in der »National-Ztg.", worin es heißt: »Von meiner Auffassung, nur auf deutschen Werften gebaute Dampfer erster «tafle in die Fahrt zu stellen, bin ich auch heute noch nicht zurückgekommen. Wenn ich zu Anfang der Verhandlungen zweifelhaft war, ob diesen Anforderungen mit der von der Regierung au-gesetzten Summe entsprochen werden könnte, so schwand dieser Zweifel, al- ich in der Zwischenzeit positive Offerten über Preise und Leistungen ihrer Dampfer von feiten der deutschen Schiffswerften eingesehen hatte, welche eine genaue Kalkulation ermöglichten. Mit den extremen Anforderungen der »Hamburgischen vörsenhalle habe ich mich nicht identifiziert, auch habe ich die Angriffe diese- Blatte- auf den Norddeutschen Lloyd nur zu oft bedauert. Mein Bestreben ist nur dahin gegangen, diese« wichtige Gesetz zustande zu bringen. In diesem Bestreben bin ich mit dem Lbg. Meier stet« einig gewesen."
Darmstadt, 29. Jan. Gestern hatte der Ausschuß de- Rhein-Maill-Gastwirtverbande-, bestehend au- 3 Mitgliedern eine drriviertelstündige Audimz beim Großherzoge, tn welcher ste dem Lande-Herrn die Ungerechtigkeit und Einseitigkeit de« hessischen Wetnsteuergesetzes darlegten. Au« der Unterredung glaubt der Ausschuß schließen zu dürfen, daß die EtaatSregterung al-bald der Frage der Abschaffung de« Gesetze« näher treten werde.
ÄMiloni.
Bem, 30. Jan. Der Bundr-rat erhielt vorgestern einen in einer Stadt der Schweiz aufgegebenen Bries, der da« Kollegium davon benachrichtigt, e« sei beabsichtigt, demnächst den Bunde«palast in die Luft zu sprengen. Infolge deflrn sind die umfaflendsten Maßregeln getroffen worden.
Paris, 30. Jan. Die »Ageuce Hava«" meldet: In Shanghai ist da« Gerücht verbreitet, bei Mat-fon habe zwischen chtuestschen und französischen Schiffen ein ernste« Zusammengehen stattgefunden. Detail« fehlen. — Im heutigen Kabinett-rat bei Ferry teilte der Finanzminister Tirard mit, daß da« Budget von 1886 beinahe vollständig vorbereitet sei und in den nächsten Tagen vorgelegt werde; e« sei ihm gelungen, da« Gleichgewicht herzustellen, ohne zu der Anleihe oder neuen Steuern seine Zuflucht zu nehmen. Die Grundlage de« neuen Budget- bilvet da- bereit- von der Kammer, aber noch nicht vom Senat angenommene Budget von 1885. — Wie verlautet, ist e- zwischen Jule« Ferry und dem KriegSminister betreff- der von dem letzteren geplanten kleinen Mobilmachung zu Meinung«verschiedeu> heilen gekommen, denn Ferry befürchtet, daß der Plan in den Kammern auf zu große Schwierigkeiten stoßen werde. General Lewal erhielt durch die gestrige Verwerfung seiner Anträge zum RekrutierungSgesetz durch den Armee-Au-schuß der Kammer eine ernste Verwarnung. — Die französische Regierung hat alle Mächte, namentlich England, in Kenntnis gesetzt, daß die Kommandanten der französischen Kriegsschiffe den Befehl erhalten haben, alle neutralen Schiffe, welche sich den Küsten von Formosa nähern, einer strengen Durchsuchung zu unterwerfen. Bi« jetzt wurde das Untersuchung«- recht von der französischen Flotte in den chtnestschen Ge- wäflern au- Rücksicht für den Handel der Neutralen nur feiten in Anwendung gebracht. Die Maßregeln der englischen Regierung gegen die französischen Kriegsschiffe haben die französische Regierung aber bestimmt, nicht mehr so nachsichtig autzntrelen. Der Marinemtnister hat den Befehl erteilt, alle Leute der Klaffe vor 1879, deren Dienstzeit am 1. Juli zu Ende geht, am 15. Februar in ihre Heimat zu entlaßen. — Der republckantsche Senator Michel Renaud (Oberpyrenäen) ist gestorben. — Diesen Abend gibt der Präsident der Republik den Mitgliedern des diplomatischen Korps ein große- Esscu, Der erste große Ball im Elyföe findet am 19. Februar statt. Diesen Winter gibt Grövy al- Präsident der Republik seine letzten Feste. Seine Vollmachten laufen am 30. Januar nächsten Jahres ab. Der Verfassung gemäß wird die Wahl ve« neuen Präsidenten einen Monat früher, am 30. Dezember diese- Jahres, vor- genommrn.
