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gnieigen nimmt entgegen: die GiPedition d. Blatte«, sowie die Annoncen-Bureanx von Th. Dietrich & Co. in Kassel und Hannover; Th. Dietrich in Frankfutt a- M-; Haasenstein L Segler in Arankfurt a. M, Berlm, Leip« .ig, «In ic; Rudolf Messe in Berlin, geentfnrt a. M. ic.
31tar6ucg, Donnerstag, 24. Februar 1876.
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OImhcMc Jrilung.
XL ZahkMI.
Anzeigen nimmt entgegen: die e^wbttton d. Blatte«, sewie bte Anneucen-Bureaux ven G L- Daube & So. in Frankfutt a. M.: Iüger'sche Buchhandlung in Frankfutt a. M.; Jnvalidendank, A. Stete» meyer in Berlin; Earl Schußler in Hannover; 6. Schlotte in Bremen.
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r "Der „ÄejchS-Anzeiger" ist in den Stand gesetzt, die Behauptung de« „Düsseldorfer Anzeiger«", daß da« Handelsministerium mit österreichischen Fabriken für Eisenbahnbedarf wegen Lieferung von 60 Lokomotiven für die Staatsbahnen in Unterhandlung stehe, als völlig unzutreffend und jeder Begründung entbehrend zu bezeichnen. Das Blatt gibt Detail« über die wenig erhebliche Betheiligung des Auslände« an den Lieferungen von Betriebsmaterial für die preußischen Bahnen in früheren Jahren und fügt hinzu, voraussichtlich werde noch im Laufe dieses Jahres mit der Bestellung von Betriebsmitteln für die im Bau befindlichen StaatSbahn-Strecken vorgegangen werden; auch beabsichtige die Verwaltung der Oberschlesischen Eisenbahn alsbald den Verding von 50 Lokomotiven auSzuschreiben.
Die „Post" bezeichnet die Meldung einer hiesigen Korrespondenz, wonach hervorragende Industrielle in einer Audienz bei dem Handelsminister unter Darlegung ihrer bedrängten Lage um Unterstützung durch neue Aufträge gebeten hätten, ihrem ganzen Inhalte nach als erfunden. Deßhalb entbehre auch, was der Handelsminister angeblich nwidett oder in Aussicht gestellt haben solle, jeder that- sächlichen Begründung.
Au« Pari« wird telegraphirt: Bekannte Wahlresultate 528 (?) und zwar: 28 Konservative, 20 Konservativ- Konstitutionelle, 75 konservative Republikaner, 25 Legitimisten, 62 Lonaparlisten, 17 Radikale, 198 Republikaner, 108 (?) engere Wahlen. — Bei der Wahl in Ajaccio hat Rouher 5653 und Prinz Napoleon 4498 Stimmen er halten; rS muß eine engere Wahl zwischen Beiden statt- finden.
Es bestätigt sich nunmehr, daß die Pforte die fünf Reformpunkte der Andraffy'schrn Note erst angenommen hatte, nachdem ihr die Mächte die formelle Zusicherung ertheilt, daß sie ihren ganzen moralischen Einfluß für Herstellung de« Friedens auswenden wollten. Allerdings hat e« nach der vorläufigen Annahme vom 1. Februar an Zuckungen und Rückfällen in Konstantinopel nicht gefehlt. Wie sich aber nach glaubwürdigen Nachrichten herausstellt, war der Widerstand nicht vom Sultan ausgegangen, der vielmehr auf da« jetzt vorliegende Resultat vorwiegend eingewirkt habe. Einflußreiche Minister in Konstantinopel sollen esn doppeltes Spiel versucht haben, und wäre es nach ihren Wünschen gegangen, so wäre die Annahme der Reformate rückgängig gemacht worden oder wirkungslos geblieben. Die Mächte haben ohne Zweifel davon Kennt- niß gehaht, aber doch sämmtlich, Orsterreich mit ausgeschlossen , darauf hingewirkt, daß Mahmud Pascha selbst dir Ausführung der Reformen bewirke. Mahmud hat bekanntlich intime Beziehungen zur alttürkischen Partei und
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ut Der Apselksntg.
