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Marburg, Mittwoch, 14. MLrz 1883.
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Berlin, den 3. MLrz 1883.
Wilhelm.
Wilhelm.
Mosten wäre. Abg. Bachem empfiehlt die Vorlage;
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Wilhelm.
Pwjkt der Errichtung eine- Zentralbahnhofe« im Stadt- zarten, welches eine spätere Erweiterung der Anlage gestatten
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Ordre zur Kenntnisnahme zugehen. Berlin, den 8. MLrz 1883.
An das Kriegsministerium.
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durch in Kenntnis gesetzt. Berlin, den 3. MLrz 1883.
vom Lmrdtog.
Berlin, den 12. März.
Anzeizen nimmt entgegen: die Expedition d. Blatt»-, sowie d-Annoncen-Burranx «en <3 k. Daube u. ie. in
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gierung, selbst mit Aufwendung großer Mittel, nicht unterlassen, diese herbeizuführen. Von den sonstigen Projekten, welche vorlagen, würde allerdings dasjenige, nach welchem die Anlage de- Zentralbahnhofes im Stadtgarten erfolgen sollte, in technischer Hinsicht günstiger gewesen sein, aber nach allen Erwägungen der außerfiskalischen Interessen hat fich die Regierung doch dazu entschlossen, dem vorliegenden Projekte zuzustimmen, weil sic zu der Ueberzeugung gekommen ist, daß da« fiskalische Jntercsie durch dasselbe keinen Schaden erleiden wird. Dem Gedanken, für das Bahnhofgebäude eine beschränkte Konkurrenz auszuschreiben, kann ich nur beistimmen und würde sogar geneigt sein, von den Architekten Skizzen etnzuforden, welche bet der definitiven Gestaltung de» Plane» in Betracht gezogen werden würden. Wa» endlich die geschäftliche Behandlung der Vorlage betrifft, so halte ich e« für wichtig und wünschenswert, daß dieselbe im Anschluffe an die diesjährige Sekundärbahnvorlage zur Erledigung gelangt. — Die Vorlage geht an die verstärkte Budgetkcmmisston.
Der Gesetzentwurf, betreffend die Landesbank in Wiesbaden, wird der um sieben Mitglieder verstärkten Agrar- Kommission, der Gesetzentwurf über die Befugniffe der Strombauverwaltung gegenüber den Uferbesttzern und über die Aufhebung der Uferward- und Hegeordnung für Schlesien und die Grafschaft Glatz einer aus 21 Mitgliedern bestehenden Kommission überwiesen. — Nächste Sitzung morgen: Hundesteuer und kleinere Vorlagen.
An das Kriegsministerium.
Ich laffc dem Kriegsministerium in der Anlage eine Abschrift Meiner unter dem 3. d. M. an den KriegS- minister, General der Infanterie v. Kamele, erlaffenen
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Die Mühle« Sötte».
Kriminalnovelle von Georg Höcker.
Wir haben daher Gelegenheit, unS die beiden ein
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Deutsche, Reich.
6erlitt, 12. März. In dem heute ausgegebenen Armee-VerordnungSblatt werden folgendes die anderweitige Besetzung der Stelle des KriegSminister» betreffende Allerhöchste KabinettSordreS zur Kenntnis der Armee gebracht:
Ich habe folgendes bestimmt: Der Kriegsminister, General der Infanterie, v. Kamele, wird, in Genehmigung seine» Mir unter dem 26. Febr. c. eingereichten Abschiedsgesuches, unter Entbindung von der Stellung als Kriegsminister, mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt. Derselbe verbleibt L la suite de« Jngenieurkorp» sowie in dem Verhältnis als Chef de« 2. Hannoverschen Infanterieregiments Nr. 77 und soll auch ferner in den Listen der aktiven Generalität der Armee geführt werden. — Das Krieg-Ministerium wird von vorstehendem hier-
„De« Müller« Gebhart Ernst,' ließ sich die Annamarie vernehmen. Micrtsckke sah sie überrascht an.
„De« Müller« Ernst?" frag er erstaunt, jede« Wort einzeln betonend. „Ja will Dich denn der," setzte er zaghaft hinzu.
Die Tochter schlug eine höhnische Lache auf.
