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K bedeuten hatte, daß seine Spaziergänge fast immer in- Mio der Heideschenke erdeten. DaS schöne Geschlecht fj ihm bis dahin gleichgültig gewesen, und eS fiel dem
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»ittn ebenfalls fleißige Besucher der kleinen Heideschenke. Ehrend der ältere es vorzog, sich langsam und bedächtig Klitsch mit der Frau Bonnet zu unterhalten, weil er sich G anders verständigen konnte, sprach der neue Grenz- Mher gern zu der blitzäugigen Tochter in französischer Drache, die er schon früher und besonders während der timpagne in Frankreich ziemlich gelernt hatte.
Berndt suhlte sich seltsamerweise zu der jungen AuS- intctin hingezogen. Er wußte eS selbst nicht, was es
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^djes alles nicht zu bemerken. Indessen änderte sie ihr Lehmen dem Stammgäste gegenüber in nichts; sie reichte ® nach gewohntem Brauch stets die Hand zum Will- ®®men und war freundlich und nett wie immer, ohne auch jgtiit das zulässige Maß t ut im geringsten zu überschreiten.
aufmerksamer Beobachter hätte allerdings manchmal in
Mienenspiel der schlanken Wirtstochter, wenn sie in ^HauS zurücktrat, jenen harten, männlichen Zug wahrten können; ja oft sogar zogm sich di- frischen Lippen im Aufwartedienst Enteilenden höhnisch zusammen und
in btt ebrach,
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Greuzfuchs.
Altmärkische Dorfgeschichte von Hermann RobolSky.
Die beiden im Charakter so verschiedenen Grenzbeamten
„Friedrich Wilhelm und daS italienische Volk.*
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Marburg, Sonntag, 19. August 1883 ‘j* »
‘s 1 iajcr Vaterland die Gefühle aufrichtiger Freundschaft, welche Seift n Deutsche Thronfolger Friedrich Wilhelm für das sich ls Th> ilbsi zurückgegebene Italien, für unseren hochherzigen König t aHt । " " "r ..... Äjr"- L "
HekliU, 17. Aug. Se. Majestät der Kaiser und König Il9t «e ,en $u der unter dem Borfltze Sr. Kaiserlichen und ’ »„glichen Hoheit des Kronprinzen veranstalteten Sarnrn- M für die Verunglückten von JSchia einen Beitrag von )000Mk. (fünfzigtausend Mark)zu bewilligen geruht.— ür unsere Leser wird eS unzweifelhaft von höchstem Jnter- sr sein, Kenntnis zu erhalten von dem Eindrücke, welchen .»J, \ bochherzige Erlaß Sr. Kaiser!. Hoheit deS deutschen o**88 Mpnnzen anläßlich der erschütternden Katastrophe von Hm* zMz auf die öffentliche Meinung Italiens hervorgebracht Mm» [t Aus diesem Grunde bringen wir an dieser Stelle die zu k-i iksvrechung zum Abdruck, welche eine« der angesehendsten Einflußreichsten politischen Journale RomS, daS „Diritto", K von unserem Kronprinzen ergriffenen hilfreichen Jnitta- ye unter der bedeutungsvollen Ueberfchrist widmet:
mb für die gesamte Königsfamilie hegt. Schon damals, kkjM noch Turin die Hauptstadt deS Staates war, hatte der e blei mchlauchtige Prinz des HohenzollernhauseS wiederholte Be- ä®t. ttije seiner Zuneigung zu der Sache Italiens gegeben.
a ließ keine Gelegenheit vorübergehen, mochten eS Police Vorfälle von allgemeiner Wichtigkeit, mochten eS Mich- Ereignisse im Schoße unserer Königöfamilic sein, m seiner Neigung für uns freimütigen Ausdruck zu leihen, Cb oftmals geschah es, daß er persönlich auf italienischem Iben, am Sitze unserer Regierung erschien, um die be- f. [Oberen Sympathien zu bezeugen, die in seinem Herzen 'ut ‘ sm die uns über alles teuren Ideale lebten. So konnte ""nr nicht fehlen, daß fein Name alsbald in ganz Italien I mit allgemeinster Erkenntlichkeit und Wertschätzung von den niedrigsten bis zu den höchsten gesellschaftlichen Schichten , ziseiert wurde und jenes heilige Band noch fester knüpfte,
[- delches zwischen den Völkern Deutschlands und Italiens
bestand, seitdem sie sür eine gemeinschaftliche Sache gemein- Mich auszogen, ihre nationale Einheit zu suchen und zu Not.
