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XL Jahrgang

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dadurch i* ein neues Stadium getreten, daß die Ausschuß­referenten der Zweiten Kammer bezüglich der Zweckmäßigkeit der Ucbernahme verschiedener Ansicht sind. Die Majorität des ersten AuSschusies ist mit der Regierung der Ansicht, daß der Uebergang der Bahn an den Staat schon an und für sich und selbst ohne direkte finanzielle Vortheile im Interesse des Landes liege, weil die in erster Linie beim Betrieb einer Bahn zu beachtende Tendenz, die Förderung des Gemeinwohls, von einer Aktiengesellschaft nicht erwartet werden könne. .

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Donnerstag, 9. März 1876.

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"Sie fimd^filbst den Muth und:Hr Stoft, wt den fieg- "ichen AMa bet «eueren Zeit, dÄr Napoleon hinzutreten, u» von ihm mildere Bedingungen für Preußen zu erflehen. Der französische Kaiser zeigte'stich wie- ein Barbar, er war -egen fie wie gegen den besiegten König übekmüthig und raüh. Der Söhn der Revolution und. des Lagers verstand aicht die Größe des UngluckLund daß eh klein, sei, dem- silbie«- öhn^ Zartheit zn begegnen, 'tzrtffe erreichte nichts^ »btt auch bet stolze Eroberer erreichte nicht: Vie herrlichste Krau zu demüthigen. *r- 7 u

Preußen verlor die Häkste seiner Besitzungen und fast »erschwingliche Listen HLuste'Napoleon auf« besiegte ^vlk. Ebenso strahlend wie früher mild leuchtend tritt WW Luise hier entgegen. Sie wußte, daß Preußen über «le Lorbeern-Friedrichs des Großen eingeschlafen gewesen war, und ihr klarer Sin« erkannte, was zu ttzun Noth- "xudig sei. - So--trat sie für den Freiherrn Karl do« und i» Stein entfchlosien ein, und aller Patriotttz Augefl rich.

sich aus sie and fanden in' ihr das Ideal einer beul- v« Fürstin. So Schill und die Seinen.

Mit Ergebung ertrug ste da« Unglück und suchte in M wie ein wahrer Philosoph da« Glück. So schrieb sie '« ihre« Batet:Für unsere Kinder milg' es gut sein, 7-8 fie de« Leben» ernste Seiten schon in' ihrer Jugend ^»»tn lernen. Wären fie im Schooße de» UeberfluffeS der Bequemlichkeit groß geworden, so würden sie meinen, «üsie sch {ein. Dckß e» aber ander« kommen kanÜ,

der Vertagung spielen lasten. Al« Beweis, wie aufgeregt die Stimmung ist, sei erwähnt, daß die ernstesten Kreise die Eventualität eines Rücktrittes TiSza« und besten Ueber- nahme der Führerschaft der Opposition im ungarischen Reichstage di-kutiren. Gleichzeitig gesteht man nun offen zu, daß die Verhandlungen mit Italien sich zerschlagen haben,, was bekanntlich bisher immer in Abrede gestellt worden ist. Die erfolgte Kündigung de« österreichisch- ,italienischen Vertrage« soll, zurückgenommen werden, daß derselbe ein weiteres Jahr in Kraft bliebe. Man begreift daher auch, daß die Regierung Etet solchen Umständen von ihrer früheren Absicht, den Reichsrath im Juni zu einer kurzen Session einzuberufen, zurückgekommen ist. Es kann nunmehr, auch keine Rede davon sein, mit bem deutschen Reiche die geplanten Unterhandlungen behufs einer vorzeitigen Außerkraftsetzung de« gegenwärtig^ Han­delsverträge? einzuleiten. Besonders eigenthümlich erscheint es, daß man mit dem Gchändniß betreff» der ungünstig«, Aussichten gegenüber Ungarn gerade bi« nach dem erfolgten vollständigen Schluß des Parlaments gewartet hat. DerPester Lloyd*, bekanntlich, da« Organ de« Grafs« Andrasty, bespricht das Projekt betreffend die Erwerbung der deutschen Eisenbahnen durch das Reich , und nennt dieses Projektdie wichtigste und großartigste Frage, welche das neue heulsche Reich feit seiner Konstituirung zu erle­digen hattet. Da« leitende Blatt Ungarn« steht ferner in df« Erwerbungen der Bahnen durch da« Reichein wahrhaft gigantische« Problem, würdig seines Urheber»., gigantisch in finanzieller,.in politischer, aber auch in sozi­aler Hinsicht*, Schließlichspricht da» genannte Organ seine Verwunderung darüber «r«,Ichaß die deutsche Preste die soziale Seite der Frage trotz ihrer unermeßlichen Trag­weite bisher noch nicht ins Auge gefaßt Hot- -Awrerst könne der Einzelne und. am allerwenigste« der Laie ben S°nM Plan kaum fasten, und ebensowenig laste sich (eine immense Bedeutung* in einem oder in einigen Zeitungs­artikeln auöcinanderfttzen: g u. > d. ; m.; : .g

