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Imetgtn nixttnt entgegen: He ejqwMtfoe d. Blattei, sowie die Annoncen-Bitreaux von Th. Dietrich <fc 6o. in Jtaffd und Hannover; Th. Dietrich in Frankfurt a. M ; Haasenstein L Bögler in Frankfurt a. M., Berlin, Leipzig, Eölu.rc ; Rudolf Moffe tw Berlin, Frankfurt a. M. rc.'
Anzeigen nimmt entgegen: die «^Edition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureauk *on G L. Daube & Co. in Frankfurt a. M.-Iäger'sch« Buchhandlung in Frankfurt a. R.; Jnvalideudank, A- Siete- meyer in Berlin; Carl Schütz, ler in Hannover; C. Schlotte in Bremen.
° u Marburg, Sonntag, 12. März 1876.
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Die Räche dck schw e fye rifchen Bundesversammlung | Bälde an der Spitze einer Abtheilung der Armee, welche
„Herzliebcheu, trag’ ich Dich fort/
Eine fremde Welt nahm ste auf. Anfangs zerstreute
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• " Und erfreute ste das lustige, bewegte Gesellschaftstreiben,'war dir erste Sitte, welche er bet jungen Frau entschieden
Gibt uns fö» Glück das albern ivhe Leben!
Bald darauf war auch die Hochzeit; mit ihr kam der Abschied von der trauten Heimath und der treuen Hüterin ihrer Jugend. Der Winter fand Diana in der Provinzial Residenz, wo Kurt von Franken bei einem InfanterieRegi mente als Hauptmann diente.
Wunderbarer ewiger Streit zwischen dem wilden Lebensdrange, der in jedem von ferne lockend« Genüsse das Ziel 'feiner Sehnsucht erblickt und dem Gott im Hirn, welcher im Spiegel der Erinnerung an der Kette der Erfahrung abmahnend zeigt, Miß nur die Phantasie da« Unendliche erfasien kann und nichts ewig ist, als die schrankenlose Begier der Menschenbrust nach Glück, dem es heute diesen, morgen jenen Namm giebtl ;ii !
König AlfonS von Spanien ist auf einer Triumphreise durch die nördlichen Provinzen begriffen und wird in
Co war der Sommer gekommen und für Kurt das lang erwartete Commando nach der Feste Silberstein. Es
Unser Kaiser feierte gestern mit dem gesammten Königs hause den hundertjährigen Geburtstag seiner seligen Mutter, der Königin Luise, auch in sämmitich« preußischen Schulen fanden besondere Feierlichkeiten statt. — Die sortgesetzten EialS- berathungen des preußischen Abgeordnetenhauses wurden auch ia dieser Woche wieder durch einige erste Lesungen von wichtiger«; Regierungsvorlagen unterbrochen. Die Commission für die Bortage zur evangelischen Kitchenverfaffung hat sich eonstituirt, jedoch vie Borberathungen noch vertagt, um ihren Mitgliedern zum Studium veS RegierungSent- »UrfS und/Besprechung deffelb« in je ihren Fraktionen Zett zu gebe». ES hält sich die Hoffnung, daß eine Verständigung mit der Regierung schließlich gelingen werde. Unterdessen Halder königliche Gerichtshof für kirchliche Angelegenheiten über den Bischof Brinckmanu von Münster die Amtsentsetzung ausgesprochen. Nachdem in voriger Woche io der baierischen Abgeordnetenkammer die Interpellationen und Resolutionen gegen den vermutheten Plan eines Ankauf« der deutschen Eisenbahnen »der eines Theil« derselben durch das Reich begonnen hatten,- ist das Thema in dieser Woche ia den Abgeordnetenkammern zu Dresden und zu Karlsruhe fortgesetzt. Zn Karlsruhe antwortete - die Regierung auf die clerikale Interpellation damit, daß sie jede» Herantreten von Anträgen an sie und jede Ge neigthett zum Verkauf für-!jetzt verneinte, ohne für die Zu kunft sich zu biaoen, wa» der Sammer genügte. In Dresden aber nahm die Kammer mit 66 Stimmen gegen 7 eine Resolution an, weicht von der Regierung Opposition gegen jeden Erwerb von Eisenbahnen durch da» Reich verlangt, während eia reichSfreunottch - vermittelnder Zusatz - Antrag, daß die Regierung für daS baldige Zustaudebringen eine« Reichs-EiseudahugesetzeS zur Beseitigung beklagter Miß- stände deS Eisenbahnwesens Mitwirken wolle, durch 53 Stimmen gegen 15 abgelehnt narb. Diese« feindselige Votum wird die eiugeleiteten Bemühungen um eine Kräf tiguug deS Reich« Eijenbahnamte» schwerlich lähmen. -
In Wien wurde am 4. März die Wintersesston de« Reichsrathe« vertagt und e« ist sehr zweifelhaft, ob e« noch zu der ,für Juni geplanten „kurzen Session", in welcher der östmreichtsch»itavenische Handelsvertrag vorgelegt werden sollte, kommen wird. Es hat sich schließlich Alle« in Ge- müchlichkeit aufgelöst; die Regierung thai ihr Möglichste«, um die Deputtrten mit einem guten Eindrücke Heimzusenden.
