Einzelbild herunterladen
 

Marburg, Dienstag, 10. Juni 1884.

r. 1»«

OhklhesWe ZtitW

MM

ng:

lldes.

Ein altes Klagelied.

iwvch ii.

«n gegenwärtigen Zeit, wo die friedlichen und 6e- ~ L __ rtitf fXLiki oto hör Ältfeprprt

nVL CTß Oll «O "k WV V4V *

. V711 t .tonbtn Bestrebungen auf dem Gebiete der äußeren Wunsch^ Rneren Polite so manche guten Fortschritte gemacht Oklr. tlfln P* (i-F- Ali* hör (Änfftuttirt Sftnitm hnfe fic6 bie

hen (D,

im ZE

Bäckermjjj

chustellen, und noch weniger, sie mit einer Auszeichnung

Die Luft tu uufereu AufeuthaltSräumeu.

(Schluß.)

IE I Die Zuleitung j Ren als die Ablc

. Der vcl

en.

termtg.) itti:

S

iu $W- 1884.

Cochinchinas. Die Franzosen besetzen alle geeignet er­scheinenden Punkte in Annam und einen Teil von Tonking. Die Zitadelle von Hue erhält eine ständige Garnison. Patenotre erhielt hinsichtlich der Entschädigung der käthoflsLen Missionen eine Zusicherung CbinaS. Die kompromittierten Mandarinen werden amnestiert. DieAgevce Havas" meldet, sie glaube zu wisien, daß bei der gestrigen Unter- redung Lord Granvilles mit Waddington ein Einverständnis Frankreichs und Englands in der Konferenzfrage erzielt worden fei. Weiter' Meldungen aus Hue sagen:'Die annamitische Regierung nahm den Vertrag mit Frankreich ohne Acnderung an. Annam wird unter das französische Protektorat gestellt; in seinen Beziehungen zu fremden Mächten wird Annam durch die französischen Residenten vertreten. Cochinchina, Annam uud Tonking treten zu einer Zollunion zusammen. Die Ausführung der öffentlichen Arbeiten, Post- und Telcgraphenwesen, Finanz- und Zoll- Verwaltung stehen unter einheitlicher Verwaltung, welche der Direktion eines französischen diplomatischen Agenten unter­steht. Der Gesandte Patenotre beabsichtigt, von Hue am 25. Juni sich nach Hongkong zu begeben. Der Senat nahm mit 156 gegen 115 Stimmen den Gesetzentwurf bctr. die Ehescheidung in erster Lesung an.TempS" meldet ebenfalls das franco-britische Einverständnis und meint, dasselbe basiere auf der Fixierung der Okkupations­dauer und der internationalen Finanzkontrvle.

Madrid, 6. Juni. In der Debatte des SmatS über die Adresie berührte NovalicheS die Revolution von 1868 und gedachte in anerkennendster Weise der Königin Isabella, die daS einzige Opfer der Revolution gewesen sei. Der Herzog de la Torre hob hervor, er habe sich loyal dem Könige Alfons angeschloffen, in besten Regierung er eine Garantie für die öffentlichen Freiheiten und daS Glück des Landes erblicke. CanovaS de Castillo resümierte, die Debatte habe, ohne irgend welchen Widerspruch seitens der Repu­blikaner zu finden, konstatiert, daß die R volution von 1868 durch die Zwietracht unter den monarchistischen Parteien entstanden und bei den Urhebem derselben die Begründung der Republik nie in Frage gekommen sei. In den parla­mentarischen Kreisen erblickt man in der Debatte deS Senats eine Befestigung der gegenwärtigen Regierung, da stch herauSst lle, raß die hervorragenden Vertreter fast aller Parteien der Monarchie ihre Unterstützung leihen, iwelchr gegenwärtig weniger Gegner zähle, als irgend jemals.

London, 7. Juni. Lord Granville hatte gestern im auswärtigen Amte eine längere Konferenz mit dem Vertreter Frankreichs Waddington. Wie derStandard- erfährt, erwartet das englische Kabinet am Montag von der französischen Regierung eine wichtige Mitteilung betreffs

|i bedenken."

I Dis erlaubt sich in Frankreich ein Mann, der bet siinen Landsleuten den Ruf eines berühmten Schriftstellers Meßt und als Kritiker die Leidenschaft und den Haß -icht über die Kunst zu stellen vermag I Armes Frankreich!

»uenut iuni i| > Uhr

angewendet findet. einem größeren Bedürfnisse zu genügen im stände sei. Ebensowenig wie eine Semmel im stand- ist, den Hunger einer Familie zu stillen, ebensowenig kann eine enge Röhre einem größeren Luftbedürfnis genügen.

