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fewie die Lmwncen-Bureaur von Th- Dietrich & Co. in. .
Aaffel und Hannover; Th- Dietrich in Frankfurt a- M.; Haasenstein 4 Vogl« in ;
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sich noch in verschiedenen Rachwirkunsstn. So lvbte am 15. in Ostfrießland noch ein anhaltender ^tArm, der u. A. fast aste TelegraphekileftckNgM von Emden stötte^! iftst'Aif Mühe tonnten durch besondere Vorrichtungen die Verbindungen mit Bremen uNd England, sowie die Indische Linie, welch« von Emden über Berlin, Warschau, Kertsch und Teheran nach Bombay führt, betriebsfähig erhalten werden. Bet Neermoor, zwischen Leer und Emden, riß der Sturm 27 Doppelgestänge ein;;(b. i. eine Strccke von i/< Meile) und warf ste mit sämmtlichen Drähten in Vas Ueberschwem- mungSwasser. Der Umstand, daß das Erdreich durchdie vorangegangenen anhaltenden Regengüsse in hohem Grade erweicht war, verbunden mit der Stärke des Sturmes, ist den Alleen und Wäldern, wie den Telegraphenlinstn diesmal besonder-' verderblich gewesen. Die Herstellung der letzteren, bei welchen alle irgend verfügbaren Kräfte unter größter Anstrengung thätig sind, ist namentlich dadurch erschwert, daß die Arbeiten auf vielen Strecken im UeberschwemmungS- wasier auSgeführt werden müssen, und daß die Beschädi gungen überall aber sehr tiefgehende sind, wo Eisenbahnzüge in die umgefavenen Leitungen hineingefahren, oder schwere Bäume, Dächer rc. auf dieselben geschleudert worden sind. In vielen Fällen muß man sich mit einer Eiäufigen Herstellung der Verbindung begnüge«; di« dauernde wird mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Inzwischen wird die Cor- respondenz auf den betriebsfähig gebliebei^n Leitungen, welche je nach Umständen iN-die entsprechende SBcrbinbungi gebracht werden, so gut als möglich abgewickdlt, wobek- freilich bisweilen große Umwege nöthig sind.
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in Die Absicht de- Kaiser», der Königin von England »ährend, ihre« Aufenthalte« in Baden-Baden einen Besuch abzustatten, wird jetzt bestätigt. Da man der Ankunft der Königin schon zu Anfang April entgegenfieht, so ist es wahrscheinlich- dast der Besuch de» Kaisers mit dessen ge »ohntem Flühjaha-besuch in Wiesbaden combiuirt wird.
Zum Geburtstage des Kaisers werden diesmal wieder eine-ganze Reche von deutschen Fürsten in Berlin eintreffen. Der Prinz und die Punzesstn Georg von Sachsen, der Sroßherzog von Mecklenburg < Schwerin, der Großherzog und di« Großherzogin hon Sachsen Weimar, der Landgraf von Hessen, der Herzog von Meiningen, der Fürst von Waldeck, der Fürstvou Lippe Detmoliz der Erbprinz von Hohenzolleru rc. A*- -j oru -t.vAQ. n. r c :
Der Bundes rach wird demnächst e<nen Erlaß vereinbaren, über di« Behandlung gefälschter; sowie beschädigter und unbrauchbar gewordeNev Reichskassenschrine. Diese vchimmungen haben den Zweck, das Verfahren bei den Kaffen -zur Anhaltung und Feststellung falscher Kafsen'- schetne, ferner die Anzeigepflicht, sowie hinsichtlich der be. schädigten und unbrauchbar gewordenen Reichskassenscheine die - Ersatzfähigkeit- 4n zweifellosen nud zweifelhaften Fällen zu reget», w: -i.-n. > ni(. •? -> -
Zn Beziehung aus die gegenwärtig M den einzelnen VundeSregiermige» stattfindenden Erörterungen über die Beschlüsse der Justizcommission deS Reichstage» über die groß«, Znstrz-Reformgefetze- erfahren wir, daß der Justiz. Ausschuß zur BerathutWitz,L^r»eiterten Beschlüsse am 3. April zusammentieten und voraussichtlich diese Aufgabe bis zum 12. April beendigen wird. Bald nach Ostern tritt sodann der Bundesrath zur endgültigen Beschlußfassung zusammen. - Die Justtzcommisfion des Reichstages wird somit erst gvgen Enve des Monat» April wieder zufammcn- ttrten könne»./ Wiewohl diese Verzögerung die Annahme rech^ertigt, daß die »esenrlichen Beschlüsst der Justi^om- misfion, insoweit fie von der Vorlage der Bundesregierungen abweiche», zu omsten Erwägungen bet drei Regierungen Anltch geben, so n beweist st« doch auch andererseits, daß Mr prinzipiellen Gegensätze, welche eine schließliche Vereinbarung ausschließen, nicht existtren. Zu der That lauten bi« ui» eo» mehreren Seiten zugehenden Mitthetlustgen über d« zeitige» Sta»d der Justiz - Resormgesetze befrie digend;- fie lassen zwar erwarten, daß di« Schlußberathungen in bet Justizcommission des Reichstages wohl bis zur Mitt« da». Juni sich hinzleh«» werden, Heben jedoch der begründeten Hoffnung Raum, daß die Gesetzentwürfe au» der Justizcommission an da« Plenum be» Reichstages in «in« Form gelangen »«den, welche den Anschauungen sowohl »er Jusiizcvmmijstmi, al» auch da» Bundesraths «tsprichl. ;■> / , - 3' - 4.
