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Regierung diese» ganz unhaltbaren Zustände» gegenüber ergreifen wird. Die Resultate der Kaiserreise in Dalmatien
—!i. t-s.'77—iL'r inrv» v.‘l ' ' ” 1 tt»tr der Hauptmitarveiter befl Generals v. Roon. — Die sind weit hinter den gehegten Erwartungen zurückgeblieben,
r-' SBien, 18; März. Bo» den siebzehn Landtagen tagen nun mehr fünfzehn. Zwei sind dirrt unerwarteten TodeS
Dir «xped. I. Oterhesfischen Zeitmtg.
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.........Hauptmitarbeiter des Generals v. Roon.
„Germania" fängt an, in ihrer Politik eine kühl« oder feindliche Haltung gegen die monarchischen Traditionen ein zunehmen.
Weimar, 19. März. DerHeNenser Conslikt zwischen Studentenschaft und Militär ist zu einer cause celebre geworden, und man spricht bereit« davon, daß die Garnison von Jena verlegt werden würde. Eine solche Maßregel würde besonders für die Stadt von empfindlichem Nachtheil sein, und matt wird fich deßhalb bemühen, di« Sache-aus- zugleichen, wenn das überhaupt noch möglich ist. — Em anderer Aufsehen erregender Fall ist immer noch das Ber» bot de» Gothaer Stadtraths, den Congreß der Social- Demokraten in - Gotha halten, zu dürfen. Eine social- demokratische Volk« Versammlung hat vor wenigen Tagen darüber in Gotha verhandelt und folgende Resolution angenommen: „Die Versammlung sieht in dem Beschlufle des Stadtraths, das Verbot de« socialistischen CongresseS betreffend, eine Beeinträchtigung der bürgerlichen Rechte und erklärt denselben als eine mit § 3 der Reichsverfassung in Widerspruch stehende Handlung. Aus diesem Grunde protrstirt die Versammlung gegen den Entscheid des Stadtrath« und erwartet von -dem h. Staatsministerrum die Anullirung deffelben. 4
Darmstadt, 21. März Der Vertrag wegen Ankaufs der Oberheffischen Eisenbahn durch den Staat ist von der ersten Kammer mit 15 gegen 2 Stimmen genehmigt worden. * _■ -
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♦* Berlin 21- März. Nach zuderlässtger Mitthei- lang wird der Kaiser von Rußland bereit« Ende April nach Em« zur Km kommen. E« werden hierdurch auch die Reisedispositionen unseres Kaisers bestimmt." Nach dem GeburtSfrste des König« wird der Reifepkan festgestellt werden. Di« Großherzogin von Baden ist gestern au« Karls- Nche zum 22. März hier eingetroffe»'^ da die hohe Frau, trotz «brachen der Aerzte, sich die Reise nach Berlin zum Geburt«feste chreS Vater« nicht nehmen ließ. Später wird sie al-dann wohl nach dem Süden gehen. — Es muß entschieden Protest gegen die Mittyeilung eingelegt werden, daß erst jetzt die Regierung entschloffen sei, «in Rothstands gesetz dem Laiwtag vorzulegen. ES war von vornherein kein Bedenken, gegenüber dem durch Ueberschwemmungen veranlaßten Nsthstand durch einen außerordentlichen Eredit Abhilfe zu verschaffen. — In der polnisch - ultramontaneu Partei der Provinz Posen zeigt sich neuerdings eine^vir- mehrte Agitation. Ob dieselbe nm zum Zweck der nächsten Wahlen stattfindet, ist zweifelhaft. Ma» scheint den Augen blick ftr günstig zu halten, um bi« durch die Piöbste in ihren Predigten erregten Gemüther für die weitergehenden Zwecke des UltramontaniSmus zu gewinnen. E« zeigt sich diese Partei auch bemüh», ihre Anhänger in städtische und sonstig« Vertretung«« hinein zu bringen, damit sie dort für die ultramontanen Bestrebungen wirksam sein können. Der Behörde wird jammernd entgegengetreten, die geringfügigsten
. Zuweilen allerdings und die» ost ganz unvermittelt, vm ihm, al« höre -er plötzlich miedet jenen Schrei, den jubelnden WMommenrus m»d er sagte stch, daß in -diese« einen Ausrufe die gauze Geschichte je«« unselig seligen GehrinmifieS liege. M :u>.j . -
Allgemach verblaßte aber auch diese Ersimerung und iht Eindruck buf sein Gemüth schwächt« sich ab.
