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Frau Änvrecht je tn Händen Mhgbtl Nein, die Sähe war zu toll, und der Tbgiftrat mtifite wirklich den Kop° der loren haben. ' m. ..... ,r .

Vergeben- Wie ihr HanNa vor, daß der Zimmer- meister dis sitzt auch ein unbescholtener Mann gewesen sei,

NamenKteiS Hcrzozthum Lauenburg" führe« soll, der Provinzialverwaltung Schleswig - Holsteins oNgeschkoffen werden.

Dem Grafest Arnim Ist das Urtheil des Berliner Ge­richtshofes bereits insinuirt Wörden. Dem Vernehmen nach ist demselben eine gerichtliche Mittheilung dcS Inhalts bei gefügt, daß ein früher vom Grafen Arnim über seinen Gesundheitszustattd beigebrachtes ärztliches Zeugniß jetzt nicht mehr als maßgebend anzusehen sei.

DaS preußische Abgeordnetenhaus wird seine' Sitzungen am 14. d. M. wieder aufnehmen." Die Mitglieder der verschiedenen Gruppm zur Vorbkrathung des Etats sind in die BüreauS d s Hauses aus den 10 Februar einberufen.

Die Wiener Presie meldet: Die betttsche Regierung hat die von Oesterreich-Ungarn für das Frühjahr" 1876 vorgeschlagene Revision des zwischen beiden Reichen be stehenden Handels-Vertrages acceptirt, jedoch erklärt, daß sie in die proponirte Abkürzung der Dauer des VertrqgeS auf ein Jahr nicht willigen könne, bevor ein neuer Han deiSvertrag abgefchlosien sei. , '

Die Ueberzeugung, daß die orientalische Frage diesmal friedlich gelöst wird und es zu feinem Zusammenstoß kom­men wird, gewinnt immer mehr die Ueberhand. Nachdem die Pforte daS Reformprojekt angenommen ist feip Zweifel mehr darüber, daß auch ein Weg gefunden wird, um die Insurgenten zur Ruhe zu bringen. Legen sie aus die Er­mahnungen der Großmächte die Waffen nicht nieder, so dürfte von Seiten derselben intervenirt und alsdann eine provisorische Regierung eingesetzt werden, um die Reformen, welche in der Role vorgeschlagen und von der Pjorie auch wirklich angenommen sind, auch wirklich durchzusüh en

Die spanische Regierung steht mit großen Hffmngen den neuen Cortes entgegen. Nicht nur, daß sie auf eine größere Majorität sich stützen kann, sondern sie begegnet auch allenthalben dem von ihr selbst gehegten Wunsch, dir Cortes möchten nicht allzuviel kostbare Zeil mit DersasiungS- arbeiten verlieren, sondern chre Haupnhätigkeit der Ord nung des Budgets und der Verwaltung zuwenden. Auch die Religionsfrage dürfte schnell erledigt werden und zwar nicht im Sinne der Bischöfe.

,gen nimmt entgegen: nwMti»* d. Blatte«,

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Wie», 8 F br. Daß die Pfortk b'it Forderungen der Großmächte so rasch angenommen hat, hat hier üb» rascht. Unter den gegenwärtigen Verhältnisse» blieb ihr freilich kein anderer Ausweg offen, als die Friedens- und Lebensbedingungen, welche der österreichische Minister im Namen des Drei-KaiserbundeS fotmulirt hatte, anzunehmen. Finanziell bankerott, d. h. völlig mittel- und credUlos, mtli-

Frankftwt a. M.: Jäger'sche Buchhandlung in Frankfurt a. M.; Jnvalidendauk, Ä. Rete- meyer in Berlin; Carl Schüß- ler in Hannover; E. Schlotte in Bremen.

Ja wohl, unbekannt," murmelte die..Wstwtz, crbittetf, und wird auch wohl immer unbekannt blechenI Einen Mann anzukragen, welcher zu den besten der Stadt gehört, ist eine gewaltige Sache und möchte den H-rren vom Ge­richt noch übel bekomm nl An alledem ist übrigen« Nie- mrnv wie der blaue Retter Schuld, der eS recht bequem gefunden hat, die Sache von sich, ab auf emen Anderen zu wälzen I*

