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Marburg, Mittwoch, 30. Januar 1884.

XIX. Jahrgllllg.

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solchen kommen wird, der hierher gehörigen internationalem Wege wärtigen französischen gewiß nicht auSgehen.

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Jagdbezirke, welche Personen sind und tigten bejagt werden besonders auf die

sollen, wurde angegriffen, indem man oft sehr umfangreichen gemeinsamen da« nur zeitweise Eigentum mehrerer

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Auge« -er Seele.

Novelle von Wilhelm Jensen.

O, nicht zu begreifen, Noch solch' ein junger Geselle zu sein Und hinaus in den Wind, in den FrühlichtSschein Ein sorgloses Lied zu pfeifen!

hin bei der Unwahrscheinlichkeit der alsbaldigen Erledigung dieser Materie noch einige Jahre hingehen, ehe die Gleich­stellung von Lehrern und Richtern wirklich erfolgen kann. Die Budgetkommission bewilligte alle Forderungen der Re­gierung für die höheren Lehranstalten. Betreffend die Woh- nungSgeldzuschüssen erklärte die Regierung, daß sie aus dem ihr zur Verfügung stehenden Fonds nur den Gemeinden einen Zuschuß bewilligt, welche selbst zur Bewilligung deS WohnungSgeldeS nicht im stände sind. Es wurde dabei anerkannt, daß es nicht möglich sei, für die Konstatierung der Prästationsunfähigkeit der Gemeinden fest nach Zahlen formulierte Grundsätze hinzustellen, daß vielmehr die ganze Finanzlage der Gemeinden und ihrer Einwohner in Betracht zu ziehen sei. Ebenso wurde Kap. 121 (Elementarunter­richtswesen) bewilligt, darunter die Mittel für 19 neue Kreisschulinspektorstellen. Die zur Unterstützung unver­mögender Gemeinden bei Elementarschulbauten in den vor­jährigen Etat zum erstenmal aufgenommenen 500 000 Mk. wurden weiter bewilligt, nachdem der RcgierungSvertreter eine Nachweisung über die Verwendung der Fonds vor­gelegt hatte. Der Hauptteil des Fonds ist den östlichen Provinzen zu gute gekommen. Von feiten der Regierung wurde u. a. erklärt, daß das Schuldotationsgesetz bald zur Vorlegung an den Landtag gelangen werde. Im Extra« ordinarium wurden die Mittel zur Restauration der Schloß­kirche in Wittenberg bewilligt, ferner 500000 Mark für das naturhistorische Museum in Berlin. Dagegen wurden die geforderten 124000 Mark für ble. Errichtung eines

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Und doch voll zu begreifen, wenn nur das Haar, da« Herz nicht bleicht I Wenn dies alle« bewahrt, wa« Leben ihm Köstliches gebracht, doch cs nicht für sich begehrt, sondern für die, deren Jugend heut ein Recht darauf besitzt I Dann schlägt da- Herz, ob jung oder alt, unverändert,

geschickes ein. ,

Leuchtend weckte und begrüßte mich der andere Morgen. Ich begab mich an meine Arbeit, doch cs war der erste Maitag, und die wonnigeSchönheitStrunkenheit derEmpfindung widersprach zu sehr der ernsten Ausdauer des Gedankens. Oft zog es mich vom Schreibtisch ans Fenster, um den entzückten Blick bald auf der Nähe verweilen, bald in die dustverhängte Weite schweifen zu lasten; alle holdseligen Träume der Jugend, die der Mai mir einst mit diesem süßen Anhauch um die Stirn geweht, wurden in meiner Erinnerung wach. Mit einem leichten Ranzen auf der Schulter wanderte draußen ein junger Bursch pfeifend t:~ sonnigen Bergabhang zu.

Illustrierte« GormtagHblatt,

Mie für die Abonnenten der Kreise Marburg und Kirchhain

Amtlicher Anzeiger für die Kreise Marburg und Kirchhai«

Triumphe im Auge

Chinesen zu Paaren zu treiben, als den hungernden Ar­beitern daheim Brot zu verschaffen.

