Deutschen, daß Firminger in obigem Falle wahrscheinlich wohl selbst sehr wenig darum wisten würde. Es ist natürlich immerhin nicht unmöglich, daß gerade jetzt endlich mal Ernst aus der Geschichte gemacht wird, und sollte es mir leid thun, wenn Little und Grand Popo alsdann nicht mitgenommen würden, da Bey Beach und Bageida alsdann bedeutend verlieren würden. Wenn der ganze Strich bis Grand Popo incl. annektiert würde, so bin ich sicher, daß daS auf den dortigen Handel keinen nachteiligen Einfluß haben wird, dagegen würde das Quitta-Geschäft nur dadurch gewinnen, Bey Beach dagegen etwas von seiner Bedeutung als Schmuggelplatz verlieren, möglich auch, daß sich das Bey-Geschäft alsdann wieder nach Danoe ziehen würde. Die« ist der genaue jetzige Stand der Angelegenheit, fo weit sich das überhaupt von Uneingeweihten beurteilen läßt.
Bey Beach, l.Juli. Während meiner gestrigen Abwesenheit ist hier ein ernstes Palaver zwischen den Bey- Leuten und den hiesigen Kaufleuten gehalten worden. Zur Erläuterung desselben muß ich vorausschicken, daß Kapt. Firminger unö bei seiner Rückkehr von Porto Seguro warnte, vor den Togaleuten (einem wilden Stamme zwischen Bageida und Porto Seguro im Innern) auf der Hut zu sein, da dieselben beabsichtigten, die MerchantS von Bageida und Bey Beach zu vertreiben. Sowohl die Beyleute als auch King Mesa hatten Mr. Firminger (Kapitän ist der Kerl ja gar nicht) an die Toga-Leute verwiesen, welche sich natürlich erst recht weigerten, das Land an die Engländer abzutreten. Daraufhin stellte genannter Herr den Leuten die Alternative, entweder die Kaufleute in Bey Beach zu vertreiben, oder er würde die Küste mit Gewalt nehmen. Seit einiger Zeit war es mir bekannt, daß Ftr- mtnger den Togaleuten diese Alternative gestellt haben soll, hielt eS aber für leeres Geschwätz der Leute, da ich nicht glauben konnte, daß F. als Weitzer, und was noch mehr bedeutet, als englischer Offizier, sich so rücksichtslos und gemein benehmen würde, einem von der Zivilisation noch ganz unbeleckten Menschenschlag daS Leben der Vertreter von ca. acht Firmen, worunter zwei Weiße, auf das Spiel zu setzen. Die Bchleute waren nun gestern gekommen, um uns als Freunde mitzuteilen, daß die Togaleute in sieben Tagen (also Sonntag) kommen würden, um alles, was noch nicht abgebrochen, niederzubrennen. Den Leuten ist natürlich die Doppelzüngigkeit des Firminger auseinandergesetzt worden und auch, daß Firminger uns seine HousiaS in Danoe im Fall der Not zur Verfügung gestellt hat. In diesem Falle würde ja natürlich die Küste sofort von den Engländern annektiert werden. Wir haben die Beyleute beauftragt, den Togaleuten mitzutellen, daß eine Frist von sieben Tagen zur Räumung des Platzes zu gering wäre und wir mindestens 30 Tage Zeit haben müßten. Die Beyleute stnd entschieden auf unserer Seite, aber von den Togaleuten abhängig. Ich kann nicht glauben, daß die Togaleute es wirklich riskieren sollten, hier zu brandschatzen, ich halte es aber für meine Pflicht, Sie von diesem Vorfälle zu unterrichten.
Quitta, 3. Juli. (Antwort auf obigen Brief.) Ich denke, wenn die „Möwe' kommt, taffen wir die Toga- Affatre von dem Konsul untersuchen und Gott gnade Ftr- minger, wenn es sich Herausstellen sollte, daß er die Leute aufgehetzt hat. Es kommt mir vor, als wenn Firminger ein gewagtes Spiel mache.