Hanna wollte aufbrausen, allein sie besann sich, daß gegen einen solchen Mangel an Logik nur Thitsachen be­weisen könnten, und begnügte sich mit der einfachen Wider, legung, daß nicht Reola« Dazun, sondern Hechting und vor Allen Hann» selbst dem Schreiber de» Briefe« auf die Spur gekommen wären. Dann floh da« Mädchen in deü Garten, um fern von dem mürrischen Brummen der alte» Frau den schwärmerischen Phantasieettd^er Liebe, welche ihr noch eine glückliche Zukunft Pit dem blauen Reiter ver­kündete, nachzuhängen. ' " -

LecberS hatte sich bei seiner Verhaftung zwar überrascht, aber durchaus nicht ängstlich und bestürzt benommen. Er war rin schöner Mann mit einem offenen, freien Blicke, denn die Physiognomie ist nicht stet« das Abbild der Seele, und fcmit wurde eS ihm sehr leicht, den Ver­kannten zu spielen. Eine gewiffe Würde der Eischeinung, die ihm nicht abzusprechen war, verblüffte selbst die R chter. Besonder« als er mit feinem Lächeln zagte, er habe sth stets auf etwa« Unerwartete« gefaßt gemacht, der blaue Reiter fei fein Feind und Nebenbuhler uns habe ihm mehr al« einmal Rache geschworen. Von einem finzirt n Briefe Rühler« wiffe er nicht das Geringste, Hechting kenne « g«r nicht, denn er komme so weistg «ach Bergen, daß ihm hleses es« ganz fremder Ott sei. . .

fewit di« Annoncen-Bureaux - b Mn Th. Dietrich & So- in staffel und Hannover; Th. Dietrich in Frankfurt a. M.; Haasenstein & Vogler in - ffchaakfnrt a. M-, Berti», Lrip-i..- ug, Söln it; Rudolf Moste tn Berlin, Frankfurt a. M. if.

Nicola« Dazu« sprang erregt auf.ES ist richtig/ sagte er,ich hatte darauf vergeffm, btr Kornhänsler von Rotterdam begegnete uns, und wechselte einige Worte mit Havin, daraus schüttelten sic sich die Hände. Wie kin.' «der der reiche Bäcker dazu, einen Diebstahl anSzuüben, and wie käme e«, daß der Zimmermann, welcher vor Ge richt mehr auSsagtes als nöthigwar, dm Htllin nicht gleich «iS Mitschuldigen aNgab?" 3

DaS wird sich noch auffllrm," sagteHanna energisch, o^enn Hechting mnß mit mir zur Stadt, um seine Angabe V» machen, denn der Bäcker ist der eigentliche Angeber. Ich wollte tt Dir zuerst nicht sagen, weil ich Deinen Jäh -om befürchtete, jetzt mutzt Du aber wiffen, datz gerade « war, welcher gegen das Gericht und die Mitbürger den Glauben an Deine Schuld auSsprach. Anfänglich hielt ich es für eine Verabredung, welche er mit Leeder« getroffen ^»Ne, um Dich i' der Meinung der Pfl zemutier und der Mitbürger zu stürzen, jetzt aber scheint e« mir, daß die ^ache noch äne tiefere Bcwandtniß hatl" J "^kdatz ferner nicht von einem Diebstahl, sondern von einem

Freilich «ar der Bürgermeister und da« Gericht nichts noch unbekanntm Falle bei dem Wollen weder die Rede sein *«i| erstaunt, eil Hanne mit ihrem Schützlinz bei dem ttönne.

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: »n m»;r,gkrg tnd w.. ll. fr i Anzeigen nimmt entgegen: die @rpebttten d. Blatte«, sowie bie Annoncen-Dureaux von ®. L. Daube & Co. in

die bestimmte Erklärung, daß die Reichsregierung nur im strengsten Sinne eine Friedenspolitik befolge. Der für die Regierung zu Marienwerder bestimmte Landrath von Niebelschütz, welcher die Redaktton derKrz.-Ztg." über« nimmt, ist nun . aus dem Staatsdienste ausgetreten. Priliz Reuß ist .am Tage seiner'Vermählung vom Könige zum Mitgliede de« Herrenhauses berufen. Oberprästdeut von Ende ist von Düffeldorf hier eingetroffen, um sich vor feinem Abzange nach Kssiel dem Könige und den, Ministern vorzustellen. Das jetzt erschienene Heft der Statistik des deutschen Reiches flieht u. A. auch einen Nachweis über die Produktion des Tabaks im deutschen Reiche für die Zeit vom 1. Juli 1874 bis 36. Juli 1875. Nach dieser bat die im deutschen Zollgebiete^mit Tabak bebaute Fläche 22456 Hcciare umfaßt, wovon 7/io auf die süddeutschen Staaten kommen, so daß innerhalb der Nordd. Bundesgebiete kaum s/,0 kommen. Don den Nordd. Staaten entfällt auf Preußen allein dön der Gesammlfläche 261/üpCl. In West Preußen, R eg.-Bez. Frankfurt, Piark, wird am meisten gebaut, und namentlich in per Untermark. Zn Süddeutsch, land excellirt die Pfalz. . , 4