ÜUL ein Weh durchzittert ihtt BrUst, eine nie empfundene TodeSsehnsucht, ein Sttebe» sich aufzulösen in die Stoße Weltseele, an die zu glauben sie Ursula gelehtt. Ein M schimmernder Thränenlropfen hängt au der langen Wimper, al« ste fröstelnd ihr Haupt auf da« Kiffe« legi ■#» leise flüstert, al« spräche sie ein Nachtgebet: Tod! — mit Deiner Grabesstille, Du,
„Rur Du kannst uns die beste Wollust geben, „Den Kampf der Leidenschaft, Lust ohne Ruh',
die Welt des vergänglichen Staubes. Du hast das Leben erkoren, das hausbackene, triviale Leben. Den Fluch der Eva wirst auch Du tragen müffen, arme« Elfenkind, daS für den kurzen LiebrStraum sein ewig junges Götterdasein aufgab — denn da« Alter und der Tod, sie haben nur Macht über diejenigen, welche im Banne der Sinne sich an die kurzen Erdenfreuden verzweifelnd klammern.
Wer der Welt entsagt, ehe der Taumelkelch der Lust an seinen Lstrpen geschäumt, dem allein naht der Tod al« ein Erlöser." - : '
Die Gäste schauten einander kopfschüttelnd und befrem- bet an, Diana aber warf sich schluchzend in die Arme Ursula'« fit bereu feuchtem, überktärlem Bltcke sich die ewige Sehnsucht des Geschaffenen nach dem Ende der Pilgerfahtt — unbeirrt von ben lockenden Gefilden, die sich neben dem steilen Pfade bereit« — spiegelte.
Am 1. trat« die ; siebenzehn Landtage CiSletthaniens zusammen. Xi! »1 ■ 'J.
sind am Montag zur Erledigung her, Geschäfte wieder ' zusammen getreten. - ‘ '> yy
König Bittor Emanuel hat am 6. d. Mi», die Kam mem in Person mit einer Thronrede eröffnet, welche das großartige Unternehm«, die bedeutenderen Eisenbahnen deS Lande« in den Besitz dtt Regierung zu bringen, die neu abzuschließenden Handelsverträge, die Fortschritte der Armee die Kaiserbesuche in Venedig und Mailand, sowie den Anschluß Italiens an die Bemühungen der Mächte zur Beruhigung deS Orients berührte. Zumal die Stellen, welche Über die Herstellung des financiellen Gleichgewichts sowie die Besuche der beicen Kaiser handeln, wurden mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Die Kammer hat dem altbewährten Biancheri, der auch von der Regierung unterstützt wurde, abermals mit großer Mehrheit den PrSst dentensitz überwiesen.
Frankreichs republikanische Verfaffung ist seit dem 8. März an» dem vorläufigen in den endgültigen Zustand eingetreten, und es steht zu hoffen, daß vie neuen Kammern Alles aufbitt« werden, um dem Lande endlich die Ruhe fester politischer Verhältniffe, deren es so sehr bedarf, zu Theil werden zu taffen. Am 8. März übergab als Prä sident de« ständigen AuSschuffeS der Herzog Audiffret- PaSguier deck Alterspräsidenten deS Senats die Vollmach ten der Nationalversammlung und sprach dabei den Wunsch aus, daß die neuen Kammern das Werk der Nationalversammlung hegen und pfleg« möchten, damit daS Land ben sehr nöthigen Frieden finde. Dufaure erklärte sich al« intetimistischer Biee-Prästdent deS CabinetS vom Marschall Mac Mahon zu der Versicherung ermächtigt, derselbe werde „mit GotteS Hülfe und unter Mitwirkung der Kammern den Gesetzen gemäße für de« Landes Ehre und Wohlfahrt regieren". Diese in einem so feierlichen Augenblicke ertheilte Versicherung ließ hoffen, daß auch die Verhandlungen über die Neubildung deS CabinetS zu einem heilsamen Ziele führen und ein neu« Cabintt würde, welches au« dem vollen Holze der Majoritäten in beiden Häusern geschnitzt und mit vorsichtigem, doch ehrlich liberalem Geiste die Ler- faffung zur Wahrheit werden läßt. ES handelte sich dabei weniger um die Personen, glö um die Sache selbst, näm. lich um daS richtige verantwortliche Ministerium unter dem unverantwortlichen Stantsoberhaupte, also um ein Cabinet, da« mit der Majorität regiert. Das „Journal Osficiel" brachte bereits am Donnerstag die Ernennungen deS neuen CabinetS.