Wie cs ihm mit den Chinesen glückt, davon wird auch für die Arbeiterfrage viel abhängen. Geht eS gut, so ist nichts qewister, alö daß man sie im Siegesrausch sich selbst überlasten wird, geht eS aber schlecht, so kann die soziale Frage allerdings sehr rasch so riesengroß dastehen, daß alle Bcschwicktigungskünste nicht mehr verfangen.

botanischen Instituts und Gartens in Kiel abzelehnt. Die Jagdordnungs-Kommission setzte gestern abend ihre Be­ratung fort. Die Bestimmung des 8 4, daß selbständige ein Miteigentum von mehr als drei nur von höchstens drei Bevollmäch-

schwerlich Anklang finden, obwohl die hohen Löhne zum Teil daran schuld sind, daß der Absatz der französischen Erzeugnisse auf dem Weltmärkte zurückgegangen ist, woraus sich wiederum die Arbeitsstockung im Lande erklärt. Ein europäischer Kongreß zur Verhandlung der Arbeiterfrage, den er zum Schluß vorschlägt, hat einstweilen wohl noch keine Aussicht Daß es früher oder später aber zu einem bezweifeln wir nicht. Die meisten Fragen können wirksam nur auf erledigt werden. Von der gegen« Regierung wird der Anstoß dazu Herr Ferry hat nur auswärtige und denkt weit mehr daran, die

Familienbefltze und

Erben bei ungeteilten Erbmassen hingewiesen. Schließlich

Gefesselt bückte ich mich weiter vor, doch mein Auge Hieb außer Stande, etwas andere« als den schwarzen Umriß ik« Thurmes zu unterscheiden. Nur an der gleichen Rauerwand mit mir selbst nahm ich undeutlich eine Regung Mahr; zur Linken mußte sich dort, ein wenig tiefer noch, »in Fenster befinden und ein Kopf aus demselben vorgeneigt kn, der sich bei einem, von mir verursachten Geräusch panisch umgewandt hatte. Da« Sternenlicht ließ nicht W als einen matten, weißlichen Schimmer erkennen; er lim mir wie ein weibliche« Gesicht vor, verschwand jedoch ,i gleich wieder. Offenbar hörte drunten ebenfalls jemand M wundersamen Geigenspiel zu, daS jetzt bald daraus , Mummte. Ich begab mich aus meinem neuen Nachtlager fSt Ruhe, schlief indeß nicht so rasch al« am Abend zuvor S. Die verklungenen Töne folgten mir noch nach, und umherschweifenden Gedanken riefen auch die Frage wach, zugleich mit mir au« dem Fenster drunten hinuberge« ^scht haben möge. ES konnte nur Frau Jmthurn, ihre Achter oder die Magd gewesen sein; die letztere sah nicht ^nach aus, als ob sie sich ihr Schlafbedürfnis durch einen Musikalischen Genuß beeinträchtigen laste, außerdem hatte

Anzeigen nimmt entgegen - die Expedition d. BlatteS, sowied. Annoncen-Bureaux Jägersche Buchhandlung in Frankfurt a. M; Hermann- scheBuchhandlung daselbst; Adolf Steiner i. Hamburg; Jnvalidendank in Berlin, Dresden und Leipzig; I. Barck u. Co. in Halle; SB. Thienes in Elberfeld.

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So viel hat die soziale Reformbewegung in Deutsch- .... v tob auch außerhalb desselben doch schon gewirkt, daß man cr in w it Not der Masten nirgends mehr gänzlich zu ignorieren M, sondern ihr wenigstens schöne Worte widmet.

Lies scheint dir Bedeutung der Notstandsdebatte zu Frau Ki rotc pe jUr Zeit in der französischen Deputierten- wmer stattfindet. Daß eS der republikanischen Mehrheit D ernst ist, wird niemand bezweifeln, der ihr bisheriges Malten ben sozialen Fragen gegenüber mit einiger Auf- s Wob« «nkMkeit verfolgt hat. Aber auch für die übrigen Par- verm [ rien scheint die Politik die Hauptsache zu fein, die Lln- mnz der Not und die Besterung der Zustände erst In unter Linie zu kommen. Schon deshalb kann von einer Lier krständigung über irgend welche praktische Maßnahmen Gefl Bl Rede fein, so daß die Regierung wahrscheinlich keiner bchwieiigkeit begegnen wird, wenn sie fchlleßlich einfache " Ligesordnung vorfchlägt. , _ c

