Hast oder 50 Mk. «Mdstrafe geahndet werden könne. Dem ächst wird auch die Zweite Kammer mit der Jmpf- verwtigerung-angelegenheit befaßt werden, da in einem An> trage eine« Abgeordneten die AbLnderunq der hessischen Ausführungsverordnung angeregt worden ist und auch der obige Verurteilte sich schon vor einiger Zeit mit einer Petition an die Stände gewandt hat.
SarUruhe, 4. Jan. Durch landesherrliche Verordnung wird eine Werkmeisterprüfung eingeführt. Diese Prüfung ist dazu bestimmt, die Befähigung solcher Angehörigen der Baugewerke darzuthun, denen öffentliche Dienste oder Funktionen im Gebiete der Staat«, und Gemeindeverwaltung übertragen werden sollen, welche Kenntnisse und Fertigkeiten im Hochbauwesm erfordern und nicht den im Fache der Eivilbaukunst Geprüften übertragen werden. Die Bedingungen für Zulasiung zu der Werkmeisterprüfung be- stehen in der ReichSangehörigkcit, in der Zurücklegung de« 21. Lebensjahres, in Erreichung fachlicher Vorbildung durch Besuch sämtlicher Kurse der Baugewerkschule oder jein« andern gleichwertigen Anstalt, endlich im Nachweis prak- ttscher Thätigkeit während dreier Jahre, von denen etwa die Hälfte dem Geschäft eines Poliers oder Bauführer» ge- widmet gewesen sein muß, und genügender Leistungen. Die Prüfung (schriftliche und graphische wie mündliche) erstreckt sich auf Arithmetik, Elemente der Algebra, ebenso Geometrie und Stereometrie, Elemente der Trigonometrie, praktische Geometrie (Behandlung der Kreuzscheibe und des Nivellier- instrumentS), Physik und Mechanik, Baukonstruktion in Stein, Holz und Eisen, Feuerungekunde, bürgerliche und landwirtschaftliche Baukunde, Baumaterialienkunde, Bau- führung, Kenntnis der auf die Bau- und Feuerpolizei be- züglichen allgemeinen Vorschriften, Feuerlöschwesen. Der Gesichtspunkt, von dem auS alle Aufgaben in den praktischen Fächern gegeben werden, ist der, daß die zu Prü- senden sich über den Besitz derjenigen Kenntnisie nnd Fertig leiten aurzuweisen haben, welche notwendig sind, um im Gebiete des bürgerlichen Bauwesen« Pläne, Beschreibung und Kostenvoranschläge in der Ausdehnung auf fämtliche dabei zusammenwirkende Gewerbe zu entwerfen und die Ausführung derartiger Bauten im ganzen Umfange zu leiten. Diejenigen, welche in der Prüfung bestanden haben, erlangen hierdurch die Bezeichnung .Werkmeister". — Zum Direkwr der Baugewerkschule dahier ist an Stelle deS wegen Krankheit in den Ruhestand versetzten Herrn Bäumer der Professor Kircher ernannt worden.
Küucht», T. Jan. Die Abgeordnetenkammer hat heute bei der Beratung der Hagelversicherungs-Vorlage den Artikel 2 der Vorlage, betreffend die Freiwilligkeit des Beitritts, wiederhergestellt und die Artikel 3, 4 und 5 nach den An- trägen des AuSfchuffeS angenommen.
AnDlaud.
Oe«f, 7. Jan. E« heißt, Herr von Gier« werde Montreux im Laufe der Woche verlaffen und feine Rück- reife antreten.
Pari», 7. Jan. Eine dem Ministerpräsidenten Ferry zugrgangene Depesche TricouS fagt, der Hof zu Hus habe ihm eine Erklärung zugestrllt, in welcher der Hof und die Regierung von Annam ihre Zustimmung zu dem Vertrage vom 25. August offiziell aussprechen und e» dem guten Willen Frankreich« überlassen, etwaige Erleichterungen deS Vertrages etntreten zu lassen. Der französische Text deS Vertrage« soll allein für die Bedeutung deS Vertrages maßgebend fein. Tricon sollte von dem vom Regentschaft«- rate umgebenen Könige heute empfangen werden. Tricon rühmt den Takt und die Geschicklichkeit, sowie den Mut, den Champeaux unter kritischen Verhältniffen an den Tag gelegt habe.