Diana hatte mit eiserner Festigkeit jede Auskunft verweigert und selbst gegen Tante Ursula geschwiegen, die fie still gewähre« ließ, wohl wisiend, daß erzwungenes Verstauen dem Leidenden keine Erleichterung gewährt. “*
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Nm Rosa wußte, was geschehen war und wa« stch »eiter begeben.
An sie .hatte Ernst geschrieben und fie dem, in qualvoller Ungewißheit in der Ferm Harrenden die späteren Ereigniffe mitgetheilt. Sie war eS denn auch ferner gewesen, welche Diana, nachdem dieselbe genesen und nach Tegernhain übergestedelt war, ein Schreiben Hochberg'S persönlich überbracht, worin er die Geliebte anflehte, ihr Beider Schicksal zu entscheiden, indem sie ihm das Recht ertheile, offen um ihren Besitz zu «erben.
Einen Moment hatte Diana geschwankt und ein Gefühl fast der Genugthuung empfunden, daß er jetzt gleichsam als ein Bittender vor ihr stand, welcher fie zuerst hatte aufgeben können, und ihm nun die Welt und alle ihre Güter als ein Nichts, ihre Liebe dagegen als da« einzig BegehrenSwerthe erschien.
Doch bald verflog diese ihr« flüchtige Gefühlswallung, welche ihr «och einmal die kurze Seligkeit der Liebeszeit znrückrief. — ES war ihr, als vergegenwärtige sie'sich dar Bild eine« geliebten Tobten und empfinde im Geiste eimn Moment den ganzen Zauber seiner Persönlichkeit, um sich im nächsten Augenblicke zusammenschauernd klar zu werden, daß All' das vorbei auf immer und Vie armen Rest« solch' vergänglichen GlückeS nur modernde« Gebein — nichts al« eine Hand voll Staub feien.
Za, Diana hatte überwunden und fie war stärk genug, her befferen Erkenntniß zu folgen, da» thVrichte Herz, das krampfhaft aufzuckend, noch einmal heftig »ach den Freuden dieser Welt, nach Glück und Liebe begehrte, zu unterdrücken. '**■ - 8 /n
»Sterben -- Schlafen" — o welche Musik lag cotr jeher für mich in diesen Worten, besonder« weil mich nie der Scrupel beunruhigst, ^iq^usGHlaf wohl Träume kommen würden?)
