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xvm. JahlMg.

Marburg, Mittwoch, 19. Dezember 1883.

296.

OhchesMt Jätung

jen nimmt entgegen:

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Erstes Blatt

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Der Nr. 1 künftigen JahreS wird ein Wandkalender

Tros der Beilagen bleibt der Abonnement-Preis der * u c l ' CY1 /> flvltftlfPTT 11t

vom Landtag.

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Bti Fortsetzung der Beratung de- Etat» de- Wttnl-

? o - Butten 7 wenn wir ihn faßten, hätten hängen müssen, $u Kal! un7 ba.u fehlte uns die rechte Lust."

er 188$- Die Grschichte wirbelte damals viel Staub auf,

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9 So erzählte ich nichts Neues," hieß es weiter,aber

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. et Trotz der Benagen vtervr wi wvu«« und «<°ithertge. Um aber die Beilagen vollständig erhalten zu r? innen, wolle man die Bestellungen vor Ablauf Dezember 9in<. snnftfmten nehmen Bestellungen an.

c»uf das mit dem 1. Januar 1884 beginnende neue Quartal erfuchm wir, bei der Post die Bestellungen

aße 30.

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«achen. Alle Postboten nehmen Bestellungen an. Marburg. Exped. der Oberh. Ztg.

wanderte. Ob er frei gelassen wurde oder auSbrach, mag Gott wissen. Sicher ist, daß in voriger Woche plötzlich eines Morgens mein bestes Pferd fammt Sattel und Saumzeug im Stall fehlte, zugleich die Kunde sich ver­breitete, der Einäugige habe wieder einmal unsere Land­schaft betreten. Pünktlich setzten wir uns auf die Spuren des Diebes; hier und da fragten wir auch die Leute au«, die den alten Einäugigen gefehen und für einen harmlosen Reisenden gehalten haben wollten, und so überzeugten wir uns bald, daß er denselben Weg zur Flucht gewählt hatte, wie vor Jahren. Dadurch wurde unS freilich klar, datz er hier am Ort einen Partner haben müsie, und wär S auch nur die alte KrSmerfrau, wenn sie noch lebt. Um unsere Nähe nicht verfrübt kund zu geben und den Schurken in seinem Versteck aufzustören, verabredeten wir heute ein anderes Verfahren. Einige Kameraden blieben mit den Pferden zurück, wogegen wir Beide uns mit Dunkelwerden zum Kundschaften auf den Weg nach hier begaben. Denn dieses Mal sind wir nicht gesonnen, ihn entschlüpfen zu lasten, und wäre sein Haar so weiß, frisch gefallener Schnee, daß man ihn für einen frommen Patriarchen halten möchte. Das wäre ungefähr die Hauptfache, und wenn Sie der ehrliche Mann sind, als welchen ich Sie anredete, und der auf den guten Ruf feines Ortes nur einen Stroh­halm gibt, so werden Sie uns nach bestem Misten Auskunft über den alten Sünder erteilen. Und gesehen haben Sie ihn, oder Sie wären nicht so schnell mitnet Bedingung zur Hand gewesen."

Gewiß sah ich ihn," gab Abel bereitwillig zu,und zwar am gestrigen Tage. Auch weilt er noch in der Nachbars aft, wie ich aus sicherer Quelle erfuhr. Dagegen bestreite ich, daß er im Einverständnis mit der alten Lady. Dir ist nämlich eine so rechtschaffene Perfon, wie nur je

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M. 9,W 12/'O 15,00 nsendung von dein (4115

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eine im ehrlichen Handelsgeschäft sich mit einem mäßigen Profit begnügte. Betrat Euer Mann aber ihre Schwelle, so geschah'«, um sie unter schweren Drohungen zur Heraus­gabe ihres ganzen Geldes zu zwingen."

So machte er sich mit seinem Raube bereits auf den Weg?"

Das nicht. Wird aber nicht eingeschritten und zwar zwischen jetzt und Mitternacht, so hat er bis dahin mit dem Pferde fammt dem Gelbe der alten Lady das Weite gesucht."

So wär's zu spät, unsere Kameraden herbeizurufm oder sie zu erwarten?"