Die heftige Erregung unseres Luftkreises, deren Krisis in der Rächt Dom 12. zum 13. b. Mts. au-brach, äußert
zu haben, diese Bestimmungen zu erweitern: Da-^tst di« ganze Sache. E» verträgt sich überhaupt ein solches Verlangen schlecht mit dem Vorwurf, daß die Regierung den Landtag mit Vorlagen Sberfluthet habe. Diese Correspon- denten scheinen zu vergessen, daß die eingebrachten Vorlagen alle nur dringende Forderungen der liberalen Partei gewesen. Hoffentlich werden die Ultramontanen nicht ferner dazu beitragen, die Session über Gebühr zisi verlängern.
Darmstadt, 17. März. In der heutigen Sitzung der Landes-Synode bildete nach Erledigung minder wich? tiger Vorlagen den Haupt Punkt der Verhandlungen der Antrag der Drs. Rieger und Buchner auf Maßregeln zum Schuhe der Sonnlags-Heiligung. Nach ddr einge- henden Moiivirung des Antrags, welche die Zustände M Volks Lebens schilderte, würde von der einen Seite die Schilderung als zu grell, nicht zutreffend bezeichnet, der Kirche selbst die Schuld beigemessen, warüm die Sonii- tags-Heiligung nicht mehr in gleichem Maße stattfinde, wie früher, und namentlich' dem Gedanken Ausdruck gegeben; daß die Kirche sich der Cultur und dem Bewußt- sein der Zeit anzuschließen habe. Bon der anderen Seite wurde dagegen das Sinken und Zurücktreten des rellglös- stttlichen Momentes im Volks Leden ebenft entschiede^ behauptet als beklagt, aber nun umgekehrt der realistischen und materialistischen Richtung der Zeit gedacht und bemerkt, daß da« geläuterte Christemhum sich nicht nach der Cultur oder nach deck Zeit Bewußtsein zu lichten habe, im Gegenteile die Quelle aller wahren Cuttur fei, ilnb daß es sich recht gut mit den wirklichen Naturwiffeuschastest vertrage, sobald diese nur in der ihrten Mmmeüden. Sphäre der Beobachtung' deS ursächliche« Zusammenhangs der Erscheinungs Welt blieben. Schließlich wurde der Antrag soweit angenommen, daß Alles,/ wM lMrdwie einen Polizei-Zwang einzufchliesen scheine? fern zü halten, sei. Damit wurden die diesmaligen BerhatwlunaeN ber Synode geschlossen. u:r-.' if. i“« ”»»
Stuttgart, 1& März. Von Cannstadt kommt^dle Trauerkunde, daß 4er Dichter Ferdinand Freiligrüth faeb? zu Detmold am 10. Juni -1810) dort heute Morgen 6 Utit 'in Folge eine» Herzleiden» gestorben ist.
