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DHM^ Zu beziehen durch die N. G. Elwert'schc Universitäs-Buchhandlung iu Marburg.

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(Fortsetzung folgt.)

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Symptome einer besonderen Typhusform. In Neapel ist seit mehreren Monaten kein amerikanisches Schiff ein­gelaufen.

Paris, 27. Sept. Die „Agence Havas" meldet aus Hanoi, vom 26. Sept.: ES geht das Gerücht, die schwarzen Flaggen hätten Sontay geräumt und die Zitadelle den Annamiten überlasten. Die Ortschaften Phung, Lugna und Day sind gleichfalls geräumt. Der Feind zog sich auf das andere Flußufer zurück. Biele Mandarinen zeigten Harmand ihre Unterwerfung an. — Jules Ferry kon­ferierte gestern mit dem chinesischen Gesandten Tseng. Heute findet eine weitere Konferenz statt. Die Antwort Chinas auf die französischen Vorschläge ist indes noch nicht ein­getroffen.

Tiefe gestürzt; er habe sich dabei am Treppengeländer ge­halten und vom Riehl einen Schlag oder Stich an den Kopf erhalten, der eine blutige Wunde verursacht, dann sei er mit dem Geländer und einer Quader in die Tiefe ge­fallen, wobei ihm der Oberarm gebrochen. Die Angeklagten leugnen den größten Teil der Vorgänge, zumal Heinrich Benner, auch wollen verschiedene Zeugen wenig, Kaspar Diehl, der in der Wirtsstube dabei war, gar nichts von Mißhandlungen gesehen haben. Der Gerichtshof entnimmt aber aus den sehr zurückhaltenden Zeugenaussagen die Schuld der Angeklagten und verurteilt Hoffmann zu 3 Wochen, Benner zu 6 Tagen und Riehl zu 14 Tagen Gefängnis. — 2. Heinrich Läckel von Sterzhausen ist beschuloigt und des­halb bestraft, weil er mit noch anderen einem Kameraden eine Flasche Schnaps übgenommen und mit den letzteren sofort gen osten hat. Die Strafe lautete auf 6 Wochen Gefängnis, wogegen er appellierte. Die Strafkammer be­schließt neuen Termin auf den 5. Oktober und Ladung der beiden anderen Beteiligten. — 3. Müller JohS. Zistel zur Aspenmühle bei Wollmar schoß bei Wollmar am 16. März auf fremdem Gebiet auf einen bunten Vogel, es soll dies ein Habicht gewesen sein. Das Amtsgericht erkannte auf 30 Mk. Geld- event. 6 Tage Gefängnisstrafe und Kon-

findet genügenden Aufschluß in den erschienenen Festschriften, sowie in dem zitierten Aufsatze deS Herrn von Miller. Man ist in der Ausführung der Details vielleicht etwas zu minutiös zu Werke gegangen. An der Kaiserkrone z. B. sind alle Embleme genau nach der Graf Stillfriedschen Zeichnung eingetragen, am Adler desselben jeder einzelne Edelstein mit photographischer Genauigkeit ausgearbeitet worden. „Mit derselben Sorgfalt" — schreibt ein Augen­zeuge der betreffenden Arbeit — „als ob die Krone, welche über 40 Fuß hoch über dem Boden in die Lüfte ragen wird, in Zukunft nahe vor das Auge deS Beschauers hin­gerückt werden sollte, mit derselben Sorgfalt befestigte der Ziseleur sein Perlenstäbchen um das Gußstück, welches den Brillanten andeutet." Es mag diese Gewissenhaftigkeit für die künstlerische Wirkung der einzelnen Teile deS Monu­ments von großer Bedeutung sein, für den künstlerischen Totaleindruck ist sie es absolut nicht; Krone und Antlitz der Figur sind dem Betrachtenden durch ihre Stellung weit auS dem Gesichtskreis gerückt, und daß die einzelnen Teile des Kunstwerkes aus ihrer Höhe so bald wieder zur Erde gelangen werden, läßt sich weder glauben noch erhoffen. Dennoch gewährt das Bewußtsein dieser sorgfältigen Detail­arbeit eine gewiste Befriedigung. Ein Werk gleich diesem Nationaldenkmal soll nicht nur den Ruhm seines Erfinders,

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Das Ratioualdeukmal auf dem Riederwald.

Sin historischer Rückblick von I. Schrattenholz.

(Schluß)

Richten wir unser Auge von den beiden Untersockeln aufwärts, wo das eigentliche Postament des Denkmals sich erhebt. Der Fuß desselben trägt einen glatten Fries, auf besten vier Seiten, in gleicher Höhe mit dem Reichsadler, die Wappen der deutschen Lande eingeschaltet sind. Ein zweiter Fries, an der Pforte deS Denkmals das Eiserne Kreuz, über der Figur des Krieges einen Eichenkranz, über derjenigen deS Friedens einen Kranz von Lorbeerblüten,

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Loudo«, 27. Sept. Das Büreau Reuter meldet auS Athen: Man will hier wissen, die Pforte beschäftige sich mit der Vorbereitung eines Rundschreibens an die Mächte, worin sie sich die Anwendung des SuzeränetätSrechteS im Falle von Ruhestörungen in Bulgarien vorbehält. — AuS Hongkong vom 27. d. M. wird gemeldet: Der Prozeß gegen den bei der chinesischen Douane angestellten Aus­länder Lagan, welcher beschuldigt ist, bei den jüngsten Ruhe- in Kanton ein Kind und einen Mann getötet