Ich denke, ja; aber wir sind unserer Drei. Hätte ich nur einen herzhaften Mann zur Seite, wollt' ich mich ver­pflichten, dem Schurken bis in fein Versteck hinein nachzu­folgen und ihm das Handwerk auf einige Zeit zu legen."

Wie entdeckten Sie ihn?"

Durch Zufall. Wollen Sie mich begleiten, so fagen Sie's. Wenn nicht, so muß ich mich nach einem anderen Beistand umsehen." ,

Was Andere ausrichten, bringen auch wir fertig, wenn Sie unS an ben Ort führen."

Gut," erklärte Abel,führen will ich Sie, und eS müßte ein besonderes Mißgeschick malten, gelänge eS nicht, ihn krumm zu schnüren, bevor er eigentlich weiß, um was es sich handelt. Nur eine Bedingung stelle ich: Es muß mir überlasten bleiben, den Zeitpunkt zum Handeln zu bestimmen. Ich traue ihm nämlich eine deSparate Natur zu"

Die besitzt er zuverlässig," bestätigte der jüngere Farmer einfallend;wie zu dem Gaul, mag er auch zu Schießzeug gekommen fein, und er ist sicher nicht der Mann, seine Freihest, wohl gar das Leben, billig zu verkaufen.",

(Fortsetzung folgt)

»theke

dann noch der Abg. Seehusen, sowie wiederholt die Abgg. ThileniuS und Reichensperger.Abg.Graf zu Ltmburg-Stirum ist schließlich der Meinung, daß für die praktischen Jnteresten der Landwirtschaft der Meteorologie kaum eine erhebliche Bedeutung zukommen möchte. Darauf wird das Kapitel bewilligt.

Beim Kapitel: Standesämter werden von pol­nischen Abgeordneten die alten Klagen über die Germani- sterung polnischer Familiennamen wiederholt, während die­selben von anderer Seite als berechtigt nicht anerkannt werden. Borkommenden Falles ist Korrektur eingetreten; amtlicherseits wird, wie namentlich der Abg. Hahn kon­statiert, streng darauf gehalten, daß die Familiennamen ge­schrieben werden, wie es die Tradition verlangt, und daß nicht im geringsten tendenziös verfahren werde. Abg. W i n d t - horst wünscht, baß die ganze Buchführung wegen der Ehe­schließung bett Gerichten übertragen unb ble übrigen Ein­tragungen ber Geistlichkeit wieder zurückgegeben werben.

Mit betn 1. April 1884 geht nach bem Organisations- Gesetz ble Aufsicht über ble Stanbesämter auf eine andere Behörbe über. Abg. Dirichlet wünscht, baß in­zwischen noch von ben gegenwärtigen AufstchtSbehörben ein Bericht über ble bisher bei ben Standesämtern gemachten Erfahrungen amtlich eingefordert werbe, um erfahrungS- rnäßig wieberkehrende Irrtümer zu vermeiden und eine Aenderung der Formulare herbeizuführen. Von feiten beS Regierungstisches wurde eine Erklärung nicht abgegeben. Die folgenden Titel wurden ohne Debatte genehmigt.

Bei dem Kapitel Landrätliche Behörden und Aemter brachte Abg. v. Hönika die bekannte Angelegenheit des KreiSdeputierten Baron v. Ohl en und des Gemeinde­vorstehers Fuhrmann zur Sprache, jedoch nur, um den Herrn Minister zu bitten, eine Instruktion an die Land­räte zu ertasten, worin denselben empfohlen wird, mit den KreiSeingesestenen in gefälliger Form zu verkehren. Abg. vr. v. Heybe brand konstatiert, daß der ic. Fuhrmann wegen seiner allgemeinen Widersetzlichkeit unb Unbot- rnäßlgkeit durch die vom Bezirks - Verwaltungsgericht be­stätigte Entscheidung beS KreisauSschusteS seines Amtes enthoben sei. Sehr zu beklagen sei, daß die Preste, speziell daSReichsblatt", diese Angelegenheit in einer die be­treffenden Selbstverwaltungskörperschaften verletzenden Weise bargestellt habe, lediglich, um auS der Sache zu Wahl­zwecken Kapital zu schlagen. Der betreffende Kreisaus­schuß sei von jeder politischen Tendenz bet seiner Entschei­dung vollständig fern gewesen.

