der anderen Seite.
(Prov.-Korrefp.)
Mit ih der K
und Ein auf danur
legen Wert darauf eine gesicherte Zukunft zu haben. Leben wie der Bogel auf dem Dach kann sie unmöglich die Dauer befriedigen, und die katholische Kirche würde her sehr bald keine Geistlichen mehr finden, wenn sie
। und ihm auch die Teilnehmer genannt. Den Stiefel fot Koch wahrscheinlich auSgezogen, um sich zu verteidigen,^ eS dort Sitte ist, vom Wagen gefallen sei der vie2 schon Tote vermutlich an dem steilen Abhang. — Büw^ meister Kohl von Schönau wurde zu Kochs geholt, die Leiche schon im Hofe gelegen, hierauf sei er an btn Thatort gegangen und habe dort alles gefunden, wie « der Gendarm geschildert. — Kochs Sohn Nikolaus fJ aus, daß das Pferd mit dem Wagen nachts gegen Vrll m» heimgekommen, um 3 Uhr sei er mit seinem Onkel w die Suche gegangen und habe seinen Vater auf der Straß gefunden. An der Schlägerei habe er sich beteiligt, nachhe» habe er gehört, wie Köhler, der stottert, gesagt: „wenn wir die Jütländer erwischen, wird ihnen der Hals abgeschnittcn« Heinrich Dingel von Moischeid fuhr mit Koch abends den Sachsenhausen nach Gilserberg, dort seien sie eingekehrt- bei der Abfahrt hätten die Burschen am Wagen gestanden und am Dorfende sei ihnen ein Stück Holz nachgeflogen. Barbara Damm wurde von Köhler nach N.ebe geschickt um ihm zu sagen, er solle abends zu ihm kommen; Köhler will nichts davon wissen. — Heinrich Schneider, Koch- Stiefbruder, hörte von Gottschalk nachmittag- in Gilserberg, abends würden fle ihnen aufpaffen und sie totschießen oder totschlagen; Gottschalk bestreitet die». — Konrad Schneider hörte solches auch, ist aber in seiner Aussage sehr konfus. — Wagner Kirchner hörte von Neebe, daß man den Koch auf den Kopf schlagen muffe, daß er verrecke, obgleich er ihnen nicht viel gethan. — Schäfer Wilhelm hörte dasselbe. — Heinrich Wagner von Gilserberg war bei der Schlägerei tu Schönau und sah abends den Koch durchs Dorf fahren, schloß sich aber den vier Burschen nicht an und hörte nur den Wortwechsel derselben mit Koch vor dem WirlShause über die Schlägerei; dem Köhler habe er gesagt, daß Koch im WirtShause sei. — Trümmer erhielt von Köhler den Auftrag, Neebe zu holen, nachdem Wagner gesagt, der Jütländer sei da. — Der Frau Schwing erzählte Gottschalk, er sei 100 Schritt vom Vorfall gewesen und habe in einer Furche gelegen. — Zwei weitere Zeugen wissen nichts Erhebliches. Als nunmehr Frau Schwing vereidigt werden soll, sträubt sie sich lange dagegen. — Die Herren Sachverständigen Dr. Nothnagel und Dr. Merkel konstatieren, daß Kochs Tod durch einen Bluterguß in- Gehirn erfolgt sei; am Kopfe sei eine starke klaffende Wunde gefunden worden und zwei abgesprungene Knochenteile, von denen -tiner beinahe ins Gehirn gedrungen und den Tod herbeiführte; diese Verletzungen seien alle auf den ersten Schlag entstanden, die anderen Wunden seien nicht so lebensgefährlich gewesen. Offenbar habe Koch bis an die Blutlache (25 Schritt), in der er gefunden, sich geschleppt und sei da beim Eintritt des Todes vom Wagen gestürzt. — Die den Herren Geschworenen vorgelegten Fragen lauten kurz: 1. Ist Neebe schuldig, den Koch vorsätzlich gemeinschaftlich mit anderen und zwar mittels gefährlichen Werkzeugs und hinterlistigen UeberfalleS mißhandelt zu haben, der Art, daß der Tod eintrat? 