Bey Beach, 6. Juli. Ich habe Ihnen nur kurzen Bericht über den Verlauf der Verhandlungen mit ven Togaleuten zu geben. Vor allem habe ich die Ehre, Ihnen die freudige Mitteilung zugehen lasten zu können, daß heute morgen hier die deutsche Reichssiagge aufgezogen woroen ist, und daö Territorium zwischen der englischen Grenze und Bon Coffi (hinter Porto Seguro) unter deutschen Schutz gestellt worden ist. Die Stänkereien von Mr. Firminger, worüber bereits in meinem erg. Letzten berichtete, stnd nun von den Togaleuten schriftlich bestätigt worden, und genügte diese» Vorgehen des Herrn Firminger, was ihm vielleicht den Kragen kosten wird, dem Generalkonsul, Herrn Dr. Nachtigal, um uns jeden Schutz der deutschen Regierung angedeihen zu lasten. Während gestern bereits in Bageida die deutsche Flagge gezogen wurde, waren hier noch einige Formalitäten mit den Bedeuten zu vollziehen. Die „Möwe' ist gestern nachmittag mit der „Ella' zugleich heretngekommen und soeben nach Little Popo zurück- gegaugen. Von einem Landen der „Ella' ist bis jetzt natürlich noch keine Rede gewesen. Kapitän Melchersten scheint es auch gar nicht anders zu erwarten. Herr Randad ist zum Konsul für dieses erste Protektorat ernannt.
Quitta, 9. Juli. Im Anschluß an meinen letzten Bericht, die Bey-Beach-Affaire betreffend, habe Ihnen heute die vorläufige Mitteilung zu machen, daß der Strich Danoe excl. Porto Seguro, von Herrn Generalkonsul Dr. Nachtigal, welcher mit der Korvette „Möwe' in Bageida-Bey-Beach war, unter „deutsche Proteklion' gestellt worden ist.
Dazu wird der „Weser-Ztg.' aus Bremen selbst bemerkt: „Quitta und Danoe stehen seit längerer Zeit bereits unter englischer Oberhoheit, wofür wir nur hohe Zölle zu bezahlen haben, ohne weitere spezielle Vorteile. Bey-Beach bis Whydahlrc. ist nie unter englischer Oberhoheit gewesen; Mr. Firminger versuchte auf hinterlistige Weise daS Protektorat zu erwerben, worin er nun durch die Ankunft der „Möwe' glücklicherweise gestört wurde.'_________
Deutsches Reich.
verlia, 23. Aug. Der „Kreuzzeiiung' und der „Post' zufolge würde die Zusammenkunft des deutschen Kaisers mit
dem Kaiser von Rußland am 1. September stattfindeu. Betreffs deS Ortes verlautet noch nichts Bestimmtes. Der „Kreuzzeitung" wird Stettin als Zusammenkunftsort genannt. — Der Kronprinz hat gestern früh Osborne verlasien und trifft heute vormittag in Antwerpen ein. Bon dort begibt er sich mit Extrazug nach Ostende. Von Ostende reist er noch am 23. dS., nachmittags 3 Uhr, über Metz, Straßburg, Bafel und Konstanz nach der Mainau, wo er am 24. dS. gegen 11 Uhr vormittags anlangt. Am 25. Aug. gedenkt er den Majestäten in Friedrichshafen einen Besuch zu machen und noch an demselben Tage von dort nach der Mainau zurückzukehren, wo er bis zum 26. ds. vormittags verbleibt und am Vormittage mit Extrazug nach Friedrichshafen und von dort zur Truppenbeflchtigung bei Dettme- ringen sich begibt. An demselben Tage finden auch die Truppenbesichtigungen bei Lerchenhof statt. — Der Finanzminister v. Scholz hat, wie die „Nat.-Ztg.' hört, infolge plötzlicher Erkrankung seinen Badeaufcnthalt abkürzen müssen und ist nach Berlin zurückgekehrt. Herr v. Scholz leidet an heftigen gastrisch-nervös-n Störungen, welche ihn, ohne zu Besorgnissen Veranlaffung zu bieten, aller Wahrscheinlich- kett nach noch für etliche Wochen seiner Thätigkeit entziehen werden. — An Zöllen und gemeinschaftlichen Verbrauchssteuern sowie andern Einnahmen sind im Reich für die Zeit vom 1. April 1884 bis zum Schluffe des Monats Juli 1884 einschließlich der kreditierten Einnahmen (und verglichen mit der Einnahme