„Ob er mich will," ries sic. „Was weiß ich, doch da« ist Nebensache. Ich will und sein Vater will, da« entscheidet."
Der Alte hustete verlegen.
„Aber die Geschichte," wendete er ein, „Du weißt doch wegen deS Schwurgerichte«."
Die Tochter stand blitzenden Auge» vor ihm, und heiser klang ihre Stimme, al« sie ihm entgegnete:
„Da« ist tot, begraben, vergeffen. Wer wagt e», mich noch zu bezichtigen?"
Der Alte schwieg und blätterte in feinen Büchern.
„Mein muß der Bursch' sein," fuhr Annamarie fort.
„Nicht daß ich ihn liebte, o nein," setzte fie leidenschaftlich hinzu, „ich Haffe ihn."
Der Alte blickte erschrocken empor.
„Aber Du willst ihn ja heiraten?" frag er kleinlaut.
„Eben weil ich ihn Haffe," setzte da« Mädchen hinzu. „Sehe ich au» wie eine girrende Taube?"
Damit stellte sie sich hart vor ihren Vater und fuhr mit leidenschaftlich unterdrückter Stimme fort:
„Al» ich dort saß, auf der Bank, und über mich ge- richtet «erden sollte, da stand er In der vordersten Reche und neben ihm die Grete, de« Hofbauer» Marten Tochter, und beide wiesen mit den Fingern auf mich. Deutlich hörte ich ihn sagen:
„„Dort sitzt die elende Brandstifterin,"" „und dabei
.„n nimmt entgegen: »Ätwn d.Blatte«. *■’ .l Änn-ncen-Bureaux K $Utrid) u. 5». in und Hannover; Th. jUÜ-Lin Frankfurt a M; ^fiein u- Vogler in o- M.. Berlin, K Ä8I" K-; Rudolf Ele’iJi Berlin, Frank- furt a. St* te*
Buchhandlung daselbst; Hermansche Buchhandlung daselbst; Jnvalidendank in Berlin; W. Thienes tu Elberfeld: 6. Schlotte in Bremen.
An den Kriegsminister, General der Infanterie v. Kamele.
Ich habe den Generallieutenant Bronsartv. Schelen- dorff, Kommandeur der 2. Garde-Jnfanteriediviston, zum Staat«- und Kriegsminister ernannt, wovon da» Kriegs- Ministerium hierdurch in Kenntnis gesetzt wird.
Berlin, den 3. März 1883. Wilhelm.
An da» Kriegsministerium.
Berlin, den 10. März 1883.
Vorstehende Allerhöchste Kabinettsordre« werden hierdurch zur Kenntni« der Armee gebracht mit dem Hinzufügen, daß Se. Majestät der Kaiser und König mittel» Allerhöchster KabtnettSordre vom 8. d. M. noch folgende» zu bestimmen geruht haben:
Die Abteilung für die persönlichen Angelegenheiten im Krieg«ministerium soll zwar al« solche in der bisherigen Weise auf dem Etat de» Kriegsministerium» verbleiben, sie soll aber die geschäftliche Firma „Abteilung für die persönlichen Angelegenheiten" nicht mehr, sondern unter entsprechender Modifizierung ihrer Stellung zu dem inneren Dienstbetriebe de« Kriegsministeriums, künftig überall diejenige al«: „Mililärkabinett" führen. — Diese Bestimmung soll auch in der Rangliste der Armee dadurch zum Ausdruck gebracht werden, daß künftig hinter den Adjutanten Sr. Majestät des Kaisers und König« das ganze Militär- kabinelt aufgeführt wird, wogegen beim Kriegsministerium
that er mit der Grete so zärtlich, und daS Lärvchen schaute ihn so zärtlich an."
Die Sprecherin atmete tief auf. In ihren Bilgen spiegelte sich unbändiger Haß, al« sie fort fuhr:
„Da habe ich mir Rache geschworen. Daß ich frei wurde, wußte ich, denn die Richter konnten mir nicht« onhaben, weil sie keine Beweise hatten, und darum muß er mein sein, denn ich habe Geld und da« ist mächtig und herrscht."
Miertschke seufzte tief auf und vertiefte fich wieder in seine Bücher.
„Du weißt nun, wa« Du zu tbun hast, wenn der Müllerssohn kommt," schloß die Redende, „Du empfängst ihn als Deinen Schwiegeisohn."