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(Fortsetzung.)
lio Für die Kleinen war eS bald Zeit an's Zubettgehen zu denken; Fritz ging auch hinauf zu den Brüdern und nach wenigen Stunden lagerte sriedlicheS Schweigen über dem vorher mit Geräusch erfüllten Tummelplatz der Jugend. Eine dämmernde, milde Sommernacht umhüllte Felder und Wiesen, Hau« und Garten und verbreitete Kühlung mit dem lieblichen Schein deS MondeS, der beschaulich am Himmel lustwandelte, und jedem, der noch wachend zu ihm aussah, freundlich in die Augen und in die Seele blickte. Auch in das geräumige Gemach sah er hinein, wo die drei Knaben sammt dem Lehrer den Schlaf der Gesundheit schliefen. Nur Fritz stöhnte, warf sich unruhig hin und her und sprach unzusammenhäogende Worte im Traum — und er mußte wohl träumen. — Nein, es war doch zu komisch, diese kleine, gnomenhafte Gestalt, die in der Ecke stand und ihm immerfott zunickte! ES war ein Männlein, keine zwei Fuß hoch, in einen abstechenden Mantel gehüllt, der fast auSsah, wie Laub vom Winde bewegt. Ganz braune Hände hatte eö mit langen Spinnenfingern; aber sein Kops war das Wunderlichste. Der sah aus wie ein von der Sonne schön roth und gelb gefärbter Apfel, wo rau« winzige, blanke Aeuglein, wie zwei schwarze Kerne hervor blickten, und obenauf trug er eine kleine, zierliche Goldkrone. Fritz konnte das Alles sehr deutlich sehen, denn der Kleine war nach und nach bi« vor sein Bett gekommen und der Mond schien klar genug. Er fürchtete sich auch gar nicht; er wußte, daß dies der Apfelkönig sei, und hatte ihn schon früher im Zwielicht zwischen den Blättern der Obstbäume hervorgucken sehen und den Ge chwistmt davon erzählt. Die aber hatten ihn fürchterlich
kann deren Opposition bester beschwichtigen als irgend ein Nachfolger, der später bester? Zustände schon vorfinden würde. So war denn Mahmud'« Erhaltung «in auf allen Seiten au« diesem besonderen Grunde gehegter Wunsch, ohne daß man deßwegen dem Großvezir ein sehr langes ministerielle« Dasein versprechen möchte. Doch mag das eine Zukunftsfrage sein. Für die nächste Zeit hat die Wiederherstellung des Frieden« in jenen Gegenden jedenfalls an Aussichten gewonnen.
Deutsches Keich.
Berlin, 22. Febr. Eine Versammlung der Steuer- und WirthschaftSreformer, welch« heut« Vormittag 10 Uhr in dem großen Saale des Sachse'schen VereinShause« zusammentrat, war sehr zahlreich besucht. ES mochten etwa 300 Personen anwesend fein. Graf v. d. Schulenburg- Beetzendorf begrüßte die Bersammlung mit kurzen Worten und schloß sodann mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser, in welche« die Anwesenden begeistert einstimmten. Die Versammlung schritt sodann sosott zu ihrer Constitui» rung und wurde auf Antrag Riendorff'S Graf Udo zu Stolberg-Wernigerode zum Vorsitzenden, Graf v. d. Schulenburg-Beetzendorf zum ersten und Frhr. v. Thüngen zum zweiten Viceprästdenten gewählt. Zu Schriftführern wur den die Herren Niendorff, Dr. Frege, v. Unruh, Schirmer (Reuhaus), Lehmann (Radomitz) und v. Monteton ernannt. Nachdem noch der Verdienste de« verstorbenen Herrn von Wedemeyer gedacht worden und die Versammlung durch Erheben von den Plätzen das Andenken destelben geehrt, tritt dieselbe bann sofort in die Bcrathung de« Programm« resp. Status. § 1, welcher Berlin als den Vorort der „Vereinigung der Steuer- und Wirthschastsreformer" bezeichnet, jedoch auch eine Veränderung des Vorortes zuläßt, wird angenommen. Der § 2 wird auf Antrag des Hrn. Elsner v. Gronow folgendermaßen gefaßt: „Die Bereinigung hat den Zweck, die Ideen einer gemeinnützigen, auf sittlich-religiösen Grundlagen beruhenden Volkswirthschast im Volke zu verbreiten und sie in der Gesetzgebung zur Geltung zu bringen. DaS beiliegende Programm bildet vorläufig die Verfiichtung für alle Mitglieder." Die« Programm gelangt nunmehr zur Berathung. Punkt 1 wird in folgender Fassung angenommen: „ES ist auf eine gleichmäßige Vertheilung aller Steuern hinzuwirken, damit der bis jetzt überbürdete Grundbesitz und die redliche Arbeit in alle» Berufszweigen entlastet werden." Punkt 2 wird in folgender Fassung vorgeschlagen: „2. Beim Grundbesitz, welcher Grund- und Gebäudesteuer und überdies noch Klassen- und Einkommensteuer bezahlt, ist die Doppelbesteuerung zu beseitigen. Die Besteuerung de« Arbeitseinkommens ist von derjenigen des Renteneinkommens zu trennen und letzteres zu einem entsprechend höheren Procentsatz gegen das erstere