Part-, 6. März. Das Resultat der Stichwahl^ hat an der Lage der Dinge wenig geändert; die Deputir-i tenkammer zählt heute eine geschlossene Mehrheit von 353 Mitgliedern, während in der Minderheit die Bonapartisten die Hauptrolle spielen. Am schlechtesten bei dm Wahl«, »men die Orleauisten, weg, die gestern nur drei der Ihrigen durchbrachtm und in mehreren Wahlbezirken von ben Bona« partisten geschlagen wurden. Ihre Blätter sprechen hmte ganz offen die Hoffnung auS, daß da» Land, wenn eS de« republikqnischen Regiment« müde sei, sich dem Kaiserreich N die Arme werfen werde. Die übrigen Blätter bekennen ast alle, daß die Lage die nämliche geblieben fei. Bi« zur Stunde find die bekanntlich am Sonnabmd abge­brochenen Unterhandlungen mit Casimir Perier «och nicht wieder ausgenommen. Die Frage betreff« de» Admirals de Montaignar (b. h. die Besetzung der drei Portefeuille» des Kriegs, der Marine und des Amßern durch den Mar schall selbst) war jedoch «cht ch« einzige Schnfter^keft,

sehen sie an dem ernsten Angesichte ihres Bat«» und an der Wehmuth und den öfter« Thränen ihrer Mutter.* , j Ihre Augen wandten sich dabei der Zukunft zu, indem sie die Hoffnung der deutschen Partei stärkte und keine Ge- legmheit vskübergchm ließ, die Herzm aufzurichrm, mochte auch das ihre schwer belastet sein. Wohl hatte sie dazu Grunds denn Napoleon« Drvhuugm ließen da« Aeußerste befürchten. Die-Zurückkehrende-war von der Berliner Bürger, schäft mit Enthusiasmus bWxüßt »yden; aber die unge­trübte Heiterkeit lag deut bedrückten Herzen fern.

Luise sehnte sich nach den furchtbaren Schlägen, welche sie getroffen hatieü, Eiholung zu finden, und glaubte sie im Kreist ihre».Vater« anzutreffen. Eine rüh^ndi-kind- licht Freude bemächttgte sich ihrer, al« die Gewißheit der Reise nach Strrlitz feststand. - |

Sie sollte lebend nicht noch einmal stach Berlin rnrdck- kehrar. ' >', > ~ ,,,» -

In Fürstenberg wuLde sie von ihrem Vater, in Ktrelitz an der Schloßtreppe von chret Großmutter, welche sie einst in Darmstadt erzogen hatte, empfangen. Voller Freude sprang die Königin au« dem Wagen und umarmte die er­sehnte, geliebte Greisin. Da Königin Luise ganz den Ihren" lebest wollte, so fanden keine Hoffeste statt. Rur einmal zeigte sie fitz im königlichen Schmucke, aber ohne Brillanten