Obgleich der Wert der Ventilation immer mehr aner­kannt wird, so geschieht diese» doch nicht in dem Maße, als e« notwendig ist. Wenn viele Wohnräume nur von wenigen Personen und auf kurze Zeit benutzt derselben auch nicht bedürfen, so ist dieses aber fast immer der Fall bei Werk­stätten und namentlich bet Schlafstuben, in denen stch mehrere Menschen 6 bis 8 Stunden oufhalten, ohne daß in dieser Zeit einmal ein Fenster oder Thür geöffnet wird. Der unangenehme Geruch, der einem beim Eintritt in eine Schlafstube entgegenkommt, ist ein genügender Beweis dafür. Hier sollte jeder Familienvater, dem daS Wohl seiner An­gehörigen am Herzen am Herzen liegt, nicht müßig bleiben, sondern ernstlich auf eine regelmäßige Luftreinigung Bedacht nehmen. Nebenbei sei hier erwähnt, daß die Berliner Bau- gewerk-Zeitung Nr. 72, Jahrgang 1883 S. 617 schreibt, daß nach Angaben der Milchkur-Anstalt zu Frankfurt a. M. nach Einrichtung der Ventilation bei gleichbleibenden FütterungS- und sonstigen VerhSltnisien der Mehrertrag der Milch derartig zugenommen hat, daß dieser einer um 13 Prozent erhöhten Verwertung des FutterS gleichkommt.

Wenn die Ventilation bei dem Vieh eine so günstige Wirkung hervorbringt, so läßt dieses auch den Schluß zu, daß dieselbe bei den Menschen günstig einwirken würde.

ES ist gewiß nicht zu leugnen, daß eS bei bewohnten und vorhandenen Häusern nicht immer leicht ist, zu helfen und oftmals große Kosten verursacht. Wenn aber der Hausbesitzer daS ernstliche Bestreben hat, auch nach dieser Richtung sein HauS zu verbeffern, so wird fich doch oftmals Gelegenheit dazu finben. Bei Neubauten ist aber meisten» durch Anbringung von einigeu Röhren in der MauerstSrke schon ein wesentlicher Erfolg zu erreichen, ohne daß die Kosten sich erheblich erhöhen. Brüning, Baumeister.

-.,n nimmt entgegen: «Litton d. Blattes, 1 »djlnnoncen-Bureaur Aa-senst-i" und Vogler urt a M , Ham. I? lllagbeburg».Wien; Uis Moffe in Frankfurt Berlin, München und *" L. Daube und "la. M.,

auf Mich

tergasic 6. bsamen ji rhr zur 'M lige gut«! i ihre Al« s gtfl.«

Mari»

hun, gZ listigen Hunden bereitet...... Der Frankfurter Vertrag

pingt uns zwar, die deutschen Kaufleute, Spekulanten, z stibkiter und Spione aufzunehmen, aber er verurteilt uns mm ' «cht, die Werke ihrer Künstler in einem nationalen Salon 1*DU ...7 'r. " ___«... -in-.

...j der Luft hat oftmals mehr Schwierig- .............Ableitung, weil hierbei darauf Rücksicht zu lernen ist, daß dieselbe mit einer Temperatur und einer Geschwindigkeit eingeführt wird, bet welcher sie nicht lästig auf den Körper etnwirkt. Bei warmem Wetter, wo man stch meistens durch Oeffuen von Fenster helfen wird, kommt ii weniger in Betracht, für den Winter aber wird nament- stch, wenn der Temperaturunterschied groß ist, e» von be- knberet Wichtigkeit. Klappfenster, Glasjalousien und der- Mchcn wirken ebenso wie seitliche Oeffnungen, wenn auch die Stellung so ist, daß dadurch der Luft zunächst eine Achtung nach oben gegeben wird. Bei größerem Tempr- r°turunterschied wird die Luft nicht soweit durch Berührung mit den Leitungsflächen vorgewärmt, daß sie ein Bestreben ladj oben erhält und ebensowenig lst die Geschwindigkeit, mit welcher sie einiritt, groß genug, um die ihr durch die schräge Stellung mitgetcilte Richtung behaupten zu können. ®ei Wind könnte dieses wohl der Fall fein, bann wird «bet wieder soviel Lust eintreten, daß die vorhandene warme Nt nicht ausreicht, ihr die nötige Wärme mitzutetlen. 8m besten wird die Lust vorgewärmt, wenn man dieselbe . - ® mittelst eines unter dem Fußboden liegenden Kanal« zu ~ " kinem ummantelten Ofen leiten kann. Annähernd erreicht »an dasselbe, wenn man die Lust zwischen Wand und Ofen «insührt. Sonst empfiehlt -S stch, die Einströmöffnungen