Abg. Dr. Meyer (Breslau) will den Gemeindevor­steher Fuhrmann gerade nicht verteidigen, findet jedoch besten Verhalten menschlich entschuldbar. Die prinzipielle I Frage aber sei nur ble, ob eS zulässig fei, daß ber arme

teriumS des Innern würben vom Kapitel 83 ble Titel 2 bis 8 ohne Debatte genehmigt. Titel 9 setzt für außer­ordentliche Remunerationen unb Unterstützungen für Büreau-, Kanzlet- unb Unterbeamten des Ministeriums 4500 Mk. ans.

Abg. Rickert beantragt, diesen Titel ber Budgetkom- | Mission mit bem Ersuchen zu überweisen, in eine Erörte­rung der Grundsätze, nach welchen in Preußen Gratifikationen und Remunerationen an Beamte erteilt werben, einzutreten und darauf Bedacht zu nehmen, daß über diese Grundsätze ein Vermerk in den Etat ausgenommen werbe.

Abg. vr. Winbthorst stimmt zwar bem Anträge zu, verwahrt sich aber dagegen, mit Zustimmung zu demselben zugleich die Tendenz zu billigen, von welcher der Antrag­steller nach seinen neulichen Ausführungen bei seinem An­träge geleitet ist. , c ..

Abg. v. Rauchhaupt erklärt sich Im Hinblick auf ble politische Motivierung beS Antrages durch ben Antragsteller namend ber Konservativen gegen denselben; desgleichen namens ber Freikonservativen der Abg. Frhr. v. Zedlitz- Nenktrch. Der Antrag Rickert wurde indes von der Mehrheit angenommen. , ,

Bei dem Kapitel: Statistisches Bureau beklagt Abg. v. Meyer (ArnSwalde), daß die Dorfschulzen zu viel mit statistischen Aufgaben behelligt werden, wie denn überhaupt zu viel Statistik getrieben werde. Dagegen wünscht er eine genaue Statistik des bäuerlichen Grund­besitzes bet möglichster Einfachheit der von den Schulzen den bäuerlichen Besitzern vorzulegenden Fragebogen.

RegierungSkommissar Geh. Rat v. b. Br in cf en be­merkt, baß bie Staatsregierung diese Frage, bereit Richtig­keit sie vollständig anerkenne, fortgesetzt im Auge behalte. Auch ber Abg. Dirichlet stimmt bem Abg. v. Meyer barln zu, baß den Gemelnbevorständen ost überflüssige sta- tlstische Fragen vorgelegt werben. DaS Kapitel wurde

bewilligt.

Beim Kapitel Meteorologisches Institut em­pfiehlt Abg. vr. Hnyßen eine Anfbefferung der Remune- rlerungen für die Beobachter an den meteorologischen Stationen. Abg. R e i ch e n s p e r g e r (Köln) weist dagegen auf die Unzuverlässigkeit ber meteorologischen Beobachtungen hin unb nimmt dabei namentlich auf die Overzlerschen Prognosen Bezug. Abg. vr. T h i l e n i u S legt seinerseits den meteorologischen Beobachtungen großen Wert be und bittet, wie früher wiederholt, um endliche Reorganisation des meteorologischen Instituts. RegierungSkommissar Geh. Rat v. d. Brincken erklärt, daß ble Regierung für ble Overzlerschen Prognosen natürlich keine Verantwortung übernehmen könne. Wegen ber Reorganisation deS meteo­rologischen Instituts hoffe ble Regierung in nächster Session

An ^dn Debatte üÄef« Gegenstand beteiligen sich > Teil mtt der Härtesten Strafe bilegt werde und der andere