auSgelacht und oft damit geneckt und nun war es doch wirklich so und er war leibhaftig erschienen und winkte ihm, daß er mitkommen möchte. Fritz wollte anfangs nicht; denn was würde Herr Werner dazu sagen, der solche nächtliche Wanderungen nicht leiden mochte und vorsichtshalber zwei Stühle mit hohen Lehnen vor'S Bett gestellt hatte, ober das Männlein that so eifrig und jocht mit den Händen so gewaltig, daß Fritz sich zuletzt entschloß und sich aufrichtete, ihm zu folgen. .Wie der Wind setzte er über die Stühle hinweg, geräuschlos und mit weit offenen Augen, und bald hatten sie die Stube hinter sich. Als sie auf dem Flur waren, sah das Männlein sich um, nickte und grinste vergnüglich, wobei er fein Gesicht in tausend Falten zog und auSsah, wie ein recht verschrumpfter, alter Reinetteapsel. Sie gingen die Treppen hinauf, oder vielmehr sie stiegen auf dem Geländer in die Höhe und Ftttz, der sonst sehr schwindlich war, sand das ganz in der Ordnung. Hoch hinauf giug's, immer höher bis zum Boden, wo die Obstkammer war. Die war außen verfchloffen; aber e« ließ sich ganz gut von oben da hinein schauen, wenn man so, wie di« Beiden ans den Sparren und Balken unter dem Dache spazierte. Da« Männlein ließ sich hinunter, Fritz folgte. Ach, du mein Himmel, wie wunder hübsch war eS hier! Alle Wände mit Silberstoff bekleide!, flimmernde, bis auf den Boden herabsallende Vorhänge, der Estrich wie mit Diamanten bestreut, im Hintergründe unter einem Baldachin ein Thron. An der Stelle stand sonst ein umgestürzteS Scheffelmaß und rings umher waren Säcke und Körbe voll Obst; denn man hatte dieser Tage fleißig Birnen und Frühäpfel gepflückt und auch jener alte Apfelbaum, der schöne karmlnrvthe Franzäpsel trug, hatte reichlich beigesteuert.
Die Säcke und Körbe waren nun auch da; aber sie glänzten so schön und sahen gar nicht au« wir gemeine«
zur Steuer heranzuziehen. Dabei sind gesetzliche Maßnahmen zu treffen, welche , den herrschenden Steuerumgehungen des Geldkapitals einen wirksamen Riegel vorschieben." Hierzu liegen Anträge vor. Baron v. Thüngen empfiehlt Vie Annahme des folgenden Antrages: „1. Es ist auf eine gleichmäßige Vertheilung aller Steuern hinzuwirken, damit der bis jetzt überbürdete Grundbesitz und die redliche Arbeit in allen Berufszweigen entlastet werden. 2,s.ßu diesem Behuf« ist eine gründliche Steuerreform in der Richtung der allgemeinen Einkommensteuer unter Beseitigung aller übrigen direkten Steuern zu erstreben. Das sunditte Einkommen ist entsprechend höher zu besteuern, als da« nicht funbirte ober Arbeitseinkommen. Gegen die Steuerumgehungen de« Geldkapitals sind genügende Kautelen zu schaffen. 3. Die Stempel und Taxen bei Besitzveränderungen von Immobilien und Hypothekenbestellungen sind zu beseitigen." StadtgerichtSrath WillmannS befürwortet, folgenden in der gestrigen Vorversammlung beschlossenen Antrag als Alinea 1 dieser Position zu setzen: „Die Doppelbesteuerung, welch« in der Grund- und Gebäudesteuer liegt, ist zu beseitigen." Bei der Debatte vertheidigt Frhr. von Thüngen seinen Antrag, der den Zweck verfolge, sowohl für Nord« als auch für Süddeutschland «ine gleichmäßige Besteuerung zu erzielen. Herr WillmannS befürwortet feinen Antrag, der eine allgemeine Regelung der Steuerverhält- niste im Auge habe. Auch die folgenden Redner, die Herren Niendorff, ElSner v. Gronow, Lehmann und b. TreSkow- Grochvlln, erklären sich für den WillmannS'fthen Antrag. Bei der Abstimmung wird der Antrag des Hrn. v. Thüngen abgelehnt, und nur die Bestimmung destelben:. „Gegen die Steuerumgebungen deS Geldkapitals sind Sicherheitsmaßregeln zu schaffen" wird von der Versammlung angenommen und dieser PastuS an Stelle deS betreffenden Paffus der Vorlage eingesügt; mit großer Majorität wird dagegen der Antrag WillmannS angenommen.