. »v Fußboden anzubringen und die Luft in Blechrohren gauSd»» Vit verhältnismäßig großer Oberfläche bis nahe zur Decke iu führen. Durch die Blechrohre wird die Lust etwas> vor- Kwärmt und kommt bann mit einer solchen Geschwindigkeit Zalai^ vt der Decke an, daß st- dort aus eine größere Entfernung Uch auSbreitct und Gelegenheit findet, sich mit der dort be- Mdlichen warmen Luft zu vermischen. Je nach der G-ötze W»r Rohre bezw. der Menge der Lust genügt diese Art der

Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d. BlatteS, sowie d. Annoncen-Bureaux Jügersche Buchhandlung in Frankfurts. M.; Hermann- scheBuchhandlung daselbst; Adolf Steiner i.Hamburg; Jnvalidendank in Berlin, Dresden und Leipzig; I. Barck u. Co- in Halle; W. Thiene» in Elberfeld.

aße 28.

ltdergejll

) bei

Sauer,

m Nr. li

chsehgL tu; ®'

- * ^,'n Frankfurt

* Lin, Hannover u. Pari». ___________________________________

5ISISESM

4 Für in der Expedition zu erteilende Auskunft und Annahme von Adressen werden 25 Pfg- berechnet ______

Deutscher Reich. !

Berlin, 7. Juni. Der Kaiser, der Kronprinz und die Großherzogin von Baden besuchten heute, als am St-rbetage des Königs Friedrich Wilhelm III., dessen Mausoleum zu Charlotteuburg und verweilten dort einige Zeit In stiller Gedächtnisfeier. Anläßlich der morgigen Investitur des Prinzen Heinrich mit dem spanischen goldenen Vließe findet bei dem Kaiser ein Diner statt, an welchem außer den Mitgliedern der königlichen Familie die Staats­minister, die Feldmarschälle, Generale der Infanterie und Kavallerie, der spanische Gesandte teilnahmen. Der ReichS-Anz." meldet: Da die Hoffnung, die Kaiserin bei der Grundsteinlegung de» ReichstagSgebäudeS gegenwärtig zu sehen, stch voraussichtlich nicht verwirklicht, will der Kaiser nicht nur für stch, sondern danach auch für die Kaiserin drei Hammerfchläge auf den Grundstein vollziehen. Fürst Bismarck mit Gemahlin und Söhnen ist foeben hier eingetroffen und vom Publikum auf dem Bahnhofe lebhaft begrüßt worden. DieNordd. Allg. Ztg." mel­det: Die Deputation der TranSvaal-Republik, bestehend aus dem Präsidenten Krüger, dem Kriegsminister Smit und dem Regierungsmitglied du Toit, trifft heute in Berlin ein und wird während ihres mehrtägigen Aufenthaltes vom Kaiser empfangen. Die Namen der Vertreter der südafrikanischen Republik sind in Deutschland nicht unbe­kannt, dieselben haben einen entscheidenden Einfluß auf die Ereignisse ausgeübt, denen die Regierung der Transvaal- Republik die heutige Form ihrer Unabhängigkeit verdankt. Die Deputation wird morgen an dem Diner bei dem Kaiser teilnehmen. ___________________

AuVlaud.

Agram, 7. Juni. Im Landtage forderte Josipovic den Abg. Statcevic zu näherer Erklärung eventuell zur Zurücknahme der gestern gebrauchten Ausdrücke auf, durch die stch tie Majorität beleidigt erachte. Starc-vic ant­wortete ausweichend, Josipovic erklärte, er werde sich auf einem anderen Wege Satisfaktion verschaffen. Der Präsi­dent erteilte Starevic für die Beleidigung des Hanse» eine Rüge. Josipovic ließ von Starcevic Genugthuung fordern. Starcevic leugnet die beleidigende Absicht und erklärt sich bereit zum Abbitteti.

Pari-, 7. Juni. Die Mutter d-s Botschafters be Courc-l, beten Erkrankung CourcelS Hierherreise veranlaßte, ist gestern gestorben. AuS Hue wirb heute gemeldet, baß ber Vertrag Frankreichs mit Annam unterzeichnet worden ist. Die Provinzen Binthuan unb Thanghoa werben Annam zurückgegeben. Die Schulben AnnamS bleiben be­stehen, daS Zollsystem AnnamS wird dasselbe, wie dasjenige Erwärmung bis zu einer äußeren Temperatur unter Null, bei geringen Robrabmeffungen auch bis 10 bi» 15° Kälte. Die Rohre kann man, um sie weniger hinderlich zu machen, in Nischen in die Wand legen, es empfiehlt stch dann aber, die Nischen 1520 cm weiter zu machen, als die Rohre, damit dieselben auch von ber Seite noch Wärme aufnehmen können. Bei größeren Luftmengen unb kaltem Wetter wirb bann eine Vorwärmung in einer besonderen Kammer, welche mit Heizvorrichtungen versehen ist, notwendig. Bei einer weiteren Ausführung kommt man bann auf die Luftheizung, welche stch überhaupt für viele Fälle empfiehlt. ES ist wohl selbstverständlich, daß man die frische Luft nur solchen Plätzen entnehmen darf, an denen eine Verunreinigung der­selben nicht stattfinden kann.