2. Sind mildernde Umstände vorhanden? Die Fragen 3, 5 und 9 betreffen Köhler, Pfeffer und Gottschalk und lauten analog wie 1, ebenso die Fragen 4, 6 und 10 analog der Frage 2. Die Fragen 7 und 11 betreffen Pfeffer und Gottschalk, ob dieselben bei Ausübung der That bereits das 18. Lebensjahr beendet hatten. Die Staatsanwaltschaft deduziert den Herren Geschworenen den Begriff Mttthäterschaft und Beihülfe: Millhäler seien die drei letzten Angeklagten schon deshalb, weil sie am Thatort zugegen gewesen, schildert Neebe- rohes und brutales Benehmen und bittet bezüglich deffen um Bejahung der Frage 1, Verneinung der Frage 2. In ihrer weiteren Ausführung führt fle aus, daß Köhler, mehr wie Neebe der Herbeiführer der That gewesen, Schnaps versprochen habe und die Aufstellung tm Hinterhalt an- ordnete. Weggelaufen nach der That seien die drei, weil die Folgen deö Schlages von Neebe gesehen und sie nun die Angst ergriffen habe. Sie bittet deshalb die Fragen 3 und 4 zu bejahen; auch Pfeffer und Gottschalk seien Mitkhäter, wenn auch geringeren Grades und bittet sie bezüglich dieser um Bejahung aller Fragen bis auf 7 und 11. Herr Rechtsanwalt Uckermann plädiert für Neebe auf mildernde Umstände und betont als solche die Unvecdorbenheit desselben, den jugendlichen Uebermut und sein Alter, im übrigen habe bei dem Vorfall ein trauriger Zufall mitge« spielt. Herr Referendar Tröste, Köhlers Verteidiger, hebt hervor, die Herren Geschworenen möchten in diesem Falle den gesunden Menschenverstand walten lassen und sich nicht an juristische Deduktionen halten. Köhler habe sich nicht an den Mißhandlungen beteiligt, sondern nur an den vorbereitenden Handlungen, auch nicht angestiftet. Seine Reue habe er durch fein Weglaufen vor Ausübung der That bewiesen. Herr Referendar Caesar verteidigt Pfeffer und Gottschalk und führt au-, daß dieselben keine Mit- thäter seien, auch keine Verabredung getroffen hätten; fit feien eben durch Neebe verführt worden und mitgegangen. Er bittet event. um Stellung der Fragen wegen Beihülfe. In ihren Repliken und Tripliken begegnen sich die Staatsanwaltschaft und die Herren Verteidiger auf dem Boden von bezüglichen ReichSgerichtSerkenntnissen, was zu längeren Debatten führt. Die Herren Geschworenen bejahen durch ihren Obmann Herrn gelben die Fragen 1, 3, 4, 5, 6, 8, 9, 10 und 12, verneinen dagegen vie Fragen 2, 7 und 11- Infolge deffen beantragt die Staatsanwaltschaft für Neebe 6 Jahre Zuchthaus, für Köhler 2 Jahre Gefängnis, für Pfeffer 4 Monate und für Gottschalk 6 Monate Gefängnis. DaS Urteil lautet gegen Neebe auf 5 Jahre Zuchthaus, für Köhler auf IV2 Jahre Gefängnis, für Pfeffer aus 3
revokable Anstellungen verleihen wollte. — Die Reichstags- Ersatzwahl für den verstorbenen Dr. Schulze - Delitzsch im Wahlkreise W eSbaden ist auf den 6. August anberaumt worden.
Bresla«, 19. Juni. In der heutigen Sitzung des BerwaltungSratS der Breslau Freiburger Eisenbahn wurde die Offerte der Regierung einstimmig angenommen. Zum definitiven Abschluß des Vertrages wurden die Herren Direktor ©lauer, Bankier Ledermann uno Kommerzienrat Molinari zu Kommiffarien der Gesellschaft ernannt. Der definitive Vertrag wird der Generalversammlung zur Genehmigung vorgelegt werden. — Der heutige Abendzug der BreSlau-Freyburger Eisenbahn ist infolge eines Wolkenbruchs bei Salzbrun». entgleist; niemand ist verletzt worden.
Schwerin, 18. Juni. Der Großberzog von Mecklen- burg-Strelitz ist am 16. d. früh von Neustrelitz nach England abgereist.