Es hätte daher für unsere Nation nicht deS Eintritts dner unvorherzusehenden Thatsache bedurft, welche den Aschen Thronfolger zur Ergreifung seiner großherzigen mb mtldthäügen Initiative für die Opfer der ungeheuren, »versehens über Ischia hereingebrochenen Katastrophe ver- rnlaßte. Wenngleich aber dieser in dem öffentlichen Erlaß gen,1 beb deutschen Thronerben so glanzvoll charakterisierte Schritt -j N für unö noch für die Italiener eine Ueberrafchung 'nW sein konnte, so ist cö gleichwohl nicht minder wahr, daß Mühe« ------ - -- —---
Sn,eigen nimmt entgegen: die Expedition d. Blatte«, sowie d.Annoncen-Buremq von ®. 8. Daube u. So. in
wir uns sämtlich von aufrichtigstem Danke gegen Friedrich Wilhelm durchdrungen fühlen, so ist eS nicht minder wahr, daß er würdig genannt werden muß, unserem jugendlichen und heldenmütigen Souverän auch in dem frommen Werke der Barmherzigkeit inmitten der Schläge des Mißgeschicks zur Seite zu stehen. Diese Verdienste eines Fürsten, welcher dereinst berufen sein wird, die Geschicke des deutschen Volkes großherzig zu letten, sind für uns das beste Unterpfand der Fortdauer freundschaftlicher Beziehungen zwischen unseren beiderseitigen Nationen, welche zu keinem anderen Wettstreite bestimmt sind, als zu demjenigen auf dem Gebiete des bürgerlichen Fortschritts, der Wissenschaften, der staatlichen Ordnung und der Gemeinsamkeit in der Wahrnehmung ihrer Interessen."
Gleich herzliche Akkorde schlagen alle übrigen patriotisch empfindenden Organe der transalpinischen Preffe an, die auch nur auszugsweise zu reproduzieren, den uns vergönnten Raum weit überschreiten hieße. Nur die „Opinione", als das älteste der politischen Blätter Italiens, sei noch erwähnt, welche den Erlaß unseres Kronprinzen an leitender Stelle, und zwar wie folgt, bespricht:
„Der Thronfolger von Deutschland.
Unsere Leser werden an anderer Stelle der heutigen Nummer unseres Blattes die schöne, liebreiche, erhebende Kundgebung Sr. Kaiser!. Hoheit des Kronprinzen von Deutschland finden.
Zahlreichst sind bis jetzt die Beweise von Sympathie gewesen, welche Italien bei dem Anlasse der Katastrophe von Ischia von feiten des Auslandes zu teil geworben. Aber ganz besonders ergreift uns alle die Herzlichkeit, womit die kaiserlichen Häuser von Deutschland und von Oesterreich-Ungarn an unserem nationalen Schmerze teilnehmen. Das Schreiben des kaiserlichen Prinzen von Deutschland trägt den Stempel der wahren Freundschaft für unser Vaterland. Nicht das erste Mal ist eS, daß Italien von dieser Freundschaft feierlich Zeugnis erhält I
Diese Höchste Kundgebung, welche der Telegraph uns stgnalisiert, sie zeigt unö die edlen und hilfreichen Herzen deS Thronfolgers von Deutschland und seiner Erlauchten Lebensgefährtin. Es erwachsen für uns daraus neue Pflichten ter Dankbarkeit, welche Italien, das wiffen wir, niemals vergessen wird!"
Berlin, 17. Aug. Der Geheime Oberpostrat Sachse in Berlin ist zum Direktor im Reichspostamte ernannt worden. — Die „Berl. Pol. Nachr." bringen bezüglich der Regierung« - Vorlagen für die nächste Landtagssession folgende Mitteilungen: Gegenüber den verschie- venen in der Presse verbreiteten Versionen über die Vorlagen für die nächste LandtagSsesston ist immer wieder daran zu erinnern, daß der Rahmen der größeren gesetzgeberischen Arbeiten in der Thronrede, mit welcher die letzte Landtagssession eröffnet wurde, bereits vorgezeichnet
dann mußte man wirklich daran zweifeln, ob daS sonst von der Natur so bevorzugte Menschenkind wohl auch weicheren Empfindungen zugänglich sein konnte.