_____- Im ganzen und großen ist die Pariser NotstandS- ---Watte also nichts alS ein prastelnde« Feuerwerk, das vor 4 Wt Augen der leidenden Masten abgebrannt wird. Die« schließt indessen nicht aus, daß im einzelnen ganz gute und N GeM lichlige Gedanken zum Vorschein kommen. So läßt eS sich ; 8. hören, wenn der Abg. de RoyS die Begünstigung ttt Hansels- und VerkehrS-Jnteresten vor denen der Land- cklschast betont und auf die Notwendigkeit einer Ent­lastung des Grundbesitzes hinweist. Nicht minder Recht fit Herr de Mun mit feinen Klagen über die rnaßlofe , zu K« Konkurrenz des Manchestertum« und die dadurch bedingte bruarlA sicherproduktion auf allen Gebieten des Gewerbefleißes, lmermam ®mn er freilich weiter verlangt, daß die Arbeiter sich ge- »ihnen müßten, ihre Ausgaben herabzufetzen, d. b. stch Der di ®it geringeren Löhnen zu begnügen, so wird er damit

XiAeint täglich außer an ben Werktagen nach Sonn« und Feiertagen. Preis für bas Quartal mit der wöchentlichen BeüageJllustrtrteS SonntagSblatt durch die Expebitlon (Koch fche * Buibtudetei) bezogen 2/* Mark, durch die Postämter des Deutschen Reiches 2 Mark 50 Pfg (erd. Bestellgebühr.) - 3nfertion3gebttl)r für bte gespaltene Zeile 10 Psg.

Für in der Expedition zu erteilende Auskunft und Annahme von Abreffen werben 25 Psg. berechnet

wurde der betreffende PastuS gestrichen und eln Zufatz an­genommen, der jene Beschränkung für solche Holzungen einführt, wie fie in § 1 des Gesetzes vom 14. März 1881 bezeichnet find. Der § 5 der Vorlage ändert daS Jagd­gesetz von 1850 grundsätzlich dahin ab, daß nicht ferner jeder Gemeindebezirk ohne Rücksicht auf seinen Flächen­inhalt einen Jagdbezirk bildet, sondern daß hierzu eine be­stimmte Minimalgröße und räumlicher Zusammenhang der Grundstücke erforderlich sein soll. Man lehnte Anträge, welche das bestehende Gesetz in dieser Beziehung aufrecht erhalten wollten, ab und behielt die Beschlußfassung über eine zu bestimmende Minimalgröße der nächsten Sitzung vor. Die konservativen Mitglieder der Steuerkommlsston haben beantragt, hinter § 21 (vor dem Veranlagungs­verfahren) die folgenden beiden neuen Paragraphen einzu­schieben: 8 21». Die nach ben §§ 1921 aufgestellte

denn es fühlt den vertrauten Glückesschlag in der fremden Brust, hebt, nicht erkaltet und verarmt, ihre ganze Lust, ihr kühnes Hoffen und ihr seliges Bangen immer aufs neue wieder mit an, und endet im Innersten, wie eS begonnen.

O Blindheit, die übcrschwängliche Schönheit deS Lebens mit der trüben Brille armseliger Afterweisheit dunkel zu sehen! Nicht blind allein, fühlloS muß sie sein, jede« freudigen Sinnes entbehren. Sie, die uns das Dasein al« (in Danaergeschenk beweisen wollen, sie müssen nie, au« der Engnls ihrer brütenden Bücherstube hervorgekommen, über der Blütenwelt solches Malenmorgens gestanden haben, von einem Duft, einem Sonnenstrahl, einem unnennbaren Gefühl fo ins Herz beseligt worden sein, daß sie nicht wissen, ein traumhaftes Augenblicksempfinden dieser Art wiege lange Stunden les Leidens auf, sammle eine Sonnengoldfülle im Gemüt, um auch schaurige Winternächte noch zu erhellen und zu erwärmen, daß eS selbst im Schmerz und Unglück, unter aller Mißgunst des LebenSgeschickeS schöner noch ist, zu sein, als nicht zu fein. Nur wenn das Organ, daS Herz euch fehlt, die HimmelSgabe solchen geheimen Wonne- reichtnms aufzunehmen, dann habt ihr traurigenWelt- weisen" Recht!