in demselben Zeitraum des Vorjahres) zur Anschreibung gelangt: Zölle Mk. 71612950 (mehr M. 5 771426), Tabaksteuer M. 1344723 (mehr M. 597233), Rübenzuckcrsteuer M. 56947040 (weniger M. 4292 015), Salzsteuer M. 10655546 (m. M. 181088), Branntweinsteuer M. 9454502 (m. M. 913879), Ueber- gangsabgaben von Branntwein M. 39 692 (m. M. 9393), Brausteuer M. 6453242 (m. M. 23960), Uebergangs- abgaben von Bier M. 517 696 (m. M. 67 382,) Summe M. 43133 311 (m. M. 3 272346). Spielkartenstempel M. 227268 (m. M. 16759), Wechselstempclsteuer M. 2231912 (w. M. 3047), Stempelabgabe für Wertpapiere, Schlußnoten, Rechnungen und Lotterieloose M. 4486237 (w. M. 28490), Post- und Telegraphenverwaltung M. 52817839 (m M 2403785), Reichseisenbahnverwaltung M15 213900 (w. M. 214630). Die zur Reichskasse gelangte Ist-Einnahme abzüglich der Ausfuhrvergütungen und Verwaltungs- Kosten beträgt bei den uachbezeichneten Einnahmen bis Ende Juli 1884: Zölle M. 63097286 (m. M. 667518), Tabaksteuer M. 906619 (m. 590 076), Rübenzuckersteuer M. 55577041 (m. M. 8764018), Salzsteuer M. 11522700 (m. M. 298486), Branntweinsteuer und Uebergangsabgabe von Branntwein M. 14026864 (659696), Brausteuer und Uebergangsabgabe von Bier M. 5911686 (mehr M. 69663). Summe M. 151042205 (m. M. 11049457). Spielkartenstempel M. 323870 (m. M. 1370).
Stiel„ 23. Aug. Die Korvette „Bismarck", 16 Geschütze, wird zum 1. Oktober für Westafrika in Dienst gestellt und zum Teil mit vierjährig Freiwilligen bemannt, wovon 700 Mann neu eingestellt.werden. Die „Leipzig" ist von Westafrika auf der Heimreise und berührt zunächst Kap Vincent.
Hirschberg, 23. Aug. Bet der Ersatzwahl zum Landtage erhielt der Kandidat der freisinnigen Partei Halberstadt in Görlitz 204 Stimmen, jener der Freikonservativen, Konrad, 117 Stimmen.
Darmstadt, 20. Aug. Als vor kurzem im Hinblick auf die möglichen Konsequenzen für die RegierungSver- hältnisse im Großherzogtum Hessen davon die Rede war, daß die Gräfin Hutten-Ezapska (Frau vonKolmine) gegen das Schei:ungSurteil erster Instanz die Revision an das Reichsgericht einlegen werde, wurde von anscheinend inspirierter Seite in der Presse erklärt, die Sache würde eventuell wieder vor daS Darmstädter OberlandcSgericht gelangen, welches a'S SpezialgertchtShof in erster Instanz entschieden hat, nur selbstverständlich vor einen anderen Senat desselben. Den „Hamb. Nachr." schreibt man: „Wie eS scheint, kommt in diesen verschiedenen Auffassungen die Stellung der beiden Parteien zum Ausdruck: der neue Anwalt der Gräfin Hutten soll beabsichtigen, daS Reichsgericht anzurufen, während man in Darmstadt der Meinung ist, daß für die zweitinstanzliche Verhandlung ebenso wie für die erste auf Anordnung des GroßherzogS ein Spezialgerichtshof zu bilden fei. Selbstverständlich wird das Reichsgericht, falls es von einer Seite angerufen wird, über feine Zuständigkeit selbst zu entscheiden haben. Die Gründe, welche die Gräfin Hutten zu dem Entschluß veranlaßt haben, eine Entscheidung anzufechten, welche fle in der ersten Instanz selbst mit beantragt hat, stnd nach wie vor in Geheimnis gehüllt; eine erfolgte Aushetzung von irgend einer Seite gilt aber um so mehr als wahrscheinlich, da man jetzt weiß, daß die Motivierung des ersten Urteils durchaus nichts für die Gräfin Ehrenrühriges enthält — wie zur Erklärung ihres plötzlichen EntschluffeS vermutet worven war. Die Ausschließung der Oeffentlichkeit, die hierzu zum Teil Anlaß gegeben hatte, war auf Grund der Bestimmung der Gerichtsverfassung erfolgt, wonach in Ehesachen die Oeffmtlichkeit auf den Wunsch einer der beiden Parteien ausgeschlossen wird.
