach Be­sichtigung der Stadt, der Residenz und des Domes nach 1 Uhr Mittags abgereist.

Rom, 11. Juli. In der heutigen Sitzung des Se­nats konstatirte der Minister des Seußeren, Melegari, an­läßlich einer Interpellation Mamiani's, die Wirksamkeit deS auf der Basis der Nichtintervention zwischen den Mächten hergestellten Einverständniffes und daß Die Bestä­tigung dieses PrincipS auf der Reichstädter Entrevue die Garantieen des Friedens unter den Großmächten befestigt habe. DaS in dieser Hinsicht sehr wirksame Werk der Diplomatie werde jedenfalls auch den vom Kriege heimge- suchten Bevölkerungen die Wohlthalen der Civilisation und der durch Verträge geschaffenen Rechtsverhältnisse sichern. Die italienische Regierung habe den Pariser Vertrag zur Grundlage ihres Verhaltens genommen.

Versailles, 11. Juli. In ber heutigen Sitzung der Deputirtenkammer kam die Angelegenheit betreffs Ernennung der MaireS zur Verhandlung. DaS Ministerium stellte die Vertrauensfrage, ©ambetta erklärte, er wolle zwar dem Ministerium keine Schwierigkeiten bereiten, nichtSDeftoweniger bekämpfe er den vorliegenden Gesetzentwurf. Nachdem ein von ©ambetta unterstützter Antrag, die Diskussion zu vertagen, abgelehnt worden war, nahm die Kammer den Artikel I, durch welchen daS Gesetz betreffs der MaireS von 1874 aufgehoben wird, mit großer Majorität an. Die Übrigen Artikel, bezüglich welcher Meinungsverschieden­heiten bestehen, werden morgen zur Beralhung kommen.

Newyork, 11. Juli. Der Kaiser und die Kaiserin von Brasilien werden fich morgen, Den 12. Juli, nach Europa einschiffen.

Frankfurt a. M., 12. Juli. (Mitgetheilt durch Menke Eichelberg u. Sohn.) Deutsche Reichsbankscheine 154, Staats» babnactien 218f, Elisabeth —, Galizier —, Lombarden 64j, Nordwestbahn —, Ereditactien 1174, Silberrente 544, Papier» rente —, 1860c Loose 97j. Nationalbank 688, «panier 134. Tendenz: matt.

Berlin, 12. Juli. (Schlußcourse). Ereditactien 238, StaatSdahn 437, Lombarden 130, Disconto-Commandit 108.

Newyork, 8. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampsschiff des Nordd. Lloyd „Oder", Capt C. Leist, welches am 24. Juni Bremen und am 27 Juni von Southampton abge» gangen war, ist beute 2 Uhr Morgens wohlbehalten hier ange- lommen.