Loudon, 7. Jan. Die .Daily News" melden aus Kairo pon gestern: Der Khedive und die Minister sind nicht gewillt, der Forderung der britischen Note zuzustimmen. Man betrachtet die Demission deS Kabinetts und die Ernennung Eyub Paschas zum Nachfolger Cherif Paschas als unmittelbar bevorstehend. Der Khedive soll erklärt haben, er werde nur bei der Anwendung von Gewalt zurücktreten. , „ u ,
Sofia, 6. Jan. Der Fürst schloß gestern die National- Versammlung mit einer Rede, in welcher er den Deputierten für ihren Eifer dankte, die beschloffenen Verfassungsänderungen hervorhob und bemerkte, die Militärfrage werde mit der bevorstehenden Ankunft des neuen KriegSmtnisters ihre Erledigung finden. Der Fürst betonte, er rechne auf die fernere Mitwirkung der Deputierten zur Erhaltung der Ordnung und zur Förderung deS Wohles des Landes.
Kairo, 7. Jan. Eine Note der englischen Regierung an das egyptische Kabinett konstatiert, die Königin von Großbritannien habe gegen die Abtretung des östlichen Sudan an die Türkei und gegen die Absendung einer türkischen Expedition zur Wtedereroberung der Sudan-Pro- vinzm nicht« einzuwenden, vorausgesetzt, daß die Türkei alle Kosten trage und die Expedition von Suakim anSgehe Das britische Kabinett erklärt, ihm erscheine eS unmöglich, daß Egypten mit eigenen HülfSmitteln die Eudan-Provinzen wieder werde erobern können; vaS Kabinelt rät deshalb der egyptischen Regierung an, sofort alle Truppen bi« nach Badi-Halfa oder bis zum zweiten Nilkatarakt zurück- »»ziehen. Der Vertreter England«, Bering, ist angewiesen, auf diesem Punkte bestehen zu bleiben. Das egyptische Kabinett hat noch keine Entscheidung getroffen und dem Khedive von jedem übereilten Entschlüsse abzeraten. — <3 Uhr nachmittag«.) Gegenwärtig findet ein KabinettS- 4«t in Cherif« Privat-Wohn ing statt; der Khedive ist nicht
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Pirmafen«, 6. Jan. Heute morgen wurde au« dem zum Bahnhof fahrenden Postwagen ein Briesbeutel mit angeblich 40000 Mk. Inhalt gestohlen.
— Dem einstimmigen Beschlüsse der Universität München
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entsprechend, überreichte eine Deputation unter Führung Peilen- koferS dem Prinzen Ferdinand von Bayern für seine glänzende Differtation über .die Anatomie der Zunge" ba« betreffende Diplom. AuS der Ansprache PettenkoferS sind folgende Worte besonders hervorzuheben: .Ihr Werk wir° Aufsehen erregen. In der Wiffenschaft gilt kein Vorrang der Geburt, die Fachautoritäten versichern, daß Ihr Werk, selbst wenn e« anonym erschienen wäre, hohe Anerkennung würde gefunden haben. ES sei daher dem Prinzen die höchst« Ehre dargebracht worden, welche die Fakultät in der Promotion honoris cauia zu erteilen vermöchte." — Prinz Ferdinand ist neben Karl Theodor nun der zweite .Doktor" in der Königlichen Familie.