Erfahrungen beruht, kann man gerechterweise dem Gegner niemals zur Schuld anrechnen.
„Die „Nat.-Ztg." nannte einst die Fortschrittspartei die Generalunternehmerin des allgemeinen Mißvergnügens. DaS Blatt scheint die Lorbeeren seiner früheren Gegner so beneidenswert gefunden zu haben, daß es bei ihnen mit einem Erfolg In dir Schule gegangen ist, deffen Früchte die Erfolge sein werden, welche die Fortschrittspartei seit Jahren erntet: eine immer steigende künstliche Erbitterung auf der einen Seite und eine sich vertiefende Ueberzeugung von dem notwendigen Aneinanderschluß bet allen patriotischen Elementen gegenüber einer frivolen Opposition auf
Stuttgart, 18. Juni. Wie der „Staats-Anzeiger* bekannt macht, hat der König vermöge Entschließung vom 12, d. M. die Aufhebung des würtembergtschen Konsulats- Postens in Köln verfügt, ferner unter dem 15. d. M. den Departemeutschef der Justiz, Dr. v. Faber, zum wirklichen StaatSminister der Justiz ernannt. Mit Note des StaatS- mlnlsterlumS vom 16. Juni ist dem ständigen Ausschuß der Entwurf eines Gesetzes betreffend die Errichtung einer Postsparkasse zur weitern Behandlung zugegangen.
Würzburg, 19. Juni. Der russische General Totleben, welcher auf beiden Augen am Star erkrankt war, wurde heute in der Universitäts-Augenklinik vom Professor Michel operiert. Die Operation gelang vortrefflich und läßt dir Erhaltung deS Augenlichtes hoffen. Der General bleibt bis zu seiner vollen Wiederherstellung in der Klinik.
Metz, 15. Juni. Die hiesige Festung besitzt ausgedehnte Militär-Telegraphenanlagen, welche gegenwärtig durch den Inspekteur der Militärtelegraphie, Oberst von Krause aus Berlin, besichtigt werden. Zur Ausbildung besonderer Mllitärtelegraphisten wird alljährlich ein monatlicher Lehr- kursus abgehalten, welcher audb einen großen Teil der optischen Telegraphie umfaßt; dieser letzteren wird in neuester Zeit eine erhöhte Bedeutung beigelegt und dementsprechend sind umfangreiche Versuche angeordnet worden. Die ver- schiedemn mllrtärischen Telegraphenstationen sind ausschließlich von Soldaten bedient und arbeiten mit beschränktem Tagesdienst; als Zentralstation befindet sich eine Station im Gouvernementsgebäude. Die Besichtigung durch den Inspekteur erstreckt sich auch auf die militärische Brieftauben- station, welche in einem Lagergebäude der alten Zitadelle untergebracht ist; die diesjährigen Flugübungen mit den jungen Tauben haben vor kurzem begonnen und werden den Sommer über fortgesetzt werden. Die Brieftaubenstation ist gegenwärtig mit etwa 600 Tauben besetzt, von denen die Mehrzahl auf der Station selbst gezogen ist.
Hesse«-Xassaru
Marburg, 21. Juni. Dem Rechnungsrevisor am hiesigen Landgericht, Herrn Wessel, ist durch Allerhöchstes Patent der Charakter als Rechnungsrat verliehen.
Marburg, 20. Juni. (Schwurgericht. Schluß des Falles Neebe u. Gen.) Gendarm Kolatschny wurde in der Nacht geweckt von Schönauern, die ihm gesagt, Koch liege tot auf dem Wege und den Verdacht auf Neebe und Köhler lenkten; er habe diese sofort ausgesucht, aber nichts Verdächtiges an ihnen gefunden, dann fei et an den Thatort gegangen und habe da den mit Blut befleckten Prügel NeebeS, Kochs Pfeife, Peitsche und Stiefel auf einem Raum von 2 qm gefunden. Bel näherer Nachforschung fand er Im weichen Boden Schuhabdrücke und eruierte, daß diese von Köhler herrührten. Auf dem Transport habe Köhler ihm dm Vorfall erzählt, nachdem er vorher alles gelmguet,
Äaffel Midi - D- isch if barmet bei der rannt. Obevla gupeti der Kc msetzi. Zmgh Nasse Schöns mann (Elsaß ymau zestorb die Pa, sind des Stabte Mmi tretet i Stadls «ertreti ®ir kl em 1. Inerte: iharak Forster mit bei dmvall vom 1 entlasse seröse! tränte wslich
tzrivat girt § bet L Mir MN h> Sagt s Sätet Zchrnil tU« $ trag » ßeschi gerben
gen s Verein 'stellte "ährt 1 !*igetr K.°in
Dutben 'Men, 1,«üh
Mor *** -Ib- jrfttj tu™) Kschn
*5
Ausland.