J München, 16. März. Herr StiftSprobst Dt. 'voa' Döllinger und ebenso Herr Prof-ffor Friedrich war bishek alljährlich in dem Schematismus für die Erzdiöcese München aufgesührt, und zwar der letztere mit dem Beifügen, daß er excommunicirt sei; indem dieser Tage erschienenen Schemü- tismuS für 1876 fit» bie: beiden Namen weggelassen beziehungsweise an der Stelle ^StiftSprobst des König!. Collegiat-Stifts" ein Strich angebracht, und somit bk Stelle als erledigt erachtet. Herr v. Döllinger ist aber faktisch ber von Sr. Majestät dem König ernannte StiftSprobst nach wie vor und bezieht al» facher auch das betr Gehalt. — Der König genehmigte eine neue Formation de« Kriegsministeriums, wodurch daffelbe, wie das preußische Kriegsministerium, in sieben Abheilungen gegliedert wird.
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A.W AAA A- - A’AA jw» •• L. Daube L So. in
III» ’H «eyer in Berlin; Carl Schütz.
rf v lerinHannover; C.Schlotte
in Bremen.
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' *♦ Berlin, 17. März. Der Reichskanzler hat dem BundeSrathe zur Sanction einen-Bertrag über Auslieferung zwischen dem deutschen Reiche und Luxemburg vorgelegt. Als Grundlage ist der deutsch - belgische Vertrag vom 24. Decbr. 1874 genommen. — Die Berathung der im Justizministerium tagenden Commission zur Prüfung der Ergeb niffe der arbeiten der Reichsjustizcommisfion nimmt raschen Fortgang und wird berichtet, daß diese Beratungen nächste Woche ihren Abschluß finden werden. — ES ist von einigen Blättern berichtet, daß in Folge der Provinztalordnung bereits di« Abtheilung des Innern der Regierung zu Potsdam am 1. Juli d. I. ausgchobrn werden wird. Das ist eine durchaus falsche Nachricht. Die Gesetze der Reform m der inneren Verwaltung werden sich erst verwirklichen müsset bevor an eine Aenderung in den Regierungen gedacht werden kann. E« ist überhaupt in einzelnen fortschrittlichen Blättern ein« solche Hast mit der Fortführung der Selbstverwaltungsgesetze, daß nun mit einem Male alles Denkbare verlangt wird. So wird von dieser Seite gemeldet, daß die Regierung eine Landgemeindeordnung dem Landtage vorlegen werde. In dem Competenzgesetz finden sich einige grundlegende Bestimmungen für eine Landge« meindeordnung, in der Commission scheint man di« Absicht
im, <Min ic; «ueoif aWfltr a in Berlin, Frankfurt a. M. .
Sbschemt t»glich außer den Werttagen nach^onn- und Feiertagen. PreiS für daS Quartal mit der wöchentlichen Beilage „-»ustrirteS e<mntN«-«att" durch dir Srpedition lKoch'lLe ' 6.5 rv Buchchrackeret, bezogem U «art, durch bte Postämter des Deutschen Reiche» 2 Mark 5» Pf, <exl. Bestellgebühr). - JnsertionSgebühr stik die gespaltene Kk 10 Pf, • ■W
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6-5 tnt'n»neq£,t{; ' (Fortsetzung.) •;?
w Erstst berührte die» starre Schweigen, diese tief« Ber. stmkenheit unheimlich, er näherte sich ihr wieder: w „So sprich doch, tieb«, Diana- sag« mir, über «»» Du grübelst, was Dich qnält-". .
Sie erhob sich fröstelnd und- strich -sich mit der Hand über Stlrne und Haar. Dann sagte ste so ruhig, daß «r ste Hafremdrt anblickte: > ivu.. -
„Jetzt •=— nicht« u«hw Ich buchte darüber nach, daß da» Scheiden fo gar schwer .nicht fti« müsse, da Du plötzlich so ruhig davon sprechen kannst. — Nun, und »aO
kannst, Ernst — da« wird auch mit nicht unmöalich fd*. «iso *- scheiden wir." ss
’ »Aber nicht so, Geliebtei" .-iamstch.-?
Sie bringt« seinen Arm, der fie mnsaffeu wollt«, sanft aber fest zurück, bann blätterte sie in einem der elegant grbundeneu Poestebücher, die auf bem Tische lagen, riß ein Blatt heran« und sprach, es ihm mit einem seltsamen Lä chelu reichend: „Die« mein Abschied — man muß sich mit ftewdeu Gedanken und Worten behelfen, w«nn in dem armen, matten Hirn keine neue Idee ausblitzen will und ba« dumme Herz zum Zerspringen voll ist, so daß die Worte nicht so zierlich über bi« Lippen «ollen, wie das di« Dichter auch im höchsten Schmerze verstehen — wo Rr gewöhnliche Mensch in seiner Qual verstummt."