München, 7. März. Nachdem die Abgeordneten- Kammer die Punkte der heutigen Tagesordnung durch ein­stimmige Annahme erledigt hatte, ergriff der Minister v. Lutz das Wort zur Entgegnung auf die vom Abgeordneten Frcytag in der Sitzung vom 3. d. M. erhobene Beschuldi­gung in Bezug auf die Affaire Senestrey. Er erklärte: Wäre die Erhebung der Thatsachen in der Angelegenheit des Bischofs von Regensburg wirklich so ausgefallen, wie der Abgeordnete Freitag ausgesprochen, so hätte ich keinen Augenblick Anstand genommen, zu erklären, daß dem Bi­schof Unrecht geschehen sei; so aber, wie die Dinge jetzt liegen, ist .eine solche Erklärung billiger Weise nicht von mir zu verlangen. Der Minister geht hierauf auf den Verlauf b#r, ganzen Angelegenheit zurück unh führt au«, daß der bezügliche Erlaß, wenn auch vielleicht nicht den Worten, so. doch dem Sinne nach thatsächlich ergangen, und zwar mit Beziehung auf die Landtagswahlen. Keiner von den betreffenden Geistlichen habe darüber im Unklaren ein können. Schließlich erklärt der Minister, der jetzige Erzbischof von Bamberg sei nicht derjenige gewesen, welcher ihm die erste Nachricht von dem Erlaß hinterbracht habe. Hieraus erbat sich der Abgeordnete Jörg da« Wort zur Geschäfts-Ordnung, welche« ihm vom Präsidenten unter Hinweis darauf, daß Jörg nur jur Geschäfts Ordnung reden dürft, ertheilt wurde. Letzterer äußerte sich nun dahin: seine Partei könne sich bei der heute vernommenen Erklärung des Minister« nicht beruhigen und würde die erste durch die Geschäfts-Ordnung gestattete Gel^enheit ergreifen, um dann ihrerseits eine vollwichtige Erklärung abzugeben. Jörg schloß mit ben Worten: die gegen Se- nestrey erhobene Anschuldigung qualificire sich als Per- läumdung. (Große Aufregung.^ Die nächste Sitzung findet am Sonnabend, statt. ,u < 3 L,

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Löte», 4. März. Die sensationelle Nachricht, daß! die Unterhandlungen mit Ungarn bis nach Ostern vertagt werden sollen, zeigt wohl zur Genüge, wie wenig die offi­ziösen Angaben, nach welchen ein günstiger Ausgleich zu erwarten gewesen wäre, den Thatsachen entsprochen haben Die Schwierigkeiten sind vielmehr größer, denn je, so daß man sich scheut, eine definitive Entscheidung herbeizusühren, weil da ein offener Bruch erfolgen könnte, was sowohl nach Oben wie nach Unten einen bösen Eindruck machen müßte. Deshalb will man abermals das Auskunftstrnfttel

Sie schaut wie eine schöne Heilige auS, die das Jen« seit« ersehnt, nachdem sie des Lebens Qualen erduldet hat * sagte ein Augenzeuge:Die mangelnden Diamanten sind "« ihr größter Schipuck; sie gab dieselben für ihr Land dahin*, Ihre Aeußerungen damals zeigen, daß die Leiden ihr

i Leben wohl verkürzen, ober ihren wahrhaft königlichen Geist nicht Unterdrücken konnten. . RtvJ. 391 »i

- £ 28. Juni 1810 traf Friedrich Wilhelm.W. «ben-

. falls in Strelitz ein, und mit der Zärtlichkeit einer Brant empfing Luise den geliebten GMtM.^Mochi-4w-demselben 5tflße fuhr man nach Hohenzieritz, iinff Q. fr -j d n j

1 L yuf dem Wege dorthin befiel BrustbrklrmOuttg «e^ - Königin und Dieselbe wiederholte sich in d« Nacht, so daß Arzt Hieroniwy,i«n i Aderlaß verordnete, der ihr am Tag« Erleichterung verschaffte, und ihr Gemahl die Rück-- reift nach Berlin antreten zu, tonnen-glaubte, wohin ibn wichtige Geschäfte riefe».- 4 7 j n -d. Z

Gleich darauf verschlimmette sich »et Zustand der Kranken. Ein heftiger Husten nebst gieberanfälft« stellte« Efich ein. Auf die Nachricht davon 'sandte Friedrich WilheÜt» dm berühmten Heim; er selbst lag ebenfalls krank in Charlottenburg.' Heim glatte bei seiner Ankunft Lniftr» Krankheft gehoben, doch.täufchke er fich. 1 -L;;

Am Montag, den 16. Juli, des Morgens gegen HPhr trgt plötzlich u»b ttn«r»ertet ein heftiger BrustKrampft^in welcher bis Mittag anhiell, fo d»ß fie ihr Ende gekommen zu jein glaubte. Da gab HIeronymi die Hoffnung auf nnb erklärte dem Vater, daß seine königliche Tochter an einem tzrgarrischen Fehler be» Herzen« litte, der fie- halb ' töbten werde, - ir.it . ,r< j,i