ÄuHliMd.
Rom, 23. Aug. Gestern sind in den Provinzen Bergamo 3, Campobaffo 3, Cosenza 1, Cuneo 10, Massacarrara 4, Portomaurizio 4 und in Turin 2 Cholera-Todesfälle vorgekommen. In der Provinz Genua nnd zwar an dem Orte Spezia stnd 15 Erkrankungen gemeldet.
Ports, 23. Aug. Baron Courcel hatte heute vor
mittag eine längere Konferenz mit Ferry und reist abends nach Berlin ab. — Eine Nachricht der „Agence Havas", daß durch eine Kabelstörung die Verbindung zwischen Hongkong und Shanghai unterbrochen sei, ist unbegründet, nur die Verbindung mit Amoy war zerstört. — Es heißt, Li-Fong- Pao empfing gestern abend eine längere Depesche und benachrichtigte infolge dessen Ferry, daß seine Abreise verschoben sei. — Das Journal „Paris" will wissen, daß die Depesche bezweckt habe, von Lisongpao zu erfahren, welche Aussichten der Vorschlag hätte, den Konflikt einem internationalen Schiedsgerichte zu unterbreiten. Nach einem Telegramm der „Havas" aus Shanghai vom 23. August, melde ein Telegramm aus Peking, daß Lt-hung-chang zu friedlichem Entgegenkommen ermächtigt sei.
Loudo«, 23. Aug. Nach einer Meldung der „Times' aus Futscheu vom 23. August, 11 Uhr vormittags, ist der chinesische Gesandte Li-Fong-Pao durch kaiserlichen Befehl angewiefen worden, die Differenzen zwischen China und Frankreich bestens zu ordnen. Die ofsiziellc chinesische Depesche soll melden, auch französtscherseits werde der Ausgleich gewünscht. — Das „Büreau Reuter" meldet aus Futscheu, Admiral Courbet habe seine Absicht, das Bombardement auf das Arsenal zu Futscheu heute zu eröffnen, angezeigt. — Ein Telegramm der „Times" aus Futscheu von heute nachmittag um 2 Uhr sagt: Die Feindseligkeiten haben begonnen. — Aus Peking wird von gestern gemeldet, die Gouverneure der Provinzen Kuangst und Aünnan haben den Befehl erhalten, mit ihren Truppen nach Tongktng zu marfchieren. — In einem von einflußreichen Rhedcrn und anderen mit China in Handelsbeziehungen stehenden Firmen abgehaltenen Meeting beschloß man, Granville zu ersuchen, bet Frankreich anzufragen, ob die englischen und deutschen Schiffe, die mit Waffen und Kriegsmaterial beladen auf der Reise nach China wären, von Admiral Courbet unbehelligt in die chinesischen Häsen, beispielsweise Futscheu, zu- gelaffen würden.
Hessen-Rassan.