— (Der Komet.) Profeffor Pignorini vom Observatorium zu Parma meldet, daß der am 1. Sept. v. 3- entdeckte Komet jetzt während der Nacht im Sternbild des Drachen, nordwestlich von .Gamma" desselben sichtbar ifl Er steht vorläufig noch wie ein feinet Nebel aus, erschein nahezu rund, zeigt einen deutlichen Kern und auch d« Rudimente eine» Schweife«. Nach anzestellten Berechnungen ist dieser Komet der von PouS im Jahre 1812 entdeck«, der jetzt von seiner Weltreise in die Sonnennähe zurück- kehrte, nachdem er im Mai 1848 noch 600 Mill. Meilen t von der Sonne entfernt war. Seine kürzeste Entfernung i nehi von der Sonne wird er am 25. Januar und von der Erd« I M (63 Millionen Meilen) am 8. Januar d. I. erreich^- \ Ah Am 11. Januar wird er dem nächtlichen Beschauer ein sehr glänzende« Bild bieten und 145 Mal Heller leuchten, al« am Tage seiner Entdeckung. Die allenieueste Meldung über den Kometen besagt: Der Kern mit der Nebelhüm ist jetzt für das unbewaffnete Auge sichtbar und hat de» Glanz eine» Sterne« dritter Größe. Der Schweif war nur schwer mit freiem Auge zu erkennen. Im Teleskop mochte er etwa fünf Monchreiten lang sein. Zur Aus« findung de« Kometen sei noch bemerkt, daß der Komet jetzt schon nicht mehr im Sternbild M Drachen, sondern W
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Vermischte».
Berlin, 6. Jan. (Groß Feuer im Kronprinzlichen Palais) wurde beute nachmittag bald nach 4 Uhr dem größten Teile unserer Feuerwehr signalisiert und bald ras. selten auch von allen Seiten die zahlreichen Wagen mehrerer Kompagnieen in der vollsten dankte heran, mit dem Fackelmeer den ganzen Platz zwischen dem Palai«, dem Opern- Hause und dem Kastanienwäldchen hell erleuchtend. Die große Zahl brr Spaziergänger Unter den Linden vermutete tagebu den Herd de« Feuer« im Opernhause und strömte nun mit gö2" aller Macht dorthin, wurde jedoch bald von der Schutz- B ihre Mannschaft zurückgehallen, da die ganze Paffage an dieser folge Seite gesperrt war. Auf alle Nachfragen erhielt man nur n den die Antwort, daß e» sich um eine Hebung handele und diese int V Auskunft zu erteilen hatten auch alle SlcherheitSbeamtcn M • Instruktion erhalten. DaS Publikum läßt sich aber einmal ,— mit derartigen Redensarten nicht «bsprisen und erfuhr denn auch bald, daß in dem mit dem Palais be« Kronprinzen in Verbindung stehenden Prinzessinnen-PalaiS ein nicht un- bebeutenter Balkmbrand statt habe unb baß et ziemlich ge- W" jährlich gewesen, ging schon daran« hervor, daß ein Dutzend Wagen der Feuerwehr über eine Stunde den Platz vor . . dem PalaiS besetzt hielten. Hierbei möchten wir noch einen R , kleinen Unfall erwähnen, der einen Spritzenwagen, welcher im schnellsten Tempo die Linden heruntergefahren kam, vor H dem Ministerim de» Innern passierte. Hier angelangt, ver- » lot der Wagen da« linke Hinterrad, fiel auf die Seite und au« « konnte bei der schnellen Gangart bet Pferde erst nach einigen lM hundert Schritten zum Stehen gebracht werden, während t W die Bedienungsmannschaften sich nur mit Mühe festhalten betrag! konnten. Diesem Hebel wurde bei der vorzüglichen Drganb jedem sation der Feuerwehr aber sehr bald abgeholfen; schnell Mich waren die Reserveteile in den Händen der Mannschaften, btRl die den schweren Wagen so leicht wie einen Spielball In zuruck! die Höhe hoben, der Schaden war in zwei Minuten repa- auf ei riert unb unter dem „Hurra" der Menge jagte die Spritze bet T ihrem Bestimmungsort zu. lung I