Jetzt flogen Comiere nach Berlin. Der König, welcher selbst noch krank war, sandte Heim, Wiebel, Görke'uNd ' Schmidt, die letzteren drei die größten Chirurgen Berlin», er selbst mit de» beiden älteste» Söhnen traf am 19. Juli ein, während sie schlief. Um 4 Uhr Morgen« erwachte

c. Buchdrucker ei) bezogen Mark, durch die Postäi ,nn :s., .1 t, Ti. > Für in der Exprd

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" ** Berlin, 7. März. Der Abgeordnete Wehren- pferlnig hat in der Budget-Commission des Abgeordneten- Halises folgende bemerkenswerthe Anträge gestellt: Das HtiuS der" Abgeordneten wolle beschließen: Die Staats­regierung aufzufordern:, 1) Die Bau-Akademie durch Er­weiterung bis Lehrplanes ititb mtsprechende Heranziehung von Lehrkräften zu einer wirklichen technischen Hochschule zu entwickeln. 2) Da der in dem gegenwärtigen Gebäude btr Bau s Akademie' zu beschaffende Raum für eine solch Hochschule unzweifelhaft unzureichend ist und auch das au dem Terrain der Werder'fchen Mühlen projectirte Filial- gebäude keine genügende und zweckentsprechende Ergänzung vielen kann, n. den Neubau auf dem Terrain der Wer- der'schen Mühlen einzustellen;' b. dem gegenwärtigen tu Betreff der Unterrichtsräume in der Bau-Akademie herrschen- ben Nochstande durch miethweise Beschaffung anderweitiger Räumlichkeiten mit möglichster Beschleunigung abzuhelfen; e. dem Landtage in der nächsten Session Vorschläge zum Neubau einer technischen Hochschule an geeignete Stelle zu thaften. 3) Dabei die Frage einer sachverständigen Prü­fung zu unterziehen, ob bei bet inneren Verbindung der verschiedenen Zweige des höheren technischen Studiums es sich nicht empfiehlt, nach dem Beispiele aller übrigen deutschen Staaten dje Bau - Akckdemie mH der Gewerbe - Akademie (eventuell auch mit der Berg-Akadeinie) zu einer einzigen, wenn auch in besonderen Adtheilungen gegliederten tech­nischen Hochschule zu vereinigen. 4) Bis diese Prüfung erfolgt ist, 'au6 beir bisher zu dem Bau der Gewerbe-Aka­demie beibilligsen ersten Rate keine weitere Verwendung zu machen. 5) Die Vorbedingungen für die Aufnahme von Etudirenden kn die technischen Hochschulen des Staates (Gewerbe Akademie, Polytechnicum in Hannover und Aachen) Überall gleichmißiß nach den heute bereits bei' der Bau- Akademie geltenben Anforderungen zu gestalten. '6) Im Handelsministerium eine besondere Abtheilung für technisches UrtterrichtSwesen zu errichten, welcher die einheitliche Leitung sämmtticher zu dem Reffort gehörigen technischen Lehranstal­ten 'übertragen wird. 7) Im Uebrigen a. die Titel im Etttt, und zwar: Einnahmetitel 5, 8, 9, dauernde AuS« gaben Cap. 66 Tit. 2, Cap. 67 Tit. 15, Cop. 70 Tit. 1, 2, S, 11, 11a. zu bewilligen, dagegen b. einmalige und aüßerorbenttiche Ausgaben Tit. 41 und 52 abzulehnen. Der Abgeordnete Windthorst-Bieieftld wird, wie dieMagd. Ztg.' rntttheilt, Namens der Fortschrittspartei das Gefänz- mßreglement des Justizmimster« im Plenum des Abgeord- nttenhauftS zur Sprache bringen und Amendirungen de«- ftlben beantragen. Wie hiesige Blätter mitiheiten, be­gehrte Herr Dr. Rudolf Meyer am Sonnabend al« Car tellträger ddS Herrn Niendorf, des Chefredacteurs der »Deutschen LandeSzeitung* bei bem Abgeordneten Eugen Richter Einküß; Letzterer nahm ihn jedoch nicht an.

"DairMfiaHl, 6. März. Die Frage über die Uebet- nahme der Obethejsischen Eisenbahnen durch den Staat ist ---------------- i :: -

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die Expedition d. Blatte»,' / : J Jhtihl Jl < 1n iif k'olll :no i>dc .'!» « Anzeigen nimmt entgegen:

sowie die Annoncen-Bureauk -J*"*< I I ,RU it»JW nir !!,--! die EwrdMo« d. Blatte»,

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