Wik«, 20. Juni. Einer Meldung des „Fremden- blattS" aus Skutarl zufolge boten die Anführer der meisten Albanesenstämme Hefiz Pascha Ihre Unterwerfung an. Der Aufstand ist somit als beendet anzusehen.
Ryikkgyhaza, 20. Juni. (Tisza - ESzlarer - Prozeß.) Der Angeklagte Josef Scharf, Vater des vierzehnjährigen Belastungszeugen Moritz Scharf, bezeichnet die Anklage als eine unsinnige Erdichtung. Die Konfrontation Scharfs mit der Mutter der Esther Solymoffy verlief resultailos.
Bern, 20. Juni. Der Nationalrat wird den Handelsvertrag mit Italien voraussichtlich erst nach dem Votum der italienischen Kammern beraten.
Paris, 20. Juni. Meldungen aus Zanzibar zufolge haben die Franzosen die beiden hauptsächlichsten Zollstellen und alle Wege, welche nach der Hauptstadt der HowaS führ-u besetzt. Die Franzosen werden nicht weiter vorgehen, sondern erwarten die baldige Unterwerfung der HowaS.
Amsterdam, 20. Juni. Heule früh ist tine heftige Feuersbrunst auf der königlichen Marinewerft ausgebrochen. DaS Feuer ergriff die beiden Kriegsschiffe „Doggersbank" und „Rortenaer*, von denen daS erstere durch den Einsturz der äßirftmauein zerstört wurde. D-r Schaden wird auf drei bi« vier Millionen Gulden geschätzt. Ueber die Ursache deS Brandes ist noch nichts bekannt. Der Marineminister sowie die übrigen Behörden waren an der Brandstätte erschienen. Drei Personen sollen verwundet, ein Feuerwehrmann umaekommen s in.
Petersburg, 20 Juni. Der päpstliche Delegierte Vanutellt besichtigte gestern mehrere hiesige katholische Wohlthätigkeitsanstalten. — Infolge der seitens ter Regierung getroffenen Maßregeln ist das Vorhandensein von Heuschreckenbrut nun in mehreren Ortschaften der südlichen Gouvernements konstatiert. Eine Vertilgung der Brut ist allerorts angeordnet, so daß zu hoffen ist, daS Insekt werde sich nicht weiter verbreiten. Zur weiteren Sicherung der getroffenen Maßregeln ist übrigens Generalmajor Schebekow nach Woronesch abkommandiert. — Offiziell verlautet, General Gurko sei zum Gereralgouverneur von Warschau und zum Kommandierenden der Truppen des Warschauer Militärbezirk- ernannt worden.
Kronstadt, 20. Juni. Dem von dem amerikanischen KrönungSbotschafter Baldwin auf dem amerikanischen Flaggen- schiffe gegebenen Ballfeste wohnten der Minister v. GierS, Vizeadmiral Sustakoff, Waddington, Kardinal Banutelli, der deutsche, französische und englische Botschafter, sowie der amerikanische Gesandte bei. Das Fest endete gestern morgen um acht Uhr.
Deutsche- Reich.