Wieder saßen die vier vor dem Häuschen und pflogen der Unterhaltung. Die Bauern hatten sich größtenteils aus den H:imweg gemacht; nur ein paar ältere Männer sprachen noch von dm schrecklichen Kriegszeiten und den zahllosen Einquartierungen, die sie auf ihren Höfen damals fortwährend, bald von Freund und bald von Feind aufgebürdet bekommen, und wie die Freunde, die Kosaken und Baschkiren, viel schlimmer gehaust als dir gefürchteten Franzosen.
„Les Frangais ne sont pas barbares, mais les Kusses!1) HelasI“ warf Amelie plötzlich ein, da sie zufällig die Klagen der beiden Alten gekört.
„Vous avez bien raison, Mademoiselle 1“ — bestätigte Bernvt — „mais les derniers etaient nos fideles amis et sana cela notre pauvre Prasse aurait et6 perdue sans doute et pour toujour!“ ’)
„D’accord, mon brave guerrier 1“ nickte die junge Französin ihrem Gegenüber zu; indessen" — lenkte sie deutsch ein, „Ihr Land verdankt dem Kaiser Napoleon doch manche Wohlthat. Wären wohl die — corvees, — ce sont en allemand? — die — die —"
„Frondienst l" übersetzte Berndt ouShelfend.
„Wären wohl die Frondienste, die den Landman« auch hür Niederdrücken, schon abgeschafft, ohne das Machtwort deS großen WelterolererS? „Je crois que non!“
*) Dir Franzosen sind leine Barbaren, wohl aber die Russen.
') Sie haben ganz recht, Fräulein, aber die letzteren waren unsere treuen Freunde, ohne sie wäre unser armer Preußen zweifellos und für immer verloren gewesen.
.i^a nimmt entgegen: Sition d. Blatt-S. 1 ^Ännoncen-Bureaux ^'Dietrich u. Co. in 1 - und Hannover; Th. uw. WÄSi - M-, Berlin, cv . Mn rc.; Rudolf Fach,, tyi‘5 -n Berlin, Frank- surt a. M er.
arscheint täglich außer an den Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für daS Quartal mit der wöchentlichen Beilage „JllnstrirteS Smmtag-blatt" durch die Expedition (Ä o ch'sche Buchdruckerei) bezogen 2*/t Mark, durch die Postämter des Deutschen Reiche- 2 Mark 50 Psst. (excl Bestellgebühr, — JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg.
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ist. Danach wurden zugleich als Grundlagen für den demnächstigen Abschluß der Reichssteuerreform ein Schul« dotationSgesetz auf der Basis einer erheblichen Beteiligung des Staates an den Schullasten, ein Beamtenbesoldungsgesetz und ein Gesetz, betreffend die Beteiligung der Gemeinden an den Erträgen der Grund- und Gebäudesteuer, in Aussicht zu nehmen sein. Daneben tritt als Ergebnis der Verhandlungen über das Gesetz, betreffend den Erlaß der beiden untersten Stufen der Klassensteuer, die abschließende Reform der direkten Personalbesteuerung ein, also die definitive Abstufung der Steuer, die Veränderung des Anlageverfahrens, die weitergehende Berücksichtigung der die Leistungsfähigkeit beeinträchtigenden besonderen Umstände, desgleichen die Frage einer höheren Besteuerung des Einkommens aus Geldkapital. Ueber dm Stand der Vorbereitungen des letzterwähnten gesetzgeberischen Plane- läßt sich natürlich näheres nicht melden, doch gestatten verschiedene Indizien den Schluß, daß die Vorarbeiten bereitweit vorgeschritten sind. Wenn nicht besondere Hinderniffe eintreten, dürfte daher die Reform der direkten Personalsteuern die nächste Session des Landtages beschäftigen. — Da der deutsche Armee-Revolver M/79 sich nicht als vollständig praktisch bewährt hat, so soll derselbe durch einen neuen Offizier-Revolver ergänzt werden, welcher auS der Dreyseschen Waffenfabrik zu Sömmerda hervorgegangen ist. Der Armec-Revolver, der eine Länge von 34 Centimeter und ein Gewicht von 1,3 Kilogramm besitzt, hatte