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^ie$Bomit Sie eimäumen, daß der Schurke in ber Thai wieder feinen alten Weg nahm. Gut. Ihre Bedingung ist gerechtfertigt, und so hören Sie: Zehn, zwölf Jahre mag's her sein-war selber damals ein junger Bursche- als in unserer Gegend einem Nachbarn das beste Pferd von ber Weide gestohlen wurde. Selbstverständlich thatm wir uns zusammen, um ben Räuber einzuholen. Aber er hatte einen zu großen Vorsprung und saß auf einem guten Pferde; denn vier Tage ritten wir auf seiner^te, bis wir hier eintrafen. Da hieß es, bei bet alten Krämerin sei ein Einäugiger eingekehrt, unb als wir dort nach ihm suchten, war er verschwunden. Wir vermuteten ftelli$, bafe die Frau ihm davongeholfen oder ihn versteckt habe, denn vor ihrem Hause endigten alle Spuren, wogegen wir °aS Pferd im Walde auf einer Lichtung "uskundschafteten, allein was sollten wir machen ohne Beweismittel? Wir standen daher von weiterem Nachforschen ab, jumal wir ben

22 Die alte Lady.

Erzählung von Balduin Möllhaufen.

Abel sann einige Sekunden nach. Die beiden Fremden erschienen ihm wie vom Himmel gesendet, doch bevor er Auskunft erteilte, erklärte er vorsichtig:ES käme für mich immerhin darauf an, zuvor zu erfahren, waS auf dem

erklärte Abel, als bet Farmer eine Pause eintreten liefe, .war selber zwar noch Kinb, aber alt genug, «m bie An«

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ig aus « gelegenfeeit zu verstehen.

Berlin, ben 15. Dezember.

DaS H e r r e n h a n S erkblgte heute ble Jagdordnung is zum S 52 im wesentlichen nach den Kommissions- Anträgen. Zu $ 43 wurde gegen den Widerspruch des RegierungSkommiffars ein Antrag beS Herrn v. Manteuffel angenommen, wonach bie Jagd durch den Ansitz (Anstand) während einer Stunde vor Sonnenuntergang bis eine Stunde nach Sonnenaufgang in der Entfernung von .weniger als 300 Meter von der Grenze des Jagdgebiets Franka nld)t auSgeübt werden darf. Die zu den §§ 46 unb 47 ch. Kauf gestellten KornmifsionSanträge (Abgabe vonTageS-Jagd- liheinpfal Llnen Qn Richtpreisen) würben vom Minister bekämpft, von bem Haufe aber genehmigt; ein Antrag der Grafen an bete von Ziethen und von Schwerin zu § 52, bk Sagb an Sonn* unb Festtagen zu unter jagen, würbe gleichfalls vom Minister bekämpft, der diefe Angelegenheit an anderer Stelle geregelt wissen will, vom Hause aber mit 55 gegen 44 Stimmen angenommen. Fortsetzung ber Beratung morgen.

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alle Ar rldigst machen zu wollen.

In ber heutigen (17.) Plenarsitzung des Abgeorb- --------inetenhaüses ehrte das Hau- zunächst baS Anbeuten Abzabluv M verstorbenen Mitgliedes, des Fthrn. von bem Knefe- beet, in bet üblichen Weise durch Erheben von den Sitzen. Vom Herrenhause ist ber Entwurf bet Lanbgüterorb-

6lettbtjit 1884 beigefügt.

Anzeigen nimmt entgegen'; die Expedition d. BlatteS, sowie d.Annoncen-Bureaux een®. L.Daube u.Co. in Frankfurt a. M-; Jägersche Buchhandlung daselbst; Hermansche Buchhandlung daselbst; Jnvalidendankin

Berlin; W. ThieneS in Elberfeld; 6. Schlotte in Bremen.

©erlitte nung für bie Provinz Schlesien eingegangen, itett, r " '' - --------- ""

rli Oberhessische Zeitung

* Cr jo ihren Beiblättern

Illustriertes Sormtagsblatt,

- ro[c für die Abonnenten der Krelfe Marburg unb Kirchhain e Amtliche Nachrichten für Die Streife Marburg

und Kirchhain,

184 füii- tigen nimmt entgegen: Sden W-diti°n ".Blatte-, "luen V ^d.Annoncen-Bureaux n mir e l». Dietrich Co. in

2 und Hannover; Th. rich in Frankfutt a.M.;

i .(»nftein u. Vogler in ei mir tzj gtfurt a. M., Berlin, .ig, Köln re.; Rudolf nhpr 7 e in Berlin, Frank- noer igy |urt,

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