Darmstadt, 20. Febr. Der Finanz ■ Ausschuß der ersten ordenttichen Lande» - Synode hielt gestern zwei Sitzungen ab. Gegenstand der Berathung bildete der vorn Ober Konsistorium vorgelegte Entwurf eines Budgets bet evangelischen Kirche des Landes für 1876. Nach bet .„Darmft Ztg." wirb der Präsident befl Ausschüsse«, Abg. Wernher (Nierstein), die Berichterstattung über diesen Gegenstand selbst übernehmen. Ein Zusammentritt der Synode steht bevor, sobald der desfallstge Bericht im Druck erschienen fein wird.
München, 22. Febr. In der morgigen Sitzung der Abgeordnetenkammer wird der Abgeordnete Freitag im Namen der Klerikalen die Regierung wegen ihrer Stellung zu der Reichseisenbahnfrage interpelliren und die Frage stellen, ob die Staatsregierung unter irgend welchen Umständen die Staatöeiscnbahnen an das Reich abtreten würde.
Geräth. Sie bildeten einen weiten Halbkreis um den Thron und vor jeder Sorte — man denke sich FritzchenS Erstau» nenl — stand eine kleine Gestalt, ungefähr wie fein Führer, vor dem sich alle ehrfurchtsvoll bis zum Boden neigten. Dieser, nachdem er den Thron bestiegen und eine Weile schweigend um sich geblickt hatte, begann mit einer etwa» sonderbar klingenden Stimme folgendermaßen: > .■
„Versammelte Edle und Getreue I Wir haben Euch diech mal berufen, um Euer Gutachten Über gegenwärtige» junge» Menschenkind zu vernehmen, welches sich einige Ansprüche auf unsere wohlwollende. Gnade erworben hat, indem eS durch seine Fürbitte den Baum, welchen wir für die Dauer unsere« Hiersein« zürn Sommerfig erwählt hatten, vorn Untergange errettete, und nicht allein Das ist, waS die andern Sterblichen ein Blumennärrchen neunen, sondern auch — so viel in seinen schwachen Kräften steht — durch Säen von Kernen und Pflanzen junger Bäumchen wirkliche Verdienste um die Ausbreitung unseres Reiches hat. Sprecht denn, was Ihr zu seinen Gunsten wiffet, damit sich entscheide, ob wir ihm die zugedachte Auszeichnung gewähren werden."
Aus diese Ansprache erhob sich ein taute« Gemurmel umher und Fritz ward ordentlich beschämt, e*a er von allen Seiten so viel Lob über sich vernahm. Der eine hob hervor: wie er von zarten Bäumchen mühsam die Raupen abgelesen, wie et die Meisen und kleinen Vögel, die der Pflanzenwelt so nützlich find, auf alle Weise beschütze und ihnen im Winter Futter streue; der andere: wie et schwache Stämmchen anbinde und immer hinter dem Gärtner her sei, um ihm alle Kunstgriffe der Obstbaumpstege abzusehen — und so ging eS noch eine Weile fort; Fritz war saft gerührt über solche Anerkennung. Der König besah! ihm jetzt näher zu treten und die rechte Hand herzureichen, in deren Fläche er dann mit dem au-gerissenen Stengel einer