Das klopfte, mich mit warme« Dank für das flüchtige Wundergeschenk des Lebens erfüllend, in meiner Brust. Dann heftete ich plötzlich einmal meine Augen überrascht schärfer auf einen Punkt über den weißen Kirschbaumwipfeln deS Zwingergartens hinaus; drüben an dem offenen Fenster des EpheuthurmgemachS erschien eine hochgewachsene Mannes­gestalt, neigte stch jetzt heraus und zeigte mir das ein« neh..:en--e Gesicht m IncS ersten Bekannten in der Stadt,

jgr Für die Monate Februar und März Osthei Men alle Postanstalten (auf dem Lande die Land­nöten) auf die

Oberhesfische Zeitung

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S, ? zufällig schon gesehen, daß ihre Kammer nach der $ltaBenfette hinauSging. Wahrscheinlich gehörte daS Fenster 711, Wtn kleinen Schlafzimmer Elsbet JmthumS an, und ihre 29; 8bßen befaßen etwas, daS wie ein Accord zu den schwer- » Ahen Saitentönen stimmte, machten mir fast zur Gewißheit, 119)1 sie die lautlose Zuhörerin gewesen. Ein Halbtraum Sßij, über mich und brachte mir eine wunderliche Vorstellung,

Deutsche- Reich.

Berlin, 28. Jan. Der Kaiser hatte eine gute Nacht und erhob sich zur gewöhnlichen Zeit. Die Genesung ist eine regelmäßig fortschreitende. Der kürzlich wegen Un­wohlseins des Kaisers verschobene Hofball ist auf den 4. Februar verlegt, damit der Kaiser demselben sicher bei­wohnen kann. Bezüglich der Aeußerung deS Abgeordneten Windthorst im Landtage, er habe von Düsseldorf aus dem Generalsuperintendenten Bauer eine Disputation angeboten, aber keine Antwort erhalten, wird dieKreuzzeitung" von Bauer um die Mitteilung ersucht, daß er von einem solchen Anerbieten weder durch einen Bries, noch durch eine Zeitung, noch sonstwie ein Wort gehört habe, also auch nicht in die Lage gekommen fei, das Anerbieten anzunehmen oder abzulehnen. An das Abgeordnetenhaus wird dieser Tage eine Petition von Gymnasiallehrern auS Hesien-Naffau nnd Westfalen (vorbehaltlich des Anschlusses von Lehrern au« anderen Provinzen) gelangen, worin das altbekannte Gesuch wiederholt werden soll, die Lehrer höherer Unter­richtsanstalten den Richtern erster Instanz an Rang und an Gehaltsbezügen gleichzustellen und insbesondere die Lehrer von Anstalten nicht königlichen Patronats an dieser Auf­besserung teilnehmen zu taffen. Das Anliegen gehört ge­wissermaßen zum eisernen Inventar der Petitionskommission deS Abgeordnetenhauses. Der Widerstand der Regierung, welcher freilich durch die Finanzlage hinlänglich erklärt war, hat bisher eine Besriedigung der durchaus gerechtfertigten Wünsche der Gymnasiallehrer verhindert. Vielleicht sind die Aussichten der Petenten j tzt bessere geworden, nachdem die Absicht der Einbringung eines SchulootatlonSgesetzes greifbare Gestalt anzunehmen beginnt. Doch werden immer-

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der Geiger im Epheuthurm stehe in einem Herzensver­hältnis zu der Tochter des Hauses und habe eben für fie aus der Tiese seiner Empfindung so zauberisch gespielt. Darüber wachte ich noch einmal zu vollem Bewußtsein auf, fagte mir, die thörichte Traumeinbildung abschüttelnd, mtleidSvoll:Die Arme wer sie einmal gesehen, weiß, baß sie vielleicht fteunb östliche Zuneigung, doch niemals Liebe einflößen kann," und ich schlief mit einem Seufzer über die unverdiente Bitterkeit manches herben Menschen-

nimmt entgegen: Kitwn d. Blattes, i > Ännoncen-Bureaux ft*

[3i ^. Rerlin, München und mar M G L. Daube und Frankfurt a. M., ^jn,Hannover ».Paris.