Dresden 8. Febr. DieDr. Nacht." berichten: Zwischen der k. Staats-Regierung und dem Direktorium der Leipzig Dresdener Eisenbahn sind Verhandlungen wegen des Ankaufes dieser Bahn durch den Staat gepflogen wor­den und dem Abschluffe, der für beide Theile befriedigend sein soll, nahe. Dem Landtage wird hierüber Mittheilung zugehen. Ebenso verhält es sich wegen llebernahme der Bahn Chemnitz Aue-Adorf durch den Staat. Auch andere Privalb.ihnen Sachsen« dürsten durch den Staat erworbm werden." ' " "J.

Ttraßburg, 9. Febr. Die Universität §«t ftzr da« kommende Jahr den Profeffor Baumgarten zum Rector gewählt, den Verfaffer der Geschichte Spaniens in der Hirzel',ben Sammlung zur Staatengeschichte der neuesten Zeit. ES wird von diesem Jcchr ab der Beginn der ReetoratSfunctionen mit dem Jahresfeste dec. Universität im Mai zusammenfallen, bi« dahin fungift der abgehende Rector Prof. Schmollet. An Stelle de« Prof. Watz- liefet, welcher Straßburg verläßt, um in Göttingen den Historiker Waitz zu ersetzen, tritt Profeffor Scheffer Loichorsi, bekannt durch seine kritischen Unteesuchungen zur Geschichte der Staufen und durch seine Kritik florentinischer Geschicht«. quellen, \ ~ 7

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»Bis iff DtiHfMl.Aovelle von Juli« 5)«na,ttn. , tttötö-tdasniKr ttrsguL tFoufletzung.) »mrnL iiids-»

Hechting nickte lebhaft und zustimmend. Ja, wie ein Bäcker harre ihm der Mann schon ausgesehen, dann abe- machte er durch Zeichen bemerkbar, daß noch ein dritter Mann zu ihnen getreten, welchem der Bäcker beim Abschiede noch die Hände geschüttelt habe, er selbst, Hechting, habe da« durch da» Fenster seiner Wohnung gerade noch ge­sehen! -

c Deutsches Reich.

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* Berlin, 10. Februar. Die Beralhungen der letzten Tage im Reichstage, haben durch das Eingreifen de« Fürsten Bismarck in die Debatte an Bedeutung gewonnen und werdm wohl einige Zeit die Preffe beschäftigen, da die Preffe vom Reichskanzler einer energischen Kritik unter zogen ist. Im Großen und Ganzen nahm Fürst Bismarck denselben Standpunkt ein, den Graf Eulenburg am 27. Januar vertreten hatte, nämlich: die Motive für die Slraf geietznodelle-Paragraphen in da« rechte Licht zu stellen. Als ein Hauptmoment in der Rede des Reichskanzler« ist auch selben erschien, unv den Bäckermeister Hallin al« Denjenigen angab, welcher dem Trübstummen den Brief dlctirt habe, besonders wuchs das Erstaunen, als Hechting bei der Csn frontation den Bäcker augenblicklich erkannte, und die sicht bare Verlegenheit ve« Letzteren für befielt Schuld sprach, auch der sonderbare Eifer, mit welchem Hallin damals Dazun denuncirt hatte, fiel dem Beamten roieoer ein, er hielt eS dem Manne vor, und da sich derselbe dahin aus redete, daß ihm der Tuch- und Wollenweber LeederS dies so angegeben habe, schritt daS Gericht auch zu befien Ver­haftung, obschon Leeber« einer der angesehensten Männer be« Orte« war.

Frau Anbrechl schlug die Hände über dem Kop^e zu­sammen, als Hanna ihr bas Vorgetallene mittheilte. Ob­gleich eine durchaus lcyale Bürgerin, konnte die Wittwe doch eine Fluth von I 'jurien nicht zurückhalten, welche sich freilich nur unter vier Augen mit ihrer Pfl gctocht.r über ihre Lippen ergoß, als die Anschuldigung und Ver­haftung des, nach ihrer Meinung, edelsten und besten der Männer vernommen, und sie,sah im Geiste schon Gericht und Bürgermeister durch höheren Machtspruch sür^ diese Misse that bestraft.