— (Schneefall mit dunklem Staube.) Zn ton x der Nacht vom 18. zum 19. Dezember hat sich im Sauer- »M lande zwischen Agger unb Lenne ein Schneefall ereignet, der du bei welchem merkwürdigerweise äußerst feiner bunkler Staub stien- mit aus der Lust kam. Der Wetterwarte bet .Kölnischen selbst Zeitung" sind hierüber von zwei verschiedenen Seiten Be- 8«ten richte eingegangen. Lin Beobachter zu Gimborn schreibt: »°geo „Als ich am Mittwoch den 19. Dezember gegen 7>/< Uhr W morgen« vor ba« Hau« trat, bemerkte ich auf dem krisch «n -r gefallenen Schnee eine schwarze Staubdecke. Unter derselben E hatte der Schnee seine gewöhnliche Farbe. Der Staub sollen mußte also wenige Minuten vorher gefallen sein, da e« der T gegen 7 Uhr noch schneite. Erkundigungen, die ich sofort Südd nach allen Richtungen rinzog, ergaben, daß man in allen tag" Ortschaften bet Umgegtnb mit Staunen diese Erscheinung .'daß t beobachtet hatte. Felder, Wiesen, Gärten, Wege waren % gleichmäßig mit dem Staude bedeckt. Ein Mann au« einer hause« eine halbe Stunde entfernten Ortschaft, den ich kurz vor davor 8 Uhr antraf, erzählte, daß er auf dem Wege von Hause zisch bi« hierher zu seiner Verwunderung alle« mit diesem seinen Staube bedeckt gesehen habe. Der Staub wat so fein wie da« feinste Mehl unb zeichnete sich auf dem Schnee sehr deutlich ab; besonder« wenn man mit dem Fuße Den Schnee fortstieß, so zeigte sich der Kontrast zwischen Schwarz und
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। Marburg.
zugegen. Da« Ministerium besteht auf seiner Demission, welche heute nachmittag oder morgen stütz eingereicht wird.
«twyork, 7. Jan. In Belleville (Illinois) ist ein Kloster der Nonnen zur .Unbefleckten Empfängnis" abgebrannt. Die Jnsaffen wurden von einer Panik ergriffen. Mehrere Zöglinge und Lehrerinnen sprangen zum Fenster hinaus und wurden getötet oder tötlich verletzt: andere sind verbrannt. Soweit bekannt, sind 22 Zöglinge und 5 Nonnen umgekommen.
Hesse«-Russa«.
Marburg, 8. Jan. Es ist in letzter Zeit wiederholt die Beobachtung gemacht worden, daß ba« Petroleum von verschiedenen Händlern entnommen, sehr schlechte Leuchtkraft besitzt. Während beim Anzünden einer gereinigten und mit Petroleum neu versehenen Lampe die Flamme von derselben Leuchtkraft ist, die sie früher stet« gezeigt hat, bildet sich nach etwa zweistündigem Brennen eine harte Kruste oben am Docht und die Flamme leuchtet nur noch sehr mangel- haft. Wir lesen nun In der „Köln. Zig.", daß auch anderwärts dieselbe Beobachtung gemacht ist; au« Mannheim wird nämlich der erw. Zeitung geschrieben: „Die diesige Petroleumbörse widmet augenblicklich einer wichtigen Frage sehr große Aufmerksamkeit. ES wird nämlich seit kurzer Zeit bei den Petroleum-Großhändlern in auffallender Welse seitens der Kundschaft Klage geführt, daß daS amerikanische Erdöl nicht mehr die Leuchtkraft besitze, wie dies früher der Fall war. ES pflegt vielfach nur die Hälfte d<« in die Lampen eingefüllten OelS zu cetbrennen, und e« soll diese Beobachtung besonders bei den Orlen gemacht werden, die im Sinne der kaiserlichen Verordnung über den EntflammnngSpunkt testiert worden sind. Ist auch di« jetzt ein ursächlicher Zusammenhang dieses Uebel- stände« mit bet gesetzlichen Forderung geringer Entflammbarkeit noch nicht al« erwiesen zu betrachten, so liege doch die Vermutung dazu sehr nah. ES werden nun genauere Nachforschungen angestellt, ob nicht auch andere Hrsachen, als ungenügende Dochte, schlechte Brenner u. s. w. den zu Tag getretenen Erscheinungen zu Grunde liegen."