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einander verbunden. Ueber ihnen steigt dann der glatte Teil deS Postaments empor, desten Vorderfläche in riesigen Initialbuchstaben die bckanute Jnschri't ziert: „Zum An­denken an die einmütige, siegreiche Erhebung deS veutschen Volkes und an die Wiedererrichtung deS Deutschen Reiches 1870—1881." Seine Seitenflächen sind mit den Namen Schlachten des großen KriegSjahreS bedacht. Oberhalb der Bekrönung des Postaments führen drei breite Stufen zu dem altdeutschen mit adlerförmigen Armlehnen geschmückten Thronsestel, vor welchem hochaufgerichtet eine steggekrönte Heroine, die Linke auf daS mächtige Schwert gestützt, mit der Rechten das neugewonnene Symbol des dcuischen Kaiser­tums, die edle Frau Germania steht. Ein frischer Eichen­kranz ziert daS anmut- und hoheitsvolle Antlitz. In langen Strähnen fließt daS prächtige, weiche Haupthaar, leicht vom Winde bewegt, über das kostbare, faltenreiche Gewand. Ein glänzender Panzer, verziert mit dem Relief des deutfchen Reichsadlers, deckt ihre Brust; eine kostbare Agraffe hält den schweren, mit Edelsteinen bordierten, majestätisch über die Schulter wallenden Mantel, der an ven Aermelausschnitten ein Kettenhemd erblicken läßt. DaS weiße, faltige, feinziseltcrte Untergewand ist mit Ranken- weck geschmückt, dem Figuren der deutschen Sagenwelt: Schwäne, Tauben, Drachen, Hirsche rc. eingewebt sind. DaS gewaltige Schwert ist mit einer Lorbeerranke bekränzt. Ruhe und Kraft, Würde unv Schönheit sind in der Riesen­gestalt gleichmäßig personifiziert, und wenn man die Plastik vorzugsweise als die Kunst des Erhabenen hingestellt hat, so ist in dieser Statue der Beweis für seine Theorie er­bracht. Man sagt, daß Schilling seine eigene Tochter in dem prächtigen Fraucnbllde idealisiert habe. Woher der

Verlag von Gebrüder Krüner in Stuttgart.

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Frische liebte, sie auf den Händen trug, brachte eS nicht über sich, ihr ein mahnendes Wort zuzurufen, sie aufzn- fordern, sich nach den Verbältnisten zu richten und einen sparsamen Blick für die Küche und Kleidung zu haben. Sein Gehalt genügte nicht für den Aufwand, und als unsere teuren Eltern kurz nacheinander die Augen für immer schloffen, da hinterließen sie unS beträchtliche Schulden, die zu tilgen mir bis jetzt noch nicht gelungen ist. Weine nicht, meine liebe Schwester, der liebe Gott hilft unS viel­leicht unerwartet," fuhr er bewegt fort, als Hannchen die Arbeit niederlegte und das von Thräncn überströmte Ge­sicht in die Hand stützte, „auch mich trifft ein Vorwurf, wenn auch mein Herz mich damals zu dem Ate trieb; durch die Bürgschaft für den Sattler, auf desten Biedersinn ich eine Kirche gebaut hätte, brach der Krug vollends den Boden; ich habe gestern für ihn bezahlen müsten und das Geld wurde mir vorgestrcckt von Julius unter der Be­dingung, daß ich Dich zu bewegen suche, ihm Deine Hand

in dieser

Herr Metropolitan Zilcher war es, den man zur ewigen Ruhe bestattete.

Bergen, 26. Sept. Unsere gauze Einwohnerschaft hatte heute einen Freudentag. Mit Sehnsucht wurde unser Kaiser erwartet und mit stürmischen nicht endenwollenden Hurrahs von unseren Einwohnern, sowie von den inzwischen mastenhaft eingetroffenen Fremden empfangen. Herr Pfarrer von Stark begrüßte unseren LandeSoater mit warmen Worten, die der hohe Herr huldreichst erwiderte nnd sich gleichzeitig die OrtSbehörde vorstellen ließ. Weiß gekleidete Jungfrauen und Kinder mit blauen Schärpen und Blumen­sträußen erwarteten den Kaiser und Fräulein Weil hatte die Ehre, demselben einen hübschen Kornblumenstrauß zu überreichen, welchen der Kaiser dankend entgegennahm und das hübsche Mädchen mit ein paar verbindlichen Worten beglückte. Der 26. September wird überhaupt für Bergen ein unvergeßlicher Tag bleiben. — Bei dem gestrigen Manöver durchbohrte gelegentlich einer Attaque der Kavallerie auf Infanterie rin Ulan einen hessischen Infanteristen. Der Unglückliche, welcher ausgedient hatte und heute entlassen worden wäre, ist gestern Nachmittag seiner Verwundung erlegen.

Wiesbaden, 27. Sept. Zum Empfange Sr. Maj.

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nationaler KrtegSgesang „Die Wacht am Rhein" „Germania" eine solche würdige, poetische Verkörperung gewonnen und daß einer seiner Söhne eS war, durch dessen

Wen öearveitet und öis auf die Gegenwart fortgeführt von WiLhotnr Müller,

Professor in Tübingen.

Mit 5abUeid>eit Illustrationen und Karten. --——

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