Dem Kaiser von Rußland, der am,»2- März^sei« 22. Regierungsjahr angeltet«, hat ber neue dmische Dot fchafter, General v. Schw.initz (bisher in Wien), am 4. h seine Beglaubigung überreicht. " \
Die griechische KönigSsamilie ist durch eine Neugeborene Tochter vermehrt worden.
Die Pforte hat auf Anrath« der Mächte den Auf," ständischen vollständige Amnestie und den Geflüchteten Schutz" und Sicherheit zugesagt und zudem versprochen, das zum Wiederaufbau der zerstörten Häuser erforderliche Material,
Erscheint täglich «ußtt tmi Werktagen nach Som,- und Feiertagen. Preis für das Quartal mit der wöchentlichen Beilage „JlluftrirteS Sonntaasblatt" durch die örvedition lKach'iche Buch drucke,e») bezogen Sh Mark, durch die Postämter des Deutschen Reiches 2 Mark 50 Pfg. (er l. Bestellgebühr). — JnsertionSgedÜhrftir die gespaltene Heue 10 Pfa. ' -- 3ür in der Expedition zu ertheilende Auskunft und Annahme von Adressen werden 25 Pfg. berechnet. - ■> -
b0<fl(fnUr iU 613stch scheu und gAantzweiÜ dav«»
Diana hatte einen Blick, der in die Liese schaute und dort nach dem Wesen iftib Kern der Dinge zu sorscheu gewöhnt war; kein Wunder, daß.er bald und unbesriediat ' sich abwandte. ' G‘ ,
Doch sie versuchte auch treulich, den gut gemeint« Rath der Tante Ursula zu befolgen und sich mit den BerhLlt- niffen, in welchen sie' nun einmal lebte, und di« ste ja auch durch eigene HerzenSwahl erkor«, bekannt, und ver- traut zu machen.
Nur als die FrÜhlingSlüste zu -veh«^ hi« Schneeglöckchen und Veilchen zu sprießen begaMen Snd Kutt nach den ersten Wonnemonaten seiner jung« Ehe, wie er selbst sagte, „vernünftig zu werden" anfing und sich um b« Dienst oder, wie Diana mit leisem Spott bemerkt^ mehr uck Hufbeschlag Und Stallfütterung kümmerte, als"" um ste — ja da kam oft und immer öfter ein Sehnen und Bangen Über sie, und Tante Ursula hätte es verglichen mit dem Heimweh der Elfenrost, welche Vie Siebe zum irdischen Weibe gemacht und die doch, sich der süßen Spiele der Schwestern im Vollmondlichte auf dem Wiesenplatze erinnernd, leise klagend fragte: 1
„Ob sie noch mein flebenten?/^1/1® ‘77-S -’7
Und Ursula gedachte de« geliebten Kinde« mit sorgender Treue, und wenn sie ihre Seele erhob an den Lehren .de- göttlichen Plato oder au8 brr Weisheitsquelle des großen Frankfurter Philosophen tränt, wenn sie mit d« Dichter- genien aßet Zelten im ewig heileren Reich de« Schönen lebte, ßa schwellte doch ein Seufzer ihre Brust um Dianä . und sie fürchtete, daß da« Loos, welche- diejelbe in jäher Gefühlsaufwallung für sich gezogen, nicht harmonisch mit ihrem ureigenen Eharakier sich einen könne.