sich namentlich für die unberittenen Offiziere als wenig vorteilhaft bewährt. Der neue Offizier-Revolver ist nur 27 Centimeter lang und bedeutend handlicher, wiegt aber 1,5 Kilogramm. Er besitzt eine selbständige Spannvorrichtung und ist für dieselben Patronen wie der Armee-Revolver eingerichtet. — Der römische Korrespondent der „Kreuzztg." bestätigt, daß am 1. Aug. eine vertrauliche Besprechung der preußischen Bischöfe, aber nicht auf österreichischem Boden, statt- gesunden habe. Die Kurie habe daS von Herrn v. Goßler an die Bischöfe erlassene Zirkular seit einigen Tagen eingehend beraten, hege darüber friedfertige Anschauungen und betrachte es als an ihre Adresse gerichtet und so als einen neuen indirekten diplomatischen Berührungspunkt. — In einer heute ab- gehalteuen besonderen Sitzung der Vereinigten Abteilungen des Reichspostamts, zu welcher die Direktoren, Vortragenden Räte und Hilfsarbeiter sich versammelt hatten und zu der auch der kaiserliche Oberpost-Direktor von Berlin und der Chef der Reichsdruckerei eingeladen waren, widmete der Staatssekretär Dr. Stephan dem Andenken des verstorbenen Direktors Budde eine warme Gedächtnisrede. Au diesen Akt schloß sich die Einführung deS zum Direktor im Reichspost« amte ernannten bisherigen Geh. OberpostratS Herrn Sachse;
Potsdam, 17. Aug. DaS Programm zu der am 19. August d. Js. im hiesigen König!. Stadtschloß stattfindenden Tause deS am 7. Juli geborenen Prinzen,
Dem preußischen Beamten wurde die Unterhaltung nach dieser Richtung etwas peinlich. Er wußte, daß der Sieger von Jena den deutschen Bauernstand von vielen, nicht mehr zeitgemäßen Bedrückungen befreit; aber eingestehen wollte er dies doch nicht, da er glaubte, so etwas sei nicht mit seiner loyalen Beamtengesinnung zu vereinbaren. Auf keinen Fall hätte er aber seinem lebhaften Vis-i-vis eine zurecht- weisende Antwort geben mögen.
„II kaut, que je m’en aille, Mademoiselle,“ — brach Bernrt das Gespräch ab; j’en suis bien fächeux. Mon Service m’ordone de vous quitter!“ *)
„Deji si töt?“ klang es mit einem Anfluge von Bitterkit zurück; alors j’aurai le plaisir de vous accompagner quelques pas, Monsieur, c’est-ä-dire, si vous le permettez I“ *)
„O, das würde mir viel Vergnügen bereiten, fiel Berndt mit cinemmale wieder in seiner Muttersprache ein. Er war aufgestanden, hatte die Dienstmütze aufgesetzt, und wie eine Gazelle hüpfte jetzt Amelie an seine Seite, legte kindlilich zutraulich ihren Arm in den seinen und schritt, bald deutsch, bald französisch schwatzend, neben dem geschmeichelten Manne her.
„Jst'S denn wahr," begann die Französin von neuem, „daß die KontrebandierS hier an der Grenze Ihnen so viel Not und AergerniS bereiten? Der Ortsschulze von Cheine erzählte gestern abend viel davon. Die Sache ist wohl nicht so schlimm!" (Fortsetzung folflt-'
‘) Ich muß gehen, Fräulein, eS thut mir leid. Mein Dienst befiehlt mir aber, Sie zu verlassen.
•) Schon so früh? Dann werde ich das Vergnügen haben, Sie einige Schritte zu begleiten, natürlich, wenn Sie daS gestatten,
Buchhandlung daselbst; Hermansche Buchhandlung daselbst; Jnvalidendauk in Berlin; W. ThieneS In Elberfeld; 6. Schlotte in Bremen.
971 tT’Wn bei seinem Eintreffen nicht ersten, oe junge 1024* ^«mzösin aber hätte keine echte Tochter EvenS sein muffen.
3 Mächtigen Manne auch gar nicht ein, an etwas andere- 102 -Zufall" oder leidige „Gewohnheit" zu glauben, wenn 10^ ^wieder der schalkhaften Amelie gegenüber saß. Und M suchten seine Augen spähend umher, sobald das junge Mchcn bei seinem Eintreffen nicht erschien. Die junge