Er zog die sich Sträubende an fich. Sie ruht« kalt And start an seiner Brust und kalt waren auch die Lippen, tnf die er den AbschiedSkutz drückte.
,L«b« wohl, Diana — wir sehen nn» wieder l* ' 7
Ein bittere« Lächeln verzog ihren Mund. Sie envi bette seinen Kuß nicht. Langsam ließ er sie au» seinen Armen auf den Fauteuil gleiten; denn eS war ihm plötzlich di« schaudervolle Empfindung gekommen, -al» halte et eine Leiche umfaßt. v>": ' 11 ■ j
Der stumme Borwurf, welcher in ihrem ganzen Wesen lag, verletzt« feinen Stolz: er reichte ihr noch einmal die Hand. - - - • ;-"J • (, -
„Nun denn, — wie Du willst, Diana; laß unS so scheiden. Du wirst über Alles daS ruhiger denken und mir dann Gerechtigkeit widerfahren lassen. Es ist zwar das Traurigste beim Traurigen. — dies kalte Lebewohl — doch vielleicht ist es am besten so. — Adieu I*
Sie richtete sich stolz aus, unterrichtete ihn, wie er daS Hau» verlassen könne, ohne bemerkt zu weiden, gab ihm den Schlüssel zum Thor in die Hand — fühlte noch den Abschiedskuß auf ihrer Stirne — dann schloß sich die Thüre hinter ihm — und wie betäubt, keines Haren Gedankens mehr mächtig, glitt fie zur Erde und barg ihren Kopf in dem Polster des Stuhles.
Doch das war nur ein Moment. Dam, sprang fie auf und eilte an'S Fenster.
Hastig die Vorhänge bei Seite schiebend, blickte fie durch die Scheiben.
Dort schritt er hin —- so ruhig, so fest wie immer. Da» flackernde Licht der GaSlaternen zeigte ihr deutlich seine hohe dunkle Gestalt — o — fie hätte sie auch unter Tausenden erkannt.
Jetzt ist er schon an der Ecke — ha, er zögert, er steht still — er wirb zurückkehren. Er kann ja auch nicht so von mir scheiden! — Sine wilde Freude znckt in ihrem
Herzen auf; — vergessen ist das Weh der letzten Stunde, welches da« arme Herz in eisiger Kälte fast erftarren ge. macht Hat, vergessen und vergeben, wenn er jetzt in ihre Arme zurückkehrt. Da — wendet er sich langsam um und ist ihren Augen entschwunden.
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Diana wankt vom Fenster zurück, Dunkel umfängt ste die Lampe ist erloschen, — et ficht sie nicht an, die sonst so Furchtsame, — in ihr ist et noch tiefere Nacht — Sie preßt di« Hände auf die Brust, wo fie einen stechenden Schmerz empfindet. — ,DaS ist der Preis,« flüstern- ihr« zuckenden Lippen, „der Preis für Erdeilglück!- —
Srnft von Hochberg aber hält, zu Hause angelangt, daS goldgeränderte, auSgerissene Blatt in der Hand nnb eine schwere Thräne fällt auf da« Lebewohl Diana's daS die Verse auSvrücken sollten: ' '!1
. „Kann zwei Seelen je so zaoz -/ a
... Einigen d,e höchste Siebe, Ä
Daß in ihrem vollen Glanz
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in» tzftcb^Rah' am dunkeln Firmament !7-ü> vh Scheinen sich die schönen Stern«, nt n-q-.P /nhslf Doch ein Himmelsabgrund irtnö,: 13;ä;ib©w i^.Jhre schwarze Weltenferne.« sie NM uT ,chi Ä
>!'! fti rns »•£, , ,! • e ?■" •J’tii.. chim chf •fff'f? c|
Der Morgen dämmer! trüb herauf. Ein tiefet bleierner Schlaf hat Diana's Sinne umfangen. Da» Mädchen, welches schon zweimal im Zimmer gewesen, um nach ber H-rrin zn sehen, beugt sich sitzt kopfschüttelnd über die Schlummernde, deren Gesicht so blaß und mit eimw so Wthmüihigen ilu-nucke in den weihen Kissen liegt, "