WaS sodann die Anbringung der Zu- und AblcitungS- öffnungen anbelangt, so stnd dieselben so zu legen, daß die eingeleitete Lust möglichst erst den ganzen zu ventilierenden Raum durchströmt, ehe sie zum Ableitungsrohre gelangt. 8dtet man die frische Lust am Boden ein, so wird die Ab­leitung an der Decke stattfinden, und umgekehrt, strömt die frische Luft an ber Decke auS, so würben bie AbführungS- öffnungen nahe bem Boden sein, jedoch möglichst entfernt vom Ofen auS oben angeführten Gründen. Sollte man di- Ableitungen nicht nahe dem Boden anbringen können, bann wirb es ratsam sein, zwischen Decke unb ter Oeffnung wenigsten» 1 m Zwischenraum zu lasten, ba sonst für eine Winterv-ntilation zuviel Wärme verloren geht. ES kann baS Gesagte jedoch nur im allgemeinen Gültigkeit haben unb besondere Fälle werben auch eine besonbere Erwägung notwenbig machen.

Die Größe ber Zu- unb Abführungsöffnungen muß in jebem Falle besonberS berechnet werben. Hauptsächlich kommt babei die Höhe derselben und der Temperaturunter­schied in Betracht. Näher hierauf einzugchen, würde über da» gesteckte Ziel hinauSgehen, nur möchte ich dem Glauben b^egum, daß eine Weste vsu 10 bis 15 an, nie mau sie

n pelle.

ten ©tilii t sicher, KonettK derRadis cht-LcideM schreibe in nichts ireif. wie®

<n ließ man auch der Hoffnung Raum, daß sich die llüng Frankreichs zu Deutschland bestere und der fana- 7^lMe giftige Groll der Franzosen gegen daS Deutschtum ___[21 ^winden werde. Mehrere Monate hindurch glaubte erfamthi, «li an diese Hoffnung, denn cS waren keine neuen er Sch»« Mfchenhetzen in Frankreich in Scene gesetzt worden, jutti U ,an hörte sogar da und dort in französischen Zeitungen rtoen h gerechte» Urteil über Deutschland und zumal , gaben die Miich ytenben französischen Staatsmänner in dieser Hinsicht ein n>iro aehe Mb Beispiel.

Botftaui Gift und Groll gegen das Deutschtum sitzt aber den ------- i-intofen leibet doch noch in dem Herzen, wir besitzen

M dafür wieder eklatante Beweise. Viele französische und TTHlflfi 80111 Pariser Fabrikanten erklärten Deutschland als den iWlMMjen wie wirtschaftlichen Todfeind Frankreichs, weil Ue leistungsfähige deutsche Fabrikate gegenwärtig von Franzosen gern gekauft werden. WaS soll ein solcher

Muß bedeuten?! Ist daS nicht der helle Wahnsinn! rBie viel französische Ware, schlechte wie gute, wird nicht in Deutschland gekauft.

Die widerwärtigste Art der Deutsch-nhctz-n besteht aber Mitt, daß Mitglieder der französischen Geistesaristokratie ßch zu Ungerechtigkeiten und GesinnungSroheiten gegen die tattoe Kunst hinreißen lasten, wie e» vor wenigen Tagen dir französische berühmte Schriftsteller und Mitglied der Mer Akademie Edmond About gezeigt hat. Der Fall idug stch folgendermaßen zu: Die Preisrichter der fran- [Men KünstlergesellschaftSalon" in Paris hatten dem flitschen Maler v. Stetten eine Medaille verliehen und 'wurch den heftigsten Zorn Edmond AboutS erregt. Dcr- tjtfte schreibt:Seit dieser liebe Fürst von Bismarck, auf fa Recht des Stärkeren fußend, mich mit Mistgabelstößen tt meiner lothringischen Heimat fern hält, kann ich mir Tlfönter erklären, wie die Untertanen des deutschen Reiches ? litt in Frankreich den Empfang finden, den man bat