ihm den Sieg erfochten Hst, in seine Hauptstadt einziehen' Die Abgeordnetenkammer begrüßt ihn in ihrer Adresse aus die Thronrede schon als den Bey Pacificador, den Friedensfürsten; und wohl ihm unv seinem Lande, wenn er sein Recht auf diesen Namen niemals verliert. Der Auf- stastd ist rMsthett wie ein Wächffeüer, deffen Reiser der Sturm auSeinandergestgt tyrt., *
- , Dem e n glische n Unterhause sind die. erhöhten Voranschläge für Heer und Flotte vorgelegt und die'elfteren auch schon zu einem großen Theil im Ausschuss« des ganzen Hauses genehmigt worden. 'Der General-Zahlmeister Save ist von seiner ägyptischen Mission zurückgekehrt und hatte in Paris eine Conserenz mit RiverS Wilson, der zur Ordnung der ägyptischen Finanzen nach Kairo geht. Der Vorschlag des Khedive, einen Mitdireelor ober Commiffar für die zu gründende ägyptische Nationalbank zu ernennen, hat die englische Regierung abgelehnt,, um nicht in finan- cielle Geschähe verwickelt zu werden; doch ist e« nach den neuesten Erklärungen Di-raeli'S im Unterhause nicht nu- wahrscheinlich, daß ste geneigt sein würde, unter einer ihr mehr zufagenden Form einen unmittelbaren Einfluß auf die ägyptische Finauzverwaltung zu gewinnen, als sie durch die bloße Uebcrlassung eines Finanzbeamten besitzen wird.
Die niederländische Zweite Kammer hat den Gesetzentwurf betreffend die internationale Convention über die Besteuerung deS Zuckers mit 56 gegen 17 Stimmen abgelehnk. Die Regierung zog in Folge dessen ihren <3e*. setzentwurf über die Regelung der Zuckersteuer zurück.
Im dänischen Reichstage werden Gesetze gesponnen und wieder zerfasert ; zu Stande kommt keines. Die Mehrheit des Folkethings steht dem Landsthing und der Regie- rung so schroff gegenüber, daß an eine Vereinbarung über Irgend eine Vorlage gar nicht zu denken ist.
In Schweden nimmt die Gesetzgebung ein« ruhigen Verlauf. Der leitende Minister, Freiherr de Geer, weiß d r oppositionellen Bauernpartei durch sein maßvolles Wes«, jo zu imponiten, daß sie selber fi^ sehr zurückhaltend"^ nimmt. - ‘ 1 " ‘ ......'
Pslilische Wscheu-Nrberficht.
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;; Der Schlummer flieht heute das Lager des erregten Mädcheusr-— Lockende ^Bilder umgaukeln ihre Sinne, ei»e unendlich« Sehnsucht - nach einem namenlosen Glücke macht ihr Herz bi- zum Zerspringen schwell«. Äu« der Ferna tönt sauft gedämpft «tue Melodie — es ist Tante Ursula, die da spiet». Diana kennt da- Lied, das süße
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>ui ch!,a-„Anf Flüzotn M GesaNge«, ^.uv. irr
Dianas kleine Hand zieht hastig die schneeig« Mull voahüngo Vyu dem Lager weg! Sie springt auf und steht erröthend und erbleichend vor dem hoh«, golvgerahmten Spiegel, der ihr Bild zurückwirft.. u ■>„
- Die zarten Schultern urngted« die spitzenbesetzte Hülle de« Rachtgewande«, deö Mondes Strahl, der durch gebrochene Wolken zittert, beleuchtet im falb« Schimmer die bebende Gestalt Diana'S, welche wie eine von thauigen Wiesenmigau verirrte Elfe, In die Wohnung der Sterblichen durch Zauberkunst gebannt erscheint <*-" fich selbst so Nscheinl. ' ' -t.’ ’ i- 4r.r- .
Vier Wochen nach jentr Rächt war DiaUä v. Tegern die Verlobte Kurt'« von Franken — und die Tante gab, trüber Ahnung voll, ber kindlichen Braut ihren SegmS- „. _ , , „ , . . sprach mit b« fast Allen unverständlichen Worten: „Und
Sie schließt träumend und lächelnd die Augen — da kichert amn vergiß Deine lichte, sonnige Heimath mit ihren reinen «ine frische Stimme ihr. ströttisch in’« Ohrr „Auch Du dist GeisteSfteud« — Du gehst aus dem Reich der Ideale in schöa, auch Du kannst lieben «nb geliebt werd«, — wenn m “ " " —' -*■ - - - - -
Du nur willstl" . to ... . i..> s. . .t;a .