„Mache Dst keine Borwürft, daß mein kirperlicheS Leiden eine Folge jener Scene mit Kurt, daß ich dadurch also doch zum Opfer unftrer Liebe geworden sei. Ernst, wie wenig kmnst Du mich) daß Du'glauben kannst, die Bitterkeit darüber sei di« Ursache unserer Trennung l
. »Für die Liebe leiden, — was giebt es ErhabdnereS Wie habe ich sie stet« beneidet, die verklärten Märtyrer, welche, sterbend für eine Idee, ihren Glauben ckn vl« Göttlichkeit derselben darthatm. <
»Ich, — W gehe daran zu Grunde, daß sch Glauben an die Liebe verloren, daß ich jenen eintn, tiefest, entsetzten Blick in die Nichtigkeit aller Höchsten ErdenluL gethan habe^ Ja, Ernst: zu denken, daß dies hohe htilM Gefühl, deffen Ahnung schon eine so unendliche Seligkut gewährt, nichts ist, al« eine Erregung unserer Sinne, ein Produkt unserer Nerven — und dies so tief, so überzeugend zu fühlen, daß nicht», nichts auf der Welt mir den Glaubm an die verlorenen Illusionen zurückgeben könnt« — das macht recht arm und einsam auf dieser lustige«' uärrischm Welt voll betrogener Betrüger. . <
v'"\ Lebe wohl füb juMer.^^n-h
Ernst Hvchsterg hatte nach Empfang diese« Briefeck'' «icht mehr an Diana geschrieben, auch Rosa hatte sich, di«' Erfvlgtostgkett ihrer Bemühungen einsehend, betrübt von der Freundin, die Hr so ganz verändert erschien, verabschiedet, und Diana war ihre einsameStraße, allein erhellt' vorn Sttuhl« de» GeisteSlichteS,' weiter geschritten, müden" Fußes, mit tiefer Sehnsucht nach Ruhe im. Herzen, "aber, gefaßt und klagloS: ' 1 - *r4 •’i
. Da bedrohte ein neue» Ereignkß den Frieden ihrer stlbstgewählten Zurückgezogenheit von der Welt.
(Fortsetzung folgt.) t v
der Aufstand in dem „Hinterlande" Dalmatiens, der Herzegowina, ist nachgerade für un» die Quelle bedeutender Fatalitäten geworden und der Hader zwischen denJtaste»«« und den Slaven und zwischen der extremen und gemäßigten Partei dieser letzteren hat inzwischen stetig an Intensität und Erbitterung zugenommen. Es sind daß'sehr bedeN ftche ZustSnvrmrd e« muß etwa« geschehen, um'thrmnub» zuhelfen. Leider scheint um» bis jcht in den Regierungskreisen noch nicht zu wiffcn, in welcher Weise man vorgehen soll und ist einstweilen der Statthalter zur Vorlage eine« eingehende» Berichtes aufgefordert worden. — Der Mediö ist im Ganzen genommen ziemlich glücklich vorübergegangett und sind größere Fallissements nicht vorgekommen, im Allgemeinen hat stch aber die Situation nicht gebeffert. Di« Courfe vermögen eS zu keiner Stabilität zu bringen; eit» fortwährendes Sinken bedroht allit' Werthe, aüch^die für möglichst sicher gehaltenen, und kein Geldinstitut ist stark und vornehm genug, um seine Papiere vor der Derout« zu bewahren. Wenn auch die Lanken und Bänkchen längst gefallen find, die der „Gründerperiode" ihr Emstehen cer< banfen, trenn auch die meisten Gesellschaften bereit« tobt unb begraben finb, die der Schwinbel hervvrgerusen, und daher Nachrichten vvst dem Sturze großer Unternehmung^» für den Moment bfe Gemächer nicht mehr beunruhigen, frißt doch das Berderveft tti «Sttffen* fort" und sucht unb findet seine Opfer in jenen Kreisen, die an den sogenannten „Segnungen" der Aera des votkswirthschastlichen Aufschwunges niemals participitten.' d ” ■liii