Berti«, 20. Juni. Die Nachrichten Über das Befinden deS Ministers der öffentlichen Arbeiten, Maybach, lauten fortdauernd günstig, wie denn auch, wie wir hören, besondere wichtige Geschäftssachen ihm wieder nachgesandt werden, und die neueste Eisenbahn-VerstaotlichungSaktion von ihm dirigiert worden ist. Gegenwärtig hält sich der Minister, nach kurzer Einkehr in Brunnen am Vierwaldstädtersee und Zürich, in den Waldhäusern bei FlimS, jenseits Chur, auf, und dürfte bei weiter befriedigendem Verlauf der Kur schon gegen Mitte nächsten Monats nach Berlin zurückkehren, um die Geschäfte seines Ressorts in vollem Umfange wieder zu übernehmen. — Wie wir erfahren, ist der Beschluß des Bundesrat«, das PenstonSgesetz für die Reichs-Zivilbeamten mit Rücksicht darauf, daß die Novelle zum Militärpensions- gesetz keine Aussicht habe, angenommen zu werden, die Annahme des ersteren also eine ungleichmäßige Behandlung der Offiziere und der Zivilbeamten hinfichtlich der Pensionierung zur Folge haben würde, vor der dritten Lesung im Reichstage zurückzuziehen, einstimmig gefaßt worden. — Die Kommission deS Abgeordnetenhauses für die kirchen- politische Vorlage ist heute zur Feststellung des von dem Abg. Dr. Andrae zu erstattenden Berichts zusammengetreten. — In der „Nordd. Allg. Zig." lesen wir folgendes: Bei Besprechung der neuen kirchenpolitischen Vorlage prognostizieren die liberalen Zeitungen, daß, wenn dieselbe Gesetz werde, die fest angestellten Geistlichen vollständig verschwinden würden; die Bischöfe würden alle katholischen Pfarreien . verwaisen lassen und überall eine Notseelsorge einführen. Zu einem solchen Bedenken kann unseres Erachtei s nur derjenige gelangen, welcher die kirchenpolitischen Verhältnisse von einem rein theoretlsch-jurtsttschen Standpunkte aus beurteilt. Wer da« praktische Leben kennt, weiß daß die katholische Kirche die realen Verhältnisse zu richtig beurteilt, als daß sie eine solche Politik betreiben würde, wie man liberaler Seite supponiert. In der That würde die Kirche mit eigener Hand ihren Einfluß auf das katholische Volk zerstören, wenn sie den Versuch machte, die Pfarrer auö- fterben und an ihre Stelle übe. all abberufbare Vikare treten zu lassen, denn nur der seßhafte Pfarrer ist der Träger dieses Einflusses. Ein Geistlicher, der sich darauf beschränkt, die in seinem Amt liegenden Funkilonen auözuüben, wird seiner Gemeinde stets fremd bleiben. Nicht in der Kirche, sondern im täglichen Leben bildet sich das Band, das den Geistlichen und das Psa.rkind aneinander ftssell Der Pfarrer muß sich da- Vertrauen seiner G-meindemitglieder erwerben, so daß dieselben in ihm ihren Berater in jener schwierigen Lebenslage sehen, daß fle sich an ihn wenden, um Trost zu suchen in der Stunde deS Unglücks und die Freude mit ihm zu teilen in der Stunde des Glücks. Diese Vorbedingung wird aber der revokable Geistliche niemals zu erfüllen im stände sein. Er mag noch so tüchtig sein und fich noch so eifrig bemühen, für die Gemeinde bleibt er doch der Vogel auf dem Dach, der vielleicht schon morgen in die Ferne zieht, und darum kann sie sich nicht entschließen, ihre Sorgen und ihre Freuden mit ihm zu teilen. Es geht den Geistlichen so wie tem Beamten. Der Assessor, der einen Kreis verwaltet, wird — und wäre er der bestgeschulte Beamte — doch niemals den Einfluß ausüben, den ein weniger tüchtiger Landrat anSübt. ES fehlen die sehr wichtigen, rein menschlichen Beziehungen, die sich erst bei einem langjährigen Miteinanderleben herauSbildcn können. Die Befürchtungen cer Liberalen sind aber auch noch um eines zweiten Grundes willen unbegründet. Die katholischen
Geistlichen sind nicht besonders organisierte Wesen; sie haben dieselben Wünsche, dieselben Bedürfnisse wie andere
m Bei Segieri Innen, laufen, htfen,' Maza ioftan iostan chaffne Sofien 60 3 Aazi Herrn Mtn: kiestrt 110 v 40e8e Duster Statioi ohnbe : ^ten Hsenbc