ES dauert nicht lange, da klopfte e« an die Thüre und herein trat der Müller Gebhart in Begleitung seine« Sohne«.
Während der erstere mit raschen Schritten das Zimmer durchmaß, und auf einem Stuhle Platz nahm, blieb Ernst, den Hut in der Hans, an der Schwelle stehen. Auf seinem Antlitz zeigte sich jene feste Entschloffenheit, die Kunde gibt von schweren, inneren Kämpfen. Er hatte standhaft mit sich .selbst gerungen und war nun nach reiflichem lieber- denken seiner Pflichten zu dem Ziele gelangt, daß e» sich mit seiner Ehre nimmermehr vertragen könne, dem Befehle feine« Vaters Folge zu geben. Gehörte die Annamarie doch zu den AuSgestoßenen de« Dorfe». Wenn auch keiner wagte, offen mit ihr zu brechen, weil ihre Familie die reichste des Dorfe», und ihr Vater obendrein noch auf eine Reihe von Jahren zum Dorfschulzen erwählt war, so verachtete sie jedoch jedermann innerlich nm so gründlicher.
Gortsetzuu, folgt.)
MaSb näher zu betrachten.
Ueber den Schulzen ist wenig zu sagen. Ein gutmütiges, ttoae blöde in die Welt schauendes Gesicht, von einem dünnen, rotgrauem Ziegenbart umrahmt saß auf einem mittleren Halse, dem sich ein noch mittlerer Körper an- Wofj. Eine Hauptzierde bildete bei ihm eine, da« linke Jt.e verunzierende Schramme, w siche er sich mutmaßlich ® jüiWren Jahren bei einer festlichen Prügelei geholt Wtte. Dieselbe würde ihm sogar etwa« MateralischeS Verchen haben, wenn sein nichtssagende« blaue« Auge dem W entschieden widersprochen hätte.
. Eine um so intenffantere Persönlichkeit war im Gegen- pt zu ihm seine Tochter. Ihre Gestalt konnte man ‘“«m mehr gedrungen nennen, sie war geradezu klein, ^bei erfreute sich daS nicht mehr ganz junge Mädchen Mr« wärsigen Embonpoint. Die Farbe ihre» Haarest, um sich höflich anszuvrücken, altdeutsch, ihre Gesicht«- grau und harmonierte innig mit dem listig grauen ^uzenpaar, da» verschmitzt in die Welt schaute.
Da« Mädchen hörte nun mit der Arbeit auf und trat 611 ihren Vater heran.
»Ich werde mich verloben," sagte sie zu ihm kurz.
Der Alte blickte zu ihr auf, und ließ ein kurze« „So" Nehmen.
u »Und weißt Du auch, wen ich gewählt habe," fuhr * Tochter fort. Der Alte schüttelte den Kopf, ohne wei-
chkllri mürbe. Für den Entwurf de» Lahnhofbaue» wäre eine i gefmj MänktcKonkurrenzempfehlen«wert. Abg.Büchtemann
fHvünscht Beratung in einer Kommission, um dort die Frage teufen zu können, ob nicht da» von der Stadt abgelehnte
. .vürde, vorteilhafter fei, al» die Anlage de« Bahnhof» in ht. M btt Nähe des Dome«, wo eine spätere Erweiterung au«»
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Ich entspreche nunmehr Ihrem Mir unter dem 26. Februar c. vorgelegten Gesuche, indem Ich Sie hierdurch, unter Entbindung von der Stellung al« Kriegsminister, mit der gesetzlichen Pension zur Dispofition stelle. Ich löse hierdurch mit bewegtem Herzen die näheren Beziehungen, in denen Sie in Ihrer Eigenschaft al« Kriegsminister feit 10 Jahren zu Mir gestanden haben, und Ich thue es mit aufrichtigstem, herzlichstem und wärmsten Dank für Ihre Hingabe an Ihr schwere« Amt und für die Aufopferung Ihrer Kräfte, mit der Sie für daS Wohl der Armee thätig gewesen sind. Ich wünsche diese Empfindungen auch der Armee gegenüber zum Ausdruck zu bringen, indem Ich bestimme, daß Sie nicht allein in Ihrer bisherigen Stellung al« Chef des 2. Hannoverschen Infanterie-Regiment» Nr. 77 und & la suite des Ingenieur- korps bleiben, sondern daß Sie auch durch Fortführung in den Listen der aktiven Generale die engste Zusammengehörigkeit mit der Armee festhalten, in welcher Sie daS Recht auf eine Ehrenstelle wohl erworben haben. Möge eS Ihnen ferner wohlergehen, mögen Sie sich des Wohlwollen» und der dankenden Erinnerung Ihre» König» jederzeit versichert halten und möge e« Ihr Gesundheitszustand gestatten, daß Ich Meinen lebhaften Wunsch — Sie nicht ganz gehen zu sehen, sondern Sie in einer Kommandostelle der Armee wieder plazieren zu können — in Erfüllung gehen sehen kann.