»erfaille», 20. März. HeutewähltedieAbtheiluttg des gesetzgebenden Körper« de» Ausschuß für die Prüfung' des Gesetzentwurf«, betreffs der Aushebung des Belagerung«^ Zustandes. All« gewählten Mftglieder de» Ausschusses sinh für den Antrag. - In der 9. Abthettung erklärte der gM nistet ChristoMe Vie Haltung, welche da« Cabinet in dieser Frage angenommen. Das Mtnisterium würde-in' Anbetracht, daß während der Wahlen die vollständige Ruh« im Lande geherrscht, selbst dir Jniative zu Mein' solchen Anträge ergriffen haben, wenn sie nicht eingesehen, daß der parlamentarischen Forme» halber der Antrag vor dem 1. April nicht von beiden Kammern votirt werden könnte. Aller Wahrscheinlichkeit nach würden aber die Kammern ich wegen der Session der Generalräthe vom 1. April bi« ä. Mai vertagen, an welchem Tage der Belagerungszustand von Rechts wegen zu Ende gehe, so daß bei Antrag nur noch einen theoretische» Werthhabe. —. Bei Megftchelck der Debatte über die Wahl de« Apostels GrUfen de Mun
gestorben. Der Tiroler Landtag wurde geschloffen, der Dalmatiner ist thatsächlich gesprengt, da kaum Aussicht vorhanden ist, eine beschlußfähige Anzahl von Mitgliedern unter dem Vorsitze deS gegenwärtigen Präsidenten zu ver- ammeln. Der Statthalter Baron Rodic hat zwar im Vereine mit den Landtags-Präsidenten Einladungen an Smmtliche saumselige Landtagsmitglieder zum Erscheinen m Landtage gerichtet, um für weitere Verhandlungen bereiten eine beschlußfähige Versammlung zu erzielen, aber man bezweifelt den günstigen Erfolg diese» Schritte» und man ist dem gegenüber wohl zur Frage berechtigt: Gilt daS Wort deS Statthalter» nicht si» viel im Lande,--um die gegenwärtige LandtagSmajoritSt zum Erscheinen im
zweite Quartal 1-876 der
Bdrrhessischen Zeitung
>»it iSrer.GratiS-Wilag- »
' Zllustrirtes Sormtagsölatt
bei den betreffenden Postanstalten..oder den Land-
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u Rur einmal blitzte ein Verdacht in ihm auf, als er durch Zufall erfuhr, Ernst Hochberg habe nach dem erfolgten Tode MeS Onkel« die schöne Cousine Julia nicht geheirathet und sei wider Aller Erwarten und zur höchsten Indignation dtr ganzen zahlreichen Sippe mit de« ziemlich undedentenden Erbtheil in die weite Welt gegangen. Man sprach »ort einer Reise Mlven Orient.
Kurt HM Tante Ursüla seine Vermuthungen milge- theilt, da alle übrigen von ihm angestellten Forschungen sich al« erfolglos erwiesen. / 3
Doch di« Tante schrieb ihm, daß Herr von Hochberg, für welchen Diana allerdings dgmal« ein lebhaftes Jntereffe an beri Tag gelegt habe, sehr bald abgereist sei und sie kaum gTduben könne, daß Diana'« Gefühl für ihn ein so starke» und nachhaltiges gewesen sei.
Da» leuchtete Kurt allerdings ein und ward er im Lauf« d« Zeit immer mehr geneigt, di« ganze unglückliche Geschichte hlo« al« «ine Gefühlsverwirrung der exceutrifchen junge» Frau anzufche» und «in« wirklich begangen« Uu- tteu« zzp bqweifel». y.- < tv .
Ihr« ablehnenden AbschtedSworte trafen Ernst von Höchberg tief und schmerzlich. Diana schrieb:
»Ich fühle den TodeSkeim in meiner Brust und da» ist ein Glück, welche« ich hüte wie ein süßes Geheimniß; da» ich neidisch vor aller Welt verbergen möchte, um mich, wie der Geizige an seinem Schatze, allein deffen zu trftewen,
®r. ^„4 Donnerstag, 23. März 1876. . 0 'N .'ttckstmu^ik gofegseid:tÄ Mrzeig.
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Sachen werden zum Gegenstand von Beschwerden gemacht und dieft Beschwerden durch alle Instanzen geführt. In dem ganzen Verfahre» geigt sich eine Organisation nach einem einheitlichen Plane. -*• General von Karczewski, Departementschef im Kriegsministerium, hat aus Gesund- _ ______ ___ J...........
heitSrückstchten seinen Abschied erbeten und erhalten. Dieser Landtage zu bestimmen und die Session zu ermöglichen"? Offizier hat d«i --größt« Antheil an der Armeereorgani- Man ist hier sehr gespannt daraus, welche Maßregeln die