London, 30. Jan. Da« »Bureau Reuter" meldet: Der Verwaltung de» »Britischen Museums" ist die Benachrichtigung zugegangen, e« weroe gegen das Museum ein Dynamit-Attentat geplant. Die an dem Gebäude stationierte Polizei ist infolgedeflen verstärkt, auch sind noch andere Vorsichtsmaßregeln getroffen worden.
PeterSbnrg, 30. Jan. Der »Neuen Zeit" zufolge hat e« da- Ministerium für VolkSaufkiSrung für angez-igt erachtet, de» katholis en Geistlichen, welche den Religionsunterricht in den Lehranstalten der nordwestlichen und südwestlichen Gouvernement» in russischer Sprache erteilen, i ie gleichen Dienstrechte mit den übrigen Lehrern dieser Anstalten zu erwirken. — Da« „Gesetzblatt" veröffentlicht von dem Kaiser sanktionierte Beschlüfle ve« Relchsrate«, welche 1, die Mittel zum Unterhalte der Geistlichk.il für 5 in der Rigaer Parochie neuzubegründende orihodcxe Kirchen bewilligen, 2. die durch die Handelsfirma Ga^aüne zu bewerkstelligende Eröffnung der Dampflchtffahrt zwischen Odessa und Ststowo bi» En e 1885 stunden.
Washington, 30. Jan. In der Repräsentantenkammer teilte Staatssekretär Freli ghuyfen mit, b'e Teilnahme der Union an der Berliner Konferenz sei aus Einladung Deutschland« erfolgt. Die Einladung wurde angenommen, da die Union«regterung vorher die Flagge der internationalen Assoziation anerkannt hatte. Die Fragen der territorialen Jurisdiktion seien von den Beratungen in Berlin auSge- schloflen. — Senat. Bei der Abstimmung über den Vertrag mit Nicaragua stimmten 32 Senatoren für und 23
gegen die Ratifikation de« Vertrage-. Die Ratifikation wurde daher abgelehnt, da zur Annahme eine Majorität von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen erforderlich ist.
Hessen-PUsfUn.
Marburg, 31. Jan. Wir machen die Leser notfi besonder« auf den morgen in der reformierten Kirche statt- findenden Mission«gotte«dienst aufmerksam. Die Mission«- predigt hält der Misston-Prediger der Basler Mission, Herr Missionar Münz au» Kassel. Nach dem Nachmittag-- gotte-dienst findet um 31/» Uhr in dem Saale de« Waisenhause« eine Nachversammlung statt, in welcher die Herren Pfarrer Scheffer, Profeflor Acheli« Ansprachen, die Misston betreffend, halten werden. Auch Herr Missionar Münz, welcher erst seit dem Jahre 1883 von der Gold- küste Westafiika« zurückgekehrt ist, wird Mitteilungen au« dem Gebiete der Mission machen. Alle Mission-freunde sind zu dieser Nachversammlung eingeladen.