Marburg, 25. Aug. In Preußen ist der Beginn der Schulpflichtigkeit noch immer nicht einheitlich geregeit, es herrschen vielmehr in dieser Beziehung ganz verschiedene und unsichere RechtSzustände. Neuerdings hat nun der UnterrichtSmtnister durch die Deputation für das Medizinalwesen sich über die Ueberbürdung der Schüler an höheren Lehranstalten ein Gutachten erstatten lasten, welches entschieden dafür etntritt, daß die Aufnahme in eine Elementarschule nicht vor vollendetem siebenten und in die Gymnasialsexta erst nach vollendetem zehnten Lebensjahre erfolgen soll. Sollte der Unterrichtsminister sich diesem Votum anschließen, so würde eine einheitliche Regelung des Beginnes der Schulpflichtigkeit für die gefamte Monarchie, fei es durch Gesetz, sei eS auf dem Wege der Verordnung, zu erwarten sein. Eine solche Regelung würde um so mehr am Platze sein, als über das Ende der Schulpflichtigkeit bereits im Jahre 1880 seitens des Unterrichtsministeriums, unter Aufhebung der früheren Vorschriften, folgendes bestimmt worden ist: die Entlastung soll nur zu Ostern am Schluste des Schuljahres, wenn die Kinder bis zum 30. April das 14. Lebensjahr vollendet haben und gegen ihre Schulreife kein Bedenken obwaltet, stattfinden; die Entlassung eines Kindes, welches die Schulreife besitzt und bis zum 30. September das 14. Lebensjahr vollendet, kann schon zu Ostern mit Genehmigung des KreiS-Schulinspek- torS stattfinden, wenn besondere Verhältniste dies notwendig machen. Die zweite Schulentlasturig zum Michaelistermin soll nur da bestehen bleiben, wo sie schon 1877 herkömmlich bestanden hat, so wie da, wo sie seitdem eingeführt worden ist und ihr Fortbestehen von zuständiger Sette beantragt wird. Endlich soll da, wo die Schulentlastung zu Ostern die Regel ist, bet denjenigen Kindern, welche im vierten Quartal deS Kalenderjahres das 14. Lebensjahr vollenden, die Entlastung durch den Kreis-Schultnspektor erfolgen, wenn ausreichende Gründe dafür vorhanden stnd.
Marburg, 25. Aug. Gestern fand bei herrlichem Wetter der Schluß deS diesjährigen PreiSschteßenS deS hiesigen Schützenvereins und die Preisverteilung statt. Die Beteiligung, fowie die Leistungen bei dem Schießen selbst waren recht gute und hatten sich auch von auswärts Gäste hierzu eingefunden. Ausgesetzt waren 30 Preise für drei Scheiben, sodaß auf jede derselben 10 Preise mit einem silbernen Becher alö erster Ehrenpreis entfiel. AIS Sieger auf diesen Scheiben gingen aus dem Wettkampfe hervor Herr Instrumentenmacher F. Dula von hier auf der Feldscheibe mit 250 m; Herr Rehm aus Biedenkopf auf der Stand- fchetbe mit 175 m, auch schoß Herr GaSdtrektor Eberle von hier mit gleichem Glücke auf diese Scheibe; den Preis auf der dritten Scheibe, Auflegstand, erhiett Herr Restaurateur Dörr Hierselbst mit 120m Entfernung. Doch auch der gemütliche Teil des Festes war nicht minder anziehend. Mit Konzert und Tanz von nachmittags 3 Uhr an bis spät abends bet gutem Bier und dazwischen daS lustige Knattern der Gewehre, gestaltete sich daS Ganze zu einem recht lebhaften Schützenfeste und zeigte, daß der hiesige Schützen- Verein noch immer lebenskräftig ist und sich vielseitiger Sympathie auch in weiteren Kreisen des Publikums erfreut.
Marburg, 24. Aug. Aus Mainz, 20. August, wird geschrieben: Heute morgen gegen halb 5 Uhr entleibte sich am Tritonplatz ein Student der Universität Marburg, namens Stubenrauch, indem er einen Schuß auf sich abfeuerte, der ihn in den Kopf traf. Ueber die Motive des verzweifeltm Schrittes ist noch nichts Bestimmte« er« mittelt. Der Unglückliche wohnte seit einigen Tagen in