Marburg, 8. Jan. Nach einer uns zugehenden Mitteilung, wird die Gothaer Feuerversicherungsbank ihren Teilhabern in diesem Jahre eine Dividende von 75 Prozent vergüten.
— Der Herr Oberprästdent unserer Provinz hat, nach dem .Amtsblatt," genehmigt, baß der Vorstand der RettungS- anstalt zu Hof Reith bei Schlüchtern für diese Anstalt im Jahre 1884 eine einmalige Sammlung freiwilliger Beiträge bei den evangelischen Einwohnern im Regierungsbezirk Jtaffd — mit Ausschluß bei Kreises Rinteln — sowie im Stabtkreise Frankfurt a. M. durch polizeilich legitimierte Kollektanten veranstalten darf.
— Der Architekt Karl Schäfer aus Kaffel, der Erbauer be« hiesigen UnlversttätSaebäudes und anderer Hniversität« - Institute wurde zum RegierungS - Baumeister ernannt.
— Der bisherige ordentliche Profeffor an der Hniversität zu Gießen, Dr. PeScatore (vordem hier in Mar- bürg) ist zum ordentlichen Profeffor in der juristischen Fakultät der Hniversität zu Greifswald ernannt worden. — Dem Kataster-Kontroleur Werner In Rinteln ist der Titel als Rechnungsrat verliehen.
— ES wurde bereit« mitgetdlt, daß sich In London ein Verein deutscher Lehrer gebildet hat. Die Zahl der in England befindlichen deutschen Lehrer (und Lehrerinnen) wird auf 8000 angegeben. Der Verein stellt sich drei Aufgaben: 1. die Hebung der deutschen Sprachlehre, 2. die Verbesserung be« Statuts kompetenter Lehrer unb 3 die Ausschließung von Lehrern ohne Certifikate der Kompetenz oder andere Qualifikation. Herr Tuchmann wurde zum Präsidenten und Herr Reichardt (der Urheber der Bewegung) zum Sekretär des zu gründenden Verein« gewählt.
— (Vakante Stellen für Militäranwärter im Bereiche des 11. Armeekorps.) Apolda, Postamt, Landbrlefträger, 618 Mk. Gehalt. — Kaffel, königl. Eisen- bahn-BetriebSamt (Maln-Weser) zu Kaffel, 3 Schaffner- biitare, pro Monat je 60 Mk. — Gießen, königl. Eisen- bahn-Betriebsamt (Main-Weser) zu Kaffel, 2 Schaffner- biitare, pro Monat je 60 Mk. — Frankfurt a. M., königl. Eisenbahn - BetriebSamt (Main-W-ser) zu Kaffel, zwei Schaffnerbiätare, pro Monat je 60 Mark. — Frankfurt am Main (Bornheim) Postamt, Postschaffner, 1040 Mk. Gehalt. — Heppenheim (Bergstraße), Postamt, Landbrief- triger, 658 Mk. Gehalt. — Montabaur, Postamt, Land- brieftriger, 612 Mk. Gehalt. — Vilbel, Postamt, Land- brlfträger, 612 Mk. Gehalt. — Wiesbaden, Postamt, Postschaffner, 980 Mk. Gehalt. — Wiesbaden, Postamt, Briefträger, 980 Mk. Gehalt.
Schwei«»berg, 7. Jan. In hiesiger Gegend zeigen sich schon 'Frühlingsboten. Vorige Woche brachte eine Botenfrau au« Marburg deutlich ausgebildete, im Freien gepflückte Kirschenblüten mit. Auch aus dem ©artenlanbe ausgesetzte Topfpflanzen sangen bereits zu treiben an. — In einem benachbarten Dorfe hat sich ein Mann dadurch, daß ihm Anilinfarbe in eine Wunde kam, eine Blutvergiftung zugezogen, so daß er hoffnung«loS barnleberlkgt. ES geschah dadurch, daß er sich beim Aufziehen eines Seile« die Hand verwundete, und da e« kalt war, kurz darauf ufmu mit Anilinfarbe gefärbten wollenen Handschuh oi» stets PnH die Farbe in die noch feuchte Wunde kam. .Tiiannt. -W (?ExpeÄ'^.