Marburg, 30. Jan. (Strafkammer.) Auf der Anklagebank sitzen zwei jugendliche Burschen, 1. der 14jährige Stetnklopfer Ludwig Schmidt, Sohn de- Bergmann» Ludwig Schmidt XVIII. zu Waldktrme» und 2. der 15 Jahre alte Ludwig Best, Sohn de« Ludwig Best III. ebendaselbst. Die fetten« der Staatsanwaltschaft gegen dieselben erhobene Anklage geht dahin, daß ersterer verdächtig, in der Zeit vom 1. Juli bi- 3. November 1884 mehrere Diebstähle und eine Unterschlagung ausgeführt zu haben, und gegen Best, daß er den Schmidt hierbii durch Rat und That unterstützt habe. Lrtzterer bekennt sich schuldig bezüglich der Diebstähle, ersterer dagegen will in keiner Welse strafbar dabei beteiligt sein. Die Bestohlene ist die Witwe de« Falk Hirsch zu Waldkirmes und gikbt dieselbe in ihrer heutigen Zeugenvernehmung an, daß sie ein Han- mit einer daranstoßenden Scheuer besitze, in welchem ein kleiner Kramladen betrieben werde. Die Schmidt« seien ihre Nachbar-leute, hätten die Scheuer mitbenutzt und viel bet ihr verkehrt, ohne daß ste jemals Anlaß zu Mißtrauen gehabt hätte. Schon seit längerer Zeit bemerke sie aber, daß e» mit ihrem Gelbe nicht richtig zuging, ste »erschtoß dasselbe stet« in einem Zimmerschränkchen und wenn größere Ausgaben gemacht werden sollten, dann war ihr immer, als fehle ein Teil davon, hatte jedoch auf niemanden Verdacht und dachte an eine Entwendung überhaupt nicht. Erst später bemerkte sie in der Wand, welche da« HauS von der Scheuer trennte, ein mit Backsteinen zugelegte« Loch und ließ dasselbe durch einen Maurer zumachen, legte auch da« G-ld jetzt in ihr Bett, anstatt in den Schrank. Es dauerte jedoch nicht lange, so vermißte ste auch hier zwei größere Beträge, aber erst dann, al» ihr von anderen Leuten zu Ohren kam, daß der Angeklagte mehr Geld ausgebe, al» seinen VermögenSver« hältniffe entspreche und seine Kameraden mit Esten und Trinken traktiere, machte ste hiervon Anzeige. D:m ihn verhaftenden Gendarmen gegenüber leugnete Schmidt erst hartnäckig und frech, dann aber gestand er ein, mehrmals durch das erwähnte Loch in die Wohnung der Hirsch ein« gestiegen zu fein und Geld, Tabak und Zi arren gestohlen zu haben. Auch in heutiger Verhandlung gibt er dies zu, hehauplet aber, von seinem Freunde Best hierzu verleitet worden zu sein, indem ihm dieser zuerst das Loch gezeigt habe und ihn späterhin auf forderte, aus diesem Wege Geld zu entwenden; derselbe sei auch selbst einmal eingesttegen und habe einen großen Geldbetrag, in Gold- und Silberstücken bestehend, geholt. Best hingegen bestreitet diese» entschieden, mit der Behauptung, Schmidt sehe, daß er bestraft weiden solle und wolle ibn nun auch in die Sache verwickeln; er habe allerdings Verkehr mit Schmitt gehabt, aber nicht gewußt, daß das verzehrte Geld von diesem gestohlen worden sei. WaS die Unterschlagung betrifft, so hatte die Witwe Hirsch dem Angeklagten Schmitt den JahreSsteuer- betrag von 6,80 Mk. zur Besorgung übergeben, dieser bezahlte jedoch nur den vierteljährlichen Betrag mit 1,70 Mk. und behielt den Rest des Geldes für sich. Der Lehrer de» Orte« giebt letzterem ebenfalls Lin günstiges Zeugnis, derselbe habe sich schon in der Schule eines Diebstahl- schuldig gemacht und besitze einen verlogenen heuchlerischen Charakter, gegen Best wiffe er nicht- Nachteiliges auszusagen, auch die Zeugen konnten bezüglich de- letzteren nicht- Belasten e» bekunoen. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft beantragte gegen Schmidt eine Gesamtstrafe von 4 Monaten Gefängnis und gegen Best wegen Hehlerei und Beihilfe eine solche von 14 Tagen; die Verteidigung dagegen für ersteren mildere Strafe und Anrechnung der dreimonatlichen UntersuchungS- hatt, und für letzteren Freisprechung. In der Urteilsverkündung sah die Strafkammer zunächst al« erwiesen an, daß beide Angeklagte die erforderliche Einsicht in die Strafbarkeit ihrer Handlung beseffen, hinsichtlich de- Best jedoch, da nur die betastende Aussage des Schmit vorlag, konnte weder die Hehlerei noch die Beihilfe fistgestellt werden, Schmidt hingegen sei bezüglich zweier einfachen uns eine« schweren Diebstahl-, sowie einer Unterschlagung Überführt, und wird derselbe in eine Gesamtgesängni-strafe von 13 Monaten, wovon 2 Monate al- durch die Unter« fuchuag-haft verbüßt betrachtet werden, sowie in die durch da« Versah en gegen ihn entstandenen Kosten verurteilt, während Best kostenlo« sr-igesprochen wurde. — Der Schuhmachermeister Jakob Kaufmann au« Biedenkopf, 63 Jahre alt und ohne Vorstraten, ist der Majestät«, beletotgung angeklagt. Derselbe war am 7. November v. I. anläßlich der Reich-tag-wahl im Kreise Biedenkopf mit dem Lohgerber Landfermann au« Laa»phe in einen Wortwechsel geraten und hatte sich diesem gegenüber einer Äußerung bedient, welche nach heutigem Straskammererkenntni- für
die Person de« Kaiser» al- eine objektiv ehreukränkeUh, anzusehen sei. Auf Grund de» § 95 de» R.-Et.-G.-tz wurde der Angeklagte, welcher die Absicht der Beleidigung bestreitet, zu 2 Monaten Gefängni«, sowie in die Kyst^ verurtellt.
st Kassel, 30. Jan. Der Karneval-zug 6öl Sonntag, ben 15. Februar, scheint nach dem, wa« wir hören, ein sehr glänzender zu werden und seine Vorgänger die noch in guter Erinnerung sind, an Glanz und Reich,' haltigkeit bei Arrangement« zu überbieten. — Bereit« 14 Gesellschaften haben ihre Beteiligung zugeiagt. Der Zug ist derartig arrangiert worden, daß die beteiligten Gefelb schäften zu Anfang und Ende derselben aufgestellt werden den mittleren Teil aber die vom Karnevalverein gestellten' also die eigenllich offiziellen Gruppen bilden. Ueber diesen offiziellen Teil sind wir in der Lage, folgende Veröffent- . Hebungen zu machen: Der Zug wird durch einen geharnischten Ritter eröffnet, dem 2 berittene Herolde folgen. Hiernach erscheint eine Reitergruppe in den hessischen und Kaffeler Farben, danach ein Musikkorp» in Beduinen. kostümeS. — Zwei Fanfarenbläser und drei Landesknechst zu Fuß letten den Aufmarsch der neu organisierten und ausgerüsteten Nobelgarde ein. — Auf diese folgt der Wagen de« Prinzen Karneval mit Gefolge: närrischem Ministerin«, 2 Kammerherren, 2 Stallmeistern, 2 närrischen Hosräten, Hofpoeten, Leibarzt, Küchen- und Kellermeister, Rüdemeister nebst Meute u. s. w. Neben dieser glänzenden Suite er- scheint Se. närrische Hoheit Prinz Karneval selbst, hoch zn zu Roß. Die Veteranen der Nobelgarde folgen ihm. — Der Prinz Karneval bildet nebst Stallmeister und junger Nobelgarbe die folgende Gruppe de« Zuges. Prinzeß Karneval-Mutter folgt nun. Hierauf erscheint der große Rat auf einem Triumphwagen, gezogen von prächtigen, eigen« zu diesem Behufe an» Anoalusien verschriebenen Stieren. — Unsere Leser sehen, daß e« nicht an Entfal- tung karnevalistischen Pompe« fehlt. Die Entfaltung bei karnevalistischen Humors uns der Satire bleibt den übrige» Wagen der 14 Gesellschaften