883.
St(*eint täglich außer an den Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Prei« für da« Quartal mit der wöchentlichen Beilage „Jllustrtrte» EoMttagSblatt" durch die Expedition (Ä o ch'sche ' Buchdruckerei) bezogen 8*A Mark, durch die Postämter de« Deutschen Reiche« 8 Mark 50 PfS« (excl. Bestellgebühr.) — Jnsertion-gebühr für die gespaltene Zeile 15 Pf«.
Für in der Expedition zu ertheilende Auskunft und Annahme von Adreffen werden 85 Pfg. berechnet.
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..^öchuhofsanlagen mehr in den Osten der Stadt gerückt und ' Jj nom Dome weiter entfernt werden sollen, als e» die früheren KeW ^Ochlägk wollten. Die Angelegenheit fei so viel besprochen । ins durchberaten worden, daß eine kommiffarische Beratung
C*a nicht mehr notwendig erscheine, auch mit Rücksicht darauf, ___!_ lag solche die Durchführung auf längere Zeit hinautschieben
bc» Malische Interesse würde durch dieselbe nicht geschädigt.
■ Minister Maybach: Ein Zweifel darüber kann zur , « 3'it wohl nicht mehr bestehen, daß dem Bedürfniffe in
' Köln durch die hier vorgeschlagenen Anlagen nicht voll- "(SM ^nci9 genügt werden möchte; die bestehenden Verhältniffe [•o flto aber unhaltbar geworden, und da sich die Gelegenheit ___™ i« deren umfassender Besserung geboten hat, wollte die Re-
Zn der heutigen (46.) Plenarsitzung de» Abgeord- .rtenhauseS wurde dem Hause außer dem Schreiben L Präsidenten des Staat«ministerium« über die Personal- Ditinbcrungen im Kriegsministerium Mitteilung gemacht UH dem an den Präst anten de» Hause» gerichteten Schreiben, Mach die Staatsregierung bereit ist, dem Beschluffe des Msis vom 3. März d. I. betreffend den Neubau eine» WchäftShauses für das Abgeordnetenhaus Folge zu geben. Äinächst werde eS aber darauf ankommen, den Beschluß Mber vorzubereiten, ob der Neubau für Abgeordnetenhaus und Herrenhaus, oder für erstere» allein in AuS- m zu nehmen fei. Die Staatsregierung habe deshalb tto Beratung von Kommissionen der beteiligten Reffort» iber diese Frage, sowie über den Bauplatz und da» Bau- »rogramm angeordnet und ersuche zugleich, um eine befriedende und schleunige Lösung der Angelegenheit herbeizu- ßhren, die Präsidenten beider Häuser, sich durch Delegierte w diesen Beratungen beteiligen und der Staatsregierung diesbezüglich Mitteilung machen zu wollen. (Beifall.)
Präsident v. K ö l l e r schließt hieran unter Zustimmung ”rg M Hauses die Bemerkung, er «erde der StaatSregierung --mtworten, daß cer Gesamtvorstand deS Hauses bereit sei, jii den qu. Konferenzen teilzunehmen.
Beamte Das Haus tritt in die erste Beratung deS Gesetzentwurfs, „PHMreffenb die Umgestaltung der Bahnanlagen innerhalb deS KtsiungsgebieteS der Stadt Köln. Abg. Reichenfperger Mn) hebt die Vorzüge de» gegenwärtigen Projektes gegen die früheren hervor, welche besonder» darin liegen, daß die