Wie sollte der reiche Wollenweber bei einem Diebstähle betheiligt sein? Er, der selbst mchr Vermögen besaß, al«

Die letzte Rede de« Fürsten BiSmarck wird- ihren Eindruck nicht verfehlen. DaS Gewicht, welche« derselbe auf die eminent-friedliche Gesinnung der deutschen Reichsregierung und auch noch besonders auf die Bemühung derselben zur Erhaltung de« Frieden« auch in Beziehung zu der orien- ckalffchen Frage legte, wird nicht ohne Folgen bleiben. In der allerenergischsten Weise trat der Reichskanzler den Ber- dächtigungen und der Unterstellung von EroberungSgelüsten entgegen. Fürst BiSmarck trat allen Gerüchten entgegen, die seit Jahren Im Gang gewesen sind. Er nahm aus­drücklich Bezug auf bie Gerüchte, nach welchen Deutschland bald Krieg mit Frankreich ansangen soll, bald Neigung haben soll/Holland zu annectlren, bald Oesterreich Länder abzunchmen, endlich gar Rußland mit Krieg überziehen soll. Alle diese Unterstellungen erklärt Fürst BiSmarck als fieber Begründung entbehrend; er würde darin eine colvffale Dummheit erblicken, wenn an irgend einem dieser Gerüchte etwa« Wahre« sein sollte. Da« deutsche Volk sei durchaus Mdliebend, der Kaiser durchaus nicht kriegslustig und ihm, dem Reichskanzler, eine solche Neigung unterzuschieben, sei Windbeutelei und bewußte Entstellung der Thatsachen. Es sei demnach Verläumdung, ber deutschen Reichsregierung Eroberungssucht vorzuwerfen. Alle diese Gerüchte würden lediglich von den Feinden deS deutschen Volkes aufgebracht und bezwecken nicht« anderes, als daffelbe in Europa zu bienebutren. Auch würden vielfach solche Gerüchte von den Baissier« der Börse aufgebracht, um dadurch Vortheile zu erreichest: Diese allseitige Versicherung, daß Deutsch- hmb nur friedliche Absichten hegt, und daß e« all' seinen Einfluß aufwende, um den Frieden zu erhalten, wird hoffmi lich auf die allgemeine Stimmung einwirken und da« öffent­liche Bertramn wieder beleben. E« ist ganz besonder« dazu geeignet, ave KriegSzerüchte zu verscheuchen und ben Druck zu entfernen, der auf Handel und Verkehr liegt. Rament lich nach dieser Seüe hin wirb die Rede deS Fürsten BiS- marck von dem allergrößten Gewicht fein.

Bi« jetzt hat da« preuß fche Ministerium in ber Reich« eisenbahnfrage noch feinen Beschluß gefaßt. Doch gilt es 6l« wahrscheinlich, daß eine Vorlage von Setten des Staats Ministeriums dem Könige zur Genehmigung unterbrettet werden dürfte. ES handelt fich zmiichst um bie Ermäch ttgung zu Verhandlungen mH dem Reiche wegen Uebergabe der preußischen Staatsbahnen und beb Aufsichtsrechts über die preußischen Privatbahnen an das Reich. Die Frage wegen der Erwerbung ter Privatbahnen und wegen bet Centtalisirung aller Staatsbahnen im Reiche bleibt zunächst außer Betracht." - ;

Bei ber Einverleibung LauenburgS soll keineswegs da« gefammte Vermögen^an Preußen übertragen werden, son­dern ein II,eil de« Lande verbleiben. Die Einverletbung soll am 1. Juli erfolgen und der neue Krei«, bet ben

,n 'cjrjthj? ° Jltarfiurg^ Sommbend, 12. Februar 1876, : u ailrguö ( . u'li- ) i»««««

ckrfchemt t «al ich außer den Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für das Quartal mit der wöchentlichen BeilageJllustriticS EonutagSblatt" durch die Ervedition (Kochsiche vuchdruckerei) bezogen Mark, durch die Postämter de« Deutschen Reiches 2 Mark 50 Pfg. (exl. Bestellgebühr). Jnsertionsgebühr für dir gespaltene Zeue 10 Bfa.

- 88r in der Expedition zu ertdeilende Auskunft und Annahme von Adreffen werden 25 Pfg. berechnet. T *J J 6na

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