überlasten und steht jetzt schon fest, daß es an den ergötzlichsten Schaustellungen nicht fehlen wird. — Der Zug nimmt Punkt halb 3 Uhr von der Ecke Friedrich-platz-Bellevue seinen Anfang und endet am Ständeplatz. — Wenn man bedenkt, welche große An- ztehung-krast derartige karnevalistische Schaustellungen In Städten wie Köln, Düsseldorf, Aachen bieten, so sollte man meinen, daß unsere Nachbarstädte au dem hiesigen Zuge da« lebhafteste Jnterefle nehmen müßten. Rammt- ltch würde e- sehr erfreulich sein, wenn der akademischen Jugend an« den benachbarten Städten Münden, Marburg, Göttingen Gelegenheit geboten würde, sich aktiv an dem Zuge zu beteiligen. Sehr erleichtert könnte diese« dadurch werden, laß die Eisenbahnverwaltung sich veranlaßt sähe, TageSbillet« für den 15. Februar, zu Hin- und Rückfahrt für einfachen Fahrpreis gültig, auszugeben. Andere Städte genießen diesen Vorteil bei größeren Festlichkeiten längst, und e» ist nicht abzusehen, weshalb man nicht auch hier solche Einrichtung treffen sollte. — Die Kasseler Bevölkerung selbst aber möge am 15. Februar sich von der liebenswürdigsten karnevalistischen Seite zeigen, um ihre Gäste würdig zu empfangen.
WieSbadm, 29. Jan. Die Stadtgemeinde Wiesbaden ist mit einem reichen Vermächtnisse bedacht worden. Der dieser Tage verstorbene Geh. Santtät-rat vr. Heinrich Roth von hier hat dieselbe zu seiner Universaler bin ernannt, mit der Bestimmung, daß von den Zinsen seines VermögenS int städtischen Krankenh ause Freibäder für unbemittelte Kranke jeder Konfession hergertchtet werden. Ein 8 gat von 1000 Mark wurde einer von der Schwester de« Verstorbenen errichteten Stiftung in Bad Schmalbach zuge- wandt, deren ZI- sen zur Unterstützung bedürftiger w-ib- llcher Besucher dieses Badeortes Verweuvung finden sollen. Da- Gcsamtvermögeu de- Erblaffer« wird über 200000 Mark geschätzt. Geh. Rat Roth gchötte zu »en angesehensten und beliebtesten Aerztcn unserer Kurstadt; um letztere hat er sich durch die Veröffentlichung zahlreicher Abhandlungen über die hiesigen Kur* und Bäcerverhältniffe große Verdienste erworben.
Arnukfurt, 26. Jan. Die Gebrüder Freiherren von Rothschild dahier haben jüngst ihr Einkommen zum Zwecke der Besteuerung angegeben, und zwar hat »er jüngere Bruder nach dieser Angabe da« größere Einkommen, denn er ist für da- laufende Jahr mit einem solchen von 4788000 Mark eiugeschätzt. Während Baron Willi Roth» failb diese Summe angegeben bat, wird von Baron Mayer Carli ein Einkommen von 4560000 Mark versteuert. Nach biefen für die Besteuerung angegebenen Ziffern würde Baron Willi an jedem Tage die ganz nette Einnahme von 13120 Mark haben. — Für jede Stunde berechnet sich da- Einkommen de- Baron« Willi Rothschild aus 534 Mk.
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•itfottt, 24. Jan. Für den hiesigen Neubau und die Au-stalluag von Kasernen nebst Zubehör für zwei Bataillone Infanterie sind al« erste Baurale vom Reichstag 500000 Mark bewilligt worden.
Butzbach, 29. Jan. Gestern wurde die Einwohnerschaft unterer Stadt durch einen versuchten Selbstmord in große Aufregung versetz'. Ein evangelischer Geistlicher wurde in feinem Zimmer im Blute schwimmend mit einer klaffenden Wunde am Halse aufgefunden. Der betagte Herr soll schon längere Zeit leidend sein und infolge defle» selbst Hand an sich gelegt haben. An seinem Aufkommen wird gezweifelt.
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